Die Bucht des Mont-Saint-Michel besichtigen: Tipps und Aktivitäten
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Weltkulturerbe & Wahrzeichen Frankreichs und der Normandie

Die Bucht des Mont-Saint-Michel besichtigen: Tipps und Aktivitäten

Eine Reise in die Normandie (oder Bretagne) ist nicht komplett, ohne die weitläufige Bucht des Mont-Saint-Michel samt Abtei zu besuchen. Das Wahrzeichen, dessen markante Silhouette du schon aus der Ferne auf der Insel thronen siehst, ist definitiv einen Besuch wert. Umspült von den mächtigen Gezeiten steht Le Mont-St-Michel auf der Insel wie eine Festung.

Jahrhunderte dauerte der Bau der Abtei, die auf der Spitze eines massiven Fels aus Granit erbaut wurde. Jahr für Jahr pilgern 3 Millionen Besucher zu dieser bekannten Sehenswürdigkeit, welche man in einem Atemzug mit Versailles und den Eiffelturm nennen kann.

Beim 1. Anblick stockt mir tatsächlich der Atem. Endlich habe ich es geschafft: Ich stehe vor der weltbekannten Abtei. Was ein imposantes Bauwerk, über dessen Erbauer noch heute mit Ehrfurcht und Faszination gesprochen wird.

Planst du deinen Besuch der Abtei Mont-Saint-Michel? Dann willst du folgendes über deine Reise zu diesem unglaublichen Ort wissen:

  • Was kann ich machen?
  • Welche Aktivitäten gibt es?
  • Wie komme ich hin?
  • Wo kann ich parken?
  • Wie sind die Öffnungszeiten?
  • Wie viel kostet der Eintritt?
  • Wo kann ich übernachten?

Diese Fragen und viele mehr beantworte ich dir in diesem Artikel. Ich bin hin und weg, seit ich diesen wunderschönen Anblick genießen durfte.

Beeindruckende Sehenswürdigkeit und UNESCO-Welterbe: Mont-Saint Michel in der Normandie, Frankreich.
Beeindruckende Sehenswürdigkeit und UNESCO-Welterbe: Mont-Saint Michel in der Normandie, Frankreich.

Als Appetizer solltest du das Video unseres Trips ansehen, das wir im Auftrag von Normandie Tourismus erstellt haben:

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Wo liegt Mont-Saint-Michel?

Die Abtei auf dem Granitfels liegt in der Bucht des Mont-Saint-Michel in der Normandie im Departement Manche. Die Grenze zur Bretagne ist sehr nah, darum fragen sich Touristen immer wieder, wo denn die bekannte Sehenswürdigkeit eigentlich liegt.

Le Mont-Saint-Michel selbst ist eine kleine französische Gemeinde, die nur 33 Einwohner zählt. Darunter etwa 10 Mönche und Klosterschwestern. Verbunden mit dem Festland ist die Gemeinde durch eine Holzbrücke. Dadurch muss nur noch äußerst selten auf extreme Gezeiten geachtet werden. Heute bekommt man nur noch ein- bis zweimal im Jahr nasse Füße, wenn die Insel komplett vom Wasser umspült wird.

Auf der kleinen Insel, etwa 1 km vom Festland entfernt, gibt es sogar eine eigene Polizei. Das Kloster erhebt sich 92 Meter auf dem Gipfel der felsigen Insel aus dem Meer. Diese hat einen Umfang von 830 Meter. Trotzdem solltest du einen ganzen Tag in der Bucht einplanen, welches seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Karte der Bucht des Mont-Saint-Michel

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Aktivitäten: Was kann ich machen?

  1. Den Klosterberg auf der Insel erkunden
  2. Eine Wattwanderung zum Mont-St-Michel mit einem zugelassenen Wattführer. Die Nachbarinsel Tombelaine umrunden und mit der ersten Flutwelle zurück ans Land gehen
  3. Die schönsten Aussichtspunkte finden
  4. Den Zöllnerpfad an der Küste entlang wandern.

Geschichte

Einer Legende nach erschien Erzengel Michael im 8. Jahrhundert Bischof Aubert von Avranches. Er forderte ihn auf, ihm zu Ehren eine Kirche zu erbauen. Bischof Aubert ignorierte ihn mehrfach mit seiner Bitte. Dies ging so lange weiter, bis der Erzengel mit dem Finger ein Loch in den Schädel des Bischofs brannte. So wurde Aubert gezwungen, dem Bau der Kirche zuzustimmen.

Heute wissen wir, dass alles auf einer Geschichte beruht. Das Loch im Schädel stammt vermutlich von einer Krankheit (schaue diese ZDF Doku dazu an).

Der Bau auf dem Klosterberg begann mit der Notre-Dame-sous-Terre. Hier begann der Bau im 10. Jahrhundert – nicht im 8. wie lange vermutet. Verborgen unter der neuen Abteikirche liegt diese Kirche. Nur im Rahmen seltener Führungen zugängig. Ich selbst habe erst nach der Reise von dieser Kirche erfahren.

Viele Brände und Einstürze zwangen die Baumeister dazu, immer wieder neue Gebilde auf Trümmern zu erbauen.

Doch wie kam der Fels überhaupt ins Meer?

Fragst du dich auch, wie dieser imposante Fels als einziger in solch eine flache Bucht kommt? Ich habe mich schlau gemacht. Vor Millionen Jahren lag in der Bucht ein Gebirge, so hoch wie die Alpen. Der Fels entstand vermutlich durch eine Lavablase, die nie an die Oberfläche gelangte. In vielen Millionen Jahren ist alles erodiert, außer der Fels aus Granit. Der steht heute noch.

Vor dem Bau nannte man diesen Mont Tombe – Grabhügel. Man schätzt dessen Alter auf etwa 540 – 550 Millionen Jahre.

Uneinnehmbare Festung oder Abtei?

Der Klosterberg galt als uneinnehmbar. Die Engländer versuchten zweimal den Berg einzunehmen und sind dabei kläglich gescheitert. Da sie diesen nicht einnehmen konnten, nahmen sie die kleine unbewohnte Nachbarinsel Tombelaine ein. Sie belagerten Mont-St-Michel 30 Jahre lang. Ebenfalls erfolglos. Immer wenn sie ihre Kanonen in Reichweite in Stellung brachten, kam die Flut zurück. Ich stelle mir das irgendwie lustig vor.

Beliebte Pilgerstätte und Gefängnis

Seit dem Mittelalter ist die Insel beliebte Pilgerstätte. Gläubige strömen seitdem auf Wallfahrt in die Normandie. Heute sind viele Pilger auf dem Jakobsweg unterwegs, um dem Weltkulturerbe und einen Besuch abzustatten.

Während der Französischen Revolution diente das Kloster als Gefängnis. Erst durch Kaiser Napoleon III. wurde das Dorf restauriert und in den Zustand gesetzt, welchen wir heute noch vorfinden.

Nach dem Eiffelturm in Paris und Schloss Versailles liegt das Weltkulturerbe auf der Insel an Nummer drei der Anzahl an Besuchern der Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Für mich die Top-Sehenswürdigkeit in der Normandie neben der Kreideküste in Étretat.

Tickets & Besuch

Hier habe ich dir Dinge zusammengefasst, die du vor dem Besuch wissen musst

Anreise und Parken

Mit dem Auto oder Wohnmobil

Nimm aus Deutschland kommend die A13 Richtung Caen, dann die A84 Richtung Le Mont-St-Michel. Im Rahmen der Renaturierung („Wiederherstellung des maritimen Charakters“) wurde 2017 die 760 Meter lange Brücke zur Insel für Autos geschlossen.

Darum musst du auf den ausgewiesenen Parkplätzen parken. Die Kapazität reicht für 4000 Fahrzeuge, als wir am Nachmittag den Ort verlassen, ist er relativ voll (August, trotz Corona).

  • P2 Parkplatz für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
  • P8 Wohnmobilparkplatz (bis 8 Meter), Wohnmobilstellplatz für eine Nacht, ohne Strom und Frischwasseranschluss
  • Die restlichen Parkplätze sind für Pkw ausgewiesen.
  • Stellplätze für Motorräder findest du bei P 9 und P10

Adresse zur Anreise

Preise für den Parkplatz:

Für unser Camper Van (Wohnmobil unter 8 Meter) haben wir 17,80 Euro bezahlt. Die Gebühren belaufen sich für 24 Stunden. Das bedeutet, der Parkplatz ist auch Wohnmobilstellplatz. Ideal, wenn du zum Sonnenaufgang Bilder machen möchtest.

Mit dem Zug aus Paris bis Pontorson

Der nächste Bahnhof befindet sich in Pontorson, etwa 9 km entfernt. Es gibt einen Zug aus Paris-Montparnasse bis hier her. Ab dann musst du mit dem Bus fahren, der mehrmals täglich zum Weltkulturerbe fährt.

Öffnungszeiten

Auf die Insel kannst du Tag und Nacht zu Fuß gelangen. Die Abtei und die Touristeninformation am Parkplatz haben zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Hochsaison (Osterferien bis Ende September): 9 – 19 Uhr. Im Juli und August kannst du die Abtei auch nachts besichtigen.
  • Nebensaison (Restliche Monate): 10 – 18 Uhr
  • Geschlossen am 25.12. und 1.1. (Neujahr)

Mont-Saint-Michel Tickets kaufen

  • Am besten buchst du dein Ticket für Mont-St-Michel online auf dieser Webseite
  • Eintrittpreis: 11 Euro Erwachsene (Unter 26 Jahre ist der Eintritt frei, trotzdem vorab ein Online Ticket reservieren und Pass mitnehmen)
  • Audio-Guide: 3 Euro (auch vor Ort buchen möglich)

Im Juli und August werden laut Flyer auch deutschsprachige Touren angeboten. Aufgrund Corona fanden diese bei unserem Besuch nicht statt.

Informationen zu Drohnen!

Ich muss jetzt mal Klartext reden, da vor Ort mindestens eine (ohne Befugnis geflogene) Drohne in der Luft war: Drohnen sind absolut VERBOTEN!

Die Polizei rückt sofort aus, wenn eine Drohne in der Luft ist. Wir hatten eine offizielle Genehmigung, die für uns nicht so einfach zu bekommen war. Trotz offiziellem Auftrag, Fotos, Videos und Texte für die Webseite von Normandie Tourismus zu erstellen. Darum hatten wir einen französischen Drohnen-Pilot dabei.

BITTE RESPEKTIERE DAS und mache nicht einfach nur Drohnenshots, um Fotos für Instagram nachzumachen. Danke.

Shuttle, Kutsche, Fahrrad oder zu Fuß

Du hast die Qual der Wahl. Mein Tipp lautet: Nähere dich dem Weltkulturerbe zu Fuß. Planst du am selben Tag eine Wattwanderung, nimm den kostenlosen Shuttlebus.

Über die Brücke gelangst du – unabhängig ob Ebbe oder Flut – trockenen Fußes auf den Mont St-Michel. Nur, wenn sehr hohe Fluten anstehen, wird der Berg wieder zur komplett umspülten Insel. Für lediglich eine Stunde ist dann der Zugang nicht möglich. Vor Ort sagte man uns jedoch, dass dies nur noch 1-2 Mal im Jahr geschieht. Schau dir daher die Gezeitentabelle an. Einfacher ist es jedoch, auf dieser Webseite des Normandie Tourismus nachzulesen, wann die nächsten prognostizierten Zeiten für dieses Naturschauspiel sind.

Mit dem kostenlosen Shuttlebus „Le Passeur“ kostenlos über die Brücke

Der Parkplatz ist etwa 2,5 km vom Klosterberg entfernt. In Abständen von 10 bis 15 Minuten fahren kostenlose Shuttlebusse bis 400 Meter vor den Eingang. Die Abfahrtsstelle am „Place des Navettes liegt direkt am Infozentrum Centre d'Information, siehe Karte oben zum Download als PDF).

Der Bus fährt übrigens von 7 bis 24 Uhr ohne Pausen. Finde ich genial, denn am frühen Morgen oder auch nachts herrscht eine tolle Stimmung (ohne Massen).

Falls du eingeschränkt mobil bist, ist der Bus ideal.

Hinweis: Im Busshuttle sind Hunde verboten, außer es ist ein Blindenhund. Hunde sind in der Abtei verboten! Generell rate ich dir, in dem Gedränge der engen Gassen keinen Hund mitzunehmen. An der Touristeninformation gibt es Zwinger für 8,40 Euro pro Tag, an denen du deinen Hund abgeben kannst. Mein Tipp: Mont-Saint-Michel ohne Hund erkunden.

Zu Fuß

Unterwegs schon tolle Fotos machen kannst du am besten zu Fuß. Für die Strecke von Parkplatz bis Eingang benötigst du etwa 30-40 Minuten.

Mit dem Fahrrad

Per Rad kannst du morgens vor 10 Uhr und abends nach 18 Uhr (Hauptsaison) auf dem West-Damm zur Insel gelangen. Wir haben allerdings auch Menschen gesehen, die genau dazwischen mit dem Fahrrad hinüber geradelt sind. Zur Nebensaison (Oktober – April) kannst du ganztägig mit dem Fahrrad auf dem Damm fahren.

Das Fahrrad darfst du allerdings nur an den vorgesehenen Fahrradständern abstellen.

Mit der Kutsche „La Maringote“

Überhaupt nicht empfehlen würde ich die Pferdekutsche. Es ist weder romantisch noch toll für die Tiere. Die Fahrt kostet 6,10 Euro einfach. Für Kinder unter 4 Jahren kostenlos.

Mont-Saint Michel zu Fuß
Mont-Saint Michel zu Fuß über die Holzbrücke erreichen.

Mont-Saint-Michel Innen

Sobald du das Eingangtor Porte de l'Avancée zur Gemeinde durchschritten hast, öffnet sich vor dir die „Hauptstraße“ Grand Rue. Die schmale Gasse ist gesäumt von (Souvenir-)Shops, Restaurants, Cafés, kleinen Hotels und wenigen Wohnhäusern. Denn etwa 33 Menschen leben dauerhaft auf der Insel.

Grand Rue Mont-Saint Michel
Die Grand Rue ist die „Hauptstraße“ (eher Gasse auf dem Mont-Saint Michel

Erkunde die schönsten Aussichten am besten am frühen Morgen vor der Öffnung der Abtei. Dann ist es ruhig, die Gassen noch leer. Wären nicht die vielen Souvenirläden, ich würde mich wie ins Mittelalter zurückversetzt fühlen. Die Schilder der Läden – hach ich könnte jedes einzelne fotografieren.

Auch wenn es bei deinem Besuch voll ist: Je weiter du nach oben gelangst, umso leerer wird es. Denn nur ein Bruchteil der 3 Mio. jährlichen Besucher besichtigen auch das Innere der Abtei. Wir gehen direkt zum Eingang nach oben.

Aussichten Klosterberg Mont-Saint Michel
Aussichten Klosterberg Mont-Saint Michel

Sobald du die Schlange an wartenden Touristen hinter dir gelassen hast, begibst du dich die Treppen nach oben zum eigentlichen Eingang und Einlass. Hast du einen Audio-Guide gebucht? Dann ist jetzt der Zeitpunkt, diesen abzuholen.

Gehe die weiteren Treppen nach oben und gelange ins Innere. Du gelangst in die Anlage des Klosters. Sehenswert sind die Gärten, Kreuzgang auf dem Merveille (Prunkstück), Krypta, Kapelle, Westterrasse, Refektorium, Friedhof, Garten und die Gewölbe. Wow! Von der Terrasse aus kannst du die golden -kupfer leuchtende Statue des Erzengels Michael auf der Kirchenspitze am besten sehen.

Das Kloster selbst ist nochmals eine der Sehenswürdigkeiten an sich. Von der Terrasse aus kannst du bei gutem Wetter bis Saint-Malo in der Bretagne blicken. Und natürlich diese unfassbare Natur drum herum bestaunen.

Weitere Tipps zum Besuch:

Leider fand aufgrund Corona die l’Archéoscope Multimediashow nicht statt.

Lade dir diese geniale Karte als PDF zur Orientierung herunter. In dieser Karte sind auch die Aussichtspunkte auf dem Klosterberg eingezeichnet. Diese haben wir nach dem Besuch der Abtei auf den Burgmauern besucht. Tolle Ausblicke an die winzig erscheinenden Menschen auf dem Watt. Sehr eindrucksvoll und fantastisch schön. Scheint die Sonne? Dann kannst du tolle Fotos der sich im nassen Sand spiegelnden Abtei machen. Wunderschön!

Download: Diesen weiterer Flyer kannst du hier vor der Reise durchlesen. Vor Ort haben wir diesen am Eingang der Abtei bekommen.

Beim Rückweg zur Grand Rue kannst du (falls hungrig) ein Baguette essen. Die Preise nicht zwar höher als außerhalb des magischen Orts, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Und Sightseeing macht einfach hungrig. Besonders gut gefallen haben mir die Fachwerkhäuser mit Blick auf das Kloster.

Nach dem Besuch weiß ich: Berechtigterweise ist dieser Ort einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Frankreich.

Beste Besuchszeit für den Klosterberg und die Abtei

Planst du, in deinem Frankreich-Urlaub Mont-St-Michel zu besuchen? Dann am besten weder im Juli noch August. Dann sind Sommerferien in ganz Frankreich, dazu kommen viele Touristen aus der ganzen Welt. Es ist voll. Sehr voll. Sei dann sehr früh am Morgen oder am späteren Abend kurz vor Schließung der Abtei hier. Für Fotos ist dann das Licht auch am besten.

Planst du am selben Tag eine Wattwanderung? Dann richtet sich die Uhrzeit deines Besuchs wie bei uns nach dieser. Wir wollten diese mit Rückkehr zur Flut unternehmen. Daher mussten wir früh am morgen hier sein. Ideal, aber im August dann auch recht voll.

Prüfe die Gezeiten auf dieser Webseite, um eine Idee für den Besuch zu bekommen.

Auch bei Flut ist Mont-Saint-Michel erreichbar, nur an wenigen Tagen ist der Berg für eine Stunde nicht zu erreichen.

Ideale Zeiten sind auch abends oder nachts. Dann ist der Ort und das Kloster erleuchtet. Eine tolle Stimmung herrscht dann in der Bucht. Mein nächstes Ziel beim Besuch.

Wunderschön soll auch der Besuch im Winter sein. Wenn sich Nebel um den Klosterberg legt, langsam verschwindet. Das muss toll sein. Vor allem sind dann kaum Touristen hier.

Sonstige Informationen

Weitere Aktivitäten in der Bucht

Mein absolutes Highlight: Durchquerung der Bucht bei einer Wattwanderung

Wer in der Bucht unterwegs ist, stellt fest, dass viele Menschen bei Ebbe auf dem Meer regelrecht spazieren gehen. In unmittelbarer Nähe des Klosterberg kannst du dies gefahrlos unternehmen. Aber nicht alleine Richtung der kleinen Insel Tombelaine oder Festland gehen!

Wir haben daher eine Wattwanderung mit einem zugelassenen Wattwanderführer unternommen.

Wattwanderung zum Mont-Saint Michel mit dem offiziellen Wattführer François.
Wattwanderung zum Mont-Saint Michel mit dem offiziellen Wattführer François.

Da in der Bucht die stärksten Gezeiten Europas herrschen, solltest du dir dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen. Hautnah erlebst du dieses bei der Wattwanderung, denn du gelangst mit der ersten Flutwelle – „Le Mascaret“ genannt – zurück aufs Festland. Irre zu erleben, mit welcher Intensität und Geschwindigkeit das Wasser zurückkommt. Man sagt, die Flut komme „wie ein Pferd im Galopp“. Um es sich bildlich vorzustellen: oft schneller als ein Meter pro Sekunde. Wir sind nebenher gejoggt. Das ist echt ganz schön schnell!

Dieses Schauspiel erlebst du etwa 2 Stunden vor Höchststand der Flut.

Sobald du die Salzwiesen verlässt, richtet sich dein Blick zuerst nur auf den Mont-Saint-Michel. Zu schön liegt das Kloster auf dem Feld. Irgendwann schweift dein Blick ab und du entdeckst die Strukturen im Sand, erkennst die Schönheit der Bucht und vor allem die Weite!

Wenn du mutig bist, lässt du dich im Treibsand versinken und kommst mit Tipps wieder einfach heraus. Du entdeckst die kleinsten Lebewesen im Boden unter dir, erfährst vieles über Artenvielfalt der normannischen Küste sowie die Renaturierung der Bucht.

  • Treffpunkt: Écomusée Vains St. Léonard, 50 300 Vains
    (sei pünktlich, denn die Gezeiten warten nicht)
  • Dauer: 5-6 Stunden, es gibt auch kürzere Touren um die 3 Stunden
  • Unser Guide ist François, der dank einer deutschen Mutter unsere Sprache fließend beherrscht
  • Tour direkt bei François buchen.

Genieße die Aussichten auf die Bucht und Insel

Es gibt zahlreiche Fotospots, um Mont-Saint-Michel zu fotografieren. Die besten sind Pointe du Grouin du Sud, den Bec d’Andaine, die Pointe de la Roche Torin oder den Jardin des Plantes in Avranches.

Wanderung auf dem Zöllnerweg Sentier des Douaniers

Wunderschön annähern kannst du dich auch auf dem Zöllnerweg Sentier des Douaniers ab Granville (GR 223), auch Küstenweg (Sentier du Littoral) genannt. Er beginnt an der Blumenküste in Honfleur.

Möchtest du eine Weitwanderung unternehmen, kannst du die ganzen 44 km von Carentan zum Kloster pilgern. Wir sind nur eine Teilstrecke ab Granville Richtung Cabane Vauban gegangen. Bei gutem Wetter bekommst du tolle Aussichten auf die Austernfarmen, die Bucht bis in die Bretagne nach Saint-Malo und natürlich den Mont-St-Michel.

Highlight war die Aussicht an der Cabane Vauban. Das einstige Zöllnerhaus steht an der Küste. Hier klettern Muschelsucher den steilen Hang hinab, um bei Ebbe nach diesen zu suchen. Richtung Granville erspähen wir zahlreiche Kitesurfer.

Bei gutem Wetter: Per Kajak und einem Austernfischer die Chausey-Inseln erkunden

Ein Highlight, auf das ich mich die ganze Reise gefreut hatte, fiel ins Wasser. Leider wurde das Wetter immer schlechter, regnerischer und Stürmischer. An eine Tour mit dem Kajak, um einen Hauch Karibik zu schnuppern war nicht zu denken. So schade, denn jeder (wirklich jeder) Normanne erzählte mir, dass diese Inseln der schönste Ort der Normandie seien.

Falls du besseres Wetter erwischt, solltest du diese Kajak Tour mit Ian unbedingt unternehmen. Ich hätte große Lust gehabt, seinen Geschichten zu lauschen und das Archipel aktiv zu erkunden.

Ich möchte unbedingt so schnell wie möglich zurückkommen, um dieses Abenteuer zu wagen.

Informationen zur Tour

Unterkünfte und Übernachtung

Wir waren mit dem Wohnmobil (Camper Van) in der Normandie unterwegs. Darum haben wir auf Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen übernachtet.

Ich habe kleine aber teure Boutique Hotels direkt auf der Klosterinsel gesehen. Näher „dran“ geht nicht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob du hier wirklich Ruhe hast. Falls du für andere Leser einen Hotel-Tipp hast, schreibe ihn gerne in den Kommentar.

Camping

In unmittelbarer Umgebung befinden sich mehre Campingplätze wie auch Wohnmobilstellplätze. Der „nächste“ und für mich beste Ort ist der P8 Parkplatz, auf dem du eine Nacht stehen kannst. Camping ist verboten (Stuhl und Tisch aufstellen). Da du sowieso die Parkgebühr bezahlen musst, ist dies auch die günstigste Variante.

Alternativen für einen längeren Aufenthalt in der Region:

  • Campingplatz Camping Saint Michel ***: In unmittelbarer Nähe zur Haltestelle des Shuttle-Bus. Bequem mit dem Fahrrad zu erreichen.
  • WOMO-Stellplatz Ardevon, La Bidonnière: Etwa 3 km vom Shuttle-Bus entfernt

Wir haben auf dem Campingplatz Les Castels Camping Château de Lez-Eaux***** für drei Nächte gewohnt. Für Familien ist dieser Ort ideal. Wir hätten uns gerne eine nähere Unterkunft zu den diversen Aktivitäten gewünscht. Mit Corona hast du allerdings nicht immer die Wahl.

Die Sanitären Anlagen sind sehr sauber und das Restaurant bietet Essen zum abholen an (wirklich gut). Neben unserem großen Stellplatz am Rand des Campingplatzes befindet sich ein echt cooles Baumhaus, das wohl sehr gut gebucht ist.

In der Nähe sind die Strände von Jullouville, Carolles, Saint Jean le Thomas, Génêts, Gouville-sur-Mer und auch Granville.

Weitere Tipps

Reiseführer für die Normandie

Folgende Reiseführer für die Normandie habe ich mir vor der Reise gekauft:

Mehr Inspiration für deinen Urlaub in der Normandie entdecken:

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