Uganda: Reiseberichte & Erfahrung für Rundreisen auf eigene Faust

Uganda fasziniert und fordert zugleich. Vor allem als Selbstfahrer wirst du je nach Jahreszeit an deine Grenzen kommen, was die Straßenverhältnisse angeht. Wobei Straße vielleicht zu hoch gegriffen ist, Pisten wäre der treffende Begriff.

Trotzdem hat mich das Land und die Menschen begeistert. In Uganda trifft ostafrikanische Savanne auf westafrikanischen Urwald. Es gibt den weißen Nil, Regenwälder und sogar Löwen, die in Bäume klettern.

Das Highlight ist natürlich das Gorilla-Trekking sowie die Suche nach Schimpansen oder Baumlöwen. Die Schimpansen verstecken sich bei meinem Besuch in der Savanne und erinnert uns daran, dass wir eben nicht im Zoo sind. Dafür hatte Chris mehr Glück und konnte die komplette Bandbreite der Tiere Ugandas erleben.

Außer diesen Highlights gibt es aber viel mehr schöne Orte zu entdecken. Egal, ob die wuselige Hauptstadt Kampala, Entebbe am Victoria See, der Murchison Falls Nationalpark, Queen Elizabeth Nationalpark mit den Baumlöwen im Ishasha Sektor oder eben der Bwindi Impenetrable Forest und den Gorillas.

Ganz besonders sind auch die Menschen. Ganz gleich, wo wir waren. Wir wurden überall mit offenen Armen empfangen. Uganda, ich liebe dich!

Alle Reiseberichte für Uganda

Uganda Reisetipps

Hier findest du ein paar der wichtigsten Reisetipps für Uganda im Überblick. Wie du eine Reise nach Uganda (und Ruanda) planst und was du beachten musst, habe ich hier aufgeschrieben.

Beste Reisezeit für Uganda

Zuerst die gute Nachricht: Du kannst das ganze Jahr nach Uganda reisen. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit. Hauptsaison ist von Dezember – Februar und Juni – August. Die große Regenzeit ist im März und April, die kleine im November.

Klima in Uganda

Uganda liegt am Äquator und somit herrscht Äquatorialklima. Zwei Trockenzeiten (Dezember – Februar und Juni – August) bestimmen somit die Hauptreisezeit. Kältester Monat ist der Juli (Tagestemperatur um die 24° C). Zur Regenzeit gibt es in der Region des Victoriasees und in den Bergen im Westen und Südwesten Ugandas die meisten Regenfälle.

Trotz Lage am Äquator sind Regionen Aufgrund ihrer Höhenlage (Bwindi, Rwenzori-Gebirge) relativ kühl. Die Temperaturen in einigen Landesteilen trotz der Nähe zum Äquator verhältnismäßig niedrig u C fallen. Die durchschnittliche Temperatur in Kampala liegt zwischen 22 °C im Januar und 20 °C im Juli.

Als wir Einheimische nach der besten Reisezeit fragten, rieten sie uns überwiegend zum April. Trotz großer Regenzeit.

Es hat Vorteile zu den Regenzeiten zu reisen (normalerweise, wenn kein Covid die Reisen beeinflusst): Die Gorilla Genehmigungen sind in Uganda viel günstiger, auch die Unterkünfte und Mietwagenverleihfirmen bieten dir teilweise großzügige Rabatte an.

Einen Besuch bei den Gorillas zur Regenzeit?

Für den Besuch bei den Gorillas in den Nebelwäldern bedeutet dies nicht, dass außerhalb der Regenzeit kein Regen vorkommt. Denn sowohl der Bwindi Nationalpark ist ein Regenwald. Hier regnet es regelmäßig, eigentlich täglich. Zur Regenzeit sind die Bergtouren, Waldwanderungen und Gorilla Trackings anspruchsvoller, matschiger und somit rutschiger als sie sowieso schon sind.

Während unseres Gorilla Trackings in Bwindi hat es wie aus Eimern geschüttet. Nachdem die Gorillas an einem undurchdringlichen steilen Abhang gesichtet wurden war dies für uns nicht nur eine äußerst nasse sondern auch rutschige Angelegenheit. Die Gorillas konnten wir zwischen dichtem Geäst kaum ausmachen. Sie waren genauso wenig wie wir vom Regen begeistert und ständig in Bewegung. Daher haben wir hier kaum Gorillas gesehen.

Wie lange für Uganda einplanen?

Ideal hast du mindestens 10 – 14 Tage Zeit. Die Highlights kannst du dann mit viel Fahrerei erkunden. Ich war 4 Wochen in Uganda und Ruanda. Den Reisebericht mit Route kannst du hier ansehen.

Was kostet ein Gorilla Permit?

Ab dem 1. Juli 2021 werden im Bwindi-Nationalpark und im Mgahinga-Nationalpark das ganze Jahr über ohne Rabatte in der Nebensaison alle Genehmigungen für Uganda-Gorillas für 700 USD pro Genehmigung an Touristen verkauft. Mehr Informationen hier ansehen. Zum Vergleich: In Ruanda kosten Permits um die 750 – 1500 US-Dollar.

Hinweis: Die Preise für Gorilla Permits steigen Jahr für Jahr. Daher bitte die offizielle Webseite ansehen.

Bitte lies dir meinen Erfahrungsbericht zum Gorilla Trekking im Bwindi Nationalpark durch, damit du weißt, worauf du achten musst.

Anreise nach Uganda

Mit Turkish Airways gelangst du über Istanbul nach Entebbe. Es jagt uns eine ordentliche Gänsehaut ein, auf den Rollfeldern des Flughafens zu landen; die mutige Geisel-Rettungsaktion in den 70er-Jahren wirkt auf einmal sehr nah. Sowohl Chris als auch ich (Katrin) sind bei unseren Uganda Reisen mit Turkish Airlines über Istanbul nach Entebbe geflogen. Der Flug ist ideal, die Airline sehr zuverlässig.

Geld und Währung

Man zahlt entweder mit Ugandischen Schillingen oder US-Dollar. Bei letzteren sollte man darauf achten, nur neue und einigermaßen intakte Scheine (ab 2006 – aber das variiert, unbedingt vorher checken) mitzuführen. ATMs sind gerade in ländlichen Gebieten rar gesät, deshalb ruhig ein wenig mehr Bargeld einpacken.

2021 sind die besten Kreditkarten die VISA Card der DKB Bank (als Aktivkunde) und die GenialCard der Hanseatic Bank. Mit diesen Karten kannst du kostenlos Geld an Automaten abheben und vor Ort bezahlen, ohne Auslandsgebühren im Ausland in Fremdwährungen zu bezahlen!

Mein Tipp für ein nachhaltiges Konto ist die Tomorrow Bank. Diese Kreditkarte nutze ich gerne in Deutschland und Europa (Apple Pay funktioniert ebenfalls damit).

Herumreisen im Land

Ein Mietwagen oder ein Wagen mit Fahrer sind die besten Möglichkeiten, um im Land herzukommen. Die Fahrtzeiten sind lang, die Straßen sehr schlecht – unbedingt genug Zeit einplanen.

Schaut in Katrins Reisebericht für Uganda. Sie war in Uganda mit dem Auto unterwegs. Tipps zum Autofahren in Uganda findest du hier.

Essen und Trinken

Die Küche Ugandas ist von englischen, indischen und arabischen Gerichten beeinflusst. Die wichtigsten Zutaten sind Kochbananen, Bohnen, Mais, Erdnüsse, Hirse und Fleisch (vor allem Hühnchen). Bekannt ist matoka (Banananbrei), Chapati (fritiertes Fladenbrot), Samosas (Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen) und Rolex, ein Chapati mit Omlette und Gemüse gefühllt.

Das Nationalgetränk ist Waragi, eine Gin-Art aus Bananen. Ich rate dir, die Finger davonzulassen. Es schmeckt nicht und ist manchmal gepanscht.

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