Lohnt es sich eigentlich, zum Nordkap zu fahren? Oh ja, und wie!

Die am meisten diskutierte Frage lautet: Lohnt es sich eigentlich, zum Nordkap zu fahren? Es ist doch nur ein Punkt auf der Landkarte. Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Ich wollte mir diesen einsamen Ort an der Barentssee selbst ansehen. Ich mag außergewöhnliche Orte, vorwiegend die Region rund ums Nordkap. Und eins sei gesagt: Es ist die Landschaft und die letzten 100 km dahin, die atemberaubend schön sind. Nicht der Ort Nordkap.

Eigentlich war mein Ziel, Norwegen bis zum Nordkap mit meinem Campervan zu erkunden. Bei meiner Recherche und Vorbereitung für den Roadtrip kam ich auf die Idee, durch Schweden und Finnland nach oben und über Norwegen zurückzufahren. Der Plan war super, somit sah ich viele unterschiedliche Landschaften, Kulturen und Regionen. Natur, Städte und viele Tiere.

Hier findest du all meine Tipps zum Roadtrip ans Nordkap.

Da ich unterwegs doch nicht dazu gekommen bin, regelmäßig diesen Artikel auf den neuesten Stand zu bringen, hole ich es jetzt Tag für Tag nach. Die Highlights der Reise kannst du auf Instagram (Highlight-Storys im Profil) ansehen. Hast du Tipps? Dann schreib mir eine Nachricht!

Ich werde so schnell wie möglich die gesamte Route inklusive Angabe der gefahrenen Kilometer, Kosten für Stellplätze, Maut und Fähren hier hochladen. Tipps für SIM-Karten und die schönsten Orte und Campingplätze. Solltest du Fragen haben, nutze bitte die Kommentarfunktion am Ende des Artikels!

Vor der Reise: Planung, Mautbox, Reiseführer

Trotz Reiseblog lese ich gerne Reiseführer in gedruckter Form. Dazu stöbere ich gerne in Bildbänden und in Facebook-Gruppen. Hier kommen die besten Tipps zur Reiseplanung:

Blogs, Reiseführer und Facebook-Gruppen

Vor der Reise habe ich in Reiseführern, Bildbänden und Blogs gestöbert. Super Tipps habe ich in Facebook-Gruppen gefunden. Alles, was mich angesprochen hat, habe ich in Google Maps gespeichert: Stellplätze, Campingplätze und sehenswerte Orte. So konnte ich vor Ort spontan und schnell sehen, ob ich eine Stelle markiert hatte. Erspart eine lange Suche vor Ort, wenn man müde ist und einfach einen Platz zum Übernachten sucht.

Reiseführer und Bildbände

Für Schweden:

Für Finnland:

Für Finnland habe ich ehrlich gesagt nur das DuMont Reise-Handbuch für Finnland eingepackt. Da ich nur ein kurzes Stück über Rovaniemi und Inari gefahren bin, war das ausreichend. Den Guide hatte ich von meinem Südfinnland Roadtrip sowieso noch im Bücherregal stehen und war ausreichend.

Für Norwegen:

Für Norwegen habe ich mir den Nordtrip Guide gekauft. Darin findest du alternative Stellplätze wie in Deutschland bei Landvergnügen. Du bezahlst einen Betrag und kannst dann per App Stellplätze finden und kostenlos übernachten.

Folgende Reiseführer und Bildbände fand ich spitze:

Für den Rückweg hatte ich ursprünglich überlegt, über Göteborg, Kopenhagen und durch Dänemark zu fahren. Daher hatte ich den MarcoPolo Dänemark Reiseführer dabei, da er klein und kompakt ist. Leider war das Wetter am Ende sehr schlecht und meine Zeit wurde knapp, da ich daheim Termine hatte.

Nützliche (Karten-)Apps zur Reise ans Nordkap

Vor der Reise habe ich mir folgende Apps aufs Handy geladen:

  • Maps.me offline Karten für Schweden, Finnland und Norwegen
  • Google Maps Karten (kannst du ebenfalls offline speichern)
  • EasyPark: Okay, diese App nutze ich auch in Deutschland. Ideal zum Bezahlen von Parkplätzen (manchmal auch Stellplätzen
  • Campercontact, ACSI, camping.info, Camping 21 (ADAC), NorCamp, park4night, Stellplatzradar (promobil), Entur (Navigation in Norwegen)
  • Wetterapps: YR (genauer für Skandinavien), ich nutze eigentlich WeatherPro. Ich werde unterwegs beide Apps vergleichen und berichten, welche genauer war.
  • Currency App (iPhone) zur exakten Umrechnung von SEK und NOK
  • UT.no für Wanderungen in Norwegen. Meine habe ich in Komoot hochgeladen. Zur Planung ist FATMAP genial.

Geld sparen dank AutoPass und Fährenkarte

Vor der Reise wurde ich auf die Mautbox (Brikke) und die Fährenkarte (Ferjecort) hingewiesen. Dank dieser kannst du viel Geld in Norwegen sparen (bis zu 50 %). Alle Infos dazu sind auf dem nordlandblog hier ausführlich beschrieben (und werden immer aktualisiert).

Für die Anreise nach Schweden kannst du zwei Anreisen wählen: Über die Öresundbrücke und der Fähre von Puttgarden nach Rødby oder direkt mit der Fähre. Alle Varianten habe ich hier im Artikel mit Tipps für Schweden mit dem Wohnmobil aufgeschrieben. Auch hier kannst du Geld sparen.

Auch hier gibt der Nordlandblog Tipps zu Kosten, BroBizz und BroPas 

Ich habe pro Fährfahrt fast immer 50 % gespart, da ich die Ferjecort und den AutoPass hatte. Falls du wie ich die Inseln Senja, Sommarøy und die Lofoten sowie die Fjorde befährst, lohnt es sich auf jedenfall.

Hinweis: Prüfe nach Rückkehr die Abbuchungen. Bei mir wurde fast überall über 6 Meter registriet (doppelte Gebühren). Ich musste jedesmal eine E-Mail schreiben, damit es korrigiert wurde.

Route ans Nordkap und zurück

Ich habe etwa 3 Wochen durch Schweden und Finnland über Kirkenes und Grense Jakobselv bis ans Nordkap gebraucht (genau waren es 27 Tage und 4882 km). Es geht viel schneller. Musst du regelrecht hetzen, kannst du entlang E4 und E45 in 5 Tagen am Nordkap sein. Das bedeutet allerdings, dass ihr euch abwechseln müsstet und ihr nichts von der wunderschönen Natur habt.

Da ich selbstständig bin, arbeite ich unterwegs und habe in Stockholm, Uppsala und bei Ekbo Freunde besucht. Auf dem Rückweg bin ich über Tromsø, Sommarøy, Senja und die Lofoten gefahren. Da das Wetter dann überhaupt nicht mehr mitgespielt hat (Oktober) und es in der Fjordregion und dem Süden fast nur noch gestürmt und geregnet hat, habe ich hier recht zügig den Weg zur Fähre nach Kristiansand eingeschlagen.

Das war die Route:

Hier ist meine mit GPS getrackte Route ans Nordkap. Leider waren es zu viele Daten für Google Maps, daher habe ich die Daten in Strava hochgeladen.

Karte Route ans Nordkap über Schweden und Finnland
Karte meiner Route ans Nordkap über Schweden und Finnland, zurück über Norwegen

Tag 1 - 21: Anreise aus Deutschland und Schweden

Hier folgt der Reisebericht für Tag 1 bis 21. Ich habe mich entschieden, nicht nach Tagen, sondern nach Orten meine Erfahrung aufzuschreiben. Denn so kannst du einen kleinen Einblick erhalten, ob der Stopp dich interessiert.

Anreise nach Travemünde (aus Süddeutschland ca. 700 km)

Die Anreise aus Süddeutschland nach Travemüde dauert für mich mehr als sieben Stunden. Am Abend erreiche ich den Stellplatz in unmittelbarer Nähe der Fährterminals. Leider ist der Platz komplett voll. Ich nutze – wie einige anderen Wohnmobilfahrer – den angrenzenden Parkplatz. So kann ich nach einer ruhigen Nacht am nächsten Morgen ausgeschlafen auf der Fähre einchecken. Ich habe die Fähre am Tag gebucht. Alternativ kannst du die Nachtfähre

Fähre Travemünde - Malmö

Die Überfahrt ist ruhig und dank der Buchung einer Kabine kurzweilig. Die Fahrt dauert 9 Stunden und 15 Minuten. Die letzte Stunde verbringe ich an Deck, denn die Öresund Brücke solltest auch du dir genau ansehen. Diese Brücke verbindet Kopenhagen (Dänemark) mit Malmö (Schweden). Ein weiteres Highlight der Fährfahrt sind die Møns Klint Kreidefelsen. Das dänische Pendant zur Kreideküste auf Rügen.

Direkt nach Ankunft im Hafen von Malmö am Abend mache ich mich auf Stellplatzsuche. Das ist gar nicht so einfach. Denn der erste Stellplatz ist schon voll. Somit bleibt mir nur der Platz Limhamns Småbåtshamn Wohnmobilstellplatz. Hier habe ich Glück, dass ich noch einen Platz ergattere. Spontane Anreise im August und September? Fehlanzeige. Mein learning-of-the-day: In Schweden musst du Stellplätze vorab reservieren.

Infos zur Fähre Travemünde - Malmö

  • Es gibt Anbindungen mit TT Lines und Finnlines. Finnlines war bei mir günstiger und ist schneller.
  • Kosten der Fähre mit Finnlines: 1 Person 42 Euro, 1 Fahrzeug bis 6 m Länge über 2,10 Meter Höhe (41 Euro), WIFI (9 Euro) und die Buchung einer Außenkabine (49 Euro) haben mich in Summe 142 Euro gekostet. Ich habe allerdings sehr kurzfristig gebucht.
  • Die Fähren fahren je Wochentag einmal am Morgen und einmal am Abend bzw. nachts nach Malmö ab.

Malmö

Die Multikulti-Stadt, deren Einwohner aus mehr als 150 unterschiedlichen Ländern kommen, habe ich an 2 Tagen erkundet. Die drittgrößte Stadt Schwedens hat mir hervorragend gefallen. Das Stadtbild ist geprägt von vielen modernen architektonisch sehenswerten Bauwerken und der tollen historischen Altstadt. Es gibt Strände und ein modernes Hafenviertel. Insgesamt wohnen hier 280.000 Menschen.

Da mir Malmö so gut gefallen hat, folgt bald ein separater ausführlicher Artikel.

Highlights in Malmö:

  • Turning Torso und Västra Hamnen
  • Altstadt Gamla Staden
  • Lilla Torg
  • Sankt Petri Kirche
  • Malmöhus
  • Slott und Slottsparken
  • Ribersborgsstranden mit Kallbadhuset
  • Malmö Live
  • Öresund Brücke
  • Bibliothek
  • Stellplatz: Limhamns Småbåtshamn Wohnmobilstellplatz
  • Überall sind E-Scooter, mit denen du bequem auf dem Fahrradweg ins Zentrum von Malmö gelangen kannst. Tipp: Tagespass bei VOI Scooter sind am günstigsten.

Lund

Eine der ältesten Universitäten Skandinaviens befindet sich in Lund. Neben Uppsala im Osten, die Studentenstadt in Schweden. Theoretisch ist jeder 2. der etwa 100.000 Einwohner ist Student. In Lund fand ich das sehenswerte Gebäude der Bibliothek, die mich an Harry Potter erinnert, toll. In Lund hier steht auch der älteste und größte Dom Skandinaviens. Besonders sehenswert im Inneren ist die astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert mit Tierkreiszeichen. Der Dom beherbergt außerdem die mit über 7000 Pfeifen größte Orgel Schwedens.

In Lund habe ich mir mit der Park4Night App einen Parkplatz gesucht. Denn zur Erkundung hat mir ein halber Tag genügt.

Falsterbo-Skanör

Fragst du mich nach dem schönsten Ort Skånes, antworte ich ohne zu überlegen mit Skanör-Falsterbo. Die Halbinsel bietet wunderschöne Sandstrände und zwischen den Dünen liegende bunte Fischerhütten, die du mieten kannst.

Hier kannst du locker mehrere Tage verbringen.

Ystad

Ales Stenar

Ales Stenar in Schweden
Ales Stenar in Schweden

Sandhammaren

Sandhammaren Schweden - der schönste Strand an der Ostseeküste
Sandhammaren Schweden - der schönste Strand an der Ostseeküste

Österlen Simridhamn

Åhus - Tosteberga Hamn

Ronneby

Kalmar

Oskarshamn - Gamleby Trollskogen - Västervik

Vimmerby (Astrid Lindgren)

Eksjö

Gränna

Linköping

Schleusen Bergen

Stockholm

Für mich ist Stockholm eine der schönsten Hauptstädte Europas. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich bereits hier war. Daher gibt es bereits viele Tipps hier auf meinem Reiseblog für Stockholm. In Stockholm habe ich vier Tage verbracht, da ich auch Freunde getroffen habe.

Wohnmobilstellplatz in Stockholm:

In und um Stockholm gibt es einige Stellplätze und auch Campingplätze. Ich habe mich für den Långholmen Husbilscamping auf Långholmen entschieden. Er liegt ideal an der Hipster-Insel Södermalm dran. Die U-Bahn (Tunnelbana) Hornstull (rote Linie) ist nur 9 Minuten zu Fuß entfernt. Am Stellplatz kannst du (glaube ich) auch Fahrräder mieten. Ich habe auf die E-Scooter von VOI zurückgegriffen. Ein Tagespass damit kostet ca. 7 Euro.

Ich muss allerdings sagen, dass es am Wochenende hier sehr laut war. Betrunkene Jugendliche warfen leere Dosen auf die Camper von der Brücke. Fand ich nicht so geil.

Reiseberichte & Tipps für Stockholm:

Uppsala und Gamla Uppsala

Auch in Uppsala war ich schon mehrfach, da ein Freund aus Uppsala kommt und dort lebt. Trotzdem kann ich dir empfehlen, mindestens einen Tag in Uppsala und Gamla Uppsala zu verbringen und die Studentenstadt zu erkunden.

Ockelbo und Eckbo

Höga Kusten

Örnsköldsvik

Umeå

Piteå

Lulea

Töre

Tag 21 - 23: Finnland

Tag 21: Über die Grenze in Haparanda nach Finnland bis Rovaniemi

Heute geht es nach Finnland. Das Tagesziel lautet Rovaniemi, Heimat des Weihnachtsmanns und Hauptstadt von Lappland.

Für diese Route gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du fährst ab Haparanda-Tornio (Grenze) in den Norden (E8) und legst ein paar Zwischenstopps bei Kukkola (Stromschnellen) und Yitornio sowie Aavasaka ein oder du fährst den direkten Weg über die E75 nach Rovaniemi.

Da ich am Morgen getrödelt habe und total die Zeit vergessen habe, fahre ich direkt nach Rovaniemi über die E 75. Davor kaufe ich im ICA Maxi nochmals ein. Das solltest du auch tun, denn in Finnland und Norwegen ist alles noch einmal teurer. Dafür tanke ich in Tornio (Finnland), denn hier ist der Spritpreis 20-30 Cent günstiger.

Die Fahrt ist laut vielen anderen unspektakulär und führt entlang Wäldern (ich mag ja diese Landschaften). Ich hielt die Fahrt für wahnsinnig toll. Zwischen Seen hindurch windet sich die Straße durch verlassene Landschaften. Ab und zu tauchen Rentiere auf.

Entlang dieser Route gibt es tolle Parkplätze, auf denen du übernachten kannst. Genaue Orte musst du selbst für dich finden. Ich verrate meinen schönste nicht.

Die Highlights für Rovaniemi:

  • Arktikum: Aus Schweden kommend der 1. Stop. Tolles Museum mit viel Wissenswertem über die Arktis, Aurora Borealis (Nordlichter) und das Leben in Lappland. Achte auf die Öffnungszeiten (montags geschlossen) und prüfe diese auf der Webseite.
  • Santa Claus Village: Alles sehr touristisch, aber weiß man eigentlich davor. Mein Highlights wäre das Post Office von Santa Claus gewesen, doch aufgrund Covid war es geschlossen. Man konnte trotzdem über diese Webseite Postkarten versenden, die dann pünktlich an Weihnachten in Deutschland ankommen.

Übernachten Rovaniemi:

Am Santa Claus Village gibt es direkt rechts (ausgeschildert) einen kostenlosen Stellplatz für Wohnmobile. Auf der anderen Straßenseite gibt es eine Tankstelle, an der auch viele Camper stehen. Allerdings empfand ich die andere Seite als schöner. Es war außerdem ruhig.

Tag 22: Rovaniemi - Inari

Tag 23 - xx: Norwegen bis ans Nordkap und zurück nach Deutschland

Tag 23: Inari - Kirkenes - Grense Jakobselv

Tag 24: Bugøynes

Tag 25: Ekksøy - Hamningberg - Vardø - Vestre Jakobselv

Tag 26: Lakselv - Nordkap Camping

Tag 27: Nordkap - Hammerfest

Tag 28: Hammerfest - Alta - Tromsø

Tag 29: Tromsø

Tromsø ist bekannt als Tor zur Aktis. Wer nach Spitzbergen will, kommt an Tromsø (zumindest am Flughafen) nicht vorbei. Auch ich war daher bereits hier. Als ich beim Flug sah. wie karibisch das Meer von oben aussieht, dazu die schneebedeckten markanten Berge sah wußte ich: ich muss nach Tromsø. Zwei Jahre später bin ich hier.

Ich nehme mir einen Tag Zeit zur Erkundung, um gegen Spätnachmittag ins eine Stunde entfernte Sommarøy zu fahren.

Diese Highlights in Tromsø solltest du dir ansehen:

  • Mit der Seilbahn auf den Hausberg Fjellheisen. Idealer Ort, um auf Nordlichtjagd zu gehen (bei uns leider 100 % Wolken und Regen). Trotzdem hast du hier die beste Aussicht auf Tromsø und die Fjorde.
  • Polarmuseum - alles über die frühere Robben- und Eisbärjagd bis zu Arktisexpeditionen. Sehr gut gemacht
  • Eismeerkathedrale - einzigartige Architektur, im Winter leider nur kurze Öffnungszeiten
  • Dom von Tromsø - schöne Kirche aus Holz im Zentrum

Am späten Nachmittag fahre ich weiter nach Sommarøy und übernachte auf einem Stellplatz direkt am Meer. Es ist traumhaft und ich fühle mich wie in der Karibik. Nur mit arktischen Temperaturen, traumhaft!

Tromsø Sehenswürdigkeiten & Highlights 1 Tag

Tromsø von oben - im Winter ein Highlight, wenn du Nordlichter sehen kannst!

Tag 30: Sommarøy - Fähre nach Senia

Am Morgen regnet es nicht, so beschließe ich, wie der Eigentümer des Lands auf dem ich stehe, auf den Hausberg zu wandern (er macht das jeden Morgen – bei jeder Jahreszeit). Der Hillesøy ist nicht sehr hoch, nach dem vielen Regen allerdings mit Vorsicht zu besteigen. An manchen Stellen geht es steil bergauf/bergab und es ist rutschig. Ich muss immer wieder stehen bleiben, um die Aussicht zu genießen. Unbeschreiblich schön! Beim Aufstieg begegne ich dem Eigentümer und halte einen Plausch. Er bietet mir an, mit dem Boot um die Inseln zu fahren. Ich muss leider ablehnen, denn ich habe noch einige Orte auf meinem Plan, die ich gerne ansehen möchte.

Die Wanderung kannst du bei Komoot mit Fotos ansehen.

Fähre nach Senja

Die Fähre aus Brensholmen nach Botnhamn benötigt 45 Minuten. Langsam nehme ich Abschied aus meinem kleinen Paradies. Ich weiß schon jetzt, dass ich irgendwann nach Sommarøy zurückkomme. Die Fähre wird mit AutoPass abgerechnet. Der Angestellte fotografiert bei Einfahrt jedes Kennzeichnen. Es ist für etwa 25 Autos Platz. Im Sommer solltest du mindestens 1-2 Stunden früher da sein, um einen Platz ergattern zu können.

Preise reiche ich nach, da alles verspätet abgebucht wird. Ich habe die Ferjecort, die mir laut offiziellem Preis 50 % zusätzlich einbringen müsste (177 NOK für Camper unter 6 Meter). Hier kannst du die Tabelle ansehen.

Tag 30 - 31: Insel Senja

Senja ist die zweitgrößte Insel Norwegens. Schon vor der Reise wurde mir von vielen Seiten zugetragen, unbedingt hinzufahren. Leider bin ich nicht mit Glück gesegnet und es regnet alle drei Tage fast komplett durch. Ich nutze jede kleinste Regenpause, um auch außerhalb des Campers die Insel zu erkunden.

Die einzige Wanderung, die ich in Angriff nehme, ist die auf den Hesten mit Blick auf den "Zahn" Segla. Natürlich beginnt es nach 10 Minuten Wanderung wie aus Eimern zu gießen. Ich gehe weiter und werde mit einem tollen Ausblick belohnt.

Stellplatz auf Senja:

Auf Senja findest du nicht viele Stellplätze, auf denen du mit tollen Ausblicken stehen kannst. Mein Highlight war der Strand am Ersfjord. Hier darfst du stehen, sogar direkt an der Straße am tollen Sandstrand.

Tag 32 - 35: Vesterålen

Im Sommer gibt es eine Fähre von Senja nach Andenes. Die letzte verpasse ich um zwei Tage, denn im Winter gilt ein anderer Fahrplan und diese Fähre geht nicht. So muss ich den etwa 6-stündigen Umweg mit dem Auto angehen. Außer markanten Bergen und kleinen Gletschern ist die Landschaft relativ unspektakulär (im Gegensatz zum bisher erlebten). Einziger Stopp und Highlight ist die Kirche in Dverberg. Danach fahre ich direkt zum Campingplatz in Andenes.

Tag 36 - 44: Lofoten

Tag 45 - 46 Bodø bis Trondheim, bye bye Nordnorwegen

Tag 47 - 58: Trondelang und Fjord Norwegen

Tag 59: Fähre von Kristiansand nach Hirthals (Dänemark) und Weiterfahrt nach Hause

FAQ: Oft gestellte Fragen

Lohnt sich die weite Fahrt bis zum Nordkap eigentlich?

Eine heiß diskutierte Frage. Viele sagen NEIN, es lohnt sich nicht. Ich finde, der Weg ist das Ziel und die Orte drum herum scheinen mir sehr spannend. Update folgt. Der nördlichste Punkt Europas ist genauso ein Touristenmagnet (jährlich etwa 200.000 Besuchern, besonders im Sommer zur Mitternachtssonne), wie das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika.

Wie lange braucht man bis zum Nordkap?

Der schnellste und kürzeste Weg führt über Schweden. Die reine Fahrzeit findest du über Google Maps heraus. Aus Süddeutschland (Heilbronn) zeigt Google 39 Stunden und 3.336 km an. Utopisch, denn irgendwann solltest du schlafen. Und es heißt ja "Der Weg ist das Ziel". Realistisch würde ich mindestens 5 - 7 Tage einplanen, um auch ein paar sehenswerte Orte entlang der E4 (schnellste Route über Dänemark und Schweden) anzusehen.

Was ist die beste Reisezeit?

Die beste Reisezeit für einen Roadtrip ans Nordkap mit Wohnmobil sind die Sommermonate Juni und Juli, wenn die Sonne nicht untergeht. Es gibt im Juni kaum Stechmücken, das Wetter ist angenehm warm (durch den Klimawandel gab es im Juli sogar 30 Grad am Nordkap – verrückt) und alle Routen sind geöffnet.

Ich bin Anfang August losgefahren und habe die erste Woche in Südschweden noch die schwedischen Sommerferien mitgenommen. Danach leerte es sich schlagartig und die Campingplätze und Stellplätze waren nur noch halbsovoll. Ideal.

Wie viel kostet es, zum Nordkap zu fahren?

Das ist eine gute Frage und hängt davon ab, ob du mit dem Wohnmobil, Auto oder Motorrad unterwegs bist. Die Kosten für Sprit sind relativ hoch. Ich werde eine Kostenauflistung all meiner Aufgaben erstellen und dir später zur Verfügung stellen.

Wie reist man am besten ans Nordkap?

Ideal ist eine Reise mit dem Wohnmobil. Frierst du nicht schnell, kannst du auch mit Auto und Dachzelt oder normalem Zelt reisen. Ich mag es gemütlich und habe daher alles an Bord in meinem Kastenwagen (Bett, Standheizung, Küchenzeile, Klo und Dusche). Falls du kein Roadtrip Fan bist, kannst du auf der Postschiffsroute mit Hurtigruten reisen.

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Katrin Lehr | viel-unterwegs.de
Hi ich bin Katrin!

Ich bin Katrin und viel unterwegs! Mit Campervan oder Rucksack möchte ich die ganze Welt entdecken. Um meine Erfahrungen & Erlebnisse zu teilen, habe ich diesen Reiseblog gegründet!

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