Gouville-sur-Mer Normandie
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Urlaub in der Normandie: Das erwartet dich (mit Karte und Tipps)

11 Sehenswürdigkeiten in der Normandie: Highlights meiner Reise mit einem kulinarischen Tipp!

Planst du gerade eine Reise in die Normandie? Dann aufgepasst, denn hier gibt es sehr viele Highlights. Egal ob Sehenswürdigkeiten kultureller oder historischer Art, eindrucksvolle Landschaften oder einfach gutem Essen. Denn kulinarisch gibt es hier erstklassige Produkte die ich natürlich auch erwähne.

Ich habe für drei Wochen so gut wie alle Regionen der Normandie besucht. Alabasterküste, Cotentin, Perlmuttküste Normannische Schweiz und das Seine-Tal. Dazu habe ich natürlich die UNESCO-Welterbestätte der Normandie Mont Saint-Michel, Le Havre, der Teppich in Bayeux und Festungsanlagen von Vauban angesehen. Die Landungsstrände habe ich besucht, jedoch das Thema D-Day weitgehend ignoriert.

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Landschaftlich hat die Normandie vor allem eins zu bieten: den  höchsten Gezeitenstrom Europas. Was die größten Unterschiede zwischen Ebbe und Flut ausmacht. Und das musst du einfach live vor Orte gesehen haben! Unfassbar, wie schnell das Wasser zurückkommt! 

Nicht aufgeführt habe ich die vielen einsamen Buchten, die du selbst auf eigene Faust entdecken solltest. Diese Geheimtipps findest du überall in der Normandie. Entweder zu Fuß oder per Fahrrad. 

Hier kommen meine Highlights der Normandie. Viel Spaß beim lesen und entdecken!

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Etrétat und die Kreidefelsen der Alabasterküste bis Le Tréport

Ich glaube, dass jeder schon einmal Fotos der spektakulären Felsformationen in Etrétat gesehen hat. Natürlich wollte ich mir diese Kreidefelsen ansehen. Etrétat selbst ist ein kleiner beschaulicher Ort. Im Tal eingebettet ragen westlich und östlich die steile Felsen auf. Davor liegt nur das Meer.

Gehe am Morgen oder zum Sonnenuntergang auf die Felsen. Zu beiden Seiten führen Wanderwege hinauf. Auch die weitere Küste entlang des Küstenwegs gibt es eindrucksvolle Kreidefelsen und idyllische Fischerorte zu bestaunen. Yport, Fécamp, Veules-les-Roses, Saint-Valery-en-Caux bis Le Tréport. Überall findest du die Kreidefelsen. Wirklich ein absolutes Highlight für mich.

Mont Saint-Michel

Le Mont Saint-Michel ist das bekannteste Wahrzeichen der Normandie. Der kleine Klosterberg mit dem selben Namen wird zwar nur noch selten komplett vom Wasser umspült, ist aber definitiv ein Highlight der Region!

Besuche die Abtei am frühen Morgen oder späten Abend, wenn viele Touristen weg sind. Denn hier ist immer was los. Den Charme der kleinen Gassen kannst du nur am frühen Morgen oder Abends erleben.

Mein Highlight war die Wattwanderung mit Wattführer François zum Mont Saint-Michel und um die Nachbarinsel Tombelaine herum. Mit der ersten Flutwelle „Le Mascaret“ wandern wir zurück zum Festland. Ein unvergessliches normannisches Erlebnis!

Rouen

Eine Überraschung war für mich der Besuch in Rouen. Die vielen kleinen Gassen und an die 2000 gut erhaltenen bunten Fachwerkhäuser haben mich begeistert. Dazu kommen die Sehenswürdigkeiten Gros Horloge, die Kathedrale – Monets Lieblingsmotiv – und die überraschende Kirche Jeanne d'Arc. Natürlich solltest du auch dem Markt einen Besuch abstatten und die kleinen Gassen Rue des Chanoines, Rue Saint Nicolas, Rue Eau de Robec besuchen.

Mein Geheimtipp für eine Stadt in der Normandie geht klar an die Hauptstadt Rouen!

Alle Tipps für Rouen hier nachlesen

Normannische Schweiz

Ok wer es noch nicht weiß: Hier macht die Normandie der Schweiz ein wenig Konkurrenz. Ich habe mich jedenfalls sehr an meinen Aufenthalt am Creux du Van erinnert. Wer an steil abfallenden Küsten die Aussichtspunkte suchen und idyllische Wanderungen entlang der Orne unternehmen möchte, ist hier genau richtig.

Mein Highlight war der Klettersteig bei Clécy. Hast du Höhenangst kannst du hier auf der Orne paddeln oder schwimmen gehen. Zahlreiche Picknickplätze sind ebenfalls vorhanden. Wenn du ganz hoch hinaus möchtest, kannst du Paragliden gehen. Wunderschön!

Seine-Tal von Poses bis zum Château Gaillard

Die Seine windet sich ab Paris durch das Seinetal bis Le Havre. Monets Garten befindet sich in Giverny. Diesen haben wir bewußt ausgelassen, da wir Menschenmassen vermeiden wollten. Daher haben wir lieber Château Gaillard (Burg von Richard Löwenherz) mit Les Andelys besichtigt. Außerdem den Lac des 2 Amants, Frankreichs schönste Ruine Abbaye de Jumièges und Pont de l'Arche angesehen.

Erholung pur in einer Region, die oft von Touristen übersehen wird. Ich empfand diese Ecke als wahres Paradies!

Contentin und die raue Seite der Normandie

Bist du sowieso im Departement Manche unterwegs, kommst du am Contentin nicht vorbei. Hier ist die Normandie noch richtig wild und ursprünglich.

Hier befindet sich das „Ende der Welt“ in La Hague mit dem Leuchttturm bei Goury. Oder Barfleur, einst zum „schönsten Dorf Frankreichs“ gewählt, wo wir eine Woche verbracht haben. Oder der Nachbarort Saint-Vaast-la-Hougue mit seinem tollen Markt am Samstag und den berühmten Austern!

Die Dünen in Biville, bunte Strandhäuser in Barneville-Carteret und Gourville-sur-Mer sowie Utah Beach mit seinem Landungsstrand. All diese Orte sind für mich besondere Highlights für sich. Wer Ruhe und Natur sucht muss nach Contentin.

Blumenküste mit Deauville, Trouville und Honfleur

Vom renommierten Badeort Deauville, wo sich das Who-is-Who aus Paris trifft bis Trouville ist es nicht weit. Du musst nur eine Brücke überqueren. Jedoch könnten für mich die Orte nicht unterschiedlicher sein.

Die weiten Sandstrände gibt es in beiden Orten. Jedoch sind die Strandvillen aus Fachwerk in Trouville für mich viel Eindrucksvoller und schöner. Auch ist das Klientel um einiges angenehmer.

Kein Wunder war Trouville vor allem bei Malern beliebt. In Deauville trifft sich das reichere Klientel. Direkt am Kasino, zwischen Hermes Shop und Nobelhotel trifft sich die High Society.

Ganz anders wiederum ist Honfleur. Müßte ich aus den drei Orten einen auswählen, würde ich mich für Honfleur entscheiden. Gemütliche Restaurants am Hafen Vieux Port, enge Gassen im Zentrum mit viel Fachwerk und süßen Shops ist der Ort ideal für einen Stop.

Hast du Zeit, schau dir alle drei Orte an. Belle Epoque vom feinsten!

Bayeux und sein Teppich

Bayeux hatte Glück und wurde im Krieg beim Bombardement 1944 verschont. Das sieht man sofort. Dazu gibt es eine Top-Sehenswürdigkeit, die der Ort behütet und schützt: Der Wandteppich, UNESCO-Welterbe.

Der Teppich wurde Ende des 11. Jahrhunderts von Bischof Odon (Bruder von Wilhelm der Eroberer) in Auftrag gegeben. Die Stickereien erzählen die Eroberung Englands 1066 durch Wilhelm.

Dank tollem Audioguide (auch auf Deutsch) kannst du die Geschichte auf dem Teppich nochmals erleben. Das Museum ist wirklich einen Besuch wert.

Ansonsten kann ich dir eine Food-Tour mit Hugo ans Herz legen. Mit dem Fahrrad entdeckst du dabei normannische Spezialitäten bis ans Meer nach Arromanches-les-Bains.

Landungsstrände des D-Day

Die Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 ist bekannt als D-Day (Departure Day). Die Westalliierten landeten an der Küste der Normandie im Zweiten Weltkrieg.

Zu den Landungsstränden zählen die in Abschnitt eingeteilte Abschnitte Sword Beach, Juno Beach, Gold Beach, Omaha Beach sowie Utah Beach. Die Strände wurden nach englischen Namen benannt, da die Mehrheit der Soldaten englischsprachig war.

Wir haben die Landungsstrände in Ouistreham und Saint-Aubin-sur-Mer (Sword Beach), Omaha Beach (Colleville-sur-Mer) sowie Arromanches (Gold Beach und Reste des Mulberry Hafens) besucht. Dabei haben wir die Museen gemieden. Überall findet man noch deutsche Bunker (Etrétat, Granville, …) und Museen.

Ich habe einen „Overflow“ an Weltkrieg seit dem Schulunterricht und meide das Thema weitgehend, ohne es zu ignorieren. Denn geschichtlich ist das Thema sehr wichtig!

Caen

Caen ist vor allem als Stadt Wilhelm des Eroberers bekannt. Die Studentenstadt mit viel Flair gefällt mir und ist ideal, um an einem Tag die wichtigsten Orte anzusehen.

Im Weltkrieg war der Ort heiß umkämpft, so dass mehr als 10.000 Soldaten alleine in Caen ihr Leben verloren.

Das Schloss, sowie die zwei Abteien für Frauen und für Männer, sowie das Fachwerkviertel Quartier Vaugueux darfst du dir nicht entgehen lassen.

Le Havre

Über Le Havre sagte man mir: Entweder du liebst die Stadt oder du meidest sie beim nächsten mal. Es stimmt. Le Havre polarisiert. 

Vor dem Besuch sollte dir eins klar sein: Das Zentrum wurde im Krieg zu mehr als 80 % zerstört und wieder aufgebaut.  

Die Stadt ist geometrisch aufgebaut, die Gebäude haben eine klare rechtwinklige Struktur. Auch darum zählt Le Havre seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe, denn die Nachkriegsarchitektur sei außergewöhnlich. 

Des weiteren gibt es die auch von außen äußerst hässliche Kirche Saint-Joseph, die im inneren durch die vielen bunten Fenster in allen Farben leuchtet. Außergewöhnlich trifft es sehr gut. 

Auch sehr gefallen haben mir Kunstwerke wie die bunten Container im Hafen. Für ein paar Stunden sollte jeder die Hafenstadt besuchen finde ich. 

Märkte, Essen und die drei großen C: Calvados, Cidre, Camembert

Überall liest man von den drei großen C: Calvados, Cidre und Camembert. Jedoch gibt es noch viel mehr gutes Essen. Angefangen von den guten Austern, Muscheln und (wer es mag) Schnecken. Seafood vom Feinsten.

Auch vergessen die meisten, dass aus der Normandie außer dem Camembert weitere gute Käsesorten kommen: Neufchâtel (in Herzform), Livarot und der Pont-l'Evêque. Alle hervorragend und am besten direkt beim Erzeuger oder auf den Wochenmärkten zu kaufen. 

Dazu finde ich neben Calvados und Cidre auch den normannischen Poiré erwähnenswert. Oder die salzige Butter aus Isigny-sur-Mer. Achtet unbedingt bei allen Produkten auf die Kennzeichnung AOP (appellation d’origine protégée = „geschützte Ursprungsbezeichnung“), denn nur diese Produkte entsprechen der traditionell vorgeschriebenen Herstellung! 

Jedenfalls hätte ich meinen Gürtel etwas weiter stellen müssen, wäre ich nicht soviel gewandert und mit dem Fahrrad gefahren. Kulinarisch ist jedes Gericht ein Gaumenschmaus! 

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