Der am schönsten gelegene Nationalpark Südwestaustraliens ist vermutlich der Cape Le Grand Nationalpark. Hier befinden sich die schönsten Strände Westaustraliens – so jedenfalls wählten Australier Lucky Bay mehrfach zum weißesten Strand Australiens. Außerdem wurde Lucky Bay mehrfach unter die Top 10 der schönsten Strände der Welt gewählt.

Ein Wanderweg verbindet alle Buchten miteinander. In ca. 8 Stunden kannst du hier einen Tagesmarsch unternehmen und dich immer wieder im Wasser abkühlen.

Daher habe ich bei meinem Australien Roadtrip diesen Nationalpark im Rahmen eines Tagesausflugs besucht, mir alle Strände angesehen und berichte hier, welches mein Lieblingsstrand im Cape Le Grand Nationalpark ist. Eine Wanderung auf den höchsten Berg haben wir leider nicht mehr geschafft. Es war zu heiß und am Abend wäre es zu spät geworden, um zurück nach Esperanto zu fahren.

Was dich im Cape Le Grand Nationalpark erwartet?

Fünf wunderschöne Buchten mit türkisfarbenem glasklaren Wasser. Idyllisch gelegene gepflegte Campingplätze und große Granitfelsen, die die Buchten einrahmen. Diese Küsten sind wild, naturbelassen und irgendwie unwirklich schön.

Die meisten Touristen fahren zum Cape Le Grand Nationalpark, um Luck Bay und die berühmten Kängurus am Strand zu sehen. Trotzdem solltest du die anderen Buchten nicht links liegen lassen. Wem es wo am besten gefällt muss jeder selbst für sich entscheiden. Für mich war Hellfire Bay am idyllischsten gelegen.


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Die 5 Strände im Cape Le Grand Nationalpark

Im Nationalpark selbst gibt es fünf Buchten, an denen du Baden kannst. Ich habe auch Surfer gesehen, die die verhältnismäßig kleinen Wellen an Lucky Bay surfen wollten.

Wenn du keine Zeit und Lust hast alle Buchten anzusehen, musst du dich entscheiden. Dabei kann ich dir helfen, die für dich schönste und passendste Bucht zu finden.

Am meisten frequentiert sind Hellfire Bay, Thistle Cove und natürlich Lucky Bay (Ich habe die Strände der Reihenfolge aufgezählt ab Parkeingang).

Außerdem gibt es Le Grand Beach und die am weitesten vom Parkeingang entfernt liegende Rossiter Bay.

Mir selbst hat Thistle Cove  und Hellfire Bay am besten gefallen. Diese Strände sind weniger frequentiert als Lucky Bay und Autos haben direkt am Strand keinen Zugang.

Bei Ebbe kannst du ab Esperance bis Le Grand Beach mit einem 4WD direkt am Strand entlang fahren. Einheimische lassen sich diese Möglichkeiten nicht nehmen, sie lieben es. Daher ist dieser Weg vor allem in der Hochsaison und zu australischen Ferienzeiten stark frequentiert.

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Lucky Bay und seine Kängurus am Strand

Lucky Bay wurde bereits mehrfach zum weißesten Strand Australiens gewählt. Der Sand hier ist so fein, dass der Sand unter deinen Füßen quietscht wenn du darauf gehst. Das Geräusch klingt so, als ob du auf Schnee läufst. Einziger Nachteil dieses feinsten Sandes ist, dass er ein sehr hohes Salzgehalt hat und dadurch immer ein wenig feucht ist.

Doch viele zieht nicht der schneeweiße Sandstrand an. Die meisten Besucher kommen nur, um die Kängurus (Western Grey Kangaroos) direkt am Strand anzutreffen. Angelockt von Süsswasser, das an den Dünen aus dem Sand sickert, totem Fisch oder Vögeln kommen die Tiere Tag für Tag an den Strand. Scheu sind sie nicht – eher im Gegenteil. Ich vermute (und habe es gesehen), dass sie immer wieder von Touristen gefüttert werden. Bitte macht es ihnen nicht nach.

An Lucky Bay gibt es einen Foodwagen „Lucky Bean Cafe“ mit Getränken, Café, Kuchen, Muffins und Sandwiches.

Wenn du Lucky Bay bis zum Ende gehen möchtest (ca. 40 Minuten) erreichst du am Ende Treppen, die zu einem Lookout führen. Von hier hast du einen Panoramablick auf die gesamte Bucht.

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Kängurus in Lucky Bay | Cape Le Grand NP, Australien
Kängurus in Lucky Bay sind an Menschen gewöhnt und hüpfen nicht wie anderswo davon.
Lucky Bay Cape Le Grand NP
Lucky Bay von oben – mehrfach Australiens weißester Stand des Jahres.

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Hellfire Bay

Dieser Strandabschnitt in einer geschützten Bucht ist wunderschön gelegen. Die flachen Felsen die die Bucht einrahmen kannst du leicht erklettern und die Aussicht von hier auf die Bucht genießen. Hellfire Bay ist weniger frequentiert als Lucky Bay und somit viel schöner und ruhiger wie ich finde. Autos findet man hier am Strand zum Glück keine.

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Hellfire Bay
Hellfire Bay ist beliebt bei Anglern, da sie von den Felsen aus irhe Angelruten auswerfen können.

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Thistle Cove

Über einen Rundgang und ein paar Treppenstufen gelangst du hinab zur nächsten schönen Bucht. Wie Hellfire Bay ist auch diese Bucht von felsigen Küstenlandschaft eingerahmt. Die Entscheidung ob mir Hellfire Bay oder Thistle Cove besser gefallen hat ist mir sehr schwer gefallen. Ich fand Thistle Cove am besten!

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Australien Reisetipps Cape Le Grand NP Thistle Cove
Auch in Westaustralien gibt es traumhafte Strände. Diese im Cape Le Grand National Park gehören zu den schönsten der Welt.

Le Grand Beach

Auch wenn der Campingplatz am Le Grand Beach schöne und schattige Plätze bietet fand ich die Bucht selbst weniger idyllisch. Viele Autos kommen über den Strand direkt aus Esperance gefahren und stören die Ruhe. Außerdem lag hier sehr viel Seegras herum, das einen üblen Geruch verbreitete und auch andere Touristen von einem Verbleib hier abhielt.

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Rossiter Bay

Für uns nicht nur schwer zu erreichen mit einem normalen Auto (Schotterpiste und max. 20 -30 km/h) sondern auch voll an Bergen mit Seegras. Außerdem mit dem Auto befahrbar und kleiner Strandabschnitt. Hat mir am wenigsten von allen Buchten gefallen und würde ich als erstes streichen, wenn du nur wenig Zeit hast.

Auf dem Weg dahin kannst du abseits der Straße oft auch Kängurus entdecken. Augen auf!

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Rossiter Bay Cape Le Grand NP

Kängurus Cape Le Grand Nationalpark
An der Straße entlang springende Kängurus im Cape Le Grand Nationalpark.

Die besten Aussichten im Cape Le Grand Nationalpark

Von den Bergen Frenchman Peak (262 m, Fußweg von 3 km hin und zurück, ca. 1,5 Stunden steiler Anstieg nach oben. Sonnenschutz nicht vergessen), Mount Le Grand (345 m) und Mississippi Hill (180 m) kannst du eine tolle Aussicht über die Buchten und den Nationalpark erlangen. Wir haben bei heißen 28° C den Aufstieg sein lassen, da wir hätten früh morgens starten müssen.

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Walking Trails im Nationalpark

Im Park selbst gibt es gut ausgeschilderte Pfade von Strand zu Strand. Da wir nur für einen Tag im Park waren hat sich der 20 km lange Küstenweg nicht gelohnt. Anscheinend bekommt man dabei wunderschöne Aussichten auf den Park sowie die Buchten zu sehen.

Die Entfernungen von Bucht zu Bucht zu Fuß:

  • Le Grand Beach – Hellfire Bay: ca. 2 Stunden
  • Hellfire Bay – Thistle Cove: ca. 2 Stunden
  • Thistle Cove – Lucky Bay: ca. 1Stunde (am einfachsten aller Wege)
  • Lucky Bay – Rossiter Bay: ca. 2 h (lohnt sich nicht da Rosiger Bay von Bergen mit Algen liegt)

Die Angaben variieren je nachdem wie schnell du gehst und wieviele Fotostops du auf dem Weg einlegst.

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Zustand der Straßen im Nationalpark

Du kannst alle Buchten mit einem normalen Auto erreichen. Lediglich die Anfahrt nach Rossiter Bay führt eine sehr holprige Piste. Hier wäre ein Allradfahrzeug besser, mit dem normalen Auto und ein wenig Geduld und Vorsicht gut machbar. Ehrlich gesagt kannst du dir einen Besuch dieser Bucht sparen.

Während unserem Besuch lagen die Algen fast 2 Meter hoch am Strand und haben einen fürchterlichen Strand erzeugt. Andere Menschen habe ich daher auch nicht gesehen.

Ungewöhnlich für uns Deutsche sind sowohl das Fahren mit dem 4WD auf manchen Stränden erlaubt ist (Lucky Bay, Cape Le Grand Beach und Rossiter Bay). An den Stränden Lucky Bay und Cape Le Grand ist sogar das zu Wasser lassen eigener Boote gestattet.

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Anfahrt – So kommst du zum Cape Le Grand Nationalpark

Nur 60 km und eine Stunde Fahrtzeit von Esperance entfernt liegt der Nationalpark ideal für einen Tagesausflug für alle, die wie wir keinen Campervan haben und somit nicht auf den wirklich toll gelegenen Campsites im Park übernachten können.

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Eintrittspreise für den Cape Le Grand Nationalpark

Den Eintritt in den Nationalpark zahlst du pro Fahrzeug. Dieser beträgt 13 AUD pro Tag. Wenn du länger in Australien unterwegs bist lohnt sich entweder ein Holiday Pass für vier Wochen (46 AUD) oder sogar ein Jahrespass für 92 AUD. Daher solltest du vor deiner Reise überlegen, welche Parks du dir ansehen möchtest und ob der Eintritt im Holiday Pass inbegriffen ist.

Nähere Infos und aktuelle Preise auf der Webseite des Cape Le Grand Nationalpark

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Weitere Infos für einen Besuch im Park

Im Park gibt es weder Tankstelle noch Shops (abgesehen von dem Food Truck an Lucky Bay). Nimm genügend Essen und vor allem Wasser mit, solltest du hier länger bleiben wollen.

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Empfehlung für einen Reiseführer für Süd- und Westaustralien:

Bester Reiseführer WestaustralienVor meiner Reise habe ich mir fast alle über Australien existierende Reiseführer als ebook gekauft. Als gedruckten Guide hatte ich lediglich den Westaustralien und das Top End dabei.

Diesen fand ich in Kombination mit dem  Lonely Planet Australien (ebook) und dem englischsprachigen Lonely Planet in Kombination mit dem Reiseführer West Coast Australia am besten. Die Guides haben sich perfekt ergänzt.

Für Camper könnte der Iwanowski, der Baedecker und der Loose für Australien ganz okay sein. Ich habe in keinem der Reiseführer wertvollere Tipps bekommen, die ich nicht ausführlicher in einem der oben genannten Reiseführer bekommen habe.

Warst du auch schon im Cape Le Grand Nationalpark?

Was war dein Highlight? Falls du weitere Tipps hast, freue ich mich über deinen Kommentar am Ende dieses Artikels. Wenn du deine Reise gerade planst und Fragen hast, kannst du diese gerne hier als Kommentar hinterlassen! 

Weitere Tipps für eine Reise nach Australien:

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