Gorilla Trekking Uganda – Besuch bei den Berggorillas im Bwindi Impenetrable Forest

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Makara - mächtiger Silberrücken der Habinyanja Group - ob er friert?

Ich hatte einen großen Wunsch auf meiner Bucket List. Dieser Wunsch war, einmal im Leben die Berggorillas zu besuchen. Diese leider seltenen gewordenen Berggorillas sind nur in Uganda, Ruanda und der Demoktratischen Republik Kongo zu finden. Mehr als die Hälfte der geschätzten 800 Berggorillas (aktuell wird wieder gezählt) leben in Uganda.

Wo kann man in Uganda zum Gorilla Trekking?

In Uganda ist Gorilla-Trekking im Bwindi Impenetrable Nationalpark und im Mghahinga Gorilla Nationalpark (Virunga Mountains an der Grenze zu Ruanda und der DR Kongo) möglich. Mehere Gorillafamilien sind hier an menschliche Besucher gewohnt – „habituiert“.

Ein Besuch bei den Gorillas ist teuer. Aber ehrlich: Wie oft im Leben hast du die Chance, einen Berggorilla in freier Wildbahn aus nächster Nähe zu sehen?

Damit dir nicht dieselben „Fehler“ wie uns passieren rate ich dir, zuerst diesen Reisebericht vom Gorilla-Trekking zu lesen und dann die Tipps wie du es besser machst wie wir:

Gorilla Trekking in Uganda: Zu Besuch bei der Habinyanja-Gruppe im Bwindi Nationalpark

Schon die Anfahrt ist eine Geschichte für sich…

Währen meines 3-tägigen Aufenthalts im Bwindi Nationalpark wohne ich in der Bwindi Lodge. Ehemals 1999 als Zelt-Camp eröffnet ist dies die mittlerweile modernste Eco-Lodge in Buhoma. Hier lässt es sich aushalten. Direkt nach Ankunft erfahren wir, dass die R-Group (Rushegura Gorilla-Gruppe) oft aus dem Wald herauskommt und die Felder der Lodge besucht. Wir waren zwei Tage zu spät hier.

Die Sache mit dem Ort der Gorilla Gruppen und Permits

Nach unserer Ankunft wird uns erst einmal erklärt, warum es total beschissen ist, dass unsere Permits für Ruhija und nicht für Buhoma gelten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns noch keine Gedanken über den Ort des Gorilla-Trekkings gemacht. Das die Wahl des Ortes sehr wohl wichtig ist, bekommen wir jetzt erklärt: Wir sind zur Regenzeit im Bwindi NP.

Da die Regierung zu spät begonnen hat, die Straße zwischen Buhoma und Ruhjia zu erneuern ist der Zustand nicht gut, ein Durchqueren des Waldes schier unmöglich (weiter unten habe ich eine Karte für einen Überblick der Lage und ein Bild der „Straße“ eingefügt).

Doch Pietrus, der für Aktivitäten in der Lodge zuständig ist, nimmt sich unseren Permits an und setzt sich sofort in mit der Uganda Wildlife Authority in Verbindung, welche die Permits vergibt. Oftmals werden kurzfristig Genehmigungen gecancelled (es gibt hier kein Geld zurück) und dadurch werden wieder Plätze frei. Leider nicht für morgen.

Der Ort unseres Treffpunkts – eine unmögliche Aufgabe?

Somit wird folgender Plan erstellt: Abfahrt 5.30 Uhr, Frühstück um 5 Uhr. Die Bwindi Lodge organisiert einen bewaffneten Wildhüter, ohne den wir den Wald nicht durchfahren dürfen – wegen den wilden „Waldelefanten“, die Nachts auf den Wegen schlafen und angeblich ziemlich aggressiv sind.

Wir sind auch fast pünktlich und 5.40 Uhr fahren wir mit Pietrus und Wildhüter los. Anfangs ist die Straße gut und ich wundere mich, warum uns alle (mal wieder) soviel Schiss gemacht haben mit ihren Sorgen. Pietrus schüttelt den Kopf und sagt: „Wait ‚till we enter the forest…“. So langsam wird mir bange, es ist noch stockfinster.

Die Angst der Lokals ist nicht unbegründet. Nachdem die ersten Meter im Wald recht rutschig und schlammig sind wird die Piste immer schlimmer. Irgendwann weicht die Buckelpiste einer Schlammpiste: der Untergrund besteht nur noch aus Wasser und tiefem Matsch. Ich komme mir vor, als würde ich über Seifenlauge gleiten. Die Kontrolle über den Wagen habe ich definitiv nicht mehr.

Matsch, Schlamm und Kontrollverlust

In meinem Kopf sind nur noch zwei Gedanken: Immer Gas geben damit wir nicht stecken bleiben und: ich will unbedingt zu den Gorillas. Dieser Wille treibt mich an nicht in Panik auszubrechen. Die Dämmerung setzt ein und das Schlammassel vor uns wird immer deutlicher.

Kurz vor 7 Uhr ist endgültig Schluss. Ein Tee-Laster beendet unsere Rutschpartie. Er steckt tief im Matsch fest. Die Reifen sind kaum noch zu sehen. Was tun? Ich lasse meine Kopf aufs Lenkrad sinken und stelle den Motor ab. Bin ich erleichtert dass nichts passiert ist oder einfach nur wütend, mich nicht genauer mit den Permits beschäftigt zu haben? Mein Kopf ist leer, die Gorillas so nah und doch unerreichbar …?

Gorilla Trekking Uganda: Straße Ruhija Buhoma
Dieser Teelaster verhinderte ein Weiterkommen zum Ausgangspunkt für unser Gorilla-Trekking in Ruhija

Pietrus steigt aus, erkundigt sich bei den liegen gebliebenen Fahrern nach dem Zustand und sucht nach Empfang fürs Telefon. Wie sich herausstellt, steckt der LKW (ohne Allrad !!!!) seit dem Abend des Vortags fest. Rauskommen? Erst wenn genügend Menschen aus den umliegenden Dörfern zusammengetrommelt werden und klassisch schieben. Prima.

Das bange Warten beginnt…

Pietrus kommt zurück zum Auto und verkündet, dass er die Uganda Wildlife Authority erreicht hat. Wir müssen ab jetzt 20 Minuten warten um zu erfahren, ob wir mit einer anderen Gruppe mitgehen können. Nach Ruhija, sagt er, schaffen wir es nicht mehr. Am LKW ist kein Vorbeikommen möglich, ich will auch überhaupt nicht mehr weiter auf diesem Weg fahren. Ob jetzt 350$ einfach so futsch sind? Es würde mich so richtig ärgern.

Ein neuer Ort wird gefunden!

Pietrus kommt irgendwann wieder zurück und verkündet, dass wir umdrehen und zu einem anderen Ort fahren sollen. Von dort müsse er nochmals mit der Uganda Wildlife Authority telefonieren und darum verhandeln, dass wir bei einer anderen Gruppe mitgehen können. Er nimmt sich dem Matsch an und fährt den Wagen rückwärts aus dem tiefen Matsch. Danach übernehme ich wieder das Steuer und meistere irgendwie die kaum besser werdende Buckelpiste nach dem Motto: Augen zu und durch.

Am neuen vereinbarten „Treffpunkt“ (wir sind im Niemandsland der Nebelwälder auf einer unbefestigten Straße) kommen wir gegen 7.40 Uhr an.

Gorilla Trekking Uganda Ausgangspunkt Bwindi Nationalpark
Im wunderschönen Bwindi Nationalpark müssen wir warten, ob wir am Gorilla-Trekking teilnehmen können. Den Ausblick auf Teefelder und Regenwald zum Sonnenaufgang können wir nicht richtig genießen…

Pietrus verlangt nach unseren Gorilla-Permits und den Reisepässen. Wieder wird telefoniert. Geduld ist heute wirklich gefragt.

Gorilla Trekking Uganda im Bwindi NP - matschige Straßen
Nach der Matschpartie war unser Wagen alles andere als sauber. Pietrus telefoniert und unser Wildhüter wartet geduldig ab was passiert

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Die Suche nach den Gorillas kann beginnen…

Kurz nach 8 Uhr bekommen wir endlich das GO! Über wiederum schlechteste Pfade fahren wir nach Mayange, einem kleinen Dorf in den Bergen und warten.

Gorilla Trekking Uganda Mayange Bwindi NP
Immernoch schlechte Pisten. Doch etwas entspannter können wir die wunderschöne Landschaft etwas mehr genießen

Ungefähr 8 Träger (Porter) stehen schon bereit und warten, von uns Touristen gebucht zu werden. Für 15 – 20 $ rate ich dir unbedingt, einen Träger für deine Kamera oder Rucksack zu buchen. Kurz vor 10 Uhr kommen dann endlich auch die Guides und Spurenleser (Tracker) an.

Ein ausführliches Briefing fällt aus. Wir erfahren lediglich, dass wir alleine zu den Gorillas der Habinyanja-Gruppe dürfen. Keine anderen Touristen die im Weg stehen! Perfekt!

Den Spruch „Even the trackers haven’t found the Gorillas today.“ kennen wir mittlerweile vom Schimpansen-Tracking in Kyambura Gorge. Ob es ähnlich endet? Die Schimpansen haben wir drei Tage zuvor nicht gefunden.

Gorilla Trekking Uganda Bwindi Felder und Guides

Es geht los. Zuerst über Felder der Bauern, bergauf. Dann in den Wald hinein. Hoch, runter, hoch, runter, … Auf über 1.400 m eine Angelegenheit, die einem den Atem rauben. Es ist matschig. Dazu rutschig, steil und irgendwann stehen Pflanzen mit Dornen im Weg. Das Anspruchsvollste im Bwindi ist nicht das ständige auf und ab, nein, es ist der Grund unter den Füßen der höchste Konzentration abverlangt.

Gorilla Trekking Uganda Bwindi Nationalpark Spurenleser
Ob Bob Marley auch ein AK-47 getragen hätte? Einer unserer Sprurenleser beim Gorilla-Trekking

Schaut man zu oft nach unten rennt man in Dornen oder Schlingpflanzen. Impenetrable heißt ja soviel wie undurchdringbar. Jetzt verstehe ich auch warum. Der Regenwald ist so dicht, dass kaum Tageslicht hindurchkommt. Es ist schummrig und düster. Entgegen dem Tageslicht kommt der Regen sehr wohl durch das Blattwerk über uns. Nach einer Stunde setzt der Regen ein. Klar, ist ja auch Regenzeit und wir sind im Regenwald. Die Chance auf ein Trekking ohne Regen sind gering.

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…und André Schürrle (schwer zu erkennen) war auch dabei. Ein anderer unserer Spurenleser

Eine weitere halbe Stunde später endlich der Funkspruch: Die Tracker haben die Gorillas gefunden. Beim annähern an die Gruppe kommunizieren die Tracker nur noch durch Rufzeichen. Der Regenwald wird undurchdringbar. Es gibt kein Durchkommen zu den Trackern 100 Meter über uns. So wird einfach der Weg mit Macheten freigeschlagen. Plötzlich macht es ratsch. Eine lange Dorne reißt mir die Hose am Knie auf. Egal. Weiter geht’s, denn man sagt uns wir müssen schnell sein, die Gorillas sind in Bewegung. Kein gutes Zeichen.

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Ein letztes Innehalten, dann ist es soweit…

Wir stoppen. Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Kameras auszupacken, nochmals zu trinken oder die Buschtoilette zu nutzen. Danach bleiben die Träger zurück. Ich kann noch keinen Gorilla erkennen geschweige den hören. Der Wald ist zu dunkel, es regnet immer stärker und der Abhang ist sehr steil. Ich finde kaum einen Halt, zu rutschig ist die Erde unter mir. Der dichte Wald macht seinem Namen alle Ehre: Vor mir eine Decke aus Farnen, Pflanzen mit Dornen und Schlingpflanzen.

Bwindi Gorilla Tracking H-Group
Düster und undurchdringlich – erst als sich meine Augen an das schummrige Licht gewöhnt haben entdecke ich den Silverback vor mir

Ab jetzt tickt unsere Uhr – eine Stunde bleiben wir bei den Gorillas.

Als einer der Tracker mit seiner Machete ein paar Äste entfernt, sehe ich plötzlich den Silberrücken – zumindest seinen Kopf und den mächtigen Rücken.

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Nachdem unser Guide Omax den Weg mit seiner Machete freischlägt, habe ich freie Sicht auf den Silverback Makara

Er schaut in unsere Richtung und dann sehe ich es: Er hält ein kleines Baby im Arm (Das Bild mit Baby ist leider unscharf – zuviel Äste sind im Weg).

Makara Silverback Habinyanja Group Bwindi NP
Makara, der älteste Silberrücken im Bwindi Nationalpark und Anführer der H-Group (16-köpfigen Habinyanja Gruppe)

Vom Rest der 17-köpfigen Gruppe sehe ich nichts. Sie sind schon weiter gegangen. Nur der Anführer sitzt noch und wartet. Plötzlich ein Geräusch und lautes Rascheln. Blitzschnell dreht sich der Silberrücken um und startet einen Scheinangriff in unsere Richtung. Die Guides richten sich auf und lachen laut auf.

Der Silverrücken verschwindet, das Baby im Schlepptau. Auch wir rutschen den glitschigen Abhang entlang. Mit Kamera in der Hand eine ziemliche Herausforderung. Mehrfach rutsche ich weg, ohne zu fallen. Die Gorilla-Gruppe macht immer nur kurz Rast und geht dann weiter. Manchmal können wir kurze Blicke auf die vorangehenden Gorillas und deren Junge erhaschen. Auch der Blackback (der „Unruhestifter“ und Anwärter als Nachfolge-Silberrücken) klettert einmal kurz zwischen zwei Bambusstauden, schüttelt heftig daran und trommelt los, eher er im Dickicht verschwindet.

Wir schlittern weiter, drei Tracker schlagen den Weg frei. Plötzlich stehen wir auf einer kleinen Ebene, Lichtung wäre übertrieben. Es ist immer noch finster. Der Silberrücken sitzt sich umklammernd unter einem Baum, als würde er frösteln. Wundern würde es mich nicht.

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Makara – mächtiger Silberrücken der Habinyanja Group – ob er friert?

Wir erhaschen einen kurzen Blick auf Elsas Baby, das sich kurz vom Silberrücken entfernt.

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Ein kurzer Blick auf das Waisenkind, das noch keinen Namen hat, wird „Elsas Baby“ genannt

Ich bin klitschnass, das Fotografien mit großer Kamera habe ich schon lange aufgegeben. Zu sehr die Angst über einen Wasserschaden, zu schwer die Bilder scharf zu bekommen zwischen all den Ästen und Blättern. Ich möchte einfach nur noch genießen.

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Die jüngeren Gorillas der Gruppe sind neugierig und trauen sich uns näher zu kommen …

Als die Tracker einen Schritt näher kommen und die jüngeren neugierigen Gorillas sich uns nähern hat der Silberrücken genug und startet gleich drei Scheinangriffe in Folge. Er zeigt uns ganz klar, wer hier der Herr ist. Von einem zum anderen Moment steht er plötzlich nur noch einen Meter vor uns und den Trackern. Welch Masse und diese Geschwindigkeit – wow!!! Instinktiv mache ich einen Schritt zur Seite. „Don’t move“ – ja nee ist klar.

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EIn Scheinangriff des Silberrückens Makara – das geht so schnell, wahnsinn!

Wer bleibt bitte still stehen, wenn sich ein Silberrücken mit über 200 kg auf einen zugerannt kommt? Die Guides finden das lustig, hauen mit Ästen in seine Richtung und lachen.

Auf einmal scheint sich der Silberrücken dann doch zu entspannen. Wir bekommen ein Schauspiel zu sehen, dass nicht bei jedem Trekking zu sehen ist: Zuerst das Baby dann schwingt sich der Silberrücken auf einen Baum und klettert elegant zwischen zwei Ästen nach oben:

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Der Silberrücken beginnt elegant und zügig, den Baum nach oben zu klettern.

Er hat Hunger und beginnt zu fressen.

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Makara beginnt zu fressen – er hat Hunger!

Das Baby klettert mutig auf geschätzte 10 Meter Höhe (sorry für die Qualität des Bildes, aber mit einem angelaufenen Objektiv und gegen das Licht geht es nicht besser).

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Elsas Baby klettert mutig nach oben!

Auf einem umgestürzten Baumstamm balancierend, triefend vor Nässe schauen wir das Schauspiel an. Ich bin total fasziniert. Die Zeit scheint stehen zu bleiben.

Plötzlich höre ich wie aus der Ferne die Stimme von Omax, unserem Guide. Er frägt uns, ob es okay wäre, die Gorillas zu verlassen. Wir sollten ihnen Ruhe gönnen und der Silberrücken scheint aufgrund des Regens und ziemlich gestresst zu sein. Außerdem muss er sich um das Wohl des kleinen Waisenbaby kümmern und den Rest der großen Gruppe beschützen. Natürlich stimmen wir zu. Ich kann nicht sagen ob wir 30 Minuten oder über eine Stunde bei den Gorillas waren. Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren.

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Wir treten den Rückweg an. Noch immer regnet es ziemlich stark.

Den Rückweg zum Ausgangspunkt dauert ca. eine Stunde und einmal erwischt es mich dann doch und ich lande auf dem Hosenboden. Ohne Ausrutscher kommt wohl niemand vom Gorilla-Trekking zurück.

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Auf dem Rückweg können wir endlich diese unglaublich schöne Landschaft genießen!

Glücklich, nass und zufrieden bedanken wir uns bei den Trackern und unserem Träger.

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Klitschenass und zufrieden – Gruppenbild mit Ranger, Spurenlesern und Träger nach unserem Gorilla-Trekking

Verteilen Trinkgleder und fahren zum Headquarter des Nationalparks in Buhoma zurück. Natürlich nicht, um uns dort ins Gästebuch einzutragen (Eintragung in Gästebücher scheint eine Sportart in Uganda).

Wir verabreden uns mit unserem Guide Omax für später („nach einer heißen Dusche“) in unserer Lodge.

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Der Abend und weitere Infos zur Habinyanja Gruppe

Omax kommt nicht nur, um uns unsere Zertifikate zu überreichen, er erzählt uns fast zwei Stunden lang über die Gorillas in Bwindi und auch zu unserer Grupppe, das Verhalten anderer Gorilla-Gruppen und auch die Begebenheiten im Bwindi. Im Bwindi lebt ungefähr die Hälfte der noch lebenden 800 Berggorillas (Stand 2011. Aktuell wird wieder gezählt. Tendenz steigend) auf einer Höhe von 1160 m – 2600 m. Was auch ein Grund ist, warum vielen Menschen das Trekking zu den Tieren eine enorme Anstrengung darstellt. Auch ein Grund übrigens, warum wir erst nach über einer Woche Uganda das Trekking unternommen haben.

In Bwindi gibt es e Habinyanja Gruppe oder kurz „H-Group“ genannt, bestand an unserem Besuch aus dem ältesten Silberrücken (Makara) in Bwindi und 16 weiteren Mitgliedern. Das jüngste Mitglied hat noch keinen Namen und heißt einfach „Elsa’s Baby“. Es ist zeitgleich das jüngst in Bwindi lebende Gorillababy und etwas besonderes: Da seine Mutter Elsa (noch auf der Abbildung zu sehen) kürzlich gestorben ist und die weiblichen Gorillas das Baby nicht akzeptiert haben, hat sich Silberrücken Makara persönlich dem Baby angenommen und kümmert sich seitdem rührend um das Baby.

Kavuyo ist der männliche Blackback, ein „Troublemaker“ wie alle die angehenden Silberrücken nennen. Er wird in nächster Zeit irgendwann probieren, Makares Platz als Silberrücken einzunehmen.

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Natürlich stellen wir auch die wichtigste aller Fragen, ob denn das Geld nur in die Taschen der Regierung fließt oder auch die Gemeinden einen Anteil für die Permits bekommen.

Omax erklärt uns, dass 20% der Einnahmen direkt an die Community geht. Die Dörfer selbst beschließen dann, was damit geschieht. Oftmals möchten sie, dass Straßen gebaut werden. Nach dem heutigen Tag wundert mich das nicht. Der Rest fließt an die Uganda Wildlife Authority, die Ausbildung der Ranger, Ärzte und Forscher und in andere Nationalparks.

Immer wieder stellen wir neue Fragen und haken nach. Zu groß ist die Begeisterung und Neugier über ein Leben mit den Gorillas. Vor unserem Abschied tauschen wir E-Mail Adressen aus. Ich bin ja bald wieder in Uganda und wir verbleiben, dass ich mich melde sobald ich ein genaues Datum meiner Reise habe. Omax organisiert dann die Permits für eine bestimmte Gorilla Gruppe die er mir zeigen möchte und ich freue mich schon jetzt darauf!

Auch wenn Gorilla Trekking eine sehr teure Angelegenheit und für viele ein „once in a lifetime“ Erlebnis ist: ich möchte mehr davon. Es macht süchtig.

Abends sitzen wir am Feuer mit anderen Gästen, blicken auf die Berge und tauschen unsere Erlebnisse des heutigen Tages beim Gorilla-Trekking aus. Vergleichen die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Gruppen, zählen Ausrutscher im anspruchsvollen Gelände, fragen nach der Dauer der Suche nach den Gorillas und weitere Erfahrungen die wir alle beim Wandern im Regenwald gemacht haben.

Erst spät am Abend als wir kurz vor dem Einschlafen sind realisieren wir, dass wir wirklich bei den Gorillas waren und schlummern irgendwann ein.

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Warum du unbedingt die Gorillas besuchen solltest?

Ich kenne keinen, der den Besuch bereut hat. Eher im Gegenteil. Man möchte zurück. Auch wenn der Preis stattlich ist (Ruanda ist mit 750 $ teurer), es ist ein Privileg und oftmals eine einmalige Gelegenheit, die Gorillas zu beobachten und mit ihnen eine Stunde verbringen zu dürfen. Die Gorillas sind nicht nur selten, man muss sich dieses atemberaubende Erlebnis selbst erarbeiten.

Man muss selbst das anspruchsvolle Terrain gehen, klettern, rutschen oder auch kriechen. Wie lange der Weg zu den Gorillas führt weiß man früh morgens wenn die Touren beginnen noch nicht. Mal ist es eine Stunde, es können auch sieben Stunden sein. Nach einer Stunde ist der Moment vorbei, jedoch werde ich mich ein Leben an diesen Augenblick bei den Gorillas erinnern.

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Was du zum Gorilla-Trekking benötigst

Das wichtigste zum Gorilla-Trekking überhaupt ist deine Permit und deinen Reisepass! Vor lauter Aufregung kommt es trotz mehrfachem erwähnen wohl vor, das Touristen ihren Pass oder ihre Genehmigung in der Unterkunft vergessen.

Zum Besuch bei den Gorillas empfehle ich dir, dich im „Zwiebellook“ zu kleiden, das Wetter ist wechselhaft. In einem Moment scheint die Sonne, im nächsten schüttet es wie aus Eimern.

  • Gute Trekkingschuhe (es müssen keine hohen sein) oder wie die Einheimischen Gummistiefel
  • Lange Hose, T-Shirt, Longsleeve, Regenjacke und eventuell eine Regenhose
  • Moskitospray
  • Genügend Wasser, eventuell Obst oder Snacks
  • Handschuhe, ich habe mir diese billigen gekauft und sie wirklich gebraucht
  • Kamera, Objektive und Ersatzakkus

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Schreibweise Gorilla Trekking oder Gorilla Trekking? Was ist richtig?

Während meiner Reisevorbereitung und auch vor Ort habe ich unterschiedliche Schreibweisen gefunden. „To track“ bedeutet „verfolgen“ also „jemandem folgen oder eine Spur verfolgen“. „Tracking“ bedeutet soviel wie „Spurensuche“.

„To trek“ dagegen bedeutet „marschieren, wandern“ und „trekking“ oder „trek“ bedeutet „Wanderung, langer Marsch“. Obwohl die Suche nach Berrgorillas ein langer anstrengender Marsch bedeuten kann, finde ich, dass das Suchen nach Spuren der Gorillas passender ist.

Im Grunde sind aber beide Begriffe korrekt. Auf meiner Urkunde zum GorillaTrekking in Uganda ist „Gorilla-Trekking“ und auf der Urkunde aus Ruanda ist „Gorilla-Trekking“ aufgedruckt. Selbst hier findest du unterschiedliche Schreibweisen.

Gorilla-Permits beantragen

Bevor du die Berggorillas besuchen kannst, musst du eine Genehmigung bei der Nationalparkbehörde, der Uganda Wildlife Authority (UWA), beantragen. Aufgrund strikten Limitierungen musst du dein Permit mindesten 6 Monate im Voraus buchen. Pro Tag und Gorilla-Gruppe dürfen nur 8 Personen für eine Stunde zu den Berggorillas. Vor allem zu Hauptreisezeiten im Dezember, Januar und Juli – September sind die Permits schnell ausgebucht.

Ich behaupte mal dass wir pures Glück hatten, überhaupt noch Permits für den Bwindi Impenetrable Forest und später auch für den Volcanoes Nationalpark in Ruanda zu bekommen. Wir haben die Permits erst einen Monat im Voraus von unserer Unterkunft buchen lassen. Daher haben wir keine Permits mehr für Buhoma sondern nur noch für Ruhija im Bwindi Nationalpark bekommen. Was für uns erstmal als „egal“ erschien wurde zu einem Problem (wie du oben in meiner Erzählung vielleicht gelesen hast).

Permits sind nur 24 Stunden gültig, verhandeln um bei widrigen Umständen die Permits für den nächsten Tag umzubuchen geht leider nicht. Auch wenn du verhindert bist bekommst du kein Geld zurück.

Ein Hinweis: Das Mindestalter für das Gorilla-Trekking beträgt 15 Jahre. Die Teilnehmer dürfen außerdem nicht an infektösen Krankheiten leiden, da die Gefahr einer Übertragung auf die Gorillas zu groß ist.

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Hinweisschild in Buhoma

Was kosten Gorilla-Permits?

Machen wir uns nichts vor: Ein Besuch bei den Berggorillas ist teuer

Gorilla-Permits sind teuer. In Uganda kosten diese 600 USD und ermöglichen dir, eine Gorillafamilie für eine Stunde zu besuchen. Im Preis inbegriffen sind Eintritt für den Nationalpark, Ranger, Guides und Spurenleser.

Um zu den Tieren zu gelangen, musst du mehrstündige und anspruchsvolle Wanderungen durch die dichten Regenwälder auf dich nehmen.

In den Nebenmonaten zur Regenzeit (April, Mai und November) kosten die verbilligten Permits „nur“ 450 USD (ab Januar 2016). Zu meinem Besuch im November 2015 haben die Permits in der Regenzeit 350 USD gekostet.

Für eine Stunde Berggorillas 600 $? Autsch. Auch wenn das sehr sehr teuer ist, es ist für viele ein einmaliges Erlebnis und trägt zum Schutz der Tiere bei! Ich habe schon viele Tiere in der Wildnis beobachten dürfen, doch der Besuch bei den Gorillas war etwas ganz besonderes. Unbeschreiblich schön und gleichzeitig beängstigend dieser Moment, wenn ein über 200 kg schwerer Silberrücken sich 2 Meter groß vor dir aufrichtet, sich auf die Brust trommelt um zu zeigen, wer hier der Boss ist. Glaub mir, du wirst danach wissen wer hier der Boss ist!

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Permits für welchen Ausgangspunkt beantragen?

Im Gegensatz zu Ruanda, wo es nur einen Ausgangspunkt zum Gorilla-Trekking gibt ist es in Uganda anders. Allein im Bwindi Nationalpark gibt es vier Ausgangspunkte für den Besuch der Berggorillas.

Wenn du dein Permit beantragst, solltest du daher folgendes beachten:

  1. Wie ist deine Reiseroute? Aus welcher Richtung kommst du?
  2. In welcher Unterkunft und welchem Ort wirst du wohnen?

Erst danach empfehle ich dir den Ort zum Gorilla-Trekking auszuwählen (Mgahinga oder Bwindi) und dann den Ort bzw. die Unterkunft. Wenn du diese Infos hast, kannst du die Permits beantragen. Im Idealfall macht übernimmt das deine Reiseveranstalter oder die Unterkunft.

Aufgrund unserer Reiseroute haben wir uns für das Gorilla-Trekking im Bwindi Impenetrable Nationalpark entschieden. Im Mgahinga Gorilla Nationalpark haben wir dafür die Golden Monkeys besucht um dann in Ruanda nochmals die Gorillas im Volcanoes Nationalpark zu besuchen.

Ich wäre sehr gerne in den Virunga Nationalpark in die Demokratische Republik Kongo gefahren. Es gibt 3-4 Tagestouren in den Virunga NP ab Goma an der Grenze. Leider war es zur Zeit unseres Besuches zu gefährlich, die Lage zu unsicher und somit fanden dort keine Touren zu habituierten Gorillas statt.

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Ausgangspunkte im Bwindi NP – wichtig für die Permits

Im Bwindi Nationalpark gibt es vier Ausgangspunkte zum Gorilla-Trekking: Buhoma, Ruhija, Rushaga und Nkuringo. In der Karte habe ich euch gemalt, wo die Ausgangspunkte sind, die für uns bei Regenzeit unüberwindbare Straße zwischen Buhoma und Ruhija habe ich durchgestrichen.

Wenn du aus dem Queen Elizabeth Nationalpark oder direkt aus Kampala in den Bwindi Impenetrable Nationalpark reist, empfehle ich dir Buhoma als Ausgangspunkt. Buhoma erreichst du am einfachsten und schnellsten. Die befestigte Piste ist in einem relativ guten Zustand und wurde erst 2015 erneuert. Nkuringo und Rushaga liegen im Süden und sind aus Kisoro (oder aus Ruanda kommend) schneller zu erreichen. Durch den Park selbst gibt es keinen Weg. Ruhija ist ebenfalls ein Ort den du vom Süden kommend besser erreichen kannst.

Karte Bwindi Gorilla-Trekking
Karte des Bwindi Impenetrable Nationalpark und den Ausgangspunkten zum Gorilla-Trekking

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Unsere Unterkunft in Buhoma: Volcanoes Safari Bwindi Lodge

Zugegebenermaßen ist die Unterkunft alles andere als Low-Budget. Aber es lohnt sich: Die acht Bandanas haben alle einen Balkon mit Blick auf den Wald. Dieser ist bekanntermaßen die Heimat der Berggorillas, Affen, Schimpansen und vielen Vogelarten.

Alleine der Ausblick ist einen Aufenthalt wert:

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Ausblick von der Bwindi Lodge auf den Regenwald – Heimat der Berggorillas
Blick auf das Haupthaus und den Bwindi Forest
Blick auf das Haupthaus und den Bwindi Forest

Die Eco-Lodge macht ihrem Namen alle Ehre: Zum Zähneputzen gibts Wasserflaschen, für den Rest wird Regenwasser genutzt. Steckdosen gibt es nur im Hauptgebäude, der Rest wird mit Solarenergie gespeist. Je nach Sonneneinstrahlung ist warmes Wasser vorhanden oder auch nicht.

Nachts bekommst du Bettflaschen und im Hauptgebäude gibt es offenes Feuer.

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Alle Gäste sitzen an einer langen Tafel, was ich bei fast allen Unterkünften dieser Reise genial fand. Wir kamen immer mit den anderen ins Gespräch. Vor allem nach dem Gorilla-Trekking gab es jede Menge zu erzählen. Am anderen Abend ging uns der Gesprächsstoff ebensowenig aus, da wir alle unabhängig voneinander Buhoma, die umliegenden Dörfer oder Projekte die Volcanoes Safaris unterstützt, besucht haben.

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An dieser langen Tafel wird zusammen gegessen – wenn man nicht ausdrücklich einen eigenen Tisch möchte
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Unser Bandana hieß Makare – wie der Silverback unserer besuchten Gorilla-Gruppe (nur mit Schreibfehler und „e“ statt korrekterweise einem „a“)

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Sonstige Aktivitäten in Buhoma

Zugegebenermaßen ist Buhoma recht überschaubar. Mir hat es hier ziemlich gut gefallen. Kein Spur von Hektik und überall freundliche und neugierige Menschen.

Besuche die kleinen Läden in Buhoma

Zwischen den Unterkünften bis zum Headquarter des Nationalparks reihen sich links und rechts kleine Läden – vor allem Souvenir-Shops. Hier wurde man freundlich in jeden Shop gebeten. Gemütlich umherschlendern Fehlanzeige. Wir haben das Spielchen mitgespielt, gekauft haben wir nichts.

Tipp: Die geschnitzten Gorillas bekommst du am billigsten, wenn du sie in dem Dorf kaufst, wo dein Gorilla Trekking startet. Die Gemeinde unterstützt du so am meisten.

Wir haben in den kleinen Läden probiert Kekse aufzutreiben. Ein Blick ins Innere war sehr interessant. Kekse gab es leider keine, dafür Obst.

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Bwindi Bar – Projekt zur Ausbildung von Jugendlichen

In Buhoma gibt es neuerdings die „Bwindi Bar“, welche von Volcanoes Safaris unterstützt wird. Hier erhalten Jugendliche ohne (Schul-)Ausbildung die Chance, einen Beruf zu erlernen. Natürlich haben wir die Bar besucht, und einen Kaffee getrunken.

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Community Projekt: Teefelder in Buhoma

Volcanoes Safaris unterstützt zusätzlich ein Tee-Projekt und baut eigenen Tee an, welcher in den anderen Lodges von Volcanoes ausgeschenkt wird und sich als hervorragendes Souvenir eignet. Die Teefelder in Buhoma dienen außerdem als „Pufferzone“ zwischen Gemeinde und Gorillas. Die Primaten lieben Obst, verabscheuen aber Tee.

Teefelder als Pufferzone zwischen Mensch und Gorilla
Teefelder als Pufferzone zwischen Mensch und Gorilla
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Tee-Herstellung von Hand im Bwindi Community Tea Processing Demonstration Project

Besuche das Krankenhaus in Buhoma

Dann wurden wir eingeladen, das Bwindi Community Hospital zu besuchen. Wir hatten am Vorabend eine angehende Ärztin aus England kennengelernt, die für ein Jahr hier arbeitet. Wir haben fast drei Stunden das Krankenhaus besucht und gestaunt, mit welchem Einsatz und unter welch schwierigen Bedingungen hier operiert wird. Auch Malariaschutz, Familienplanung und vor allem AIDS spielen im Krankenhaus eine sehr große Rolle.

Dank des Krankenhauses sind jetzt zum Beispiel über 15.000 Kinder besser vor Malaria geschützt. Alleine durch die Ausgabe von Moskitonetzen und die Sensibilisierung, dass man Nachts darunter schläft. Im Hospital werden übrigens immer Volunteers gesucht, die eine gewisse Zeit hier verbringen möchten.

Buchtipps über den Kampf zum Schutz der Gorillas

leben-ueberleben-im-kongoLeben und Überleben im Kongo – Carlos Schuler

Dieses Buch lag in der Lodge und hatte sofort meine Aufmerksamkeit. Hier geht es um den Schutz der Gorillas, vor allem im Kongo durch Carlos Schuler. Er schreibt über sein Leben und die Gefahren im Kongo. Sehr interessant, vor allem auch über Hintergründe der Kriege dort zu lesen. Auch was den Einsatz von NGOs, UNO und Konsorten angeht!

Das Buch gibt es leider nur beim Verlag und muss wohl umständlich bestellt werden. Es lohnt sich aber. Link zum Buch beim Verlag.

Weitere Infos zu einer Uganda-Reise:

Eine tolle Schilderung unseres Erlebnisses beim Besuch der Gorillas findest du bei Reisegefährtin Susi.


Vielen Dank an unsere Partner Roadtrip Uganda, Volcanoes Safaris und Turkish Airlines, die unsere Reise nach Uganda unterstützt haben. Alle Ansichten sind und bleiben trotzdem meine eigenen.

6 KOMMENTARE

  1. Hallo Katrin,
    Ein ganz, ganz toller Artikel. Die Spannung, die in der Luft gelegen haben muss, habe ich richtig mitgespürt. Ich schaffe es wahrscheinlich nie nach Uganda, aber Dein Artikel ist absolut komplett für alle, die Berggorillas sehen möchten. Super.
    Alles Gute für 2016 und ganz ganz viele Reisen !
    Martina

  2. Hallo,
    danke für den tollen bericht, schade dass man die bilder nicht vergrössern kann ;-)
    wir planen auch ein gorilla tracking und der bericht bestätigt mich nochmal darin!
    ich hoffe bald mehr davon zu lesen!
    Liebe grüße

  3. Wow ich hab grad voller Spannung den Artikel gelesen. Es muss wirklich ein unheimlich tolles Erlebnis sein diese Tiere in freier Natur zu sehen. Ich bin demnächst in Sumatra um Orang Utans zu sehen, aber Berggorilla sind nochmal eine Klasse darüber.
    Alles Liebe
    Jules
    http://www.mabelicious.com

  4. Hi,
    danke für den tollen Bericht. Diese Reise steht schon seit ich denken kann auf Platz 1 meiner Liste. Wenn ich deinen Bericht so lese, dann werde ich wohl für 2017 die Planung in Angriff nehmen, um mir endlich den Traum zu erfüllen, diese wundervollen Tiere einmal sehen zu können.

    Viele Grüße,
    Sandra

  5. Wieviel hat denn euer Trip pro Person in etwa mit Permits gekostet? Bei einem Veranstalter kosten da 14 Tage mit allem inkl. 1 Permit ca. 4.700…würde mich brennend interessieren, ob man hier viel sparen kann oder besser nur „gut trainierte“ backpacker geld sparen können?

    • Meinst du den kompletten Trip? Das ist schwer zu sagen, da alleine die Permits für 2x Gorilla Trekking (Uganda und Ruanda), Schimpansen Permits und auch Golden Monkey Permits nicht günstig waren (ok beide letzteren ca. 50 Dollar pro Permit meine ich). Allein die Virunga Lodge in Ruanda war sehr sehr teuer, hat sich aber für die Lage und den Ausblick gelohnt (ich meine um die 300 Dollar pro Nacht mit allem inkl. Transfer zum Gorilla Tracking dort). Ich würde sagen mindestens 4700 Euro. Wir hatten aber das bessere Programm wie die meisten Anbieter (welcher Veranstalter würdest du wählen, die meisten Lodges kann ich dann einschätzen) und waren ja fast 4 Wochen als Selbstfahrer unterwegs. Diese Flexibilität ist unbezahlbar meiner Meinung nach. Wir haben teilweise Guides gesehen, mit denen wir nicht hätten herumfahren wollen ;-)

      Mit einem Permit (waren in der Nebenzeit) und selbst organisieren kommst du sicher auch günstiger weg. Es kommt eben auf die Reisezeit an. Wenn du die Permits selbst organisierst oder deine Unterkunft das machen lässt zahlst du den tatsächlichen Preis. Bei Veranstaltern oft den kompletten Preis, egal ob Haupt- oder Nebensaison. (Uganda ist übrigens nicht unbedingt ein Backpacker Land, Transport sehr kompliziert und schwierig da alles außerhalb liegt. Die Städte sind so naja, die Natur sensationell. Aber als Backpacker und ohne eigenes Auto nicht einfach zu erreichen).

      Grüße Katrin

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