Kurztrip nach Singapur - Sehenswürdigkeiten und weniger bekannte Orte

Singapur: Meine Tipps für das „Asien 2.0“

Ach Singapur, du hohes, modernes Singapur. Sauber, geordnet und technologisiert willst du gar nicht recht in das kantige, exotische Bild Südostasiens passen – und genau das macht dich so besonders. Wie ein „Asien für Anfänger“ machst du es vor allen Dingen Einsteigern recht einfach, sich schnell und komfortabel durch die vielen kulturellen Facetten der Länder China, Indien und Malaysia zu bewegen. Allerdings schaust du auch tiefer in unsere Geldbeutel.

Ich durfte einige Tage in der Stadt verbringen und hab euch hier ein paar Tipps für Singapur zusammengestellt – viel Spaß!

Chinatown Singapur – wuseliges Mini-China

Wer – wie ich – am frühesten Morgen in Singapur landet, der sollte sich das Schlafen (allein schon der Jetlag-Vorbeugung wegen) sparen. Einer Stadt beim Aufwachen zuzuschauen bietet den perfekten Einstieg in jede neue Umgebung,. Das Frühstück sollte am besten in Chinatown eingenommen werden: Das Chinatown Complex Food Center, der größte Street-Food-Komplex der Stadt, bietet über 250 Fress-Stände auf kleinstem Raum und zum kleinsten Preis, von besterntem „Chicken & Rice“ und Char Sui bei Hawker Chan, über BBQ-Buns zu sehr solidem Kaffee bei Wu Shi Nian Dai – da bleibt kein kulinarisches Auge trocken.

Beeindruckend: Der „Buddha Tooth Relic Temple“
Chinatown: Ein kleines China inmitten der Großstadt

Für den Abend empfiehlt sich ein Besuch im Long Beach direkt am Strand für die volle Seafood-Dröhnung (Black Pepper Crab!) oder in einer Filiale von Song Fa – letzteres lockt vor allen Dingen Einheimische mit zartem Schweinefleisch und ist bekannt für sein „Bak Kut The“, eine malaysisch-singapurische Spezialität – ein Schweinefleisch-Tee. Klingt seltsam, schmeckt aber köstlich.

Die „Black Pepper Crab“ im Long Beach Seafood Restaurant
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Gardens by the Bay & Botanischer Garten – grünes Singapur

Futuristisch, anmutend, hoch: Gardens by the Bay

Singapur ist außerordentlich grün. Wem das nicht reicht, dem sei ein Ausflug in die Indoor-Gärten Gardens by the Bay empfohlen. Auf schier endloser Flur der beiden gigantischen Kuppeln – genauer gesagt auf unglaublichen 101 Hektar – gibt es eine stetig wechselnde Artenvielfalt zu sehen, die sich immer einem Thema widmet. So erlebte ich die fantastische Welt der „Alice im Wunderland“ und futuristisch bewachsene Hochhäuser. Beeindruckend!

Grün und bunt, wohin man auch schaut: Singapur

Klassisches Gartenflanieren erlauben die ebenfalls äußerst gepflegten botanischen Gärten – und wer Orchideen mag, wird hier ganz sicher ungeahnte Grenzerfahrungen erleben, die sich am besten bei Burger und Ingwertee im Halia besänftigen lassen.

Alice im Wunderland, mitten in Singapur
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Little India - darf's etwas wilder sein?

Ein kleines Stück Indien erlebt man im gleichnamigen Viertel. Ganz unterdrücken lässt sich die Eigenart eines jeden Völkchens nämlich nicht: Hier geht es weitaus „drängeliger“, lauter zu als im restlichen Singapur – die Luft wirkt gleich ein paar Grad heißer, und man findet dann doch den einen oder anderen Zigarettenstummel auf der Straße. Sehr sympathisch. Es empfiehlt sich, durch die engen Gassen zu wandern und sich von den Gerüchen und wilden Shops treiben zu lassen. Essen kann man hier an nahezu jeder Ecke, bei meinem Besuch kam das Banana Leaf Apolo (ebenfalls mit verschiedenen Filialen vertreten) dem lauten, engen Fingeressen meiner Indien-Reise recht nahe.

 

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Shoppen in Singapur – die nächste Mall ist nicht weit

In den Straßen Singapurs wimmelt es nur so vor Shoppingmöglichkeiten

Die Singapurer – vorrangig die Damen – lieben den Müßiggang, und offensichtlich steht das Shoppen ganz weit oben auf der Liste: Die Menge an riesigen, modernen und mit nahezu aller Art von Mode und Accessoires vollgestopften Malls ist bezeichnend.

Moderne Fortbewegungsmittel stehen in Singapur hoch im Kurs

Damit lässt sich gut und gern ein ganzer Tag verbringen, aber wer auf Nummer sichergehen und sich auch kulinarisch versorgt wissen will: Die The Centrepoint beherbergt nicht nur das beste japanische Matcha-Softeis der Welt im Tsujiri, sondern auch eine Filiale der chinesischen Kette Din Tai Fung – der Dumpling-Himmel auf Erden. Spezialität: hausgemachte Soup Dumplings („Xiao Long Bao“ genannt). Man sagt sich, dass der Autor dieses Artikels einst in Shanghai vor euphorischer Eigen-Mästung wie ein dick-obergäriges Fass aus dem Restaurant gerollt werden musste. Hier ist eure Chance.

Zum Niederknien: Die „Xiao Long Bao“ Soup-Dumplings bei Din Tai Fung.
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Zip-Lining am Strand – hoch hinaus!

… wäre ich eines der gutbehüteten Kinder der Stadt, dann müsste mich meine Maid mindestens zwei Mal pro Woche auf die Sentosa Islands fahren. Hier gibt es ein Überangebot an Spaßbetrieben, und das auch noch direkt am Strand.

Wird schon nix schiefgehen: Bemühte Coolness beim Zip-Lining

Das Zip-Lining im MegaZip Adventure Park ist ein überaus spaßiger Akt, selbst für Höhenängstler wie mich – direkt daneben gibt’s auch Bungeespringen für die Hartgesottenen. Danach kann man die zitterigen Füße in den Sand stecken und einen (oder mehrere) Drinks am Badestrand nehmen. Geht schlechter.

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Bars – exklusiv betreutes Trinken!

Singapur ist nicht unbedingt eine Kneipenstadt, viel eher vergnügt man sich in Sehen-und-Gesehen-werden-Manier in einer der exklusiven (naja, was wirkt hier nicht „exklusiv“?) Bars der Stadt. Besonders gut gefiel es mir im Manhattan des Regent-Hotels.

Eine äußerst freundliche Bedienung – das zumindest erfuhr ich leider nicht immer in der Stadt – und der beste Manhattan meines Lebens. Also, zwei davon. Wirklich. Bitte das Scheckheft einpacken, alkoholische Getränke sind in Singapur recht kostspielig (der Bierpreis liegt im Schnitt bei 9 EUR).

Wer es gerne etwas europäischer mag: In Ann Siang Hill und der Club Street tummeln sich viele Expats auf den zahlreichen, etwas versteckten Dach-Bars. Hier lässt sich der Abend entspannt wie redselig ausklingen.

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Street Food – Garküchen im Zaum

Wer mal in eine der angrenzenden Länder Singapurs war, der wird in der großen Stadt sicher die vielen kleinen schmuddeligen Straßenküchen vermissen, in denen der Asiate tagein, tagaus auf winzigen Plastikstühlen schlürft und kaut. Ein kleines Stück dieser wunderbaren Tradition erfährt man auf den Food-Märkten wie dem Lau Pa Sat Market.

Die Spieße kriegen ordentlich Feuer

Holzbänke, kaltes Bier und beeindruckend knusprige und sorgsam gewürzte Satay-Spieße aus Indonesien, umringt von glänzvollen Hochhäusern – es kann so einfach sein.

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ArtScience Museum – Kunst trifft auf Wissen

„Was ist denn das für ein Dudelsack?“, fragte ich höchst unwissend bei einem Blick über die Stadt. Das sei das ArtScience Museum. Und es soll auch keinen Dudelsack, sondern eine Lotusblume darstellen.

Drinnen bringen einen wechselnde Ausstellungen kosmopolitisches Kunstwissen mittels interaktiver, hautnaher Installation näher, wobei bei meinem Besuch vor allen Dingen die spielerischen Installationen der japanischen „Future World“ das begeisterte innere Kind hervorlocken konnten – was im Übrigen gar nicht so schwer ist, mein Begeisterungslevel steigt sehr schnell rasant, aber die Ideen hinter den Installationen waren fabelhaft.

Einfach mal schauen, was dort derzeit zu finden ist (auch das wechselnde Abendprogramm liest sich inspirierend!).

Selten liegen Moderne und Tradition so dicht beieinander, wie in Singapur
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Sterneküche – wenn's noch feiner sein soll!

Seit drei Jahren nimmt sich der Michelin der Restaurants an und verteilt munter seine Sterne. Neben dem erwähnten Street-Food (mit 1,50 EUR wohl der günstigste Stern der Welt) bei Hawker Chan sind es vor allen Dingen die eher exotischen Restaurants, die beeindrucken und nicht überall auf der Welt zu finden sind.

Das günstigste Sterne-Restaurant der Welt: Bei „Hawker Chan“ gibt es prämiertes Chicken & Rice für 1,50 €

Exemplarisch soll hier außerdem das Candlenut erwähnt werden, das sich der Küche der Paranakan, eine ethnische Gruppe der Malaien, verschreibt. Diese Küche war mir bis zu dieser Reise gänzlich neu.

Kurzum: Nur in wenigen Metropolen der Welt lässt sich eine derartige Dichte hochkarätiger Restaurants finden, und wer sich die Katze im Sack sparen will, der sollte mal die Seite des Michelins Singapur besuchen (Tipp: Die mit „Bib“ ausgezeichneten Restaurants haben ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis abseits der eher teuren Sternebuden).

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Weitere Reisetipps - häufige gestellte Fragen zu Singapur

Das war sie, meine kleine Auswahl, aber es gibt – je nach persönlichem Geschmack – noch unzählige andere Dinge zu bestaunen. Hier zur Klärung einiger grundsätzlicher Fragen zu Singapur:

Wie lange sollte ich nach Singapur reisen?

Vier bis fünf Tage dürfen es sein, je nachdem, was man denn alles sehen und wieviel Geld man beim Shoppen ausgeben möchte (Achtung: Wie auch bei uns sind viele Geschäfte am Sonntag geschlossen).

Wie komme ich am besten nach Singapur?

Die günstige Singapore Airlines-Tochter Scoot fliegt den Stadtstaat mittlerweile als Direktflug von Berlin an.

Hotel-Tipps für Singapur?

Hotels gibt es zahlreich, nur sind die nicht ganz billig. Ich fand das Designer-Hotel M Social sehr angenehm, weil recht zentral gelegen – von hier aus sind es nur wenige Kilometer nach Chinatown, und zum Frühstück gibt es einen Roboter, der das Spiegel-Ei automatisch zubereitet. Hat zumindest mich tief beeindruckt. Wer es etwas kostengünstiger mag, bucht sich in eines der vielen Hostels ein.

Wie bezahle ich in Singapur?

Üblicherweise wird in Singapur-Dollar bezahlt (1 SGD = ca. 0,60 EUR), Geld bekommt man am besten per Kreditkarte am Automaten. Dazu empfiehlt sich eine Kreditkarte einer Bank, die kostenfreies Abheben im Ausland ermöglicht, zum Beispiel die DKB VISA-Card. Wechselstuben gibt es allerdings auch überall. Die meisten Geschäfte und Restaurants akzeptieren neben besagter Barzahlung aber auch die Kreditkarte.

Öffentliche Verkehrsmittel in Singapur? Wie komme ich am besten von A nach B?

U-Bahn (MRT, „Mass Rapid Transit“), Bus (am günstigsten) oder Taxi (für sicheren und transparenten Transport am besten die App Grab aufs Handy laden).

Welche Sprache wird in Singapur gesprochen?

Jeder spricht hier Englisch – kein Problem.

Worauf muss ich in Singapur sonst achten?

Auf eine ganze Menge – Singapur wird nicht umsonst Fine City genannt, überall hängen Verbotsschilder, die Strafzahlungen androhen. So darf man nicht mehr als 17 Zigaretten einführen, Kaugummis gar nicht mitbringen und ansonsten auch nur in Apotheken mit ärztlichem Rezept kaufen, Drogen jeglicher Art können gar die Todesstrafe nach sich ziehen.

Mit etwas gesundem Menschenverstand und Respekt vor anderen Ländern und Kulturen sollte man sich aber zurechtfinden.

Der Himmel für jeden Verbotsschild-Designer: Singapur

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Ein Kommentar

  • Ein toller Beitrag über Singapur :) Singapur ist einfach eine tolle Stadt! So klein aber es gibt sooo viel zu erleben und zu sehen! Ich liebe Chinatown und Little India! Im Tekka Centre in Little India gibt es auch ein richtig gutes Hawker Centre mit super leckeren indischen Gerichten :)
    Ich bin im November wieder dort und freue mich schon riesig!

    Viele Grüße!
    Vanessa
    von thetinyflamingo.com

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