Eine eindrucksvolle Reise nach Jordanien

Meine Tipps & Highlights für Jordanien

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Unser Fahrer zeigt uns, wo Matt Damon den "Marsianer" spielte

Ahlan Wa Sahlan – Willkommen in Jordanien – ruft unser Guide bei Ankunft am Flughafen in Amman uns freundlich entgegen! Diese Gastfreundschaft sollte uns eine Woche durch das Land begleiten. Jordanien mit der legendären Felsenstadt Petra und dem Toten Meer faszinierte mich schon lange und stand auf meiner Bucket List. Jetzt war endlich die Zeit gekommen, dem Haschemitischen Königreich Jordanien einen Besuch abzustatten.

Weitere Tipps zur Reiseplanung deiner Jordanien Reise:

In diesem Artikel schreibe ich über meine Reiseroute durch Jordanien und was du in einer Woche alles ansehen kannst:

Warum Jordanien als Reiseziel?

Das Königreich Jordanien wird als Reiseziel oft unterschätzt und als unsichere Destination eingestuft. Doch das Land ist sicher, auch wenn die Nachbarländer Syrien, Irak, Saudi Arabien und Israel immer wieder negative Schlagzeilen machen.

Jordanien bietet außerdem zahlreiche prächtige Naturwunder: Die Wüstenlandschaft im Wadi Rum, das faszinierende Tote Meer, die Landschaft des Dana Nature Reserve, dem größten Naturreservat Jordaniens, oder der Besuch der größten Sehenswürdigkeit des Landes, der Felsenstadt Petra. Nicht zu vergessen die kulinarischen Köstlichkeiten, die die jordanische Küche zu bieten hat! Das sind jedoch nur einige der Highlights die Jordanien zu bieten hat.

Nachdem ich vor 2 Jahren das Nachbarland Israel erkunden konnte, habe ich endlich auch Jordanien besucht. Eine Woche war ich mit anderen Bloggern auf Einladung von Jordanien Tourismus im Königreich unterwegs.

Mein Fazit der Jordanien Reise

Ich habe im Toten Meer gebadet und mich dabei schwerelos gefühlt. Durfte die legendäre Felsenstadt Petra besuchen und kam den ganzen Tag aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich habe mich in die jordanische Küche einweisen lassen und eine Kochschule in Amman besucht. Bei einer jordanischen Familie wurde zu Mittag gegessen, nachdem wir auf ihrer Olivenfarm Oliven vom Bam gepflückt hatten und die Presse zur Herstellung von Olivenöl besucht haben. Ich bin durch das größte Naturreservats Jordaniens gewandert und habe im Wüstencamp bei Beduinen übernachtet.

Die Jeep-Safari und der Ritt auf dem Taxi der Wüste – einem Kamel – im Wadi Rum nicht zu vergessen. Das Bad in heißen Quellen und einer Spa Behandlung am Toten Meer möchte ich auch nicht unterschlagen. Danach fühlte ich mich wie neu geboren.

Hört sich nach sehr viel mehr an, als eine Woche oder? Jordanien bietet so unglaublich viel! Egal ob Natur, Kultur, exquisite Küche, Outdoor-Aktivitäten oder auch Geschichte. Ein spannendes Land, das ich dir für deine nächste Reise ans Herz legen möchte, um es zu entdecken!

Vielleicht komme auch ich bald noch einmal zurück. In Petra kann man noch soviel mehr entdecken und vor allem ans Rote Meer würde ich gerne mal zum Tauchen fahren…

Reiseroute in Jordanien

Auf meinem 7-tägigen Roadtrip habe ich Amman, Ajloun, das Tote Meer, Dana Biosphärenreservat, Wadi Musa, Petra, Wadi Rum und die Ma’in Hot Springs besucht.

JordanienRundreise Karte Route

Die Highlights meiner besuchten Orte im Überblick:

Amman – Quirlige Hauptstadt voller Kontraste

Die Hauptstadt Amman ist idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Jordanien. Die quirlige Hauptstadt Jordaniens ist voller Kontraste. Hier trifft Tradition und Moderne, Alt auf Neu.

Auf der einen Seite die Wüste, auf der anderen das fruchtbare Jordantal. Fast die Hälfte der jordanischen Bevölkerung lebt in Amman und in unmittelbarer Umgebung. Kein Wunder herrscht in der Stadt am frühen Morgen und Abend ein Verkehrschaos in dem wir nur im Schneckentempo vorankommen.

Im Westen, wo auch unser Hotel liegt, sprießen neue Hochhäuser mit Glasfassade aus dem Boden. Für rund 1,3 Milliarden wurden diese auf einem riesengroßen Areal kurzerhand gebaut sagt Nasr, unser Guide für die Woche der Rundreise.

Zitadellenhügel – guter Startpunkt zur Erkundung

Im Osten befindet sich die alte Stadt mit ihren sandsteinfarbenen Häusern, die wir am nächsten Tag vom Zitadellenhügel mit in einer 360-Grad Aussicht bewundern können. Man sieht kein Ende der Stadt. Übrigens ist der Zitadellenhügel mit Herkules Tempel und Museum generell ein guter Startpunkt, um Amman zu erkunden und einen ersten Überblick zu bekommen.

Reisebericht Jordanien Rundreise Amman Zitadellenhügel
Guter Ausgangspunkt für eine Jordanien Reise ist Amman und dort der Zitadellenhügel
Jordanien Rundreise Tipp Amman römisches Theater
In Amman hat man eine super Aussicht auf das römische Theater vom Zitadellenhügel aus

Reisebericht Jordanien Rundreise Amman ZitadellenhügelDanach geht es hinunter in die Altstadt: der quirlige Gemüsemarkt, wenige Meter weiter der bekannte Imbiss „Hashem“ mit seinen berühmten Fallafeln und zahlreiche Saftstände säumen die Straße. Wir testen einen Zuckerrohrsaft, der uns anpreist, wie gesund er doch ist (Sexual Supporter, lowering cholesterol, cleaning chest, uvm.). 

Gemüsemarkt Amman Jordanien Rundreise

Mein bester Tipp für Amman: Mache einen Kochkurs bei Beit Sitti

Am Nachmittag erkunden wir im Rahmen eines Kochkurs bei Beit Sitti (Übersetzt Großmutters Haus) die jordanische Küche. Maria zeigt uns Ouzi (Teigtaschen gefüllt mit Reis, Gemüse und Fleisch oder die vegetarische Variante ohne Fleisch), Salate, Fattoush und zum Desert Osmaliyeh, das wir danach hungrig vertilgen. Dazu gibt es erfrischende Zitronen-Minz-Limonade, die ich mir immer wieder in mein Glas gieße. 

Die Kochschule ist ein heißer Tipp, wenn du dich auch für arabische Küche interessierst! Die Rezepte bekommen wir danach per Email zum Nachkochen mit nach Hause.

Kochschule Beit Sitti Amman

Beit Sitti Kochschule Amman jordanisches Essen
Unser Gericht, welches wir in der Kochschule Beit Sitti in Amman gekocht haben

Auf dem Rückweg ins Hotel am 3. Zirkel halten wir an der beliebten Eismanufaktur „Bikdash“ Die traditionell syrische Eiscreme wird von Hand mit frischen Pistazien und Erdnüssen ummantelt und schmeckt einfach lecker! Auch wenn ich noch vom Kochkurs sehr gesättigt bin, ist noch ein wenig Platz für Eis.

Am Abend gehts ins angesagt Restaurant Levant in der Nähe unseres Hotels. Hier werden sowohl jordanische als auch arabische Gerichte aufgetischt, dass der Tisch sich fast anfängt zu biegen.Hummus, Aurak Einab (Gefüllte Weinblätter), Shish Kebab, Knafeh, Tabuleh, …viel zu viel für unsere hungrigen Mägen! Wer will kann dabei Shisha rauchen und den Abend Revue passieren lassen.

Übrigens: Falls du am Tag landest, solltest du einen genauen Blick auf den vom Stararchitekten entworfenen Flughafen Queen Alia (auch Skorpion der Wüste genannt) werfen. leider ist bei unserer Ankunft tiefste Nacht, wir sehen nur die Silhouette davon. Dafür können wir ihn bei unserer Abreise am nachmittag genauer betrachten.

  • Tipp für eine Unterkunft in Amman: Le Royal Hotel Amman
  • Tipps für Aktivitäten und Touren: Kochkurs bei Beit Sitti mit anschließendem Essen
  • Fahrzeit vom Flughafen: Je nach Uhrzeit und Verkehrslage ca. 20 Minuten. Wenn du keine Lust auf eine Fahrt mit dem Taxi hast, kannst du dir bei Rent a Guide einen privaten Shuttle buchen.
Amman Tipp Hotel Le Royal
Unser Hotel Le Royal Amman ist vom Zitadellenhügel aus gut sichtbar (das höchste Gebäude im Bild)

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Ajloun – Oliven, das grüne Gold

Am Morgen fahren wir durchs tägliche Verkehrschaos in den grünen und besonders fruchtbaren Norden nach Ajloun (spricht man Aschluhn). Hier werden hauptsächlich Olivenbäume und mehr und mehr Weinreben gepflanzt (ja ihr lest richtig, auch im weitestgehend antialkoholischen Jordanien gibt es Wein), denn der Boden ist sehr fruchtbar.

Das „grüne Gold“ Jordaniens sind die Oliven. Diese stammen hauptsächlich aus der Region um Ajloun. Daher begeben wir uns auf eine Olivenfarm und ernten mit Hife der Einheimischen selbst die Oliven von den Bäumen.

Oliven pflücken im fruchtbaren Jordanland in Ajloun
Ich pflücke Oliven in Ajlound im nördlichen Jordanien
Olivenhaine in Ajloun - das grüne Gold Jordaniens
Olivenhaine in Ajloun – das grüne Gold Jordaniens

Von der Olive zum Olivenöl

Nach einer kleinen Pause mit Salbeitee fahren wir weiter zu einer kleinen Fabrik, die Oliven presst und daraus Olivenöl herstellt. Farmer aus der ganzen Region liefern hier ihre Oliven ab, um entlohnt zu werden oder selbst Öl mitzunehmen.

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Das Olivenöl schmeckt frisch am besten mit noch warmem Brot vom Straßenverkauf!

Wir bekommen einen Becher Olivenöl um dieses mit unserem frisch an einem Straßenimbiss gekauften Pita Brot aufzuditschen und verschlingen es gierig. Es ist köstlich! Am liebsten würde ich direkt einen großen Kanister mit nach Deutschland nehmen.

Mittagessen bei Olivenfarmern

Nach einer kurzen Fahrt durch die bergige Region gelangen wir zum Haus der Olivenfarmer. Bei der Familie der Olivenhaine bekommen wir ein köstliches Mittagessen bestehend aus Humus, Maklube, Kofte, Galaya Bandura, Kartoffeln Joghurt und Salat serviert. Es ist mal wieder mehr als genug für alle da. Ein sehr köstliches Essen, das mit Oregano-Tee und Kaffee abgerundet wird!

Mit vollen Mägen geht unsere Fahrt weiter ins Jordantal ans Tote Meer!

Link zur Webseite des Tourism Boards zur Buchung von Unterkünften eines Essens bei Einheimischen in Ajloun: Webseite Wild Jordan

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Anfahrt ans Tote Meer in Jordanien

Totes Meer – schwerelos dahintreiben

Weiter geht unsere Reise am frühen Nachmittag gen Süden. Unser Ziel: das Jordantal am Toten Meer. Das Tote Meer zählt zu den spektakulärsten Landschaften der Welt. Wir erreichen das Kempinski Ishtar Dead Sea 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegend kurz vor Sonnenuntergang. Es gibt auf jordanischer Seite kaum eine exklusivere Unterkunft als dieses wundervolle Hotel! 

Die Freude ist erstmal groß: Wir bekommen ein Upgrade auf eine Suite! Trotzdem halte ich mich nur kurz im Zimmer auf, denn das Bad im Toten Meer ruft.

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Die Suite im Hotel Kempinski Ishtar Dead Sea ist riesig. Das ist nur die Hälfte des Zimmers!

Ich teste kurz die Wassertemperatur in einem der neun Pools (!!) die das Hotel bietet. Die meisten sind Infinity Pools. Genial!

reisebericht-jordanien-totes-meer-kempinski-katrinTrotzdem lasse ich die traumhaft schönen Pools erstmal links liegen und gehe direkt hinab zum Toten Meer, um ein Bad am tiefsten Punkt der Erde zu nehmen.

jordanien-totes-meer-badenImmer wieder ein irres Gefühl, so schwerelos auf dem Wasser zu treiben!

Dank den vielen Mineralien und Salzen die im Wasser enthalten sind, wird dem Bad im Meer heilende Wirkung nachgesagt. Entspannt schwebe ich auf dem Wasser und beobachte, wie die Sonne in den wärmsten Gelb- und Rottönen leuchtend hinter den Bergen Israels unter geht. 

Sonnenuntergang Totes Meer Jordanien
Der Sonnenuntergang am Toten Meer gehört zu den schönsten, die ich auf Reisen erleben durfte!

Am frühen Morgen quäle ich mich aus dem Bett, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Leider bleibt die Sonne sehr lange hinter den Bergen versteckt und die diesige Atmosphäre lässt schone Bilder nicht zu. Kurz bevor ich zum Frühstück aufbrechen muss schimmert das Tote Meer und der Himmel in sämtlichen Pastellfarben:

Infinity Pool im Kempinski Ishtar Dead Sea
Infinity Pool im Kempinski Ishtar Dead Sea – woow!

Kurzer Stop: Wadi Mujib – Grand Canyon Jordaniens

Leider müssen wir das Tote Meer nach einer Nacht schon wieder verlassen, denn für die Rundreise bleibt uns nur eine Woche. Die Fahrt Richtung Süden auf der Königgstraße entlang des Toten Meeres ist karg und doch wundervoll, denn das Wasser leuchtet im Farbspektrum der Blau- und Türkistönen.

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Das Tote Meer leuchtet bei der Fahrt in den schönsten Türkis- und Blautönen

Nach dem Passieren von Check Points erreichen wir den Eingang zur Schlucht des Wadi Mujib, dem „Grand Canyon Jordaniens“.

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Checkpoints gibt es auch in Jordanien entlang des Toten Meers

Reisebericht Jordanien Rundreise Wadi MujibHier am weltweit tiefsten gelegenen Nationalpark der Welt machen wir nur einen kurzen Stop. Laut unserem Guide kann man hier tolle Wanderungen unternehmen. Doch unser heutiges Ziel, das Dana Naturreservat liegt viel höher.

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Die Fahrt ins Dana Naturreservat führt uns über die Königsstraße und atemberaubende Landschaften

Dana Naturreservat – spektakuläre Canyonlandschaft

Unbedingt einplanen musst du auf deiner Reise in Jordanien einen Besuch im Dana Naturreservat. Vor allem Naturliebhaber wie ich kommen werden dieses großartige Naturschutzgebiet lieben. Das Dana Biosphärenreservat erstreckt sich über 308 km² von den Gipfeln des „Jordan Rift Valley“ bis zur Wüste des Wadi Araba. Es ist somit das größte Naturschutzgebiet Jordaniens.

Ich bin schon bei unserer Ankunft im Rummana Camp begeistert, als sich die Berge und Täler vor mir auftun! Die Sandsteinklippen leuchten je nach Sonneneinstrahlung in leuchtenden Rot-, Weiß- und Gelbtönen. Es zeugt davon, dass im Gestein und Boden viele wertvollen Bodenschätze ablagert sind. Auch wenn der Abbau von Mineralien wie Phosphat eine wichtige Einnahmequelle für Jordanien darstellt, hier im Nationalpark ist dies nicht mehr erlaubt.

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Der Ausblick vom Rummana Camp ermöglicht erste Einblicke in die Landschaft der leuchtenden Sandsteinklippen

Rund vier Stunden lang folgen wir unserem Guide durch die Einsamkeit, klettern hinauf und wieder hinab und bleiben immer wieder stehen, um die grandiose Aussicht zu genießen – oder auch unsere seltsamen Weggefährten zu begutachten.

Wanderung auf dem White Domes Trail

Die beeindruckende Felsformationenen und Täler erkunden wir in den nächsten 3,5 Stunden bei der Wanderung auf dem „White Domes Trail“ ab dem Rummana Camp. Wir klettern immer wieder hinauf oder steigen in schmalen Schluchten hinab, halten immer wieder an, um die atemberaubende Aussicht zu genießen. 

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Tiefe und schmale Schluchten gehen wir hinab – die Vielfalt im Naturschutzgebiet von Dana ist unglaublich

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reisebericht-jordanien-dana-naturreservat-wanderung-rummana-campDie vielfältige Landschaft überwältigt mich und wird zu einem Highlight dieser Jordanien Reise.

Glücklich und zufrieden machen wir uns auf den Weg nach Wadi Musa auf. Dem Tor zur legendären Felsenstadt Petra, die wir am nächsten Tag erkunden werden. Einen ersten Anblick auf Wadi Musi und das direkt dahinter beginnende Gebiet um Petra erhaschen wir bei der Anfahrt – wie immer – pünktlich zum Sonnenuntergang.

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Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir unseren nächsten Halt: Wadi Musa direkt am Eingang zum UNESCO Welterbe Petra

Petra – auf den Spuren Indiana Jones am Weltkulturerbe

Absolutes Highlight und zurecht Top Sehenswürdigkeit Jordaniens 

In Petra ist es wie so oft: Du hast Bilder im Kopf, wie es dort wohl wirklich aussehen mag. Vor Ort ist alles ganz anders und noch viel eindrucksvoller, als man es sich hätte ausmalen können. Du musst es wirklich gesehen haben, um die unglaubliche Schönheit wirklich fassen zu können. Ohne Zweifel ist die Felsenstadt die größte und bekannteste Sehenswürdigkeit Jordaniens und auch mein Highlight der Jordanienreise. Zurecht wird das UNESCO Welterbe auch als achtes Weltwunder bezeichnet.

Nur ein Bruchteil von Petra wurde bislang ausgegraben. Erst in diesem Frühjahr 2016 wurden neue Monumente der antiken Felsenstadt im Süden Jordaniens auf Satellitenbildern durch Archäologen aus den USA entdeckt. Zu meinem Besuch (November 2016) waren die Arbeiten noch im Gange.

Auf den Spuren Indiana Jones entdecken wir Petra

Morgens um 7.30 Uhr betreten wir das Gelände, das so viel größer ist, als ich es mir ausgemalt hatte. Wir begeben uns zum Eingang und wandeln entlang der Schlucht Siq, bis wir plötzlich vor dem Schatzhaus des Pharao stehen, was eigentlich ein Grabtempel war. Staunend verharren wir. Vielen bekannt aus dem Film „Indinana Jones und der letzte Kreuzzug“, als in der letzten Sequenz des Filmes die Fassade des Schatzhaus zu sehen ist.

Reisebericht Jordanien Petra Schatzhaus
Blick aus Schlucht: Das Khazne al-Firaun am Ausgang des Siq. Das Schatzhaus des Pharaowar in Wirklichkeit ein Grabtempel

Doch dieser Anblick sollte nicht der Einzige bleiben, der mich an diesem Tag beeindrucken sollte: Nach dem Schatzhaus biegen wir rechts ab in eine kleinere Schlucht und erkunden hier das weitere Areal. Tolle Wanderwege, zahlreiche Treppenstufen und eine Vielzahl Tempeln, Grabkammern, Höhlen und schönste Aussichtspunkte erwarten uns.

Das Kloster Ad Deir

Ein weiterer Höhepunkt oder sogar der Höhepunkt Petras ist für mich das Kloster „Monastry“ (englisch). Nach fast 800 Stufen Aufstieg (alternativ kannst du einen Esel mieten – empfehle ich nur für Menschen mit Handicap – die Treppen sind glitschig für die Tiere). Auf dem Weg nach oben erhaschen wir Ausblicke auf Felsenformationen und Täler, die traumhaft sind.

Über hundert Felsengräber und Tempelfassaden, dazu Felsenreliefs und Grabhallen kannst du hier zu Fuß (oder auf Eseln) erkunden.

Da ich vom Besuch Petras so beeindruckt war, folgt bald ein ausführlicher Bericht zum Besuch des UNESCO Weltkulturerbes.

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Wadi Rum – einsame Wüstenlandschaften

„Weitläufig, einsam und gottähnlich“ – mit diesen Worten beschrieb T. E. Lawrence einst das Wadi Rum. Treffender könnte man es nicht beschreiben. Ein riesiges nahezu unberührtes Areal, an dem die Zeit stillstehen zu scheint.

Wir entdecken Wadi Rum bei einer Jeep Safari

Bei einer Tour mit dem Jeep erkunden wir Wadi Rum und bekommen ein klein bisschen das Gefühl, mit dem die Beduine schon seit Jahrtausenden durch das Wadi ziehen.

Wadi Rum Jeep Safari
Am besten erkundet man Wadi Rum im Rahmen einer Jeep Safari, die man am Eingang bucht.

Wir passieren den Ort, an dem der Hollywood Film „Der Marsianer“ mit Matt Damon oder auch viele Szenen des Epos „Lawrence von Arabien“ gedreht wurde.

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Unser Fahrer zeigt uns, wo Matt Damon den „Marsianer“ spielte

Als nächstes passieren wir über 4000 Jahre alte Steinzeichnungen.

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Sogar vor 4000 Jahren scheint man hier Kamele gehabt zu haben

Die monolithischen Felsformationen erheben sich an manchen Stellen über 1750 Meter aus dem Wüstenboden. Die Landschaft ist atemberaubend, wie an so vielen Orten in Jordanien.

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Ein Ritt auf dem Kamel 

Nach einem Mittagessen im Captains Camp steigen wir auf Kamele – die Wüstenschiffe – um. Zugegebenermaßen fühle ich mich nicht nur unwohl dabei, sondern finde die kurze Tour ab dem Camp nicht sonderlich schön. Über Schotter statt Sand macht das ganze nicht wirklich Spaß.

wadi-rum-kameltourDie Nacht verbringen wir im Beduinencamp Sun City Camp bei einem traditionellen Zarb-Dinner in der Wüste mit Blick auf den Dreiviertelmond und die Sterne, die hier eindrucksvoll leuchten. Daher spielen Carina (Travel Run Play) und ich ein wenig mit der Kamera und machen Lichtspielereien. 

  • Tipp für eine Unterkunft in Wadi Rum: Sun City Camp
  • Jeep Safaris: Jeep Safaris müssen am Besucherzentrum gebucht werden. Hier buchst du eine Tour und bekommst einen Beduinen-Führer.
  • Alternative Touren: Ballonfahrten (www.rascj.com) oder Klettern

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Mittagspause am Dead Sea Panorama Complex

Auf dem Weg zu den heißen Süßwasserquellen Ma'in Hot Springs am Rand des Toten Meeres legen wir einen Stop zum Mittagessen ein. Hier empfielt sich der Dead Sea Panorama Complex, da  wir einen wunderbaren Panoramablick über das Tote Meer bis nach Israel haben. Leider ist die Luft diesig und die Sicht nicht allzu gut.

Das Essen ist dafür wieder erstklassig und sehr reichlich (im Klartext: viel zu viel). Jordanien meint es gut mit uns was die kulinarischen Köstlichkeiten angeht. Einfach lecker!

dead-sea-panorama-complex-essenMa’in Hot Springs in Hammamat 

Die heißen Quellen der Ma’in Hot Springs liegen nur eine Stunde entfernt vom Internationalen Flughafen in Amman. Ideal um eine Jordanienreise, auf der man viel zu Fuß unterwegs war, zu beenden. Nach dem fast 5-stündigen Transfer von Wadi Rum zu den Hot Springs entspannen den letzten Tag bei einer Spa-Behandlung und dem Bad in den 60 Grad heißen Quellen. Das Wasser entspringt dem Berg und fließt über den Felsen in natürliche Thermalbecken des Hotels.

main-hot-springs-jordanienDen Quellen wird schon seit Zeiten der Römer heilende Wirkung nachgesagt. Kein Wunder, denn das  Wasser hat einen hohen Mineralgehalt und somit therapeutische Wirkung. Es ist somit nicht verwunderlich, dass das Hotel und auch die in der Nähe befindlichen öffentlichen Quellen auch viele Einheimische Touristen anzieht. 

Tipp für eine Unterkunft in Hammamat: Ma'in Hot Springs Resort

main-hot-springs-hammamat-jordanienGemächlich verabschieden sich alle am letzten Abend, denn die anderen müssen schon früh ins kalte Deutschland aufbrechen, während Carina und ich in unser Winterdomizil nach Bali (Ubud) fliegen.

Weitere Tipps zur Reiseplanung deiner Jordanien Reise:

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Vielen Dank an das Jordan Tourism Board, das die Reise ermöglicht hat. Meine Meinung und Tipps sind trotzdem meine eigenen, die davon nicht beeinflusst werden.

15 KOMMENTARE

  1. Liebe Katrin,

    vielen Dank fürs „Mitnehmen“ – ein toller Artikel, der richtig Lust auf Jordanien macht! Ich hatte Jordanien als Reiseland bisher noch gar nicht auf dem Schirm, aber das hat sich gerade geändert :-)

    Viele Grüße,
    Kirsten

  2. das hört sich ja echt toll an
    Jordanien steht schon länger auf meiner Bucketlist, allein wegen Petra, aber es gibt ja noch so viel mehr tolles zu entdecken, danke für die Tipps
    liebe Grüße

  3. Ich habe noch nie wirklich über Jordanien nachgedacht, obwohl ich „Wüstenländer“, wie Marokko, Oman und halt auch Jordanien sehr mag. Und Jordanien bietet ja echt alles: Safari, Meer und leckeres Essen. Ich glaube, ich würde die gleiche Tour machen, nur vielleicht in 2 Wochen, weil ich es nicht mag, wenn man jeden Tag das Hotel wechselt. Den Kochkurs und den Besuch auf der Oliven Plantage würde ich auf alle Fälle auch machen. Jeep Safari, Wadi Rum und Petra auch. :)
    So jetzt muss ich nur noch meinen Freund für Jordanien begeistern. ;)

    Liebe Grüße

    Myriam

    • Dann wünsch ich dir viel Erfolg beim Überzeugen! (Wobei das sicher leicht fällt, Jordanien ist sooo vielseitig).

      PS: Heute erscheint der Petra-Artikel, vielleicht hilft der noch die letzte Überzeugung zu leisten :-9

      LG Katrin

  4. Hallo Katrin!

    Ich bin heute zufällig über deinen tollen Blog gestolpert und habe mich total über deine wundervollen Artikel zu Jordanien gefreut! :) Ich war im
    Oktober selbst zum ersten Mal da und fand vor allem Petra und Wadi Rum unheimlich faszinierend. Für das Dana Reservat hatten wir leider keine Zeit weil wir in Petra zwei volle Tage eingeplant hatten um auch Petra by Night erleben zu können. Aber vielleicht schaffe ich es ja irgendwann noch einmal dort hin und dann steht eine Wanderung im Dana Reservat mit Sicherheit ganz oben auf der Liste! :)

    Liebe Grüße,
    Katja

  5. Das würde ich mir auch gern mal ansehen. Vor allem das Naturreservat und den jordanischen Teil des „Toten Meeres“ (ich kenne nur die israelische Seite).

    Du schreibst zwar, dass es dort sicher sei, ich teile dieses Gefühl nur nicht. Aber es ist halt nur ein Gefühl. Ich bin unsicher, ob ich dorthin reisen würde. Mal sehen …

  6. Hallo Katrin,
    Ich war im Februar in Jordanien, davor im Juli. Das Land mit seiner Kultur ist wirklich eine Reise wert, die Menschen sehr freundlich und liebenswert. Würde meine Tochter mit ihrer Familie nicht in Amman leben, wäre ich wohl nie (wegen der Nähe zu Syrien usw.) nach Jordanien gereist. Aber ich habe mich bisher nicht bedroht oder unsicher gefühlt. Bei meiner letzten Reise habe ich auch Petra (mit dem Bus von Amman aus) besucht, das man gesehen haben muss. Da ich dort nur zu Fuß unterwegs war, konnte ich leider nicht bis zum Kloster. Du beschreibst alles sehr gut, machst dazu tolle Fotos und gibst hilfreiche Informationen. Deinen Blog habe ich erst heute gefunden und Vieles von dem, was du geschrieben und fotografiert hast, wiedererkannt. Super, vielen Dank! Gudrun

    • Liebe Gudrun! Vielen Dank für dein Lob, das freut mich sehr! Ich verstehe deinen Satz nur nicht, dass du nur zu Fuß unterwegs warst, und es daher nicht bis zum Kloster geschafft hast? Ich war dort auch nur zu Fuß unterwegs (mir haben die Esel leid getan die über die glitschigen Steine gejagt wurden).

      Viele Grüße
      Katrin

  7. Hallo Katrin, mich interessiert ganz besonders der white domes trail ab dem Rummana Camp. Einfach fantastisch. Kannst du mir sagen, ob ihr den alleine oder mit einem Führer gemacht habt. Und wenn mit einem Führer, wann und wie man den buchen kann. Wieviel der kostet und welche Tageszeit sich dafür am besten eignet. LG Simone

    • Hallo Simone,

      dort am Ausgangspunkt kann man Guides buchen. Da ich mit dem Jordanischen Tourism Board dort war, haben die sich um einen Führer für uns gekümmert. Dort sitzen aber immer genügend Guides herum, die man buchen kann.

      LG aus Peru

  8. Hallo Martin!

    Februar ist eher weniger zu empfehlen da der Winter noch Einzug hält, dennoch kommt es darauf an wohin man will. Frühling ist wunderschön, fängt so ab Mitte März an. Je nachdem was du sehen willst, von Mitte März bis Anfang April kannst du die schwarze Iris entdecken, mit Glück. Von Mai bis Juni die höchst imposante Milchstrasse am Himmel von Wadi Rum. Auch Petra ist ab April angenehm zu bereisen. das Tote Meer hingegen (Fliegenfrei) ist im Winter (habe mir im Februar ein Chalett gemietet), wunderschön, das Wasser fein lauwarm. In der Al Azraq Wüste habe Ich mit Glück Eulen gesichtet, diese wanderten aber im Juni wieder aus. Eisvogel und Bienenfresser sind in der Al Azraq Oase heimisch, beste Zeit wohl der Herbst. Aqaba und Wadi Rum sind ab Oktober bis Anfang Juni geniessbar! Und es gibt noch viel mehr wie etwa die Felsformationen des Mujib Tals, und dann gehts weiter zur Al Karak Burg. Mit dem Mietauto kommst locker zu den erwähnten Ortschaften hin. Für wenig Geld kann man schön in Al Petra sprich Wadi Musa übernachten. Ist auch viel günstiger als ein Guide mit Taxi. Am günstigsten ist der lokale Bus, aber vielleicht für Ausländer etwas umständlich!
    Gute Reise
    Riad

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