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Bist du zum ersten Mal in der isländischen Hauptstadt? Dann verrate ich dir, welche Orte zu unbedingt besuchen musst und welche Sehenswürdigkeit du nicht verpassen darfst. Ich war mehrfach hier und komme immer wieder gerne zurück.
Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Reykjavík
Hallgrímskirkja
Kaum übersehbar, thront auf einem Hügel über der Stadt die Hallgrímskirkja mit ihrer einzigartigen, expressionistischen Architektur. Gebaut vom isländischen Staatsarchitekten Guðjón Samúelsson, hatte er das typische Motiv der isländischen Landschaft im Kopf: Basaltsäulen, wie Du sie auf einer längeren Reise über die Insel oft finden wirst. Genau diese Betonpfeiler haben die Kirche mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen weltweit bekannt gemacht: Bleistiftkirche oder auch als Rakete wird sie oft bezeichnet.
Während das Äußere ungewöhnliches im Inneren vermuten lässt, wirst Du überraschst sein, wie schlicht es im Innern aussieht. Eher konventionell und schlicht es hier. Einzig die 15 Meter hohe Orgel dominiert das Bild, wenn Du Dich nach dem Eintritt umdrehst. Oh ja, und beachte die Bänke! Anders als die Kirchenbänke in Deutschland hast Du hier die Möglichkeit, die Lehnen umzuklappen und kannst wählen, ob Du den Pfarrer anschauen oder doch lieber den Klängen der Orgel lauschen möchtest.
Verlockend ist auch eine Fahrt auf den 73 Meter hohen Kirchturm, von wo aus Du einen spektakulären Blick auf Reykjavík bis weit ins Landesinnere hast.
- Eintritt zur Kirche ist frei
- Eintritt für den Turm: 8 EUR, Kinder 7–16 Jahre 1 EUR, Öffnungszeiten auf der Webseite ansehen.
- Die Aussicht von oben lohnt sich bei schönem Wetter

Konzerthaus Harpa
Ein weiteres unübersehbares Wahrzeichen der Stadt ist das Harpa Konzerthaus, direkt am Hafen. Mit seiner kristallähnlichen Fassade sticht es aus dem Stadtbild mehr als hervor und wird von den Isländer:innen doch sehr kritisch beäugt. 2011 eröffnet, fiel die Bauphase der Veranstaltungs- und Konzerthalle direkt in die Zeit des großen Finanzcrashs. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten wurde das Haus fertiggestellt und ist heute Dreh- und Angelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt.
Ist das Gebäude schon von Außen spektakulär, wirst Du drinnen Zeuge der einzigartigen Lichtbrechungen, die das Fensterglas erzeugt. Du kannst Dich natürlich auch von der Akustik in einem der vier Konzertsäle begeistern lassen.
Außerdem befinden sich zwei Restaurants, ein Galerieshop und ein Designerladen auf verschiedenen Etagen.
- Auf der Website findest Du aktuelle Veranstaltungen.
- Hier findest Du alle Infos zu den Restaurants und Shops im Konzerthaus.



Solfar Skulptur (Sun Voyager)
Nur einen Katzensprung von der Harpa entfernt, kannst Du bei einem Spaziergang entlang der Hafenpromenade die Solfar Skulptur entdecken. Jeder kennt die Edelstahltskulptur von Jón Gunnar Árnason, die direkt am Meer steht. Besonders zum Sonnenauf- und -untergang mit Blick auf die Esja, eine Gebirgskette im Norden der Stadt, finden sich hier viele Menschen ein. Denn die Skulptur ist dann ein beliebtes Fotomotiv.


Perlan Museum
Ein echtes Highlight in Reykjavík ist das Perlan Museum – schon allein wegen seiner Lage auf dem Hügel Öskjuhlíð mit 360°-Panorama auf Stadt, Meer und Berge. Besonders beeindruckend ist die Gletscher-Ausstellung mit echter Eishöhle, durch die du laufen kannst. Auch die Nordlichter-Show in der Planetarium-Kuppel ist spektakulär inszeniert. Wenn du mehr über Islands Vulkane, Gletscher und geologische Besonderheiten erfahren möchtest, bist du hier genau richtig.
Ich empfehle dir, am Ende deines Besuchs unbedingt auf die Aussichtsplattform zu gehen – der Blick ist gigantisch! Im Café kannst du dir dann noch einen Snack mit Aussicht gönnen.
- Öffnungszeiten: Täglich 9–22 Uhr
- Adresse: Öskjuhlíð, Reykjavík 105
- Zur offiziellen Website
- Tickets online buchen


Spaziergang im Hafenviertel
Ebenso lohnt sich ein Spaziergang ins Hafengebiet südlich der Harpa. Hier ankern die alten Fischerboote, die Sightseeing-Schiffe für die Whale Watching Tour oder zur Insel Viðey starten ab hier. Dort kannst Du in einem der vielen Restaurants leckeren, frischen, isländischen Fisch probieren, das Maritime Museum besuchen oder direkt hinter dem Museum das beste Eis der Stadt in der Ísbúðin Valdís probieren.
Bummeln auf der Laugavegur
Die Laugavegur ist DIE Einkaufsstraße in Reykjavík! Du erkennst sie an der Regenbogenstraße, der dich direkt zur Hallgrímskirkja führt.

Egal, ob Du Dir noch einen Lopapeysa, den isländischen Wollpulli, kaufen möchtest oder einfach ein leckeres Restaurant zum Essen suchst, hier wirst Du fündig. Während es tagsüber eher gemächlich zu geht, werden die Straßen der Innenstadt am Wochenende zum Hotspot der Partygänger:innen. Dann findest Du in den Hinterhöfen und Kellern viele Häuser plötzlich coole Kneipen oder auch Clubs.
Außerdem findest du auf der Laugavegur und den Nebenstraßen viel Street Art und Galerien.





Kolaportið Flohmarkt
Ebenfalls am Hafen und direkt neben dem kleinen Busterminal an der Harpa findest Du den Kolaportið Flohmarkt in einer großen Auktionshalle. Hier werden jedes Wochenende skurrile Fundstücke von abstrusen Secondhand-Klamotten bis zu uralten isländischen Büchern neben getrocknetem Fisch verkauft. Mal darüber schlendern lohnt sich!
- Öffnungszeiten: Samstag & Sonntag 11 bis 17 Uhr, an Feiertagen geschlossen
Reykjavíks Musik-Festivals
Neben seinen einzigartigen Landschaften ist Island vor allem für eines bekannt: Seine Musiker! Björk, Of Monsters and Men oder Sigur Ros haben mit ihren eindrucksvollen Klängen das Land bekannt gemacht. Und somit zählt mittlerweile auch ein Besuch der vielen Musikfestivals von Klassisch bis Rock oder traditioneller Musik zu den Must Dos der Stadt.
- Besonders beliebt ist das Iceland Airwaves Festival.
Schlecht-Wetter-Alternative: Ab ins Museum
In Reykjavík findest Du jede Menge spannende Museum, deren Besuch sich nicht nur bei schlechtem Wetter lohnen. Beispielsweise das Schifffahrtsmuseum direkt am Hafen oder auch die Nationalgalerie zeigt immer wieder coole Ausstellungen.
Gratis in die Museen: Der Eintritt in die Nationalgalerie und das Fotografie-Museum ist übrigens immer kostenlos. Mittwochs ist es auch der Eintritt ins Nationalmuseum und montags kommst Du kostenlos ins Kunstmuseum. Günstiger wird es übrigens auch mit der Welcome Card!
Street-Art & Design in Reykjavík
In Reykjavík solltest Du die Augen immer offen halten! Hier findest Du hinter jedweder Ecke und in jedem Innenhof ein tolles Graffiti oder Zeichen cooler Street-Art. Egal, ob die übergroßen Bilder von Guido van Helten oder ob es einfach ein buntes Blumenbeet ist, die Isländer sind einfach kreativ und zeigen es gerne. Bunte Häuserfassaden, lustige Strickskulpturen.
Jedes Jahr findet das Airwaves Festival statt, während dem neue Street-Art entsteht.
Diese Highlights darfst du auch nicht verpassen
Whales of Iceland Museum
Im Museum erfährst du alles über Wale. Besonders für Kinder ist die interaktiv gestaltete Ausstellung sehenswert. Es gibt 23 lebensgroße Modelle, die von der Decke herabhängen und in blauem Licht angestrahlt werden. Der Größenunterschied zu uns Menschen ist gigantisch.
- Tickets fürs Museum vorab online buchen
- Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 17 Uhr
- Adresse: Fiskislóð 23-25 – Reykjavík 101
- Mehr Infos zum Museum findest du auf der Webseite: Whales of Iceland
Phallologisches Museum (Reykjavík Penis Museum)
Eines der skurrilsten Museen der Welt steht in Reykjavík: das Phallologische Museum, auch bekannt als das Penismuseum. Mit über 300 Exponaten aus dem Tierreich – von der Maus bis zum Blauwal – ist es eine einzigartige Sammlung, die gleichzeitig wissenschaftlich und ziemlich witzig ist. Ob als Geheimtipp oder bewusstes Muss auf deiner Liste: Die meisten Besucher gehen schmunzelnd wieder raus. Ein Besuch lohnt sich.
Der beste Plattenladen der Welt: 12 Tónar
Von Musikliebhabern auf der ganzen Welt wurde 12 Tónar zum besten Plattenladen der Welt gekürt. Ich war zwar weltweit schon in vielen Läden und kann das nicht ganz beurteilen (das überlasse ich Profis), aber im Inneren ist es sehr gemütlich. Du kannst Musik hören und dabei einen Kaffee trinken. Das gibt es in der Tat recht selten,
- Webseite ansehen
- Adresse: Skólavörðustígur 15, Reykjavik
- Öffnungszeiten: Montag - Mittwoch: 10 bis 18 Uhr; Dienstag 10 bis 20 Uhr, Freitag - Samstag: 10 bis 23 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.
Nexus: Das Paradies für Manga und Comic-Fans
Stehst du auf Comics? Dann musst du unbedingt Nexus einen Besuch abstatten. Ein Highlight für sich.
- Adresse: Álfheimar 74 Glæsibær, 104 Reykjavík
- Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 12 bis 19 Uhr; Samstag: 12 bis 18 Uhr und Sonntag von 13 bis 17 Uhr.
- Webseite für Infos
Karte mit allen Sehenswürdigkeiten in Reykjavík
Hier findest du meinen Stadtplan für Reykjavík, mit allen Sehenswürdigkeiten, sehenswerten Orten und Tipps für Essen, Bars und weiteren Highlights.
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Mehr InformationenTagesausflüge in die Umgebung
Eins ist klar, Reykjavík ist das Tor zu Islands wunderbarer, unbeschreiblicher Natur! Klar, ein Städtetrip nach Reykjavík ist mehr als lohnenswert, aber nutze doch die Chance noch eine Tagestour dranzuhängen und einen ersten Eindruck zu erhaschen, was Dich spektakuläres in Island erwartet. Dafür kann ich Dir folgende Touren empfehlen:
Tagestour: Golden Circle Tour
Island in nur einem Tag? Das bekommst Du auf der Golden Circle Tour, der bekanntesten Touristenroute im Süden des Landes. Von Reykjavík startest Du, um die landschaftlichen Highlights der Tour zu sehen, unter anderem den beeindruckenden Gullfoss-Wasserfall, spektakuläre Geysire, besuchst die Gründungsstätte des Landes Thingvellir oder den Kerid Krater.




Tagestour: Blaue Lagune & Vulkanhalbinsel
Ein weiteres Must Do für viele Reykjavík-Touristen ist der Besuch der Blauen Lagune im Süden der Halbinsel Reykjanes. Ich finde: viel zu touristisch. Hast du mehr Zeit in Island? Besuche eine der anderen heißen Lagunen.
Das einzigartige Thermal-Freibad kannst du auf eigene Faust besuchen. Vom Busbahnhof fahren mehrmals täglich Linienbusse dorthin. Doch dann siehst Du leider die beeindruckende Vulkanlandschaft nur aus dem Busfenster. Darum empfehle ich Dir eine Tagestour, die Dir die wilden Lavafelder näher bringen und sogar auf Deutsch ist.

Mehrtagestour zur Eishöhle Jökulsárlón
Eines meiner absoluten Island-Highlights war der Besuch bei der Gletscherlagune Jökulsárlón, die rund 400 Kilometer östlich der Hauptstadt liegt. Darum bleibe einfach ein paar Tage länger auf Island und besuche dieses einzigartige Eismeer. Auf dem Weg dorthin besuchst Du die bekannten Wasserfälle Seljalandsfoss, Skogarfoss und stoppst auch am weltbekannten Schwarzen Strand, wo Du mit ein wenig Glück auch Papageitaucher sehen kannst.
- Gletscherführung in der Jökulsárlón buchen.
- Tagesausflug zu den Sehenswürdigkeiten im Süden der Insel buchen.
Diese Ausflüge empfehle ich wirklich nur, wenn du wenig Zeit hast. Ich selbst war im Winter 14 Tage (nur im Süden) und 6 Wochen auf ganz Island ausgiebig unterwegs.



Essen in Reykjavík
So bunt wie die Street Art und Häuserwände in der Stadt, so vielfältig ist auch das Essensangebot der isländischen Hauptstadt. Es gibt unzählige Cafés, Restaurants, versteckte Imbisse und coole Kneipen. Der Wermutstropfen: Essen gehen in Island kann sehr teuer werden. So kostet ein Burger mit Pommes und Cola locker 25 Euro.
Mein Lieblingscafé ist Brauð & Co – die besten Zimtschnecken, Lakritz-Blaubeerschnecken und Donuts der Stadt. Die Schlange vor der Tür lohnt sich wirklich. Weitere Cafés, die einen Besuch wert sind: das bunte Café Babalú auf dem Weg zur Hallgrímskirkja mit seiner gemütlichen Terrasse sowie das Laundromat Café, das für seinen Wochenendbrunch bekannt ist.
Für frischen Fisch ist Messinn die beste Adresse in der Stadt – ich empfehle die Kabeljauzunge, den Saibling oder einfach den Fisch des Tages. Das beste Eis im Hafenviertel gibt es bei Ísbúðin Valdís. Wer traditionelle isländische Küche in gemütlicher Atmosphäre erleben möchte, ist im Sólon richtig, einem lokalen Liebling seit 1992. Und absolut sehenswert ist die Schokoladenmanufaktur omnom in einer alten Tankstelle – das salzige Lakritzeis musst du unbedingt probieren.
Ein ganz besonderer Tipp ist die Kaldi Bar & Café mit ihrem Biergarten. Die Kaldi-Brauerei aus Nordisland zählt zu den bekanntesten des Landes, und die Bar ist ein echter Treffpunkt der Einheimischen. Hier soll man nicht selten bekannte isländische Musiker antreffen – Björk und andere sollen hier ab und zu vorbeischauen. Ein Abend auf der Terrasse mit einem kühlen Kaldi-Bier gehört für mich zu Reykjavík dazu.
Wer viele verschiedene Küchen auf einmal ausprobieren möchte, sollte eine der beiden Food Halls besuchen. Die Posthús Food Hall im Herzen der Stadt vereint internationale und isländische Küche in lockerer Marktatmosphäre – ideal für eine spontane Mittagspause. Der Hlemmur Mathöll am ehemaligen Busbahnhof Hlemmur gilt als eine der besten Food Halls Islands, von frischem Sushi über Lammgerichte bis hin zu veganem Street Food. Abends wird die Stimmung lebhafter und der Hlemmur Mathöll verwandelt sich in einen geselligen Treffpunkt.
Food Tour durch Reykjavík
Wer Reykjavík kulinarisch entdecken möchte, dem empfehle ich wärmstens eine Food Tour. Ich war mit dem Reykjavík Food Walk unterwegs, und es war eines der Highlights meines Besuchs. Unser Guide Thor nahm uns mit durch die Stadt und erklärte dabei nicht nur die isländische Küche, sondern auch Kultur und Geschichte hinter den Gerichten.
Gestartet wurde mit isländischem Pferdefilet – zart gegrillt, serviert mit Kartoffelpüree und karamellisierten Zwiebeln. Wer zögert: Es schmeckt hervorragend. Weiter ging es zu den berühmten Hot Dogs bei Bæjarins Beztu Pylsur, dem wohl bekanntesten Imbissstand des Landes, wo wir die klassische Variante mit Lammwurst, Röstzwiebeln und Remoulade aßen. Im Restaurant Sólon folgte ein Trio aus geschmortem Lammschenkel, hausgemachtem Frischkäse und gebackenem Saibling – ein echtes Highlight. Am Hafen probierten wir im Höfnin Restaurant das traditionelle Plokkfiskur, ein herzhafter Fischauflauf, der seit Generationen auf isländischen Tischen steht. Abgerundet wurde der Abend mit dem legendären Hresso Cake im Hressingarskálinn – fünf Lagen purer Genuss.
Der Reykjavík Food Walk bietet verschiedene Touren an. Eine absolute Empfehlung für alle, die mehr als nur ein Restaurant abhaken möchten.


Reykjavík an einem Tag
Ein Tag in Reykjavík klingt wenig, reicht aber für die wichtigsten Highlights der Stadt – wenn du gut planst. Hier ist meine Empfehlung für einen vollen Tag in der isländischen Hauptstadt.
Morgens: Hallgrímskirkja und Laugavegur
Starte deinen Tag früh an der Hallgrímskirkja. Zu dieser Zeit ist noch wenig Betrieb, und du kannst die Kirche fast für dich alleine genießen. Fahre mit dem Aufzug auf den Kirchturm und genieße den Blick über die Stadt – ein perfekter Einstieg in den Tag. Danach schlenderst du die Laugavegur hinunter, schaust dich in den Läden um und frühstückst in einem der vielen Cafés. Mein Tipp: die Zimtschnecken bei Brauð & Co.
Mittags: Hafen und Harpa
Nach dem Frühstück gehst du weiter zum Hafen. Schaue dir die Solfar-Skulptur an und spaziere zum Harpa Konzerthaus, dessen Glasfassade du dir von innen ansehen solltest. Im Hafenviertel findest du viele Restaurants für eine Mittagspause – probiere frischen isländischen Fisch oder das beste Eis der Stadt bei Ísbúðin Valdís.
Nachmittags: Perlan Museum oder Penismuseum
Am Nachmittag empfehle ich das Perlan Museum auf dem Hügel Öskjuhlíð. Die Gletscherausstellung mit echter Eishöhle ist beeindruckend, und die Aussichtsplattform bietet den schönsten Panoramablick über Reykjavík. Wer lieber in der Innenstadt bleibt, besucht stattdessen das Nationalmuseum oder schlendert durch den Kolaportið Flohmarkt am Hafen.
Abends: Reykjavíks Ausgehviertel
Reykjavík erwacht am Abend zu neuem Leben. Auf der Laugavegur und den Nebenstraßen öffnen sich die Türen zu kleinen Bars und Restaurants. Gönne dir ein typisch isländisches Abendessen – Lammsuppe oder frischer Kabeljau – und genieße das bunte Treiben auf den Straßen.
Beste Reisezeit für Reykjavík
Reykjavík ist immer eine Reise wert. Ob im Sommer zu einem der vielen Musikfestivals in und um die Stadt oder im Winter, wenn die Stadt in Schneegehüllt,t die kurzen Helligkeitsphasen des Tages erlebt und Du des Nachts Polarlichter jagen kannst.
Natürlich sind die Witterungen auch bei einem Städtetrip zu bedenken. Viele Reiseführer empfehlen daher die Monate Juli und August als optimale Reisezeit. Die Tage sind lang, das Wetter angenehm. Dementsprechend gut besucht ist die Stadt und auch die Preise passen sich der Hauptsaison an. Da kann es schon mal teurer werden oder die Hotels und Hostels sind ausgebucht.
Um dem zu entgehen, empfehle ich das Reisen im April, Mai, Juni und September. Obwohl es auf Island keine richtige Nebensaison gibt, hast du im April die besten Chancen, eine Unterkunft zu einem angemessenen Preis zu bekommen.
Wenn Du im Winter nach Reykjavík reist, lernst Du Stadt und Land natürlich von seiner für uns unglaublichen Seite kennen. Im November bis Januar wird es kaum hell, eine dicke Eisschicht überzieht das Land und Schneestürme sind an der Tagesordnung. Denk daran, wenn Du packst. Sieh dir hier meine Island Packliste an.
Wochenende in Reykjavík
Zwei Tage in Reykjavík sind gut machbar und reichen, um das Beste der Stadt zu erleben – vorausgesetzt, du planst etwas vor. Hier ist mein Vorschlag für ein perfektes Reykjavík-Wochenende.
Tag 1: Die Stadt entdecken
Starte den ersten Morgen mit einem Besuch bei Brauð & Co – Zimtschnecke und Kaffee zum Einstieg. Danach geht es hoch zur Hallgrímskirkja: Fahre auf den Turm und genieße den Blick über die Stadt, bevor der Touristenandrang beginnt. Schlendere dann die Laugavegur hinunter, schau dich in den Läden um und entdecke die Street-Art in den Seitenstraßen und Innenhöfen. Mittagspause im Hlemmur Mathöll – hier findest du für jeden Geschmack etwas.
Am Nachmittag empfehle ich das Perlan Museum mit seiner echten Eishöhle und der Aussichtsplattform. Den Abend verbringst du am besten im Hafenviertel: Eis bei Ísbúðin Valdís, danach Fisch bei Messinn oder eine Runde durch die Bars auf der Laugavegur. Die Kaldi Bar & Café mit Biergarten ist ein perfekter Abschluss – wer weiß, wen du dort triffst.
Tag 2: Kulinarik und Kultur
Der zweite Tag gehört der Kulinarik. Meine Empfehlung: Buche eine Food Tour, zum Beispiel den Reykjavík Food Walk. In zwei bis drei Stunden lernst du die isländische Küche von Pferdefilet bis Plokkfiskur kennen und bekommst nebenbei die besten lokalen Insidertipps. Am Nachmittag lohnt sich ein Besuch im Nationalmuseum oder ein Spaziergang durch das Hafenviertel zur Harpa und zur Solfar-Skulptur.
Wer noch Zeit hat, schaut bei der Posthús Food Hall vorbei oder besucht eines der kleineren Museen – das Phallologische Museum ist ein garantierter Gesprächsstoff für danach. Den Abend ausklingen lassen lässt sich wunderbar im Sky Lagoon, einem Außenbad mit Blick aufs Meer, nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.
Nützliche Reisetipps
Anreise nach Island
Zur Einreise in Island benötigst Du lediglich Deinen deutschen Personalausweis.
Von Deutschland aus geht’s mit dem Flugzeug nach Island. Von den größten deutschen Flughäfen aus bist Du in weniger als fünf Stunden in der isländischen Hauptstadt. Neben Icelandair und Lufthansa fliegen auch SAS, Finnair, JetBlue und easyjet günstig zum International Airport Keflavik.
Mit ein wenig Glück kommst Du schon für weniger als 200 Euro hin und zurück. Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die Abflugzeiten, die gerne mal mitten in der Nacht oder früh am Morgen liegen.
Wenn du mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil (wie ich es liebe) anreisen möchtest, kannst du ab Dänemark über die Färöer Inseln nach Island gelangen. Ich mag diese Art Entschleunigung. Aber: Die Preise sind teuer, da die Fähre sehr beliebt ist. Hier findest du meine Tipps für Island mit dem Wohnmobil.

Flughafentransfer ab Keflavík in die Stadt
Wenn Du einen Städtetrip nach Reykjavík vorbereitest, solltest Du mit einplanen, dass der International Airport Keflavik rund 50 Kilometer südlich der isländischen Hauptstadt liegt. Vom Flughafen sind es rund 45 Minuten in die Hauptstadt.
Um nach Reykjavík zu gelangen, hast Du vier Möglichkeiten:
- Mietwagen: Du leihst direkt am Flughafen einen Mietwagen. Macht aber bei einem Städtetrip nur wenig Sinn, da Du in der Stadt selbst kein Auto benötigst.
- Shuttle Bus: Der Flybus fährt direkt vom Ausgang des Flughafens ab. Die Abfahrtzeiten passen sich den eingehenden Flügen an und sind flexibel. Eine Strecke kostet ca. 25 Euro & Hin und Zurück ca. 45 Euro. Der Bus hält am Reykjavík BSÍ Bus terminal. Von dort sind es nochmals etwa 10 Gehminuten ins Stadtzentrum. Bring- und Abholservice zur Unterkunft kostet ca. 7 Euro extra. Tickets gibt’s hier online oder direkt vor Ort.
- Taxi: Natürlich fahren auch Taxis. Die reißen mit ISK 15.000, etwa 100 Euro, ein gutes Loch in die Reisekasse.
Empfehlung Reykjavík Reiseführer
Damit du auch wirklich alles von Reykjavík siehst, sind hier meine Empfehlungen für Reiseführer:
- Reise Know-How CityTrip Reykjavík: Reiseführer mit Stadtplan (hier bei Amazon ansehen)
- Reise Know-How Insel Trip Island, aktueller Reiseführer für die Rundreise.
- Wunderschönes Buch, das ich mir beim letzten Besuch gekauft habe: How To Live Icelandic
Geld und Währung
Banken und vor allem Automaten an denen Du Geld abheben kannst, findest Du überall in Reykjavík. Aber eigentlich zahlen die Isländer alles mit der Kreditkarte. Deine EC-Karte mit PIN sollte auch in Island funktionieren, allerdings fällt hier eine Auslandsgebühr an. Die kannst Du Dir sparen, indem Du Dir mit der richtigen Auslandskreditkarte unterwegs bist.
Wie viele Tage für Reykjavík einplanen?
Mit knapp 200.000 Einwohner leben fast 2/3 der Gesamtbevölkerung Islands in der Hauptstadt Reykjavík. Dementsprechend pulsiert hier das kulturelle Leben und es gibt viel zu sehen und zu entdecken.
Um die Vielfalt der Stadt optimal genießen und erkunden zu können, würde ich für einen Städtetrip nach Reykjavík mindestens 2 bis 4 Tage einplanen. Jenachdem,m wie Deine Flugzeiten sind, bedenke die An- und Abreisezeit. Da Reykjavík nicht übermäßig groß ist und Du schnell von A nach B kommst, reichen 2 Tage für die Stadterkundung. Am besten planst Du darüber hinaus noch einen Tagestrip ins Umland ein, um auch die traumhafte Natur des Landes kennenzulernen. Mehr dazu findest Du weiter unten.
Sicherheit in Reykjavík
Reykjavík ist eine sichere Stadt, vor allem auch für alleinreisende Frauen. Hier brauchst Du Dir auch bei Nacht keine Sorgen zu machen. Natürlich solltest Du immer auf Dein Bauchgefühl hören, aber eigentlich ist Reykjavík absolut empfehlenswert.
Unterkünfte & Hotel-Tipps
Kex Hostel
In Reykjavík findest Du von Low Budget bis zum 5-Sterne-Hotel alle Übernachtungsmöglichkeiten. Ein günstiges, zentrales Hostel ist das Kex Hostel. Es liegt direkt zwischen Hafen und der Einkaufs- und Flanierstraße Laugavegur und kommt besonders chic im Retro-Stil daher. Im Erdgeschoss befindet sich direkt eine nette Kneipe, in der Du lecker essen kannst.

Hotel: Reykjavik Lights
Bei meinem zweiten Besuch in der Hauptstadt übernachteten wir im Hotel Reykjavik Lights, einem moderaten Hotel mit Blick auf den Hafen. Das Hotel liegt ein wenig außerhalb des Stadtkerns. Zu Fuß muss man eine gute halbe Stunde ins Zentrum laufen. Mit der Reykjavík Welcome Card kann man jedoch den Bus kostenlos nutzen.
Mein Tipp: Weitere Hotels und Bewertungen findest Du auf booking.com. Hier suche und buche auch immer meine Unterkünfte, da ich die Übernachtung meist erst bei der Anreise in der Unterkunft zahlen brauche oder auch kurz vorher noch stornieren kann.
Mein Fazit zur Reykjavík-Reise
Ich mag die isländische Hauptstadt sehr gerne und finde, dass sich eine Reise immer lohnt. Mittlerweile schaue ich bei Flügen nach Kanada oder die USA ob ich mit Icelandair fliegen, und ohne Zusatzgebühren einen Stopover in Island machen kann. Ich liebe dieses Land wirklich sehr und kann die Faszination mittlerweile selbst nachvollziehen.
Wenn deine Reykjavík-Reise nur der Einstieg zu einer längeren Reise ist, findest Du hier alle Tipps für einen großartigen Island Urlaub. Ich verspreche Dir, Du wirst immer wiederkommen wollen.
Hier weiterlesen:
Warst du schon einmal in Reykjavík? Welches sind für dich die schönsten Sehenswürdigkeiten?
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