Hier folgt unser Reisebericht für die Toskana Rundreise mit dem Wohnmobil: ideale Rundreise für Einsteiger in 14 Tagen.

Anfang des Jahres beschlossen wir, Ende März und Anfang April mit dem Wohnmobil in die Toskana zu fahren. Warum? Wir wollten endlich auch das „Dolce Vita“ – das süße Leben – der Toskana und beliebtem Urlaubsziel erleben. Als Start in den Frühling und erste Tour mit dem Wohnmobil in diesem Jahr, noch vor Andrang der Touristen im Sommer ideal.

14 Tage hatten wir für die erste Toskana Rundreise Zeit, um diese mit dem Camper bei einer klassischen Wohnmobil-Tour zu erkunden. Das Genussland schlechthin hat uns begeistert. Malerisch gelegene Zypressenalleen, Altstädte mit kleinen verwinkelten Gassen, kitschige Sonnenuntergänge und leckere Pasta, Pizza und Wein. Was willst du mehr?

Suchst du eine Pause vom Alltag? Dann bist du in der Toskana genau richtig.

Hinweis: Wir sind gerade noch unterwegs und aktualisieren diesen Reisebericht, sobald mal Zeit ist. Da das Wetter nicht so mitspielt und es sehr kühl ist, sind wir für manche Reisenden recht schnell unterwegs gewesen. Da es aber einfach zu kalt war, um gemütlich in einem Café zu sitzen, waren wir so unterwegs, wie in der Route nachzulesen ist.

Wie viele Tage solltest du für deine Toskana Rundreise einplanen?

Ich empfehle, mindestens 10 Tage in der Toskana zu bleiben. Wenn du am Tag Ausflüge unternimmst oder coole Spots neben den Sehenswürdigkeiten ansehen möchtest, wirst du es nicht schaffen, alle schönen Orte anzusehen. Entspannter sind mindestens 14 Tage, dann kannst du auch einen Abstecher ans Meer unternehmen.

Unsere Route mit Karte

  • Tag 1: Anreise aus Heilbronn bis Bozen (nach einem halben Arbeitstag)
  • Tag 2 - 3: Bologna
  • Tag 4: Arezzo
  • Tag 5 Fattoria La Vialla
  • Tag 6 - 7: Val D'Orcia
  • Tag 8: Sorano, Pitigliano und Saturnia
  • Tag 9: Siena
  • Tag 10: Monteriggioni und Volterra
  • Tag 11: San Gimignano und Panzano
  • Tag 12 - 13: Florenz
  • Tag 14: Pisa
  • Tag 15: Lucca und Heimfahrt bis Como
  • Tag 16: Über Como nach Hause

Das ist die grobe Karte zur Route. Auf dem Hinweg sind wir über den Brenner und Österreich gefahren. Auf dem Rückweg über die Schweiz. Der Vorteil der Schweiz: Viel weniger los auf den Autobahnen, nur um Zürich sind viele Baustellen und kleinere Staus. Nachteil: Die Vignette gibts nur für ein ganzes Jahr und kostet 42 Euro. Die Vignette für Österreich (10 Tage) nur 9,90 Euro.

Für die detaillierte Karte der Toskana Rundreise hier klicken (oder aufs Bild).

Karte der Toskana Rundreise

Den Mix aus malerischen Landschaften, historischen Städte und die entspannte Atmosphäre werden dich in der Toskana begeistern. Die Region beeindruckt mit ihrer Schönheit und gut ausgebauten Straßen.

Wenn du auf der Suche nach „Dolce Vita“, dem entspannten Lebensstil, gutem Wein und exzellentem Essen entlang einer der malerischsten Strecken Italiens bist, dann könnte diese Tour perfekt für dich sein. Sie führt dich über Östtereich und Südtirol, mit 2-tägigem Zwischenstopp in der Foodie-Stadt Bologna, durch die Toskana und zurück über die Schweiz. Wir sind durch tolle und einzigartig mittelalterliche Städte, von Zypressen gesäumte Straßen und sanfte Hügellandschaften gefahren.

Die Route beginnt im Norden bei Arezzo und führt dich Richtung Süden über die Fattoria La Vialla und über die Tuffsteindörfer wieder zurück in den Norden über das Val D'Orcia, Florenz, Siena, Pisa und Lucca.

Wer das echte Italien sucht, wird auf dieser Rundreise fündig.
Zypressen, hügelige Landschaft, pittoreske kleine Orte und nicht zu vergessen die zahlreichen Kunstschätze.

Tag 1: Anreise bis Bozen

Nach einem halben Arbeitstag schmeißen wir die restlichen Dinge in den Camper und fahren los. Es geht über München und Tirol über den Brenner bis Bozen. Hier schlagen wir unser Nachtlager auf, und lassen den Abend bei guter Südtiroler Küche ausklingen.

  • Essen: Wirtshaus Vögele
  • Parkplatz über Nacht: Parkplatz Drususstadion (Link zu Google Maps) bis 8 Uhr kostenlos
  • Fahrt Heilbronn - Bozen: ca. 6 Stunden; 490 km

Infos zur Anreise in die Toskana

Generell hast du mehrere Möglichkeiten, in die Toskana zu gelangen. Es kommt darauf an, aus welcher Ecke Deutschlands du anreist.

  • Option 1: Karlsruhe – Basel – Mailand – Parma – Pisa. Reine Fahrzeit etwa 8 - 9 Stunden und um die 800 km. Um Mailand ist oft Stau. Für ein Womo bis 3,5 t benötigst du die Schweizer Jahresvignette (43 Euro) plus die Maut in Italien. Wir sind diese Strecke ab Lucca auf dem Heimweg gefahren. Die Straßen waren frei, nur um Mailand standen wir im Stau.
  • Option 2: Über München – Brenner – Verona – Bologna (ideal, für einen Stopp) – Florenz oder Arezzo. Reine Fahrzeit etwa 8 Stunden (ca., 650 km). Wir sind auf dem Weg in die Toskana über die Brennerautobahn gefahren und haben sowohl in Bozen als auch Bologna Zeit verbracht. Somit war die Hinreise nicht lang und wir konnten am Abend nach einem Arbeitstag einiges ans Strecke zurücklegen. Maut: Vignette für 10 Tage Österreich 9,60 Euro plus Brennerautobahn A13 10,50 Euro und Maut in Italien.
  • Option 3: Über München – Villach – Venedig – Ravenna, wenn du die Adria noch besuchen möchtest. War für uns bei dieser Tour keine Option.

Hinweis: Ich habe die Maut1 Box im Camper. Somit kann ich bequem an allen Mautstellen in Italien durchfahren und bekomme am Ende des Monats eine gesammelte Abrechnung. Mehr dazu findest du am Ende des Artikels in den nützlichen Tipps.

Tag 2-3: Bologna

Auch noch keine Toskana, aber eine tolle Stadt auf dem Weg dahin. Nach 3 Stunden Fahrt erreichen wir Bologna. Eine der wichtigsten gastronomischen Metropolen in Italien.

Die Hauptstadt der Region Emilia Romagna ist interessanterweise beliebt, jedoch steuern Deutsche oft andere Ziele an. Völlig zu Unrecht.

Obwohl alles andere als unbekannt, ist die Hauptstadt der Region Emilia Romagna kein bedeutendes Touristenziel. Und das, obwohl es hier viel zu sehen und zu probieren gibt - gilt Bologna doch als eine der gastronomischen Metropolen Italiens.

Die Heimat der Tortellini und des Mortadella Schinkens solltest du in vollen Zügen genießen und dich durch die Altstadt schlemmen, in Feinkostläden Produkte kaufen und für die Weiterfahrt einen Vorrat anlegen.

Highlights in Bologna

  • Die zwei Türme und Wahrzeichen: Torre Garisenda und Torre degli Asinelli
  • Taste Bologna Food-Tour, um die kulinarischen Highlights zu entdecken
  • Piazza Maggiore, der zentrale und wichtigste Platz
  • Aussicht vom Torre dell'Orologio (Uhrenturm am Rathaus)
  • Basilika Di San Petronio, die unvollendete und fünftgrößte Kirche der Welt
  • Der längste Säulengang der Welt zur San Luca Kirche
  • Piazza Santo Stefano, einer der schönsten Plätze der Altstadt
  • Palazzo dell'Archiginnasio, der alte Sitz der Universität mit sehenswertem Anatomielehrsaal und Bibliothek
  • Quadrilatero: lebhaftes Viertel in der Altstadt mit Feinkostläden und großem kulinarischem Angebot
  • Piazza Nettuno mit Neptunbrunnen und Palazzo Re Enzo aus dem 13. Jahrhundert

Infos zum Besuch

  • Stellplatz: Camperopoli.po, Ver- und Entsorgung sowie Strom inklusive; 20 min. mit Bus Nr. 30 in die Stadt
  • Tickets je Busfahrt: 1,50 Euro (Tickets in Tabakläden), im Bus mit Kreditkarte bezahlen: 2 Euro
  • Fahrtzeit Bozen - Bologna: ca. 3,5 Stunden; 286 km

Tag 4: Arezzo

Die weitere Etappe dieser Route führt uns westlich an Florenz vorbei, das Ziel ist der kleine Ort Arezzo. Die Stadt hat eine 4000-jährige Geschichte und zählt zu den ältesten Städten Europas. Bekannt ist die Stadt als Zentrum der Goldschmiedekunst und des Antiquitätenhandels. Daher war es nicht verwunderlich, als wir am 1. Sonntag des Monats in der gesamten Altstadt einen belebten Antiquitätenmarkt vorfanden.

Highlights in Arezzo

  • Schiefe Piazza Grande mit Palazzo della Fraternita dei Laici, mit Astronomischer Uhr und Glockenturm (Aussicht, wer möchte) und Palazzo delle Logge del Vasari
  • Santa Maria della Pieve
  • Fortezza Medicea
  • Piazza Sant’Agostino
  • Altstadt im Allgemeinen. Einfach durch die Gassen schlendern, wunderschön
  • Antiquitätenmarkt an jedem 1. Sonntag im Monat in der ganzen Altstadt verteilt
  • Essen: Antica Fonte (köstliche Trüffelpasta)

Infos

  • Stellplatz: Via Pier Luigi da Palestrina, 26, 52100 Arezzo; Ver- und Entsorgung vorhanden; 8 Euro für 24 Stunden
  • Fahrtzeit Bologna - Arezzo: ca. 2 h; 182,7 km

Tag 5: Fattoria La Vialla

Die Fattoria La Vialla bei Arezzo ist ein seit 1978 geführtes biologisch-biodynamisches landwirtschaftliches Familienunternehmen in der Toskana. Sie produzieren hervorragende Produkte wie Olivenöl, Weine, Teigwaren und Soßen und legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Einklang mit der Natur. Alles wird von Hand abgefüllt und das kannst du vor Ort bei einer Führung ansehen.

Auch wenn ich sehr skeptisch gegenüber Demeter Produkten bin (hier das Video dazu ansehen) muss man erwähnen, dass die Fattoria La Vialla der größte Demeter-zertifizierte Produzent Europas ist.

Auch interessant könnte für dich das Produkt namens "OliPhenolia" sein. Es entsteht aus dem "Rest, bei der Herstellung bei Olivenöl", welches reich an Polyphenolen ist und positive Auswirkungen auf den Körper und Immunsystem haben kann. Uns wurde es bei Heuschnupfen empfohlen. Was soll ich sagen? Nach der Kur, jeden Morgen und Abend eines der OliPhenolia einzunehmen, war es eindeutig besser.

Seit über 20 Jahren kenne ich die Produkte der Fattoria La Vialla und bin Fan. Jetzt war ich endlich vor Ort. Melde dich am besten über die Webseite per E-Mail für eine Führung an. Diese finden in der Regel auf Deutsch statt, da 95 % der Besucher aus Deutschland kommen. Auch für den Stellplatz solltest du dich per E-Mail anmelden, da diese Tag für Tag restlos ausgebucht sind.

Infos

  • Stellplatz: Für eine Nacht kannst du an der Fattoria La Vialla (nach Voranmeldung, da beliebt) kostenlos stehen.
  • Führungen: 11.30 Uhr und 15 Uhr
  • Mittagessen: Dienstag bis Samstag, montags eine Brotzeit, sonntags geschlossen
  • Fahrtzeit Arezzo: ca. 20 h; 13,7 km
  • Keine Zeit für die Fattoria? In Frankfurt die Speisekammer (nur mit elektronischem Schlüssel) und Horb am Neckar gibts kleine Läden der Fattoria.

Tag 6: Val d'Orcia

Das Val d'Orcia ist ein Traum für jeden Fotografen, natürlich erkunden wir diese Region auch beim Roadtrip. Halte an Orten wie der Kapelle der Madonna di Vitaleta oder dem Belvedere in San Quirico d'Orcia für tolle Fotos an. Diese Panoramapunkte bieten dir die perfekte Gelegenheit, die Schönheit der Region festzuhalten. Alle weiteren Spots werde ich bald in einem separaten Bericht aufschreiben.

Highlights im Val d'Orcia

  • Historische Städte wie Pienza (hier kommt der Pecorino Käse her), Montalcino und Montepulciano
  • Das Thermalbad Bagno Vignoni
  • Die Zypressenalleen in San Quirico d'Orcia
  • Cappella Madonna di Vitaleta
  • Podere Belvedere
  • Gladiator-Allee
  • und einige mehr

Tag 7: Montepulciano, Montalcino und Thermalbad Bagni San Filippo

Montepulciano

Montepulciano ist ein weiteres Highlight im Val d'Orcia, bekannt für seinen erstklassigen Rotwein, Vino Nobile. Die Altstadt und der Piazza Grande mit Kathedrale und Rathaus sind ebenfalls sehenswert. Die Aussicht vom Rathaus-Turm und die kleinen Gassen machen den Ort ideal für einen Spaziergang.

Montalcino

Montalcino im Val d'Orcia ist ebenfalls ein Muss für Weinliebhaber (welcher Ort in der Toskana nicht), bekannt für seinen Brunello-Wein. Die Altstadt liegt auch auf einem Hügel. Die Burg aus dem 14. Jahrhundert bietet eine tolle Aussicht und ich habe es geliebt, durch die Gassen der Altstadt zu schlendern.

Bagni San Filippo

Bagni San Filippo ist leider auch nicht mehr so unbekannt wie noch vor 2-3 Jahren. Der heiße Fluss Fosso Bianco im Val d'Orcia, berühmt für diese uralte Heilquelle mit natürlichen Becken im Wald bieten dir ein richtig cooles Erlebnis.

Der Zugang zu den Quellen ist kostenlos, Parkmöglichkeiten gibt es entlang der Straße. Allerdings lieben die Einheimischen diesen Ort genauso wie wir Touristen. Daher bist du hier garantiert nicht allein. Am besten kommst du an einem Wochentag im Laufe des Tages.

Tag 8: Sorano, Pitigliano, Saturnia und San Galgano

Unsere ersten zwei Stopps sind einstige etruskische Siedlungen, die jeweils oben auf Hügeln in guter Panoramalage und Verteidigungsposition liegen.

Sorano, das Tuffsteindorf

Stell dir vor, du schlenderst durch die engen, steinernen Gassen eines mittelalterlichen Dorfes, wo die Zeit stillzustehen scheint. Das ist Sorano. Die Gassen des mittelalterlichen Stadtkerns sind bei unserem Besuch wie leer gefegt, das Dorf wirkt fast verlassen.

Sorano mit seiner wuchtigen Renaissance-Festung Orisini und zwei wichtigen Stadttoren – die Porta di Sopra und die Porta dei Merli – ist für einen Stopp auf dem Roadtrip sehr lohnenswert. Von der Piazzetta del Poio führt eine steile Treppe zum Masso Leopoldino, einer wunderschönen Panoramaterrasse mit Blick auf die Altstadt von Sorano.

Pitigliano

Schon die Anfahrt über Serpentinen ist spektakulär, wenn sich plötzlich Pitigliano und dessen Häuser aus den Felsen erheben. 

Diese wunderschöne mittelalterliche Stadt zählt für mich bisher durch die spektakuläre Lage auf einem Tuffsteinfelsen und ihrer Geschichte zu den faszinierendsten Orten meines Toskana Roadtrips. 

Schlendere durch die engen Gassen, bewundere die zahlreichen Türme, Kirchen und Paläste, und genieße die atemberaubenden Ausblicke auf die umliegende Landschaft. 

Verpasse nicht die Gelegenheit, die unterirdischen Etrusker-Gräber und die jüdische Synagoge in Klein-Jerusalem zu besichtigen, die das reiche kulturelle Erbe dieser Region widerspiegeln.

Highlights in Pitigliano:

  • Anblick der Stadt auf dem Tuffsteinfelsen bei der Anfahrt
  • Blick auf die Altstadt von der Via San Michele
  • Platz Piazza della Repubblica
  • Enge Gassen der Altstadt
  • Klein-Jerusalem und die geschichtlichen Hintergründe
  • Historisches Stadttor
  • Brunnen Fontana delle Sette Cannelle

Saturnia

Abbazia San Galgano

San Galgano, eine beeindruckende Ruine, widerlegt die Annahme, dass nur England verträumte Kirchenruinen besitzt. San Galgano, etwa 35 Kilometer südwestlich von Siena gelegen und hat einen großen Parkplatz auch für Camper.

Laut Geschichte steckte Galgano Guidotti sein Schwert als Zeichen der Abkehr von Gewalt in den Felsen des Montesiepi, worauf es sich in ein Kreuz verwandelte. Die Abtei San Galgano wurde im Jahr 1218 erbaut und ist der erste gotische Kirchenbau Italiens. Die Abtei verlor allerdings im 15. Jahrhundert an Bedeutung und begann zu verfallen. Eine Restaurierung der Ruine wurde seit den 1960er-Jahren von Zisterziensermönchen und Olivetanerinnen durchgeführt. Wir konnten allerdings nicht erkennen, dass aktuell etwas an der imposanten Ruine restauriert wird.

Sei vor 17 Uhr hier, um auch ins Innere zu gelangen, wir waren ein wenig zu spät und konnten das Bauwerk nur von außen betrachten.

Tag 9: Siena

Siena ist eine der schönsten Städte der Toskana und ihre historische Altstadt – gehört zum UNESCO-Weltkukturerbe – beeindruckt mit einem tollen Flair. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der beeindruckende Piazza del Campo mit dem imposanten Turm Torre del Mangia und der prächtige Dom, welcher uns besser als der in Florenz gefallen hat. Kauf dir rechtzeitig ein Ticket für den Dom

Die Stadt ist auch als Studentenstadt bekannt und daher sehr belebt, was uns ziemlich gut gefallen hat. Es gibt viele Restaurants, Bars und Cafés, in denen du verweilen und gut Essen gehen kannst.

Highlights in Siena:

  • Dom mit Dommuseum, Krypta, Piccolomini-Bibliothek und die Aussicht vom Facciatone. Ein Schnelleinlass-Kombiticket ermöglicht den Zugang zu mehreren Sehenswürdigkeiten und spart Zeit und Geld (rechtzeitig buchen).
  • Terrazza panoramica Vicolo del Campaccio mit dem schönsten Ausblick auf den Duomo
  • Piazza del Campo, Wahrzeichen Sienas und zentraler Treffpunkt in der Stadt, mit Rathaus und Torre del Mangia (über 100 Meter hoher Glockenturm mit einem beeindruckenden Ausblick über Siena)
  • Museo Civico im Palazzo Pubblico: Stadtmuseum von Siena mit prunkvollen Räumen, Gemälden und Fresken
  • Fontebranda-Brunnen, der von einem unterirdischen Aquädukt gespeist wird
  • Palazzo Salimbeni, ein prunkvoller Palast. Sitz der ältesten Bank der Welt (Monte dei Paschi di Siena)
  • Pasticceria Nannini Conca D'Oro: für alle Fans von Giana Nannini ein Muss (Betreiben mittlerweile die Brüder)

Gut zu wissen:

  • Ein Tag reicht aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Siena zu besichtigen
  • Zu Fuß kannst du die Highlights in Siena erkunden. Die Altstadt ist größtenteils für den Autoverkehr gesperrt ist
  • Zweimal im Jahr findet das berühmte Pferderennen Palio di Siena auf der Piazza del Campo statt
  • Stellplatz fürs Wohnmobil am Fuß der Altstadt: Parking Il Fagiolone, 55, Str. di Pescaia, 53, 53100 Siena (Link zu Google Maps) – Toiletten sind ab abends geschlossen. Zumindest ein WC solltest du an Bord haben.

Tag 10: Monteriggioni und Volterra

Da es am Morgen in Strömen regnet, verlassen wir Siena, um weiter nach Monteriggioni zu fahren.

Monteriggioni

Im Dorf Monteriggioni gibt es ein Highlight: die historische Burg mit gut erhaltener mittelalterliche Festungsanlage auf dem Hügel Monte Ala. Die kreisförmige Stadtmauer mit ihren 14 gut erhaltenen Wehrtürmen sind das Wahrzeichen und prägen das Stadtbild. Du kannst sie für eine Gebühr von 4 Euro von zwei Seiten betreten.

Monteriggioni diente übrigens als Vorlage für die Videospiele Assassin's Creed II und Assassin's Creed Brotherhood. Ein Highlight eines Besuchs ist der Aufstieg auf einen Teil der Stadtmauer, von wo aus man von zwei Seiten eine tolle Aussicht auf Monteriggioni und die mittelalterlichen Steinhäuser der Altstadt sowie die Landschaft der Toskana hat.

Wir schlendern durch das kleine Dorf im Inneren der Stadtmauer und nehmen auch hier unser Frühstück (Espresso und Cornetti) auf einer Bank des Hauptplatzes ein. Es ist Wochenende und Monteriggioni gut besucht. Die Lage in der Nähe von Siena, Florenz, San Gimignano macht den gemütlichen (aber sehr touristischen) Ort für Ausflüge auch bei Einheimischen beliebt.

  • Am Eingang der Burg befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz. Weiter hinten findest du Parkmöglichkeiten für Wohnmobile
  • Begehen der Stadtmauern kostet aktuell 4 Euro

Volterra

Nächster Halt unserer Reise ist Volterra. Da Samstag ist und San Gimignano gnadenlos überfüllt, fahren wir weiter. In Volterra haben wir Glück, und ergattern einen der rar gewordenen Stellplätze auf dem offiziellen Platz (später am Abend beobachten wir, wie sich Italiener in die kleinsten Parklücken mit ihren Wohnmobilen quetschen. Respekt).

Volterra ist eine weitere wunderschöne mittelalterliche Stadt, die wir bei unserer Toskana Rundreise besuchen. Sie besticht durch ihre historische Altstadt mit engen Gassen und Plätzen. Besonders bekannt ist Volterra für sein reiches Erbe der Etrusker und die zahlreichen archäologischen Stätten in der Umgebung. Aufgrund ihrer langen Geschichte kannst du hier immer noch Überreste aus der etruskischen und römischen Ära bewundern.

Ausführlich unsere Higlights in Volterra mit Tipps zum Essen und Übernachten ansehen

Mit seiner Lage auf einem 550 Meter hohen Hügel über dem Val die Cecina bietet Volterra zudem einen malerischen Blick auf die umliegende Landschaft.

Highlights in Volterra

  • Teatro Romano, Ausgrabungsstätte aus dem 1. Jahrhundert nach Christus (kostet Eintritt, von der Via Panoramica gibts den Blick aufs Theater kostenlos)
  • Piazza dei Priori im Herz der Altstadt
  • Rathaus Palazzo dei Priori mit Turm für Aussicht (war okay, aber kein Muss)
  • Das älteste Stadttor Porta dell’Arco aus dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Toskana
  • Fortezza Medicea, die Festung dient heute allerdings als Gefängnis und kann nicht von Innen besucht werden
  • Dom und Baptisterium (beides kostenlos)

Nützliche Tipps

  • Stellplatz unterhalb der Altstadt: Camper Stop Area Volterra, Viale dei Filosofi, 56048 Volterra (Link zu Google Maps). Eine Nacht kostet 15 Euro, bezahlbar mit EasyPark (hier kommen Gebühren von 2,25 Euro dazu).
  • Lecker gegessen haben wir im La Vecchia Lira
  • Am Abend haben wir uns in einem der vielen Läden für Pizzastücke eine zum Mitnehmen gekauft.

Tag 11: San Gimignano, Panzano und Fahrt nach Florenz

San Gimignano

San Gimignano, beliebt und bekannt als "mittelalterliches Manhattan" und "Stadt der Türme", denn die 13 Geschlechtertürme von ursprünglich 72 im 11. und 12. Jahrhundert errichten, verleihen dem Städtchen ein besonderes Flair. Völlig zu Recht ist hier sehr viel los. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du es meiden, am Wochenende nach San Gimignano zu fahren.

Es gibt viele fotogene Orte in San Gimignano, doch den besten Blick hast du vom höchsten Turm der Stadt: Torre Grossa. Schon aus der Ferne erkennst du die Silhouette der Stadt, die von ihren 13 Türmen geprägt ist.

Genieße die Anfahrt über die sich windenden Straßen und Serpentinen hinauf durch die umliegenden Weinberge. Überall auf dem Weg findest du tolle Fotospots zum Anhalten (wenn nicht schon alle Parkbuchten belegt sind).

Mach dich bei deinem Ausflug darauf gefasst, früh hier zu sein. Denn die Parkplätze sind immer gefüllt, zahlreiche Reisebusse spucken Tag für Tag Touristen aus. Wir haben am ersten Versuch umgedreht und stattdessen Volterra (siehe Tag 10) besucht. Am nächsten Tag sind wir frühzeitig angereist und konnten auch mit dem Wohnmobil einen tollen kostenlosen Parkplatz ergattern.

Panzano und der berühmteste Metzger Dario Cecchini

Hier sind wir aufgrund einer Empfehlung von Freunden gelandet. "Ihr müsst unbedingt in der Antica macelleria Cecchini essen. Falls ihr keinen Platz bekommt, dann am Imbiss etwas kaufen". Gesagt, getan. Vegetarier werden hier nicht glücklich. Wir sind neugierig und erkunden erst den kleinen süßen Ort Panzano.

Wir müssen nicht erst Google Maps befragen, wo die Metzgerei und der Imbiss von Dario sich befinden. Genau da, wo viele Menschen sind. Natürlich bekommen wir im Restaurant „Officina“ – zu Deutsch Werkstatt – keinen Platz. An die Metzgerei grenzt eine Art Fanshop an, in dem der Chef persönlich für Fotos gegen Gebühr bereitsteht. Wir gehen zum Imbiss, ich wähle ein Panino con pastramino e senape. Wir bekommen einen Appetizer zum Probieren eines anderen Gerichts. Danach folgt mein Panino. Es ist göttlich.

Erst später stelle ich fest, wie bekannt Dario Cecchini ist. In einer meiner Lieblings-Foodie-Serien Chef's Table war er in der 6. Staffel zu sehen. Schau es dir an und freu dich dann auf einen Besuch in Panzano.

Nachdem wir satt sind, beschließen wir, direkt auf einen Stellplatz nach Florenz zu fahren.

Tag 12 - 13: Florenz

Die Hauptstadt der Toskana hat so viel zu bieten, dass wir in Summe 3 volle Tage hier sind. Florenz gilt als Wiege der Renaissance und ist mehr als nur ein Tagesausflug auf deiner Italienreise. Auch wenn die Gassen rund um den Dom extrem voll sind, gibt es zwei Straßen weiter kaum noch Touristen. Highlights sind neben einer Food-Tour (sehr zu empfehlen) die Uffizien-Galerie und die Galleria dell'Accademia mit der berühmten David-Skulptur von Michelangelo bis hin zu den kulinarischen Köstlichkeiten in den versteckten Gassen der Stadt.

Highlights in Florenz

  • Domkuppel – buche eine Tour rechtzeitig. Ich fand die Tour in Siena beeindruckender, die Kuppel ist trotzdem ein Höhepunkt. Der Dom in Florenz ist innen sehr leer und weniger sehenswert.
  • Galleria dell'Accademia: Berühmt durch Michelangelos Original der David-Skulptur. Davorstehen und staunen.
  • Ponte Vecchio, die berühmte Brücke, die am Tag nur so von Touristen wimmelt.
  • Uffizien - eine der bekanntesten Kunstgalerien der Welt und beherbergen eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken aus der Renaissance und dem Barock
  • Palazzo Vecchio
  • Boboli-Gärten
  • Santa Croce Kirche
  • Piazza della Signoria
  • Mercato Centrale
  • San Miniato al Monte
  • Piazzale Michelangelo
  • Santa Maria Novella

Nützliche Tipps

  • In Florenz waren wir auf dem tollen Campingplatz hu Firenze Camping (der Einzige unserer Reise). Die Lage ist ideal, da du bequem mit dem Bus ins Zentrum gelangst. Hast du Fahrräder dabei, kannst du am Arno Fluss entlang radeln. Unterkünfte gibt es hier auch für alle, die nicht mit Wohnmobil reisen.

Tag 14: Pisa

Schiefer Turm von Pisa. Touristen machen eben touristische Dinge. Ich auch.
Schiefer Turm von Pisa. Touristen machen eben touristische Dinge. Ich auch.

Tag 15: Lucca und Heimfahrt

Lucca haben wir uns als letzten Stopp unserer Toskana Rundreise aufgehoben. Wir hatten keinen Plan und sind einfach losgezogen. Zuerst sind wir auf der Stadtmauer entlangspaziert, haben die Düfte des Frühlings eingesogen und sind dann hinab in die süßen Gassen der Altstadt gestiegen.

Hier gibt es viele kleine und individuelle Läden, die du besuchen musst. Keramik, Buchläden, Kleidung, kleine Cafés, Eisdielen und Restaurants.

Viele Treppenstufen hinaufging es dann auf den Glockenturm der Kirche und den bekanntesten aller Türme: Torre Guinigi, der bewachsen mit Bäumen ist. Es stürmte oben sehr, der Wind blies eisig. Das war für uns das Signal, dass es Zeit war, nach Hause zu fahren. Danke Lucca, du hast uns sehr gefallen.

Lucca sollte unbedingt auf deiner Roadtrip-Route stehen, denn der Ort ist anders. Man kann nach dem Trubel in Florenz, San Gimignano und Pisa mit vielen Touristen wieder richtig "Luft holen" und fühlt sich befreit (ohne, dass man sich zuvor unwohl gefühlt hat, aber die Massen waren vor allem in Florenz zu viel).

Tag 16: Über Como nach Hause

Eigentlich wollten wir hier mindestens einen Tag verbringen. Während der Rundreise haben wir allerdings beschlossen, lieber die Zeit in der Toskana zu verbringen und nur für eine Übernachtung hier Halt zu machen. Den Comer See und diese herrliche Region besuchen wir lieber im Rahmen einer anderen Reise.

Nützliche Tipps zur Toskana mit dem Wohnmobil

Hier habe ich ein paar nützliche Tipps für deine Rundreise in der Toskana zusammengefasst.

Was kostet eine Reise in die Toskana?

Camping in der Toskana kann teuer sein, besonders in Hotspots wie Pisa und Florenz. Um Geld zu sparen, meide die Hauptsaison und nutze günstige Stellplätze oder die Agricamper App (Übernachtung auf Bauernhöfen oder Weingütern) als Alternative.

  • Kosten für Maut: 80 Euro
  • Kosten für Brenner: 20 Euro
  • Tanken: 351,92 Euro
  • Stellplätze und ein Campingplatz: 387 Euro
  • Rest: Essen, Eintritte und Touren

In Summe haben wir pro Person etwa 1100 Euro bezahlt.

Eine Mautbox ist bequemer und spart Zeit

Ich war es leid, immer an Mautstellen anzuhalten und die Kreditkarte zu zücken oder Kleingeld zu suchen. Daher habe ich mir eine Mautbox geholt. Dabei hatte ich immer die Bip & Go im Einsatz. Mittlerweile allerdings die Maut 1 Box, die du als ADAC Mitglied günstiger beziehst. Allerdings gelten beide Mautboxen nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen.

Das Beste: Neben Italien ist in der Box von maut1 auch Frankreich, Spanien, Portugal und Kroatien. Ich finde das super, da ich dann nach meiner Heimkehr eine komplette Abrechnung bekomme. Perfekt für mich.

  • Der ADAC bietet eine Mautbox an, die für alle Fahrzeuge in Italien genutzt werden kann. Mehr Infos beim ADAC
  • Es gibt auch eine Mautbox namens Bip & Go-Transponder, die in vier südeuropäischen Ländern, einschließlich Italien, funktioniert. Mehr dazu hier
  • Eine weitere Option ist maut1.de, die eine Mautbox für Pkw und Fahrzeuge bis 3 Meter

Gute Reiseführer für die Toskana

Für die Toskana habe ich diverse Guides gekauft und eingepackt. Neben dem happy time guide Florenz hatten wir den MARCO POLO Camper Guide Toskana dabei. Dazu hatte ich mir als ADAC Mitglied das Kartenset mit Infos zur Toskana bestellt.

Für Stellplätze bei Bauernhöfen oder Weingütern hatten wir die 1-jährige Mitgliedschaft samt App und PDF Guide bei Agricamper gekauft. Leider waren wir eher auf Stellplätzen, da die im Buch enthaltenen Orte für unsere Art zu reisen zu weit von den jeweiligen Orten entfernt waren.

Für Feinschmecker ist die Wein- oder Trüffelsaison ein Muss. Wir haben diese im April genau erwischt. Ich liebe Trüffel. Für neuen Wein musst du im Herbst kommen.

Der Sommer in Italien ist heiß und voll, ideal für Frühling oder Herbst, wenn du wandern oder Kultur erleben willst. Tickets für Highlights wie den Dom oder die Uffizien in Florenz solltest du vorab buchen.

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Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
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