Die Ringstraße in Island: Meine absoluten Highlights

Island. Das Land der Schafe, Nordlichter, Vulkane mit unaussprechlichen Namen (versuchen Sie, Eyjafjallaj kull zu sagen), majestätischen Wasserfälle, schroffe Berge und Landschaften aus einer anderen Welt. Für mich ist es einer der schönsten Orte auf Erde. Wie kann eine so kleine Insel so vielfältig sein? Die Landschaft ändert sich alle paar Meter – von satt grünen Feldern, schneebedeckten Bergen und strahlend weißen Gletschern erstaunt mich das Land im hohen Norden immer wieder.

Bei meinem ersten Besuch hatte ich hohe Erwartungen. Ich hatte in Vorfeld viele Filme und Bilder in Magazinen gesehen, die oft unwirklich aussahen.

Mit einem Roadtrip auf der Ringstraße von Island erfüllte ich mir einen lang gehegten Reisetraum und verrate Dir in diesem Beitrag meine absoluten Highlights auf der Insel.

Warum nach Island?

Island ist das Land der tausend Gletscher, der Feuer speienden Vulkane und der berühmten Aschewolke, die 2010 ganz Europa lahmlegte. Das Land, der süßen Papageientaucher, der eindrucksvollen Wasserfälle, die zu zählen, man irgendwann aufgibt. Aber auch ein Land des unbändigen Windes, der Dir die Autotür direkt nach öffnen wieder zuknallt.

Und irgendwo dazwischen wohnen die fabelhaften Wesen der Trolle und Feen, deren Existenz wir immer belächeln, während die Bewohner dieses Eilandes überzeugt sind, dass es sie gibt und sie sogar ein eigenes Amt für die Belange dieser einzigartigen Einwohner haben.

Island ist so unendlich viel und am Ende nur eins: Ein wahr gewordener Traum. Befindest Du Dich in Island, möchtest Du Dir unentwegt den Sand aus den Augen reiben: Ja, wir sind wirklich hier! Und ja, es ist wirklich so unbeschreiblich wundervoll, wie alle sagen!

Island Ringstraße

Die Ringstraße in Island

Die Ringstraße (auch Route 1 oder Hringvegur genannt) umrundet die Insel und verbindet die meisten der bewohnten Regionen.

  • Länge der Ringstraße: 1.332 km
  • Umrundet die Insel einmal komplett auf der Nationalstraße 1
  • Wie lange du für die Rundreise einplanen solltest: Mindestens 10 - 14 Tage
  • Start/End der Rundreise: Reykjavik
  • Beste Reisezeit Juni - Mitte September (Sommer mit langen Tagen)
  • Ideal für Auto, Wohnmobil oder auch Motorrad

Unsere Route

  1. Kevlavik Ankunft
  2. Reykjavik (ausführliche Tipps & Highlights für Reykjavik hier ansehen)
  3. Golden Circle (Thingvellir National Park, Geysir, Gullfoss Wasserfall)
  4. Vik, schwarzer Lavastrand
  5. Skaftafell-Nationalpark
  6. Jökulsárlón
  7. Ostfjorde
  8. Mývatn
  9. Akureyri
  10. Snaefellsnes Halbinsel

Karte der Ringstraße

Reykjavik

Die nördlichst gelegene Hauptstadt der Welt ist auch der bevölkerungsreichste Ort Islands. Reykjavik ist oft Start und Endpunkt der Rundreise. Erkunde die Higlights und nimm dir ruhig 1-2 Tage Zeit, um die Highlights in Reykjavik zu erkunden. Es lohnt sich wirklich.

Du kannst Reykjavik auch als Basis nutzen und zu Beginn Ausflüge in die Region zu unternehmen.

Sieh dir hier alle Sehenswürdigkeiten mit Tipps für Reykjavik an

Thingvellir Nationalpark

Als nächstes verlässt du Reykjavic, um den Golden Circle zu erkunden. Dazu gehören der Thingvellir Nationalpark, die nahegelegenen Geysire und der Gullfoss Wasserfall. Alle drei Orte sind für uns Must-Sees in Island.

Im Tingvellir Nationalpark findest du viele Wanderwege und wunderschöne Campingplätze. Der Nationalpark ist der einzige Ort auf der Welt, an dem du die tektonische Plattenverschiebung in einer Grabenbruchzone über dem Meeresspiegel sehen kannst. Dies war auch der Ort der ersten Parlamentssitzung im Jahr 930 n. Chr. Hier kannst du auch tauchen.

Ein Spaziergang durch den Park dauert etwa 1–2 Stunden, ist nicht anspruchsvoll und die Landschaft ist wunderschön.

Highlights sind: Die alte Parlamentsstätte Althing, Wanderung um den Binnensee Thingvallavatn zwischen den Kontinentalplatten oder ein Tauchgang zwischen den Kontinentalplatten (Schnorcheln ist auch möglich).

Hinweis: Die Straße Nr. 435 ist im Winter gesperrt und je nach Schneeverhältnissen nur von Mai bis September geöffnet. Überprüfe daher die Bedingungen, bevor du sie befährst.

Geothermalgebiet Haukadalur

Zwischen dem Thingvellir Nationalpark und dem Gullfoss Wasserfall gibt es noch ein paar weitere Highlights: Das Geothermalgebiet Haukadalur. Folge den Hinweistafeln auf der Straße 365 nach Laugarvatn.

Bestaunt haben wir den Großen Geysir, immerhin der älteste Geysir der Welt. Auch wenn er nicht mehr sehr aktiv ist, kommst du hier vorbei. Beeindruckender ist ein paar Meter weiter der Stokkur-Geysir. Er ist zwar kleiner, dafür stößt er alle 5 Minuten kochend heißes Wasser in bis zu 35 m Höhe aus. Der Stokkur ist der aktivste Geysir auf der Welt.

Gullfoss

Einer der beeindruckendsten und schönsten Wasserfälle ist der Gullfoss. Er zählt daher auch zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Island. Durch die Lage am Golden Circle, nur 124 km von Reykjavík entfernt ist er für jeden einfach erreichbar.

Aus rund 30 m Höhe fallen die Wassermassen des Flusses Hvirta hier auf zwei Ebenen laut tosend in die Tiefe. Zieh dir deine Regenjacke an, es könnte nass werden. Gullfoss bedeutet übersetzt "Goldene Wasserfälle" nach dem goldenen Regenbogen, der sich bei Sonnenschein über der Schlucht bildet.

Unterkunft: Nur 3 km südwestlich vom Gullfoss kannst du im Bauernhaus Brattholt übernachten. Es gibt sowohl Zimmer im Boutique-Hotel als auch einen Campingplatz. (Zimmer + Campingplatz). Jetzt in ein Boutique-Hotel umgewandelt, ist das Ambiente hier reizend.

Gullfoss Wasserfall am Golden Circle Island
Gullfoss Wasserfall am Golden Circle Island

Thjorsardalur Tal

Das Þjórsárdalur-Tal ist noch von großen Touristenmassen verschont worden und somit fast noch ein Geheimtipp. Im Tal findest du wunderschöne Wasserfälle. Einer davon befindet sich in der spektakulären Gjáin-Felsenschlucht. Der Háifoss-Wasserfall – mit 122 Metern Islands dritthöchster Wasserfall – und der Granni-Wasserfall sind auch zwei kaum bekannte Highlights in Island. Ein weiterer Wasserfall ist der Hjálp (Hilfe), ein paar Meter weiter. Es gibt noch weitere Wasserfälle und dazu diese typischen Holzhäuser mit Moosdächern.

Ein wirkliches Idyll, das du selbst gesehen haben musst.

Wenn du die Abzweigung ins Thjorsardalur Tal genommen hast, siehst du südlich den aktivsten Vulkan der Welt: Hekla. Man sagt, der Hekla sei das "Tor zur Hölle" und falls bei deinem Besuch kein anderer Vulkan aktiv ist, kannst du hier immer etwas rumoren hören. Der letzte Ausbruch war 2000.

Gljúfurárfoss, Seljalandsfoss und Skógafoss

Eines der wichtigsten Wörter, das Dich auf einer Island Tour niemals verlassen wird, ist das Wort „foss“. Zu Deutsch Wasserfall.  In Island gibt es unendlich viele, kleine, lange, laute, … Wasserfälle, die Maßen an Wasser mit sich führen, vereiste, immens hohe … Wasserfälle.

Jetzt geht es zurück auf die Ringstraße zu den Wasserfällen Gljúfurárfoss, Seljalandsfoss und Skógafoss. Sie liegen etwa 30 km auseinander im Süden der Ringstraße. Die Wasserfälle befinden sich übrigens in unmittelbarer Nähe zum berühmten Eyjafjallajökull Vulkan in Skógar.

Gljúfurárfoss

Einer der entspanntesten Wasserfälle ist für mich der Gljúfurárfoss. Du kannst ihn nicht verfehlen, denn er liegt links neben dem weltbekannten Seljalandsfoss im Süden der Insel. Etwa eine Stunde Fahrt von Reykjavik entfernt.

Du schlenderst einfach den Pfad entlang und hinter dem Campingplatz wartet eine kleine Überraschung. Übersetzt bedeutet Gljúfurárfoss „Schluchtenbewohner“, denn er liegt inmitten einer halb offenen Höhle. Wenn Du die Tauglichkeit Deiner Regenjacke testen willst, immer rein mit Dir.

Warum ich diesen Ort so mag? Keinen Steinwurf vom überlaufenen Seljalandsfoss prescht der Wasserfall in die Tiefe. Trotzdem ist hier ist alles ganz ruhig und weltentrückt. Stehst Du in der Höhle, wirkt der Rausch des Wassers unglaublich beruhigend.

Seljalandsfoss

Ein weiteres Highlight ist der Seljalandsfoss, den du vollständig umrunden kannst. Mit einem Gefälle von 60 Metern ist er wirklich ein eindrucksvoller Wasserfall, daher auch sehr beliebt. Durch die Nähe zur Ringstraße ist er einfach zu erreichen und zählt daher zu den meistbesuchten Orten Islands. Für viele ist er trotz der vielen Besucher der schönste Wasserfall der Island Reise.

Rechts vom Wasserfall befindet sich der offizielle Weg, den du nicht verlassen solltest. Nach ein paar Metern Treppe steigen gelangst du an eine Plattform, die gerne für Fotos genutzt wird. Der Weg führt dich dann hinter den Seljalandsfoss durch. Hinweis: Durch die spritzende Gischt des Wassers ist es überall nass, der Weg glitschig. Ziehe deine Regenkleidung an und achte auf den Weg.

Auch die Kamera solltest du einpacken, denn die bekommt Spritzwasser ab (neue Kameras wie die Sony Alphas können ganz gut mit Spritzwasser auskommen, aber nicht jede Kamera verträgt die Nässe). Hast du eine Action-Cam, ist hier ein sinnvoller Ort, sie einzusetzen.

Hinter der Felswand des Seljalandsfoss befindet sich der Gletscher Eyjafjallajökull. Vom Wasserfall aus ist der Gletscher leider nicht zu sehen.

Skogafoss

Tipp: Beim 60 Meter hohen Skogafoss kannst du eine Wanderung (hier bei Alltrails ansehen) unternehmen und dabei mehr als 25 Wasserfälle passieren.

Vik

Vik im Süden von Island st bekannt für seine schwarzen Lavastrände und die umliegenden Lavafelder. Nimm die Reynisfjara

Skaftafell Nationalpark

Der Skaftafell Nationalpark ist ein Teil des Vatnajökull Nationalparks. Hier findest du neben dem Besucherzentrum und einem Campingplatz viele Wanderwege. Spektakuläre Aussichten auf den Gletscher Skaftsfellsjökullbeispielsweise bekommst du bei der Wanderung zu den Gipfeln der Kristínartindar.

Für Wanderungen solltest du dir diese detaillierte Wanderkarte bestellen. Wir hatten den Rother Wanderführer für Island dabei.

Neben den vielen Wanderungen kannst du den Park auch mit dem Fahrrad auf Radwegen erkunden. Es gibt Gletscherwanderungen, Eishöhlen und Eisklettertouren für alle Level. Besonderes Highlight für alle, die noch nie Eisberge gesehen haben eine Bootstour, die dich ganz nahe an Eisberge heranführt.

Jökulsárlón am Vatnajökull

Wenn Du nicht vor einem “foss” stehst, breitet sich wahrscheinlich ein “jökull” vor Dir aus – ein Gletscher. Alle reden immer von Island, der Vulkaninsel, doch 11 % des Landes sind von Gletschern bedeckt. Erst unter ihnen liegen die zum Teil aktiven Vulkane. Unter Europas größtem Gletscher, dem Vatnajökull, liegt der Vulkan Bárðarbunga, der sich Anfang 2014 wieder regte und halb Europa in erneute Aufregung versetzte.

Am Südrand dieses Gletschers wartet währenddessen ein eiskaltes Bild, das glatt einem Caspar David Friedrich Gemälde entsprungen sein könnte. Die Gletscherlagune Jökulsárlón.

Tipp: Unternimm eine Bootstour in der Gletscherlagune.

An der Jökulsárlón gibt es auch Robben. Wir haben leider keine gesehen, aber vielleicht triffst Du welche am Strand?

Jökulsárlón in Island
Wie aus einem Caspar David Friedrich-Gemälde: die Jökulsárlón in Island
Gletscherflusslagune Jökulsárlón
Geradezu mystisch präsentierte sich die Gletscherflusslagune Jökulsárlón am Fuße des Vatnajökull
Möwen an der Gletscherlagune
Surfpartytime für für die Möwen! Bei Flut fließt das Salzwasser des Meeres einwärts zurück in den See.

See Myvatn

Der See Myvatn ist der viertgrößte See Islands. Er wurde vor 2.300 Jahren durch einen großen basaltischen Lavaausbruch erschaffen, ist 36,5 km2 groß und hat etwa 50 kleine Inseln (oder Schären). Er ist als Naturreservat geschützt und sehr beliebtes Ausflugsziel Einheimischer. Daher solltest du dich nicht wundern, wenn an Wochenende etwas mehr los ist.

Hier kannst du in den heißen Quellen ein Bad nehmen, dampfende Geothermalfelder entdecken und einige Höhlen und Krater erkunden.

Whale Watching bei Dalvík im Eyjarfjörður 

So unzählig wie die “foss” und “jökull” kommen Dir bald die “fjörður” vor. Es fühlt sich an, als ob das Meer seine Arme um die Insel gelegt hat und sie irgendwann zu sich herunterziehen wird, so viele Fjorde finden sich an Ost-, Nord- und Westküste. Wem die norwegischen Geschwister der “fjörður” vertraut sind, wird sich hier wohlfühlen: Glasklarer Meeresspiegel küsst zerklüftete, schneebedeckte Bergfelsen.

Einer von vielen ist der Eyjarfjörður an dessen Südufer sich Islands zweitgrößte Stadt Akureyi angesiedelt hat. Weiter im Nordwesten stinkt das verschlafene Dalvík aus allen Poren. Wonach? Nach Fisch! Steht der Wind landeinwärts, kannst Du ihn noch kilometerweit riechen und träumst sogar nachts davon. Doch von Dalvík starten auch die Boote der Arctic Sea Tours zu ihren Whale Watching Touren.

Viele Besucher gehen im ehemaligen Walfangort Húsavík an Bord der Schiffe, doch uns hatte es hierher verschlagen. Ursprünglich wollten wir keine Walbeobachtungstour machen. Seitdem ich in Neuseeland mitbekommen habe, wie dort die Tiere regelrecht gejagt werden, um das Walerlebnis der Touristen zu befriedigen, wollte ich nie mit auf eine derartige Tour. Doch der Zufall spielte anders.

Sonnenuntergang im Norden Islands
Faszinierende Sonnenuntergänge von unserer Unterkunft am Eyjafjörður aus

Wir hatten eine Mitternachtstour gebucht. Im Sommer wird es in Island nachts nicht dunkel. Und so versinkt die Sonne gegen Mitternacht blutrot im Polarmeer, um Minuten später an der gleichen Stelle wieder aufzugehen. Vom Meer aus musste diese Schauspiel unbeschreiblich sein. Doch hatten wir die Planung ohne das isländische Wetter gemacht …

Am Abend unserer Fahrt war der Horizont wolkenverhangen, es sah nach Regen aus. „It’s not worth it to go“, meinte der Kapitän am Telefon. „Come tomorrow to join our whale watching tour.“ Da hatten wir den Salat: Tour schon bezahlt, schlechtes Wetter und als Alternative die Whale Watching Tour. Wir wollten das Wetter abwarten.

Als wir am nächsten Morgen aus dem Zelt luscherten, konnte das Wetter kaum besser sein. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und glitzernde Schneegipfel. Wir gingen also an Bord der „Draumur“.

Whale Watching im Norden Islands
Warten auf die Wale.

Der Name war Programm: Es war ein Traum. Wie eben alles in diesem Land. Nach einer Stunde beschwerlichen Seegangs schaltete der Kapitän, der wahrlich einem Seebären glich, den Motor aus und wir trieben auf den kraftvollen Wellen dahin. Er und sein Helfer, der uns zuvor die Wale beschrieben und gezeigt hatte, die wir sehen könnten, hielten Ausschau.

Und plötzlich rief einer von beiden: „Infront of the boat!“ und zeigte nach vorne. Tatsächlich, da „winkte“ er: ein meterlanger Buckelwal. Er winkte uns tatsächlich, ließ sich immer wieder von einer auf die andere Seite fallen, bevor er sich mit einer großen Wasserfontäne blasend in die Tiefe zurück verabschiedete. Wir waren bereits vorgewarnt, dass Buckelwale zwischen sieben und zehn Minuten unter Wasser verharren, ehe sie zurück an die Oberfläche kamen. Und er kam wieder. Das zweite Mal sehr nahe an unserem Boot, denn wie er auch waren sehr neugierig, wer ihn da begutachtete. Mehrere Male wiederholte sich diese wundersame Schauspiel.

Island Buckelwal-Flosse
Das letzte Zeichen, bevor der Buckelwal minutenlang im Wasser untertaucht.

Vollkommen beseelt und tief glücklich ging es später zurück nach Dalvík. Einen Wal sehen – mein Kindertraum wurde an diesem Tag wahr.

Überteuert: Blaue Lagune

Je nachdem, wann du am Internationalen Flughafen in Keflavik landest, lohnt es sich, die erste Nacht in der Nähe von Kevlavik zu verbringen. Falls du nicht so spät landest und nach Reykjavik weiterfahren möchtest, lohnt sich ein Ausflug zur mittlerweile völlig überlaufenen Blauen Lagune. Sie liegt nur 20 Minuten vom Flughafen entfernt. In unseren Augen ist der Besuch kein Muss, denn es gibt Alternativen, die noch idyllischer liegen und weniger frequentiert sind.

Da sie allerdings zu den Highlights zählt, haben wir sie trotzdem aufgelistet. Entscheide selbst. Natürlich ist ein Bad im 40° C warmen und heilsamen Wasser erholsam. Auch die eindrucksvolle Vulkanlandschaft drum herum ist sehenswert.

Tipps für die Blaue Lagune: Da es hier immer recht voll ist, solltest du dein Ticket vorab (ab 58 Euro) online buchen. Alternative: Lagune bei Mývatn.

Blaue Lagune Island. Völlig überteuert, nutze die Alternativen.
Blaue Lagune Island. Völlig überteuert, nutze die Alternativen.

Vor der Reise: Reiseplanung für die Ringstraße

Ein Roadtrip rund um Island ist dank der Road 1, der sogenannten Ringstraße oder Ring Road, relativ einfach. Du brauchst Dich zu Beginn nur entscheiden, ob Du nach Westen (im Uhrzeigersinn) oder Osten (gegen die Uhr) startest, und los geht’s!

Auf der Ringstraße wirst Du die großartigsten Naturwunder entdecken. Alleine das Fahren ist bereits ein Erlebnis. Hinter jeder Kurve wartet ein neues Nautrschauspiel. Die Straße führt Dich über den Golden Circle mit seinen spektukulären Geysiren und den aufeinander treffenden Kontinentalplatten.

Weiter geht es zur Gletscherlagune Jökulsárlón, durch die atemberaubenden Ostfjorde, in den Norden zum Mückensee Myvatn, zur Hauptstadt des Norden Akureyri und zurück in den Südwesten am Schneeberg Snæfellsnes vorbei nach Reykjavík.

Die Ringstraße „Hringvegur“ ist 1333 Kilometer lang, komplett asphaltiert und damit für ein normales Auto super befahrbar. Bei den isländischen Wetterverhältnissen kann es, nicht nur im Winter, aber auch dazu kommen, dass eine Brücke zeitweise wegen Schneeschmelze gesperrt wird oder die Straßen vereist sind. Darauf solltest Du bei Deiner Planung achten. Mittlerweile führen auch viele Tunnel unter den Bergen hindurch.

Folgst Du der Ringstraße, kannst Du nichts falsch machen. Doch die wirklichen Abenteuer verbergen sich abseits der Straße. Biege einfach mal auf eine der vielen Abzweigungen ein, fahre ins Hinterland oder direkt ans Meer. Entdecke Island fernab der Hauptstraße!

Je nachdem wie schnell Du reisen möchtest, schaffst Du es, die Ringstraße in sieben Tagen zu rocken. Damit Du aber alle Highlights genießen kannst, empfehle ich Dir mindestens 14 Tage Zeit zu nehmen. Wenn Du länger unterwegs bist und ein Auto mit Allradantrieb hast, solltest Du Dir außerdem die Faszination Westfjorde gönnen.

Empfehlung: Gute Reiseführer für die Ringstraße

Für eine Fahrt auf der Ringstraße empfehle ich den Island Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps. Es ist klein, leicht und kompakt, führt es alle wichtige Tipps auf und folgt der Ringstraße von Reykjavík aus im Uhrzeigersinn (auch wenn die Ausgabe älter ist). Jede Abzweigung, empfehlenswerte Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten sind Kilometergenau verzeichnet. Mein Must-have für jede Tour auf der Ringstraße.

Achtung! Wichtig ist bei allen Reiseführern, dass Du möglichst die aktuellste Auflage verwendest. Der Tourismus in Island entwickelt sich dermaßen rasant, dass plötzlich Straßen geteert sind, die zuvor noch als F-Straße ausgezeichnet waren und somit für einen normalen Pkw unpassierbar. So etwa die Straße zum Dettifoss, die zum Teil noch als Schotterpiste aufgeführt wird, aber mittlerweile für die Touristenbusse kein Problem mehr darstellt.

Weitere Island Reiseführer:

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Mandy Jochmann Autorin
Hi ich bin Mandy!

Moin, mein Name ist Mandy, ich bin ein waschechtes Ostsee-Kind und liebe das Reisen! Neue Kulturen und exotische Länder entdecke ich am liebsten in meinen Laufschuhen. Genauso mag ich die Abenteuer direkt vor der heimischen Haustür. Wenn ich nicht reise, unterstütze ich als Mentorin und Achtsamkeitstrainerin Frauen.

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