Zum ersten Mal mit dem Wohnmobil unterwegs: Tipps & Tricks für die erste Reise

21 Camping Tipps für Anfänger und Fehler, die du vermeiden kannst!

21 Camping Tipps für Anfänger und Fehler, die du vermeiden kannst! 1

Dieser Artikel hilft dir, deine erste Reise mit dem Wohnmobil oder Kastenwagen stressfrei zu planen. Ich verrate dir meine besten Camping Tipps und Fehler, die Camping-Anfängern häufig passieren. So brauchst du nicht stundenlang zu überlegen, ehe du das erste Mal losfährst!

Dieser Artikel ist vollgepackt mit Infos zum Camping für Anfänger, damit dein erster Camping-Urlaub ein unvergesslicher Trip wird!

Camping bedeutet die ultimative Freiheit. Vor allem im Wohnmobil bist du total flexibel und kannst jederzeit losfahren und anhalten, wo es dir gefällt. Camping liegt im Trend; Tendenz der Camper-Zulassungen? Steil steigend!

Doch halt! Es gibt ein paar Dinge, die du beachten musst, um Katastrophen zu vermeiden: Von der Fahrsicherheit bis zur richtigen Beladung und der Entsorgung des Grauwassers.

Als Roadtrip-Fan mit Camper habe ich dir meine wichtigsten Camping Tipps zusammengetragen.

Bist du bereit? Dann lies weiter. Viel Spaß beim ersten Camping-Urlaub!

1. Entscheide dich: Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen?

Falls du nicht bereits ein Wohnmobil oder einen Camper besitzt, solltest du überlegen, welches Reisemobil für dich geeignet ist. (Wenn du ein eigenes Reisemobil besitzt, springe einfach direkt zu Tipp Nummer 2!)

Fährst du mit eigenem Auto los und packst ein Zelt ein? Oder leihst du dir einen Kastenwagen, Teil-Integrierten, Wohnmobil oder Wohnwagen? Es gibt für alle Fahrzeuge Vor- und Nachteile.

Mit Wohnwagen bist du flexibler vor Ort. Mir ist das allerdings zu „groß“. Daher habe ich mir einen Kastenwagen (5,99 Meter Länge) gekauft.

Ich rate dir, für die erste Campingreise zu genau dieser Art Camper. Zum Vergleich vielleicht auch einen Bulli. Du bezahlst damit auf Parkplätzen, Fähren oder bei mautpflichtigen Straßen dieselben Gebühren wie mit einem normalen Pkw.

Pro-Tipp für Camping-Anfänger: Miete dir ein Wohnmobil und teste, wie es sich für dich anfühlt! Ehe du blind ein Wohnmobil kaufst, solltest du erst mal ausgiebig mit einem losreisen und alles testen. Ich habe selbst diverse Größen und Ausstattungen ausprobiert. Vom Bulli, über ein Auto mit Dachzelt bis zum Kastenwagen (in kurzer und langer Version).

Denke dabei auch nicht nur an schönes Wetter, sondern auch an die Regentage! Bis ich mit einem Bulli auf einem komplett verregneten Trip unterwegs war, dachte ich, immer dieses Fahrzeug würde mir genügen. Erst der Härtefall hat mich eines Besseren belehrt.

Mittlerweile weiß ich außerdem, dass ich völlig autark sein möchte und habe daher Klo und Dusche mit an Bord. Dazu eine gemütliche Sitzecke zum Arbeiten oder gemütlich Essen, wenn es draußen stürmt. Ideal. Denn ich arbeite unterwegs.

Nach ein paar Tests weißt du sicher, welcher Camping-Typ du bist und auf welche Ausstattung du besonderen Wert legst oder auch verzichten kannst.

Es dürfen nur so viele Menschen an Bord, wie TÜV-geprüfte Sitze vorhanden sind!

Wie viele Personen reisen gemeinsam im Wohnmobil oder Camper? Beachte, dass du nur so viele Personen mitnehmen darfst, wie es zugelassene Sitzplätze gibt. Mein Camper hat zum Beispiel nur vier Sitze. Eine fünfköpfige Familie könnte damit nicht reisen.

Wer darf fahren? Besitzt du den richtigen Führerschein?

Hast du vor dem 1.1.1999 deinen Führerschein gemacht? Gratulation. Dann darfst du auch größere Wohnmobile mit mehr als 3,5 Tonnen fahren (bis zu 7,49 Tonnen um genau zu sein). Bist du jünger oder hast aus anderen Gründen deinen Führerschein später gemacht, musst du erst einen Lkw Führerschein machen, um diese großen Reisemobile fahren zu dürfen. Mein Tourne Mobile (Peugeot Boxer Basis) hat „nur“ 3,5 Tonnen. Also darf jeder damit fahren, der einen Führerschein besitzt.

Tipp: Fahre vor deiner ersten Fahrt ein paar Stunden in deiner bekannten Umgebung herum, um dich mit den Abmessungen vertraut zu machen. Beachte auch, dass dein Bremsweg länger ist, als mit einem normalen Auto. Schneide keine Kurven, sonst nimmst du den Randstein mit. Das wäre mir bei meiner allerersten Fahrt fast passiert. Ich hatte Glück.

Wichtig: Notiere dir die Höhe und Breite

Die Maße deines Reisegefährt solltest du auf jeden Fall kennen. Denn manche Straßen sind so eng, Unterführungen niedrig oder Parkplätze mit einer Sperre für höhere Fahrzeuge versehen, dass du die Maße wissen solltest.

2. Wirklich startklar? Prüfe dein Fahrzeug

Bist du wirklich reisebereit? Prüfe vor der Abfahrt unbedingt den Zustand der Batterie, deiner Reifen (samt Luftdruck), die Gasflasche und auch die Pumpe am Wasserhahn. Vor allem bei einem gemieteten Wohnmobil versagt die Pumpe des Öfteren. Sehr ärgerlich, wenn du das erst bei Ankunft am ersten Stellplatz bemerkst.

Prüfe auch, ob dein Wassertank sauber ist.

Vor der Abfahrt zudem auch immer prüfen, ob der Stecker vom Strom entfernt ist! (Soll schon vorgekommen sein…)

3. Route planen und ideale Reiseziele finden

Bist du spontan und fährst einfach los oder planst du alles ganz genau? Für deine erste Camping-Reise rate ich dir, zumindest eine grobe Route zu planen. Denke immer daran: Der Weg ist beim campen das Ziel! Keine Eile.

Wähle ein Reiseziel aus, das eine gute Infrastruktur besitzt. Außerdem ist es insbesondere bei der ersten Reise eventuell besser, ein Land mit einem gemäßigten bis warmen Klima auszuwählen. Wer will schon frieren?

Vielleicht planst du deshalb die ersten Tage deiner Reise im Detail und reservierst vorab auch schon den Campingplatz. Bis du dich eingegrooved hasst und bei den nächsten Etappen spontaner weiterfahren kannst.

Plane in Etappen, die nicht zu lang sind. Nutze Landstraßen statt Autobahnen, wenn du Zeit hast. Das Reisen ist entschleunigt und erholsamer. In den meisten Ländern sparst du dir auch die Mautgebühr, wenn du Bundes- und Landstraßen nutzt. Ein positiver Nebeneffekt.

Ziele für Camping Einsteiger

Die besten Reiseziele für deinen ersten Camping-Urlaub sind auf jeden Fall Deutschland und Österreich. Hier sprechen alle dieselbe Sprache und auch bei Gasflaschen oder Sachen wie Adapter beim Strom gibt es erst mal nichts zu beachten.

In Europa sind in den Sommermonaten außerdem die Niederlande, Dänemark, Frankreich (Camping-Nation), Kroatien, Norwegen, Schweden und Finnland geeignet. Wertvolle Tipps gibt es in speziellen Campingführern, die besonders einfache Strecken für die erste Reise mit dem Wohnmobil empfehlen. So kannst du dich entspannt an das Fahrzeug gewöhnen und erst mal eine Routine entwickeln.

Reiseberichte mit Routen, die wir hier aufgeschrieben haben:

Perfekte weltweite Ziele für Roadtrips mit dem Camper sind definitiv Australien, die USA oder Kanada. In diesen Ländern geht es fast immer geradeaus. Die Straßen sind breit und nicht sehr stark frequentiert. Die Regeln sind außerdem einfach und vor allem in Australien gilt: Die schönsten Orte zum Verweilen sind dort die Campingplätze, nicht Motels oder Hotels.

Ich war in Australien für 3 Monate mit dem Camper unterwegs. Meine Tipps zum Autofahren in Australien findest du hier.

4. Vermeide (zu) lange Tagesetappen

Generell solltest du nicht vergessen, dass du Urlaub hast. Lass dich nicht stressen und vermeide eine zu lange Anreise zum nächsten Stellplatz. Plane keine Fahrt, die länger als 3-4 Stunden dauert. Denn du willst vor Ort auch noch Dinge ansehen und genießen, oder?

Fahrerwechsel: Vor allem an heißen Tagen sollten du und dein Beifahrer euch alle 1-2 Stunden abwechseln. Plane auch Pausen ein. Du hast alles dabei, um einen kleinen Snack oder Kaffee an einem schönen Ort zu genießen.

Und immer daran denken: Der Weg ist das Ziel!

5. Wahl des geeigneten Campingplatzes / Wohnmobilstellplatzes

Es gibt drei Arte zum Übernachten: Campingplätze, ausgewiesene Wohnmobilstellplätze und das Freistehen (also Wildcampen). Die richtige Wahl hängt von deiner Art zu reisen ab.

Benötigst du Strom und einen Stromanschluss oder hast du wie ich genügend Solarpower an Bord? Entsprechend brauchst du einen Campingplatz oder kannst dir einen schönen Platz in der Natur suchen.

In Deutschland ist das Freistehen und einmalige Übernachten im Wohnmobil im öffentlichen Verkehrsraum erlaubt, um die „Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen“ (ein heiß diskuttiertes Thema in diversen Facebook Gruppen). Du darfst dich allerdings nicht dabei ertappen lassen, wenn du deinen Tisch, die Stühle oder den Grill auspackst.

Überlege beim Stellplatz immer, ob du einen Stromanschluss und Wasser benötigst.

Manche Campingplätze bieten sogar Animation, Wellness und Schwimmbäder. Ich kann darauf hervorragend verzichten. Aber jeder hat andere Vorlieben. Ich lege Wert auf gutes Internet und wenn möglich auch WLAN. Falls ich Wäsche waschen muss suche ich entweder einen Waschsalon oder buche einen Platz mit Waschmaschine und Trockner.

Bin ich auf Campingplätzen, suche ich davor nach „Natur Campingplatz“, denn diese sind aus Erfahrung am schönsten und idyllischsten.

Pro-Tipp zur Platzwahl:

  1. Suche dir einen Wohnmobilstellplatz im Schatten. Nichts ist schlimmer, als morgens von der Hitze der auf den Camper scheinenden Sonne geweckt zu werden. Falls du auf einen Campingplatz fährst, kannst du dies beim Buchen anmerken und nach einem schönen schattigen Platz fragen.

2. Ebenfalls nicht immer zu empfehlen, ist die Wahl einer der Stellplätze direkt an den Sanitäranlagen. Da kann es oft laut werden. Vor allem in Südeuropa und Zentraleuropa. (In Skandinavien, Australien, Kanada oder den USA kannst du diesen Hinweis vernachlässigen, denn die einzelnen Plätze sind meist weitläufiger und größer.)

Vor allem in Australien sind die Camper Naturliebhaber und die Campingplätze meist sehr groß, was die Fläche angeht. Außer am Uluru (Ayers Rock) dem Wahrzeichen. Auf dem Campingplatz vor Ort stehen alle ein wenig enger beieinander und der Campingplatz ist ziemlich groß. Aber kein Wunder, denn das Wahrzeichen ist sehr beliebt.

3. Ein ruhiger abgelegener Platz bedeutet oft: Schlechtes Internet und meist keinen WLAN Empfang. Auch die Wege zu Sanitäranlagen sind meist weit. Ein „Mittelding“ ist perfekt.

Campingplätze sind sichere Parkplätze

Siehe die Investition bei einer Buchung als sicheren Parkplatz. So kannst du entspannt die Umgebung erkunden und musst dir keine Gedanken machen, dass bei Rückkehr dein Camper ausgeräumt oder ganz abhandengekommen ist.

Mein Tipp fürs Übernachten auf einem alternativen Stellplatz:

Diese alternativen Stellplätze sind in der Regel alle auf Bauernhöfen, Weingütern oder kleinen Bierbrauereien. In Frankreich und Deutschland habe ich diese bereits getestet. Es waren immer schöne Stellplätze inmitten der Natur. Oft auf einer Wiese, wo wir uns einen Platz aussuchen konnten.

Diese Stellplätze sind kostenlos für eine Nacht, wenn du dir diese Bücher samt Plakette vor der Reise besorgst. Sie sind immer für eine Saison gültig. Unterstütze die Teilnehmenden Höfe und kaufe etwas im Hofladen als Gegenleistung für Wasser, Strom und einer heißen Dusch ein:

6. Unterwegs Wildcampen? Das musst du beachten

In Deutschland ist das Freistehen (das sogenannte Wildcampen) verboten, im restlichen Europa übrigens auch. Allerdings ist es erlaubt, einmalig, also für eine Nacht, im Wohnmobil im öffentlichen Verkehrsraum zu übernachten, um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen. Prüfe daher die Gegebenheiten im jeweiligen Land.

Grundsätzlich gilt in Deutschland:

Aber wie sieht es in Europa aus?

Da ich mich noch nicht im Detail mit Europa auseinandergesetzt habe, findest du ebenfalls bei bergfreunde.de einen tollen Artikel, wo die Regeln und Voraussetzungen zum Wildcampen in Europa zusammengefasst sind.

Restliche Welt

Auch hier kann ich nur meine Erfahrungen aus Australien, dem südlichen und östlichen Afrika sowie Kanada wiedergeben. Gleichfalls ist es überall verboten, wild zu campen. Vor allem an Ortschaften, am Wegesrand oder auf Parkplätzen. In Afrika ist es generell sicherer, auf einem Campingplatz zu übernachten. Da diese zudem meist in Nationalparks liegen, welche oftmals sowieso das Ziel sind, stellt sich die Frage oft auch gar nicht. (Mir zumindest nicht).

In den USA ist es ebenfalls generell verboten. Einige Bundesstaaten haben aber Ausnahmen, sofern du dich fernab der Zivilisation befindest.

7. Apps zur Stellplatz-Suche und Wasserentsorgung

Es gibt zahlreiche Stellplatz Apps und Reiseführer, die dir die Suche nach einem Campingplatz erleichtern. Ich liste dir hier ein paar praktische Camping-Apps auf. Teste diese selbst und finde für dich heraus, welche der Apps am besten zu dir und deiner Art zu reisen passt.

8. Prüfe landesspezifische Regeln und Informationen zum Reiseziel

Wohin willst du fahren? Für Österreich brauchst du eine Vignette „Pickerl“. Und falls du mit einem Wohnmobil unterwegs bist, das mehr als 3,5 t wiegt, benötigst du sogar die „GO-Maut“, die auch für LKW fällig ist. Um diese bezahlen zu können, musst du dir vor der Reise die GO-Box besorgen. Mehr Infos gibts auf der offiziellen Webseite.

Für Italien und Spanien benötigst du hingegen spezielle Tafeln am Fahrradträger. In manchen Ländern sind Warnwesten pro Person im Fahrzeug vorgeschrieben. Bei einer Kontrolle können jeweils empfindliche Strafen auf dich warten.

Reist du mit Haustier? Dann prüfe ebenfalls die Regeln und Vorschriften am Reiseziel.

Prüfe also grundsätzlich vor deiner Reise, wie die Regeln und Gesetze im jeweiligen Land sind.

9. Frischwassertank nicht voll machen

Wer das erste Mal losfährt, denkt meist, dass er seinen Wassertank randvoll machen muss. Auch wir haben beim ersten Trip (Australien) an jedem Campingplatz nochmals den Tank vollgemacht, ehe wir weiterfuhren. Ein großer Anfängerfehler!

Mache den Frischwassertank nur bis zu einem Drittel, maximal halb voll (20 – 40 Liter genügen für Händewaschen und Klogänge unterwegs). Denn je mehr Liter Wasser du „tankst“, desto mehr Gewicht hat dein Fahrzeug. Das Fahrverhalten ändert sich dadurch und auch der Spritverbrauch steigt mit jedem Kilo!

Und keine Sorge: Wasser bekommst du an allen Campingplätzen oder Tankstellen.

Weiterer Tipp zum Abwasser:

Umgekehrt solltest du allerdings – wenn möglich – den Abwassertank vor jeder Weiterfahrt entleeren. Das verhindert nämlich ebenso, dass du schwerer unterwegs bist, als nötig. Für die Toilette gilt dasselbe.

10. Wohnmobil richtig packen und beladen

Die erste und wichtigste Regel beim Packen lautet: Überschreite dein zulässiges Gesamtgewicht nicht. Achte auf das Leergewicht und das Gewicht deiner Zuladung plus Personen.

Packe nicht unkoordiniert.
Pro-Tipp: Schwere Sachen sollten immer nach unten, leichtere Gegenstände nach oben. Je tiefer der Schwerpunkt deines Campers, desto stabiler verhält er sich beim Fahren. Packe wenn möglich auch keine schweren Gegenstände über die Ablage der Fahrerkabine.

Verstaue außerdem die Dinge, die du oft brauchst so, dass du sie schnell und leicht findest. Und auch Warndreieck, Warnweste und Wagenheber sollten jederzeit gut erreichbar sein!

11. Ladung richtig sichern

Glaub mir, es gibt nichts Nervigeres als klapperndes Geschirr oder auf- und zugehende Schubladen. Schau dich nach cleveren Aufbewahrungssystemen für Geschirr & Co. um. Lasse keine Gegenstände in den offenen Regalflächen liegen. Wenn du diese bei einer Bremsung abbekommst ist die Gefahr groß, insbesondere bei schweren oder spitzen Gegenständen!

In die Schubladen habe ich zum Beispiel rutschsichere Matten gelegt, damit auch darin nichts klappert. Um Gläser und Flaschen habe ich einen Schutz aus Schaumstoff gewickelt. So vermeide und vermindere ich die Geräusche.

Im Heck nutze ich Spanngurte, um Tisch, Stühle und Kisten festzuzurren. Auch diese können bei einer Vollbremsung zu einer großen Gefahr werden!

Außerdem wichtig: Prüfe, ob alle Fenster vor Abfahrt geschlossen sind. Vor allem Dachfenster und die seitlichen Fenster im Heck!

12. Packe nicht zu viel ein!

Bei meinen vielen Reisen habe ich eines gelernt: Man packt immer zu viel ein. Egal, wie wenig man glaubt dabei zu haben. Denke beim Packen immer minimalistisch und im „Zwiebel-Prinzip“. Packe nur für etwa 7-10 Tage Kleidung. Wähle diese so, dass du Shirts und Hosen immer wieder neu kombinieren kannst.

Packe unbedingt eine Wind- und Regenjacke, Regenschutz für den Rucksack, Wanderschuhe und bequeme Turnschuhe ein. Auch Badeschlappen sind wichtig, damit du auf Campingplätzen auch mal in die Dusche kannst. Spare hier nicht am falschen Ende!

Wir waschen alle paar Tage.

Auch bei der übrigen Grundausstattung solltest du nur das mitnehmen, was du wirklich brauchst. Du reist mit Partner*in oder Freund*in? Dann genügen zwei Stühle. Beim Geschirr genügt pro Person je 1-2 mal Besteck, Gläser, Tassen und Teller. Und selbst Bettwäsche kannst du schnell waschen und trocknen, wenn du in einem warmen Land reist.

Essen kannst du überall vor Ort kaufen. Medikamente auch. Davon habe ich immer nur das Wichtigste dabei. Wenn man krank ist, will man nicht erst noch einen Arzt oder eine Apotheke aufsuchen.

Pro-Tipp: Für Obst nutze ich Netze zur Aufbewahrung. So kann es bei holprigen Fahrten „mitschwingen“ statt danach völlig zermatscht und ungenießbar weggeschmissen zu werden. (Kategorie eigene Erfahrungen).

Außerdem nützlich sind Wäschebeutel für schmutzige Wäsche und den Transport zur Waschstation.

13. Habe immer Kleingeld in der Fahrerkabine parat

Sehr nützlich ist ein Geldbeutel mit Kleingeld. Diesen am besten in der Fahrerkabine aufbewahren, falls du für Maut, Parkplatzgebühren, Wasser, Waschmaschine oder zur Abwasserentsorgung etwas Geld bezahlen musst.

14. Vertraue keinem Navi

Fährst du gerne mit Navis wie Google Maps, Waze oder Maps? Traue keinem Navi. Prüfe immer aufmerksam, welche Route dir dein Navigationsgerät vorschlägt. Mit dem Wohnmobil willst du schöne Panoramastrecken abfahren und nicht die Autobahnen. Und in Städten möchtest du nicht unbedingt in einer engen Gasse der Altstadt enden.

Außerdem zeigen gängige Navis vor allem in Afrika oder auch südlich von Nordamerika gerne mal Strecken als Straßen an, die keine sind. Die angezeigte Reisezeit solltest du in diesen Ländern zwei oder dreimal überprüfen. Denn auch hier liegt dein Navi oft total daneben. In Europa kommt dir dafür höchstens ein Stau in die Quere. Das einzige Land, das uns immer haargenau gesagt hat, wann wir ankommen, war Australien: Kaum Autos, kaum Verkehr, ideale Prognosen möglich.

Ich habe immer eine gedruckte Karte an Bord. So kann ich unterwegs immer nach dem schönsten Weg schauen und Autobahnen meiden. Gute Tipps und Informationen erhältst du außerdem bei Einheimischen, die immer wissen wo die schönsten Plätze sind. Suchen wir nicht immer die schönste Natur?

15. Sei rücksichtsvoll zu anderen

Respektiere gewisse Etiketten auf dem Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz. Grüße andere und sei freundlich. Sei nicht zu laut und halte einen respektvollen Abstand zum Fahrzeug deines Nachbarn.

Schaue, in welche Richtung deine Nachbarn stehen und parke wie sie. Ein bisschen Privatsphäre ist Gold wert, oder? Für mich ehrlich gesagt einer der wertvollsten Camping Tipps. Wenn ihn jeder befolgt, haben alle einen schöneren Urlaub!

16. Spüle dreckiges Geschirr nicht in deiner Spüle

Vor allem wenn du mit dem eigenen Camper unterwegs bist, solltest du so oft wie möglich in einem faltbaren Spülbecken spülen. So umgehst du, dass der Abfluss verstopft und Essensreste oder Fett für unangenehme Gerüche aus dem Abwassertank sorgen. Sind diese erstmal da, bekommst du sie schlecht entfernt.

Ich nutze die faltbare Wanne zum Abwaschen von Ortlieb. Stark verschmutztes Geschirr spüle ich entweder darin vor oder sogar komplett.

Nutze biologisch abbaubares Spülmittel. Ich teste aktuell von ProWin die Öko-Version.

17. Hinterlasse keinen Müll

Verlasse den Platz so, wie du ihn vorgefunden hast. Entsorge deinen Müll in den dafür vorgesehenen Behältern. Entsorge dein Abwasser ebenfalls nur an den dafür vorgesehenen Plätzen und nicht auf dem Stellplatz. Hinterlasse die Duschen und Toiletten ebenso sauber, wie du sie betreten hast. Entferne Haare aus dem Abfluss und benimm dich so, wie du es auch zuhause machen würdest.

18. Abwasser entsorgen

Warte nicht zu lange mit der Entsorgung deines Abwassers. Wenn du zu lange wartest, fängt es an zu miefen und stinken. Entsorge das Grauwasser so oft wie möglich. Spätestens vor der Weiterfahrt!

Mit dem Klo an Bord (Schwarzwasser) solltest du es genauso halten. Nicht nur du hast einen besseren Geruch im Fahrzeug, auch deine Camping Nachbarn werden dir dankbar sein.

19. Fahre angepasst!

Übe vor der ersten Fahrt mit dem Wohnmobil, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Fahre die Kurven eher weit als mit dem Auto eng an. Auch das Bremsverhalten ist komplett anders, als mit einem PKW. Der Schulterblick gelingt selten. Dafür hast du riesige Außenspiegel an Fahrer- und Beifahrerseite. Übe das Rangieren und das Fahrverhalten in Kurven.

Es gibt übrigens auch Fahrsicherheitstrainings, die beispielsweise vom ADAC oder von den Herstellern von Freizeitmobilen angeboten werden.

Auch hier gilt: Suche dir für die erste Reise nicht gleich eine Region mit engen Haarnadelkurven und Serpentinen aus. Sardinien und die Alpen würde ich mir zum Beispiel für eine spätere Reise aufheben.

20. Nützliche Gadgets beim Camping

Diese Gegenstände sind beim Camping auf jeden Fall hilfreich.

  • Badeschlappen oder Flip Flops zum Duschen
  • Feuerzeug, falls der Feuerstein am Gasherd versagt.
  • Stirnlampe/Taschenlampe
  • Lichterketten oder auch Kerzen fürs Ambiente (Achtung: Warte mit der Weiterfahrt, bis das Wachs fest ist!)
  • Leatherman, Multifunktionstool
  • Kamera, Zubehör und Stativ
  • Rabatt-Karten für Campingplätze

21. Checkliste für die erste Reise mit Wohnmobil

Hier findest du meine detaillierte Checkliste fürs Wohnmobil, damit du nichts vergisst. Schau auch in meine Grundausstattung fürs Wohnmobil, falls du dir einen eigenen Camper gekauft hast. Viele Dinge kannst du auch gut gebrauchen, wenn du mit Auto und Wohnwagen unterwegs bist.

Jetzt kann's losgehen! Prüfe ein letztes Mal, ob auch alle Schubladen und Fächer geschlossen sind, Tisch und Stühle sicher verstaut sind und auch sonst nichts mehr herumliegt, dass während der Fahrt herumfliegen kann.

Gute Fahrt!

Hast du weitere Fragen, Camping Tipps oder Tricks für die erste Reise mit dem Wohnmobil?

Hinterlasse mir am Ende dieses Artikels einen Kommentar! Ich freue mich. Verrate uns, wie du unterwegs planst. Das Finden und Buchen des Stellplatzes handhabt jeder anders. 

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