Bluterlöserkirche St. Petersburg
Wodka Museum St. Petersburg Russland
Chris Lippert

Hi ich bin Chris!

Ich bin Musiker, spiele Gitarre, Bass, Klavier, manage Künstler und schreibe Songs. Als Restaurantkritiker liebe ich natürlich Essen und das Reisen ist für mich der beste Weg, den eigenen Horizont zu erweitern.

Russlands Zarenstadt ist längst kein Geheimtipp mehr

Sankt Petersburg: 7 Tipps für das perfekte verlängerte Wochenende

Sankt Petersburg, die zweitgrößte Stadt des schier unendlich großen Russlands, liegt nur wenige Flugstunden entfernt und entführt dich in eine andere Welt. Aber nur Könige, Kaviar und Krawatten? Mitnichten, diese Stadt hat viel mehr zu bieten, und nachdem seit Oktober 2019 die problemlose achttägige Einreise über ein kostenfreies eVisum möglich ist, lohnt sich ein verlängerter Wochenendtrip!

Hier meine Tipps für diese aufregende Stadt, gespickt mit einigen Orten abseits der üblichen Touristenrouten!

Viel Spaß beim Lesen!

1. Essen

St. Petersburg ist kulinarisch vielseitig. Neben den stereotypischen Kaviar-Hotspots tummeln sich auch zahlreiche andere, lokale wie internationale Perlen.

Hier ein Beispiel für den perfekten Drei-Mahlzeiten-Tag:

Frühstück im ältesten Café der Stadt

Für den einheimischen Frühstücks-Snack geht’s in das älteste Café der Stadt, das Pyshechnaya (Adresse: Bolshaya Konyushennaya St 25).

Seit 1958 werden hier „Ponchinki“, russische Donuts, serviert. Ein echter Klassiker, und nirgendwo schmecken sie so frisch wie hier – das wissen auch die etwas übergewichtigen Hauskatzen, die sich hier im Lokal tummeln und keinen Schoß auslassen.

Mittags im Wodka-Museum

Der Mittagstisch wird typisch russisch: Im Wodka-Museum kann man sich nicht nur von der (teilweise sehr skurrilen) Geschichte des wohl stereotypischsten Getränk des Landes erzählen lassen, sondern selbstverständlich selbst ausgiebigst (ver-)kosten.

Im anliegenden Restaurant gibt es außerdem typisch russische Speisen wie Fleisch-Aspik, Blinis, Borschtsch und Oladji mit Kaviar. Aber aufgepasst, ähnlich wie beim deutschen Kölsch wird hier gnadenlos nachgeschenkt!

Casual-Dining im CoCoCo

Für ein wirklich russisches Dinner muss man sich nicht großartig in Schale schmeißen. Casual-Dining ist das Zauberwort, und wer sich einmal durch die kulinarische Geschichte des Landes futtern will, sollte einen Tisch im CoCoCo reservieren.

Igor Grischechkin kocht sich hier einmal durch das Zarenreich, besonders die Desserts sind nicht nur geschmacklich, sondern optisch eine echte Augenweide und schonen noch zudem das Portemonnaie.

Sehr moderne „Nose-to-tail”-Küche bietet das Meal sowie die TarTar-Bar, Asian-Fusion gibt’s im hippen Made in China.

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2. Bars und Trinken

Die Barlandschaft Sankt Petersburgs ist schon lange über Champagner und Vodka hinausgewachsen.

El Copitas ist Weltspitze!

Wer was ganz Besonderes erleben will, der begibt sich ins El Copitas. Diese kleine, sehr versteckte Bar – auf Platz 27 der weltbesten Trinklokalitäten – erreicht man über einen Hinterhof.

Dort suche man die richtige Tür mit einer Klingel … gar nicht leicht. Aber wer sich die Mühe macht, wird mit ausgesuchten Mezcal-Drinks und mexikanischen Snacks belohnt. Viel mehr sei gar nicht verraten; einfach mal die Telefonnummer auf der Webseite anrufen und reservieren.

„El Copitas“ heißt übersetzt „kleine Gläschen“. Hier gibt’s auch große!

Weitere Tipps fürs Nachtleben in St. Petersburg

Ähnliche versteckte Speakeasies sind das Architector, die auf Wodka spezialisierte Liberty Bar sowie das Shchel, auf der Wein-seite das DO-immigration. Viel Spaß beim Suchen!

Wer keine Lust auf Schnitzeljagd hat und beim Trinken gerne live dargebotenen Jazz hört, schaut im The Hat vorbei, und wer sich ausschließlich in die Hände von Trinker-Profis begeben will, ist in der Apotheke Bar perfekt aufgehoben. Echtes Kaminfeeling sowie eine ausgefallen Getränkekarte, die auf alten Kindermärchen beruht, gibt’s in der Xander Bar des Four Seasons-Hotels.

Verrückte Märchen-Drinks in der „Xander Bar“ im Four Seasons
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3. Museen

Eremitage

Ein Besuch des weltberühmten Eremitage ist Pflicht! Als ein Kernelement des UNESCO-Weltkulturerbes beheimatet es 65.000 Exponate. Hier einige Kandinsky, da drüben ein Van Gogh, um dahin zu kommen vorbei an den Rembrandts, Picassos, da Vincis … man reibt sich eigentlich permanent die Augen, was sich hier versammelt.

Weiter unten dann Mumien und andere ägyptische Devotionalien, irgendwann dieses Thronzimmer. Unbedingt einen Guide dazu buchen!

Tickets für die Eremitage ohne Anstehen mit Führung buchen

Museum of Fine Arts

Ebenfalls wunderschön und zeitlich „machbarer“: das Museum of Fine Arts. Die Kunstpromi-Dichte ist hier ebenfalls hoch, doch geht es vornehmlich um russische Kunst in ihrem geschichtlichen Werdegang, dazu noch einige weitere, wechselnde Ausstellungen. Informiert euch am besten vorher, was gerade zu sehen ist – es lohnt sich!

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4. Ballett

Das russische Ballett ist so historisch wie beeindruckend; nirgendwo sonst spürt man disziplinierte Grazie so sehr, wie bei einer Vorführung im Heimatland. Das berühmte Russische Staatsballett ist zwar nur in Moskau zu bewundern, aber auch in St. Petersburg kann man hervorragend in die bombastische Welt des Tanzes eintauchen.

„Spartakus“ – man war da was los!

Das Mikhailosky Theatre bietet regelmäßig wechselnde Inszenierungen, ich schaute mir die leidige Geschichte von „Spartakus“ an. Die mehr als hundert Personen auf der Bühne, das laute Orchester, der schöne Saal … wahrlich episch und beeindruckend.

Wenngleich der Einsatz von zwei lebenden Tigern auf der Bühne diskutabel ist. Es ist und bleibt Russland, liebe Damen und Herren!

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5. Sightseeing

Die typischen Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg

Die wunderschöne Altstadt, der Blick von der Isaak Kathedrale, die pompösen U-Bahnstationen und die Bluterlöserkirche (Auferstehungskirche) mit abschließender Kanalrundfahrt entlang der Newa – das meiste davon werdet ihr schon auf eurer Liste haben.

Tickets für Kanalrundfahrt reservieren

Das junge hippe St. Petersburg

Wer daneben das junge St. Petersburg kennenlernen will, sollte mal in der historisch wertvollen, heute als fünf Gebäude umfassendes Kreativzentrum genutzte Golitsyn Hall vorbeischauen. Hier ist richtig was los! Shoppen, futtern, schlendern und sich Pop-up-Stores anschauen geht auf dem Vasileostrovsky Market, auch kurz VO-Market genannt.

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6. Hotel-Tipp für Sankt Petersburg

Etwas nobler, dafür absolut zentral für jede Unternehmung ist das SO/ Sofitel mit Blick auf die Isaakskathedrale.

Das Frühstück ist hier ne echte Wucht: Ein perfektes Egg Benedict, Kaviar sowie russische Klassiker. Schon mal Hühnerbrühe mit Blinis zum Frühstück verspeist? Eben. Hier geht das, und wenn es um die wichtigste Mahlzeit des Tages geht, seid ihr hier an der richtigen Adresse.

 

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7. Reisetipps

Wann sollte ich nach Sankt Petersburg?

Im Sommer, zu den Weißen Nächten, ist die Stadt bei Touristen äußerst beliebt. Wenn du etwas entspannter flanieren willst, dann empfiehlt sich Oktober bis Januar. Dann ist es zwar merklich kälter, aber sommerliche Temperaturen kommen hier sowieso selten auf …

Wie komme ich nach Sankt Petersburg?

Von Berlin gibt es Direktflüge mit knapp über 2 Stunden von Schönefeld (von Tegel mit einem Stopp), aus München direkt mit der Lufthansa. Von Frankfurt am Main steigt ihr ebenfalls einmal um.

Günstige Flüge finden wir immer bei Skyscanner

Wie erhalte ich das Visum?

Seit Oktober 2019 erhalten deutsche Staatsbürger ein kostenloses, acht Tage gültiges eVisa zur einmaligen Einreise nach Sankt Petersburg und das Leningrader Gebiet. Das gilt allerdings nur für die Einreise mit dem Flugzeug, nicht für die Bahn!

Achtet auch darauf, dass euer Reisepass gut aussieht, ansonsten können euch größere Airlines das Boarden am Gate (dort gibt es eine Art Visa-Pre-Check) verweigern. Weitere Informationen zum Antrag des Visums findet auf der Seite der Russischen Botschaft.

Wie lange bleibe ich?

Für die Stadt selbst sollten 3-4 Tage, also ein verlängertes Wochenende, ausreichen, wer noch das ebenfalls mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten gespickte Umland sehen möchte, plant am Besten 5-6 Tage ein.

Tipp: Ihr könnt per Schnellzug nach Moskau fahren. In drei Tagen könnt ihr Moskaus Sehenswürdigkeiten erkunden.

Womit zahle ich in Sankt Petersburg?

Mit Russischen Rubel. 1 Euro sind dabei ca. 70 Rubel. ATMs findet ihr überall in der Stadt. Am besten, ihr besorgt euch eine VISA-Karte, mit der ihr international kostenlos abheben könnt.

Muss ich Russisch sprechen können?

Es hilft zwar, ein paar Sätze loswerden und vor allen Dingen die kyrillischen Schriftzeichen lesen zu können (besonders dann, wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wollt), aber die meisten Menschen der neuen Generation und vor allen Dingen in den Geschäften verstehen Englisch.

Dank gilt der Unterstützung durch das CoCoCo Restaurant, SO/ Sofitel, Matilda Shnurova sowie Bon Vivant Communications für den Trip. Meine Meinung bleibt trotzdem meine eigene.

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