Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Drakensberge sind ein UNESCO-Weltnaturerbe und bieten dir eine Mischung aus wilder Natur, atemberaubenden Wanderungen und authentischem Südafrika – fernab der typischen Touristenpfade.
- Ich empfehle dir eine Route von Süd nach Nord, mit strategisch gewählten Unterkünften nahe der besten Wandergebiete wie Monk’s Cowl, Royal Natal und dem legendären Sani Pass.
- Mein Highlight: Der Tugela Gorge Trail im Royal Natal Nationalpark – eine spektakuläre Schluchtwanderung mit Blick aufs Amphitheater und erfrischenden Felsenpools.
- Für den Sani Pass brauchst du einen 4x4 oder buchst eine geführte Tour. Die Strecke nach Lesotho ist steil und ausgewaschen, aber belohnt dich mit unglaublichen Ausblicken und dem „Highest Pub of Africa“.
- Ich war allein unterwegs und habe mich sicher gefühlt. Wichtig: Früh starten, Offline-Karten laden, in Besucherbücher eintragen und immer die Unterkunft informieren – besonders bei Solo-Wanderungen.
Meine Highlights in den Drakensbergen
- Amphitheater & Tugela Falls (Royal Natal Nationalpark)
- Fahrt auf dem Sani Pass nach Lesotho
- Wandern im Champagne Valley & Monk’s Cowl
- Golden Gate Highlands Nationalpark
- San-Felsmalereien im Giants Castle Game Reserve



Reisetipps für die Drakensberge
Wie sicher sind die Drakensberge?
Ich habe mich (auch alleine) nie unsicher gefühlt. Nur so manche Wanderung entpuppte sich am Ende als etwas abenteuerlicher, als ich es gedacht habe. Die Wege waren (zur grünen Regenzeit) überwachsen, das Gras stand mir manchmal über den Kopf, dadurch waren Tritte nicht immer gut sichtbar und wer auf offline Wander-Apps vertraute (wie ich teilweise), stand manchmal näher am Abgrund als gewollt.
Zum Glück siegt dann immer der Verstand und man prüft lieber fünfmal, ob der Weg hier auch wirklich richtig sein kann. Denn Schilder sucht man oft vergebens. Also: Augen auf!
- Wie sicher ist eine Reise nach Südafrika? Meine Erfahrung nach 10 Reisen
- Alleine als Frau in Südafrika reisen - meine Erfahrungen
Warum du die Drakensberge besuchen solltest
Die Drakensberge in Südafrika zählen für mich zu den eindrucksvollsten Reisezielen im ganzen Land. Das Gebirge zieht sich fast 1.000 Kilometer entlang der Grenze zu Lesotho und beherbergt den uKhahlamba-Drakensberg Park, der seit 2000 als UNESCO-Weltnaturerbe gelistet ist.
Hier wanderst du durch grüne Täler, spektakuläre Schluchten und vorbei an rauschenden Wasserfällen – immer mit Blick auf dramatische Bergkulissen. Es ist eine Region voller Weite, Ruhe und Ursprünglichkeit, in der du Südafrika fernab der klassischen Touristenpfade erlebst.
Was mich besonders begeistert hat: Die Drakensberge fühlen sich an wie das „echte Afrika“ – wild, grün und unberührt. Gleichzeitig findest du hier komfortable Lodges mit Top-Lage und kannst Touren unternehmen, die zu den spektakulärsten des Landes zählen – allen voran der Sani Pass nach Lesotho.
Nach meiner Reise steht für mich fest: Diese Region möchte ich wieder besuchen – nicht irgendwann, sondern möglichst bald.
Beste Reisezeit
Die Drakensberge sind das ganze Jahr über bereisbar, aber je nach Reisezeit erlebst du ganz unterschiedliche Stimmungen.
Die beste Zeit zum Wandern sind Frühling und Herbst – also März bis Mai sowie September bis November. Dann ist es meist trocken, nicht zu heiß, und die Sicht ist besonders klar.
Ich war im Februar unterwegs – mitten im südafrikanischen Sommer. Die Landschaft war sattgrün und lebendig, aber es kam regelmäßig zu Gewittern am Nachmittag. Mein Tipp: Starte Wanderungen früh am Morgen. Ich war meist um 7:30 Uhr unterwegs und mittags wieder zurück.
| Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reisezeit | - | - | 0 | 0 | + | + | + | + | 0 | 0 | 0 | - |
| Weniger Touristen | + | + | + | + | 0 | - | - | - | 0 | + | + | + |
| Temperatur | 10°C | 11°C | 12°C | 13°C | 20°C | 22°C | 30°C | 20°C | 15°C | 14°C | 14°C | 10°C |
Beste ReisezeitGeeignete JahreszeitWeniger geeignete Jahreszeit
Hier ein Überblick über die Jahreszeiten:
- Frühling (Sep–Nov): Mild, grün, ideal für Wanderungen
- Sommer (Dez–Feb): Warm, oft schwül, nachmittags Gewitter – dafür spektakuläre Vegetation
- Herbst (März–Mai): Trocken, klare Sicht, angenehme Temperaturen
- Winter (Juni–Aug): Kalt in höheren Lagen, sonnig – teilweise Schnee möglich
Wenn du flexibel planen kannst, wähle den Frühling oder Herbst für deine Reise. Im Sommer ist es wunderschön grün, aber du musst mit Wetterumschwüngen rechnen.
Die schönsten Wanderungen in den Drakensbergen
Die Drakensberge sind ideal zum Wandern – egal, ob du gemütlich unterwegs bist oder sportliche Herausforderungen suchst. Ich habe mich bewusst für kurze bis mittellange Touren entschieden, die du gut ohne Guide gehen kannst. Hier findest du meine Favoriten und weitere beliebte Routen, die sich auch für Einsteiger eignen.
Tugela Gorge Trail (Royal Natal Nationalpark)
Dieser Weg ist mein persönliches Highlight. Die Wanderung führt dich durch eine spektakuläre Schlucht mit Felswänden, Wasserläufen und Pools, in denen du am Ende sogar baden kannst. Der Blick aufs Amphitheater ist atemberaubend. Die Strecke ist technisch einfach, aber mit knapp 14 Kilometern relativ lang. Gute Wanderschuhe und Trittsicherheit solltest du mitbringen. Ich war über fünf Stunden unterwegs und empfehle, früh zu starten – besonders in der Regenzeit.
Nandi Falls Trail (Monk’s Cowl)
Eine schöne Einstiegswanderung mit moderater Steigung. Du läufst rund sechs Kilometer durch grüne Wiesen, über kleine Bäche und erreichst am Ende einen idyllisch gelegenen Wasserfall. Der Weg ist gut markiert und eignet sich perfekt für den ersten Tag vor Ort.
Hier findest du alle Wanderungen im Monky Cowl
Mushroom Rock Trail (Champagne Valley)
Diese kurze Wanderung lohnt sich vor allem wegen der Aussicht. Ziel ist ein markanter Felsen in Pilzform, der dir einen weiten Blick auf das grüne Champagne Valley bietet. Ich empfehle den Weg besonders als Aktivität am An- oder Abreisetag – er ist nicht anstrengend und in zwei Stunden gut machbar.
Rainbow Gorge Trail (Cathedral Peak)
Der Weg startet am Cathedral Peak Hotel und führt durch schattigen Wald und entlang eines Flusses in eine schmale Schlucht. Wenn das Licht richtig fällt, kannst du Regenbögen in der Gischt sehen – daher der Name. Die Rundwanderung ist etwa elf Kilometer lang und landschaftlich sehr abwechslungsreich.
Sentinel Peak & Chain Ladder (Tugela Falls von oben)
Wenn du trittsicher bist und keine Höhenangst hast, ist diese Tour spektakulär. Du wanderst vom Sentinel Car Park auf das Plateau des Amphitheaters – über zwei senkrechte Eisenleitern. Alternativ gibt es einen Umweg ohne Klettereinlagen. Oben wirst du mit dem Blick über die Tugela Falls belohnt, die hier knapp 1.000 Meter in die Tiefe stürzen. Nur mit 4x4 erreichbar oder per Shuttle ab der Witsieshoek Mountain Lodge.
Weitere Optionen für Fortgeschrittene
Wenn du mehrere Tage wandern möchtest, gibt es auch längere Routen. Der Mnweni Circuit (3 Tage) und der Giant’s Cup Trail (5 Tage) gelten als besonders schön. Auch eine Besteigung des Mafadi, dem höchsten Gipfel Südafrikas, ist möglich – allerdings nur mit guter Vorbereitung oder Guide.
Welche Regionen der Drakensberge gibt es?
Die Drakensberge ziehen sich über rund 1.000 km – von den nördlichen Ausläufern nahe der Panorama Route bis in den Eastern Cape. Der Großteil des Gebirges verläuft entlang der Grenze zu Lesotho. Für die Reiseplanung wird das Gebiet meist in vier Hauptregionen unterteilt – je nach Zugang, Highlights und Landschaftscharakter:
Nördliche Drakensberge
Die nördlichen Drakensberge rund um den Royal Natal Nationalpark sind für mich der dramatischste Abschnitt des Gebirges. Hier befindet sich das ikonische Amphitheater – eine über 5 Kilometer lange Felswand – sowie die Tugela Falls, die zu den höchsten Wasserfällen der Welt zählen. Die Landschaft ist geprägt von steilen Klippen, weiten Hochebenen und gut markierten Wanderwegen.
Ich habe in der Montusi Mountain Lodge übernachtet – mit direktem Blick aufs Amphitheater. Die Wanderung zur Tugela Gorge gehört für mich zu den eindrucksvollsten Tagestouren, die ich je gemacht habe.
Highlights:
- Royal Natal Nationalpark
- Amphitheater & Tugela Falls
- Tugela Gorge Trail
- Montusi Waterfall Trail
Zentrale Drakensberge
Diese Region ist ideal, wenn du in grüner Hügellandschaft wandern und dabei imposante Gipfel wie Monk’s Cowl, Cathedral Peak oder Champagne Castle im Blick haben willst. Ich habe im Champagne Castle Hotel übernachtet und konnte direkt von der Unterkunft aus zu den Wanderwegen starten – unter anderem zum Nandi Falls Trail und dem Mushroom Rock.
Die Gegend rund um das Champagne Valley ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und eignet sich besonders gut für entspannte Tageswanderungen mit schöner Aussicht. Hier findest du auch viele Unterkünfte in allen Preisklassen – von einfach bis luxuriös.
Highlights:
- Monk’s Cowl & Champagne Valley
- Cathedral Peak & Rainbow Gorge
- Mushroom Rock Trail
- Nandi Falls Trail (hier im Detail ansehen)
Südliche Drakensberge
Der Süden ist rauer, ursprünglicher und deutlich weniger touristisch erschlossen. Der bekannteste Punkt ist der Sani Pass – eine legendäre Gebirgspiste, die dich in steilen Serpentinen auf über 2.800 Meter nach Lesotho führt. Für mich war das eine der beeindruckendsten Offroad-Touren überhaupt.
Außerdem befindet sich hier das Giants Castle Game Reserve, wo du neben schönen Wanderwegen auch Felsmalereien der San entdecken kannst – einige davon über 3.000 Jahre alt.
Highlights:
- Sani Pass & Underberg
- Giants Castle & San Rock Art
- Giants Hut Trail
- Langalibalele Pass
Meine Route durch die Drakensberge (Februar 2025)
Ich bin die Drakensberge von Süden nach Norden gefahren – gestartet ab Durban und weiter bis Bloemfontein. Unterwegs habe ich gezielt Unterkünfte gewählt, die strategisch günstig zu Wanderwegen und Highlights lagen. So konnte ich in einer Woche viele unterschiedliche Landschaften erleben, ohne täglich lange Strecken fahren zu müssen.
Hier siehst du meinen genauen Ablauf:
- 10.2.: Anreise über den Midlands Meander, Zwischenstopp in Nottingham Road. Übernachtung in der Yellowwood Farm – perfekt zum Ankommen.
- 11.2.: Tagesausflug über den Sani Pass nach Lesotho – ein Offroad-Erlebnis mit grandiosen Ausblicken. Rückfahrt zur Yellowwood Farm.
- 12.2.: Fahrt in die zentralen Drakensberge, Wanderung zum Nandi Falls. Übernachtung im Champagne Castle Hotel.
- 13.2.: Kurze Wanderung zum Mushroom Rock, danach Fahrt Richtung Norden zur Montusi Mountain Lodge.
- 14.2.: Tageswanderung durch die Tugela Gorge im Royal Natal Nationalpark. Übernachtung erneut bei Montusi.
- 15.2.: Scenic Drive durch den Golden Gate Highlands Nationalpark, dann Weiterfahrt Richtung Bloemfontein.
- 16.2.: Ankunft in Bloemfontein mit Anschluss an meine Weiterreise zum Kishindo Tiger Canyon.
Diese Route kann ich dir nur empfehlen, wenn du die Drakensberge intensiv, aber ohne Stress erleben möchtest – mit Fokus auf Natur, Ruhe und gut erreichbaren Wanderzielen.
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Das sagen unsere Leser
2 KOMMENTAREHeike
9. November 2025 um 16:25 UhrDanke Kathrin für den tollen Bericht!
Die Drakensberge stehen schon lange auf meiner Liste für Südafrika. Bis jetzt wusste ich aber noch nicht wo anfangen mit der Planung. Mein alter SA Routen Reiseführer gibt da nicht wirklich viel her.
Dank Deines Berichts kann ich es jetzt für einen unserer nächsten Südafrika Aufenthalte einplanen:-)
Katrin Lehr
10. November 2025 um 14:28 UhrHallo Heike,
genau so ging es mir auch immer. Das freut mich sehr, die Drakensberge sind wunderschön und lohnen sich so sehr! Daher habe ich auch die Route aufgeschrieben (es folgt noch ein Beitrag ausschlielich zum Roadtrip ab Durban).
Liebe Grüße
Katrin