Die schönsten Orte Israels bei einem Roadtrip entdecken

Israel Sehenswürdigkeiten: Die Highlights der Rundreise

Israel ist für uns eines der spannendsten und wiedersprüchlichsten Länder, welches wir (Katrin, Hannah und Chris) schon alle mehrfach bereist haben.

Unabhängig voneinander haben wir Rundreisen durch Israel unternommen. Neben den Highlights in Tel Aviv, Jerusalem und dem Toten Meer haben wir weitere sehenswerte Orte besucht.

Israel Sehenswürdigkeiten: Die Highlights der Rundreise 1

Falls du gerade deine Rundreise durch Israel planst, sieh dir unsere Highlights genau an und überlege, welche dieser Orte du besuchen möchtest.

Das Land der Widersprüche zwischen Tradition und Moderne, Religion und Party, Bergen, Wüsten und Strand zieht wirklich jeden in seinen Bann.

Israel spaltet die Meinungen. Die einen finden das Land wundervoll, würden sofort wieder hinfahren und beneiden uns für diese Reisen. Andere schütteln verständnislos den Kopf und verstehen überhaupt nicht, wie wir in solch unsicheres und politisch schwieriges Land reisen konnten.

Ja, die Politik wird von vielen verurteilt. Wir aber möchten hier nicht über Politik sprechen. Uns geht es ums Reisen, Dinge selbst zu erleben, mit eigenen Augen zu sehen und Gespräche mit Einheimischen zu führen.

Natürlich haben wir uns im Vorfeld darüber Gedanken gemacht und abgewogen. Doch dies gehört an eine andere Stelle.

In diesem Artikel verraten wir die Top-Sehenswürdigkeiten. Dazu verrate ich euch meine Reiseroute durch Israel, und was du in einer Woche alles ansehen kannst. 

Viel Spaß beim Lesen!

Warum Israel als Reiseziel?

Ich wollte endlich in das Land reisen, welches in unseren Medien immer in negativem Kontext erscheint. Ich wollte verstehen und alles mit eigenen Augen sehen und erleben. Da kam der 7-tägige Roadtrip durch Israel gerade recht. Auch wenn in den letzten Wochen die Spannungen zwischen Israel und Palästina wieder extrem sind und es immer wieder zu einzelnen Auseinandersetzungen kommt.

Ein junges Land, das vor Geschichte und Kultur nur so strotzt. Auf den Spuren Jesus, Herodes oder der Römer. Es gibt viel zu erkunden.

Unglaubliche und abwechslungsreiche Landschaften: Ob Totes Meer, die Golan Höhen und das Hula Valley im Norden, Wüste oder wunderschöne Strände.

Das sensationelle internationale Essen, das frische Obst auf den Märkten und die köstlichen Weine.

Reiseroute in Israel

Auf meinem 7-tägigen Roadtrip haben wir Tel Aviv, Caesarea, Haifa, See Genezareth, Nazareth, Jerusalem, das Tote Meer und einige weiteren Städte und Sehenswürdigkeiten im Norden auf der Durchfahrt besucht. Wenn du zusätzlich den Süden Israels (Eilat und das Rote Meer) bereisen möchtest, musst du mindestens zwei Wochen, am besten sogar drei Wochen für deine Reise einplanen (je mehr desto besser).

Da Israel nicht größer wie Hessen ist, halten sich die Entfernungen in Grenzen. Die längste Fahrt ging von Ginosar im Norden über Qaser Al-Yahud und Qumran ans Tote Meer nach Ein Bokek (216 km und unter drei Stunden Fahrtzeit).

Da diese Fahrt durch die Westbank (Westjordanland) ging, klebten wir alle neugierig an den Fensterscheiben des Busses. Zu interessant war die eigentlich karge Landschaft und der „Zaun“ (Grenze) zwischen Autobahn und Westjordanland.

Entfernungen:

  • Tel Aviv – Caesarea: 55 km; Dauer: 1 Stunde
  • Caesarea – Haifa: 43 km; Dauer: 40 Minuten
  • Haifa – Nazareth: 44 km; Dauer: 50 Minuten (je nach Verkehr in Nazareth)
  • Nazareth – Nof Ginosar: 41 km; Dauer: 45 Minuten
  • Nof Ginosar – Hulaebene: 45 km; Dauer: 60 Minuten;
  • Hulaebene – Golanhöhen: 28 km; Dauer: 40 Minuten
  • Golanhöhen – HaGoshrim Kibbutz: 35 km; Dauer: 35 Minuten
  • HaGoshrim Kibbutz – Qasr al-Yahud: 185 km; Dauer: 2,5 Stunden
  • Qasr al-Yahud – Ein Bokek: 84 km; Dauer: 1 Stunde
  • Ein Bokek – Masada: 17 km; Dauer: 20 Minuten
  • Masada – Jerusalem: 100 km; Dauer: 1,5 Stunden

So sah die Reiseroute für Israel aus (ca. 760 km, einige der markierten Orte haben wir nur besucht, dort aber nicht übernachtet):

Reiseroute des Israel Roadtrips
Unsere Reiseroute durch Israel.

Hier kannst du dir die genauen Orte und Entfernungen ansehen.

Sehenswürdigkeiten in Israel

Tel Aviv – wunderschöne Stadt am Meer

Vom Flughafen Ben Gurion sind es ca. 20 – 30 Minuten bis in die Stadt. Ich liebe Städte am Meer, deshalb hat ich Tel Aviv sofort mein Herz erobert. Die Strände liegen eine Querstraße vor unserer Unterkunft, dem Metropolitan Hotel entfernt.

Tel Aviv bietet für jeden etwas: Moderne Hightech-City mit vielen Shops, Startup-Mekka (Facebook, Google und Google Trends haben jüngst Hochhäuser und Büros bezogen), interessante Architektur als „Weiße Stadt“ durch die über 4.000 Häuser im Bauhaus Stil, die alte Hafenstadt Jaffa und die tollen Strände. An diesen hast du zahlreiche Möglichkeiten, dich sportlich zu betätigen oder den Sonnenuntergang bei einem eiskalten Getränk zu genießen.

Tipp: Frisch gepresster Granatapfelsaft auf dem Carmel Markt von Jaffa.

Jerusalem

Jerusalem ist eine der faszinierendsten Städte, die ich bisher besucht habe. Die Heilige Stadt der Juden, Christen und Moslems. Fast alle religiösen Sehenswürdigkeiten befinden sich innerhalb der Mauern der Altstadt: Klagemauer, Tempelberg, Grabeskirche und die verwinkelten Gassen der Märkte.

Die allgegenwärtigen Spannungen bekommen wir an vielen Ecken zu spüren. Auch ständig kreisende Hubschrauber, Ballons mit Kameras über Problembezirken und nervös blickende Soldaten zeugen von steigenden Spannungen während unserer Reise. Ein Besuch des Ölbergs bleibt uns aus Sicherheitsgründen und Unruhen während der Reise verwehrt. Der Tempelberg ist für Touristen ebenfalls geschlossen.

Du kannst die Augen vor dem Konflikt nicht einfach verschließen. Viel mehr denke ich von Tag zu Tag der Israel Reise mehr darüber nach und möchte Hintergründe verstehen. Für Einheimische ist dies alles Alltag. Außerhalb der Mauern der Altstadt grenzt die Neustadt an. Hier findest du moderne Bars, Restaurants und Märkte. Ich mag Jerusalem mit all seinen Facetten.

Mein Bericht mit Highlights für Jerusalem. 

Caesarea

Caesarea ist eine der bedeutendsten historischen Städten Israels. Die Ruinen der Kreuzfahrerstadt wurde von Archäologen unter Sanddünen größtenteils freigelegt und ausgegraben. Riesige Paläste, Tempel und ein Amphitheater ließ Herodes an diesem Ort errichten. Das Amphitheater wude restauriert und wird heutzutage für Veranstaltungen genutzt.

Tipp: Schaue den Multimedialen Film über die Vergangenheit Caesareas am Eingangsbereich an. Er geht nur 7 Minuten. Das große Amphitheater ist komplett restauriert und wird in meinen Augen überbewertet.

Metropole der Antike und Kreuzfahrerstadt: Caesarea
Metropole der Antike und Kreuzfahrerstadt: Caesarea
Die eindrucksvollen Ruinen der Hafenstadt Caesarea
Die eindrucksvollen Ruinen der Hafenstadt Caesarea

Haifa: Bahai-Gärten (Hängende Gärten)

Haifa besitzt den größten Naturhafen Israels. Hier findest du am Berg Karmel eine der fortschrittlichsten religiösen Stätten der Welt: Die Bahai-Gärten. Sie sind eine er der beiden wichtigsten heiligen Stätten der Bahai Religion.

Wenn man von oben herabblickt, ergibt sich ein wundervolles Gesamtbild mit zahlreichen Blumen und bestens gepflegtem Rasen.

Hier leben Araber und Israelis harmonisch zusammen und sind sehr stolz darauf, mit guten Vorbild voranzugehen. Das finde ich gut!

Tipp: Von oben auf die Stadt und die Bahai-Gärten herabblicken!

Uneco Welterbe: Die Bahai-Gärten in Haifa
Uneco Welterbe: Die Bahai-Gärten in Haifa

Nazareth

Hier im Norden Israels soll Jesus seine Kindheit verbracht, gepredigt und Wunder vollbracht haben. Nazareth ist die größte arabische Stadt Israels. Enge verwinkelte Gassen, nervige Staus, Hupkonzerte und Touristenbusse mit Pilgern gehören zum Alltag. Die Gassen sind so schmal, dass gerade mal ein Auto und Touristen gleichzeitig passieren können. Auch wir benötigen viel Geduld, bis wir unser Ziel erreicht haben:

Hier befinden sich die Verkündigungskirche, die Josephskirche, die griechisch-orthodoxe Verkündigungskirche (wäre ja zu einfach, wenn sich die Religionen mal einig sind), Marienbrunnen, um nur ein paar der Sehenswürdigkeiten aufzuzählen.

Nur 7 km entfernt, befindet sich Kafr Kanna (bei uns bekannt unter Kana). Hier befindet sich die Katholische Hochzeitskirche, wo Jesus Wasser in Wein verwandelt haben soll. Die Kirche interessiert mich nicht, viel lustiger geht es im gegenüberliegenden Souvenirshop zu. Natürlich kannst du hier den Hochzeitswein kaufen (wir durfen probieren, ähm…nicht so ganz meins) und wenn du an Weihnachten Schrottwichteln veranstaltest, findet du hier die besten Geschenke dazu.

Tipp: Oberhalb der orthodoxen Verkündigungskirche an der Straßenecke am Imbiss eine Falafel oder Schawarma essen. Billig und lecker!

Nazareth Israel
Nazareth ist längst kein beschauliches Dorf mehr
Die Verkündigungskirche (christliche) in Nazareth
Die Verkündigungskirche (christliche) von Nazareth

Kibbutz Ginosar

Der Kibbutz Nof Ginosar liegt direkt am See Genezareth, nur 8 km von Tiberius entfernt. Hier in Galiläa befinden sich viele Orte, die mit dem Leben Jesus in Verbindung gebracht werden. Deshalb übernachten im Kibbutz sehr viele Pilgergruppen.

Die unmittelbare Nähe zu Tabgha (Brotvermehrungskirche), Berg der Seligpreisung, Kapernaum Bethsaida (hier soll Jesus mit 5000 Menschen mit nur fünf Broten und zwei Fischen gespeist haben, ist über das Wasser gegangen und einen Blinden geheilt haben).

Wir nutzen den Kibbutz als Übernachtungsgelegenheit und nur kurz gehe ich morgens an den See, um die Aussicht zu genießen.

Diese Region ist auch bei Naturliebhabern äußerst beliebt. Du kannst hier wandern und die Golanhöhen und das Hula Valley sind nicht weit vom Kibbutz entfernt.

Tipp: In Tiberias im neuen Top-Restaurant Magdalena im galiläischen Stil arabisch essen. Alles mit Blick auf den See Genezareth.

Der "Strand" des Kibbutz am See Genezareth
Der „Strand“ des Kibbutz am See Genezareth

Golanhöhen und Hulaebene

Das Hochplateau der Golanhöhen befindet sich in einem hart umkämpften Gebiet mit Syrien. Hier befinden sich Israels beste Weingüter und Restaurants. Naturliebhaber können Wandern, Radfahren, Raften, Klettern und im Winter auf dem Berg Hermon Skifahren.

In der Hulaebene (Hula Nationalpark) kann man außerdem geschätzte 35.000 Kraniche auf ihrer Weiterreise nach Afrika beobachten. Dieser Ort ist Haltepunkt von über 500 Mio. Zugvögeln auf dem Weg von Europa nach Afrika. Auch Pelikane und Störche findest du hier. Wir sind die Wege mit einem Golf Caddie abgefahren (Fahrräder kannst du ebenfalls mieten), was den Spaßfaktor natürlich extrem erhöhte.

Wir haben außerdem auf dem Berg Bental nach Syrien und das entmilitarisierte Gebiet geblickt. Hier oben gibt es noch einen aktiven Bunker den man betreten kann, wie auch Blauhelmsoldaten, die mit besorgten Blicken und einem überdimensionalen Fernglas die nächstgelegene syrische Stadt beobachten.

Achte auf die Schilder und Zäune: Hier gibt es noch Minen! Wege nicht verlassen…

Golanhöhen mit Blick nach Syrien
Golanhöhen mit Blick nach Syrien
Hula Valley oder Chula-Ebene (deutsch)
Hula Valley oder Chula-Ebene (deutsch). Hier kannst Kraniche, Störche und Pelikane beobachten

HaGoshrim Kibbutz

Dieser Kibbutz liegt nicht weit von Safed, dem Zentrum der Kabbala entfernt.Der Kibbutz dient als Hotel und beherbergt größtenteils Pilgergruppen.

Tipp: Aussichtspunkt „Dado Lookout Point“ Von hier hast du einen super Panoramablick auf den Berg Hermon und auch auf den Libanon. Diese Grenze ist schon lange geschlossen.

Dada Lookout - Blick auf den Libanon
Blick auf den Libanon

Qasr al-Yahud (Palast der Juden)

An diesem Ort hat Jesus angeblich die Taufe von Johannes dem Täufer empfangen. Der Ort befindet sich in einer abgelegenen Gegend und militärisch heiklen Gegend an der Grenze zwischen dem Westjordanland und Jordanien. Von Stacheldraht und Minenfeldern umgeben. Diese Stätte wurde erst 2011 und hauptsächlich aus Interessen des Tourismus geöffnet.

Auch wenn man nicht gläubig ist, ein Besuch lohnt sich schon alleine aufgrund der Gläubigen, die sich in weißen jesus-artigen Gewändern im Dreckwasser des Jordans taufen lassen.

Eine christliche Hasspredigerin haben wir hier leider auch erlebt.

Qasr al Yahud Westbank
Achtung Minen! Gefährliches Gebiet um Qasr al-Yahud
qasr-al-yahud
Diese Gruppe wirkte eher wie eine Sekte anstatt wie Gläubige – Taufe im Jordan

Totes Meer – Ein Bokek

Entlang der bizarren Küste des Toten Meeres erreichen wir Ein Bokek. Einmal auf dem Toten Meer treiben lassen und 400 Meter unter dem Meeresspiegel baden.

Tipp: Jeep Tour durch die angrenzende Salzwüste mit einem Beduinen und seinem Jeep. Action nach meinem Geschmack!

Masada

Mit der Seilbahn fahren wir hinauf zur Festung die Herodes aufgrund der Lage erbauen ließ und heute zur UNESCO Weltkulturerbe gehört. Schöner wäre gewesen, den Snake Path zu Fuß hinaufzugehen, aber leider war die Zeit zu knapp. Von hier oben hast du einen beeindruckenden Ausblick auf das Tote Meer, die Wüste und auch die Überbleibsel der römischen Kastells der Belagerung.

Masada Aussicht aufs Tote Meer
Masada liegt hoch oben auf einem freistehendem Tafelberg
Masada Israel Kastell
Aussicht auf zwei der Kastells der Römer und die Wüste

Israel Reisetipps und FAQ

Israel ist ein sogenannter „Melting Pot“ (Schmelztigel). Die Einwanderer kommen aus allen Teilen der Welt. Das merkst du auch daran, dass es kein „typisch“ israelisches Gericht gibt. Sagen wir, es sei Hummus oder Falafel schüttelt der Israeli den Kopf und verneint.

Israel ist außerdem ein Land der Widersprüche: Hier treffen religiöse Traditionen und hoch konservative Regionen auf ein hochmodernes und multikulturelles weltoffenes Land. Vor allem die Städte Tel Aviv und die Altstadt in Jerusalem könnten widersprüchlicher nicht sein.

Das Brisante an Israel: Das junge Land ist seit Gründung mit seiner Lage im Nahen Osten ein Konfliktgebiet. Leider. Dafür strotzt es nur so vor heiligen Städten der Juden, Christen und Muslimen. Auch ein Grund, warum du sehr viele Touristenbusse mit Pilgern aus der ganzen Welt treffen wirst.

Israelis sind sehr weltoffen und freuen sich, dass du Israel als Reiseziel gewählt hast. Die perfekte Destination für alle, die nicht nur auf biblischen Spuren reisen möchten, sondern auch die Vielfalt des äußerst spannenden Landes erleben möchten.

Es lohnt sich, das Land selbst und auf eigene Faust zu entdecken. Der Besuch wird zu einer unvergesslichen Erfahrung, das verspreche ich dir.

Brauche ich ein Visum für meine Reise nach Israel?

Einreise und Visum für Israel
Für Deutsche genügt ein Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Das Visum erhältst du kostenlos bei der Einreise. Wer danach in ein anderes Land weiterreisen möchte und Angst hat, die Einreise untersagt zu bekommen: Es werden keine Stempel mehr in Pässe hinterlassen.

Sei rechtzeitig am Flughafen, schon vor dem Check-in wirst du von Profilern befragt. Wundere dich nicht über Polizisten mit Maschinenpistolen oder Polizei und Absperrungen um das Flugzeug vor dem Start (El Al).
Unser Flieger wurde bis zur Startbahn von einem gepanzerten Fahrzeug begleitet. Es ist eben eine Reise in ein Land, das viele Feinde hat.

Wie lange dauert ein Flug nach Israel?

Israel ist nur vier Flugstunden von Deutschland entfernt. Perfekte Voraussetzungen also auch für einen Kurztripp. Direkte Flüge nach Israel erfolgen mit Lufthansa, AirBerlin oder der israelischen Fluglinie El Al nach Tel Aviv  (Ben Gurion International) oder Eilat (EHT).

Wieviel Uhr ist es in Israel?

Die Zeitverschiebung beträgt eine Stunde im Winter und zwei im Sommer.

Autofahren und Verkehr in Israel – wie komme ich am besten rum?

Israel ist nicht viel größer wie Hessen. Die Distanzen halten sich daher in Grenzen. Vom Norden bis in den Süden bist du mit dem Auto in 8 Stunden. Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut, die Straßen sind überall in sehr gutem Zustand. Du kannst außerdem gut mit Bussen, Taxis oder auch mit dem Zug (Tel Aviv – Jerusalem) fahren. Die größte Flexibilität hast du allerdings mit dem Mietwagen.
Fährst du aus über Jerusalem ans Tote Meer passierst du mehrere Checkpoints der Israelischen Defense Forces (Israelische Verteidigungskräfte). Als Tourist hast du hier nichts zu befürchten. Du solltest allerdings immer deinen Reisepass mit dir führen.

Haben am Sabbat die Läden geöffnet?

Wenn möglich solltest du nicht an einem Freitag oder Samstag in Israel anreisen. Wochenende ist Freitag und Samstag. In dieser Zeit ist das Leben ziemlich eingeschränkt: Flugzeuge verkehren nicht und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist stark eingeschränkt oder ruht komplett. Die meisten Geschäfte schließen am frühen Freitag Nachmittag vor Beginn des Sabbats.Viele Sehenswürdigkeiten und Museen oder auch Restaurants sind geschlossen. Manche Hotels oder Touristenrestaurants bieten trotzdem Essen an. Oftmals dann aber nur kalte Speisen.
Sabbat beginnt übrigens mit dem Sonnenuntergang am Freitag (im Winter kann das schon gegen 15.30 Uhr sein) und endet am Samstag kurz nach Sonnenuntergang. Muslime und Christen wahren ihre entsprechenden Ruhetage ebenfalls.

Kann ich das Leitungswasser in Israel trinken?

Ja. Die Qualität des Wassers in Israel ist super.

Was muss ich bei einer Reise nach Israel beachten (Verhaltensregeln)?

An heiligen Orten wie Moscheen, Synagogen und Kirchen solltest du folgende Bekleidungsvorschriften einhalten: Kurze Röcke und kurze Hosen sind tabu. Die Schultern sollten bedeckt sein. Männer müssen an der Klagemauer oder in Synagogen eine Kopfbedeckung tragen (am Eingang gibt's überall Tücher zum umbinden und für Männer „Kippahs“ zum Ausleihen), in Kirchen sollte man diese absetzen. In Moscheen musst du am Eingang die Schuhe ausziehen.

Du solltest keine Fotos von militärischen Einrichtungen machen. Dies ist verboten. Auch Bilder von Staatlichen Einrichtungen und Polizeistationen solltest du meiden. Ultra Orthodoxe Juden solltest du ebenfalls nicht von vorne fotografieren.

Welche Sprache wird in Israel gesprochen?

Amtssprachen in Israel sind Neuhebräisch und Arabisch. Straßenschilder sind immer auf Englisch, Hebräisch und Arabisch. Englisch ist die Sprache der Bildung. Fast alle Israelis sprechen ein sehr gutes englisch. An vielen Straßenimbissen und an manchen Sehenswürdigkeiten stehen keine englischen Texte und Preise.

Währung, Geld und Budget in Israel

1 Neuer Israelischer Schekel (NIS) = 100 Argorot. Du kannst in jeder Bank, im Hotel und in Wechselstuben Geld wechseln. Ich nutze immer meine Kreditkarte, um gebührenfrei Geld abzuheben. In der Regel immer direkt am Flughafen. Im Ben Gurion Airport ist z.B. bei der Gepäckausgabe ein ATM und außerhalb nochmals drei.

Während dem Sabbat werden Geldautomaten übrigens nicht aufgefüllt. Du solltest dies davor erledigen, um nicht vor einem leeren ATM zu stehen.

Wie teuer ist Israel?

Preise für Nahrungsmittel in Israel bewegen sich in unseren Regionen. Mal mehr mal weniger. Als Tourist bekommt man öfters einen höheren Preis genannt als Einheimischen. Am Strand von Tel Aviv kostete ein Bier z.B. 32 NIS (Teuer! ca. 6,70 €).

Falafel gibt es in Jaffa schon ab 10 NIS, kann aber in der Nähe von Sehenswürdigkeiten schon 24 NIS kosten. Auch Granatapfelsaft wurde an Touristen für 16 NIS verkauft, während der offizielle Preis bei 12 NIS lag (ich habe nur 12 bezahlt).

Frische Lebensmittel auf dem Markt zu kaufen ist oft billiger wie im Supermrkt.  Wir waren oft in guten Restaurants essen oder haben in Kibbutzen übernachtet, wo Essen inklusive (aber nicht so lecker) ist.

Hauptspeisen im Restaurant: ab 10 €, am Imbiss ab 3 €.

Essen und Trinken

So multikulturell wie die Bevölkerung, so abwechslungsreich das Essen: Hummus und Falafel sind Pflicht. Außerdem musst du unbedingt Israelischen Wein testen. Dieser schmeckt nämlich wirklich gut!

Sieh dir hier unsere Tipps für israelisches Essen mit leckeren Tipp an.

Mobilfunk und Internet in Israel

In Israel findest du fast überall Wi-Fi. In manchen Hotels leider (wie in Deutschland) nur in der Lobby und gegen Aufpreis auf dem Zimmer. In der Imbissbude war oft schnelleres Internet vorhanden wie in den Unterkünften. Eine SIM-Karte hatte ich mir daher nicht gekauft.

Wann ist die beste Reisezeit für Israel?

Das ganze Jahr ist Israel ein gutes Reiseziel. Nur während der jüdischen Feiertage ist das Land voll, die Unterkünfte ebenso und der Transport vor Ort wird anstrengender.

Die beste Reisezeit sind die Monate April, Mai, Oktober und November. Am wenigsten günstig sind die Monate Juli, Dezember und Januar. Ich war im November in Israel unterwegs. Am Toten Meer und Tel Aviv hatte es immer um die 28° Grad, in Jerusalem war es mit 24° Grad sehr angenehm, Abends aber frisch.Ein Pulli reicht trotzdem aus.

Im Norden wird es Abends noch frischer und auf den Bergen (Golanhöhen) weht ein eisiger Wind. Hier ist eine Jacke von Vorteil.

Wie sicher ist eine Reise nach Israel?

Wenn du den Medien glaubst, solltest du nicht nach Israel reisen. Aber: Israel ist sicher. Ich habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Es ist wahrscheinlicher dass du bei einem Autounfall umkommst, als durch einen Terroranschlag.

Die Rate an Taschendiebstählen im Vergleich zu Europa schwindend gering. Trotzdem herrschen kulturelle, religiöse und politische Spannungen und Konflikte in Israel, die sich eher verschlechtert haben (zu meiner Reise im November 2014 war die Situation extremst angespannt und die Soldaten waren sichtlich nervös). Trotzdem solltest du keine Angst haben. Israelis sind sehr offen und hilfsbereite Menschen. Sie freuen sich über Touristen die ihr Land bereisen möchten.

Die Lage seit dem Waffenstillstand im August 2014, welcher von allen Seiten bisher eingehalten wurde, ist „labil“. Terroristische Aktivitäten können immer passieren. Ist bei meiner Reise auch vorgekommen, aber ich habe erst später davon erfahren.

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen solltest du beim Auswärtigen Amt nachlesen.

Mein Fazit:

Israel hat meine Erwartungen übertroffen. Ich will mehr davon. Mehr verstehen über die Konflikte, mehr Einheimsche treffen, Akko und Haifa ansehen und noch viel mehr Zeit in Jerusalem und Tel Aviv verbringen. Auch einmal die „andere Seite“ im Westjordanland und Flüchtlingscamps besuchen.

Auch die für viele unsicher scheinende Situation scheint vor Ort weniger gefährlich. Wenn du vor Ort bist und dich mit den Menschen unterhältst merkst du schnell, dass die Angst vor einer Reise unverständlich ist. Einheimische leben seit ihrer Geburt mit dieser „Situation“.

Vor allem in Tel Aviv spürte ich eine enorme Lebensfreude. Hier wird jeder Tag umso mehr genossen. An den touristischen Orten spürst du wenig von Unruhen oder verschäften Kontrollen. Lediglich den Ölberg und Tempelberg konnten wir nicht besuchen. Diese Orte sind aktuell für Touristen gesperrt, bzw. werden als „unsicher“ eingestuft.

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