Aruba: Reiseberichte mit Erfahrung und Tipps

Obwohl Aruba eine kleine Insel ist (30 km lang und 9 km breit) findest du hier eine große Anzahl an Traumstränden – weißem Sand oder wild und naturbelassen, wie ich es mag. Das Wasser leuchtet türkis und die Unterwasserwelt ist bunt.

Es scheint das ganze Jahr die Sonne, die Temperaturen sind konstant warm.

Aruba ist „One happy Island“

Lautet der Slogan der kleinen holländisch-karibischen Insel Aruba. Kein Wunder: schönste Puderzuckerstrände, kristallklares Wasser, das in den schönsten Türkis-Tönen leuchtet und fröhliche gut gelaunte Einwohner.

Hier sind meine Tipps für Aruba.

Reiseberichte für Aruba

Reisetipps und Infos

Aruba gehört zu den ABC-Inseln vor der Küste Venezuelas. Die weiteren Inseln sind Curaçao und Bonaire.

Anreise nach Aruba

Aus Deutschland gibt es leider keine Direktflüge. Bei der Flugsuche stößt man immer wieder auf KLM, eine von mir sehr gern genutzte Airline. Die Mitarbeiter sind immer gut gelaunt und freundlich, das Essen ist – gemessen an anderen Airlines – eigentlich immer gut.

Wir sind darum ab Stuttgart über Amsterdam nach Aruba geflogen. Die Flugzeit ab Amsterdam beträgt ca. 10 Stunden. Die Zeitverschiebung im Sommer sechs, im Winter sieben Stunden.

Mit dem Flugzeug

Die Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgt am schnellsten über Amsterdam mit KLM.  Der Internationale Flughafen Reina Beatrix in Aruba liegt ca. 3,5 k m süd-östlich von Oranjestad. In die Stadt kommt ihr am besten mit dem Taxi oder Bus. Am flexibelsten seid ihr natürlich mit dem Mietwagen.

Flüge über Amsterdam kosten in der Regel um die 600 €.

Mit dem Kreuzfahrtschiff

Der Hafen von Oranjestad wird von vielen Kreuzfahrtschiffen angefahren (unter anderem auch von AIDA Cruises). Informiert euch, ob ein Kreuzfahrtschiff während eurer Reise im Hafen liegt, denn dann wird die kleine Insel kurz von vielen Touristen überschwemmt. Das einzigst Gute daran: Sie sind meist am späten Nachmittag wieder weg.

Einreisebestimmungen für Aruba

Für die Einreise nach Aruba genügt für Mitglieder der EU ein gültiger Reisepass sowie ein Weiterflug- oder Rückflugticket. Bei unserer Einreise wurde nicht geprüft, ob wir ein Rückflug- oder Weiterflugticket besitzen.

Empfohlene Impfungen

Falls ihr aus Europa einreist, sind keine Impfungen vorgeschrieben. Generell rate ich immer zu Standard-Impfungen wie Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus.

Konsultiert immer einen Arzt für nähere Infos und zur Impfberatung. Impfungen solltet ihr generell vor jeder Reise prüfen und gegebenenfalls auffrischen.

Die ärztliche Versorgung entspricht anscheinend dem westlichem Standart (ich habe zum Glück weder Arzt noch Krankenhaus aufsuchen müssen).

Leitungswasser kann zwar bedenkenlos getrunken werden, da es aus einer  Meerwasserentsalzungsanlage gewonnen wird. Es hat zu meiner Überraschung sehr gut und nicht nach Chlor oder ähnlichem geschmeckt.

Transport vor Ort

Wenn ihr dann auf Aruba angekommen seid habt ihr mehrere Möglichkeiten zum Transport vor Ort.

Am flexibelsten seid ihr mit dem Mietwagen oder Roller. Viele Unterkünfte stellen kostenlos Fahrräder zur Verfügung, die auch eine Option sind, wenn euch die warmen Temperaturen nichts ausmachen (ich fand es viel zu heiß dafür und während meinem Besuch außerdem zu windig).

Hier unsere Tipps für das Herumkommen in Aruba:

Hinweis zum Taxi fahren

In Aruba gibt es viele Taxis, vor allem am Flughafen stehen immer welche zur Verfügung. Falls ihr mal eines rufen wollt, ist dies die Telefonnummer: (+297) 587 2300.

Die Taxis in Aruba besitzen keinen Taxameter, weil die Tarife auf dem Zielort basieren und nicht auf der Strecke. Darum solltet ihr vor der Fahrt einen festen Fahrpreis mit dem Fahrer vor Abfahrt ausmachen.

Ein Taxi vom Flughafen zu unserem Boardwalk Small Hotel kostet ca. 28 Dollar.

Mietwagen in Aruba

Am Flughafen gibt es Mietwägen für ca. 40 Dollar am Tag (je nach Modell). Ich rate euch, vor der Reise bei billiger-mietwagen.de oder Check24 die Preise zu vergleichen. Ein deutscher Mietvertrag ist im Schadensfall oft besser und einfacher am Ende.

Öffentlicher Transport

Um Palm & Eagle Beach sowie nach Oranjestad gibt es ein tolles öffentliches Verkehrsnetz. Alle 15 Minuten fahren Busse ab 5.45 – 18 Uhr. Danach verkehren sie alle 40 Minuten bis 23.30 Uhr. Eine einfache Fahrt kostet ca. 2 Euro.

Für Kreuzfahrer eine wichtige Info: Der zentrale Busbahnhof befindet sich in der Innenstadt von Oranjestad gegenüber dem Kreuzfahrtterminal neben der Royal Plaza Mall (rosa zweistöckiges Gebäude).

Fahrräder auf Aruba

Die Insel hat ein Leihfahrradsystem eingeführt. Rund 100 Räder stehen an acht Stationen zur Verfügung. Direkt vor unserem Boardwalk Small Hotel war eine dieser Stationen.

Kein Wunder dass es Fahrräder gibt, gehört die Insel doch zu Holland.

Mehr Infos: greenbikearuba.com

Wissenswertes zu Aruba

Der unabhängige Staat Aruba trennte sich 1986 von Holland, wird aber immer noch unter dem Königreich der Niederlande als Staatsoberhaupt regiert.

Geld und Kreditkarten für Aruba

Auf Aruba bezahlt man mit Florin, auch Antillen-Gulden genannt. Da überall US-Dollar akzeptiert werden und das Wechselgeld ebenso in US-Dollar bekommt, benötigt man die Landeswährung so gut wie nicht. Da der Wechselkurs überall gleich berechnet wird, entstehen euch so keine Nachteile.

Wenn möglich raten wir euch, alles mit Kreditkarte zu bezahlen (ohne Auslandsgebühren, siehe meine Tipps für die besten kostenlosen Reisekreditkarten). Beim Abheben verlangt die Bank in Aruba am Automaten ca. 5 Euro, was eine satte Summe ist.

Geld und Währung

Offizielle Währung in Aruba ist der Florin,auch Antillen-Gulden genannt. Überall wird der US-Dollar akzeptiert. Ich war immer irritiert, ob in Restaurants und Supermärkten jetzt Dollar- oder Florin-Preise angegeben waren. Fragt zur Sicherheit immer nach.

Uns wurde meist in US-Dollar herausgegeben. Da wir immer verwirrt waren haben wir so oft es ging mit unserer Reise-Kreditkarte bezahlt.

Beim Abheben verlangt die Bank in Aruba am Automaten ca. 5 Euro, was eine satte Summe ist, da wir nie größere Beträge abheben konnten. Bei meiner Kreditkarte DKB Bank (Visa Card als Aktivkunde) kann ich diese Gebühren nach der Reise wieder zurückholen.

2021 sind die besten Kreditkarten die VISA Card der DKB Bank (als Aktivkunde) und die GenialCard der Hanseatic Bank. Mit diesen Karten kannst du kostenlos Geld an Automaten abheben und vor Ort bezahlen, ohne Auslandsgebühren im Ausland in Fremdwährungen zu bezahlen!

Mein Tipp für ein nachhaltiges Konto ist die Tomorrow Bank. Diese Kreditkarte nutze ich gerne in Deutschland und Europa (Apple Pay funktioniert ebenfalls damit).

Wo liegt eigentlich Aruba?

„Katrin, das klingt alles super! Aber wo liegt eigentlich Aruba?“ – meine Freunde staunten über meine Berichte und Fotos, hatten aber keine Ahnung, wo Aruba liegt. Falls es euch genau so geht, hier meine kleine Kurzbeschreibung:

Aruba gehört zu den Kleinen Antillen und liegt nur 25 km vor Venezuela. Geographisch gehört es zu Südamerika, offiziell aber autonom und als gleichberechtigtes Land im Königreich der Niederlande. Heißt: Aruba hat eine eigene Regierung und Währung aber jeder Einwohner besitzt einen holländischen Pass.

Offizielle Amtssprache ist niederländisch, privat wird hauptsächlich Papiamentu gesprochen. Jeder Einwohner versicherte mir, dass er außerdem perfektes Englisch, Spanisch und Portugiesisch spricht.

Aruba ist übrigens die kleinste und westlichste der drei „ABC-Inseln“ Aruba, Bonaire und Curaçao.

Karte Aruba und Karibik

Lohnt sich ein Besuch vom Flamingo-Strand vor Aruba?

Wer sich auf eine Aruba Reise vorbereitet, wird vor allem mit einem Bildmotiv konfrontiert: Flamingos am Strand. Dass sich diese auf einer Privatinsel namens Renaissance Island befinden, wissen erstmal die wenigsten.

Man hat allerdings die Möglichkeit, als Nicht-Gast des Hotels einen Day Pass für 99 US-Dollar zu erwerben. Nur nach Verfügbarkeit und nur, wenn das Hotel nicht ausgebucht ist.

Wäre ich Hotel-Gast, ich würde sofort hinfahren. Denn vom Segelboot aus sah die kleine Insel traumhaft schön aus (abgesehen von den Flamingos).

Dann kommt die Sache mit den Flamingos: Ich habe mich vor der Reise im Internet damit beschäftigt, denn es kursiert das Gerücht, dass den armen Tieren die Flügel gestutzt wurden, damit sie nicht von der Insel wegfliegen können. Ein Flamingo musste angeblich schon von der Gruppe getrennt werden (im Internet heißt es, er wäre aus freien Stücken weggeflogen), da er aggressiv wurde.

Da ich mich immer für den Schutz von Tieren einsetze, bin ich im Nachhinein froh, dass ich weder Zeit noch die Chance auf einen Day Pass hatte, denn das Hotel war ausgebucht. Die Entscheidung wurde mir somit abgenommen.

Flamingos könnt ihr auf der ganzen Welt in freier Natur erleben. Zum Beispiel in Mexiko, Sardinien, Kolumbien oder den Nachbarinseln Arubas.

Diese Bilder stammen von einer befreundeten Fotografin Ines Thomsen, die 4 Monate auf Aruba gelebt hat und ich am ersten Tag zum Glück noch in Aruba treffen konnte. Sie fand es traumhaft auf der kleinen Insel und riet mir zu einem Besuch:

Erfahrungen und Fazit zum Aruba Urlaub

„Katrin, wie war es in Aruba? Die Bilder sahen klasse aus!“ – O-Ton sämtlicher Freunde  nach meiner Rückkehr. Kurz muss ich überlegen.

Denn für mich darf ein Urlaub in der Karibik nicht nur aus schönen (Traum-)Stränden, Sonne und guten Cocktails bestehen. Meine Ansprüche mittlerweile (leider) sind hoch. Nicht weil ich Luxus brauche, im Gegenteil. Ich möchte die Natur in ihren schönsten Farben und Formen erleben. Je naturbelassener und menschenleerer ein Strand ist – umso besser.

Große Hotels wie sie am Palm Beach zu finden sind, gefallen mir in der Regel nicht. In Aruba gibt es aber viele kleinere Unterkünfte wie das wundervolle Boardwalk Small Hotel. Unsere Casita hatte eine Hängematte – wichtiger Pluspunkt! Die Unterkunft war knallbunt – auch ein Plus!

Der angeblich schönste Strand der Karibik (Eagle Beach) war für mein Empfinden gar nicht der schönste. Da ich aber weiß, dass die meisten Menschen auf breite weiße Sandstrände stehen wird es wohl so sein. Dafür fand ich ganz andere Strände wie Boca Catalina und Arashi Beach, die direkt am Riff liegen. Reingehen, abtauchen und Fische gucken. Wunderbar!

Sehr überrascht war ich von der rauen Nordküste! Die Klippen und das rauschende Meer steht im totalen Gegensatz zum Süden. Hier hätte ich stundenlang sitzen und das Meer beobachten können.

Besonders die Abwechslung hat mir in Aruba gefallen. SUP, Kajak, Kitesurfen (muss ich mal ausprobieren), Tauchen (leider keine Zeit gehabt), Offroad fahren, Street Art und Touren mit Locals wie Frankie, … Aruba ist sehr vielfältig! Auch kulinarisch findet jeder sein Lieblingsessen – egal ob frischer Fisch, Vegan oder Südamerikanisch.

Was mir in Aruba gefehlt hat? Die bunten Häuser und laute Musik in den Straßen, wie man es von anderen karibischen Zielen kennt, vermisste ich sehr. Ab und zu sehen wir bunt angemalte Häuser oder passieren Shops, aus denen laute Musik schallt, doch leider viel zu selten. Denn dann wäre das Karibik-Gefühl für mich perfekt gewesen. Vielleicht bin ich auch einfach schon zu viel herumgekommen?