Norwegen Wohnmobil Tipps & Tricks

Alles was du vor deiner Reise wissen musst

Norwegen mit dem Wohnmobil: Meine besten Camping-Tipps, Tricks und Erfahrungen

Norwegen mit dem Wohnmobil: Meine besten Camping-Tipps, Tricks und Erfahrungen 1

Planst du eine Reise nach Norwegen mit dem Wohnmobil? Ich war zwei Monate in diesem wundervollen Campingland unterwegs. Hier habe ich dir alle Tipps und Tricks für deine Reise aufgeschrieben. Egal, ob du mit dem Wohnmobil, Motorrad, Auto oder zu Fuß mit Zelt reist.

Vom Freistehen, Campingplätzen und den schönsten Routen bis zu Tricks, um bei der Maut und den Fahrten mit den Fähren Geld zu sparen. Hier findest du alles, was zu zum Camping in Norwegen wissen und beachten musst.

Die beste Reisezeit, wie lange du einplanen musst und natürlich auch der Anreise. Vom Landweg über den Fähren bis hin zum Mieten eines Wohnmobils in Norwegen.

Warum Norwegen ideal als Reiseziel zum Camping-Urlaub ist

Das Land ist ideales Reiseziel für Naturliebhaber und Roadtrip Fans. Um die Landschaft zu beschreiben, fehlen mir oft die Worte. Einzigartig, wundervoll oder atemberaubend. Klingt nach Klischee, ist aber nicht übertrieben.

Die Regionen von Nord nach Süd könnten unterschiedlicher nicht sein. Oft findest du einsame Gegenden und kannst auf Wanderungen die Natur und faszinierende Landschaft in vollen Zügen genießen. Beliebte Regionen sind die Inseln der Lofoten sowie die Fjorde im Süden zwischen Trondheim und Stavanger.

Auch wenn die Straßen oft eng (sehr eng) und einspurig sind. Es macht Spaß, legendäre Straßen und Landschaftsrouten auf Serpentinen wie den Trollstigen oder Dalsnibba zu befahren. Ich liebe dieses Land dafür!

Doch Achtung: Norwegen ist groß. Viel größer als so mancher Reisende denkt. Konzentriere dich auf eine Region und nimm dir nicht allzu viel vor.

In diesem Artikel habe ich dir meine Tipps für eine Reise mit Wohnmobil durch Norwegen aufgeschrieben, um dir die Reiseplanung zu erleichtern. Ich selbst war mehrfach in Norwegen, kürzlich das erste Mal für zwei Monate mit dem Wohnmobil. Meinen Reisebericht bis zum Nordkapp kannst du hier nachlesen.

Reisetipps Norwegen Sehenswürdigkeit Eidfjord
Sehenswürdigkeit in Norwegen und UNESCO Weltkulturerbe: Eidfjord

Beste Reisezeit für eine Wohnmobilreise nach Norwegen

In Norwegen ist das Wetter oft unbeständig und wechselt innerhalb weniger Minuten. Je Region herrschen große klimatische Unterschiede. Im Norden herrscht arktisches Klima, im Sommer hast du dort dafür 24 Stunden Sonne. Extremer könnten die Unterschiede kaum sein. Für die erste Norwegenreise mit Camper empfehle ich daher den Sommer.

Norwegen im Sommer

In den Sommermonaten hast du konstantes Wetter und die wenigsten Regentage im ganzen Land. Daher gelten die Sommermonate Juni bis August als beste Reisezeit für Norwegen. Dann sind allerdings auch Sommerferien in Skandinavien (bis Mitte August in der Regel). Dies bedeutet, dass du Campingplätze und Fähren rechtzeitig buchen musst, um nicht ohne Ticket oder Stellplatz dazustehen.

Im Sommer scheint 24 Stunde die Sonne, Mitternachtssonne heißt dieses Phänomen, wenn die Sonne nicht untergeht. Vor allem Reisen ans Nordkap sind dann beliebt. Temperaturen sind angenehm und beständig.

Im Frühling und Herbst ist das Wetter sehr unbeständig. Auf Sonne folgt Regen, oft in Kombination mit starkem Wind bis zu Sturmwarnungen. Fähren können tagelang ausfallen, Wanderungen werden gefährlich (oft auf Felsen, die dann glatt und rutschig sind) und Campen macht bei einer längeren Reise dann irgendwann auch kein Spaß mehr.

Norwegen im Frühling und Herbst

Im Frühling und Herbst hast du in den Fjorden und Bergen oft dichten Nebel hängen, sodass du keine Sicht auf Fjorde, Wasserfälle und den tollen Landschaften hast. Ich habe das alles schon erlebt und konnte bei der letzten Reise so manchen Ort „neu“ entdecken.

Norwegen im Winter

Einmal im Leben möchte ich im Winter nach Norwegen reisen. Ich liebe Nordlichter und so richtig intensiv tanzen diese am Himmel, wenn es kalte und klare Nächte gibt. Dann sind allerdings die meisten Landschaftsrouten und Pässe gesperrt. Schneemassen verhindern eine Durchfahrt.

Für dein Wohnmobil solltest du dann wie die Einheimischen auch Reifen mit Spikes aufziehen. Schneeketten gehen zwar auch, aber Spikes sind ideal.

Reservieren in den Sommerferien notwendig

Norwegen ist Campingland. In den Monaten Juli und August sind Campingplätze in toller Lage vor allem im Süden an der Westküste am Meer, an den Fjorden und auf den beliebten Inseln der Lofoten ausgebucht. Du solltest dafür unbedingt reservieren.

Für Fähren solltest du dich ebenfalls frühzeitig um Tickets küpmmern.

Meine Erfahrung mit der Reisezeit in Norwegen mit Wohnmobil im Herbst:

Auf vergangenen Reisen war ich (ohne Wohnnmobil) im Frühling unterwegs. Nebel und Schnee verhinderten freie Sicht auf Fjorde und Wasserfälle wie den Foringsføssen. Daher war ich mit dem Wohnmobil ab Mitte August – nach Ende der norwegischen Sommerferien) bis Oktober knapp 2 Monate im Herbst in Norwegen unterwegs.

Für Norwegen hast du generell nie eine Garantie auf gutes Wetter. Dann musst du nach Südeuropa. Doch dass es im Herbst dermaßen unbeständig und stürmisch ist, hätte ich nicht geglaubt. Ich hatte eine durchwachsene Zeit und eigentlich nur auf den Lofoten zwar kühle aber konstante Temperaturen mit relativ wenig Regen (gemessen am Rest der Reise).

Meine Worte waren daher: Auch wenn nur 10 Minuten am Tag die Sonne zu sehen ist, entschädigt dies für den restlichen Tag mit viel Regen. Denn die Landschaft ist einfach zu schön, um Norwegen links liegenzulassen.

Es waren im Herbst so wenige Touristen unterwegs, dass ich alles spontan buchen und planen konnte. Sowohl Fähren als auch Campingplätze waren nie voll. Freistehen war vorrangig auf den Lofoten kein Problem. Im Sommer ist dies wohl eher ein Ding der Unmöglichkeit, im Herbst kein Problem.

WICHTIG! Reisen nach Norwegen außerhalb der Hauptsaison heißt auch, dass Campingplätze oft geschlossen sind, Cafés, Restaurants und Museen verkürzte Öffnungszeiten haben (oder ganz geschlossen sind) und Fähren auf manchen Verbindungen nur im Sommer verkehren. Wenn der erste Schnee fällt, werden Landschaftsrouten und Pässe geschlossen und Wanderungen für das nächste Jahr wieder instand gesetzt (und somit gesperrt. Unter anderem der Reinebringen auf den Lofoten).

Wieviel Zeit für eine Rundreise durch Norwegen einplanen?

Für Norwegen (wie für alle meiner Reisen) gilt: Je länger, je besser und umweltfreundlicher. Reise nicht für 2 Wochen ans Nordkapp. Das ergibt keinen Sinn. Du hetzt durchs Land, ohne etwas zu sehen.

Minimum zwei Wochen solltest du für den Süden, Lofoten oder Fjorde einplanen. Bei zwei Wochen Reisezeit solltest du dich auf eine Region festlegen. Je mehr Zeit du hast, umso besser.

Ich habe mir ein Zeitlimit von etwa 2 Monaten gesetzt, um ans Nordkap über Schweden und Finnland und langsam zurück durch Norwegen zu reisen. Daher ist unter anderem eine Elternzeit oder Sabbatical von 2 bis 3 Monaten ideal für längere Reisen in Skandinavien und Norwegen.

Für längere Reisen solltest du mindestens vier Wochen Zeit zur Verfügung haben. Wenn du mit dem Wohnmobil ans Nordkap reisen möchtest, solltest du mindestens vier Wochen Zeit mitbringen. Du kannst die Strecke zwar in wenigen Tagen meistern, siehst dafür nichts vom Land. Dafür ist diese Reise in der heutigen Zeit nicht mehr akzeptabel.

Wenn du vier Wochen Zeit hast, kannst du die Fjorde, die traumhafte Insel Senja sowie die Lofoten besuchen. Plane immer 2 bis 3 Puffertage für Regen in den einzelnen Regionen ein.

Meine 2-monatige Reise habe ich am Ende abgekürzt und bin ab Stavanger und den südlichsten Punkt in Norwegen direkt nach Kristiansand zur Fähre nach Dänemark gefahren. Südnorwegen sowie die Helgelandküste habe ich aufgrund Stürmen und viel Regen ausgelassen. Da ich Norwegen Fan bin, werde ich diese Küsten einfach beim nächsten Besuch ausgiebig erkunden. Man kann nie alles sehen.

Vor der Reise

Geld und Kreditkarte

Besonderheiten: Geld und Kreditkarte

In Norwegen ist das wichtigste Zahlungsmittel deine Kreditkarte. Egal, ob es nur ein Drink in der Bar ist oder Campingplätze. Bargeld benötigst du fast nie und selbst die kleinsten Summen bezahlst du mit Kreditkarte.

Achtung: EC-Karten ist irgendwie ein „deutsches Ding“, denn die werden nicht immer akzeptiert. Norwegen ist so gut wie bargeldfrei. Lediglich auf privaten Stellplätzen oder Wanderwegen die über Felder der Bauern führen wird oft Bargeld verlangt (Norweger können per App mit Vissp bezahlen, für Deutsche ist das leider nicht möglich). Allerdings werden auch Euro akzeptiert, dann zum schlechteren Wechselkurs. Bargeld habe ich nur zum Duschen, Waschmaschinen und Trockner auf Campingplätzen benötigt. Diese konnte ich allerdings direkt bei der Bezahlung der Übernachtung mit Kreditkarte erhalten. Ideal.

Erkundige dich daheim bei deiner Bank, wieviele Gebühren du beim Nutzen deiner deutschen EC-Karten oder Kreditkarte bezahlen musst. Manche musst du bei den typischen Hausbanken erst freischalten lassen, sonst funktionieren diese oft nicht im Ausland. Schweden hat keinen Euro, das bedeutet, dass du auch für Fremdwährungen Gebühren bezahlen musst.

Um diese Gebühren zu umgehen, eignet sich eine gute Reisekreditkarte, mit der du keine Gebühr beim Bezahlen hast.

Wohnmobil für Norwegen mieten

Wenn du kein eigenes Wohnmobil besitzt, kannst du dir entweder in Deutschland oder auch vor Ort in Norwegen ein Wohnmobil mieten. Für Norwegen gibt es folgende Anbieter:

  • Lofoten, Tromsø: Arctic Campers. Sehr spartanisch und für meine Verhältnisse rudimentär ausgestattet für die arktische Region.
  • Camperdays als Suchmaschine für diverse Anbieter und Verfügbarkeit in Deutschland und Norwegen. Der größte Anbieter McRent ist in dieser Suchmaschine enthalten. Finde ich super, denn Freunde haben bereits gute Erfahrung mit diesem Anbieter gemacht. Ich besitze ja meinen eigenen Peugeot Boxer Campervan.

Schöne Routen und Highlights in Norwegen

Das Highlight in Norwegen ist die Natur an sich. Wenn du mit dem Wohnmobil das erste Mal in Norwegen bist, solltest du dir im Klaren darüber sein, dass das Land riesig ist. Die Autobahn entspricht eher unseren Landstraßen und das Tempolimit liegt meist bei 70 – 80 km/h.

Schöne Orte sind definitiv die Fjorde, die Lofoten, Senja, Vesterålen und die arktischen Regionen Nordnorwegens. Für Wanderungen findest du überall schöne Wege mit tollen Aussichten auf Inseln, Gletscherzungen, Seen, Klippen oder die Fjorde.

  • Tour 1 (3 Wochen): Über Schweden auf die Lofoten und Senja
  • Tour 2 (7 – 10 Tage): Ab Tromsø über Alta ans Nordkap
  • Tour 3 (10 – 14 Tage): Oslo – Eidfjord (Foringsføssen), Hardangervidda – Bergen – Sognefjord – Flåm – Trollstigen – Jotunheimen – Lillehammer – Oslo
  • Tour 4: (Mindestens 14 Tage): Ab Bergen – Fjorde Norwegens – Stavanger – Bergen
  • Tour 5 (mindestens 4 Wochen): Über Schweden und Finnland ans Nordkap und die russische Grenze bei Kirkenes, über Senja, Vesterålen und die Lofoten an die Fjorde und zurück nach Deutschland.

Fahre auf den Landschaftsrouten in Norwegen

Die wirklich schönsten Routen sind in Norwegen als Landschaftsrouten markiert und dokumentiert. Eigentlich ist es überall schön. Doch diese Landschaftsrouten stechen nochmals besonders heraus und bieten dir die schönsten Aussichten des Landes.

In Norwegen gibt es 18 Landschaftsrouten, die du dir vor der Reise ansehen solltest ► nasjonaleturistveger.no. Prüfe, welche dieser Routen auf deinem Weg liegen und fahre über diese Strecken. Ich konnte bereits auf 11 dieser Routen fahren, eine war aufgrund Schneefall gesperrt.

Top-Sehenswürdigkeiten in Norwegen

Jeder wird sagen, dass die Hauptstadt Oslo ein Highlight ist. Mich hat Oslo nach drei Besuchen noch nicht begeistert. Jede andere Stadt in Norwegen und Skandinavien fand ich schöner.

Die Highlights liegen entlang der 18 Landschaftsrouten. Natürlich gehören dazu die Fjorde, das Geirangerfjord wird immer als „König der Fjorde“ genannt. Die Lofoten sind wirklich so schön und einzigartig, wie du auf Bildern sehen kannst. Die Wahrheit ist noch schöner, vorwiegend bei Wanderungen auf Gipfel kannst du die einzigartige Landschaft noch besser erkennen.

Highlights in Norwegen sind Nordlichter, die ich schon Anfang September in Andenes sehen konnte, danach fast jede Nacht auf den Lofoten. Immer wieder faszinierend zu sehen. Die Insel Senja ist langsam kein Geheimtipp mehr, hat mich sehr beeindruckt. Auch Vesterålen und die Whale Watching Touren in Andenes fand ich genial.

Das Nordkap reizt viele, und genau hier ist die ganze Region ein Highlight für sich. Ich liebe arktische Regionen und so fand ich die Fahrt zum Nordkap und bei Kirkenes die Grense Jakobselv faszinierende Orte. Bergen, Stavanger, Trondheim, Svolvaer und Tromsø sind als Städte sehenswert und ideal auch an einem Tag zu erkunden.

Ich könnte so viele weiteren Attraktionen aufzählen, denn Norwegen ist voll davon. Viele Leser des Blogs wissen, dass ich Gletscher liebe und diese natürlich auch besucht habe.

Anreise: Fähre, Landweg oder Flugzeug

Jede Möglichkeit bietet Vor- und Nachteile. Es kommt natürlich darauf an, ob du mit dem eigenen Wohnmobil reist, dir ein Fahrzeug in Deutschland oder in Norwegen mietest.

Landweg über Dänemark und die Öresundbrücke über Schweden nach Norwegen

Von Flensburg bis Malmö sind es etwa 350 km. Dabei musst du entweder die Brücken Størebealt und Öresund überqueren oder die Fähre von Puttgarden (Fehmarn) nach Rødby (Dänemark) nehmen, und dann über die Öresundbrücke fahren.

Für beides gibt es Kombi-Tickets. Wenn du die Fahrten vorab online buchst, sind sie billiger (ca. 150 Euro bis 10 Meter Gespann oder Wohnmobil).

Wenn du die Brücken hin und zurück überfahrt, lohnt sich der Transponder von BroPas. Dann wird es um einiges günstiger. Mehr Infos hier nachlesen. Ab hier geht es dann über Göteborg entlang der schwedischen Westküste entlang nach Norwegen.

Mit der Fähre nach Norwegen

Diese Möglichkeiten hast du, um recht schnell in deine gewünschte Region in Norwegen zu gelangen.

  1. Hirthals – Kristiansan (Fjordline): Die schnellste Fähre nach Norwegen, Dauer etwa 2,5 Stunden.
  2. Hirthals – Bergen (Fjordline): 16,5 Stunden
  3. Hirthals – Stavanger (Fjordline): 10 Stunden 15 Minuten
  4. Hirthals – Larvik ( Color Line): 3,45 Stunden.
  5. Hirthals – Langesund (Fjordline): 4,5 Stunden
  6. Kiel – Oslo (Color Line): 20 Stunden Fahrt, recht teuer.

Buche deine Fähre auf dieser Webseite vorab und vergleiche die Preise.

Pro und Contra mit der Fähre nach Norwegen

Vor allem bei einer kürzeren Reisedauer sparst du dir viel Zeit. Buchst du, deine Überfahrt mit der Fähre, recht früh, kannst du viel Geld sparen. Außerdem sind Fähren im Frühling und Herbst ziemlich günstig, dazu sparst du Benzin ein und für dich ein bisschen Fahrerei.

Ein Nachteil ist der Seegang. Hast du damit Probleme, kann in Norwegen schon die kleinste Überfahrt mit der Fähre Seekrankheit hervorrufen. Ich habe damit zum Glück kein Problem, wollte es aber erwähnen. Auf meinen Fahrten mit der Fähre mussten einige Menschen leiden.

Einreisebestimmungen

Als Deutscher kannst du nach Norwegen mit deinem Personalausweis einreisen. Grenzkontrollen im Schengenraum sind abgeschafft. Dazu solltest du natürlich deinen Führerschein dabei haben. Für alle unter 18: Der Führerschein für 17-Jährige gilt nicht.

Reisen mit Hund oder Haustier

Für die Einreise benötigst du den EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung. Dein Tier muss mit Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet sein. Bei Kampfhunden musst du einen Abstammungsnachweis mit dir führen. Die Einreise ist nur für Kampfhunde Kategorie 2 und nur mit Maulkorb plus Leinenpflicht erlaubt.

Dein Hund muss außerdem über 3 Monate alt sein. Hunde einschließlich Welpen müssen gegen Bandwurmbefall (Fuchs-Zwergbandwurm, Echinococcus multilocularis) behandelt werden. 

Alle Infos im Detail hier nachlesen.

Einfuhrbestimmungen für Norwegen

Alkohol, Tabak und Lebensmittel

In Norwegen ist Alkohol und Tabak kostspielig. Deswegen gelten strenge Einfuhrbestimmungen, die du wissen musst. Vor allem, wenn du mit der Fähre einreist, werden oft Fahrzeuge kontrolliert.

Auf der App oder Webseite von toll.no kannst du genau nachlesen, wie viel Bier, Wein, hochprozentige Spirituosen und Tabak pro Kopf einführen darfst. Wenn du keine Tabakwaren einführst, kannst du diese durch Wein oder Bier ersetzen. Daher ist der Rechner ziemlich interessant.

Ohne besondere Genehmigung ist die Einfuhr von Kartoffeln ebenfalls verboten. Warum das so ist weiß ich nicht. Bei mir gab es zwar Grenzkontrollen, allerdings wurde nur der CovidPass geprüft, sonst nichts (bin mit dem Wohnmobil aus Finnland eingereist).

Einreise mit Hunden

Wenn du mit deinem Hund nach Norwegen reist, gelten ebenfalls bestimmte Regeln, die du hier nachlesen kannst.

Stellplätze und Campingplätze zum übernachten finden

Das Tolle an Norwegen ist, dass du überall gute (Natur-) Campingplätze oder Stellplätze findest. Je Region variieren die Preise für Übernachtungen auf Campingplätzen oder Parkplätzen immens. Ganz im Norden ist es recht günstig, sowie an den Fjorden. Auf den Lofoten empfand ich Campingplätze recht teuer (ab und zu musste ich Batterien aufladen und Wäsche waschen).

Zum Finden eines geeigneten Stellplatz gibt es diverse Möglichkeiten. Stellplätze habe ich auf dieser Webseite gesucht, oder direkt in den Apps von NorCamp, Campercontact oder camping.info gesucht. Auf park4night findest du gute und schöne Orte zum freistehen als auch Parkplätze, wenn du nur kurz in einer Stadt verweilen möchtest. Prüfe trotzdem die Schilder, denn viele Tipps in Apps und auf Webseiten sind nicht mehr aktuell und an angegebenen Orten befindet sich mittlerweile ein NO CAMPING oder „Übernachten verboten“-Schild. Daheim nutze ich die Park4Night App daher nicht.

Beachte: Oft wirst du lesen, dass du für Skandinavien die Camping Key Europe Karte benötigst, falls der Platz zum Camping-Verband SCR gehört. Mittlerweile ist die Karte keine Pflicht mehr und meine war überflüssig. Ich würde sie mir nicht mehr kaufen.

Hochsaison ist in Norwegen übrigens im Sommer von Mitte Juni bis Mitte August. Wenn du dann deinen Trip planst, solltest du am besten im Voraus buchen. Besonders beliebte Feriengegenden wie die Fjorde, Lofoten und Südküste sind schnell ausgebucht.

Nützliche Apps und Webseiten

  • Für Übernachtungsplätze solltest du die oben genannten Apps aufs Handy laden.
  • Zur Umrechnung von Norwegischen Kronen in Euro nutze ich Currency (iPhone)
  • Für Wanderungen in Norwegen nutze ich Fatmap (findet Wege), UT.no, Komoot und AllTrails
  • Zur Navigation nutze ich maps.me und im Süden auch Google Maps.
  • Für Prognosen und Polarlicht Alarm nutze ich AuroraPro App.

Wildcampen in Norwegen „Jedermannsrecht“

In Norwegen kannst du auf dem Land sowie in den Wäldern oder Bergen ein Zelt für die Nacht aufstellen oder unter dem freien Sternenhimmel übernachten. Ausgenommen hiervon sind bewirtschaftete Felder und Park- und Rastplätze. Achte darauf, einen Mindestabstand von 150 Metern zum nächsten bewohnten Haus bzw. zur nächsten bewohnten Hütte einzuhalten. Diese 150-Meter-Regel gilt auch für parkende Autos und Wohnmobile.

Wenn du länger als zwei Nächte an derselben Stelle übernachten möchtest, musst du die Grundbesitzer um Erlaubnis bitten. Dies gilt nicht für die Berge oder sehr entlegene Bereiche.

Achte und respektiere die Natur, parke über Nacht NICHT an Ausweichbuchten „M“-Schild (gesehen auf den Lofoten) und stelle kein Dachzelt auf falls ein NO CAMPING Schild angebracht ist. Auch nicht in der Nebensaison, denn dies gehört zum Respekt, dass du als Tourist einem Reiseland entgegenbringen solltest. Leider habe ich zu 95 % nur Deutsche erlebt, die sich NICHT an diese Regeln gehalten haben. Es ist echt peinlich und macht mich sauer.

Für dich als Camper gilt

Frei stehen darfst du offiziell nicht mitten im Wald, aber auf öffentlichen Parkplätzen, solange es nicht offiziell verboten ist und ein Schild darauf hinweist. An Straßenenden oder am Strand darfst du auf Parkplätzen für maximal eine Nacht parken.

Auto fahren und Verkehrsregeln in Norwegen

Die erste und wichtigste Verkehrsregel für Norwegen: Du musst immer mit Abblendlicht fahren.

Eine generelle Winterreifenpflicht für Fahrzeuge (Pkw sowie Lkw) bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht besteht – im Gegensatz zu Schweden – nicht. Fahrzeuge mit Sommerreifen müssen bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee und Eis) allerdings mit Schneeketten ausgerüstet sein. Sofern Winterreifen verwendet werden, müssen diese eine Profiltiefe von mindestens 3 mm aufweisen. In Nordnorwegen wechseln die Einheimischen ihre Reifen auf Reifen mit Spikes. Das rate ich dir auch, falls du im Winter nach Norwegen reisen möchtest.

Welchen Führerschein benötige ich?

Um in Norwegen Auto fahren zu dürfen, benötigst du nur deinen normalen deutschen Führerschein. Du benötigst keinen separaten internationalen Führerschein.

Geschwindigkeitsbeschränkung

In Norwegen gilt für Pkw und Wohnmobil bis 3,5 t folgende
Höchstgeschwindigkeit:

  • Innerorts: 30 – 50 km/h
  • Landstraßen: 70 km/h (manchmal bis 90 km/h)
  • Autobahn und Schnellstraßen: 90 km/h (manchmal und außergewöhnlich 100 km/h)

Bei Geschwindigkeitsverstößen musst du mit hohen Strafen und Geldbußen rechnen. Der Tempomat ist in Norwegen dein bester Freund! Norweger fahren sprichwörtlich „wie Henker“ und rasen um die Serpentinen, engen Straßen und überholen auch vor Kurven ohne Sicht nach vorne. Gruselig. Ein Freund, der auf den Lofoten lebt, erzählte mir, dass er bei solchen riskanten Fahrern mal länger auf die Hupe drückt.

Straßen in Norwegen

Die meisten überschätzen die Anzahl der Kilometer am Tag bei der Reiseplanung immens. Denn die Straßen führen sehr selten geradeaus. Meist sind die Straßen schmal, oft einspurig mit Ausweichbuchten und ziemlich Kurvenreich. Ich liebe es, so zu fahren, allerdings erfordern diese Routen deine volle Aufmerksamkeit. Es geht oft sehr steil hinauf und wieder hinab.

Zwei Fahrzeuge passen oft nicht aneinander vorbei. Sei immer bereit zu bremsen, um den Gegenverkehr vorzulassen. Hetzte nicht und lass dir Zeit. Die 80 km/h Tempolimit unterschreitest du auf diesen Strecken mit ziemlicher Sicherheit. Der Abhang ist nah. Vor allem auf den Lofoten, der Insel Senja, in Vesterålen oder auch Fjordnorwegen und im Süden Richtung Lindesness sind die schmalen Straßen mit vielen engen Kurven zahlreich.

Rechne immer und überall mit rücksichtslosen Fahrern aus Norwegen.

Plane daher etwas mehr Zeit für Routen ein, statt selbst durch eine riskante Fahrweise einen Unfall zu riskieren. Mach dich mit deinem Wohnmobil vertraut. Falls du eines mietest, solltest du die engen Straßen berücksichtigen. Weniger ist mehr.

In diversen Facebook Gruppen für Norwegen musste ich lesen, dass vielen der Außenspiegel abgefahren wurde. In Norwegen ist es an der Tagesordnung, dass man dafür nicht nahält. Jeder bezahlt seinen Schaden selbst. Im Fall eines Wohnmobils kann der Außenspiegel eine kostspielige Sache werden (mir wurde einer vor der Haustüre abgefahren. Kosten um die 1000 Euro, die der Verursacher bezahlen musste).

Maut in Norwegen: Gebühren für Fähren, Brücken und Tunnel

In Norwegen ist es so, dass neu gebaute Brücken und Tunnel so lange Gebühren kosten, bis diese finanziert sind. Daher wird bei der Überquerung oder Durchfahrt dein Kennzeichen fotografiert und du bekommst danach eine Rechnung, die zu bezahlen musst.

Alternativ rate ich dir, dich bei AutoPass und Ferjecort (Fährenkarte) anzumelden, beides zu verknüpfen und somit viel Geld zu sparen. Das habe ich gemacht und somit bis zu 50 % bei Fahrten mit der Fähre gespart. Der Nordlandblog hat einen Schritt-für-Schritt den AutoPass und Ferjecort bestellen Artikel mit vielen aktuellen Informationen zum AutoPass und Alternativen geschrieben. Der ist toll, daher verweise ich darauf.

Hier findest du außerdem einen tollen Artikel über die unterschiedlichen Mautsysteme in Skandinavien, sowie deren Vor- und Nachteile.

Fähren in Norwegen nutzen

Je nachdem in welcher Region du bist, musst du an manchen Tagen gleich mehrere Fähren nutzen. Aber keine Panik, denn ich habe mich vor allem in Fjordnorwegen überhaupt nicht um die Abfahrtszeiten gekümmert. Denn die Fähren pendeln hier von Ufer zu Ufer.

Beachten musst du dabei nur, dass dein Nummernschild fotografiert wird. Ich habe den Tipp bekommen, dass Norweger die Länge ihres Wagens an der Fahrertüre seitlich anbringen, da diese sonst geschätzt wird. Das hat bei mir dazu geführt, dass in Abrechnungen manchmal 0 – 6 Meter, in anderen 6,01 – 8 Meter steht und ich diese reklamieren musste. Die Rechnung bekommst du dann direkt in den Briefkasten. Falls du dich bei AutoPass und Ferjecort (mein Tipp) registriert hast, wird der Betrag von deinen bei der Anmeldung einbezahlten 300 Euro abgebucht. Das ist nicht nur bequem, sondern spart dir auch bis 50% der Gebühren.

Nur bei der Fähre im Geirangerfjord musst du dir (vor allem im Sommer) dein Ticket richtig früh reservieren. Daher bin ich erst nach den skandinavischen Sommerferien in Norwegen herumgereist. So konnte ich spontan auf diese Fähre fahren und mit nur zwei weiteren Wohnmobilen den Platz teilen.

Auch für die Fähre von Bodø auf die Lofoten (Moskenes) solltest du dir im Sommer unbedingt ein Ticket reservieren. Fähren nach Senja (aus Sommaroy) sind im Sommer auch sehr beliebt und du musst oft ein paar Fähren warten, bis du darauf kommst. Auch dafür kann ich dir den Herbst empfehlen. Achte bei dieser Fäher allerdings darauf, wie lange sie fährt. Die Fähre nach Andenes aus Senja fährt beispielsweise nur bis Mitte September und ich habe die letzte um 2 Tage verpasst und musst einen längeren Umweg in Kauf nehmen.

Auf den Fähren in Norwegen kannst du im Wohnmobil sitzen bleiben. Manchmal gibt es ein kleines Restaurant oder zumindest Kaffeeautomaten an Bord. Natürlich auch Toiletten. Das Gas solltest du zudrehen, kochen bei der Überfahrt fällt somit aus. Die meisten Fahrten dauern allerdings auch nur 15 – 20 Minuten.

Sobald ich alle Abrechnungen habe, kann ich die Kosten hier veröffentlichen.

Wetter in Norwegen

Beachte, dass das Wetter dein Herumreisen beeinträchtigen kann. Denn das Wetter ist oft wechselhaft. Während im Herbst die Stürme mit viel Regen kommen und tagelang mal Fährverbindungen ausfallen können, musst du an der Westküste immer mit Regen als im Inland rechnen. Bergen ist die regenreichste Stadt Europas. Ich habe Bergen noch nie ohne Regen erlebt.

Im Oktober waren die ersten Straßen und Pässe aufgrund Schnee gesperrt. Auch im Mai kann dies der Fall sein. Prüfe daher, ob die Straßen, die du befahren möchtest, geöffnet sind. Sind sie gesperrt, musst du viele Stunden Umweg in Kauf nehmen.

Strom, Gas und tanken

Beim Nachfüllen deutscher Gasflaschen hat man im europäischen Ausland oft Probleme. Auch beim Strom und Wasseranschluss musst du ein paar Dinge wissen. Diese findest du hier:

Stromanschlüsse in Norwegen

Für Norwegen brauchst du auf Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen mit Strom keinen besonderen Adapter. Es werden dieselben CEE-Adapter wie in Deutschland verwendet. Auf kleineren Campingplätzen benötigst du nur den normalen CEE-Stecker.

An Sanitäranlagen sind die Steckdosen wie bei uns: Typ F Stecker.

Gasflaschen in Norwegen

Kann ich meine Gasflasche in Norwegen auffüllen lassen? Eine wichtige Frage, die auch ich mir vor der Reise gestellt habe. Ich kann dich beruhigen. Bei LPG Norge kannst du deine Gasflasche problemlos befüllen lassen, falls die Station besetzt ist. Meine Gasflasche ging 3 Tage vor Ende der Reise leer. Ich konnte an keiner der LPG Norge Stationen jemanden antreffen und habe mich schlichtweg nicht getraut, die Flasche selbst zu befüllen. Eine Karte mit LPG Stationen habe ich hier gefunden.

Falls du an einer Station jemanden antriffst, benötigst du nicht mal einen Adapter, wurde mir versichert. Denn die Stationen und Mitarbeiter haben diese in der Regel vor Ort und haben sich auf deutsche Touristen eingestellt. Falls du Probleme damit hast, wende dich an einen Mitarbeiter auf dem Campingplatz, diese können dir helfen. Da ich am Ende der Reise das „Problem“ hatte, habe ich mich wegen drei Tagen nicht mehr darum gekümmert. Campingplätze waren geöffnet und ich konnte entweder dort oder mit meinem kleinen Gaskocher Essen machen.

Mein Tipp trotzdem: Habe immer ein Euro-Entnahme-Set dabei, damit du deine Flasche im Ausland auf jeden Fall anschließen kannst, falls du doch eine Flasche im Ausland leihen musst. Für Schweden brauchst du den Anschluss D3. Um ganz sicher zu sein, kannst du mit einem Lecksuchspray prüfen, ob alles dicht ist.

Tankstellen und tanken

In Norwegen hast du keine Probleme, eine Tankstelle zu finden. Richtung Nordkap wurde das Netz dünner. Prüfe vorab, in wie vielen Kilometer die nächste Tankstelle kommt und tanke rechtzeitig. Auf den Preis darfst du dabei nicht mehr achten. Hauptsache, der Tank ist voll.

In Skandinavien gibt es oft nur Tankautomaten, an denen du nur mit Kreditkarte tanken kannst. Dafür habe ich immer zwei Kreditkarten dabei, da oft aus Gründen, die mir schleierhaft sind, eine Kreditkarte nicht funktioniert.

Eins musst du dazu wissen: Benzin und Diesel sind in Norwegen teurer als bei uns. Bei meinem Besuch etwa 20 – 30 Cent je Liter. Diesel ist günstiger, da es subventioniert wird. Je näher ich Richtung Stavanger „DER“ Ölstadt kam, umso teurer wurde der Diesel. Am günstigsten war das Tanken in abgelegenen Orten. Das hat mich oft überrascht.

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