Erlebnisse und Unternehmungen im Überblick

Die besten Touren und Aktivitäten in Berlin

Die besten Touren und Aktivitäten in Berlin 1

Die Deutsche Hauptstadt Berlin ist immer eine Reise wert. Ich bin mehrmals im Jahr in Berlin und schon lange nicht mehr als Tourist. Touren unternehme ich nur noch sporadisch.

Da ich aber immer wieder gefragt werde, habe ich dir hier meine Lieblings-Touren und Tipps für eine Reise nach Berlin zusammengefasst. Mit dem Rad, dem Schiff und unter der Erde in den Berliner Unterwelten. Berlin von einer anderen Seite? Hier sind meine Tipps:

Erkunde Street Art in Berlin

In Berlin findest du sie überall: Graffitis, Murals, Skulpturen oder Aufkleber. Am meisten Informationen erhältst du im Rahmen einer Street Art Tour in Berlin.

Es gibt viele bekannte und unbekanntere Hinterhöfe, in der Künstler ihre Wandkunst hinterlassen haben. Erfahre die Geschichten und Techniken dieser Werke. Erfahre dabei auch mehr über die Graffiti-Geschichte an der Berliner Mauer, welche Künstler in Berlin bekannt sind und viel mehr. Ich liebe Street Art.

👉🏼 Ich habe bereits mehrere Touren gemacht und unterschiedliche Anbieter getestet. Hier findest du meinen ausführlichen Bericht zur Street Art Tour in Berlin mit The Hidden Path.

Astronaut Viktro Ash Kreuzberg Berlin
Der bekannte Astronauten von Vitkro Ash in der Mariannenstraße in Kreuzberg
El Mac Kofie Street Art Berlin
El Mac und Kofie sind für dieses Kunstwerk verantwortlich

Sightseeing mit dem Fahrrad

Ich entdecke Städte sehr gern mit dem Fahrrad, um einen ersten Überblick zu bekommen. In Berlin habe ich schon zweimal Touren mit Berlin on Bike unternommen. Einmal eine knapp 3-stündige Fahrradtour entlang der ehemaligen Mauer und einmal eine Individuelle mit anderen Bloggern. Dabei ging es quer durch die Stadt.

Berlin on Bike bietet unterschiedliche Themen-Fahrradtouren durch Berlin an. Eine tolle Art eine Stadt kennenzulernen. Nach langer Überlegung (Kreuzberg & Spreeufer oder Berliner Mauer) entscheiden wir uns für die Fahrradtour „Berliner Mauer“ (Link zur Tour).

Über 20 Jahre nach dem Mauerfall muss man auf Spurensuche gehen, um Überreste der alten Grenzanlagen zu entdecken. Genau diese wollen wir auf dem Fahrrad entdecken.

Die Tour ist ca. 15 km lang und führt von der Kulturbrauerei über den Ort des Mauerfalls, der Bornholmer Straße, bis zum Regierungsviertel. Manche Spuren des „Antifaschistischen Schutzwalls“ sind sichtbar, andere dafür nicht. Unser Guide hält oft an und erzählt uns viele – auch persönliche Geschichten. Manchmal ist es lustig, andere umso trauriger und unfassbarer. So passieren wir ehemalige Grenzübergänge, fahren durch den Mauerpark und machen einen längeren Halt an der Gedenkstätte Bernauer Straße, den einzigen noch intakten Mauerabschnitt mit Wachturm und Dokumentationszentrum.

Durch die Tour auf dem Mauerradweg lernen nicht nur Touristen Berlin von einer anderen Seite kennen.

Ein besonderes Highlight erleben wir am Spandauer Schifffahrtskanal: Wachturm der ehemaligen Führungsstelle Kieler Eck und die Gedenkstätte Günter Litfin.  Er starb am 24. August als erster DDR-Bürger beim Fluchtversuch nach West-Berlin. Litfin wurde beim Durchschwimmen des Humboldt-Hafens mit einem gezielten Kopfschuss erschossen. Im Wachturm selbst befindet sich eine Dauerausstellung zur Situation an der Grenze zwischen 1961 und 1989. Mit Zeitungsartikeln und vielen privaten Fotos. Jürgen Litfin, Bruder des getöteten, führt heute die Gedenkstätte.

Wir haben Glück: Jürgen Litfin ist da und erzählt emotional von den Ereignissen damals. Wie er davon erfuhr, dass sein Bruder auf der Flucht erschossen wurde, er selbst festgenommen wurde und den Sarg seines Bruders gewaltsam öffnete.

Man merkt wie sehr ihn die Ereignisse von damals noch heute emotional aufwühlen. Auch wir sind sprachlos. Bereitwillig antwortet Litfin auf Fragen unserer Mit-Radler, bis er uns höflich bittet zu gehen.

Diese Radtour auf dem geschichtsträchtigen Weg ist ein Erlebnis, welches uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Infos zu den Fahrradtouren durch Berlin:

  • Die Touren dauert alle ungefähr 3,5 – 4 Stunden und kosten zwischen 19 – 22 Euro.
  • Berlin ist relativ flach und demensprechend sind die Touren nicht sehr anspruchsvoll.

Weitere Fahrradtouren in Berlin die ich empfehle:

berlinonbike_mauer

Berliner Unterwelten – Einblicke in den Untergrund Berlins

Wahre und lebendige Geschichte erlebt man am Besten im Untergrund. Durch die Berliner-Unterwelten Tour erlebten wir eine faszinierende und aufschlussreiche Führung durch die Welt, die unterhalb der Straßen Berlins existiert:

Die 90 Minütige Führung beginnt an einer kleinen unscheinbaren Tür in der Brunnenstraße. Wir müssen viele Treppen hinunterstiegen, gehen durch mehrere Stahltüren und gelangen in einen großen Raum – der Schutzraum. Dieser wurde in den 1980er Jahren für den Fall eines Atomkrieges renoviert. Was uns schockiert: Die Anlage war viel zu leistungsschwach und nie sicher. Im Falle einer Detonation hätte der Bunker einer Rakete nicht standgehalten. Falls doch hätte das schlechte Lüftungssystem für den sicheren Tod gesorgt.

Zum Glück wurden diese Bunker nie gebraucht.

Direkt im U-Bahnhof Gesundbrunnen gehen wir durch eine weitere unscheinbare Tür. Hunderte von Menschen laufen täglich an der grünen Tür vorbei, ohne zu ahnen, dass dahinter ein weiterer sich auf 4 Etagen erstreckender Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg verborgen ist. Berlins Untergrund ist löchrig wie Schweizer Käse!

Die Atmosphäre ist futuristisch, steril und zugleich beengend: dicke weiße Mauern und ebenso dicke Tore aus Stahlbeton sowie die kalten Stahlbeschläge verursachen ein mulmiges Gefühl. Drängelsperren, große Schlafsäle -vollgestellt mit Vierstockbetten. Das Schicksal der Überlebenden eines Atomkrieges wird einem vor Augen geführt.

Zu hören ist nur das Surren der Lüftungsanlagen – damals wohl noch das Dröhnen der Bomber am Himmel und die dumpfen Schläge der Detonationen.

Die Führung zeigt Krankenhausbetten, sanitäre Einrichtungen, Abwasser- und Filtersysteme, Schlafsäle mit eng aneinander stehenden Stockbetten, die Küche mit kompletter Einrichtung und Konservendosen, Bunkeruniformen und Überbleibsel aus dem Krieg (Helme, Knöpf, Kondome…).

Die weitere schockierende Nachricht: Dieser zweite Bunker hätte die Schutzsuchenden nach 14 Tagen automatisch zwangsgeräumt. Nach einem Atomaren Angriff hätte der Bunker das Leben seiner Insassen lediglich um 2 Wochen verlängert und sie anschließend dem sicheren Tod ausgeliefert. Erschreckend.

Die von uns besuchte Tour war Tour 1 da Tour M – Mauerdurchbrüche an diesem Tag schon ausgebucht war. Denn: Hier gibt es keinen Vorverkauft, wer zuerst kommt mahlt zuerst. Außerdem ist keine Kartenzahlung – Nur Barzahlung möglich!

Infos zur Berliner-Unterwelten-Tour:

Die Touren im Überblickt hier ansehen: Berliner Unterwelten Führungen http://berliner-unterwelten.de)

Der Kartenverkauf erfolgt am Tag der Führung am Pavillon neben dem Eingang des U-Bahnhofs Gesundbrunnen (vor „Kaufland“, Ausgang → Humboldthain, Brunnenstraße).

Kontakt: Brunnenstraße 105; 13355 Berlin Wedding; Tel.: 030 – 49910518; E-Mail: [email protected]

Einstige Abhörstation auf dem Teufelsberg

Falls du nicht alleine zum Teufelsberg außerhalb des Zentrums fahren möchtest, solltest du die einstige Abhörstation der US-Armee aus der Zeit des Kalten Krieges mit dieser Tour besuchen. Erfahre alles über die spannende Geschichte dieses Bauwerks und entdecke die größte Street Art-Galerie Europas. Hier ist wirklich jede Ecke voll an Graffitis.

Der Teufelsberg ist mit 120 Metern Berlins zweithöchste Erhebung und für mich ein großes Gelände mit einigen Ruinen und Gebäuden die gerade dabei sind zu verfallen.

Hinweis: Mittlerweile kannst du die einstige Abhörstation nicht mehr auf eigene Faust erkunden! Du musst eine Tour buchen, um auf das Gelände zu gelangen. Es wird bewacht und eine Bewegnung mit dem Wachhund möchtest du nicht haben.

Infos zur Tour

Spree-Fahrt mit dem Boot

Berlin vom Wasser erkunden ist nicht nur ein „Ding“ für Touristen. Auch Berliner begeben sich bei schönem Wetter gerne aufs Boot, um eine Spreefahrt zu unternehmen.

Empfehlen kann ich dir die Brückenfahrt (hier buchen). Auf 23 km gehts auf der Spree und den Landwehrkanal. Die Tour dauert etwa 3,5 Stunden. Du fährst dabei in einem großen Kreis durch die Bezirke Charlottenburg, Moabit, Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten ziehen an dir vorbei: Regierungsviertel, Kanzleramt, Hauptbahnhof, Reichstag, Museumsinsel, der Berliner Dom und das Nikolaiviertel.

In Kreuzberg fahren die Boote unter der bekannten Oberbaumbrücke durch. Dabei kannst du die East-Side-Gallery und am Ufer gegenüber die neuen Kreativ-Zentren betrachten. Im Landwehrkanal gehts entlang prunkvollen Altbauten und vielen Cafés am Ufer. Die Tour wird begleitet durch einen Berliner Kapitän mit der typischen Berliner Schnauze. Langweilig wirds dabei nicht.

Dabei erfuhr ich übrigens, dass es in Berlin mehr Brücken wie in Venedig geben soll! Alleine 63 Brücken durchschiffst du bei dieser Tour.

Infos zur Spree-Fahrt:

  • Die Rundfahrt ist eine „Sternfahrt“ was bedeutet, dass du an verschiedenen Schiffs-Anlegestellen ein- und  – wenn es euch zu lange dauert – wieder aussteigen kannst (wie bei Hop-on Hop-off Bussen).
  • Dauer: ca. 3- 3,5 Stunden
  • Sehenswürdigkeiten die du auf der Tour siehst: Moabit, Hansabrücke, Innenministerium, Schloss Bellevue, Siegessäule, Haus der Kulturen der Welt, Bundeskanzleramt, Moltkebrücke, Reichstagsgebäude, Bahnhof Friedrichstraße, Museumsinsel, Alte Nationalgalerie, Berliner Dom, Fernsehturm, Nikolaiviertel, Mühlendammschleuse, Märkisches Museum, East Side Gallery, Oberbaumbrücke, Treptowers, Oberschleuse, Urbanhafen, Deutsches Technikmuseum, Potsdamer Platz, Staatsbibliothek, Philharmonie, Neue Nationalgalerie, Gemäldegalerie, Shell-Haus, Villa van der Heydt, Bauhaus-Archiv, Zoo, Unterschleuse, Charlottenburger Tor.
  • Preise: Erwachsene: 21 Euro /Kinder: 10,50 Euro
  • Detaillierte Infos: Reederei Riedel
Spree-Fahrt mit Boot Berlin. Oberbaumbrücke Kreuzberg und Fernsehturm.
Spree-Fahrt mit Boot Berlin. Oberbaumbrücke Kreuzberg und Fernsehturm.

Weitere beliebte Spree-Fahrten hier ansehen:

Mit dem Trabi durch Berlin

Für Jüngere unter euch kaum noch bekannt: Die Trabis! Mache eine Tour mit dem Kultauto der DDR und fahre bei einer 75-minütigen Selbstfahrer-Tour mit einem Trabant im Retro-Stil durch Berlin. Folge dem Guide und setze dich ans Steuer deines eigenen Trabi, um die deutsche Hauptstadt auf einzigartige Weise zu erkunden.

Dabei passierst du Sehenswürdigkeiten wie den Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor. Am Ende der Tour erhältst du einen Trabant-Führerschein.

Jüdisches Museum Berlin

Das Museum selbst ist ein architektonisches Meisterwerk von Daniel Libeskind. Das Gebäude ist längst zu einem Wahrzeichen Berlins geworden. Schon lange wollte ich das Museum besuchen und wurde immer wieder von Freunden darauf hingewiesen, dass ich unbedingt die Ausstellung besuchen muss.

15 Jahre nach Eröffnung habe ich es endlich geschafft. Das Museum selbst zeigt als Dauerausstellung über zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte. Von handgeschriebenen Briefen bis zu Alltagsgegenständen, Fotos und Einrichtungsgegenständen. Das Museum ist lebendig und überhaupt nicht langweilig. Schnell vergeht die Zeit und die Geschichten gehen unter die Haut.

Infos zum Jüdischen Museum Berlin:

  • Tickets: Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 3 Euro.
  • Audioguide: Ich empfehle dir, den Audiguide zu nutzen. Sehr informativ und man muss nicht alles selbst nachlesen.
  • Führungen: Jeden Samstag (15 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) finden Führungen statt.
  • Öffnungszeiten: täglich 10 – 20 Uhr, montags bis 22 Uhr.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: U1, U6 Hallesches Tor oder U6 Kochstraße.
  • Webseite

Tipps für die besten Museen in Berlin hier ansehen

Kostenlose Sehenswürdigkeiten und Touren in Berlin

Grenzerfahrungen – Alltag der deutschen Grenzteilung im Tränenpalast

Die kostenlose Dauerausstellung in der einstigen Abfertigungshalle der Grenzkontrolle dient heute als Ausstellungsort. Die Ausstellung „GrenzErfahrungen“ im Tränenpalast zeigt, wie früher Menschen zur Ausreise kontrolliert wurden.

Ältere Berliner erzählen, wie sie am Bahnhof Friedrichstraße nach Ost-Berlin ein- oder von Richtung Westen ausreisten. Die Kabinen zur Kontrolle, Stempel und abgebaute Schilder kannst du hier ansehen. Ich fand den Besuch als Westler aus dem tiefen Süden echt klasse.

Festival of Lights

Einmal im Jahr wird Berlin zur größten Open Air-Galerie der Welt! Dann werden die wichtigsten Wahrzeichen, Bauwerke und Plätze mit bunten Projektionen, magischen 3D-Videoshows und beeindruckenden Lichtinstallationen verstehen.

Die besten Tipps für Berlin im Überblick

Speicher dir diesen Artikel, dann findest du ihn später wieder!

Möchtest du keine Infos mehr verpassen?

Komm‘ in die VIEL UNTERWEGS Community bei Facebook. In dieser geschlossenen Gruppe kannst du dich mit Reiselustigen austauschen.

Folge mir auf FacebookTwitterPinterest und Instagram und abonniere regelmäßig Neuigkeiten per Newsletter oder RSS-Feed.

Reisetagebuch Notizbuch kaufen

Transparenz und Vertrauen: In diesen Post befinden sich Empfehlungs-Links. Das bedeutet für dich: Keine Mehrkosten. Aber: Wenn du über einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen keine Mehrkosten, aber helfen mir, diese Seite zu betreiben und den Blog und meine Arbeit zu unterstützen! Vielen lieben Dank!

6 Kommentare

  • Oh, ja, die Bootstour ist nett. Mache ich auch bei jedem zweiten Berlinbesuch, zumindest die 1-h-Tour, wenn die Zeit reicht aber auch die 3,5h Tour über Spree und Landwehrkanal ;) Kenne die wahrscheinlich schon auswenig… zuletzt die kurze im November *brrrr*

    Untergrundtour klingt nach etwas, was ich im Sommer mal machen will :)

  • Danke für die tollen Ausflugstipps. Die Untergrundtour klingt sehr spannend. Allein die Vorstellung lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Ich glaube, ich muss mal wieder nach Berlin. :-)

    • Danke Mandy! Beim nächsten Besuch möchte ich noch ne andere Unterwelten-Tour machen. Zur ITB war ja leider die Zeit zu knapp. Den gesamten Mauerweg mit dem Rad abfahren hört sich super an. Wenn ich mal länger in Berlin bin ne gute Option.

  • Hallo Katrin,
    ich plane gerade gerade ein verlängertes Wochenende in Berlin und bin dabei auf die Berlin Welcome Card gestoßen. Sie beinhaltet das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmittel und Rabatte für viele Sehenswürdigkeiten. Für 48 Stunden kostet sie 19,90 €. Außerdem sind Kinder bis 14 Jahren umsonst. Wir haben eine Radtour bei Free Berlin reserviert und können mit der Berlin Welcome Card schon 14 € sparen. Vielleicht kann dieser Tipp deinen Lesern helfen.
    Viele Grüße
    Karin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.