Top 10 Sehenswürdigkeiten mit weiteren Tipps für deine Städtereise

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lissabon (mit Tipps für ein Wochenende)

Egal ob Städtetrip oder Portugal Rundreise: An der Hauptstadt Lissabon kommst du nicht vorbei. Die Stadt gilt mit ihren Sehenswürdigkeiten zurecht als eine der schönsten Städte in Europa. Was du bei einem Städtetrip nach Lissabon unbedingt ansehen musst und welche kulinarischen Highlights du probieren musst verraten wir in diesem Artikel.

Lissabon schmeckt nach der Süße von Pastéis de Nata, wird von der Melancholie des Fados getragen und duftet nach Vino Verde. Ein Ort, der jeden Besucher noch mal ganz neu lehrt, was es bedeutet eine Stadt zu Fuß zu erkunden.

Mit Lissabon verbinde ich eine ganz besondere Erinnerung. Es war meine allererste Städtereise und eine, die mich mit damals 15 Jahren so richtig für Städtetrips begeistert hat. Beim 1. Besuch war Portugal noch nicht in der EU, es gab illegale Straßenverkäufe von damals begehrten Jeans, Chucks und anderen Gütern, die vom „Lastwagen“ gefallen sind. Diese Orte hätte ich damals nie gefunden ohne meine Familie, die für mehrere Jahre in Casçais in Portugal gelebt hat.

Seitdem beobachte ich die Entwicklung der Stadt mit großen Bedenken. Lissabon ist nach wie vor arm, es hat sich allerdings gebessert. Was weniger schön zu beobachten ist, ist die Gentrifizierung und das auffällige Verschwinden portugiesischer Restaurants. Wo früher ein tolles Restaurant von Einheimischen war, ist heute eine indische und chinesische Kaschemme. Nicht so toll.

Ich habe die wichtigsten Lissabon Sehenswürdigkeiten erneut besucht und die Stadt erkundet. Neben vielen persönlichen Eindrücken verrate ich dir alles zu den Top-Attraktionen.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lissabon (mit Tipps für ein Wochenende) 1

Top Sehenswürdigkeiten in Lissabon

Lissabon bietet zahlreiche Highlights. Die bekannte gelbe Tram 28, Torre de Belém, Castelo de São Jorge. Die Sehenswürdigkeiten aufzulisten ist schwer, denn die Stadt hat viel mehr zu bieten. Daher zeigen wir dir die schönsten Attraktionen und verraten unsere Geheimtipps. Begib dich in die verwinkelten Gassen der Altstadt und erlebe selbst, was die Faszination für Lissabon ausmacht.

Diese Sehenswürdigkeiten musst du in Lissabon gesehen haben:

  1. Castelo de São Jorge
  2. Torre de Belém
  3. Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymitenkloster)
  4. Alfama, das älteste Viertel in Lissabon
  5. Die alte Tram Nr. 28

Die wichtigste Frage vorab: Wie erkundest du die Lissabon Sehenswürdigkeiten am besten?

Es gibt nur eine Antwort: Zu Fuß. Falls deine Energie nicht mehr ausreicht, kannst du mit einer der Straßenbahn (natürlich auch der Touri-Bahn und selbst Sehenswürdigkeit in Lissabon Tram 28E) fahren oder die Standseilbahn nutzen.

Um dir einen Überblick und eine erste Orientierung über die Stadt zu geben, solltest du einen der vielen Miradouros (Aussichtspunkte) ansteuern. Die Aussichten auf Lissabon sind alle wunderschön. Am Ende des Artikels zeige ich dir meine liebsten Aussichtspunkte auf Lissabon. Such dir aus, welcher dir gefällt und verrate es mir nach deiner Reise am Ende des Artikels als Kommentar.

Hier sind die wichtigsten Lissabon Sehenswürdigkeiten für deine Städtereise. Dazu gibts unsere besten Tipps von der Anreise zur Unterkunft und der besten Zeit für einen Besuch.

Stadtführung durch Lissabon

Ich hatte wirklich das große Glück, dass ein Teil meiner Familie lange Zeit in Lissabon / Casçais gelebt hat. Ich habe das „alte“ und „ursprüngliche“ Lissabon noch kennenlernen dürfen. Echt und authentisch ohne Gentrifizierung. Hannah hat es erst zum 1. Mal nach Lissabon gereicht, als die Entwicklung schon weit fortgeschritten war (2019). Daher ist dieser Artikel eine Gemeinschaftsproduktion mit unseren Eindrücken.

Ich durfte dadurch einige Lissabon Sehenswürdigkeiten erleben, als Portugal noch kein EU-Mitglied war und dank Familie alles aus erster Hand erfahren konnte. Hannah musste die Highlights alleine erkunden und hat sich daher eine Stadtführung mit Einheimischen gebucht. Denn der Guide hat ein paar versteckte Orte beim Spaziergang gezeigt, die Hannah alleine nie gefunden hätte.

Daher empfehlen wir dir eine Stadtführung mit einem Einheimischen Reiseführer zu buchen.

Diese Touren habe ich erlebt und kann sie empfehlen:

Lissabon Stadtplan mit Sehenswürdigkeiten

Wer all unsere Tipps und Sehenswürdigkeiten gerne auf einen Blick haben möchte, sollte sich unsere Lissabon Karte herunter laden. Einfach die Karte sofort kostenlos offline auf dem Handy speichern und du bist bestens ausgerüstet.

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Alfama: Altstadt und ältester Stadtteil Lissabons

Die Alfama ist der älteste Stadtteil, denn hier hat das große Erdbeben von 1755 kaum Schäden angerichtet. Daher sind die Häuser hier besonders alt, die Gassen entsprechend eng und verwinkelt. In diesem Viertel fährt die bekannte Eléctrico 28, die gelbe Tram, die viele Postkarten Lissabons ziert.

Starte deine Tour am besten hier und lass dich treiben. Der Charme des „alten Lissabon“ ist hier trotz Gentrifizierung noch an vielen Ecken zu spüren.

Wundere dich nicht, dass die Alfama recht hügelig ist. Es geht immer wieder über Kopfsteinpflaster bergauf und wieder hinab.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Alfama sind die Kathedrale Sé Patriarcal und das Castelo de São Jorge. Auch die Aussichtspunkte auf die Altstadt hinab findest du natürlich hier. Schaue weiter unten unter Die schönsten Aussichtspunkte Lissabons, da habe ich alle beschrieben.

Ausblick von Alfama auf Lissabon, Tejo und die Brücke
Ausblick von Alfama auf Lissabon, Tejo und die Brücke

Castelo de São Jorge

Das Schloss ist von Montag bis Sonntag geöffnet, allerdings musst du am Einlass mit langen Wartezeiten rechnen, da das Castelo eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Lissabons ist. Die besten Chancen auf einen schnellen Einlass hast du morgens gegen 9 Uhr, wenn die Anlage aufgeschlossen wird.

Die mittelalterliche Festungsanlage Castelo de São Jorge liegt auf einem steilen Hügel oberhalb der Alfama und thront regelrecht über Lissabon. Nimm den steilen Anstieg in Angriff, und erreiche diesen Aussichtspunkt. Es lohnt sich wirklich, da die Festungsmauer begehbar ist. Als ich das erste Mal in Lissabon war, war dies mein erster Anlaufpunkt, den meine dort lebende Familie mir zeigte. Ich verspreche dir: Der Ausblick ist fantastisch und hat mich sehr beeindruckt. Für mich einer der schönsten Aussichten auf Lissabon und Tejo.

An Online-Tickets ohne Wartezeiten gelangst du nur über Umwege. Zum Beispiel, indem du an einer Get-Your-Guide-Tour teilnimmst. Bei dieser handelt es sich allerdings nur um eine 15-minütige Einweisung außerhalb der Festungsmauern. Dafür erhältst du anschließend gleich deine Eintrittskarte. Alternativ musst du dein Ticket vor Ort kaufen, dann musst du allerdings die Wartezeiten in Kauf nehmen.

⚠️ Wenn du schon am Castelo bist, solltest du den kurzen Weg zum Miradouro da Graça gehen. Der Platz am Aussichtspunkt ist bei jungen Leuten am Abend sehr beliebt. Besonders zum Sonnenuntergang ein toller Ort.

Information zum Besuch

  • Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 21 Uhr, außer Sonntags nur bis 13 Uhr
  • Eintritt ins Castelo de São Jorge: Erwachsene 10 € und Schüler 5 €. Für Kinder unter zehn Jahren ist der Eintritt frei. Lange Warteschlangen, daher rate ich dir, bei Get Your Guide eine Ticket ohne Anstehen zu buchen, um direkt das Ticket zu erhalten und nicht an der Schlange an der Kasse anstehen zu müssen.
  • So kommst du hin: Entweder zu Fuß (mein Tipp), alternativ mit der historischen Straßenbahn 28E oder dem Bus Nr. 737

Straßenbahn Linie Nr. 28

Die klapprige, senfgelben Straßenbahn sind eines der bekanntesten Symbole und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Lissabons. Diese antiken Elektrobahnen gehören zu den am meistfotografierten Motiven und quietschen seit über 100 Jahren durch die Stadt.

Seit 1901 gibt es die Straßenbahn in Lissabon. Die bekannteste Linie ist die Nr. 28. Sie gilt als günstige Alternative zum Hop-On Hop-Off Bus und ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Also ich damals mit der Bahn gefahren bin, habe ich mich direkt morgens um 7 Uhr für die erste Fahrt angestellt. Schon auf der Hälfte der Strecke war die Bahn sehr gut gefüllt. Zu späterer Stunde habe ich gesehen, wie die Bahnen schon teilweise Fahrgäste an den Haltestellen stehen lassen musste.

Auch wenn es dir viele Touristen gleich tun werden, ich kann eine Fahrt mit der Bahn nur empfehlen. Es ist wirklich einmalig wie sich die alten Waggons den Berg hinauf bemühen. Manchmal sind die Straßen so eng, dass du (wenn du die Hand aus dem Fenster strecken würdest) die Häuserwände berühren könntest.

Wer nur eine Fahrt mit der Straßenbahn plant, kauft sich am besten einen Einzelfahrschein beim Fahrer. Für alle die häufiger fahren möchten, lohnt es sich eine Viva Card vorab am Automaten zu kaufen. Diese kostet 0,50 Euro und kann mit Geld aufgeladen werden. Die erste Haltestelle der Linie Nr. 28 ist Martim Moniz.

Achtung: in den Bahnen wird häufig geklaut. Passe gut auf deine Wertsachen auf, sodass du nicht Opfer von Taschendieben wirst.

Praça do Comércio

Der größte Platz Lissabons liegt direkt am Tejo, angrenzend zum Stadtteil Pombaline Baixa. Der Praça do Comércio, allgemein bekannt als Terreiro do Paço, war der Standort des Königlichen Ribeira-Palastes. Leider fiel er dem große Erdbeben von 1755 zum Opfer.

Seit dem Wiederaufbau besteht er aus traditionell bemalten Gebäuden, welche die drei Seiten des Platzes säumen, einer grandiosen Statue von König José I. in der Mitte und dem triumphalen Bogen der Rua Augusta (Arco Triunfal da Rua Augusta). Dieser befindet sich am Eingang zum Platz. Eine Durchgangsstraße verbindet den Praça do Comércio mit dem Platz Pedro IV (Rossio).

Der Platz steht sinnbildlich für den Wiederaufbau Lissabons nach dem großen Erdbeben 1755, welches fast die ganze Stadt zerstört hat.

Bairro Alto

Bairro Alto, was so viel heißt wie „Oberes Stadtviertel“, hat einen ganz eigenen Flair und ist eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art. Es ist eines der ältesten Viertel in Lissabon, trotzdem hat es sich zum Hipster Viertel gemausert. In Bairro Alto lebt eine wunderbare Mischung aus älteren Generationen, die seit Jahren hier sesshaft ist und einer jüngeren Generation von Künstlern und Kreativen. Es ist bunt.

Tagsüber geht es hier relativ ruhig zu, aber in den späten Abendstunden verwandelt sich das Viertel zum Zentrum des Nachtlebens. Hinter den bunten und mit Graffiti und Street Art übersäten Fassaden verbergen sich eine Vielzahl an Restaurants, Bars und kleinen Geschäften. Diese kannst du bis spät in die Nacht entdecken. Geschlossen wird hier erst zu später Stunde.

Seit 2013 ist Bairro Alto übrigens autofrei. Einfach perfekt um entspannt zu Fuß durch die Straßen zu schlendern. Entdeckt ohne Zeitdruck die vielen kleinen Gassen und lass dich einfach treiben. Ein kleiner Galão in einem der zahlreichen Cafés macht müde Beine wieder munter.

Belém

Belém ist einer der ältesten Vororte von Lissabon. Er liegt etwas außerhalb der Innenstadt. Vor allem in der portugiesischen Seefahrt spielt Belém eine tragende Rolle. Die ehemalige Stadt Restelo, aus der sich Belém entwickelt hat, war die Heimat des Hafens. Hier legten die Schiffe der Seefahrer nach ihren Reisen wieder an. 1516 wurde der Leuchtturm „Torre de Belém“, auf Geheiß in der Mündung des Tejo erbaut. Dieser sollte die Seefahrer nach ihrer Rückkehr willkommen heißen.

Weiteres Highlight in Belém ist die Traditionsbäckerei Pastéis de Belém. Geburtsort der berühmten Pastéis de Nata. Wo genau du diese Bäckerei findest, kannst du weiter unter unter „Lissbabon kulinarisch entdecken“ nachlesen.

Torre de Belém

Bis heute zieht Belém noch viele Touristen an. Die meisten kommen, um den Torre de Belém zu sehen oder eines der leckeren Restaurants zu besuchen. Das Wahrzeichen Lissabons und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist der Torre de Belém. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Touristen aus diesem Grund nach Belém kommen.

Der 35 Meter hohe Turm wurde 1521 als Leuchtturm und Wachturm erbaut, als Portugal noch eine mächtige Seemacht war. Er begrüßte ankommende Schiffe und ist nach wie vor eines der ersten Bauwerke das du erblickst, wenn du mit dem Schiff nach Lissabon fährst.

Auf der anderen Seite des Tejo stand einst ein zweiter Wachturm, sodass feindliche Schiffe ins Kreuzfeuer genommen werden konnten. Dieser Turm wurde durch das große Erdbeben 1755 zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Der Torre de Belém ist auf einer kleinen Insel des Tejos erbaut. Durch den Bau einer Brücke ist er jetzt zu Fuß erreichbar. Der Turm ist einer der wenigen Bauten, der das Erdbeben überstand.

  • So kommst du hin: Am schnellsten mit der Metro bis zur Belém Station. Ansonsten fahren auch Busse und die Tram nach Belém.
  • Achtung: montags ist der Turm geschlossen

Padrão dos Descobrimentos – Entdeckerdenkmal

Das gigantische Denkmal am Ufer des Tejo kannst du nicht übersehen. Wenn du am Torre de Belém bist, solltest du den kurzen Fußweg zum Denkmal gehen. Im zweiten Stock gibg es eine Treppe zum Aussichtspunkt für eine tolle Sicht auf Lissabon, Tejo und Cristostatue.

Auf dem Boden vor dem Denkmal ist ein riesiges Moasaik das eine Windrose zeigt. Der Durchmesser misst 50 Meter und war ein Geschenk Südafrikas. Die Weltkarte in der Mitte zeigt die Route der portugiesischen Entdecker im 15. und 16. Jahrhundert.

Padrão dos Descobrimentos Lissabon Denkmal
Padrão dos Descobrimentos

Sehenswürdigkeiten in Baixa

Das Viertel Baixa markiert das Zentrum Lissabons und wird auch „untere Stadt“ genannt. Im Gegensatz zu Alfama wurde Baixa beim großen Erdbeben komplett zerstört. Daher sind die Straßen hier symmetrisch angeordnet und nicht so verwinkelt wie in der Altstadt. In Baixa tummeln sich auch die meisten Touristen und es gibt tolle Gebäude im neoklassischen Stil zu betrachten. Pack deine Kamera aus!

Gehe die Fußgängerzone entlang und erkunde die vielen alten Läden und Konditoreien. Falls du einfach flanieren und shoppen möchtest, bist du in Baixa auch genau richtig. Wundere dich nicht, dass die Tram 28 hier manchmal haarscharf an Autos entlangfährt. An manchen Ecken ist es doch recht eng.

Elevador de Santa Justa

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen und Sehenswürdigkeiten ist der Elevador de Santa Justa. Der eiserne Aufzug liegt Mitten in der Stadt und verbindet die Stadtteile Bairro Alto (Oberstadt) und Baixa (Unterstatz). Der Aufzug wurde 1902 eröffnet und vom Architekt Raoul Mesnier du Ponsard – ehemaliger Schüler von Gustave Eiffel – entworfen.

Von oben auf 45 m Höhe hast du eine 360° Aussicht über Lissabon. Allerdings muss dir klar sein, dass hier eine Menge los ist und du diesen Anblick nicht alleine genießen kannst.

Einheimische meiden den Aufzug und seine Plattform, denn vor dem Aufzug bilden sich regelmäßig lange Schlangen. Wenn du einen ungestörten Blick über Lissabon genießen möchtest, solltest du eher einen der anderen Aussichtspunkte anvisieren (Tipps findest du weiter unten).

  • Kosten pro Fahrt, 5,30 Euro, mit der Lisboa Card kostenlos

Unser Tipp: Fahre von oben nach unten, nicht andersherum. Um Wartezeit zu sparen, solltest du die Aussichtsplattform über den Stadtteil Bairro Alto (Oberstadt) betreten.

Elevador de Santa Justa
Eines der beliebtesten Ziele in Lissabon, der Elevador de Santa Justa.

Rossio – Praça Dom Petro IV

Der Rossio ist ein zentraler Platz am Bahnhof. Hier laufen alle wichtigen Verkehrsnetze zusammen (auch die Züge nach Sintra und Casçais fahren hier ab). Besonders schön ist der weitläufige Platz mit seinen beiden Brunnen und der großen Bronzestatue in der Mitte von König Pedro IV. Auf dem Boden siehst du ein tolles Beispiel der sogenannten Calçada – der typisch portugiesischen Mosaiken.

Toller Platz in Baixa (Lissabon): Rossio - Praça Dom Petro IV
Toller Platz in Baixa: Rossio – Praça Dom Petro IV

Convento do Carmo Kloster-Ruine

Inmitten der Baixa befindet sich die Kloster-Ruine Convento do Carmo. Die einst so prächtige Kathedrale wurde wie so viele Bauwerke vom Erdbeben zerstört. Die Restaurierung wurde nie so richtig gestartet und so entstand diese Ruine.

Auch, wenn sie nicht zum absoluten Must-See in Lissabon gehört finden wir diesen Ort so ziemlich cool und spannend. Wir mögen Ruinen und verlassene Gebäude gerne.

Zur Ruine gehört das Archäologische Museum von Carmo. Es umfasst Artefakrte und Werke von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart.

Lissabon kulinarisch entdecken: Klassiker & Tipps

Was wäre ein Städtetrip, ohne die Stadt kulinarisch zu entdecken? Für uns kein richtiger. Um die besten Restaurants zu finden und die Klassiker zu probieren empfehlen wir, an einer Food Tour in Lissabon teilzunehmen.

Geburtsort der Original Pastéis de Belém (auch Pastéis de Nata)

Besonders berühmt sind die Original Pastéis de Belém oder auch Pastéis de Nata genannt. In Belém wurden die leckeren Törtchen erfunden, die du heute an jeder Ecke von Portugal bekommst. Fun Fact: Nur fünf Männer kennen das Originalrezept der Bäckerei. Es gibt keine Abschrift, damit es nicht gestohlen werden kann. Um das Rezept zu schützen, reisen die Eingeweihten niemals zusammen.

Wenn du eine Pastel de Belém vor Ort in der Original Bäckerei ergattern möchtest, musst du mit sehr viel Wartezeit rechnen. An gut besuchten Tagen ist die Schlange einige Meter lang.

Nach Belém kannst du entweder mit der Bahn fahren (ca. 40 min) oder du spazierst die 8 km am Ufer des Tejo entlang.

Die süßeste Sünde Portugals: Pastéis de Nata.
Die süßeste Sünde Portugals: Pastéis de Nata.

Bacalhau

Bacalhau ist ein absoluter Klassiker der portugiesischen Küche. Er gehört zu den bekanntesten Nationalgerichten Portugals. Seine Beliebtheit geht bis in das Zeitalter der Entdecker zurück. In eine Zeit als portugiesische Seeleute die Welt bereisten und sich manchmal monatelang auf See nur von Fisch ernährten.

Der Kabeljau wird allerdings nicht an der Küste von Portugal gefangen. Meist wird er importiert aus den kälteren Gewässern in der Nähe von Norwegen, Island und Neufundland. Der Begriff Bacalhau bezieht sich immer auf getrockneten und gesalzenen Kabeljau, während frischer Kabeljau als Bacalhau-Fresco bezeichnet wird.

Den besten Bacalhau bekommt ihr immer auf einem der zahlreichen Märkte Lissabons. Aber auch in vielen einfachen Restaurants steht er auf der Karte. Am besten schmeckt er einfach mit etwas Brot und einem Glas wein. Einfach aber lecker.

Bacalhau beliebtes Gericht der portugiesischen Küche.
Bacalhau, der Klassiker der portugiesischen Küche.

Weitere Highlights

Die Architektur Lissabons

Während ich die Fotos meiner Speicherkarten und auf dem Handy ansehe, fällt mir eins besonders auf. Noch nie habe ich so viele Details, Türen und Häuser fotografiert in einer Stadt.

Egal in welchem Stadtteil ich unterwegs war, überall ist der ehemalige Reichtum der Stadt noch zu spüren. Leider werden sind nicht alle Gebäude in einem richtig guten Zustand. Trotzdem geben sich die Einwohner Lissabons sehr viel Mühe, ihre mit Malerei und Mosaik verzierten Häuser so gut es geht in Schuss zu halten.

Nimm dir viel Zeit und zieh vor allem bequeme Schuhe an, um die Architektur und Baukunst Lissabons zu Fuß zu erkunden.

Fado – typisch portugiesische Musik

Lissabon gilt als Hauptstadt des Fado. Fado ist mehr als typisch portugiesische Musik. Er ist ein Ausdruck des typischen Lebensgefühls namens „Saudade“. Im Fado werden die Sorgen, die Träume, Ängste und das Leben der Portugiesen besungen. Für Saudade gibt es übrigens keine wortwörtliche Übersetzung, man kann es als eine Art Weltschmerz, unerfüllte Sehnsucht oder sanfte Melancholie bezeichnen. Seit 2011 ist Fado immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO.

In Lissabon wird oft noch der traditionelle Fado gelebt. Eine Sängerin oder Sänger wird von zwei Gitarristen begleitet. Mehr Unterstützung brauchen die schwermütigen Songs nicht. Wer Fado live genießen möchte, kann aus einer Vielzahl an Lokalen vor allem in den Stadtteilen Bairro Alto und Alfama auswählen. Vor den Lokalen findest du Aufsteller und Plakate, die Live Musik ankündigen. Einfach dazu setzen und genießen.

Wer noch mehr über den Fado und seine Entstehungsgeschichte erfahren möchte, kann dem Museu do Fado einen Besuch abstatten. Neben einer Dauerausstellung gibt es hier ein wechselndes Programm, welches auch Konzerte beinhaltet.

Fado Sehenswürdigkeiten Lissabon
Auch in der Street Art wird der Fado als Motiv gerne aufgegriffen.

Die schönsten Aussichtspunkte

Miradouro da Graça

Der Miradouro da Garça ist eine Oase in den Gassen Alfamas. Auf dem Platz sitzt ihr geschützt von Bäumen mit Blick über Lissabon. Du kannst von hier aus auch Castelo de São Jorge sehen. Besonders bei jungen Menschen ist dieser Platz für abendliche Stunden beliebt. Misch dich unters Volk und genieße zusammen mit den Locals den Sonnenuntergang.

Basílica da Estrela

Ein Geheimtipp für eine wunderbare Aussicht über Lissabon ist die Basílica da Estrela. Mit der Straßenbahn Linie 28 fährst du den Berg hinauf bis zur Haltestelle Estrela. Dort findest du eine wunderschöne Kirche. Sie gehört zu meist verziertesten Gotteshäusern in Lissabon. Die wenigsten Touristen wählen diese Aussichtspunkt für ihren Blick über die Dächer von Lissabon. Der Eintritt zum Turm kostet 4 Euro.

Miradouro de Santa Catarina

Miradouro de Santa Catarina ist der Tipp für alle, die einen unvergesslichen Sonnenuntergang über Lissabon genießen möchten. Abends treffen sich hier die Menschen mit Music, Bier und Freunden und schauen zusammen über die Dächer die Stadt wenn die Sonne untergeht. Im Café Noobai kannst du dich vor Ort verpflegen. Die traumhafte Aussicht gibt es kostenlos.

Largo das Portas do Sol

Largo das Portas do Sol steht für das Tor der Sonne. Unter dem ursprünglichen maurischen Tor liegt ein freier Blick auf das komplizierte Labyrinth der engen Gassen von Alfama und den Tejo. Du sitzt quasi auf deinem eigenen Balkon mit Blick über die Stadt. Einer der besten Tipps die wir bekommen haben.

Miradouro do Monte Agudo

Die vielleicht schönste Aussicht in Lissabon auf die Alfama, Ponte 25 de Abril und Burg hast du vom Miradouro do Monte Agudo.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lissabon (mit Tipps für ein Wochenende) 7
Miradouro do Monte Agudo

Nützliche Reisetipps für Lissabon

Infos zur Stadt

Lissabon ist die Hauptstadt von Portugal und gleichnamigen Landes-Regierungsbezirks Distrikt Lissabon. Sie trägt den Beinamen Stadt der sieben Hügel (portugiesisch: cidade das sete colinas). Mit rund 600.000 Einwohnern auch die größte Stadt Portugals. Die Stadt wurde bereits 1200 v. Chr. von Phöniziern gegründet und trägt somit den Titel als älteste Stadt Westeuropas.

Im Jahr 1755 gab es ein schweres Erdbeben, das die Stadt fast komplett zerstörte. Nur wenige Bauwerke wurden verschont.

Besonders berühmt ist Lissabon für die Bauwerke im Manuelinischen Stil, der sehr prunkvoll ist. Besonders an den beiden Bauwerken Hieronymitenkloster (Mosteiro dos Jerónimos) und dem Torre de Belém kannst du diesen Architektustil des 16. Jahrhunderts ansehen.

Wie lange braucht man, um Lissabon zu entdecken?

Für die Innenstadt und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltest du drei Tage einplanen. Falls du einen Ausflug nach Sintra, Casçais oder Cabo da Roca unternehmen möchtest, solltest du mindestens 5 – 7 Tage für Lissabon und Umgebung einplanen.

Wenn du nur ein Wochenende Zeit hast, solltest du (wie oben empfohlen) an einer Stadtführung teilnehmen. Somit erfährst du das Wichtigste in Kürze und kannst trotzdem halbwegs entspannt deine Auszeit genießen. Bleibe einfach so lange, wie es dir möglich ist und komme einfach wieder zurück.

Tipp: Geld sparen mit der Lisboar Card

Für eine Stadt wie Lissabon empfehlen wir Sightseeing Pässe. Dieser heißt hier Lisboa Card.

Fragst du dich, ob sich die Lisboa Card lohnt? Oh ja, du kannst damit viel Geld und Zeit sparen. Die CityCard kostet für 1 Tag 20 Euro und enthält wichtige Sehenswürdigkeiten. Alles über die Lisboa Card als CityPass haben wir hier aufgeschrieben.

Die Vorteile des CityPass liegen auf der Hand:

  • Einmal bezahlen, kostenlos vor Orte mit dem öffentlichen Verkehr fahren und Attraktionen besuchen, ohne nachzurechnen, ob das Budget ausreicht.
  • Warteschlangen umgehen mit einem speziellen Eingang (Fast Track)
  • Rabatte in teilnehmenden Restautants und Shops
  • Die Lisboa Card gibt es für 1, 2 oder 3 Tage

Hotel-Tipp

In Lissabon hast du die Wahl zwischen Wohnung (Airbnb) oder einem Hotel. Hast du keine Lust, dich morgens schon auf die Suche nach einem Café zum Frühstücken zu machen, lohnt sich ein Hotel mit Frühstück.

Ich buche gerne Wohnungen bei Airbnb, habe aber auch schon in Hotels gewohnt, da ein Teil meiner Familie vor vielen Jahren mehrere Jahre in Cascais gelebt hat.

Hotel-Tipp für Lissabon

Du magst kleine Boutique Hotels mit hübschem Design und dem gewissen etwas? Dann ist das Urbano FLH Hotels Lisboa genau das Richtige für dich. Das Hotel liegt direkt in Alfama Altstadt. Von hier aus kannst du alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen. Die Zimmer sind eher klein, aber wer möchte schon in Lissabon im Zimmer verbringen, die Stadt hat so viel zu bieten.

Airbnb Plus Ferienwohnung in Lissabon

Mit den Plus Angeboten von AirBnb haben wir bisher immer hervorragende Erfahrungen gemacht. Die Apartments sind immer unglaublich hübsch eingerichtet, die Lage perfekt, um die Stadt zu erkunden. Schau dir diese tolle Wohnung in der Innenstadt von Lissabon an. Mein Tipp, wenn du eher auf eine private Unterkunft wert legst.

Günstiges Hostel in Lissabon

Für alle mit kleinerem Reisegeldbeutel ist ein Hostel die beste Wahl um möglichst günstig zu übernachten. Das Yes Lisbon Hostel macht einen sympathischen Eindruck. Du kannst zwischen Schlafsälen und privaten Zimmer wählen. Buche frühzeitig, die Zimmer sind schnell vergriffen.

Diese Reiseführer können wir für Lissabon empfehlen

Für Lissabon gibt es einige gute Reiseführer. Hier kommen unsere Empfehlungen:

Falls du eine Rundreise in Portugal machst, solltest du dir diese Reiseführer ansehen:

  • Portugal Lonely Planet: Der Lonely Planet hat viele nützliche und tolle Tipps. Leider wird der Guide in zig Sprachen übersetzt, dass du an den Orten so gut wie nie alleine sein wirst.
  • Wild Guide Portugal: Magische Orte, versteckte Strände und das süße Leben: Ziemlich genialer Reiseführer mit tollen Tipps in der Natur

Fazit zum Städtetrip

Obwohl Lissabon in den letzten Jahren einem wahren Touristen Boom verfallen ist und immer mehr gentrifiziert wird, lohnt es sich, dieser Stadt einen Besuch abzustatten. Mittlerweile verschwinden immer mehr traditionelle Lokale und das Stadtbild wandelt sich stetig.

Wer Lissabon und seine Sehenswürdigkeiten noch in seiner ursprünglichen Version kennenlernen möchte, sollte sich schleunigst auf den Weg machen. Noch ist es nicht ganz zu spät.

Warst du schon in Lissabon? Was war dein persönliches Highlight und was die schönsten Orte und Ecken? Schreibe gerne in die Kommentare, was wir bei unserer nächsten Reise unbedingt unternehmen sollten.

Weitere Tipps und nützliche Artikel für Lissabon

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