Tiroler Zugspitz Arena – Skifahren wie es sein soll in Lermoos und auf der Ehrwalder Alm

Tiroler Zugspitz Arena Isa macht sich bereit
Tiroler Zugspitz Arena

Welcher Skifahrer oder Snowboarder kennt es nicht: Schweißgebadet steht man um zehn Uhr morgens nach stundenlanger Anfahrt ins Skigebiet an einem der 43 6er-Sessellifte schon minutenlang in der Schlange und wartet, bis man endlich einen der begehrten Plätze ergattert, die einen zusammen mit hunderten anderen auf den Gipfel bringen.

Oben angekommen hat man die Qual der Wahl: Welchen der über 200 Pistenkilometer nimmt man zu erst? Und vor allem fragt man sich: Zahlt sich die akribische Planung der strategisch optimalen Route aus und macht sich der 60 € teure Tagesskipass so am besten bezahlt?

Back to the roots

Weil Skifahren für mich ein Synonym für Entspannung, Ruhe und Naturverbundenheit ist, wollte ich wieder einmal „back to the roots“ – dorthin, wo ich mich schon immer am wohlsten fühle: Vom Allgäu aus fahre ich über die österreichische Grenze bei Füssen und verzichte bewusst auf den ganzen Rummeln und die Menschscharen der riesigen, top modernen Skigebiete, wie sie momentan überall wo es ein paar Berge gibt aus dem Schnee gestampft werden.

Ich entscheide mich für die Tiroler Zugspitz Arena, die mich mit insgesamt 139 Pistenkilometern erwartet. Vom Grenztunnel aus sind die sieben Skigebiete auf österreichischer Seite rund um den höchsten Berggipfel Deutschlands in nur ca. 20 Minuten zu erreichen. Eine optimale  und äußerst entspannte Entfernung für einen Tages- oder Wochenendtrip, wenn man aus dem südlichen Raum Deutschlands kommt.

Natur pur in Lermoos

Tag 1 beginnt in Lermoos an den Grubigsteiner Liftanlagen mit purem Sonnenschein.

Lermoss: Tiroler Zugspitz Arena Pistenplan
Tiroler Zugspitz Arena Pistenplan

Auf etwa 27 Pistenkilometern bietet das Skigebiet alles was ich für einen perfekten Skitag brauche. Sauber präparierte breite Pisten bahnen sich ihren Weg ins Tal. Auf dem etwa 2.100 Meter hohen Gipfel überwältigt  mich erst einmal der beinahe 360° – Rundumblick.

Mit der Zugspitze direkt vor Augen erlebe ich Skifahren wie es sein soll!

In einem naturbelassenes Skigebiet, fern von jeglicher Hektik, Trubel und überlaufenen Pisten. Entspannung pur!

blick auf tiroler-zugspitz-arena 1
Blick auf die Zugspitze
Isabell blickt Richtung Zugspitze
Isabell blickt Richtung Zugspitze

Von flachen, für Familien geeignete Abfahrten im Tal, über eine schwarze Buckelpiste bis hin zur kniffligen Skiroute, die zum Einkehrschwung in die urige Wolfratshauserhütte führt, hat Grubigstein für alle Könnerstufen etwas zu bieten. Mit 3.300 Metern und fast 700 Höhenmetern garantiert die rote „Standardabfahrt“  als längste Piste des Gebiets Abfahrtsspaß vom Feinsten.

Zu den zehn Liftanlagen zählt seit kurzem auch die neue beheizte Gondelbahn Grubig II. Schön ist außerdem, dass Anfänger dem Schlepplift-Stress entgehen können und mit der kürzesten Gondelbahn, die ich je gesehen habe, bequem auf den Berg fahren können um ihre ersten Schwünge zu üben.

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Auch in diesem eher schneearmen Winter muss keiner Angst um seine neuen Skier haben, denn die Talstation liegt bereits auf 1.000 Metern und sämtliche Pisten in den niedrigeren Höhen sind bis Anfang April bestens beschneit und befahrbar. Auch wenn sich eine matschige Piste unten im Tal bei zweistelligen Plusgraden wirklich kaum vermeiden lässt.

Wer viel Ski fährt muss sich auch entsprechend Stärken und hier bin ich wirklich positiv überrascht worden. Auf der Sonnenterasse des Gasthofs Juchhof erwartet mich Skifahrer-Kulinarik vom Feinsten und das beste: Zu wirklich bezahlbaren Preisen. Aber wie so oft sagen hier Bilder mehr als Worte (nein, ich habe nicht alles alleine gegessen).

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Und – Herz, was willst Du mehr – die letzte Abfahrt des Tages führt mich direkt zur Aprés-Ski Schirmbar an der Talstation, wo mich schon fast ein wohlverdientes Feierabend-Radler erwartet. Lermoos, ich komme garantiert wieder!

Für jeden etwas – auf der Ehrwalder Alm

Tag 2 führt mich auf die gegenüberliegende Seite zur Ehrwalder Alm. Auch wenn es das Wetter heute nicht ganz so gut meint, hindert das die Schneesportbegeisterten in keiner Weise daran, die 26,5 Pistenkilometer zu befahren. Schnell bringt mich die Gondelbahn auf den Berg. Direkt neben der Bergstation am Almplatz erwarten die örtlichen Skischulen auch schon ihre Schüler und ein Kinderland bietet den optimalen Start in die Skifahrer-Karriere. Ideal auch für nicht-skifahrende Eltern, die ihren Kindern so bei den ersten Versuchen zuschauen können.

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Das 1.900 Meter hohe Skigebiet steht dem Lermooser Gebiet in nichts nach. Im Gegenteil: Neben beschneiten familienfreundlichen Abfahrten bis ins Tal, bietet die Ehrwalder Alm maximalen Fahrspaß auf der schwarzen Panoramaabfahrt oder auf der fast vier Kilometer langen Talabfahrt und  begeistert Freestyle-Fans mit einem großzügigen Park mit verschiedensten Obstacles und Jumps.

Nostalgie trifft Moderne

Ein bisschen Nostalgie schwebt in der klaren Winterluft, als mich der alte 2er-Sessellift wackelnd zum Gipfel bringt – auch das ist Skifahren, wie es sein soll. Eine Plakat kündigt aber leider eine Lifterneuerung in der kommenden Saison an holt mich damit wieder auf die Piste der Tatsachen zurück. Ein bisschen schade, aber auch verständlich. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht.

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Meine Lieblingsabfahrt ist schnell gefunden: Die blaue 8 bringt mich vom Issentalkopf direkt ins Tal und mit der beheizten Gaistalbahn, einem neuen 6er-Sessellift, an dem die Wartezeit auch an einem Sonntag in den Faschingsferien gleich null ist, geht es direkt wieder auf den Gipfel. Auch nach der zehnten Abfahrt auf den breiten Pisten wird es hier nicht langweilig.

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Nach der letzten Abfahrt probiere ich die relativ neue BrentAlm an der Talstation der Gondel aus. Hier kommt schon etwas Groß-Skigebiet-Feeling auf! Rustikal aber dennoch sehr stylisch eingerichtet, läd die Alm zum verweilen ein und die Wochenkarte lässt kurz vergessen, dass man auf einer Skihütte ist.

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Mein Fazit:

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah? Genau so ist es – ich wurde in der Region, in der ich mich eigentlich auskenne, wie in meiner Westentasche, von zwei wirklich tollen Skigebieten mit vielen kleinen und großen Highlights überrascht.

Für 39,50€ ist der Tagesskipass zwar kein Schnäppchen, aber die Pistenverhältnisse und vor allem der Charme der beiden Skigebiete machen das wieder wett. Außerdem wird das Geld sichtlich gut reinvestiert – unter anderem in neue Liftanlagen.

Und für alle Earlybirds: Die Lifte öffnen in beiden Skigebieten bereits um 8:30 Uhr!

Hallo ich bin Isa. Im Winter bin ich vor allem an den Wochenenden auf den Skipisten im Allgäu und Österreich zu Hause. Nach vielen Amerika-Trips habe ich Asien für mich entdeckt. Meine Reiseerfahrungen teile ich gerne hier mit euch!

2 KOMMENTARE

  1. Das Skigebiet von Lermoos und Umgebung ist schon sehr schön. Leider war diesen Winter die Schneesituation auf der Alpennordseite nicht die Beste. Hoffentlich im nächsten Winter wieder besser! BTW: toller Blog.

  2. Hi Isabell!

    wir waren letzte Woche in Loos :) und haben im gleichen Gasthof gegessen, wirklich sehr lecker und auch das Ambiente ist sehr ansprechend. Sind jetzt einbisschen weiter gefahren und verbringen unsere letzte Urlaubstage mit dem gemeinen Volk, heißt also „anstehen“

    wünsche dir noch schöne tage, bis zum nächsten mal

    Christian

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