Mont Saint-Michel Normandie
Gouville-sur-Mer Normandie
Ausblick Les Andelys und Seine vom Chateau-Gaillard
Astronomische Uhr Rouen

Reisebericht Normandie mit Camper (Wohnmobil) zum nachreisen

Camping in der Normandie: Unsere Rundreise mit Route, Highlights und Tipps

Die Normandie zählt für mich neben der Bretagne zu den spannendsten Regionen Frankreichs. Ich wollte unbedingt einen Roadtrip mit meinem Van unternehmen. Also planten wir eine grobe Route, die Vorfreude war riesig.

Doch dann kam Corona.

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Die Normandie schien plötzlich unerreichbar. Es folgten viele Wochen mit umplanen, Termine schieben, warten und bangen. Aus Mai wurde Juni, dann Juli und schließlich August.

Aus einer Reise zur Nebensaison wurde plötzlich ein Roadtrip zur Hauptsaison. Den ganz Frankreich hat im August Sommerferien. Ich möchte dir heute berichten, wie unsere Reise verlaufen ist, welche Orte uns besonders gefallen haben und welche Tipps wir dir mitgeben möchten.

Viel Spaß beim Lesen unseres Reiseberichts für die Normandie!

Lies auch meine anderen Artikel für die Normandie und die Bretagne:

Warum in die Normandie Reisen?

Die Mischung aus schroffen Küsten, mittelalterlichen Fachwerk-Städten, Erholung am Meer und in der Natur ziehen mich an. Außerdem gibt es besondere Erlebnisse mit Einheimischen, wie eine Kajak-Tour mit einem Austern-Fischer oder der Besuch eines Calvados Herstellers klingen sehr verlockend. Das Essen, (wir lieben Seafood, vor allem Austern) und die 3 C‘s: Cidre, Calvados und Camembert sind das Tüpfelchen auf dem i.

Wir wollten von allem etwas erleben:

  • Die Städte Rouen, Caen und Le Havre besucht
  • Historische Orte und einsame Buchten finden
  • Outdoor-Abenteuer beim Kajak, Rad fahren oder auf dem Klettersteig erleben
  • Die Wunder der Natur mit dem gewaltigen Tidenhub der Normandie hautnah spüren
  • Die kulinarische Vielfalt der Normandie kosten
  • Natürlich Mont Saint-Michel besuchen. Eventuell auf dem Heimweg die Kreidefelsen von Etretat, Deauville und Dieppe besuchen

Bist du spontan und möchtest jetzt noch Urlaub machen? Dann lies weiter und buche deinen Trip in die Normandie! Bald ist Nebensaison und der Aufenthalt an der frischen Luft ideal zum Reisen in diesem Jahr!

In diesem Artikel findest du unsere besuchten Orte, Outdoor-Erlebnisse, Route und natürlich Tipps für Campingplätze, Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Highlights!

(Der Artikel wird nach und nach aktualisiert, da wir gerade noch unterwegs sind. Gerne Tipps als Kommentar hinterlassen!)

Gründe für eine Reise in die Normandie

Die Gründe sind viele: Gutes Essen, den besten Käse, Cidre, Calvados, Poiré, Muscheln, Austern, super nette Menschen, das für uns unentdeckte Seine-Tal, traditionelle Badeorte mit Strandvillen (Deauville, Trouville, Houlgate, Honfleur) aber auch die geschichtsträchtigen Landungsstrände des D-Day.

Die normannische Schweiz mit seinen Outdoor-Möglichkeiten wie auch Fahrradtouren entlang der Seine oder dem Meer. Ein Urlaub in der Normandie bedeutet: Für jeden ist etwas und von allem dabei!

Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt: Das ist hier völlig egal. Oft regnet es nur kurz, das Klima ist vor allem im Sommer sehr mild und alle die extreme Hitze nicht mögen werden die Normandie lieben!

Unsere Route in der Normandie

Wir sind 3-4 Wochen mit dem Wohnmobil (Campervan) gereist. Davon haben wir eine ganze Woche auf einem Campingplatz in Barfleur verbracht, da wir für die Normandie ein wenig arbeiten dürfen. Falls du nicht wie wir selbständig bist und richtig Urlaub machst, kannst du hier weniger Zeit einplanen. Dann kannst du die Route locker in 14 Tagen entlang reisen. Hast du weniger Zeit, dann picke dir deine persönlichen Highlights heraus!

Ich erfinde mehr und mehr das langsame Reisen für mich und stehe auch gerne mal länger an einem Ort, wenn es mir gefällt.

(Hinweis: Die ersten 11 Tage klingen recht vollgepackt. Das ist normal, wenn man als professioneller Reiseblogger mit einer Destination kooperiert und in deren Auftrag recherchiert).

  • Tag 1: Anreise aus Süddeutschland bis Metz (wer möchte kann durchfahren)
  • Tag 2: Anreise Metz – Poses
  • Tag 3: Fahrradtour Seine-Tal nach Pont de l'Arche um Lac des Deux Amants. Nachmittags Besuch Château Gaillard und Les Andelys
  • Tag 4: Rouen mit Stadtführung, gegen Abend Besuch Abbaye Jumièges
  • Tag 5: Calvados-Hersteller Christian Drouin (Coudray-Rabut) & Blumenküste (Houlgate)
  • Tag 6: Caen und Ouistreham
  • Tag 7: Food-Tour rund um Bayeux und Arromanches-les-Baines
  • Tag 8: Normannische Schweiz: Roche d'Oêtre und Via Ferrata (La Cambronnerie)
  • Tag 9: Besuch Mont Saint-Michel mit Abtei, am Nachmittag Wattwanderung
  • Tag 10: Kajak auf Chausey-Inseln mit Austern Fischer wurde abgesagt, daher Besichtigung Granville und Wanderung auf Zöllnerpfad in der Bucht Mont Saint-Michel
  • Tag 11: Wasserfälle von Mortain, Besuch Poiré-Produzent Pacory (Mantilly), dann Besuch Domfront
  • Tag 12-18: Barfleur mit Erkundung Halbinsel Cotentin (Saint-Vaast-la-Hougue, Cherbourg, …)
  • Tag 19: Deauville – Trouville – Honfleur
  • Tag 20: Le Havre und Etrétat
  • Tag 21: Alabasterküste bis Le Tréport
  • Tag 22: Heimreise (aufgrund Regen ohne Stop in Reims und Amiens wie geplant)

Wo liegt die Normandie und wofür steht die Region?

Die Normandie liegt im Norden Frankreichs am rauen Atlantik und grenzt an die Bretagne. Der Ärmelkanal trennt die Normandie von England.

Die „Haute Normandie“ (oberer Teil) ist beliebtes Ziel der Pariser, denn die Region ist per Zug schnell zu erreichen. Darum ist diese Region vor allem an Wochenenden und auch im Sommer viel voller.

Die „Basse-Normandie“ (südlicher Teil) mit Landungsstränden und der Hauptsehenswürdigkeit der Bucht von Mont Saint-Michel ist kulturell und geschichtlich reich an Höhepunkten.

Reduzierst du die Normandie aufs Kulinarische, so sagt man die drei C sind wichtig: Cidre, Calvados und Camembert. Für mich gehören definitiv Fisch, Miesmuscheln und Austern dazu. Dazu Poiré und wer es mag: Schnecken. Außerdem Galettes, die salzige Version des Crêpes, die auch in der Normandie sehr beliebt sind und die weiteren Käsesorten wie Livarot, Pont-l'Evêque und Neufchâtel.

Anreise in die Normandie

Die Anreise erfolgt unkompliziert: Aus Süddeutschland über Straßburg oder Paris, ab Norddeutschland bevorzugt über Belgien oder Luxemburg.

Aus Heilbronn bis ins Département Eure (Léry-Poses) zu unserem ersten Campingplatz sind es etwa 700 km. Wer nicht durchfahren will, kann wie wir einen Stop in Metz einlegen. Hier gibt es einen Stellplatz direkt an der Altstadt, welche nach einer Fahrt gemütlich zu erkunden ist.

Reist du nicht mit eigenem Auto oder Wohnmobil an, kannst du bis Paris mit dem Zug fahren oder auch fliegen. Ab hier kannst du einen Mietwagen mieten und wie wir an der Seine entlang in die Normandie anreisen. Alternativ kannst du auch mit dem Zug weiterreisen.

Reisebericht Normandie Roadtrip

Hier kommt der Reisebericht für meine Normandie Rundreise mit Campervan (Wohnmobil). Die Normandie ist so zahlreich an Höhepunkten das man nicht weiß, wo man als nächstes anhalten soll. Jedoch muss jeder selbst entscheiden, was ihm gefällt. Hier ist meine Route:

Tag 1: Anreise Heilbronn – Metz

Hinweis: Falls du durchfahren möchtest, springe zu Tag 2.

Die Fahrt von Heilbronn bis Metz dauerte etwa 4 Stunden. Die Autobahnen sind trotz Hauptferienzeit recht leer. Ideal für eine entspannte Anreise. Ich nutze die Mautstraße (7,50€), welche mir etwa 30 Minuten Fahrt spart. Bei Temperaturen um die 37 Grad zählt jede Minute früher ankommen bei mir.

Sehenswürdigkeiten in Metz:

  • Centre Pompidou Metz
  • Kathedrale
  • Altstadt

Weitere Tipps & Infos für Metz:

  • Essen und Trinken: La Robe des Champs, Einkaufen auf dem Markt
  • Wohnmobilstellplatz: Camping Municipal Metz (Aufgrund Corona haben wir reserviert. Der Platz war nur zu einem Drittel besetzt. Ist also nicht unbedingt erforderlich. Einfacher Platz mit sauberen Sanitäranlagen direkt an der Altstadt).
  • Kosten für 1 Nacht: Ohne Strom und Wasser 13 Euro, mit Wasser und Strom 16 Euro / Nacht). Der Anschluss für Wasser ist direkt am Platz. Duschen haben kein zeitliches Limit und kosten auch nicht extra. Die 2. Person kostet 3,70 € extra.
  • Mautstraße kosten: 7,50 €

Bald wird es einen ausführlichen Bericht für Metz geben.

Tag 2 : Metz – Poses (Seine)

Die Fahrt von Metz nach Poses an der Côte de Deux Amants dauert mit einer kleinen Pause auf der Mautstraße 4,5 Stunden. Je nach Verkehr um Paris. Die Mautstraße hat uns 2 Stunden Fahrt erspart. Dafür geht die Maut ein wenig ins Geld (4 Stationen, in Summe 50,50€).

Eigentlich wollten wir das auf dem Weg liegende Château Gaillard bei Anreise besuchen. Genau an diesem Wochentag hatte es geschlossen (unbedingt prüfen).

Infos zum Campingplatz Léry-Poses:

  • Campingplatz: Camping Léry-Poses*** in Poses. Hier bleiben wir 2 Nächte.
  • Recht geräumiger Stellplatz mit Strom- und Wasseranschluss. Abgetrennt durch Hecken, vereinzelt Schatten durch Bäume. Duschen haben kein zeitliches Limit. Kostenloses WIFI, bei unserem Stellplatz war der Empfang nicht so gut.
  • Kosten für 1 Nacht: Mit Strom und Wasser 8 Euro.

Tag 3: Les Andelys – Château Gaillard – Pont de l'Arche

Ab heute beginnt der richtige Trip! Wir starten in Les Andelys, 85 km von Paris entfernt. Die Seine schlängelt sich hier Richtung Meer durch die Landschaft. Wunderschön und von vielen deutschen Touristen oft übersehen. Dabei ist die Natur wirklich sehenswert! Die Kirchen, Burgen und Ruinen ebenso.

Radweg Seine à vélo: Poses – Pont de l'Arche

Am Morgen starten wir mit einer kleinen Radtour auf dem „Seine à vélo“, der bald durchgängig von Paris bis nach Honfleur/Deauville ans Meer führen soll. Darum radeln wir auf einem neueren fertiggestellten Teilstück des Seine à vélo Radwegs ab Campingplatz bis Pont de l’Arche.

Vor allem der See Lac des 2 Amants und das mittelalterliche Örtchen Pont de l’Arche begeistert und überrascht uns. Die vielen kleinen Gassen, eine tolle Kirche und drum herum alte Fachwerkhäuser. Wir kaufen uns beim Bäcker Baguette und genießen unser Frühstück auf einer Bank in der Ortsmitte.

Auf dem See kannst du nicht nur SUP fahren, schwimmen oder Kajakfahren, sondern auf der Wakeboard-Anlage dein Können auf dem Brett testen.

Château-Gaillard – Les Andelys

Am Nachmittag wartet das nächste Highlight auf uns. Wir fahren nach Les Andelys mit etwa 8.000 Einwohnern. Ein kleines Örtchen das sich in zwei Stadtteile teilt: Le Petit Andely am Fluß und Grand Andely etwas weiter im Landesinneren.

Höhepunkt ist der Ausblick vom Chateau-Gaillard. Die Burg Richard Löwenherz‚ thront auf einer 100 m hohen Klippe über dem romantischen Seine-Tal. Von oben hast du einen wundervollen Ausblick auf Les Andelys und das Seine-Tal.

Die Burg lies Löwenherz mit Hilfe von 6.000 Arbeitern 1196-98 innerhalb kürzester Zeit zu einer mächtigen Festung ausbauen. Somit hat sich der englische König und Herzog der Normandie Richard Löwenherz einen bleibenden Namen gemacht.

Auch sehenswert sind die Gassen von Petit Andely und Grand Andely. Schau dir die gotische Kirche Église Saint-Sauveur du Petit-Andely, das Hospice Saint-Jacques und die Stiftskirche Notre-Dame des Andelys unbedingt an.

Wir genießen die beiden Nächte auf unserem Campingplatz zwischen Seine und Eure an der Côte des Deux Armants (Ufer der zwei Liebenden).

Infos zum Besucht des Château Gaillard:

  • Gelände generell frei zugänglich. Öffnungszeiten für Oberen Hof am besten auf der Webseite prüfen, da durch Corona geänderte Zeiten vorliegen.
  • Tägliche Burgführungen auch auf Deutsch (Zeiten auch auf der Webseite prüfen)
  • Eintritt auf dem Gelände ist kostenlos. Für den Oberen Hof mit Bergfried der Ruine: 3,50 €

Tag 4: Rouen – Abbaye de Jumièges

Am Morgen fahren wir nach Rouen (50 km, ca. 1 Stunde), Hauptstadt der nordfranzösischen Region Normandie. Am späten Nachmittag geht es zur Abbaye de Jumièges und dem nur 1 km davon entfernten Campingplatz zur Übernachtung.

Infos zum Campingplatz Camping de la fôret (Jumièges):

  • Campingplatz: Camping de la fôret****, nur 600 m entfernt von der Abbaye de Jumièges und dem kleinen Ort. Großer Stellplatz, durch Hecken vom Nachbarn abgetrennt. Duschen haben kein zeitliches Limit. WIFI gegen Gebühr.
  • Jeden Dienstag Morgen ist Markt in Jumièges.
  • Kosten für 1 Nacht: Mit Strom und Wasser am Platz ab 16 Euro.

Rouen

Rouen ist für mich ein echter Geheimtipp. Dank Corona gibt es keine anlegenden Flussfahrt-Schiffe und das ist auch gut so. Ich mochte die Altstadt mit ihren über 2000 erhaltenen Fachwerkhäusern sehr, auch wenn es in den kleinen Gassen oft „eng“ zuging.

Sehenswürdigkeiten in Rouen:

  • Aussichtspunkt Panorama De La Côte Sainte Catherine (bei Google markiert)
  • Kathedrale von Rouen (Monet malte diese über 30 mal)
  • Gros Horloge, große astronomische Uhr (unbedingt den Turm besteigen. Achtung, aufgrund Corona vorab reservieren)
  • Kirche Jeanne d'Arc und die daneben liegende Markthalle
  • Aître Saint Maclou (einer der letzten Pestfriedhöfe Europas, wurde renoviert)
  • Kleine Gassen („Coupe-Gorges“): Rue des Chanoines, Rue Saint Nicolas, Rue Eau de Robec

Tipp zum Parken mit Auto oder Wohnmobil: Direkt am Ufer der Seine befinden sich parallel zur Straße Parkplätze. 4 € für 4 Stunden sind fair. Wir mussten einmal nachlösen, da das Bezahlen per App nur für französische Autos (und Kennzeichen) geht.

Es gibt so viele weitere Highlights in Rouen. Lies meinen ausführlichen Reisebericht mit Tipp für Rouen an einem Tag

Abbaye de Jumièges

Ehe die Abtei für Besucher schließt, erreichen wir die laut Victor Hugo „schönste Ruine Frankreichs“. Die Abbaye de Jumièges zählt zu den ältesten und wichtigsten Benediktiner-Klöstern der Normandie.

Infos zum Besuch der Abbaye Jumièges:

  • Öffnungszeiten: Im Sommer (Mitte April – Mitte September) täglich von 9.30 – 18.30 Uhr und im Winter von 9.30 – 13 Uhr sowie 14.30 – 17.30 Uhr (am besten auf Webseite prüfen).
  • Eintritt: 7,50 Euro für Erwachsene, unter 18 Jahren kostenlos.
  • Vor Ort gibt es die Möglichkeit eine 3D-App für 5 Euro per Tablet zu mieten. Aufgrund Corona war bei unserem Besuch dies leider nicht möglich.

Tag 5: Calvados-Produzent – Houlgate

Der heutige Tag beginnt mit einer 80 km langen Fahrt (etwa 1,5 h) zum Calvados-Herstellers Christian Drouin. Danach geht es weiter nach Houlgate an die Blumenküste zum Campingplatz.

Infos zum Campingplatz Camping de la Plage:

  • Campingplatz: Camping de la plage*** mit Stellplatz direkt an 1. Reihe am Strand. Näher am Meer geht hier nicht. Der Campingplatz wird nur wöchentlich vermietet (für uns macht der Anbieter eine Ausnahme, da wir für den Normandie Tourismus unterwegs sind). Einfacher Platz mit einfachen sanitären Anlagen. Der Ausblick vom Stellplatz ist allerdings unschlagbar.
  • Kosten für 1 Woche: Mit Strom 167 Euro für 2 Personen
Camping in der Normandie: Unsere Rundreise mit Route, Highlights und Tipps 123
Camping de la Plage

Calvados-Besichtigung mit Verkostung bei Christian Drouin

Wir unternehmen bei der Calvados-Destillerie von Christian Drouin eine geführte Tour inklusive Calvados-, Pommeau- und Apfel-Gin-Verkostung. Das Pferdegestüt aus dem 17. Jahrhundert bietet eine tolle Kulisse. Wir lernen worauf bei der normannischen Erzeugung von Apfel-Calvados geachtet wird. Außerdem erfahren wir von Sohn Guillaume, dass sie mittlerweile auch Apfelsaft herstellen, dessen Erlös an Hilfsorganisationen für Kinder in Afrika geht.

Bei der Besichtigung zeigt uns Guillaume außerdem den Reifekeller, Kelterei und die Brennerei.

Außerdem erfahren wir eine lustige Anekdote über Angela Merkel. Denn zum G8 Gipfel in Deauville vor einigen Jahren bekam jeder Präsident ein Calvados seines Jahrgangs überreicht. Bei Frauen spricht man nicht über das Alter, darum suchten die Drouins einen besonders guten Calvados aus. Das Fass und die Jahreszahl dazu bekommst du bei der Besichtigung gezeigt.

Infos zum Besuch:

Mittagessen: Les Jardins du Pays d’Auge (Cambremer)

Der wundervolle Garten scheint vor allem unter Franzosen sehr bekannt und beliebt zu sein. Ich bin froh um diesen Tipp, denn die Crêperie ist traumhaft schön gelegt, die Crêpes und Galettes verdammt gut! Wer hungrig ist sollte hier unbedingt eine Pause einlegen!

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Les Jardins du Pays d’Auge (Cambremer)!

Houlgate an der Blumenküste

Nachdem wir unseren Campingplatz bezogen haben (und total begeistert sind), unternehmen wir einen Strandspaziergang am 6 km langen Sandstrand. Es ist Ebbe, das muss man ausnutzen. Danach erkunden wir die Strandvillen von Houlgate und gehen am Strand entlang bis zum Hafen Richtung Cabourg.

Sehr nahe am Strand liegen auch die„Falaises des Vachesnoires“ (Felsen der schwarzen Kühe). Dabei handelt es sich um eine eindrucksvolle Felsformation, die man von weitem sieht. Bei uns setzt allerdings der Regen ein. Die Felsen sehen aus wie ein schwarzer Fleck. Die Wanderung lohnt sich für uns daher nicht.

Wir kehren in Houlgate in einem Restaurant ein, um bei normannischen Austern, Miesmuscheln und einem Glas Wein den langen Tag ausklingen zu lassen.

Tipps für Houlgate:

Tag 6: Ouistreham – Caen

Die Fahrt von Houlgate nach Ouistreham ist kurz (26 km, etwa 30 Minuten). Wir stellen den Camper ab, checken ein und machen uns auf den Weg nach Caen. Geplant war, per Fahrrad zu fahren.

Doch das Wetter ist nicht konstant und es regnet am Morgen immer wieder. Darum nehmen wir den Bus. Denken wir, denn es ist Feiertag und dieser würde erst in 2 Stunden wieder fahren. Also fahren wir mit meinem Campervan und finden einen kostenlosen Parkplatz am Schloss.

Infos zum Campingplatz Camping Le Riva Bella (Ouistreham):

  • Campingplatz: Camping Le Riva Bella**** Stellplatz mit guter Lage am Kanal und Radweg nach Caen oder an den Strand von Ouistreham. Großer Stellplatz, Stromanschluss am Platz.
  • Kosten für 1 Nacht: Mit Strom 22 Euro für 2 Personen, Wohnmobilstellplatz 13,50 € pro Nacht.

Caen

Mit rund 110.000 Einwohnern ist die Hauptstadt des Departements Calvados und der Basse-Normandie gut an einem Tag zu erkunden.

Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt heiß umkämpft und kostete vielen Zivilisten ihr Leben. Glücklicherweise blieben dabei viele Sakralbauten verschont. Caen, ist bekannt als Stadt von Wilhelm des Eroberers. Die Mauern seines Schlosses sind noch gut erhalten. Von hier aus erkunden wir die Stadt an einem Tag zu Fuß.

Die Studentenstadt bietet im Gegensatz zu Rouen breite Boulevards und Einkaufsstraßen. Dazu ein paar engere Gassen mit süßen Shops und individuellen Boutiquen. Das gefällt mir.  

Sehenswürdigkeiten in Caen:

  • Abbaye aux Hommes und Abbaye aux Dames (Eine Abtei für Frauen und eine für Männer)
  • Fachwerkviertel (eine Straße) Quartier du Vaugueux
  • Rue froide mit tollen Läden und kleinen Boutiquen

Weitere Infos zu Caen:

  • Karte, um Caen zu Fuß entdecken (habe ich erst nach dem Besuch gefunden, unsere Route war ähnlich)
  • Tipp zum Parken mit Auto oder Wohnmobil: Direkt am Schloss gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz. Allerdings hat mit ein Freund berichtet, dass ihm vor vielen Jahren hier das Auto aufgebrochen wurde.

Ouistreham Riva-Bella

Am Nachmittag fahren wir entlang der Küste zurück und machen einen Halt in Ouistreham Riva-Bella. Der Badeort der Einheimischen. Der Strand befindet sich mit dem Fahrrad nur wenige Minuten vom Campingplatz entfernt. Aber er ist voll, da der Tag sich besser entwickelt hat als angesagt.

Der Strand ist breit (Ebbe) und sehr lang. Jeder findet hier sein Plätzchen (mit Abstand). Trotzdem bleiben wir nicht lang.

Camping in der Normandie: Unsere Rundreise mit Route, Highlights und Tipps 135
Ouistreham Riva Bella. Man sieht wie weit das Wasser bei Flut geht (Der Sand ist heller).

Tag 7: Bayeux – Port-en-Bassin – Arromanches-les-Baines

Heute sind wir in Bayeux mit Hugo (Petit Reine) von verabredet, um mit ihm eine Food-Tour mit dem Fahrrad zu unternehmen. Die Fahrt aus Ouistreham nach Bayeux beträgt 45 km, etwa 1 Stunde.

Food- Fahrradtour mit Hugo Bayeux – Arromanches-les-Bains

Bei Ankunft am Treffpunkt schüttet es wie aus Eimern. Es sind dazu den ganzen Tag Gewitter angesagt. Fahrradfahren ist leider nicht drin. Hugo bietet uns daher an, mit seinem Van die Orte anzufahren (Fahrräder kann er in den Kofferraum packen).

So erkunden wir zuerst den Markt in Port-en-Bassin, wo sich zugleich einer der größten Häfen für Fischer in der Normandie befindet.

Nächster Stop: Élevage d'Escargots, Ferme de Vailly

Der erste Food-Stop mit Tasting ist für uns Deutsche etwas außergewöhnlich. Manche ekeln sich davor. Ich bin mir auch nicht sicher, was mich beim Besuch auf dem Hof eines Schneckenzüchters erwartet. Doch Victor verkörpert genau den Lebensstil und die Einstellung, die auch mich damals aus dem nine-to-five-Job aussteigen ließ: Leidenschaft für etwas, auch wenn man einen gut bezahlten Job dafür aufgibt.

So ist er heute kein gut bezahlter IT'ler mehr, dafür betreibt er mit seiner Frau auf einem wunderschönen Bauernhof eine Schneckenfarm. Diese sind in der Normandie sehr beliebt. Victor erzählt, wie er dazu kam und worauf es bei der Zucht ankommt. Er zeigt uns sein „Labor“ und danach geht es zur Verkostung. Ich wage es und bin überrascht: Es schmeckt ganz gut, auch wenn die Konsistenz etwas ungewöhnlich ist. Wieder um eine Erfahrung reicher (und eine Überwindung) geht es zum nächsten Stop.

Arromanches-les-Bains und die Austern der Normandie

Danach fahren wir weiter nach Arromanches-les-Bains, wo man auch heute noch die Reste des künstlichen Mulberry Hafens des D-Day aus dem Jahr 1944 sehen kann.

Doch das ist nur Nebensache, im Beach kosten wir das nächste kulinarische Highlight: Austern von einem lokalen Züchter. Ich bin Austern-Fan und muss sagen: Diese hier sind wirklich köstlich!

Bayeux erkunden

Danach geht es zurück nach Bayeux. Das Wetter ist gut, so erkunden wir ein wenig die Stadt. Am UNESCO-Welterbe dem Teppich von Bayeux ist eine lange Warteschlange. Da wir heute noch in die Normannische Schweiz fahren, haben wir keine Zeit mehr um zu warten. Darum kehren wir gegenüber im Tipp von Hugo ein: Le Moulin de la Galette. Die Galette und Crêpes sind wunderbar!

Sehenswürdigkeiten in Bayeux:

  • Tapisserie de Bayeux – Teppich von Bayeux (komme am frühen Morgen, sonst musst du anstehen)
  • Cathédrale de Bayeux
  • Vieux Bayeux
  • Märkte: Mittwoch, Samstag und Sonntag morgens. Im Sommer (Juli und August) ist Donnerstags der Abendmarkt Markt des Terroir

Infos zur Food-Tour mit Hugo:

  • Die Tour kannst du auf der Webseite bei Hugo buchen (Hugo spricht super englisch)
  • Dauer: 6 Stunden (gibt auch e-Bikes, wir hatten die eigenen Fahrräder dabei) und kostet 149 Euro. Es gibt auch Touren zu den Landungsstränden oder am Mont Saint-Michel
  • Die Schneckenzucht Ferme de Vailly von Victor und Stéphanie kannst du auch separat besuchen (inklusive Verkostung). Besuch, Verkostung und ein Getränk für 10 Euro, Dienstag – Samstag von 14 – 19 Uhr. Unbedingt vorab buchen. (Facebook oder per Email).

Tag 8: Normannische Schweiz

Wandern am Roche d'Oëtre und Klettersteig in Clécy

Der Weg am Vorabend brachte uns in etwas mehr als einer Stunde (65 km) in die Normannische Schweiz auf den kleinen familiären Campingplatz Camping de la Rouvre, in unmittelbarer Nähe des Roche d'Oëtre (Ménil Hubert sur Orne ). Besonders schön bei Ankunft an einem Sonntag: Der Betreiber macht Pizza für alle Gäste solange der Vorrat reicht. Wirklich köstlich!

Infos zum Campingplatz Camping de la Rouvre:

  • Kleiner aber sehr feiner und idyllisch gelegener Campingplatz inmitten der Normannischen Schweiz.
  • Die Betreiber sind selbst Camper und wissen genau, was unser Herz begehrt.
  • Für alle ohne Campervan oder Zelt können hier individuelle Bungalows gemietet werden.
  • Unser Stellplatz befindet sich direkt an einem Bach. Die Sanitären Anlagen sind einfach, die Stimmung aber sehr herzlich und gut.
  • Tipp: Frühstückskorb bestellen. Frisches Baguette, Croissants und selbstgemachte Marmelade schmecken wunderbar!
  • Sonntag Abends Pizza solange der Vorrat reicht.
  • Mehr Infos auf der Webseite
  • Kosten für 1 Nacht: 16 Euro mit Strom (2 Personen)
Camping de la Rouvre Normannische Schweiz
Stellplatz, Camping de la Rouvre (Normannische Schweiz)

Wandern am Roche d'Oëtre

Am Morgen fahren wir zur Roche d’Oëtre in Saint Philibert-sur-Orne. (Man könnte auch zu Fuß hinwandern. Da wir danach weiterreisen hätte dies für uns keinen Sinn gemacht).

Am Roche d'Oëtre unternehmen wir eine Wanderung und erkunden die vielen Aussichtspunkte ins 118 m abfallende Tal und blicken die steil abfallenden Felsen hinab. Wir folgen dem Weg hinab in die Schlucht und wandern im Schatten der Bäume entlang des Fluss La Rouvre.

Infos zum Roche d'Oëtre

  • Es gibt einen großen kostenlosen Parkplatz auch für Wohnmobile geeignet.
  • Es gibt diverse Wanderwege: Sentier des gorges (blau im Plan, 1,8 km oder die 2,7 km lange Variante) sowie den Sentier des méandres (rot, 6,4 km) und denSentier du granite (rosa, 8,7 km). Hier gibt es den Plan als PDF zum download.

Klettersteig „via ferrata“ in Clécy

Nach der Wanderung geht es weiter nach Clécy. Kurz vor dem Ort gibt es eine Art „Outdoor-Paradies“ mit dem Namen La Cambronnerie. Am Fluß kannst du Kajak oder Tretboote mieten, SUP fahren oder wie ich auf einem Klettersteig den Fels erklimmen und dabei Hängebrücken und gespannte Seile überwinden. Macht großen Spaß und dauert etwa eine Stunde.

Falls du hungrig bist kannst du am Fluss in einer der vielen kleinen Restaurants etwas essen (nennt man „Guingettes“). Tipp: Biergarten-ähnlich: Au fil de l’eau. Hier gibt es von Crêpes über Muscheln und Fisch bis zum Hühnchen oder Salaten für jeden etwas auf der Karte.

Infos zum Klettersteig:

  • Anbieter vor Ort: Vertig
  • Vor Ort spontan buchen (falls ein Slot frei ist) oder vorab online auf der Webseite reservieren
  • Kosten: Am Morgen 15,50 € und am Nachmittag 17 Euro.
  • Nach einer kurzen Einführung auf einem kleinen Parcours geht es (ohne Guide) auf den Klettersteig. So kannte ich das nicht, ist aber für jeden machbar. Außer einer kleinen Stelle, an der ich dachte, meine Beine wären für den nächsten Tritt zu kurz. Hat alles geklappt. Habe aber auch den Kletterschein und bin evtl. kein Maß.

Erkundung Clécy

Danach fahren wir weiter nach Clécy. Ein kleiner aber hübscher und sehr übersichtlicher Ort. Wir verbringen hier nicht sehr viel Zeit, denn es gibt nur wenige Straßen. Ein Halt lohnt sich allemal.

Danach brechen wir auf, um zum nächsten Campingplatz Château de Lez-Eaux in der Bucht von Mont Saint-Michel zu fahren. Für die 116 km benötigen wir etwas mehr als eine Stunde.

Clécy in der Normandie (Normannische Schweiz)
Clécy in der Suisse Normande

Tag 9: Bucht von Mont Saint-Michel

Ab heute wird die Bucht von Mont Saint-Michel erkundet. Denn diese bietet weitaus mehr, als die Besichtigung der Abtei auf der Insel des gleichnamigen Mont Saint-Michel.

Infos zum Campingplatz Châteaux de Lez-Eaux:

Am Morgen Besuch der Abtei

Am Morgen machen wir uns früh auf den Weg zur meist besuchten Sehenswürdigkeit der Normandie. 2,5 Millionen Besucher „pilgern“ regelrecht hier her.

Vielleicht wäre es besser gewesen, auf dem Parkplatz für Wohnmobile (P8) zu nächtigen. Denn das ist erlaubt, die Kosten für 24 Stunden Aufenthalt sind dieselben. So hätten wir fast 2 Stunden länger schlafen können.

Parkplätze gibt es genug, als wir kurz nach 8 Uhr anreisen. Ab 9.30 Uhr öffnet die Abtei. Aktuell ist es wichtig, dass du vorab dein Ticket online reservierst. An der Abtei herrschte dichtes Gedränge. Sobald du „drin“ bist, verteilt sich alles auf dem riesigen Gelände.

Als wir uns auf dem Rückweg durch die schmalen Gassen machen ist einiges mehr los als am frühen Morgen. Der Mont Saint-Michel ist und bleibt eben ein Besuchermagnet (völlig zurecht), egal ob Corona oder nicht. Diesen Besuch lässt sich vermutlich niemand nehmen, auch ich nicht. Trotzdem bevorzuge ich klar die Aktivität am Nachmittag:

Am Nachmittag Wattwanderung in Bucht

Um 14 Uhr erwartet uns der gut gelaunte François am Écomusée de la Baie in Vains für eine Wattwanderung zum Mont Saint-Michel. Die Tour führt uns etwa 3 h Richtung Klosterberg, um dann mit der ersten Flutwelle „Le Mascaret“ genannt wieder aufs Festland zu wandern.

Wir sind schnell, obwohl wir immer wieder anhalten, und François uns geschichtliches zur Bucht aber auch Flora und Fauna zeigt und erklärt. Ich lerne, wie man Treibsand findet, stecke darin fest und erfahre, wie man wieder herauskommt. Sehr lustig!

Wir haben Zeit, bis die Flut kommt und wandern daher noch zur 950 m entfernten Nachbarinsel Tombelaine und umrunden diese. Auf dem Rückweg beobachten wir Zugvögel und durchqueren immer wieder die Flussbetten der Sée und Sélune auf der Suche nach weniger tiefem Sand. Denn 15 km auf Sand und im Watt zu gehen ist auf Dauer sehr anstrengend!

Mit eintreffen der ersten Flutwelle „Le Mascaret“ erreichen wir die Salzwiesen und sind zurück „an Land“. Wie schnell die Flut das Wasser zurück in die Bucht drückt, kann man vor Ort eindrucksvoll sehen. Mit 30 km/h kommt das Wasser zurück. Ein Naturerlebnis besonderer Art.

Diese Wattwanderung mit einem ausgebildeten Wanderführer kann ich jedem empfehlen!

Weitere Infos zum Besuch des Mont Saint-Michel und der Wattwanderung

Tag 10: Granville – Zöllnerpfad (Bucht Mont Saint-Michel)

Der heutige Plan fiel komplett dem Sturm und Regen zum Opfer: Eigentlich wären wir auf die Chausey-Inseln mit dem Austernzüchter Ian Wood. Dort hätten wir alles über den Beruf als Austern-Fischer lernen sollen. Sobald wir im Chausey-Archipel angekommen wären, wären wir mit Ian in Kajaks auf dem Meer gepaddelt. Schade, denn die Austern hätte ich gerne gekostet. Ein Grund mehr, nochmals hier her zu kommen.

Wir erkunden Granville

Ein Plan B für stürmisches Regenwetter musste her. Also erkunden wir Granville. Der kleine Ort mit seinen rund 13.000 Einwohnern ist ideal zum erkunden. Es gibt viele kleine süße Shops und Cafés. Immer wieder Ausblicke aufs Meer und den bei Ebbe leer gelaufenen Hafen mit kleinen Fischerbotten, die Aufgrund liegen. Highlight ist der Strand Plage du Plat Gousset, das Christian Dior Anwesen (Das Museum mit 9 Euro Eintritt ist nur etwas für richtige Fans) und die Altstadt.

Weitere Tipps für Granville:

Am Nachmittag: Wanderung auf dem Zöllnerpfad an der Küste

Am Nachmittag wird das Wetter ein wenig besser. So beschließen wir, auf dem Zöllnerpfad zu gehen, um die Aussichten in der Bucht von Mont Saint-Michel zu genießen. Besonders schön ist die Aussicht am Cabane Vauban. Von hier aus blickt man auch auf die große Austernzucht in der Bucht! Natürlich siehst du auch auf den Mont Saint-Michel. Da der Regen wieder einsetzt, ist die Sicht oft verschwommen.

Tag 11: Wasserfälle Mortain – Poiré-Produzent – Domfront

Am Morgen legen wir auf dem Weg nach Domfront einen Zwischenstop bei den höchsten Wasserfällen in Westfrankreich an.

Wasserfälle von Mortain

Für uns sind diese „größten“ Wasserfälle im Westen eigentlich unspektakulär. Nur 20 Meter rauscht der große Fall in die Tiefe. 700 Meter entfernt endet der „kleine“ in mehreren Fällen in einem Canyon.

Die Lage ist idyllisch und die Natur drum herum mag ich sehr. Wenn der Wasserfall nicht sowieso auf dem Weg liegt (wie bei uns) ist es kein „must see“.

Poiré-Verkostung in Mantilly

Die Weiterfahrt bringt uns zum Poiré Produzenten auf dem Hof der Familie Pacory. Wir testen die Birnen und Äpfel, aus denen Cidre und Poiré hergestellt wird. Von extrem bitter bis mehlig sind alle Geschmacksrichtungen dabei. Nur keine, die zum Essen angenehm wäre. Dafür aber ideal, um daraus Säfte, Cidre, Calvados (aus Birnen) und Poiré herzustellen. Vor allem die berühmten „echten“ Produkte Calvados Domfrontais AOC und Poiré Domfront AOP.

Danach gibt es eine ausgiebige Verkostung, bei der ich leider kürzer treten muss. Denn ich fahre. Ich packe mir aber ein paar Flaschen Poiré, Saft und Cidre ein.

  • Die Verkostung kannst du spontan vor Ort unternehmen. Mehr Infos findest du auf der Webseite (leider nur auf französisch).
  • Adresse: EARL Les Grimaux, Familie Pacory, 61350 Mantilly 

Am Nachmittag: Domfront

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir die Altstadt von Domfront. Bei einer Stadtführung (Buchbar im Touristenzentrum) erkunden wir die Stadt und die Natur. Die Führung entpuppt sich als kleine Wanderung auf dem Sentier Pittoresque (malerischer Weg), bei der wir ein paar Höhenmeter mit Treppenstufen zurücklegen.

Highlight ist die Besichtigung der Kuppel der Kirche Saint-Julien! Und die Kirche selbst ist auch einen Blick wert. Nicht nur von außen sondern auch überraschend anders von innen! Denn diese ist im byzantinischen Stil erbaut und erinnert mich fast an die Hagia Sophia in Istanbul, die ja auch einst eine Kirche war. Jedoch war die St-Julien eine der ersten Kirchen, die aus Stahlbeton erbaut wurde.

Über das Gerber-Viertel und die kleinen Gassen mit malerischen Fachwerkhäusern wandern wir hinab ins Tal zum Steinbruch und wieder die 100 Stufen hinauf zur Burg mit Panoramablick auf eine 80 m tiefe Schlucht.

Wir sind ganz verzaubert von der Stadt mit ihren gepflasterten Straßen, den hübschen Fachwerkhäusern und versteckten Innenhöfen.

Ab auf den Bauernhof!

Jetzt sind wir bereit für unser Nachtlager auf dem Bauernhof! „Camping à la ferme bei Adèle und Tanguy ist angesagt. Als wir den Hof erreichen begrüßt uns Adèle mit einem Lächeln und zeigt auf eine große Wiese mit Birnbäumen und vereinzelt stehenden Tischen mit bunten Stühlen: „Sucht euch einen Platz aus“ – wow. Ein Traum auf dem Land.

Wir genießen den Abend und den Aufenthalt hier wirklich sehr. Der schönste Platz, den wir bis jetzt hatten. Am Abend sitzen wir gemeinsam mit ein paar weiteren Gästen und den Besitzern beisammen und lassen uns weitere Normandie-Tipps geben. Dabei trinken wir lokales Bier.

Am nächsten Morgen bekommen wir Frühstück: frische Crêpes, noch warme Brötchen und selbstgemachte Butter und Marmelade. Dazu gibt es (natürlich) selbst gemachten Apfelsaft! Jeder der von Ruhe träumt ist hier genau richtig. Es stimmt einfach alles!

Infos zum Campingplatz Camping à la ferme „La Touche“

  • Campingplatz: Camping à la ferme – Adèle et Tanguy Laurent bei Domfront. Einfache Klos und eine Dusche. Für Reisende ohne Campervan gibt es eine Jurte und einen coolen Wagen aus Holz zu mieten. Eine Küche mit Geschirr ist vorhanden. Im kleinen Hofladen kann jeder das Nötigste einkaufen.
  • Kosten für 1 Nacht: 5 Euro
  • Adresse: La Touche, 61700 Domfront. Webseite

Tag 12 – 18: Halbinsel Cotentin

Im wunderschönen Barfleur haben wir auf einem gemütlichen Campingplatz am Meer eine kleine Pause zum arbeiten eingelegt. Falls du „normaler Urlauber“ bist genügen hier 2-3 Nächte mit einem Besuch in Saint-Vaast-la-Hougue und dem Leuchtturm Gatteville.

Idealerweise bist du wie wir an einem Samstag hier. Denn dann ist sowohl in Barfleur als auch in Saint-Vaast-la-Hougue Markt. Letzterer ist echt groß und bietet eine spitzen Auswahl!

Falls du Lust hast, kannst du ab hier im Hafen auf die Insel Île de Tatihou übersetzen. Aufgrund eines Regenschauers habe ich verzichtet.

Weitere tolle Orte am Cotentin, die ich besucht habe:

  • Leuchtturm Phare de Gatteville (Aufstieg lohnt sich nur bei guter Sicht. Geöffnet ab 10 Uhr)
  • Cap Lévi
  • Pointe du Brick
  • Cherbourg (ich bin nur durchgefahren, da alle Parkplätze für WoMo's voll waren und mich die Stadt irgendwie nicht vom Hocker gehauen hat)
  • Port Racine (kleinster Hafen)
  • Cap de la Hague und Goury (Fish & Chips essen und Leuchtturm ansehen). Einmal am stürmischen Ärmelkanal den Kopf durchblasen lassen.
  • Dünen bei Biville und Carteret bestaunen. Überall gibts tolle, fast leere Strände.
  • Barneville-Carteret (toller Strand, Urlaubsfeeling pur)
  • Gouville-sur-Mer, ebenfalls toller Strand mit bunten Strandhütten zwischen den Dünen
  • Falls du dich für den D-Day interessierst gibt es das Fallschirmspringer-Denkmal in St. Mère-Eglise und in unmittelbarer Nähe befindet sich der Landungsstrand Utah Beach.

Infos zum Campingplatz Barfleur La Blanche Nef

  • Campingplatz: La Blanche Nef*** direkt am Meer in Barfleur. Kleiner aber super gemütlicher Platz direkt am Meer, nur 5 Minuten zu Fuß vom Hafen und den Restaurants entfernt. Ich fand den Platz toll, der Betreiber sehr freundlich. Jeden Morgen um 9 Uhr kommt der Bäcker und bringt frisches Baguette, Croissants, Pain au Chocolat (alles noch warm).
  • Kosten für 1 Woche: 10 Euro/Tag, dazu 5 Euro/Tag für Strom und 60 Cent Kurtaxe. In Summe 109,20 Euro für 1 Person. Eine 2. Person kostet am Tag 6 Euro zusätzlich.

Tag 19: Omaha Beach – Deauville – Trouville – Honfleur

Heute besuche ich drei beliebte Urlaubsorte für Pariser. Hier trifft sich die Hauptstadt Frankreichs vor allem im Sommer. Kein Wunder, denn es gibt direkte Zugverbindungen nach Deauville/Trouville. In drei Stunden ist man am Meer.

Da ich großer Fan der Normandie-Krimis von Benjamin Cors bin, musste ich natürlich die Orte der Krimis besuchen.

Auf dem Weg dahin passiere ich Omaha Beach und beschließe, mir den Amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-mer zu besuchen. Der Besuch ist kostenlos und auch für alle, die wie ich nicht so an den Landungsstränden und dem D-Day interessiert sind einen Stop wert. Auch einer der Normandie Krimis spielt übrigens hier auf dem Friedhof.

Deauville und die Nachbarstadt Trouville-sur-mer

Deauville ist ein altes und sehr beliebtes Seebad. Mondän trifft es auf den Punkt. Bekannt durch die bunten Sonnenschirmen am breiten Sandstrand und den Badehäusern, die Namen bekannter Schauspieler tragen zieht das Film-Festival Jahr für Jahr auch echte Hollywood-Stars an.

Es gibt viele im Fachwerkstil erbaute Häuser, vor allem in erster Strandreihe. In der Fußgängerzone sind Luxuslabels daheim und überhaupt scheint sich hier alles zu treffen, was sich für wichtig hält.

Viel besser gefällt mir die Nachbarstadt Trouville-sur-mer. Ledliglich eine Brücke muss ich überwinden, um im stilvollen Ort zu landen.

Den schönsten Fischmarkt fände man hier las ich vor dem Besuch. Stimmt, nur leider konnte ich das Gebäude vor lauter Markisen (Regenschutz) nicht fotografieren. Die Auswahl an Fisch, Austern und Krebsen war riesig. Am liebsten hätte ich eine Plat de Fruits de Mer bestellt.

Doch erst wollte ich die engen Gassen (wunderschön) und natürlich den Strand mit unfassbar schönen Strandvillen erkunden. Trouville, du bist in der Tat einen längeren Aufenthalt wert!

Bald folgt ein ausführlicher Bericht für diese beiden Orte.

Honfleur, viel Flair am Meer!

Vielleicht noch einen Tick besser als Trouville hat mir Honfleur gefallen. Die Mischung aus engen Gassen mit Fachwerkhäusern, kleinen Shops und Boutiquen, sowie die vielen Restaurants rund um den Vieux Port passt! Für mich die schönste Hafenstadt der Normandie.

Infos zum Wohnmobil-Stellplatz in Honfleur:

  • WoMo Stellplatz: Aire de Camping de Honfleur.
    Großer Stellplatz mit Versorgung und Entsorgung. Im Sommer recht voll, war aber nur zum Schlafen hier. Wer früh kommt und Glück hat, bekommt einen Platz mit Strom. Ich habe nicht gesucht, da ich genug Power dank Solar an Bord habe.
  • Kosten für 24 Stunden: 11 Euro/24 h, inklusive Frischwasser und Entsorgung.

Tag 20: Le Havre – Etrétat

Am Morgen verlasse ich Honfleur, um die Seine via Pont de Normandie zu überqueren. Ganze  6,30 € kostet mich das (Fahrzeug bis 3,5 Tonnen). Für PKW ist es ein wenig günstiger (5,40 €). Die Brücke ist mit 2141 Metern länge fast so lang wie der Champs-Élysées, sagt man mir stolz. Da ich noch nie in der Stadt Paris war, kann ich den Vergleich nicht werden. Vielleicht aber du?

Der Regen stoppt, als ich Le Havre erreiche. Perfektes Wetter zum erkunden der Hafenstadt. Vorab muss ich sagen: Le Havre polarisiert. Entweder man mag die Stadt oder man meidet sie.

Die Stadt zählt zum Unesco Weltkulturerbe, weil sie nach dem Krieg „modern“ aufgebaut wurde. Modern im überwiegenden Sinn im Stil der 80er analog meiner Heimat Heilbronn. Und das ist nicht überwiegend schön. Darum wollte ich mir Le Havre ansehen und mir selbst ein Bild machen.

Sehenswürdigkeiten in Le Havre, die ich mir angesehen habe:

  • Kathedrale Notre Dame
  • Docks Vauban (Modernes Einkaufszentrum)
  • Le Volcan
  • Museé Malraux, Pflicht für Impressionistische Kunst
  • Kirche St. Joseph, weil diese so ganz anders ist. Von außen potthässlich, von innen außergewöhnlich.
  • Avenue Foch
  • Hôtel de Ville, schönes Rathaus mit 74 m hohem Rathausturm, der mich an Russland erinnert. Dazu gibts viel Grünfläche drum herum.
  • Strand mit Kitesurfern und bunten Strandhäusern

Etrétat und seine Kreidefelsen

Nach dem mehrstündigen Aufenthalt in Le Havre gehts weiter an der Alabasterküste. Das Normandie-Highlight neben Mont Saint-Michel ist vermutlich Etrétat mit seiner beeindruckenden Kreideküste und der Formationen Porte d'Aval, La Falaise d'Amont, La Manneporte oder Le Trou de l'Homme, die sich an der Küste entlang des Ärmelkanals gebildet haben.

Etrétat selbst liegt im Tal zwischen den Klippen. Von hier aus führen in beide Richtungen Treppen und Wanderwege nach oben auf den Fernwanderweg. Hier wandere ich entlang und genieße die Aussicht.

Der Ort ist – trotz der bekannten Sehenswürdigkeiten – recht klein. In der Markthalle am Boulevard René Coty findest du allerlei Souvenirs und Kunsthandwerk. Daneben findest du viele Villen aus der Belle Époque und natürlich viele Restaurants und Hotels.

Infos zum Besuch in Etrétat:

  • Am Ortseingang gibt es große Parkplätze sowohl für PKW als auch für Wohnmobile. Ideal gelegen, da man in wenigen Minuten im Ort ist. Auf dem Wohnmobil-Parkplatz (Parking de Camping-Cars Etretat) musst du von 9 – 19 Uhr Gebühren bezahlen. Maximale Standzeit 10 Stunden. Jedoch kannst du über Nacht kostenlos stehen bleiben (1 Nacht ist in Frankreich erlaubt, Camping aber strikt untersagt. Camping bedeutet, das Herausstellen von Stühlen, Tischen oder einer Markise).
  • Kosten für Parkplatz (WoMo): 5 Euro für 10 Stunden.
  • Adresse: Route du Havre, 76790 Le Tilleul
  • In Etrétat gibt es auch einen Campingplatz, daneben einen Wohnmobilstellplatz. Da ich nur zum schlafen in Etrétat war, bin ich einfach auf dem Parkplatz stehen geblieben. War am Ende günstiger und ruhig.

Tag 21: Ab Etrétat Alabasterküste bis Le Tréport

Am vorerst letzten Tag meines Normandie Trips fahre ich von Etrétat bis Le Tréport an die Grenze zum Departement Hauts-de-France. Der Weg führt mich entlang spektakulärer Küstenabschnitten mit vielen weiteren Kreidefelsen und Steilküsten.

In Yport finde ich ein kleines gemütliches Fischerdorf vor, in Fécamp möchte ich den berühmten Likör im Palais Bénédictine testen (Schlägt fehlt aufgrund Corona Beschränkungen. Doch dafür kaufe ich im Shop eine Flasche zum probieren). Auch in Fécamp bieten sich spektakuläre Küsten und Kreidefelsen. Leider kann ich die empfohlene Bootstour nach Etrétat nicht machen (Sturm und Regen, es fährt heute kein Boot).

Weitere Highlights sind Veulettes-sur-mer, Saint-Valery-en-Caux , Veules-les-Roses (kürzester Fluß Frankreichs), Dieppe (kann man sich sparen) und das wunderschöne Le Tréport mit dem Nachbarort Mers-les-Bains. Ein Highlight am Ende sind die bunten Häuser in Mers-les-Bains (Departement Hauts-de-France) und die Steiküste in Le Tréport mit Aussichtspunkt.

Infos zur Alabasterküste:

  • Parkplätze für Wohnmobile:
    – Yport: Wenige Plätze an der Kirche, nur für Campervans geeignet. Alternativ Richtung Campingplatz an der Straße (etwas außerhalb, kostenlos)
    – Fécamp: Offizieller Parkplatz für Wohnmobile Motorhome Aire
    – Veulettes-sur-Mer: Stellplatz mit Schranke
    – Veules-les-Roses: Im Ort entlang der Hauptstraße (kostenlos)
    – Dieppe: Stellplatz unterhalb Klippen bei der Burg
    – Le Tréport: Aire de Camping-Car du Tréport auf den Kreidefelsen, sehr nahe an der Küste. Per Treppen oder kostenlosem Funicular gehts in das Dort hinab.

Für die Alabasterküste folgt bald ein ausführlicher Artikel!

Camping in der Normandie: Unsere Rundreise mit Route, Highlights und Tipps 208

Tag 22: Rückreise nach Deutschland

Als ich am Morgen aufwache regnet es in strömen. Es hat die ganze Nacht gestürmt, der Nebel versperrt jegliche Sicht. Laut Wetterbericht ist die nächsten Tage kein Ende in Sicht. Also beschließe ich: Au revoir, Normandie! Zurück nach Deutschland. Ursprünglich wollte ich auf dem Rückweg die Städte Amiens und Reims ansehen. Aufgrund des Wetters fallen diese Stops aus. Ich fahre direkt nach Hause.

Aber ich weiß, dass ich bald wieder in die Normandie kommen werde! Es ist einfach zu schön hier! Ein Paradies für Camping- und Roadtrip-Fans die Abenteuer in der wunderschönen Natur lieben!

Empfehlung für Normandie Reiseführer

Für die Normandie habe ich diverse Reiseführer verwendet. Vorab haben mir auch einige Reiseblogs, die schon in der Normandie waren geholfen. Dazu habe ich vor Ort ab und zu die Tourismusbüros aufgesucht, denn dort gab es richtig tolle Hinweise.

Zusätzlich habe ich ein Pinterest Board angelegt und alle Normandie Berichte darin gesammelt. Hier ist der Link zur Pinterest Pinnwand für die Normandie.

Folgende Normandie-Reiseführer kann ich sehr empfehlen:

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Disclaimer: Dieser Artikel (Tag 2 -11) entstand in einer Kooperation mit dem  Tourismusverband der Normandie. Meine Meinung und Tipps sind trotzdem meine eigenen und werden davon nicht beeinflusst werden. Darum bin ich länger geblieben und früher angereist. Diese Kosten habe ich selbst getragen.

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