Camper kaufen oder selber ausbauen – die Wahl des richtigen Campers!
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Vom Traum zum Kauf des eigenen Wohnmobil

Camper kaufen oder selber ausbauen – die Wahl des richtigen Campers!

Den Traum vom eigenen Camper träumen mittlerweile immer mehr Menschen. Wer einmal einen Roadtrip mit Camper oder Wohnmobil unternommen hat weiß, dass diese Art die ultimative Freiheit auf Reisen bedeutet.

So überlege ich seit 2 Jahren, selbst einen Kastenwagen zu kaufen.

Fragen, die mich vor dem Kauf beschäftigt haben waren vor allem diese:

  • Campervan fertig kaufen oder selbst umbauen?
  • Neu oder gebraucht kaufen?
  • Welche Umweltplakette muss er haben?
  • Soll es ein Van, Kastenwagen, Teilintegrierter, Alkoven oder Vollintegrierter sein?
  • Wieviele Schlafplätze brauchen wir?
  • Wie lang, hoch und schwer ist das Wohnmobil?
  • Wo werden wir damit stehen? Auf Campingplätzen oder „wild campen“
  • Welche Ausstattung und Zubehör benötigen wir?
  • Brauchen wir eine Dusche?
  • Brauchen wir ein WC?
  • Anzahl der beim TÜV eingetragenen Sitzplätze?
  • Solar, Batterien und Strom?
  • Wieviele Betten?
  • Wieviel Stauraum benötigen wir?
  • Wasserversorgung?
  • usw.

Ich werde in diesem Artikel alle Überlegungen aufschreiben, die dir bei der Entscheidung helfen.

Der erste Tipp: Testet diese Art zu reisen aus

Ich empfehle jedem der sich überlegt einen Camper zu kaufen oder selbst umzubauen, davor mit einem geliehenen Wohnmobil zu reisen. Am besten mehrfach mit unterschiedlichen Größen und Ausstattung.

Durch diverse Roadtrips mit unterschiedlichen Kastenwagen und einem Bulli konnte ich bereits Erfahrungen sammeln, unter anderem:

  • 3 Monate mit unterschiedlichen Kastenwagen in Australien (Toyota Hiace mit kleiner Küche und VW Crafter langer Radstand mit Dusche und Klo)
  • Toyota Hilux mit Dachzelt (4 Wochen Namibia und Botswana)
  • Bulli von Roadsurfer zum Bullifestival in Fehmarn

Im Bulli auf Fehmarn regnete es anhaltend, in Australien kamen wir am Uluru in den Wintereinbruch. Nachts hatte es -2 Grad. Diese Temperaturen in einem nicht isolierten Camper sind schwer auszuhalten.

Der Toyota Hiace in Australien war klein und kompakt. Eigentlich super.  Aber Kochen bei 40 Grad, Moskitos und fehlender Abzugshaube auch wenig luxuriös. Und was ist, wenn es regnet? Innen bleibt kaum Platz um zu 2. gemütlich zu sitzen.

Über die Jahre möchte ich nicht mehr auf gewisse Dinge verzichten. Vor allem für Winter-Trips und Skandinavien (vielleicht mal Feuerland) sollte der Van gerüstet sein.

Darum habe ich mir folgenden Katalog an Anforderungen meines Vans erstellt:

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Anforderungen an das Fahrzeug:

Meine Anforderungen und was ich bereits weiß schrieb ich vor der näheren Planung in eine Liste (Trello bietet sich an):

  • Kein Bulli (zu klein und wenig Komfort nach Erfahrungen mit einem T6 Roadsurfer, durchgehendem Regen und Frieren im Dachzelt)
  • Kein Camper in spießigem Braun als Innenausbau
  • Mindestens 4 Schlafplätze (2 eigene „Bereiche)
  • Küche mit Herd, Spüle und Kühlschrank
  • Ausreichender Wasser- und Abwassertank
  • Gute Isolierung + Standheizung
  • Ausreichend Strom (2. Batterie) mit Solar, Landstromanschluss
  • Klo und Dusche ein Muss um autark stehen zu können
  • Winterfest für Trips in die Berge oder nach Skandinavien
  • Bis 6 m weil sonst zu teuer bei Maut, Fähren und Verschiffung
  • So hoch, dass man aufrecht stehen kann
  • Sitzecke um arbeiten zu können und das Bett nicht immer abbauen muss.
  • Nice to have: Allrad 4×4
  • Stauraum für Fahrräder, SUP und Snowboards bzw. Skier
  • Fenster mit Fliegengitter und Abdunklung
  • Anhängerkupplung für Fahrradständer u.a.

Dies brachte mich zur nächsten Entscheidung:

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Meine Wahl: Kastenwagen unter 6 Meter bis 3,5 t

Ich kam schnell zum Entschluss (oder wußte es eigentlich davor), dass ich einen Kastenwagen Typ VW Crafter oder Mercedes Sprinter kaufen möchte. Alternativ Fiat Ducato oder Peugeot Boxer. Kein Wohnmobil, Alkoven oder Teilintegrierter. Ein Wohnwagen stand nie zur Debatte.

Die Wahl der Länge hatte ich davor schon mit maximal 6 m festgelegt. Gewicht auf maximal 3,5 Tonnen. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass auch Freunde und Familienmitglieder die nach 1998 den Führerschein gemacht haben auch damit fahren dürfen.

Seit 1998 muss jeder den LKW Führerschein machen, der ein Wohnmobil über 3,5 t fahren möchte.

Über das Budget machte ich mir erstmal noch keine Gedanken.

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Soll ich einen Camper selbst umbauen oder komplett fertig und ausgebaut kaufen?

Diese Frage konnte ich mir anfangs nicht beantworten. Dank Freunden, die lange Jahre im Auto mit Dachzelt gelebt haben und sich kürzlich einen Hymer Free gekauft haben hatte ich darin die beste Beratung.

„Baust du selbst um, kommst du nie mit dem Gewicht hin.“ – „ Schon gar nicht mit dem Budget.“

Ein anderer Freund besitzt einen Pössl mit Raumbad und etwas über 6 Meter Länge. Auch mit ihm verbrachte ich viele Stunden darüber zu diskutieren, ob es sich lohnt, einen eigenen Van umzubauen. Er reit mir ebenfalls davon ab.

Ein weiterer Freund kam schließlich mit der Lösung: Er verglich sämtliche fertig ausgebauten Kastenwagen in meinem gewünschten Größenbereich für sich selbst. Er fand den perfekten Van für sich und irgendwie auch für mich.

Denn der Van ist innen nicht braun wie viele anderen Kastenwagen. Diesen Rentner-Touch wollte ich nie und war ein Hauptargument für einen Selbstausbau.

Argumente die gegen selber ausbauen spreche:

  • Ich habe keine Ahnung davon. Meine Mitreisenden genauso wenig. Hätte Hilfe von einem Freund bekommen, aber das hätte natürlich auch etwas gekostet
  • Es dauert sehr lange, ich bin selten daheim. Hätte wohl länger als ein Jahr gedauert
  • Alter Van kaufen bedeutet keine Umweltplakette oder Fahrverbote. Aktuell ist alles zu unsicher
  • Wenn etwas kaputt ginge: Würde ich oder meine Mitreisenden es selbst reparieren können? Beim Kauf eines fertig ausgebauten Campers hätte ich einen Händler der hilft
  • Bei meinen Ansprüchen nicht günstiger, als der Tourne

Somit erübrigte sich schnell folgende Frage:

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Van gebraucht oder neu kaufen?

Überlegt euch genau, ob ihr einen alten Van kaufen möchtet. Aktuell ist die Situation zum Thema Dieselfahrzeuge so unsicher, dass man nicht weiß, ob man mit Fahrverboten rechnen muss.

Darum bin ich froh, dass mir die Entscheidung mit dem Fund und der Empfehlung des perfekten Van abgenommen wurde (weiterlesen). Davor hatte ich wochenlang Gebrauchtwagen-Webseiten und Autohäuser abgesucht.

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Die Suche nach dem perfekten Van

Nachdem ich wußte, was ich wollte und was nicht ging die Suche los. Es sollte der perfekte Kastenwagen sein. Idealerweise mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Auch wenn ich weiß, dass es den perfekten Camper nicht gibt und ich noch selbst ein paar Dinge zusätzlich nachrüsten musste, wollte ich so wenig Kompromisse wie möglich eingehen müssen.

Somit fiel am Ende die Allrad-Funktion weg. Auch auf das Automatik-Getriebe verzichte ich. Allrad könnte ich nachrüsten, aber das Auto würde schwerer werden. Man riet mir ab. Jetzt teste ich einfach mal und schaue, wie weit ich damit komme.

Die Suche nach Campern zeigte mir eines: Die Reihe von Anbietern ist alleine über die Suchfunktion in Google nicht abzudecken. Zu sehr vernachlässigen viele diese Suchenden. Ich beschloss, mir Magazine übers Campen zu kaufen. Denn da sind die Anbieter alle drin.

Mir bliebt nicht erspart, alle Anbieter abzusuchen. Die Kastenvagen im Angebot sind überwiegend auf Fiat Ducato bzw. Peugeot Boxer Basis. Hymer setzt auch auf Mercedes Sprinter. Der Free hätte nach meiner Konfiguration die 100.000 € Grenze gesprengt. Das war mir zu viel und Hymer raus.

Anbieter die VW Crafter umbauen (mein Favorit) bieten nicht die Inneneinrichtung (Stichwort Rentner-Braun) und Ausstattung, die ich mir wünsche.

Somit war ich total happy, als mich ein Freund auf das Tourne Mobil aufmerksam machte. Er war so begeistert von der slowenischen Firma, dass er direkt auf der Caravan in Düsseldorf seinen Van bestellte.

Ich war neugierig und schaute mir den Camper an. Überlegen musste ich ehrlich gesagt nicht lange. Auch mich hat der Tourne auf Peugeot Boxer Basis total überzeugt.

Weitere Anbieter:

Pössl, Hymer, Globecar, VanTourer, Sunlight, Adria, Westfalia und Karmann.

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Mein künftiger Van: Peugeot Boxer von Tourne

Das Auto ist so durchdacht, dass jeder, dem ich davon erzähle oder Bilder zeige sofort begeistert ist. Fragt ihr euch nach den Argumenten für den Kauf bei Tourne? Hier meine Pro’s:

Argumente für den Kauf des Tourne Mobil:

  • Inneneinrichtung im modernen skandinavischen Design in weiß, nicht braun.
  • Super Qualität, es wackelt nichts und ist fest verbaut
  • Die beste Isolierung mit Armaflex alles fertigen Camper auf dem Markt
  • Dusche und Klo vorhanden
  • 3,5 (fast 4) vollwertige Schlafplätze im Inneren, ohne Aufstelldach
  • Fußbodenheizung (!)
  • Solarpanel auf dem Dach
  • Tolles Stauraum-Konzept mit vielen Schränken zur Ordnung
  • Preis-Leistungsverhältnis ist top
  • Euro 6.2 Umweltplakette
  • Hat Serienmäßig vieles eingebaut, das bei anderen Anbietern Aufpreis kostet
  • Keine „Ohren“ hinten wie ein Mercedes Sprinter, damit man bequem schlafen kann. Ist eher getarnt als normaler Van.

Hier könnt ihr euch den Tourne ansehen

Jetzt kann ich es kaum erwarten, die erste Tour mit eigenem Campervan zu unternehmen. Im Februar / März 2020 ist es hoffentlich soweit! Danach erfolgt ein Erfahrungsbericht.

Falls ihr auch Interesse am Kauf eines Tourne habt, schreibt mir. Ich stelle euch den Kontakt zu einem Freund her, der ab sofort Tourne Camper in Deutschland verkauft!

Habt ihr auch einen Camper oder plant, einen zu kaufen?

Hinterlasst mir euren Kommentar! Wie und warum entscheidet ihr euch? Ich bin neugierig.

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4 Kommentare

  • Sehr interessanter Beitrag! Das Thema „Vanlife“ bzw. das unabhängige Reisen interessiert mich auch schon lange.
    Ich wusste gar nicht, dass es spezielle Anbieter dafür gibt. Danke für deine Einblicke!
    Ich wünsche dir dann ganz viel Spaß beim Reisen in deinem Van! Bin gespannt später davon zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Lena

  • Hi,

    ein Interessanter Artikel. Lohnt sich denn ein eigener Camper? Da muss man doch mehrere Monate im Jahr unterwegs sein, oder? Selbst wenn man einen neuen kauft dann ist der in 10-15 Jahren unbrauchbar. Selbst wenn der technisch OK ist gibt es neue Gesetze um die Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Mich interessiert das Thema sehr weil ich als Schwerbehinderter kaum Chancen auf einen Mietwagen habe. Einzige Alternative die mir bis jetzt gut erscheint ist ein Motorrad.

    • Hallo Pasquale,

      das kommt natürlich darauf an wie oft und wohin du reisen magst. Die Schwester eines Freunds ist auch Schwerbehindert und sitzt im Rollstuhl. Für die ist es eine super Alternative. Meine Cousine hat übrigens dieselbe Behinderung wie du. Für sie wäre dies keine Option, da sie auch Gehbehindert ist und eher in Gruppen reist.

  • Hi Katrin,

    mich interessieren Länder wie die USA, Südafrika, Namibia und Australien. Bisher konnte ich nur in Australien entsprechende Mietwagen finden. Leider gibt es bei uns kein Sabbathjahr. Es ist einfach unglaublich dass Mietwagen Anbieter keine Fahrzeuge für Schwerbehinderte anbieten. Wir sind leider zu wenige und haben keine Lobby. Wenn ich dann ständig höre welche Vorteile ich als Schwerbehinderter doch habe. Ich bekomme 5 Tage mehr Urlaub und ca. 20€ netto mehr im Monat durch Steuerfreibetrag. Sonst bekomme ich gar nix keine Erstattung der 1200€ Gutachter Kosten, keinen Zuschuss zu den insgesamt 8000€ Umbaukosten für mein Auto.Einzige Alternative die ich sehe wäre ein Motorrad dass man günstiger transportieren kann. Es gibt Fahrschulen die auch behinderte Menschen auf dem Motorrad ausbilden.

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