Koh Lanta Tipp: Ein Kochkurs bietet Orientierung im Aroma-Dschungel

Thailand-Souvenir der anderen Art

Koh Lanta Tipp: Ein Kochkurs bietet Orientierung im Aroma-Dschungel

Kochkurse haben Konjunktur. Auch ich schaue auf meiner Thailand Reise in fremde Töpfe und nehme ein Souvenir der besonderen Art mit nach Hause: Auf Koh Lanta, an der Andamanensee-Küste zwischen Krabi und Koh Phi Phi, lasse ich mich einen Abend lang in die hohe Kunst der Thai-Küche einweihen und sage Tschüss zu Asia-Nudel-Snack und Uncle Ben’s Beutelreis.

Das Open-Air-Klassenzimmer, in dem Thai-Koch-Expertin Aon ihre exklusiven Kochkünste in der „Lanta Thai Cookery School“ (www.lantathaicookeryschool.com) weitergibt, ist eigentlich nur ein Dach mit Stelzen. Wände, Fenster und Türen sind klimabedingt überflüssig.

Aber die Ausstattung gleicht der einer Profiküche:

In der Mitte auf der großen Arbeitsplatte liegen schon fein säuberlich verschiedene Messer und Utensilien auf einem Schneidebrett für uns bereit. Direkt daneben warten mehreren Woks und Grills auf ihren Einsatz. Auch hygienisch können sich hier die meisten europäischen Küchen eine ordentliche Scheibe abschneiden – hier ist alles tip top sauber und absolut unbedenklich.

Bevor es richtig ans Werk geht, macht Aon mich und die anderen Schüler ausführlich mit dem thailändischen Kräutergarten bekannt. Kräuter sind ein fester Bestandteil der traditionellen thailändischen Küche und machen den einzigartigen frischen Geschmack der vielseitigen Gerichte aus – und sind der Grund, warum die Thai-Küche so besonders gesund ist.

Thai-Kräutergarten
Thai-Kräutergarten
Mein-Arbeitsplatz-für-die-nächsten-4-Stunden
Mein Arbeitsplatz für die nächsten 4 Stunden!

Die erste Lektion lerne ich schnell:

Ich weiß, dass ich nichts weiß. Auch wenn ich daheim Stammgast im Asia-Dinner bin und mich schon mal vorsorglich mit diversen Kochbüchern eingedeckt habe, sind mir heute nicht wenige Zutaten und Kräuter völlig oder zumindest in dieser Form unbekannt. Zum Beispiel Galgant – der sogenannte Thai Ingwer sieht aus wie eine umgedrehte Kralle und hat einen feinen Zitrus-Geschmack. Deutlich milder als Ingwer, den wir kennen, findet Galgant in der thailändischen Küche in vielen Gerichten Verwendung.

Neben Zitronengras, Thai-Basilikum, Koriander und Chili (darf in Thailand in kaum einem Gericht fehlen – je kleiner, desto schärfer), liegen auch die Blätter der Kaffernlimette auf unserem Tisch. Das einzigartige Aroma findet sich nahezu in jeder Thai Suppe wieder.Wenigstens Frühlingszwiebeln und Knoblauch sind alte Bekannte, obwohl sie hier viel kleiner sind als bei uns, und dadurch auch um einiges intensiver schmecken.

Frontalangriff auf alle Sinne

Die unzähligen Kräuter, Gemüsesorten und Gewürze, die uns in der nächsten halben Stunde vorgestellt werden sind ein Frontalangriff auf alle Sinne: Unbekannte Düfte und Aromen treffen mich mit geballter Ladung. Wir riechen, fühlen und probieren alles, was roh genießbar ist und sind überwältigt von der unbeschreiblichen Vielfalt.

Die Küchenchefin erklärt:

„In der Thai-Küche gibt es immer eine harmonische Kombination aus  scharf, salzig, süß und sauer“.

Die Schärfe kommt meist von Chilis, gesalzen wird oft mit Fischsauce, Palmzucker steuert Süße bei und Limonensaft steuert die säuerliche Note bei.

Fest-verschnürt---meine-ersten-Golden-Bags
Fest-verschnürt – meine-ersten-Golden-Bags

Wer thailändisch kochen will, braucht vor allem eines

Schnell merken wir auch: Wer thailändisch kochen will, braucht vor allem eines – Geduld. Denn egal, was von den langen Zutatenlisten zubereitet wird, es wird zuerst entweder geschnippelt oder gemörsert. Aber auch das will gelernt sein. Aon zeigt uns unterschiedliche Schneidetechniken und Tipps und Tricks, wie wir unsern Speisen zum Beispiel mit selbst-geschnitzten Rosenblüten aus Tomaten noch den richtigen Thai-Style verleihen können.

Arbeitswerkzeug
Mein Arbeitswerkzeug

Zusammen mit zwei Jungs aus England, einem amerikanischen und einem skandinavischen Pärchen dürfen wir aus 10 Gerichten wählen, die wir an diesem Abend zubereiten möchten.

Gemeinsam mit der Küchenchefin bereiten wir die Zutaten vor und sehen zu, wie sie routiniert die Bestandteile unter Zischen und Brutzeln im Wok zu einem nicht nur optisch sehr ansprechenden Gericht verwandelt. Dann sind wir an der Reihe. In brutzelndem Reisöl rühren wir die Currypaste ein und mengen Kokosmilch unter, bevor wir Gewürze, Gemüse und das Fleisch hinzugeben.

Die Düfte entfalten sich blitzartig und fast genauso schnell steht unser erstes selbstgemachtes original thailändisches Curry servierfertig auf dem großen Tisch, an dem die Kochschüler gemeinsam ihre Gerichte probieren können.

Das Auge isst mit
Das Auge isst mit
Die Küchenchefin am Werk
Die Küchenchefin am Werk

Unser Menü:

Golden Bags mit scharfer Chilli-Soße – Die aufwändig, mit mikroskopisch kleingeschnittenem Gemüse, gefüllten Beutelchen aus Frühlingsrollenpapier sind garantiert ein Hingucker und haben Suchtpotenzial.

Golden-Bags
Golden Bags mit scharfer Chilli-Soße

Chicken Satay mit Erdnuss-Soße – Asiatischer Klassiker, geht einfach immer.
Spicy Thai Chicken Salad Larb Gai  – Hier trifft mich die thailändische Küche mit voller Wucht. Ein völlig neues Geschmackserlebnis aus Hühnchen, frischer Minze und unzähligen Gewürzen überrascht mich.

Chicken Satay
Chicken Satay
Spicy Chicken Salad
Spicy Chicken Salad

Massaman Curry with Chicken or Shrimps – Curry gibt es auf der Thai-Speisekarte in vielen Varianten. Wir entscheiden uns für die etwas dickflüssigere aber umso schärfere Art.

Für alles ist ein Kraut gewachsen
Die Kräuter landen in Thailand übrigens nicht ausschließlich im Wok. Aon erklärt uns, dass es für so gut wie jedes Weh-Wehchen auch ein Kraut gewachsen ist und hält uns mit Zitrusstoffen die lästigen Mücken effektiv vom Hals.

Was du bei der Auswahl der Kochschule beachten sollst:

Ein Vergleich lohnt sich, um zu vermeiden, dass man später zu zehnt um einen kleinen Gaskocher steht. Tripadvisor und Co. geben oft auch schon durch Rezessionen anderer Kochschüler einen ersten Eindruck. Ich wurde an meinem Bungalow abgeholt und nach dem Kochkurs auch wieder  dorthin zurückgebracht. Der Transfer sollte vorab geklärt werden, da die Kochschulen oftmals nicht direkt an den Hauptverkehrsstraßen sind.

Auch wenn in Thailand in der Regel fast alles für unsere Verhältnisse recht billig ist, sollte man hier mit ca. 1.500 Baht kalkulieren (etwas mehr als 30€).
Schließlich sind alle frischen Zutaten, der mehrere Stunden dauernde Unterricht und oftmals Transfer und Wasser inklusive und der Preis somit völlig gerechtfertigt.

Weitere Informationen für eine Reise nach Thailand:

  1. Empfehlung: Die besten Thailand Reiseführer
  2. Eine Packliste für Thailand findest du hier: Urlaubscheckliste
  3. Koh Yao Noi – Geheimtipp im Süden von Thailand
  4. Mein Tipp: Die 6 schönsten Stränd in Südostasien
  5. Reisebericht: 3 Wochen durch den Süden Thailands
  6. Meine 1. Empfehlung: Welches ist die beste Kreditkarte für die Thailand Reise
  7. Meine 2. Empfehlung: Die besten Geldverstecke auf Reisen
  8. Welche Reisekamera und Foto Ausrüstung?

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Ein Kommentar

  • Ich mag es in fremden Ländern in (fremde) Kochtöpfe zu schauen. Südostasien hat mit seiner abwechslungsreichen Küche viel zu bieten. Wenn man vor Ort selbst die Gerichte ausprobiert kann man sie dann leichter zu Hause nachkochen. :-)

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Hallo ich bin Isa.

Im Winter bin ich vor allem an den Wochenenden auf den Skipisten im Allgäu und Österreich zu Hause. Nach vielen Amerika-Trips habe ich Asien für mich entdeckt. Meine Reiseerfahrungen teile ich gerne hier mit euch!