Autofahren in Südafrika: Tipps & Erfahrung als Selbstfahrer

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Unser SUV-Mietwagen in Südafrika für die Fahrten in die Nationalparks und abseits der Straßen

Einen Roadtrip mit dem Auto durch Südafrika? Auf jeden Fall! Autofahren in Südafrika macht Spaß. Nur mit dem Auto genießt du hier maximale Flexibilität und Freiheit. Ich war vier Wochen in Südafrika unterwegs. Drei davon mit dem Auto als Selbstfahrer. Dabei haben wir über 3000 Kilometer zurückgelegt. 

Das Land am Kap ist fast so groß wie Deutschland, Italien und Frankreich zusammen. Die Reiseziele im Land liegen oft hunderte Kilometer voneinander entfernt. Das Straßennetz ist größtenteils gut ausgebaut, die Straßen oft schnurgerade und wie gemacht für eine Rundreise mit dem Auto. Die Raten für Mietwägen sind nicht so hoch, dass du arm wirst. Am besten buchst du das Auto vor der Reise aus Deutschland.

Du könntest auch ohne Auto durchs Land reisen, meiner Meinung nach sind die Möglichkeiten öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen außerhalb Städten sehr begrenzt.

Wenn du per Nachtflug nach Südafrika anreist, kannst du deinen Mietwagen direkt am Flughafen in Empfang nehmen.

Du steckst den Schlüssel ins Zündschloss, startest den Motor, doch haltEinige Dinge laufen in Südafrika anders. Aber keine Panik, alles halb so wild.

Damit auch deine Rundreise mit dem Mietwagen ein Vergnügen wird habe ich hier auf Basis unserer Erfahrung die wichtigsten Verkehrsregeln und Tipps zum Autofahren zusammengefasst.

Vor der Reise:

Beantrage einen Internationalen Führerschein für Südafrika

Wenn du viel reist ist es sinnvoll, einen Internationalen Führerschein zu besitzen. Meiner hat 16 Euro gekostet und ich habe ihn im Zuge des neuen Reisepasses erstellen lassen. Das hat nur 10 Minuten gedauert. Der Internationale Führerschein ist drei Jahre gültig.

Bei der Autovermietung musste ich den Internationalen zusammen mit meinem Führerschein und Reisepass vorzeigen.

Mietwagen für Südafrika Reise buchen

Ich habe den Mietwagen (bzw. Mietwägen: Johannesburg – Durban und Port Elizabeth – Kapstadt) vor der Reise von Zuhause aus gebucht. Der beste Anbieter bei uns war sunnycars. Der örtliche Anbieter dazu ist Budget. Wir sollten Recht behalten: Der Schalter war voll, die Warteschlange lang. Bei Hertz – gähnende Leere.

Warum den Mietwagen aus Deutschand buchen? 

Ganz einfach: Ich habe einen Vertrag aus Deutschland vorliegen und im Falle eines Schadens kann ich mich an eine deutsche Firme wenden. Macht die Sache einfacher finde ich.

Weitere Tipps bevor du deinen Mietwagen buchst:

Buche nie direkt beim Autovermieter, sondern nutze Vergleichsportale wie z.B. billiger-mietwagen.de. So kannst du vor deiner Mietwagen-Buchung sämtliche Angebote der verschiedenen Anbieter vergleichen. Ich nutze billiger-mietwagen.de – eine deutsche Plattform auf welcher du für SÜdafrika Mietwägen buchen kannst.

Weitere Tipps: Auf was du bei der Mietwagenbuchung achten musst

Ohne Musik kein Roadtrip

Musik begleitet mich auch zuhause von morgens bis abends durch den Tag. Ein Roadtrip ohne Musik ist kein Roadtrip. Auf Reisen höre ich (im Gegensatz zu Deutschland) sehr gerne lokale Radios um ein Gefühl für die Musik im Land und Themen zu bekommen.

Doch in Südafrika haben wir vergeblich nach einem guten Radiosender gesucht. Einzig nennenswerter Sender wäre vielleicht KFM der in Kapstadt zuhause ist. Pack also einen USB Adapter für den Zigarettenanzünder ein, sowie ein AUX-Kabel. Somit hatten auch wir das Vergnügen der Musik auf unseren Smartphones lauschen zu können.

1. In Südafrika herrscht Linksverkehr!

Zu allererst musst du darauf achten, beim Verlassen des Parkplatzes nach der Mietwagenübernahme nicht auf die falsche Straßenseite einzubiegen. Du musst links fahren. Auch im Kreisverkehr. Achte anfangs auf die vor dir fahrenden Fahrzeuge und orientiere dich an ihnen. Du wirst dich schnell daran gewöhnen.

Einziges „Problem“ zu Beginn ist das fehlende Gefühl, wie weit du auf der linken Straßenseite noch Platz hast. Wir sind anfangs immer ein wenig zu weit links in Straßenrandnähe gefahren.

Tipp: Wenn du dir nicht zutraust manuell mit der linken Hand zu schalten, miete ein Auto mit Automatik. Wir hatten anfangs einen SUV mit Automatik. Der zweite Mietwagen wäre ein Auto mit manueller Schaltung gewesen. Wir hatten Glück, dass unser Auto fälschlicherweise an jemand anderes herausgegeben wurde und wir somit ebenfalls ein Automatik Auto bekamen.

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Unser 2. Mietwagen hatte auch Automatik

2. Geschwindigkeit, Tiere und „Bumper“

Innerhalb Ortschaften gelten 60 km/h, auf der Landstraße oft 80 – 100 km/h und auf der Nationalstraße kannst du meist 120 km/h schnell fahren. Lass dich von der Raserei der Südafrikaner nicht anstecken, es gibt auch in Südafrika immer mehr Radarkontrollen mit Laserpistolen und stationären Blitzern. 

Tiere und Menschen auf den Straßen

Nicht selten überqueren Menschen in einem sehr gemütlichen Gang die Nationalstraßen, wenn deine Tachonadel 100 km/h anzeigt. Auch Warnschilder mit „Achtung Hippo Crossing“ stehen nicht ohne Grund da. In Südafrika mußt du zu jeder Zeit mit Tieren auf der Fahrbahn rechnen. Aufmerksames Fahren ist daher angesagt. 

Geschwindigkeit in Nationalparks

In Nationalparks gelten 40 km/h. Ich rate dir sogar langsamer zu fahren. Straßen sind in den Nationalparks oft in einem miserablen Zustand. Oft bestehen die Wege zu Unterkünften nur aus Dreck- oder Schotterpisten die von starken Regenfällen sehr ausgefahren oder noch matschig sein können (war bei uns auf dem Weg zum Rhino Walking Plains Camp extrem).

Dieses Bild stammt aus dem Hluhluwe Nationalpark. Hier war die Schlaglöcher-Dichte extrem hoch:

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Tiere entdeckst du so nur, wenn sie vor dir die Straße überqueren. Auch kann es hier immer wieder passieren, dass dir ein Tier (oder Herde) plötzlich den Weg versperrt.

Halte Abstand zu den Tieren. Vor allem männliche Elefanten können sehr aggressiv und gefährlich werden.

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Warnschilder am Eingang des Hluhluwe Nationalparks: Halte Abstand vor allem von Elefanten!

Bumper“ zwingen dich zum angepassten fahren

In Südafrika gibt es überall sogenannte „Bumper“ (Bremsschwellen). Diese sind unterschiedlich hoch, je nach erlaubter Geschwindigkeit. Bei Überfahren mit zu hoher Geschwindigkeit läufst du Gefahr, dein Fahrzeug zu beschädigen. Die Warnzeichen zu diesen Bumpern übersieht man leicht oder sind erst gar nicht vorhanden.

Straßenschilder in Südafrika
Achtung! Bumper und 40 km/h Höchstgeschwindigkeit

3. Überholen in Südafrika

In Südafrika ist es völlig normal, langsam fahrendere Autos zu überholen. Selbst wenn diese schon schneller als erlaubt fahren. Wenn es die Straßenverhältnisse zulassen, weicht man auf den Ersatzstreifen aus. Das schneller fahrende Auto kann somit überholen und bedankt sich mit dem Doppel-Warnblinker. Der Überholte kann darauf mit einem kurzen betätigen der Lichthupe als „gern geschehen“ antworten.

Achtung beim Überholen: Wenn du selbst überholst solltest du davor und während des Überholvorgangs unbedingt einen Schulterblick über die rechte Schulter werfen. Warum? Sehr oft ist es uns passiert, dass ein drittes Auto uns beim Überholvorgang auch gleich überholt hat. Sozusagen zwei Autos auf einmal. Klingt komisch – ist aber so. Und nicht immer ganz ungefährlich.

Südafrika Tipps zum Autofahren
Hier hast du ausreichend Platz, für einen Überholenden nach links auszuweichen

4. Stoppschilder und wer fährt zuerst?

In Südafrika findest du mehr Kreuzungen mit Stoppschildern als Verkehrsampeln. Der Strom ist landesweit sowieso für mindestens zwei Stunden am Tag weg. Die Ampeln funktionieren dann nicht. Deshalb gibt es sogenannte 4-Way-Stops (Ein Stopp-Schild an jeder Einmündung der Kreuzung). Hier hält jeder an. Diese Schilder werden von Südafrikanern sehr gewissenhaft beachtet. Auch du solltest auf sie achten. 

Verkehrsregeln in Südafrika
First come, first drive. Rechts-vor-links kennt in Südafrika keiner

Die Regel an solch einem Stoppschild ist einfach: „First come, first drive“: Wer zuerst an die Kreuzung fährt, darf auch zuerst wieder weiterfahren. Das funktioniert überraschend gut. Eine Rechts-vor-links-Regel wie in Deutschland gibt es nicht.

Oft tauchen die Schilder plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Auch bei Tempo 100 km/h auf der Schnellstraße. 

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Eine der selteneren Vorwarnungen auf ein Stoppschlid

5. Tanken in Südafrika (und Benzinpreise)

Im Vergleich zu Deutschland ist Tanken in Südafrika sehr günstig. Der Liter hat bei meiner Reise zwischen 80-90 Cent (ca. 12 Rand pro Liter) gekostet.

Tankstellen gibt es nicht immer an der Nationalstraße. Zwischen dem Krüger Park über Swasiland bis St. Lucia und auch bis Durban solltest du rechtzeitig tanken. Nur entlang der Garden Route sind Tankstellen angeschrieben und direkt an der Nationalstraße gelegen. Auch in Nationalparks (vor allem im Krüger Park) gibt es Tankstellen. Wir haben vor jedem Nationalpark besuch vollgetankt.

Anleitung zum Tanken in Südafrika

Wie tankt man in Südafrika?

Zum Tanken musst du den Wagen nicht verlassen. Ein Mitarbeiter der Tankstelle bedient dich und frägt, ob er volltanken soll. Oft putzt dir ein weiterer Mitarbeiter in der Zwischenzeit die Scheiben. Auf Wunsch checkt er auch Reifendruck, Öl- und Wasserstand.

Für diese Leistungen solltest du ein Trinkgeld bezahlen. Wir haben meist zwischen 2 – 5 Rand gegeben. Wenn alles von einer Person erledigt wurde 5 Rand, wenn einer getankt hat, der andere geputzt hat jeder 2 – 3 Rand bekommen.

6. Qualität der Straßen

Vor allem die Nationalstraßen sind in einem sehr guten Zustand. Sind die Straßen maulpflichtig sogar in einem sehr guten Zustand. Die Landstraßen die wir gefahren sind, waren alle geteert.

Nur einmal mussten wir einen Umweg in Kauf nehmen, da die von mir gewählte Route am Meer entlang nur aus einer ungeteerten Straße bestand. Auf diesem Abschnitt hatten wir leider keinen SUV-Jeep mehr.

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Achtung Potholes!

Solltet ihr Warnschilder für sogenannte Potholes (Schlaglöcher) sehen: Fuß vom Gas!

Manche Landstraßen haben dermaßen tiefe Schlaglöcher, dass sie einen ganzen Reifen verschlingen könnten. Vor allem in den Nationalparks und der Schnellstraße durch Swasiland kamen wir uns vor wie bei Super Mario Kart: Ein ständiges Ausweichen nach links oder rechts um zentimetertiefe Schlaglöcher so gut es ging zu umfahren.

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Achtung Schlaglöcher!

Schlaglöcher in Südafrika

7. Parken in Südafrika

In Südafika gibt es sogenannte „Car Guards“. Diese selbst ernannten Parkplatzwächer zeigen dir den nächsten freien Parkplatz und werfen einen Blick auf dein Auto, solange du unterwegs bist. Natürlich nur gegen Bares. Car Guards leben davon, dass du sie bezahlst. Car Guards erkennst du an ihrer (meist) gelben oder orangenen Warnweste. Es gibt festangestellte Car Guards – oft an öffentlichen Parkplätzen – die dich für einen festen Betrag auf ihrem zugewiesenen Parkplatz auf dein Auto aufpassen.

Die „freien“ Car Guards freuen sich über Anerkennung und wenn du ihnen 2-5 Rand gibts. Je nachdem wie lange du parkst.

In Innenstädten kannst du auch Parkhäuser ansteuern. Nachdem ich in Kapstadt mit einer dort lebenden in einem Parkhaus geparkt hatte weiß ich, dass man auch dort vorsichtig sein muss und sein Auto am besten direkt am Ein-/Ausgang parkt. Überfälle sind auch hier keine Seltenheit.

8. Maut-Gebühren in Südafrika

Einige Nationalstraßen in Südafrika sind mautpflichtig. Rund um Johannesburg mussten wir sehr oft Maut bezahlen, Richtung Süden und Westen wurden die Mautstationen seltener.

Die Höhe der Maut hängt von der Länger und der Strecke ab. Wir haben zwischen 8 und 71 Rand bezahlt. Um Johannesburg wird oft automatisch die Gebühr abgezogen (e-toll).

Hierfür hängt im Auto ein kleiner Kasten hinter dem Innenspiegel. Die zu bezahlende Maut kannst du hier mit dem Kalkulator herausfinden.

Maut Pflicht in Südafrika
Dieses kleine Gerät ist in jedem Mietwagen angebracht. Die Gebühr wird dir dann automatisch abgebucht.

Weitere Tipps zur Sicherheit auf Straßen

Sicherheit ist immer ein großes Thema vor einer Reise nach Südafrika. Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Haben in Städten aber Türen und Fenster meist geschlossen und auch verriegelt gehabt. Beim Parken haben wir unser Technik- und Kameraequipment gut versteckt und außer Pulli, Wasserflaschen und Knabberzeug nichts sichtbar im Auto liegen lassen.

In Johannesburg und Durban gibt es Ecken, an denen Schilder mit „Hijacking Hot Spot“ stehen. Hier hilft dir auch ein verriegeltes Fenster nichts, wenn du mit einer Waffe bedroht wirst. Wir waren immer zu dritt oder viert im Auto unterwegs. Die Gefahr auf einen Überfall war dann vermutlich geringer.

Halte Abstand zu den weißen Minivans

Die Fahrer dieser Sammeltaxis kennen keine Verkehrsregeln. Halte Abstand, denn sie Bremsen völlig unvermittelt ab, um neue Fahrgäste einsteigen zu lassen oder andere aussteigen lassen. Genauso unvermittelt fahren sie auch wieder an. Blinker kennen sie nicht.

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Achtung vor diesen Minivans. Halte einen Sicherheitsabstand.

Frag Einheimische wo es unsicher ist

Als die Angestellte der Mietwagenfirma uns beim Aushändigen des Autos am Flughafen von Johannesburg nach unserem ersten Ziel fragte, klappte ihre Kinnlade nach unten als unsere Antwort „Soweto“ war. Soweto gilt für viele immer noch als No-Go-Area. Aber Hand aufs Herz: So schlimm wie sein Ruf ist es nicht. Du solltest in bestimmten Ecken eben nicht alleine reingehen.

Hier hilft es, sich vorab bei Einheimischen zu informieren. Diese geben sehr gerne Tipps, welche Straßen und Viertel zu meiden sind.

Auto verriegeln und Fenster geschlossen halten

Die Zentralverriegelung verriegelt zu lassen empfiehlt sich beim Besuch von Nationalparks oder an Stellen, wo Baboons (Affen) herumtollen. Nicht selten sind die Tiere fix darin, durchs Fenster zu greifen, Kofferraumdeckel oder Türen zu öffnen und den Wagen auszuräumen. 

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Dieser kleine Freund mit der Trinkflasche saß plötzlich auf unserem Heck und untersuchte Kofferraum sowie Fenster…

Unfälle die keine sind

Auf Schnellstraßen kommt es öfter zu fingierten Unfällen oder an Ampeln zu „Smash and grab“ Überfällen. Diese sogenannten Blitzeinbrüche kommen zwar immer seltener vor und wir haben davon nichts mitbekommen, was dich aber nicht davon abhalten sollte aufmerksam und vorsichtig zu sein. Das Arm-Reich-Gefälle ist in Südafrika eben doch sehr groß. 

Nimm keine Anhalter mit

Anhalter stehen im ganzen Land an den Straßen und wedeln mit Geldscheinen. Es wird jedem Tourist davon abgeraten, Anhalter mitzunehmen. Da wir zu viert waren, hat sich für uns die Frage sowieso nicht gestellt. In manchen Gegenden ist es einge gängige Masche, Anhalter oder Autopannen zu mimen um den Anhaltenten danach auszurauben. Lieber kein Risiko eingehen.

Es bleibt aber trotzdem ein schlechtes Gefühl: Diese Menschen sind oft bettelarm und haben meist kein Auto und somit keine Möglichkeit um von A nach B zu kommen.

Fahre nicht nachts.

Autofahren nach Einbruch der Dunkelheit solltest du vermeiden. Auch wir wurden einmal erfurchtsvoll empfangen und für verrückt erklärt, Nachts noch zu fahren (Wir hatten an diesem Tag eine große Distanz zurückzulegen und es ging eben nicht anders). Auf die Rückfrage „Warum soll man Nachts nicht fahren?“ bekamen wir folgende Antwort:

Nicht aufgrund Überfällen. Nein. Südafrikaner fahren wie die Henker und übersehen im Dunklen gerne das ein oder andere Auto, ihr eigenes Licht ist defekt oder sie sind schlichtweg betrunken. 

Ich hoffe ich konnte dir die Angst nehmen, in Südafrika zu fahren. Hast du weitere Tipps zum Autofahren in Südafrika?

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Der erste Mietwagen (Johannesburg – Durban) für unseren Roadtrip durch Südafrika wurde uns von SunnyCars zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

15 KOMMENTARE

  1. Danke! Gefällt mir gut.
    Ich werde demnächst wieder mal mit dem Mietwagen am Kap unterwegs sein.
    Deinen Ratgeber habe ich bei 1001-ReiseBerichte.de geteilt, damit noch mehr Menschen diesen Beitrag sehen.
    Gruß vom
    ReiseFreak
    Wolfgang

  2. Prima Überblick, Katrin. Womit wir des Öfteren in Südafrika zu kämpfen hatten waren Straßensperren und Polizeitkontrollen mit korrupten Polizisten (allerdings nur im Osten und Nordosten des Landes). Du wirst rausgewunken und irgendein „Vergehen“ wird dir angedichtet …. Am besten als Frau auf die Tränendrüse drücken, dumm stellen und den ahnungslosen Touristen spielen. Damit kommt man ganz gut durch, aber manchmal muss man trotzdem ein paar Rand abdrücken. Ich kenne das von vielen afrikanischen Ländern, aber in Südafrika bin ich doch aus allen Wolken gefallen. Dort hatte ich es nicht erwartet.

  3. Ich überlege gerade, ob ich evtl. freiwillig einen Affen mein Auto ausräumen lassen würde, nur um zu sehen, wie ein Affe mein Auto ausräumt :D

    Zum Thema Linksverkehr habe ich übrigens kürzlich ein paar Tipps für „das erste Mal“ aufgeschrieben: bit.ly/linksverkehr-tipps Letztendlich ist das ja immer halb so wild, aber vorher macht man sich da schon gerne mal ein bisschen verrückt.

    Viele Grüße
    Kathrin

  4. Ich weiß nicht wie das Fahren in Südafrika ist, aber nachdem ich bereits 1 Jahr selber Fahren in Australien, Irland, England, Schottland und sogar Thailand mit Linksverkehr überlebt habe, kann das ja eigentlich nicht so wild sein. ;) Ich finde man gewöhnt sich da sogar immer recht schnell dran. Ich habs sogar letztens mal in Gedanken geschafft links in einen deutschen Kreisverkehr reinzufahren. Zum Glück war es mitten in der Nacht und die Straßen leer, aber mir ist kurzfristig das Herz in die Hose gerutscht und ich hab mich schon gefragt wie mir das passieren konnte. Hab ich wohl gerade an Australien gedacht ;). Und mal ehrlich…deutsche Autobahnen sind doch wahrscheinlich auch ein Graus für jeden ausländischen Autofahrer. Btw….schön geworden hier. Und danke nochmal für Deinen Hinweis. GlG, Nadine

    • Haha im muss lachen. Die Sache mit dem Kreisverkehr ist so, dass ich letzte Woche an einem angehalten habe und ungelogen ne Minute dachte „die fahren doch alle falsch…“ ;-) Man gewöhnt sich super schnell an den Linksverkehr…
      Der Verkehr in Südafrika war eigentlich (außer den Städten Kapstadt, Johannesburg und Durban) super entspannt.

      LG Katrin

  5. Eine sehr schöne Ausarbeitung zum Thema „Selber fahren in Südafrika“. Ich hätte da auch noch zwei kleine Beiträge zum Thema Kreisverkehr und Ampel außer Betrieb.
    Sollte die Zufahrt zum Kreisverkehr zweispurig sein, gibt es unterschiedliche Verhaltensweisen:
    Muss ich die nächste (90°) Abfahrt raus, bleibe ich bei der Zufahrt auf der ganz linken Spur.
    Muss ich gerade (180°) durch den Kreisverkehr, bleibe ich ebenfalls ganz links.
    Sollte ich einen dreiviertel Kreis (270°) oder sogar wieder zurück (360°) fahren müssen, so nimmt man die rechte Spur der beiden Zufahrten. Dabei muss man bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr blinken und aufpassen auf die äussere Spur. Könnte ja ein Tourist unterwegs sein.

    Mir ist es in Stanger passiert, dass ich an eine Ampel kam, deren Rotlicht blinkte. Sie war außer Betrieb und dann gilt wieder: First come, first drive. Zur Not mit Handzeichen verständigen.

    LG Willi

  6. Wir planen auch vom Südl. Krugerpark durch Swasiland nach St. Lucia zu fahren.
    Hast Du dazu noch besondere Tipps?
    Wie lange hat es gedauert? Man bekommt zwischen 7 und 14 Stunden gesagt…. Da stellt sich schon die Frage, wo man übernachtet, weil es so schnell dunkel wird…

    LG Maria

    • Hallo Maria, das kommt natürlich ganz darauf an von wo im Krüger ihr losfahrt. Wir sind aus Swaziland (Mkhaya) losgefahren und sind in der Dunkelheit in St. Lucia angekommen. War natürlich alles andere als gut und die Liebe Frau an unserem B&B war schon zuhause da sie dachte, dass in der Dunkelheit niemand mehr ankommt. Es war wirklich nicht so prickelnd nachts zu fahren. Wenige haben Licht, viele fahren in St. Lucia betrunken Auto und ab und zu verirren sich Hippos auf die Straße…

      Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie lange man an der Grenze benötigt. Hier haben wir auch Zeit verloren.

      • Hallo Katrin,
        gleiche Frage hätte ich auch. Zu welcher Uhrzeit seid ihr denn in Mkhaya los gefahren, dass ihr erst im Dunkeln in St. Lucia wart ?
        Dachte es wäre ein guter Plan vom Krüger Nationalpark nach Durban in St. Lucia einen Zwischstopp zu machen und das man das locker schafft (ohne im Dunkeln zu fahren) Wenn ich aber lese, dass du aus Swaziland schon „so lange“ gebraucht hast sollten wir unseren Plan vielleicht noch mal überdenken !?
        LG Susanne

        • Im Mkhaya sind wir direkt nach der Morgensafari losgefahren. Wir haben mind. 1 Stunde bei der Ausreise „verloren“ da relativ viel an der Grenze los war. Man sollte generell die Entfernungen nicht unterschätzen. Eventuell die morgendliche Safari dann streichen und direkt nach St. Lucia aufbrechen wäre eine Möglichkeit. Bei uns war es leider so, dass wir nicht einfach spontan losfahren konnten. Aufgrund eines schweren Untwetters konnten wir mit unserem Auto nicht selbst durch die Furt fahren und alle Straßen waren überflutet. Daher mussten wir mit dem 4×4 der Lodge durch das tiefe Wasser fahren und deren Shuttle Service in Anspruch nehmen. Unsere Autos waren aufgrund der Überschwemmung auch außerhalb auf einem Privatgrundstück geparkt. Auch hier hatten wir bestimmt nochmal eine Stunde verloren. LG Katrin

  7. Hallo,
    am besten einfach mal manuell ausprobieren, das war überhaupt kein Problem. Einfach mal ausprobieren und sich auf was neues einlassen.
    Wir sind drei Wochen von Kapstadt aus die Garden Route entlang gefahren, und das im südafrikanischen Winter. War aber die beste Reisezeit, wir konnten immer vor Ort das Hotel buchen und hatten die schönsten Plätze für uns. Tagsüber wird es schön warm, nachts allerdings kann es sehr kalt sein, deshalb sollte man bei der Unterkunft darauf achten dass zumindest ein Heizlüfter und Wärmflaschen bereit stehen.
    Außerdem kann ich nur empfehlen mal auf einem Weingut zu schlafen! Was bei deinen Berichten leider nicht vorkommt ist die Auseinandersetzung mit der Apartheid. Hier scheint nur heile Welt durch.
    Uns hat das Museum zum District Six in Kapstadt sehr beeindruckt. Das Apartheidsmuseum in Jo’burg ist auch empfehlenswert.

    • Hallo Maria,

      danke dir für deinen Bericht. Zum Thema Apartheid hab ich in den einzelnen Artikeln ab und zu meine Meinung geschrieben, das hat in dem Auto Artikel keine Platz gehabt ;-) Ins District Six Museum hats mir leider bei all meinen Besuchen in Kapstadt noch nicht gereicht. Auch das Apartheid Museum interessiert mich brennend. Wir wollten damals aber bewußt in Soweto übernachten anstatt uns Jo’burg anzusehen.

  8. Dein Bericht ist wirklich hilfreich Katrin. Wir planen auch eine Südafrika-Reise und überlegen gerade noch wie wir am besten von Johannesburg in den Krüger Nationalpark kommen. Unsere Unterkunft liegt bei Nelspruit. Die zwischen 300 und 400 km ließen sich ja in Deutschland problemlos mit dem Auto fahren, allerdings wissen wir nicht genau, wie hier die Verhältnisse in Südafrika sind. Was wäre deine Einschätzung als „erfahrene Südafrika-Reisende Katrin? Ist vielleicht jemand die Strecke schonmal gefahren?

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