Mein Selbstversuch: Einen Monat jeden Tag Spanisch lernen. Der Tag vor dem ersten Tag

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Jetzt habe ich mich durchgerungen diesen Post zu verfassen und zu veröffentlichen. Es gibt nun kein zurück mehr. 1 Woche lang habe ich mit dem Gedanken gespielt. Das Experiment kann beginnen. Ich bin gespannt ob ich es packe oder scheitern werde. Hier könnt ihr nachlesen warum ich das alles tun möchte:

Warum will ich spanisch lernen?

Letzten Monat war ich für 3 Wochen unter anderem in den spanisch sprechenden Ländern Mexiko und Guatemala unterwegs. Das schöne daran: ich habe vieles verstanden. Was mich seitdem aber beschäftigt: ich war meist total blockiert was das Sprechen anging. Die Worte wollten einfach nicht aus mir herauskommen. Dabei hatte ich vor zwei Jahren zwei Spanisch Kurse absolviert, die Zertifikate A1 und A2 erlangt und dazu noch viel Geld bezahlt. Ich mag die Sprache und möchte selbst mit den Einheimischen kommunizieren können.

Aber wie es bei Sprachen so ist: Wer nicht sprechen muss und in Übung bleibt, vergisst alles wieder viel zu schnell. Seit einer Woche überlege ich nun, wie ich mich selbst dazu bringen kann, wieder meine Bücher in die Hand zu nehmen und Spanisch zu pauken. Damit ich wenigstens die Vokabeln und Redewendungen wieder im Kopf habe, wenn es im nächsten Jahr wieder Richtung Lateinamerika geht. Eine sicher  geglaubte Sprachreise, bezahlt von der Firma scheint im Augenblick auch in weiter Ferne. Aber dies ist ein anderes Aufreger-Thema auf welches ich hier nicht näher eingehen möchte.

Weitere Gründe Spanisch zu lernen könnt ihr bei Patrick von 101places nachlesen. Er hat kürzlich für jeweils eine Woche einen Sprachkurs in Mexiko und Guatemala absolviert.

Lernziel klar festlegen

Mir ist klar, dass ich nach einem Monat kein fließendes Spanisch sprechen werde. Und damit wären wir beim Lernziel.  Zu einem vernünftigen Plan gehört eine konkrete Zielformulierung, die mir sagt, woran ich merke, dass ich mein Ziel erreicht habe.

Mein Lernziel lautet deshalb: Ich will in einem Monat mein erstes Buch auf spanisch lesen können. Ich weiß noch nicht, wieviel Zeit ich täglich investieren kann. Die nächsten 1,5 Wochen ist Endspurt auf der Arbeit, d.h. Überstunden garantiert. In der Mittagspause sollte ich es schaffen mindestens 30 Minuten spanisch zu lernen.

Privat stehen in nächster Zeit auch einige Projekte an. Doch zumindest ab dem 12.12. sollte ich täglich mehr als 30 Minuten investieren können und auch wollen. Das nehme ich mir fest vor. Damit wären meine Rahmenbedingungen klar abgesteckt.

Welche Lernmaterialen stehen mir zur Verfügung?

Folgendes hat sich in den Jahren bei mir angesammelt. Ihr könnt erahnen, dass ich schon des öfteren den Wunsch hatte, endlich konsewuent zu lernen. Folgenden Sprachangebote habe ich zur Auswahl: 

Gedruck oder als CD/DVD:

Online Spanisch lernen mit Apps:

  • Babbel (1 Monat kostet 9,95 €). Es gibt eine App und auch eine Online Plattform.
  • Duolingo (kostenlos). Diese App ist auf Englisch. Das heißt, man muss nicht Deutsch – Spanisch sondern Englisch – Spansich denken und lernen, was nicht immer einfach ist.
  • busuu (kostenlos)

Die Auswahl wird sicherlich schwer fallen. Eventuell kombiniere ich zwischen einem Buch/Lernkurs (Caminos oder Langenscheidt) mit Babbel. Ins Büro möchte ich nicht meine Spanisch Bücher mitschleppen. Da ist eine App auf iPad oder iPhone dann bequemer.

spanisch_lernenRichtig lernen in 6 Schritten:

Um effektiv zu lernen, gehören vier Schritte:

  1. Analysieren: Um in einer neuen Sprache einigermaßen über die Runden zu kommen, braucht man einen Wortschatz, der aus den 100 wichtigsten Worten besteht.
  2. Selbstkorrektur Verschaffen Sie sich genug Referenzmaterial, dass Sie in der Lage sind, sich selbst korrigieren zu können.
  3. Lernbarrieren beseitigen: Verbannen Sie in den nächsten Stunden alles, was Sie vom Lernen ablenkt.
  4. Üben Sie 20 Stunden: Das sind jeden Tag 40 Minuten – einen Monat lang.
  5. Führen Sie ein Lerntagebuch!
  6. Nutzen Sie jede Gelegenheit, die Fremdsprache zu üben!

An Punkt 1 und 2 soll es nicht scheitern. In Punkt 3 bin ich Meister, ablenken kann ich sehr gut. 40 Minuten täglich sind auch eine große Herausforderung. Ob ich das schaffen werde? Ich peile 30 Minuten täglich an. Alles weitere ist Bonus. Lerntagebuch ist online und für alle mitzulesen. In den kommenden Tagen werde ich dazu regelmäßig zu meinem Lernfortschritt bloggen. Es handelt sich also um ein Live-Experiment. Punkt 6 sollte auch möglich sein. Wo ein Wille ist…Drückt mir die Daumen dass ich konsequent mit Spaß dabei bleibe. Morgen geht’s los.

Mich interessiert ob ihr auch schonmal Sprachen im Selbstversuch gelernt habt? Welche Materialen habt ihr dazu verwendet und wie war euer Durchhaltevermögen und der Lernerfolg?

11 KOMMENTARE

  1. Na dann viel Erfolg!
    Das Büffelmüffel-Buch habe ich sogar mit mir im Rucksack. Aber über die ersten fünf Seiten bin ich nie hinaus gekommen ;-) Ich brauche einen Kurs, zu dem ich gehen kann.

  2. Hi Katrin,

    ich glaube da plagt uns wohl das gleiche Problem – ich komme irgendwie auch nicht richtig weiter. Ich war 2 Wochen in Mexiko zum Sprachkurs und danach fast 6 Wochen reisend in Mexiko, Belize und aktuell Guatemala … aber da ich mehr oder weniger auf den klassischen Touristenpfaden unterwegs war, habe ich mehr Englisch und so gut wie gar nicht Spanisch gesprochen. Morgeng geht es deswegen noch mal zu einem Spanischkurs hier in Guatemala und ich hoffe das bringt mich etwas weiter voran. Ansonsten muss ich wohl auch zu einer so drastischen Maßnahme greifen und durch einen Artikel den Druck auf meinen Lernerfolg im Selbststudium erhöhen ;) Drücke uns beiden die Daumen, dass wir Spanisch bald zur weiteren Fremdsprache mit aufführen können!

    VG aus San Pedro de Laguna
    Tino

    • Hi Tino, Sprachkurse vor Ort sind definitiv das Beste. Ich war leider auch nie gezwungen zu sprechen, meine Begleitung bei der letzten Reise spricht fliesend Spanisch…
      Du hast Recht mit Englisch kommt man dort super durch, aber probiers mal, Spanisch öffnet dir vielleicht doch noch die eine oder andere Türe (bei uns war es so).

      Ich drücke uns die Daumen, kannst mir mal schreiben falls du noch nen Kurs gemacht hast. Vielleicht bekomme ich doch noch meinen Sprachkurs über die Firma, dann wirds definitiv Guatemala oder Mexiko werden ;-)

      Viel Spaß noch beim Reisen und Grüße aus dem trüben Deutschland

      • Hi Katrin, ich hatte heute meinen ersten Tag und es sind 4h fast ausschließlich Konversation im Einzeltraining – natürlich mit Korrektur meiner Fehler und der ein oder anderen Vokabel. Der erste Tag war schon mal super. Ich hatte zwar die ersten zwei Stunden das Gefühl nichts zu wissen, aber dann klappte es immer besser. Werde am Ende mal berichten wie es war. Irgendwann muss es doch auch mal bei mir klick machen und mit der Sprache klappen ;)

        VG aus Guatemala
        Tino

        • Die Anfänge fand ich überhaupt nicht schwer, auf einmal kamen sogar französisch Vokabeln wieder zurück…und ich habs nicht einmal bemerkt ;-) Ich bin mir sicher dass es bei dir jetzt auch klick macht oder? Einzeltraining vor Ort hört sich prima an…

  3. Hallo Katrin,
    ich drücke dir ganz fest die Daumen für deinen heimischen Spanischkurs.
    Ich habe auch das eine oder andere Buch zu Hause, komme aber leider auch eher selten dazu, mein Spanisch aufzufrischen. Ich bin wohl auch ein Büffelmuffel. :-)

    • Hallo Jana,

      ja das sind wir wohl alle…leider. Ein Sprachkurs vor Ort ist sicherlich das Beste. Bin gespannt was nach dem Dezember noch „hängen“ bleibt und für wie lange…der praktische Umgang fehlt wohl dabei. Ich gebe mein Bestes und habe schon 2 weitere kleine Bücher geschenkt bekommen. Werde ich in einem der nächsten Artikel erwähnen….

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