Inhalt

Das Wichtigste in Kürze

  • Empfohlen: mindestens 7 Tage für den Roadtrip Helsinki–Naantali durch Finnlands Schärenmeer
  • Beste Reisezeit: Sommer (Juni bis August), mit bis zu 33 Grad und langen, hellen Tagen
  • Start in Helsinki, dann weiter über Hanko (Finnlands südlichster Punkt), Mathildedal & Teijo Nationalpark, Salo, Turku bis Naantali
  • Anreise: Direktflug nach Helsinki oder mit der Finnlines Fähre von Travemünde (rund 30 Stunden)
  • Ideal als Roadtrip mit Mietwagen oder Camper, auch als Rundtour über die Åland-Inseln kombinierbar

Meine Highlights beim Roadtrip durch Südwestfinnland: Helsinki, Hanko, Mathildedal, Teijo Nationalpark, Salo, Turku und Naantali.

Mein Fazit? Südfinnland und das Schärenmeer begeistern mich bei jedem Besuch aufs Neue. Es ist so unbeschreiblich schön. Diese Natur, die vielen Wälder, die frische Luft und vor allem die Finnen, die es scheinbar sehr gut verstehen, diese Lebensqualität zu nutzen. Das ist konkurrenzlos und darauf bin ich neidisch.

Lässt man Helsinki nur wenige Kilometer hinter sich, befindet man sich schon inmitten dieser wahnsinnig tollen Natur! Wälder, Seen und das Meer! Darum legen wir auf dem Weg nach Hanko Stops in Ingå und Raseborg ein.

Reiseroute ab/bis Helsinki

1 Woche Roadtrip ab Helsinki:

  • Helsinki
  • Stops in Inga und Raseborg
  • Hanko
  • Mathildedal (Matilda)
  • Teijo Nationalpark
  • Salo
  • Turku Archipelago
  • Turku
  • Naantali
  • Helsinki und Rückflug

Tipp: Wer noch mehr Zeit hat, kann die Route in Naantali verlängern und mit der Fähre weiter auf die Åland-Inseln fahren, statt direkt nach Helsinki zurückzukehren

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Helsinki: Start deines Roadtrips

Bevor es auf die Roadtrip-Route geht, lohnt sich ein Stopp in Helsinki. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten plane 2 bis 3 Tage ein, im Sommer helfen dabei die langen, hellen Tage.

Zu meinen Favoriten zählen der Senatsplatz mit dem Dom, die in einen Granitfelsen gebaute Felsenkirche Temppeliaukio und die Festungsinsel Suomenlinna, ein UNESCO‑Weltkulturerbe. Auch der Design District mit finnischem Design darf bei keinem Besuch fehlen. Zum Entspannen herrlich ist Löyly, die Sauna mit Restaurant direkt am Meer. Auch wenn du keine Sauna magst kannst du hier hervorragend essen.

Tipp: Helsinki erkunde ich am liebsten mit dem Fahrrad, die Stadt hat rund 1.200 Kilometer Radwege. Für eine Stärkung zwischendurch empfehle ich das Café Regatta, wo du dir dein Würstchen selbst über dem Feuer grillst. Falls nicht, kannst du die wichtigsten Orte zu Fuß erkunden.

Hanko (Hangö)

Hanko ist Finnlands südlichste und sonnigste Stadt

Ab dem ersten Moment mag ich Hanko. Schon die Zaren wussten um die Schönheit Hankos und verbrachten gerne ihren Sommer hier. Vor allem die entlang der Uferpromenade zu findenden Jugendstilvillen aus Holz  (darunter auch Villen) in Pastelltönen stechen mir sofort ins Auge. Genau das ist es, was mir an Skandinavien gefällt. Noch besser gefällt mir, dass wir in einer der älteren Villen in Hanko unterkommen: Villa Thalatta.

Ein wenig wie die Villa Kunterbunt kommt mir unsere Unterkunft vor, als wir sie zum ersten Mal betreten. Mit jeder Minute, die ich hier bin, finde ich es heimeliger. Nur eine Straße trennt uns vom Sandstrand und dem Meer. Davor liegen nur noch die vielen Schäreninseln.

Hier in Hanko befindet sich Finnlands südlichster Punkt. Wir können nicht weiter nach Süden gehen, ohne in die Ostsee einzutauchen. Diese erstklassige Lage bietet ideale Voraussetzungen für einen längeren Aufenthalt. Wunderschöne Küsten, darunter 30 Kilometer Sandstrände.

Ideal zur Erkundung mit dem Fahrrad oder per Kajak. So unternehmen wir eine Radtour entlang des Love's Path. Wir starten am Strand des Hangon Casino und radeln um den Puistovuori Hügel. Dabei passieren wir alte Bunker und genießen tolle Aussichten.

Tipp: Beim Hafen von Hanko befinden sich kleine rote Fischerhütten am Strand. Tolles Fotomotiv und Strand, den die Einheimischen gerne nutzen. Geht ihr weiter gen Westen, erreicht ihr Kite-Spots und seht schon von weitem die vielen Kitesurfer im Wasser.

Falls ihr mehr Zeit habt solltet ihr eine Bootstour zum Leuchtturm Bengtskär unternehmen.

Übrigens wussten schon die Zaren, dass Hanko die beste Sommerstadt für einen Urlaub ist. Die prachtvollen Jugendstilholzvillen an der Uferpromenade sind Zeug

Nachdem wir am Morgen Hanko mit dem Fahrrad erkundet haben, steige ich am Nachmittag ins Kajak. Gemeinsam mit Ilse von Outdoor Happiness paddele ich von Bucht zu Bucht. Bei herrlich hohen Temperaturen genieße ich jede Sekunde.

Wer keine Lust auf Kajak fahren hat, kann mit Ilse auch Mountainbike-Touren unternehmen. Ich verschiebe diese Aktivität auf einen nächsten Besuch. Hier gefällt es mir und ich bin traurig, dass wir nur 2 Nächte hier sind.

Weitere Tipps und Infos zu Hanko:

Mathildedal

Mathildedal ist ein kleines idyllisches Dorf am Meer. Der Ort befindet sich direkt am wunderschönen Teijo Nationalpark. Hier genießen wir die Tage bei hochsommerlichen und für Finnland außergewöhnlichen 35 Grad die Natur.

Wir wandern, gehen angeln und schwimmen in den klaren Seen! Hier müsst ihr unbedingt herkommen.

Weitere Tipps für Mathildedal:

  • Unterkunft: Hotel Mathildedal
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Mind. 1-2 Nächte. Ihr seid Angler? Dann länger. Ideal in Kombination mit einer Übernachtung im Tentsile im Teijo Nationalpark.
  • Essen in Mathildedal: Frühstück und Lunch: Café Mathildedal, ‘Terho’ restaurant (hier gibts selbst gebrautes Bier), Mathilda Marina (frischen Fisch, am Mittag Buffet), PetriS Chocolate room (Pralinen und Schokolade so weit das Auge reicht, bei über 30 Grad eine weniger gute Idee).
  • Aktivitäten: Angeln gehen mit Ville Toivonen (kalatovi.fi), Fahrrad fahren (am Hotel Mathildedal könnt ihr Räder leihen), Schwimmen im Meer und den Seen.

Teijo Nationalpark

Der Teijo Nationalpark befindet sich nur 2 km von Mathildedal entfernt. Wir lassen daher das Auto stehen und fahren mit dem Fahrrad das kurze Stück in die Natur.

Für eine Nacht schlafen wir im Tentsile. Das sind die Zelte, die über dem Boden in Bäumen aufgespannt werden. Eine ganz neue Erfahrung für uns. Inmitten des Nationalparks verbringt man die Nacht und erhält auf Wunsch Frühstück und Abendessen (normal grillt man, bei uns war aufgrund des extremen Sommers offenes Feuer verboten) vom Hotel Mathildedal.

Am See gibt es außer Toiletten und Duschen (alles sehr sauber) die Möglichkeit, eine Sauna zu nutzen. Normalerweise müsst ihr diese reservieren, was wir auch getan haben. Allerdings war es so heiß, dass außer uns keiner die Sauna nutzen wollte. Gut für uns!

Im Teijo Nationalpark könnt ihr wandern (wir gehen ohne Plan los, verlaufen kann man sich eigentlich nicht), Kanus und SUPs ausleihen. Letztere waren bei unserem Aufenthalt leider alle verliehen.

Hier im Teijo Nationalpark könnt ihr so richtig abschalten. Idealerweise hat man sein eigenes Mountainbike dabei. Denn hier gibts tolle Trails und Radwege. Beim nächsten Mal werde ich sicher das eigene Rad im Gepäck haben!

Salo

Die Fahrt von Mathildedal nach Salo dauert nur 30 Minuten. Salo ist vor allem dadurch bekannt, dass hier einst Nokias größte Produktionsstätte in Finnland war. Als 2012 das Werk geschlossen wurde, begann eine trostlose Zeit.

Doch ganz so schlimm ist es nicht. Salo hat trotzdem einiges zu bieten.

Unter anderem das Salo Art Museum. Bei einer Herb Britts Ausstellung (weltbekannter Fotograf, dessen Motive ihr kennt, ohne zu wissen, dass diese von ihm sind) verbringen wir die nächsten Stunden.

Danach stärken wir uns im Salon Seurahuone bei einem BBQ-Mittagessen in Buffetform. Frisch gestärkt gehts dann zum design hill. Hier könnt ihr vor allem finnisches Design wie marimekko einkaufen. Stundenlang könnte ich hier verbringen. Im design hill café stärken wir uns, ehe es auf den Markt von Salo geht.

Der Markt findet immer Donnerstags im Sommer statt. Örtliche Bauern und Händler verkaufen Ware. Ein großer Antiquitäten- und Second-Hand-Flohmarkt findet dann ebenfalls rund um den Marktplatz statt.

Am Abend gibt es Live-Musik. Bei Temperaturen über 34 Grad wollten wir nicht mehr so lange warten und sind zum Abendessen zurück nach Mathildedal gefahren.

Der Markt wurde übrigens zu Finnlands schönstem Markt gewählt. Ehrlich gesagt konnten wir diese Wahl überhaupt nicht nachvollziehen. Ist vielleicht auch Geschmacksache.

Turku

Turku ist Finnlands älteste Stadt und war einst Hauptstadt des Landes. Wenn du wie ich nur einen Tag Zeit hast, kannst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erkunden. Beginne beim Dom von Turku und dem Alten Großen Markt. Wichtig: Der Dom ist aufgrund einer Renovierung bis Dezember 2028 geschlossen, von außen aber weiterhin sehenswert.

Danach geht es zur historischen Markthalle. Hier findest du finnische Spezialitäten, Fisch, Gebäck und kleine Restaurants. Ideal für ein Mittagessen. Ich fühle mich sofort wohl, denn die Halle erinnert mich an eine kleinere Version der Markthalle in Helsinki. Sonntags ist sie geschlossen.

Das eigentliche Highlight ist für mich der Spaziergang entlang des Aura-Flusses. Am Ufer liegen historische Schiffe, Cafés, Restaurants und beliebte Sommerterrassen. Überquere den Fluss unbedingt einmal mit der kleinen, kostenlosen Stadtfähre Föri. Turku wird übrigens gerne mit Paris verglichen. Die eleganten Häuserfassaden und das entspannte Flair am Fluss gefallen mir wirklich gut.

Flussabwärts erreichst du die mittelalterliche Burg Turku. Plane für die Besichtigung etwa zwei Stunden ein. Falls du nicht so viel Zeit hast, lohnt sich die Burg auch von außen.

Mein weiteres Highlight ist die Insel Ruissalo. Im Sommer gelangst du mit dem Wasserbus vom Aura-Fluss zur alten Werft. Auf der Insel findest du den Botanischen Garten der Universität und wunderschöne historische Holzvillen. Rund um die Werft gibt es tolle Restaurants und Cafés direkt am Wasser. Von hier kannst du außerdem beobachten, wie die riesigen Fähren in den Hafen von Turku ein- und auslaufen. Ein perfekter Abschluss für deinen Tag!

Weitere Tipps für Turku

  • Aufenthaltsdauer: mindestens ein voller Tag
  • Highlight: Spaziergang entlang des Aura-Flusses
  • Sehenswürdigkeiten: Dom, Alter Großer Markt und Burg Turku
  • Essen: Markthalle von Turku oder
  • Fortbewegung: Zu Fuß oder mit dem Bus
  • Hotel-Tipp: Scandic Hamburger Börs (modern und zentrale Lage)
  • Übernachten mit Camper: Ruissalo Camping

Turku Archipelago: Rundtour durch das Schärenmeer

Das Turku Archipelago erkundest du am besten bei einer Rundtour: Turku – Ruissalo – Naantali – Rymättylä – Nauvo – Parainen – Turku. Nimm dir hierfür mindestens 3-5 Tage Zeit. Du kannst alles an einem Tag abfahren, ergibt aber keinen Sinn.

Besonders schön ist die Weiterfahrt durch das Schärenmeer. Kleine Fähren verbinden die Inseln und werden hier ganz selbstverständlich Teil des Roadtrips. In Nauvo solltest du den Hafen, die Kirche und das kleine Museum für moderne Kunst Paratiisi besuchen. Mein persönlicher Tipp ist Villa Vintage – ein großartiger Laden für Antiquitäten und Secondhand-Schätze. Danach lohnt sich ein Kaffee im Oak Tree Café, das du an der Straße nicht verpassen kannst.

Über Parainen und Kaarina führt die Rundtour zurück nach Turku. Für die etwa 120 Kilometer lange Strecke solltest du mindestens zwei Tage, besser drei Tage einplanen. Dann bleibt genügend Zeit für Cafés, kleine Häfen und spontane Stopps am Wasser. Du kannst alles an einem Tag abfahren, ergibt aber keinen Sinn.

Wichtig: Ein Teil der kleinen Schärenringstraße ist nur im Sommer befahrbar. Prüfe unbedingt den Fahrplan der Fähre zwischen Hanka, Seili und Nauvo. Sie verkehrt nur wenige Male am Tag.

Weitere Tipps für den Archipelago Trail

  • Aufenthaltsdauer: mindestens 2–3 Tage
  • Highlight: die vielen kleinen Schäreninseln und die Natur
  • Sehenswürdigkeiten: Hanka Hafen, Särkänsalmi Brücke, Kultaranta Marina
  • Essen: Restaurant L’Escale (Nagu), Oak Tree Café (Lillandet)
  • Fortbewegung: Mit dem Auto oder Fahrrad
  • Übernachten mit Camper: viele Campingplätze entlang der Route, z.b. Tammiston B&B (Stellplatz und ideal entlang der Route)

Naantali

Naantali ist eine süße kleine Küstenstadt westlich von Turku und für ihre wunderschöne Altstadt bekannt. Bunte Holzhäuser, schmale Gassen, kleine Geschäfte und Cafés machen den Ort zu einem meiner Highlights in Südfinnland.

Beginne deinen Rundgang in der Altstadt und spaziere anschließend zur weißen Kirche von Naantali. Besonders schön ist der Gästehafen mit seinen Restaurants und Terrassen direkt am Wasser. Hier kannst du wunderbar eine Pause einlegen, essen gehen und die maritime Atmosphäre genießen.

Das bekannteste Highlight ist allerdings die Muminwelt auf der vorgelagerten Insel Kailo. Du erreichst sie zu Fuß über eine Brücke direkt von der Altstadt. Ich war leider in der Vorsaison in Naantali – nur wenige Tage vor der Sommeröffnung. Somit blieb mir nur der Blick ins Innere. Sehr schade, denn nicht nur für Familien und Kinder ist die Welt der Mumins ein Highlight.

Die Muminwelt ist ausschließlich im Sommer geöffnet. Prüfe daher unbedingt die aktuellen Öffnungszeiten, bevor du deine Reise planst. Ich liebe die Mumins und muss einfach nochmal im Sommer kommen.

Aber auch ohne Mumins lohnt sich Naantali. Die historische Altstadt, der Hafen und die bunten Holzhäuser haben mir besonders gut gefallen. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du außerdem den Garten von Kultaranta, der Sommerresidenz des finnischen Präsidenten, im Rahmen einer Führung besuchen.

Weitere Tipps für Naantali

  • Aufenthaltsdauer: mindestens 1 Tag
  • Highlights: Altstadt, Gästehafen und Muminwelt
  • Mein Tipp: Besuch unbedingt auf die Öffnungszeiten der Muminwelt abstimmen
  • Essen: in einem der Restaurants direkt am Hafen (wir waren im Amandis, Tipp: es gibt ein Mittagsmenü), Mallassepät local brewery
  • Übernachten: Naantali Camping (zu Fuß schnell in der Altstadt und mit dem Camper schnell an der Finnlines Fähre auf die Åland Inseln oder nach Schweden)

Nützliche Tipps & Infos

Beste Reisezeit Südfinnland

Die beste Reisezeit für einen Roadtrip ist für mich der Sommer! Doch auch im Juli und August bedeutet das noch lange keine Schön-Wetter-Garantie.

Locals erzählten uns, dass es schon Sommer gab, an denen es nur einen warmen Tag gab. Die Temperatur lag bei 25 Grad. Schock! Ich war Ende Juli/Anfang August in Helsinki und Südfinnland unterwegs.

Es hatte 28 – 33 Grad, nachts wurde es ein wenig kühler und die Tage waren immer noch sehr lang. Der Sonnenuntergang war gegen 22.30 Uhr und somit konnten wir diese langen Tage fürs Sightseeing und zur Erkundung Helsinkis ideal ausnutzen!

Ende Juni um Midsommar ist es fast 24 Stunden durchgehen hell. Im Juni und Juli haben die Finnen Sommerferien. Im Süden Finnlands spürt man aber nicht annähernd soviel vom Tourismus wie in Schweden oder Norwegen. Eine Reise lohnt sich!

Anreise nach Helsinki

Mit dem Flugzeug

Deinen Roadtrip startest du am besten in Helsinki. Helsinki erreichst du am besten und schnellsten mit dem Flugzeug. Ab vielen deutschen Flughäfen bietet Finnair Direktflüge zum Helsinki-Vantaa Flughafen an, der etwa 20 Minuten außerhalb der Stadt liegt (je nach Verkehrslage). Außerdem gibt es Direktflüge mit Lufthansa (München) und Eurowings (Berlin).

Anreise mit der Fähre

Wer mit dem Wohnmobil oder dem eigenen Auto anreist, kommt an der Fähre kaum vorbei. Ich bin mit Finnlines direkt von Travemünde nach Helsinki übergesetzt. Die Fahrt dauert etwa 30 Stunden und wird täglich sowie ganzjährig angeboten. An Bord gibt es Restaurant, Bar, Café sowie Fitness- und Saunabereich, für längere Überfahrten also gut ausgestattet. Ich mag die Fähre weil man total entschleunigt in den Roadtrip startet.

Zurück bin ich eine andere Route gefahren: von Naantali mit Finnlines nach Kapellskär in Schweden, mit Stopp auf den Åland-Inseln. Die Überfahrt dauert etwa 8–9 Stunden. Ich bin ein paar Tage auf den Inseln geblieben. Von Kapellskär aus ging es dann über Schweden zurück nach Deutschland.

Mit der Fähre nach Finnland: Finnlines
Mit der Fähre nach Finnland: Finnlines

Mietwagen in Finnland

Wir haben unseren Mietwagen in Helsinki am Bahnhof angemietet. Unseren Roadtrip haben wir in Helsinki gestartet. Nach Ankunft aber die ersten Tage kein Auto benötigt. Bie Europcar konnten wir direkt im Zentrum unser Auto in Empfang nehmen, am Flughafen von Helsinki wieder abgeben. Hat alles perfekt geklappt.

Währung und Bezahlen in Finnland

Immer wieder kommen Menschen ins Grübeln, ob Finnland in der EU ist und welche Währung gilt. Finnland ist in der EU und hat auch den Euro als Währung. Allerdings haben wir nie Bargeld benötigt. Wie überall in Skandinavien wird alles mit Karte bezahlt. Egal ob es sich um einen Kaffee oder nur ein Eis handelt.

Essen und Trinken in Finnland

In Finnland fühlen wir uns schnell wohl. Der Grund? Finnen frühstücken gerne, nehmen ein kleines Mittagessen ein und genießen abends ein gutes Essen. Vor allem wird gerne Kaffee getrunken, für einen Kaffeejunkie wie mich ideal.

Für Fast Food Liebhaber gilt: Essen auf der Straße gilt als unschick. Eis essen ist okay, mehr nicht. Aber mal ehrlich: Wer mag schon Fast Food, wenn es überall leckeres Obst, Bratwürstchen und Fisch gibt?

Alkohol gibt es nicht im Supermarkt, sondern fast ausschließlich bei der staatlichen Kette Alko.

Trinkfeld in Finnland

Finnen geben selten Trinkgeld. Man nimmt an, dass mit der Rechnung alles beglichen ist. In Finnland sagt man, dass allgemein nur ein Portier im Restaurant 1–2 Euro "Garderobengeld" gibt.

Jedermannsrecht in Finnland

Wusstet ihr, dass es in Finnland das "Jedermannsrecht" gibt? Es erlaubt euch, alle Parks, Seen, Felder und Wälder zu durchstreifen. Außerdem könnt ihr campen, wo auch immer ihr möchtet (dank einiger Verschmutzer wird wildes Campen allmählich verboten), Beeren pflücken, Rad fahren und schwimmen. Natürlich nicht in Gärten anderer Menschen.

Roadtrip Packliste

Überlegt ihr auch immer, was ihr vor der Reise einpacken sollt? Damit ihr nichts vergesst, habe ich eine Roadtrip Packliste zum ausdrucken und abhaken erstellt.

Unbedingt einpacken solltet ihr ein Reisetagebuch für Roadtrips.

Warst du schon mal in Finnland?

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Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
Hi ich bin Katrin!

Ich bin Katrin, viel unterwegs und echte Reise-Expertin! Mit meinem Camper oder Mietwagen möchte ich die ganze Welt bevorzugt bei Roadtrips entdecken. Um meine Erfahrungen & Erlebnisse mit dir zu teilen, habe ich diesen Reiseblog gegründet!

Das sagen unsere Leser

4 KOMMENTARE
  • Besucher Kommentar von Enrico Kopf
    Enrico Kopf
    14. Juli 2023 um 10:15 Uhr

    Hallo Kathrin,

    hättest du denn einen Vorschlag für eine 14-tägige Reise in die Region. Möchten im nächsten Jahr mit unseren Kindern in den Sommerferien diese Tour unternehmen.

    Vielen Dank.


  • Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
    Katrin Lehr
    18. Juli 2023 um 19:33 Uhr

    Hallo Enrico,

    bei Routen musst du dich leider an Spezialisten für Finnland (Reiseveranstalter) wenden. Ich schreibe nur über meine persönlichen Reisen und Erfahrungen und kann auch leider zum Reisen mit Kindern nichts Genaues sagen (bzw. beraten).

    Diese Region eignet sich allerdings sehr für Kinder. Ich fand es wunderschön.

    Liebe Grüße
    Katrin


  • Besucher Kommentar von Ann-Cathérine Decker
    Ann-Cathérine Decker
    19. März 2019 um 13:57 Uhr

    Hallo Katrin,
    Ich bin begeistert von deinem Blog und vor allem jetzt von deinem Beitrag über den Süden Finnlands!
    Ich fliege im Juli nach Helsinki und war noch auf der Suche nach tollen Orten in der Nähe, aber doch ein bisschen weiter weg…Hiermit gefunden!
    Eine Frage habe ich: Wie kann man denn diese Tentsile im Teijo Nationalpark buchen?
    Auf der Website von denen ist das nicht genau ersichtlich für mich…
    Vielen Dank!
    Ann-Cathérine


  • Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
    Katrin Lehr
    20. März 2019 um 14:32 Uhr

    Hallo Ann-Cathérine, oh wie cool das ist dann ja echt perfekt!

    Die Übernachtung im Tentsile bucht ihr am besten über die Webseite: https://mathildedal.johku.com/ Mann der Besitzerin des Hotel Mathildedal verwaltet die Tentsile. Ihr könnt das dann alternativ auch direkt übers Hotel buchen. Habt viel Spaß!


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