Meine Highlights in Sri Lanka – die Vielfalt macht’s aus

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Einmal über Bahngleise wandern? In Ella musst du das sogar

Bei einer Reise nach Sri Lanka – ehemals Ceylon – gibt es viel zu entdecken. Das Land ist zwar genauso groß wie Bayern, trotzdem aber viel zu groß um alle Highlights und Sehenswürdigkeiten in zwei Wochen gesehen zu haben.

Ich war auf meiner Sri Lanka Rundreise 16 Tage unterwegs. In diesem Artikel findest du meine Reiseroute und Orte die ich besucht habe. Meine persönlichen Highlights hebe ich hervor, die Lowlights findest du am Ende des Artikels, ebenso wie Orte, die ich gerne bei meiner nächsten Reise besuchen würde.

Hinweis: Aufgrund meiner Reisezeit Ende Dezember Anfang Januar bin ich ab Colombo bis ins Hochland und Kulturelle Dreieck gereist, um danach die Südküste zu erkunden. Der vermutlich noch ursprünglichere Norden und Osten der Insel habe ich nicht besucht, da zu meiner Reisezeit der Nord-Ost-Monsun viel Regen in diese Region bringt.

Inhaltsverzeichnis der Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka:


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Ist Sri Lanka ein Reiseziel für dich?

Kaum ein Land hat auf solch kleiner Fläche so viele UNESCO Weltkulturstätten vorzuweisen wie Sri Lanka. Das Land mit seiner Jahrtausend alten Kulturgeschichte verfügt über eine große Anzahl alten religiösen Stätten, wie die Tempel- und Klosteranlagen die nur darauf warten, von dir entdeckt zu werden.

Doch nicht nur für Kulturliebhaber hat Sri Lanka etwas zu bieten. Auch Aktivurlauber, Naturliebhaber und Kunstinteressierte kommen hier auf ihre Kosten.

Ganz egal ob du auf traumhafte Strände stehst, bei einer Safari in einem der zahlreichen Nationalparks seltene Tiere entdecken möchtest als Aktivurlauber auf der Suche nach tollen Surfspots oder Tauchrevieren bist. Eindrucksvolle Landschaften und knallig grüne Teeplantagen kannst du bei einer gemütlichen Eisenbahnfahrt durchs Hochland oder bei einer Wanderung entdecken. An jeder Ecke duftet es nach köstlichem Essen, das dir von den herzlichen Singalesen serviert wird.

Auf was wartest du noch? Ab nach Sri Lanka! 

Das Kulturelle Dreieck

Alte Königsstädte und frühere Hauptstädte, Ruinenanlagen, unzählige Tempel, Heiligtümer und Dagobas in Anuradhapura, Polonnaruwa, Dambulla, Sigiriya und Kandy.

Ein absolutes Muss bei einer Sri Lanka Rundreise ist der Besuch des Kulturellen Dreiecks (Cultural Triangle) zwischen Anuradhapura, Polonnaruwa und Kandy. Ich wollte ursprünglich nur zwei Tage hier verbringen und wurde glücklicherweise umgestimmt. Für die alten Klosteranlagen und eindrucksvollen Buddhastatuen solltest du mindestens drei Tage einplanen. Als idealer Ausgangspunkt empfehle ich dir Dambulla.

Ausgangspunkt für viele Touristen ist Kandy. Ich empfehle dir, in Dambulla oder Habarana zu übernachten und in Kandy einen separaten Zwischenstop Richtung Süden einzulegen, wenn du nicht mit stundenlangen Fahrten deine Zeit vergeuden möchtest.

Sigiriya Löwenfelsen

In Sigiriya wartet der Sigiriya Rock (Löwen-Felsen), ein faszinierendes Mysterium, auf deinen Besuch. 1982 wurde der Felsen zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Wenn du am Eingang deinen Blick erhebst stockt dir beim Anblick des 370 m hohen Felsens der Atem.

Sigiriya Rock - der LöwenfelsenSigiriya Rock – der Löwenfelsen

Es gibt zwei Gründe, den Weg nach oben anzutreten: Der Monolith bietet dir von oben eine fantastische Aussicht auf das Umland, außerdem befinden sich auf dem Gipfel Überreste einer Festung.

Direkt nach dem Eingang durchläufst du erstmal die symmetrisch angelegte Parkanlage mit dem Lustgarten und dem Felsengarten am Fuß des Berges. Gefolgt vom Terrassengarten, durch den die Treppenstufen nach oben führen.

Beim Weg nach oben passierst du zuerst die Mirror Wall (Spiegelwand). Der Name Spiegelwand entstand daher, dass beim Draufscheinen der Sonne der polierte Belag, bestehend aus Eiweiß und Wildhonig, anfängt zu glänzen.

Über eine eiserne Wendeltreppe gelangst du zu einem Felseinschnitt und den berühmtesten Wandmalereien Sri Lankas: den bunten Felsenfresken der Wolkenmädchen. Das sind filigrane Malereien von schwebenden Frauen aus dem 5. Jahrhundert, bei welchen sich so mancher Besucher lautstark fragt, ob es damals schon Silikonbrüste gab. Kein Witz.

Von den ursprünglich über 500 Fresken sind heute nur noch 21 Malereien erhalten. Der Rest wurde von Vandalen zerstört.

Wolkenmädchen Fresken in Sigiriya

Danach erreichst du die Löwenterrasse (Lion Terrace), mit dem Löwentor und ihren Löwenpraken, die den Eingang zum Königspalast und somit letzten steilen Treppen ganz nach oben flankieren. Die Tatzen sind das einzige, was von dem einst 14 m hohen Löwen übrig geblieben ist. Ein Foto hier zu schießen ist schwer, da sich andauern ein Besucherstrom nach oben und unten ergießt.

Löwentor mit Löwentatzen
Das Löwentor mit seinen riesigen Löwentatzen

Diese letzten Treppenstufen zur Festung nach oben sind für viele nicht ganz so einfach zu meistern, und so mancher Besucher klammerte sich bei meinem Besuch krampfhaft am Geländer fest. Schwindelfrei solltest du hier sein, es ist aber alles sehr gut abgesichert.

Beim Abstieg passierst du die Kobrahauben-Höhle die so heißt, weil über der Grotte ein Fels wie eine aufgerichtete Kobra aussieht.

Kobrahauben-Höhle in Sigiriya
Kobrahauben-Höhle die die Form einer Kobra hat

Der Anstieg zum Gipfel sieht anstrengender aus als er ist. Der Eintritt ist leider unrechtmäßig hoch. Es lohnt sich trotzdem.

Infos und Tickets für Sigiriya:

  • Die Anlage ist täglich 7 Uhr – 17.30 Uhr geöffnet
  • Der Eintritt kostet 30 US$ für Erwachsene (oder 3960 Rs) und 15 US$ für Kinder von 6–12 Jahren
  • Tickets erhältst du am Eingang und beim Sigiriya-Museum
  • Im Sommer wird empfohlen, früh morgens auf den Felsen zu klettern. Wir haben aufgrund Regen und Wolken abgewartet und sind gegen 9 Uhr losgefahren
  • Für den Besuch solltest du ungefähr 3 Stunden einplanen
  • Nimm genügend Wasser mit und vergesse die Sonnencreme nicht

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Pidurangala-Felsen

Nur 1 km nördlich von Sigiriya befindet sich der 200 m hohe Felsrücken Pidurangala. Der „goldene Fels“ war einst Rückzugsort buddhistischer Mönche und wird von vielen Touristen bestiegen, denen die 30 US$ Eintritt für Sigiriya zu teuer sind. Der Eintritt hier kostet nur 500 Rs, wurde aber in den letzten Jahren auch schon um das doppelte erhöht.

Am Fuße des Bergs befindet sich ein Kloster. Von oben hast du einen tollen Blick auf den Sigiriya Rock.

Mehr Infos zum Besuch findest du bei 22places, auch wenn ich nach wie vor den Titel des Artikels nicht passend gewählt finde. Ein „besseres Sigiriya“ gibt es nicht, da beide Orte komplett anders sind und Pidurangala rein nichts mit der Geschichte Sri Lankas zu tun hat und somit für Singhalesen unbedeutend ist.

Pidurangala Felsen Sigiriya
Ausblick von Sigiriya auf den Pidurangala Felsen

Polonnaruwa – Ruinen der alten Königsstadt

Polonnaruwa liegt am 2500 ha großen Stausee Parakrama Samudra, welcher von König Parakrama Bahu I. künstlich angelegt wurde. Die Sehenswürdigkeiten in Polonnaruwa gehören zu den wichtigsten und meist besuchten in Sri Lanka.

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Die archäoligischen Ruinen in Polonnaruwa sind weitläufig verteilt und eignen sich perfekt, um mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Hier befinden sich riesige Stupas, weitläufige Parkanlagen

und imposante Tempelanlagen, die von der einstigen Bedeutung Polonnaruwas zeugen. All das kannst du auch heute noch besichtigen.

Zur Blütezeit im 12. Jahrhundert befand sich sogar Buddhas Zahnreliquie in Polonnaruwa. Diese findest du heute im Zahntempel von Kandy. In der alten Königsstadt regierten mehrere Könige. Seit 1982 zählen die alten Anlagen zum UNESCO Weltkulturerbe.

Das heutige und neue Polonnaruwa mit seinen 13.000 Einwohnern hat nichts besonderes zu bieten und findet bei Touristen kaum Beachtung.

Während unserer Besichtigung regnet es immer wieder ziemich stark. Auch Anfang Januar ist der Monsun und dessen Ausläufer im Norden zu spüren.

Im Museum, wo die Tickets erhältlich sind, erhältst du einen sehr guten Überblick über die Geschichte Polonnaruwas.

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Infos und Tickets für Polonnaruwa:

  • Die Anlagen sind täglich von 7 Uhr – 17.30 Uhr geöffnet
  • Der Eintritt kostet 25 US$ für Erwachsene
  • Tickets erhältst du am Museum in der Nähe des Königspalastes
  • Für den Besuch solltest du ungefähr 4 Stunden einplanen
  • Nimm genügend Wasser mit und vergesse auch hier den Sonnenschutz nicht

Höhlentempel von Dambulla

In Dambulla wartet ein Felsentempel mit zahlreichen Höhlenbuddhas auf einen Besuch. In insgesamt fünf Höhlentempeln befinden sich zahlreiche Buddha-Figuren. Die Anlage entstand, als sich König Valagama Bahu 104 v. Chr. gezwungen fand, die Hauptstadt Anuradhapura zu verlassen. Der König floh in die Felsenhöhlen von Dambulla, welche heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Kulturellen Dreieck gehören.

Am Fuße des Granitfelsens befindet sich der Goldene Tempel, auf welchem ein 30 m hoher goldener Buddha thront. Im Inneren befindet sich ein Museum, welches ich auslasse.

Links daneben führt ein Weg zum 110 m hoch gelegenen Tempel. Der Granitfels selbst ist ca. 170 m hoch. Der Aufstieg ist schweißtreibend und ich empfehle dir feste Schuhe anzuziehen. Der Weg führt teilweise über spiegelglatten Fels. Mit Flip Flops eine rutschige Angelegenheit.

Oben angekommen musst du dich erstmal deinen Schuhen entledigen, Schultern und Beine bedecken und deine Kopfbedeckung entfernen. Dann darfst du die Anlage der Höhlentempel betreten.

Die größte der fünf Höhlen ist 60 Meter lang und 30 Meter breit und beinhaltet 53 mannsgroße Statuen und über hundert kleinere Figuren. Wand und Decken sind mit Szenen aus dem Leben Buddhas und der Geschichte Sri Lankas bemalt.

Um ehrlich zu sein fand ich, dass viele Statuen einfach gleich aussahen und ich mich gefragt habe, wie verrückt man sein muss, sich dermaßen viele Buddha-Statuen in fünf Höhlentempeln zu sammeln?

Infos und Tickets für Dambulla:

  • Der Eintritt kostet 1500Rs für Erwachsene
  • Tickets erhältst du am Eingang des Museums ab 7.30 – 12.30 Uhr und nach einer Mittagspause wieder ab 13 – 18 Uhr.
  • Für den Besuch solltest du ungefähr 1,5 – 2 Stunden einplanen
  • Festes Schuhwerk ist von Vorteil beim Aufstieg über den blanken Feld, bevor die Treppenstufen beginnen

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Anuradhapura

Anuradhapura teilt sich in die moderne neue Stadt mit über 55.000 Einwohnern und den antiken Stadtteil, einst die erste Hauptstadt Sri Lankas. Aufgrund des dort verehrten Bodhi-Baumes wird Anuradhapura als heiliger Ort angesehen. Seit 1982 steht die Stadt ebenfalls auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Die Sehenswürdigkeiten sind im ganzen Gebiet sehr verteilt. Daher rate ich dir, Anuradhapura mit dem Fahrrad, Tuk Tuk oder privaten Fahrer zu erkunden. Diesmal haben wir auf das Fahrrad verzichtet. Zu satt sind wir vom Sightseeing alter Tempelruinen der letzten Tage. Auch der ständig wieder einsetzende Regen macht die Lust auf Fahrradfahren nicht größer.

Nur zu Fuß sind alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag nicht zu bewältigen. Wir greifen daher auf unseren Fahrer zurück, der uns überall hinbringt.

Unzählige Ruinen zeugen heute von einer stolzen Stadt. Unsere Highlights in Anuradhapura waren einige Stupas und der Sri Maha Bodhi („verehrter Erhabener Bodhi“), ein Ableger des Baumes von Bodhgaya in Indien, unter dem Siddharta Gautama zum Buddha wurde und seine Erleuchtung erlangt haben soll. Viele Pilger zieht es zum heiligsten Baum Sri Lankas, sodass man hier einen sehr lebendigen Buddhismus erleben kann. Nur sehr wenige Touristen treffen wir hier an. Der Bodhi-Baum (Baum der Erleuchtung) selbst ist so dermaßen zugebaut, dass du kaum noch etwas davon sehen kannst. Außer natürlich „dem“ Zweig.

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Vom heiligen Bodhi Baum sieht man nicht sehr viel

Ich empfehle dir einen Abstecher nach Anuradhapura nur, wenn du genug Zeit in Sri Lanka hast oder du dich extrem für die Kultur des Landes interessierst.

Infos und Tickets für Anuradhapura:

  • Der Eintritt für die Tempelanlagen kostet 25 US$ für Erwachsene, der Eintritt zum Bodhi-Baum (200 Rs) und Issaramuniya Vihara (200 Rs) muss separat bezahlt werden
  • Tickets erhältst du am Eingang des Archöologischen Museums an der Jetavanarama und dre Abhayagiri Dagoba
  • Für den Besuch solltest du mindestens einen halben Tag einplanen
Ruwanwelisaya Dagoba in Anuradhapura
Ruwanwelisaya Dagoba in Anuradhapura
Jetavanarama Dagoba
Jetavanarama Dagoba

Besuche eine Teeplantage im Hochland

Bis die Briten nach Sri Lanka kamen bestand das Hochland (Hill Country) bei Nuwara Eilya aus Regenwald und Dschungel. Die Briten holzten alles ab und verwandelten Hill Country in eine große Teeplantage. Die Landschaft ist wunderschön. Auch wenn so manchem beim durchfahren der engen Serpentinen übel wird, der Ausblick ist wundervoll.

Nimm dir Zeit und besuche eine Teefabrik, um mehr über den Anbau der Teepflanzen in Sri Lanka zu erfahren. Ich habe Mackwoods besucht. Hier sind die Führungen sehr kurzweilig und recht oberflächlich.

Da ich in Uganda bereits eine Teefabrik besucht habe, war das für mich nicht tragisch und in Afrika auch authentischer weil es weniger auf die Masse abzielte und dort die Maschinen liefen und ich alles „live“ ansehen konnte. Ein Besucht lohnt sich trotzdem. Auch weil du vor Ort recht günstig Tee einkaufen und probieren kannst.

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Hochland in Sri Lanka

Traumhafte Strände

Vor meiner Reise habe ich viele Freunde und Bekannte gefragt, welcher Strand der schönste in Sri Lanka ist. Jeder empfahl mir einen anderen Strand. Ob Mirissa (absolut gehyped und leider dreckig und überlaufen), Unawatuna (Party-Strand), Hikkaduwa, Arugam Bay (Surfspot) und Tangalle. Die Auswahl fällt nicht leicht.

Manche Strände sind weitläufig und sauber, andere nur noch „klein“ aber weitläufig, da der Tsunami sich ein großes Stück Land zurück geholt hat.

Du findest noch einsame Flecken am Meer aber auch völlig überlaufene und von Touristen und Müll verschmutzte Strandabschnitte. Leider. An manchen Stränden kannst du schwimmen, andere sind eher für Surfer geeignet und eine starke Strömung macht das ins Wasser kommen schwer und teilweise gefährlich.

Ich habe mich während der Reise für Tangalle statt Mirissa entschieden. Nachdem von vielen im letzten Jahr Mirissa als absolut schönster Strand angepriesen wurde, ist der kleine einst so gemütliche Ort total überlaufen. Der Strand – laut Reisenden die mir in Sri Lanka begegnet sind – total verschmutzt.

Auch der Ort Mirissa hat bei mir beim Durchfahren keine Begeisterung ausgelöst. Die Wahl fiel auf Tangalle, wo ich nicht nur die billigste Unterkunft der Reise hatte, sondern auch die freundlichsten Einheimischen kennenlernen durfte und jeden Tag den Fischern beim Einholen ihrer Netze zusehen konnte.

Privatstrand in Dikwella unseres Ayurveda-Hotels Underneath the Mango Tree:

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Privatstrand in Dikwella
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Strandabschnitt in Tangalle. Mehrfach am Tag kann man hier die Fischer beim Netze auslegen und einholen beobachten – oder mithelfen.

Wale beobachten in Mirissa

Im Süden bei Mirissa kannst du am frühen Morgen mit einem der zahlreichen Anbieter mit dem Boot hinaus aufs Meer zur Walbeobachtung fahren.

Leider gibt es hier viel zu viele Anbieter (ich habe 15 Boote gezählt), die Touren anbieten. Die Touren starten am frühen Morgen – alle zur selben Zeit. Der Abstand zu den Tieren wurde eingehalten. Natürlich kommt es vor, dass plötzlich ein Blauwal direkt vor oder neben dem Boot auftaucht. Auch wir hatten das kurze Glück. Trotzdem sind es meiner Meinung zuviele Boote die zur selben Zeit zu den Tieren fahren.

Die Küstenwache war auch unterwegs und hat das Verhalten der Boote beobachtet. Es ist also völlig egal, bei welchem Anbieter du buchst. Ich konnte keine Unterschiede ausmachen.

Wir haben die Whale Watching Tour in Mirissa mit Geeth gemacht. Es gab Snacks und Getränke vor der Abfahrt und die Crew war bestens gelaunt und wir konnten endlich mit Einheimischen ins Gespräch kommen.

Blauwale beim Whale Watching in Mirissa
Blauwale beim Whale Watching in Mirissa

Yala Nationalpark

Der Yala Nationalpark im Südosten Sri Lankas ist vor allem bekannt für seine Leoparden. Auch Bären, Elefanten, Krokodile und viele weitere Tierarten sind hier zuhause. Der Park ist beliebt und leider oft überlaufen. Fast alle Touristen betreten den Park durch den Haupteingang zur gleichen Zeit. Daher entsteht ein regelrechtes Verkehrschaos, sobald ein Tier gesichtet wird.

Im Yala Nationalpark hast du generell die Möglichkeit, eine Morgensafari oder eine Safari am Nachmittag vor Sonnenuntergang zu buchen. Da im Gegensatz zu Afrika hier keiner sagt, dass morgens die bessere Zeit ist (Hauptsache man bucht und bezahlt), haben wir uns für die Safari nachmittags entschieden.

Leider ist es wie in Mirissa: Viele Anbieter und jeder möchte sich etwas dazu verdienen. Jeeps werden nicht voll gemacht und daher herrscht ein regelrechter Stau, sobald ein Tier gesichtet wird. Wir haben eine Safari unternommen und von einer weiteren Abstand genommen. Tierschutz sieht leider anders aus. Gefühlt haben wir hier sehr wenige Tiere gesichtet was vermutlich daran liegt, dass einfach zuviele Touristen zur selben Zeit in den Park gelassen werden. Wenn du wirklich Tiere sehen möchtest, unternimm eine Reise nach Afrika.

Trotzdem hatten wir Glück, einen Leoparden zu sichten:

Leopard im Yala Nationalpark
Leopard im Yala Nationalpark
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Wundervoll Farben: Der grüne Bienenfresser
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Einer der wenigen Elefanten im Yala Nationalpark
Tierschutz in Sri Lanka Yala Nationalpark
Stau bei der Sichtung eines Bären im Yala-Nationalpark

Meeresschildkröten in Tangalle

Im Süden Sri Lankas kannst du beim Turtle Conservation Project am Strand von Rekawa bei Tangalle Meeresschildkröten bei der Eierablage beobachten.

Die Bucht befindet sich ca. 7 km von Tangalle entfernt. Hier werden im Gegensatz zu anderen Schildkrötenfarmen die frisch geschlüpften Schildkröten nicht erst in Becken gehalten. Sondern man lässt die Schildkröten ihrem Instinkt folgen und direkt ins Meer krabbeln. Leider ist es so, dass du hier am Besucherzentrum wartest, bis am Strand eine Schildkröte gesichtet wird. Falls keine auftaucht musst du keine Gebühr bezahlen. Falls doch, werden 1000 Rs fällig, ein Klacks im Gegensatz zu meiner Turtle-Tour in Südafrika.

Auch hier habe ich bei 50 Menschen aufgehört zu zählen und wir haben den Ort verlassen, bevor eine Schildkröte gefunden wurde. Zuviele Menschen wären im Falle eines Fundes nicht im „Zaum zu halten“.

Ella Rock

Vom gemütlichen Örtchen Ella im Hochland Sri Lankas kannst du eine Wanderung auf den Ella Rock unternehmen. Sie führt dich über Bahngleise, durch Teefelder und du kommst an einem Wasserfall vorbei.

Zahlreiche Guides bieten dir ihre Hilfe an oder laufen ohne Aufforderung voraus, um danach ein Trinkgeld zu erwarten. Ziemlich nervig und anstrengend. Du kommst ganz gut alleine nach oben und triffst sicher wie wir zahlreiche anderen Wanderer, die den Weg nach oben suchen. Der Ausblick lohnt sich. Leider haben bei uns ein paar Wolken den Blick ins Tal eingetrübt.

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Eines der Teefelder auf dem Weg auf den Ella Rock
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Einmal über Bahngleise wandern? In Ella musst du das sogar
Ausblick Ella Rock auf Little Adams Peak
Der Ausblick vom Ella Rock auf den Little Adams Peak

Zugfahren in Sri Lanka

Zufahren in Sri Lanka ist ein absolutes Highlight. Die Züge haben während der Fahrt die Türen geöffnet, so dass du während der Fahrt in der Türe sitzen und die Beine herausbaumeln lassen kannst.

Die Tickets sind vor allem auf der Strecke von Kandy nach Ella sehr beliebt. Tickets dafür musst du frühzeitig buchen. Hier kannst du die wunderschöne Landschaft mit Teeplantagen und Teepflückerinnen genießen.

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Zug fahren in Sri Lanka

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Kulturhauptstadt Kandy

Kandy – man liebt es oder hasst es. Hier scheiden sich die Meinungen. Die kulturelle Hauptstadt und letzte Königsstadt Sri Lankas ist Kandy. Das wichtigste Heiligtum, der Zahntempel mit der Heiligen Zahnreliquie, der angeblich einen Zahn von Buddha birgt, befindet sich hier. Für Singhalesen ist dies der heiligste Ort der Insel. Der Rest Kandys bietet nicht viel, mindestens eine Nacht solltest du hier trotzdem verweilen.

Der zentral gelegene Milchsee (Kandy Lake) lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein um der hektischen Stadt für kurze Momente zu entfliehen.

Tipp: Viele nutzen Kandy als Ausgangsort für das Kulturelle Dreieck. Ich fände diese hin- und her-Fahrerei nervig und empfehle dir, Dambulla oder Habarana als Ausgangsort für Touren im Kulturellen Dreieck zu wählen.

Zahntempel in Kandy
Eines der wichtigsten Heiligtümer Sri Lankas: Zahntempel in Kandy

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kandy-stadt-3Die Heilkraft von Ayurveda spüren

Sri Lanka ist besonders bekannt für Ayurveda-Kuren. Die über 2.500 Jahre alte der indischen Kultur entstammende Heilmethode basiert auf dem inneren Gleichgewicht und einer ganzheitlichen Heilung.

Ayurveda-Kuren erfreuen sich auch bei uns einer immer größer werdenden Beliebtheit. Auch ich habe mich drei Tage lang in einem Hotel mit Ayurveda-Spa und Yoga eingemietet, um diese Heilmethode zu testen. Anhänger schwören auf die Wirkung der Therapien, bei der Kräuter, Öle und Gewürze äußerlich und innerlich angewendet werden, um deinen Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Viele Urlauber kommen nur für eine mehrwöchige Ayurveda-Kur nach Sri Lanka.

Ich war in diesen Tagen so dermaßen entspannt und habe diese Erfahrung sehr genossen. Unser Luxusresort, das Underneath the Mango Tree in Dikwella hatte ein sehr umfangreiches Ayurveda Angebot und war ein absoluter Traum.

Galle Fort

Die charmante Altstadt Galle Fort im Süden Sri Lankas ist ein weiterer Ort, der mich begeistert hat. Die Niederländer bauten einst die Straßen und Gebäude, die Singhalesen gaben ihnen die Farbe. Die Mischung, die daraus entstanden ist, ist wundervoll. Nach dem Tsunami, wo große Teile der Altstadt beschädigt wurden, ist mittlerweile fast alles wieder restauriert. Nur die unebenen Kopfsteinplaster wurden durch ebene Pflastersteine ersetzt.

Kleine Läden, Galerien, Restaurants und Unterkünfte laden zum Verweilen ein. Vor allem eines kannst du in Galle tun: Einkaufen! Nicht nur Souvenirs, auch Gewürze, Klamotten und Retro Postkarten und Poster. Hier läuftt kein Tourist vorbei.

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Kleine Gassen die ab und an Schatten spenden
Leuchtturm von Galle
Leuchtturm von Galle
Uhrenturm von Galle Fort
Der Uhrenturm von Galle Fort
galle-fort- Tafel Schiffe Ankunft
Original Tafel, die früher die Ankunft der Schiffe ankündigte

Bei meiner nächsten Sri Lanka Reise möchte ich folgende Ecken besuchen:

  • In den Norden bei Jaffna reisen
  • Horton-Plains-Nationalpark und World’s End
  • Aufstieg zum Adam’s Peak
  • Wanderung durch den Sinharaja Rain Forest und auch in der Knuckles Range
  • Am Korallenriff von Pigeon Island schnorcheln
  • Vom Massentourismus unentdeckte Strände im Norden und Osten finden

Weitere Berichte zur Sri LankaReise:

4 KOMMENTARE

  1. Was für ein schöner Artikel ! Ich habe 1998 eine Rundfahrt in Sri Lanka gemacht (damals habe ich auf den Malediven gearbeitet, was ja gleich nebendran liegt) und habe viele Deiner hier beschriebenen Orte besucht. Die Erinnerung kam mir gleich zurück. Vielen Dank.

  2. Schon 8x hatte ich das Glück Sri Lanka besuchen zu können. Hoffentlich gelingt es mir wieder auf die Insel zu reisen. Es ist meine Trauminsel!

  3. Ich war noch nicht in SriLanka, aber ich finde es sehr beeindruckend. Dein Artikel ist es auch, ich kenne kaum einen Blogger, der so viel Energie, Zeit und Niveau in seine Arbeit steckt. Man möchte auch selbst gleich los!

    Viele Grüße

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