Panamericana, die aufregendste Traumstraße der Welt: Alles, was du wissen musst!

Die Panamericana ist die längste und aufregendste Traumstraße der Welt! Dabei ist sie gar keine Straße im klassischen Sinn. Genauso wenig, wie zum Beispiel die Seidenstraße. Viel mehr ist die Panamericana ein Netz aus 48.000 Kilometern Schnellstraßen in Süd- und Mittelamerika.

Einmal die Sachen packen und für unbestimmte Zeit losziehen. Sich einfach treiben lassen vom Wind, vom Leben und zu fernen Horizonten aufbrechen, neue Abenteuer erleben.

Die Panamericana bietet das.

Von metropolitanen Großstädten über endlose Prärien, von den Five Great Lakes hin zu zerklüfteten Bergketten. Gute 30.000 km durch 14 Länder, von Bären hin zu Skorpionen, von Burgern zu Tacos, von Bier zu Caipirinha.

Eine Reise, wie sie unterschiedlicher kaum sein kann, eine Reise, die Länder und Kulturen verbindet.

Und damit zählt die Panamericana zu Recht zu einer der Traumstraßen der Welt.

Das Vorhaben

Schon seit vielen Jahren träume ich davon, die Panamericana zu bereisen. Corona hat das ganze Vorhaben in einen Pausenmodus versetzt, doch als die Grenzen wieder aufgingen, war für mich klar: jetzt ist die Zeit gekommen! Ich habe meinen Job gekündigt und meine Wohnung aufgegeben. Meine verbleibenden Sachen befinden sich in ein paar Kisten im Keller, ansonsten habe ich mein Hab und Gut dabei.

Doch wie läuft das Ganze eigentlich ab; wie bekommt man seinen Camper nach Kanada, was muss man beachten? Wie ist die genaue Routenführung? Wie sieht es mit Versicherungen aus und wie bereitet man seinen Camper vor? Und welche Route fahre ich: Von oben nach unten oder unten nach oben?

Im Folgenden möchte ich dir einen Überblick geben.

Die Route

Genau genommen besteht die Panamericana nicht nur aus einer Straße - es ist ein ganzes Netzwerk an Straßen und es gibt verschiedene Varianten, wie du fahren kannst. Man folgt also nicht einer bestimmten Route oder hat eine vordefinierte Strecke, sondern kann sich treiben lassen und unterwegs die Dinge mitnehmen, die einen interessieren. Die grobe Ausrichtung ist lediglich, dass es von Nord nach Süd geht. Doch auch das ist nicht in Stein gemeißelt: einige Reisende beginnen auch in Argentinien (Ushuaia auf Feuerland) und fahren die Panamericana nordwärts. Das hängt von den eigenen Vorlieben ab.

Ich entscheide mich für die „klassische“ Nord-Süd-Variante. Kanada und die USA sind dem europäischen Fahrstil noch recht ähnlich, sodass ich denke, dass ich auf diese Art den „einfacheren“ Start ins Abenteuer habe und sich der Anspruch nach und nach steigert.

Mein Streckenverlauf entlang der Panamericana (ich bin noch unterwegs)

  1. Kanada: Ich verschiffe nach Halifax an die Ostküste und quere das Land von Ost nach West, vorbei an Montreal, Toronto, den Niagarafälle und durch die unendliche Weite Kanadas.
  2. Alaska: Der nördlichste Punkt der Panamericana ist Prudhoe Bay in Alaska. Hier beginnt die Panamericana für mich offiziell.
  3. Kanada: Entlang der Westküste und parallel zu den Rocky Mountains geht es hinunter nach Vancouver.
  4. USA: Vorbei an Seattle und durch zahlreiche Nationalparks durchquert man Amerika bis hinunter nach Los Angeles.
  5. Mexiko: Historisch gesehen beginnt die Panamericana im mexikanischen Laredo. Entlang der Pazifikküste geht es nach Mexiko-Stadt.
  6. Zentralamerika: Die Reise führt durch Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Costa Rica bis nach Panama.
  7. Südamerika: Von Kolumbien gelangt man nach Ecuador, Peru, Chile und schließlich nach Argentinien und Feuerland. Ushuaia ist der offizielle Zielpunkt der Panamericana.

Achtung:

  • Zwischen Panama und Kolumbien ist die Panamericana auf einer Strecke von etwa 90 km unterbrochen. Hier liegt der dichte Dschungel des Darien Gaps. Wenngleich es immer mal wieder Bemühungen gibt, eine Straße zu errichten, ist dies ein schwieriges Unterfangen - die einzige Möglichkeit, die Panamericana-Reisenden bleibt, ist die erneute Verschiffung des Fahrzeugs.

Karte zum Roadtrip auf der Panamericana

Auf dieser Karte kannst du sehen, wo ich mich aktuell befinde. Auf meinem privaten Blog Chasingmemories findest du weitere Artikel zu den besuchten Orte.

Versicherungen

Beim Thema Versicherungen gibt es unterschiedliche Ansichten. Manche machen nur, was nötig ist, andere gehen lieber auf Nummer Sicher. Im Folgenden möchte ich dir daher lediglich einen Überblick geben, welche Versicherungen für deine Langzeitreise auf der Panamericana absolut notwendig sind.

  • Auslandskrankenversicherung: Hier lohnt sich Vergleichen, denn die Angebote können sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich ist für einen Versicherungsschutz einschließlich Kanada / USA eine höhere Prämie fällig, als ohne diese Länder. Lohnenswert kann je nach Alter und Reiselänge die Versicherung der Young Traveller sein
  • Autoversicherung: Die heimische Versicherung kannst du mit Nachweis der Verschiffungspapiere aussetzen. Somit zahlst du nicht doppelt, was gut ist, denn die kanadische / amerikanische Versicherung schlägt ordentlich zu Buche. Allgemein gibt es nur wenige Versicherungen, die europäische Fahrzeuge aufnehmen. Anfragen kann man bei Thum, Progressive und Segura Gringo. Du musst mit umgerechnet ca. 2.200 € für 12 Monate rechnen.
    In den südlicheren Ländern kaufst du die Versicherung oftmals einfach direkt an der Grenze.
  • Haftpflichtversicherung
  • Optional: Inhaltsversicherung: Sollte ins Fahrzeug eingebrochen oder durch einen Unfall etwas beschädigt werden, greift die Inhaltsversicherung ähnlich einer Hausratversicherung. Dies kann sich insbesondere bei teurem Kamera-Equipment und Computer-Technik lohnen. Hier hat die Kravag beispielsweise eine Versicherung.

Die Verschiffung

Um deinen Camper zum Startpunkt der Panamericana zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die meisten verschiffen nach Halifax an der Ostküste Kanadas - dies ist die kürzeste und somit wohl auch günstigste Variante. Alternativ kannst du auch nach Baltimore in den USA verschiffen. Je nach Hafen ist das Schiff zwischen 10 - 14 Tage unterwegs. Die Schiffe legen in der Regel jede Woche ab.

Bist du hingegen zeitlich etwas knapper aufgestellt oder möchtest nur einen Teil der Panamericana befahren, kannst du nach Montevideo (Uruguay) verschiffen und von dort nur den nördlichen oder nur den südlichen Part fahren.

Auch eine Verschiffung an die Westküste Amerikas ist möglich - da das Schiff bei dieser Variante jedoch durch den Panama-Kanal muss, ist das die mit Abstand längste und teuerste Option.

Weiterführende Informationen zu Verschiffungsagenturen:

  • Die wohl bekannteste Agentur für Verschiffungen ist Seabridge (www.seabridge-tours.de). Die Agentur bietet auch Wohnmobil-Touren an.
  • Caravan Shippers (www.caravan-shippers.com) bietet ebenfalls Fahrzeug-Verschiffungen an. Sie sind ein wenig günstiger und die Mitarbeiter sind super freundlich und kompetent.

Ich habe meine Verschiffung mit Caravan Shippers durchgeführt. Der Preis richtet sich nach den genauen Maßen des Fahrzeugs (Länge x Höhe x Breite): für meinen 6 m langen und 2,55 m hohen Kastenwagen fielen 2.250 Euro an. 

Der Preis beinhaltet sämtliche anfallenden Gebühren einschließlich einer Transportversicherung.

Abgabe am Hafen

Drei Tage vor Auslaufen des Schiffes musst du dein Fahrzeug am Hafen abgeben. Ich habe von Hamburg nach Halifax verschifft - am Hamburger Hafen war das eine recht unproblematische Angelegenheit.

Mit den erhaltenen Unterlagen von Caravan Shippers gehst du ins Terminal Gebäude und ziehst eine Nummer. Wird die Nummer aufgerufen, gehst du an den Schalter und zeigst deine Dokumente vor. Daraufhin erhältst du einen Durchfahrtsschein, mit dem man dann in den abgesperrten Hafenbereich hinein fahren kann.

Hier überprüft jemand vom Hafenpersonal den Zustand des Fahrzeugs und notiert eventuelle Vorschäden. Zu dem Zeitpunkt muss der Camper bereits „seefest“ sein, das heißt, alles muss blickdicht verstaut und so versorgt sein, dass während der Überfahrt nichts kaputt gehen kann. Wasser und Gasflaschen müssen geleert sein, der Tank soll aus Gewichtsgründen maximal ein Drittel gefüllt sein.

Wichtig:

  • Beim Betreten des Hafens besteht die Pflicht, eine Warnweste zu tragen. Diese am Besten direkt behalten und mit ins Flugzeug nehmen, denn bei der Abholung des Campers in Halifax braucht man die Warnweste ebenfalls.

Abholung des Campers in Kanada

Die Vorbereitungen für die Abholung in Halifax werden von der Verschiffungsagentur übernommen. Vor Ort triffst du dich dann mit einer Vertretung der lokalen Agentur, wo du einen neuen Batzen an Papieren bekommst. Hier zahlst du auch noch mal eine kleine Gebühr für die kanadische Zollabwicklung (ca. 120 €).

Mit den Papieren gehst du ins Zollbüro, wo du ein paar Fragen zur Einreise beantwortest und einen Stempel erhältst. Jetzt kannst du dich auf den Weg zum Hafen machen. Dort erhältst du einen Besucher-Pass, ziehst die Warnweste an und zeigst erneut die Unterlagen vor. Dann wirst du zu deinem Fahrzeug geführt und kontrollierst es auf potenzielle Schäden. Ist alles in Ordnung, wirst du von einem Begleit-Fahrzeug vom Hafengelände hinuntergeführt.

Tipp:

  • Begib dich direkt auf Tankstellen-Suche, bevor du die Stadt verlässt. Nicht alle Tankstellen führen Diesel und da der Tank von der Verschiffung recht leer ist, ist es ratsam, direkt aufzufüllen.

Vorbereitungen des Campers für eine Langzeitreise

Wenn du vorhast, mit deinem Fahrzeug für längere Zeit auf Reise zu gehen, dann kommst du um gewisse Vorbereitungen nicht herum. Insbesondere, wenn du in Ländern unterwegs bist, die nicht mit unserem hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard mithalten können, ist es sicherlich ratsam, gewisse Vorkehrungen zu treffen.

Mein Fiat Ducato ist 2014er-Baujahr und hat gute 125.000 km auf dem Tacho stehen - definitiv also kein Neuwagen mehr, aber fit genug, um die Panamericana zu fahren. Dennoch lasse ich meinen Camper vorab gründlich durchchecken und führe noch einige Verbesserungen an meinem Selbstausbau durch.

Mechanischer Grundcheck und Ersatzteile

Werkstätten gibt es überall auf der Welt, doch insbesondere mit einem Fiat Ducato kann es in einigen Ländern (speziell Kanada und USA) etwas problematisch werden. Es gibt zwar Fiat Händler, jedoch beziehen diese sich lediglich auf den Fiat 500 - was ja nun mal dezent eine andere Kategorie ist als ein Fiat Transporter.

Daher solltest du vor der Abreise unbedingt noch mal alle Flüssigkeiten im Fahrzeug tauschen lassen. Auch neue Reifen, ein neuer Kraftstofffilter, sowie neue Bremsscheiben- und beläge sind zu empfehlen.

Trotzdem wird es sich nicht vermeiden lassen, dass auf solch einer langen Strecke Probleme auftreten und du eine Werkstatt aufsuchen musst. Ein gewisses mechanisches Know-How ist daher sicherlich zu empfehlen - was jedoch nicht heißen soll, dass du dich nur auf die Panamericana wagen darfst, wenn du ein Mechaniker bist. Ich habe bei meiner heimischen Werkstatt mein Vorhaben vorgestellt und vorab versucht, einiges an praktischer Erfahrung zu gewinnen. Wenn du schon mal Schneeketten aufgezogen und einen Reifen gewechselt hast, gibt dir das in der jeweiligen Situation, wenn sie auftritt, einfach ein besseres Gefühl und eine andere Sicherheit.

Es bietet sich an, ein gewisses Repertoire an Ersatzteilen mit dir zu führen, da es zu Teilen schwierig sein kann, vor Ort an die nötigen Teile zu kommen.

Empfohlene Ersatzteile, die ich mitführe:

  • Bremsbeläge
  • Keilriemen
  • Ölfilter, Luftfilter, Kraftstofffilter
  • Diesel-Additiv
  • Dieselpumpe / Dieselfilter, falls deine Heizung mit Diesel läuft

Ich habe zusätzlich noch eine Unterbodenversiegelung machen lassen. Das gibt etwas zusätzlichen Schutz gegen Steinchen, die gegen den Unterboden knallen.

Tipp:

  • Ich würde dir von Anfang an zu einem Diesel-Additiv raten, was du zu deiner Tankfüllung hinzufügst. Die Dieselqualität auf dem amerikanischen Kontinent ist nicht mit Europa zu vergleichen, da der Cetan-Wert ein gänzlich anderer ist. Zum Vergleich: in Europa liegt dieser bei mindestens 58, in den USA kann es sein, dass er nur 40 beträgt. Je höher der Cetanwert, umso besser ist dies in der Regel für den Motor. Hier kann man mit einem Dieselzusatz nachhelfen und dadurch die „Schmierung“ erhöhen.

Wasserfilter

In Europa sind wir in der Regel eine gute Wasserqualität aus dem Hahn gewohnt - in anderen Regionen ist das nicht zwingend der Fall, insbesondere wenn es Richtung Zentral- und Südamerika geht.

Ich habe mich daher für den Einbau eines Riva-Wasserfilters in meinen Camper entschieden. Für Europa hatte ich bereits den Riva LIFE verbaut, für die Panamericana habe ich diesen noch um den Riva MULTI ergänzt.

Was können die Filter von Riva?
  • Beim LIFE-Filter handelt es sich um einen Blockaktivkohlefilter. Dieser filtert Mikroplastik, Pestizide, Schwermetalle und Hormone aus dem Wasser.
  • Der MULTI-Filter hat eine noch feinere Filterleistung und hält damit auch Legionellen und Bakterien zurück.
  • Mit der Kombination aus beiden Filtern hast du also bestmöglichen Schutz und kannst bedenkenlos dein Wasser selbst aus Flüssen und Seen filtern.
  • Die Filter sind austauschbar; die Ersatzkartuschen bestehen aus biologisch abbaubaren Gehäusen.
Wie funktioniert der Einbau der Filter?
  • Die Filter können sowohl mobil an einem Wasserschlauch eingesetzt oder fest im Camper verbaut werden. Ich habe mich für den festen Einbau entschieden.
  • Dank der Einbauhalterung von Riva können die Filter problemlos an der Wand befestigt werden.

Ich bin sehr zufrieden mit den Filtern von Riva. Der Einbau ist einfach, die Kartuschen müssen nur aller 6 Monate getauscht werden und preislich kommt man sogar besser, als wenn man jedes Mal Wasserflaschen kaufen würde (wofür die Umwelt im Übrigen auch sehr dankbar ist.) Zudem ist es einfach ein Gefühl „wie zu Hause“, wenn man den Wasserhahn aufmachen und das Wasser bedenkenlos zum Kochen, Trinken und Waschen nutzen kann.

Weitere Informationen findest du auf der Webseite von Riva.

Diebstahlschutz am Camper/Wohnmobil

Wohl keiner möchte sich vorstellen, wie es sein muss, wenn der Camper gestohlen wird. Schon gar nicht, wenn man Vollzeit darin lebt und dadurch nicht nur einen „Freizeitgegenstand“, sondern sein Haus mitsamt Hab und Gut verliert.

Einen ultimativen Schutz vor Einbruch und Diebstahl gibt es nicht, doch man kann einige Vorkehrungen treffen, um es potenziellen Dieben zumindest schwerer zu machen.

Die Firma Camperprotect bietet verschiedene Schlösser und Türverriegelungen an, die sowohl von innen als auch von außen genutzt werden können. Sieh dir auch hier diesen Artikel an, wie du deinen Camper/Wohnmobil gegen Diebstahl sichern kannst.

Übersicht des Einbruchschutzes von Camperprotect:

  • (Bei-) Fahrertürverriegelung: Wenn du die Verschraubung der Türablage kurz löst, kannst du ein Blech darunter schieben und anschließend die Türablage ganz normal wieder festschrauben. Das Gegenstück befestigst du am Gurt und kannst auf diese Art in Sekundenschnelle einen Karabiner in das Blech einhängen, wodurch die Türen von außen nicht geöffnet werden können.
  • Schiebetürverriegelung: Hierbei wird ein Blech unter den Gummiklotz der Schiebetür eingebaut. In dieses Blech lässt sich bei Bedarf ein Karabiner an einer Kette einhängen, sodass die Schiebetür von außen nur einen winzigen Spalt geöffnet werden kann.
  • Hecktürverriegelung: Zwei Blechwinkel werden unterhalb der Türschließer befestigt und können mittels eines Verbindungsspints verbunden werden. Auf die Art können die Hecktüren von außen nicht geöffnet werden (weswegen ich schon ein paar Mal vor verschlossenen Türen stand, weil ich vergessen hatte, den Spint wieder herauszunehmen)
  • Prickstop: Für den Einbau des Prickstops muss man die originale Türverkleidung entfernen. Zeitlich ist es die aufwändigste, aber auch eine der sinnvollsten Schutzmaßnahmen, die man treffen kann. Ohne den Prickstop kann ansonsten die Zentralverriegelung eines Transporter im Handumdrehen mit einem Schraubenzieher geknackt werden.
  • OBD-Sperre: Um zu verhindern, dass die Wegfahrsperre deines Autos außer Kraft gesetzt werden kann, kannst du eine spezielle Abdeckung auf die ansonsten ungeschützte OBD-Buchse schrauben.
  • Diskus-Schloss zur Außensicherung: Du bohrst ein kleines Loch in die Schiene der Schiebetür, in welches du anschließend das Schloss einhängen kannst. Dies ist die einzige Einbaumaßnahme, welche nicht spurlos rückgängig gemacht werden kann, das kleine Loch ist es jedoch allemal wert.

Ich habe alle erwähnten Artikel von Camperprotect bei mir problemlos selber verbaut. Der Prickstop ist etwas tricky und idealerweise hat man eine zweite Person zur Hand, doch abgesehen davon lassen sich alle Einbruchschutz-Maßnahmen schnell und einfach selber installieren und erhöhen das Sicherheitsgefühl enorm.

Weiterführende Informationen findest du unter:

Allgemeine Tipps für die Panamericana

An- und Abreise

Die Anreise hängt natürlich in erster Linie davon ab, wohin du dein Fahrzeug verschiffst. In meinem Fall habe ich mich für die Verschiffung von Hamburg nach Halifax entschieden, daher bot sich ein Flug nach Montréal mit einem Anschlussflug nach Halifax an.

Zum Teil verkehren auch Direktflüge ab Frankfurt nach Halifax.

Reisende, welche die Panamericana in der gesamten Länge fahren, machen oftmals noch einen kleinen „Schlenker“ von Argentinien nach Brasilien, von wo aus sie dann die Heimreise antreten. Hier bietet sich eine Verschiffung ab Buenos Aires oder Montevideo an.

Zeitlicher Rahmen

Wenn du davon träumst, die Panamericana einmal mit deinem eigenen Camper zu fahren, dann brauchst du ein bisschen Zeit. Die Verschiffung des Fahrzeugs ist nicht günstig und die Distanzen zwischen Alaska und Argentinien sollten nicht unterschätzt werden.

Für den direkten Weg solltest du etwa 30.000 km einplanen. Selten bleibt man jedoch auf dem direkten Weg, da es abseits der Strecke einfach vieles zu Entdecken gibt. Realistischerweise kannst du also noch einmal gute 10.000 - 20.000 km dazu rechnen.

Viele Panamericana-Reisende nehmen sich ein Jahr Auszeit oder unternehmen den Trip während eines Sabbaticals. Da ich für die Reise meine Wohnung und meinen Job aufgegeben habe und sogesehn nichts daheim auf mich „wartet“ plane ich mit 3 - 4 Jahren für die gesamte Strecke. Allerdings möchte ich nicht täglich fahren, sondern auch mal längere Zeit an einem Ort bleiben und von unterwegs aus arbeiten.

Klima und Zeitzonen

Von den einsamen Weiten Alaskas hin zu grenzenlosen Weiten der Wüste und vermeintlich unzähmbarem Dschungel. Die Landschaft auf der Panamericana ist vielfältig und dementsprechend ist es auch das Wetter. Du kannst Temperaturen von -45 bis +45 Grad antreffen und wirst sieben verschiedene Zeitzonen durchqueren.

Eine gute Planung hilft dir dabei, die größten Wetter-Extreme auszusparen - denn wer will schon bei klirrender Kälte im Camper schlafen?

Übersicht der besten Reisezeiten

  • Nordamerika: Kanada und die USA kannst du problemlos von Mai bis Oktober bereisen - in den restlichen Monaten musst du mit jeder Menge Schnee rechnen. Je südlicher in den USA du bist, umso angenehmer ist es, die Wintermonate dort zu verbringen. Hier findest du alles zur besten Reisezeit in Kanada.
  • Zentralamerika: Grob gesagt ist die beste Reisezeit für die zentralamerikanischen Länder von November bis April. Auch die restlichen Monate sind möglich, allerdings bist du dann in der Regenzeit unterwegs.
  • Südamerika: Südamerika bereist du am Besten von Mai bis Oktober, wenn am wenigsten Regen fällt.

Hierbei handelt es sich jedoch nur um grobe Richtwerte - je nach Route und Reiselänge wirst du es vermutlich nicht vermeiden können, auch mal in kältere Jahreszeiten oder in die Regenzeit zu kommen.

Geld und Kreditkarten

Während der Reise hast du viele unterschiedliche Währungen. Daher ist es wichtig, dass du eine gute Reisekreditkarte und mindestens 1 bis 2 Karten als Backup dabei hast.

2022 sind die besten Kreditkarten die VISA Card der DKB Bank (als Aktivkunde) und die GenialCard der Hanseatic Bank. Mit diesen Karten kannst du kostenlos Geld an Automaten abheben und vor Ort bezahlen, ohne Auslandsgebühren im Ausland in Fremdwährungen zu bezahlen! Mit beiden Kreditkarten kannst du kontaktlos bezahlen, sowie Apple Pay und Google Pay nutzen. Hier findest du alle Tipps zur besten Reisekreditkarte mit Vergleich.

🌱 Mein Tipp für ein nachhaltiges Konto ist die Tomorrow Bank. Diese Kreditkarte kostet mittlerweile einen geringen Betrag, nutze ich gerne (Apple Pay/Google Pay funktioniert ebenfalls damit).

Visa und Einfuhr des Campers

Hier werde ich dir berichten, wie die Abläufe für Visa sind, wenn man unterwegs ist. Für Kanada benötigst du eTA (wird in der Regel in wenigen Minuten genehmigt) und kann für 7 CAD online beantragt werden. Hier findest du alles zum Vorgang der Beantragung von eTA in Kanada.

Für die USA benötigst du ein ESTA. Das ist ebenfalls eine elektronische Einreisegenehmigung, die du mit Reisepass aus Deutschland, Österreich und der Schweiz online beantragen kannst. Die Kosten belaufen sich aktuell auf 21 USD (wurde erhöht). Hier findest du alles zum ESTA Formular für die Einreise in die USA.

Hat dieser Artikel in dir die Lust geweckt, dich selber auf die Reise zu begeben?

Oder hast du noch Fragen oder Anregungen? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar! Falls du mich unterstützen möchtest, kannst du mir über Paypal eine kleine Spende in die Camperkasse legen!

Möchtest du keine Infos mehr verpassen?

Komm‘ in die VIEL UNTERWEGS Community bei Facebook. In dieser geschlossenen Gruppe kannst du dich mit Reiselustigen austauschen.

Folge mir auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram und abonniere regelmäßig Neuigkeiten per Newsletter.

☕️. Bloggen kostet Zeit und Geld. Du möchtest unsere Arbeit wertschätzen? Wir freuen uns über ein Trinkgeld in unserer virtuellen Kaffeekasse bei PayPal → VIEL UNTERWEGS Kaffeekasse.

Transparenz und Vertrauen: In diesem Post befinden sich Empfehlungs-Links (Affiliate-Links). Das bedeutet für dich: Keine Mehrkosten. Aber: Wenn du über einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Dir entstehen keine Mehrkosten, aber helfen mir, diese Seite zu betreiben und den Blog und meine Arbeit zu unterstützen! Vielen lieben Dank!

Jana
Hi ich bin Jana!

Ich liebe Roadtrips mit meinem Campervan (nah und fern), barfuß laufen am Strand, gutes Essen und habe eine ausgeprägte Leidenschaft für Weitwanderungen.

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.