Puffins Faroer Mykines
Gasadalur, Múlafossur und Mykines
Mykines Färöer Inseln
Anreise Färöer Inseln von oben
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Die besten Tipps mit Sehenswürdigkeiten und Route

„The Land of maybe“ – Wir erkunden die Färöer Inseln

„Denkt ihr die Fähre geht morgen nach Mykines?“ – „Maybe“. „Wird das Wetter morgen sonnig?“ – „Maybe“. Das Wetter ist unbeständig und kann schnell wechseln. Daran hat man sich auf den Färöer Inseln angepasst. Eine genaue Aussage will und kann man nicht treffen. Ob die Fähre am nächsten Tag geht? Kann sein. Ob die Wanderung stattfindet? Kann auch sein. Willkommen in „The Land of Maybe“, Färöer.

Im kühlen Nordatlantik zwischen Island, Norwegen und Schottland befindet sich eine Ansammlung schroffer Inseln. Auf diesen leben hauptsächlich Schafe und Vögel, allen voran die Papageientaucher. Unser Herz hat das Land jedenfalls im Sturm erobert.

Beim Anflug haben wir Glück und der Himmel ist wolkenfrei. Der Blick klar. Mein Herzschlag geht schneller. Denn schon von oben sieht diese Landschaft in knallgrün und steilen Klippen unfassbar schön aus. Wir können es kaum erwarten, sofort mit der Erkundung zu beginnen.

Landeanflug Vágar Tindhólmur
Landeanflug auf Vágar mit Blick auf Tindhólmur

Die Färöer oder Färöer Inseln wie wir fälschlicherweise sagen. Denn „Färöer“ bedeutet übersetzt schon Schafsinseln. Also würde Färöer-Inseln Schafsinseln-Inseln heißen. Klingt trotzdem besser, auch wenn es falsch ist.

Schafe Färöer Mykines
Färinger sagen, es gäbe doppelt soviele Schafe auf Färöer als Menschen.

Die Färöer sind Skandinaviens ultimatives Reiseziel (noch) abseits der ausgetretenen Pfade. Der Tourismus wächst hier stetig an. Touristenmassen bleiben noch aus, sind aber nicht ausgeschlossen. Die Schönheit ist einfach überwältigend.

Hier findet ihr unseren Reiseführer für 5-7 Tage auf den Färöer Inseln. Unsere Highlights und alles, was ihr bei eurer ersten Reise zu diesem abgelegenen aber wunderschönen Archipel aus 18 Inseln wissen müsst.

Viel Spaß beim Lesen!

Warum ihr die Färöer Inseln besuchen solltet?

Liebt ihr Outdoor-Abenteuer wie Wandern, Kajak oder Fahrrad fahren? Oder gar das Surfen in rauer Natur? Ihr liebt das Meer und die Seeluft, Ruhe und extremes Wetter? Malerische Landschaften die auf zerklüftete Klippen treffen? Kleine idyllische Dörfer und Häuser mit Grasdächern? Dann seid ihr hier genau richtig.

Sehenswürdigkeiten Färöer Trælanípa
Die Wanderung zu den Klippen von Trælanípa und dem Bøsdalafossur Wasserfall mit Blick auf den Sœrvásvatn ist eines der Highlights der Färöer.

Eine der kleinsten Hauptstädte der Welt befindet sich in Tórshavn. Trotzdem gibt es erstklassige Restaurants, kleine Shops und überall freundliche und hilfsbereite Färinger.

Die Färöer sind bei Outdoor-Liebhabern schon länger ein Begriff. Falls nicht, solltet ihr die Inselkette schleunigst besuchen. Denn wir fürchten, Färöer könnte dasselbe Schicksal wie Island ereilen und vom Tourismus überrannt werden.

Unternehmt einen Roadtrip

Die Hauptinseln erkundet ihr am besten mit dem Mietwagen. Kleinere Inseln erreicht ihr nur per Fähre oder Helikopter. Mykines erkundet ihr am besten zu Fuß.

Abenteurer erkunden die Färöer sogar mit dem Fahrrad. Dabei müsst ihr aber wissen, dass die Winde euch manchmal regelrecht vom Rad blasen können.

Die ausgezeichnete Infrastruktur macht es einem jedenfalls sehr leicht, sich fortzubewegen.

Die Inseln sind entweder per Unterseetunnel, per Hubschrauber oder mit einer guten Fähranbindung erreichbar.

Die Mischung aus Moderne und alten Traditionen in malerischen Orten machen diese Reise besonders interessant.

Uns haben die Färöer total begeistert!

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Fakten zu den Färöer Inseln

  • Etwa sieben Prozent der Inseln sind kultiviert und können bewohnt werden. An vielen Orten gibt es steil abfallende Klippen. Ein Wohnen ist hier unmöglich.
  • Wappentier Schafe : Auf 50.000 Einwohner kommen ca. 70.000 Schafe. Man sagt, es gebe doppelt soviel Schafe wie Einwohner.
  • Auf dem gesamten Archipel gibt es nur 3 Ampeln. Kreisverkehre regeln den Verkehr.
  • Kein Punkt ist auf den Färöern mehr als fünf Kilometer vom Meer entfernt.
  • Der höchste Wasserfall ist der Fossá, der in zwei Ebenen über 140 Meter hinabfällt. Im Sommer führt dieser leider nur wenig Wasser.
  • Die Sprache der Färöer Inseln ist nicht in Google Translate integriert. Darum hat man eine eigene Plattform erschaffen.
  • Im Sommer 2016 wurden die Färinger Schafe berühmt. Um Google auf die Inseln zu locken, hatten sich die Einheimischen „Sheepview“ ausgedacht. Sie statteten Schafe mit GoPro Kameras aus und schickten das Material an Google.
  • Foodie Tipp: Ihr müsst unbedingt folgende Dinge probieren die auf den Färöer typisch sind. Lamm, Lachs (vielleicht sogar einer der besten, den wir je gegessen haben) und alles mit Rhabarber.
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Vor der Reise gut zu wissen

Wo liegen die Färöer Inseln?

Die Färöer-Inseln liegen zwischen Norwegen, Schottland und Island.

Jede der Inseln bietet eine außergewöhnliche Landschaft aus steilen Klippen, kleinen Sandbuchten, knallgrünen Wiesen, schmalen Fjorden und spitzen Basaltgipfeln. Diese entstanden, als Vulkangestein aus dem tiefen Nordatlantik aufragte.

Ein wenig Dänemark aber auch nicht

Auf den Färöern leben seit dem sechsten Jahrhundert verschiedene Völkergruppen: irische Mönche, skandinavische Wikinger und vor allem Schafe. Heute leben dort etwa 52.000 Menschen und doppelt soviel Schafe.

Die Färöer sind eine selbstverwaltete Nation – Teil des Königreichs Dänemark – mit eigenem Parlament, eigener Flagge, eigener Sprache und eigener Währung.

Haupteinnahmequellen ist neben dem Tourismus, die Fischereiindustrie. Die EU kritisierte in der Vergangenheit die Überfischung der Gewässer hart und sanktionierte seitdem die Lieferung nach Europa.

Dies ist der Hauptgrund, warum die Einwohner der Färöer Inseln gegen einen Beitritt der EU stimmten.

Bald finden wieder Wahlen statt. Man strebt eine komplette Selbstständigkeit von Dänemark an. Dänen sagen, dies sei alleine aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht nicht möglich.

Internet und EU-Roaming

Die Färöer Inseln gehören zwar zu Dänemark, sind aber nicht in der EU. Darum ist das Land in deutschen Mobilfunkverträgen beim EU-Roaming nicht enthalten. Ihr müsst für das Surfen und Telefonieren im Ausland höhere Gebühren bezahlen.

Unser Tipp: Kauft euch direkt am Flughafen eine SIM-Karte von Foroya Tele.

Eine SIM-Karte mit 2 GB kostet 97 Kronen. Ihr könnt diese online aufladen (weitere 2 GB für 50 Kronen. 5 GB für 100 Kronen).

Anreise

Leider gibt es aus Deutschland keine Direktflüge. Da die Färöer Inseln unter der dänischen Krone stehen, empfehlen wir eine Anreise mit SAS oder Atlantic Airways über Kopenhagen. Ideal übrigens für einen kurzen Stopover in der wunderschönen Hauptstadt Dänemarks.

Direktflüge gibt es außerdem über Paris, Barcelona oder Island.

Per Fähre erreicht ihr die Inseln aus Dänemark am schnellsten mit der Fähre von Smyril Line.

Unser Tipp: Macht einen Stopover in Kopenhagen und nehmt am nächsten Morgen den ersten Flug auf die Färöer Inseln. Somit habt ihr einen Tag zum erkunden der Insel gewonnen.

Bei der Rückreise verliert man meist einen ganzen Tag. Somit ist eine Woche Aufenthalt gleich 5,5 Tage vor Ort.

Atlantic Airways Färöer
Anreise mit Atlantic Airways, die eigene Airline der Färöer Inseln.

Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel?

Die Bus- und Fährverbindungen zwischen den Inseln sind sehr gut. Die rot-weißen Busse verkehren in Tórshavn kostenlos. Außer an Sonntagen, dann fahren diese nicht.

Trotzdem raten wir euch, einen Mietwagen zu nehmen. Damit seid ihr flexibel und könnt anhalten wo es euch gefällt.

Wie herumkommen?

Die fünf Hauptinseln Vágar, Streymoy, Eyusturoy, Bordoy und Vidoy sind mit Tunneln oder Brücken verbunden. Die weiteren Inseln wie Nólsoy, Sandoy, Svínoy, Fugloy. Suduroy oder Mykines erreicht ihr per (Auto)-Fähre. Nach Mykines könnt ihr sogar mit dem Hubschrauber (Atlantic Airways) anreisen. Zurück jedoch nur per Fähre fahren.

Da auf den Inseln kaum Verkehr herrscht ist das Autofahren auf den sich windenden Straßen ein Highlight für sich. Zugegeben: Wir hatten kaum Wind. Philip erzählte uns von einer vergangenen Reise, an der er nicht ohne Hilfe ins Auto steigen konnte. Der Wind war so stark, dass er alleine die Autotüre nicht aufhalten konnte. Für uns unvorstellbar. Auf Färöer aber oft Realität.

Ein Guide berichtete, dass er manchmal Sandsäcke ins Auto packe, um mehr Stabilität zu bekommen. Für uns nach dem guten Wetter im Sommer unvorstellbar.

Bis 2006 waren einige Orte komplett abgeschnitten. Gásadalur beispielsweise nur über den Old Post Way und einer Wanderung über den Berg erreichbar. Seitdem ein Tunnel gebaut wurde, ist der Ort auch für uns Touristen bequem zu erreichen.

Per Helikopter

Die Flüge per Helikopter von Atlantic Airways werden subventioniert und sind damit recht kostengünstig. Diese verkehren zwischen den kleineren Inseln.

Flüge nach Mykines können nur 10 Tage vor Reise gebucht werden. Diese sind im Sommer sehr beliebt und schnell ausverkauft. So leider auch bei uns. Denn beim Flug habt ihr bestimmt tolle Ausblicke.

Per Fähre

Die beste Quelle für aktuelle Zeiten der Fähren ist die offizielle Webseite. Manche Fähren können nicht vorab gebucht werden. Die von uns benutzen Fähren listen wir bei den jeweiligen Orten auf. Dazu gibts Tipps für die Überfahrt.

Aktuell ändert sich vieles. Plötzlich konnte man die Fähre nach Nólsoy im Internet vorab buchen. Darum unbedingt die Webseite checken.

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Unsere Route

Hier ist unsere Route. In Klammern steht, wo wir übernachtet haben.

  • Tag 1: Anreise. Bøur und Gásadalur. Wanderung Sørvágsvatn nach Trælanípa/Bøsdalafossur (Übernachten: Airbnb Tórshavn)
  • Tag 2: Erkundung Tórshavn am Moren, dann per Fähre zur Insel Nólsoy und  am Abend zum Heimablídni. Essen bei Färingern zuhause (Übernachten: Airbnb Tórshavn)
  • Tag 3: Fähre in Sørvagur nach Mykines. Wanderung mit Oda von GoLocal. (Übernachten: Airbnb Tórshavn)
  • Tag 4: Auschecken und Fähre von Gomlurætt auf die Insel Sandoy- Erkundung mit Local Guide. (Übernachten: Airbnb in Sandur)
  • Tag 5: Auschecken, Fähre von Skopun nach Gomlurætt und Fahrt nach Klaksvik. Wanderung Villingadalsfjall und Enniberg. (Übernachten: Airbnb Klaksvik)
  • Tag 6: Fähre nach Kalsoy (Wanderung Leuchtturm), dann Highlights Gjógv, Saksun, Fossa Wasserfall, Tjørnuvik, Funningur. Fahrt über „Buttercup Routen“.
  • Tag 7: Rückreise über Kopenhagen
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Bøur

Kurz nach unserer Landung und dem Entgegen nehmen des Mietwagens machen wir uns auf den Weg nach Bøur auf der Insel Vágar.

Auf dem Weg nach Gásadalur kommt ihr durch dieses idyllische Örtchen. Bøur gilt mit seinen Holzhäusern und Grasdächern als einer der schönsten Orte der Insel.

Vielleicht liegt dies auch am Ausblick auf die markanten Felsen von Tindhólmur und Dragarnir. Bei gutem Wetter – wir haben solch einen Tag erwischt – könnt ihr bis nach Mykines sehen.

Wir lassen das Auto stehen und wandern zu Fuß durch die kleinen Gässchen von Bøur. Entlang des kleinen Bachs und der kleinen Kirche. Immer im Blick: Das Meer!

Am Strand liegen die Einheimischen und baden im 9 Grad kalten Wasser. Bei 24 Grad ein überdurchschnittlicher Sommertag!

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Múlafossur Wasserfall in Gásadalur

Eines der bekanntesten Fotomotive ist (dank Instagram) der Múlafossur Wasserfall in Gásadalur.

Eigentlich war eine Wanderung von Bøur über den alten Post Way nach Gásadalur geplant. Diese Wanderung hätte etwa 2,5 – 3 Stunden gedauert. Aufgrund Zeitmangels beschlossen wir, mit dem Auto zu fahren. Denn wir wollten einen weiteren Spot mit Wanderung am ersten Tag unternehmen.

Der Wasserfalls stürzt sich über die Klippen ins Meer hinab. Dieser Ort ist besonders mystisch, wenn Wolken zu sehen sind und der für die Inseln typische Nebel vorhanden ist. Wir haben Sonne pur und genießen auf den Treppen hinab eine kleine Kaffeepause in der Sonne.

Dafür haben wir heute auch einen Blick auf den höchsten Berg Vágars, den Árnafjall (722 m).

Gásadalur mit Blick auf den Árnafjall (722 m).
Gásadalur mit Blick auf den höchsten Berg Vágars, den Árnafjall (722 m).

Das kleine Dorf Gásadalur ist übrigens erst seit 2006 ans Verkehrsnetz angeschlossen. Davor war der Ort nur per Helikopter, Boot oder zu Fuß über den Old Post Way erreichbar. Mit dem Tunnel kamen auch schnell die Touristen und entdeckten die Schönheit des idyllischen Örtchens.

Gásadalur Múlafossur Wasserfall
Das Örtchen Gásadalur und der Múlafossur Wasserfall
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Trælanípa und Bøsdalafossur Wasserfall (Wanderung)

Der „Sklavenfelsen“ Trælanípa mit seinen beeindruckenden Klippen und dem Ausblick von der 142 m hohen Landspitze. Der Name kommt daher, dass hier früher Sklaven ins Meer gestoßen wurden.

Ein paar Meter weiter: Wasserfall Bøsdalafossur, der sich 30 m hinab in den Nordatlantik ergießt. Immer neben uns, der größte Binnensee der Färöer: Sørvágsvatn (auch Leitisvatn genannt). Die Lage des 40 Meter über dem Meeresspiegel befindlichen Sees ist ein weiterer unbeschreiblicher Anblick! Ein Naturwunder wie wir es noch nie gesehen haben.

Bøsdalafossur Wasserfall
Der Bøsdalafossur Wasserfall ergießt sich über 30 Meter in den Atlantik.

Wir setzen uns auf die Klippen und können vom Anblick dieser Schönheiten nicht genug bekommen. Und das gleich am ersten Tag der Reise. Wir sind überwältigt. Was mag noch kommen?

Die Wanderung ist etwa 8 km lang (hin und zurück) und würden wir als einfach einstufen. Der Ausgangspunkt zur Wanderung befindet sich in Miðvágur, etwa 20 Minuten von Gásadalur entfernt.

Bei Regen könnte es matschig werden. Die Felsen hinab zum Wasserfall außerdem rutschig. Zieht leichte Wanderschuhe an und vergesst eure Regenjacken nicht.

Trælanípa Bøsdalafossur und Sørvágsvatn
Die Wanderung zu den Klippen von Trælanípa und dem Bøsdalafossur Wasserfall entlang des größten Binnensee der Färöer Sørvágsvatn ist der Wahnsinn!
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Hauptstadt Tórshavn

Die Hauptstadt der Inselkette Tórshavn zählt mit rund 20.000 Einwohnern zu den kleinsten Hauptstädten der Welt. Die Stadt ist kulinarisches als auch wirtschaftliches Zentrum der Inseln.

Die Highlights befinden sich rund um den Hafen.

Vor allem die Altstadt und die Halbinsel Tinganes mit seinen alten Holzhäusern sind sehenswert. Am besten schlendert ihr einfach durch die kleinen Gassen. Aber Achtung: Es leben auch Menschen hier, haltet nicht einfach die Kameras in Fenster!

Die kleine aber feine Hauptstadt hat einige Galerien, ein wenig Street Art und ziemlich gute Restaurants. Dazu steht am Stadtrand das Nordic House, wo Veranstaltungen sowie Kunstausstellungen stattfinden.

Natürlich steht in Tórshavn auch das Fußballstadion, in welchem auch unsere Nationalmannschaft schon das ein oder andere Qualifikationsspiel bestritt.

Fun Fact:

Als wir beim Abholen unserer Fish & Chips Bestellung am ersten Abend kurz warten müssen, entdeckt unser Guide den erst kürzlich zurückgetretenen Premierminister Dänemarks. Er kam nach uns in den Laden und bestätigt was wir nicht glaubten. Fish & Chips sind hier total „in“, seit die Briten während des zweiten Weltkriegs auf den Färöern eine Basis hatten.

Tinganes Altstadt Tórshavn
Altstadt Tinganes von Tórshavn
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Der Hafen von Tórshavn

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Essen und Trinken

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Sushi bei Etika in Tórshavn.
Lachs Sushi Tórshavn
Der Lachs ist so zart, dass er auf der „Zunge zergeht“.
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Insel Nólsoy

Eine etwas ruhigere Insel befindet sich nur 20 Minuten per Fähre von Tórshavn entfernt. Die kleine Insel Nólsoy mit dem gleichnamigen Ort bietet euch eine spektakuläre Wanderung hinauf zum Hvíliplássid und weiter zu einem Leuchtturm.

Im Ort selbst fällt uns direkt bei Ankunft die bunten Holzhäuser, als auch das „Tor“ aus Kieferknochen eines Pottwals, auf. Einheimische baden im Meer und entspannen am kleinen Sandstrand. Die Dauer für die etwa 14 km sind 5 Stunden. Am Hafen findet ihr eine Tafel mit einer Karte zur Wanderung.

Leider hat uns die Zeit dafür nicht gereicht. Darum sind wir auf eigene Faust herumgewandert. Wege sind vorhanden und spektakuläre Aussichten hinab von Klippen auf das Meer.

Wir würden euch gerne das kleine Café (in Google Maps unter „Café & Information“) empfehlen, in dem wir so gut zu Mittag gegessen haben. Leider stand bei unserem Besuch fest, dass es eine Woche später schließen würde, da das Haus vom Besitzer verkauft wird. Schade. In diesem Café integriert ist übrigens auch die Tourist Info.

Über diese konnten wir außerdem ein altes ursprüngliches färöisches Haus besuchen, das jetzt als Museum erhalten wird.

Hinweis zur Fähre nach Nólsoy

  • Die Fähre fährt mehrmals am Tag hin und her.
  • Ihr könnt das Auto mitnehmen, braucht es aber vor Ort nicht. Es macht keinen Sinn, da es sowieso nur wenige Straßen auf Nólsoy gibt.
  • Die Fähre kostet für die Hin- und Rückfahrt 40 DKK.
  • Den Fahrplan findet ihr hier.
Schilderwald in Nólsoy
Schilderwald in Nólsoy
Hafen Nolsoy Färöer
Die bunten Häuser von Nólsoy und der Eingang mit den Kieferknochen eines Pottwals
Nollywood
Nollywood
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Heimablídni - Essen bei Einheimischen

Eines der schönsten kulinarischen Erlebnisse war für uns „Heimablídni“. Bei Anna and Óli durften wir so die färöische Tradition der „Gastfreundschaft zu Hause“ erleben. Gemeinsam mit anderen Gästen (und sogar Nachbarn) bereiteten die beiden landestypische Gerichte in ihrem wunderschön gelegenen Haus in Velbastaður zu.

So konnten wir echt viel über Traditionen, die Inselgruppe und natürlich das Essen auf den Färöern erfahren. Wer dazu gerne auf Menschen aus der ganzen Welt trifft ist hier genau richtig.

Eine lustige Tradition ist der Willkommens-Schnaps. Ein volles Glas wird jedem Gast gereicht. Es wird getrunken so viel man möchte. Ihr könnt, müsst aber nicht das ganze Glas trinken.

Heimablídni - Essen bei Einheimischen
Heimablídni – Essen bei den Einheimischen Anna und Oli auf den Färöer.
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Insel Mykines und Papageientaucher

Schon lange wollten wir mal Papageientaucher („Puffins“) in „echt“ sehen. Auf Färöer ist das möglich. An mehreren Orten könnt ihr Papagei(en)taucher – beide Varianten gibt es – sehen.

Die meisten davon auf der nur per Fähre oder Helikopter zu erreichenden Insel Mykines. Die „Insel der Vögel“ ist berühmt für die süßen Vögel.

Auf der Insel gibt es einen kleinen Ort mit nur 16 Einwohnern, darunter unser Guide Oda von Go Local. Mit ihr wandern wir bis zum Leuchtturm und vorbei an gefühlt 100 Schafen und mindestens 100 mal so vielen Papageientauchern.

Oda erzählt viel über die sprunghafte Entwicklung im Tourismus und der Auswirkung auf die süßen Tiere. Denn ihre Nester befinden sich oft bis 2 Meter unter der Erde. Unvorsichtige Touristen trampeln abseits der Pfade und zerstören so die Zugänge dazu.

Unsere Bitte: Seid Vorsichtig! Ihr kommt den Tieren auch so nahe genug.

Wir hatten viel Glück: Bei unserer Ankunft herrschten perfekte Verhältnisse: Gefühlt 1 Millionen Papageientaucher waren da. Sie waren einfach überall.

Wir konnten gar nicht genug davon bekommen. Schon gar nicht aufhören, Fotos zu schießen. Oda hatte sogar Angst, wir könnten unsere Fähre verpassen, da wir immer wieder anhielten, beobachteten, staunten und strahlen.

Der perfekte Tag endete an Oda’s kleinem selbstrestauriertem Haus mit Snacks und Bier. Stilecht gastfreundlich eben.

Die Landschaft auf Mykines ist übrigens genauso beeindruckend wie die Vögel. Ihr werdet eine Menge toller Landschaftsmotive finden. Mykines ist definitiv eine der absoluten Sehenswürdigkeiten auf den Färöern.

Jedoch müsst ihr euch immer bewußt sein, dass die Fähre (und Helikopter) oft nicht verkehren, wenn es wieder stürmisch ist. Und das ist es bekanntlich sehr oft am westlichen Ende der Inseln.

Die beste Aussicht auf die Vögel erreicht ihr über eine Fußgängerbrücke zur kleinen vorgelagerten Insel Mykineshólmur. Neben den Puffins nisten hier auch Basstölpel, die nur hier auf den Färöern leben.

Auf vorgelagerten Felsen entdecken wir dank Telezoom-Objektiv Robben. Wer sie nicht sieht, wird sie je nach Wind auf jeden Fall riechen.

Infos zu Go Local:

Wenn es nach Guide Oda ginge, gäbe es nur noch geführte Touren auf Mykines. Oder nur eine Aussichtsplattform für die Monate Juli und August, wenn Puffins nisten. Denn die Wanderung zum Leuchtturm geht zwar über markierte Pfade im Gras, hält die Vögelchen jedoch nicht davon ab, direkt daneben zu nisten.

Sind die Höhlen noch besetzt kann es sein, dass unvorsichtige Touristen diese zertrampeln. Das ist gar nicht gut.

Oda hat liebevoll ein kleines Haus auf Mykines restauriert, indem Gäste übernachten können. Normalweise gibt es eine Tour zum Sonnenuntergang, anschließendes Essen und die Übernachtung bei ihr als Paket.

Wir hatten eine ganztägige Tour vom Tourismusverband organisiert bekommen. Diese könnt ihr – nach Verfügbarkeit – ebenfalls anfragen.

Mehr dazu auf Oda’s Go Local Webseite.

Infos zur Fähre:

  • Tickets unbedingt vorab buchen, da dank rasant wachsendem Tourismus die Boote schnell ausgebucht sind
  • Die Bootsverbindungen starten ab Sørvágur
  • Unbedingt einen Platz an Deck suchen. Mit etwas Glück fahrt ihr zwischen dem Felsentor Drangarnirund Trælanípan durch. Kamera bereithalten und genießen!
Papageientaucher Mykines
Jeder kommt nach Mykines um vor allem Papageientaucher zu sehen!

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Insel Sandoy

Sandoy „Sandinsel“ ist die fünftgrößte Insel der Färöer. Sie gilt als malerisch schön und als flachste der Inseln. Ihr Name kommt von den Sandstränden entlang der Küste. Etwa 1200 Einwohner leben hier.

Sanddünen Insel Sandoy
In Sandur ist besonders der Sandstrand mit seinen dahinter liegenden Sanddünen beliebt.

Zu erreichen ist Sandoy über eine Fähre von Gamlarætt (etwa 15 Min. von Tórshavn entfernt), ab 2021 direkr per Unterseetunnel.

Wir treffen hier auf Local Guide Hanna. Sie zeigt uns nach einem köstlichen Mittagessen im Café Breiðateig, mit lokalen Zutaten, bei einer kleinen Wanderung eine noch viel eindrucksvollere Natur. Wow!

Café Breiðateig Sandur
Café Breiðateig – hier wird mit lokalen Zutaten gekocht!

Der „Pfad“ bei Eggjar führt über das Feld eines Farmers und wurde im Rahmen des „Closed for Maintenance, Open for Voluntourism“ öffentlich abgesteckt. So gelangen wir zu einer wahnsinnigen Aussicht auf die steil abfallenden Klippen. Mit Glück sieht man manchmal Robben am Strand bei Søltuvík („Salty Bay“). Heute leider nicht.

volunteer-project-faroe
Die roten Pfosten markieren den Weg nach Eggjar. Dies war eines der Projekte das durch ein Volunteer Projekt umgesetzt wurde.

sandoy-eggjar

Leider ist der Ort bei Einheimischen kein Geheimnis und so sind wir an einem Sonntag nicht alleine. Von Massentourismus sind die 20 anderen Menschen weit entfernt. Trotzdem ein ungewöhnlicher Anblick abseits der „Instagram-Hot-Spots“.

Yvir á Eggjar
Yvir á Eggjar

Am Abend sind kehren wir im Caféin á Mølini in Skálavik ein. Spezialität des Hauses: Geröstetes Lamm, davor eine der besten Fischsuppen überhaupt. Es schmeckt köstlich! Das kleine Café scheint der Treffpunkt des Dorfes zu sein. Von groß bis klein, gefühlt alle Einwohner waren an diesem Abend anwesend.

Fischsuppe Sandoy
Die vermutlich besten Fischsuppen gibts auf der Insel Sandoy!
Geröstetes Lamm Sandoy
Geröstetes Lamm mit Kartoffeln und Salat.

Nach dem Abendessen machen wir einen kleinen Abstecher nach Húsavik an den Strand.

Húsavik auf Sandoy
Húsavik auf Sandoy.

Zum Sonnenuntergang suchen wir uns einen Spot Richtung Skopun aus. Denn hier haben wir beim Verlassen der Fähre bereits ein kleines Holzhaus an einem See gefunden.

sonnenuntergang-insel-sandoy

Tipps zu Sandoy

  • Guide: Kontaktiert die Touristeninfo von Sandoy, um Hanna als Guide für euch zu gewinnen. Sie lud uns sogar zu sich nach Hause ein. Dieses Schmuckstück alleine ist der Trip wert!
  • Unterkunft: Airbnb in Sandur mit Blick auf das Meer und die Dünen.
  • Essen und Trinken: Frühstück auf Wunsch, Lunch und Abendessen: Café Breiðateig in Sandur. Caféin á Mølini in Skálavik für Lamm.
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Wanderung Villingadalsfjall / Enniberg

Eine der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Wanderungen unternehmen wir ab Viðareiði über den Gipfel des Villingadasfjall bis nach Enniberg. Hier auf der Insel Viðoy befinden sich die fast senkrecht abfallenden und mit mit über 750 Metern höchsten Klippen der Welt.

Guide Rani fragt darum auch zweimal nach, ob wir wirklich diese Wanderung unternehmen möchten. Na klar! Trotzdem muss hier gesagt werden, dass dieser Auf- und Abstieg größtenteils über rutschiges Geröll führt. Zu den Klippen geht es über einen schmalen Grat. Links und rechts geht es ziemlich steil hinab, was wir beim Hinweg aufgrund des Nebels nur erahnen konnten.

Ihr solltet trittsicher sein und definitiv keine Höhenangst haben. Einheimische sagen, diese Wanderung gehöre zu den schönsten der Färöer Inseln.

Viðareiði Wanderung Enniberg
Der Aufstieg beginnt ab Viðareiði, zu sehen im Tal. Der Ausblick ist sehr beeindruckend, wenn Wolken und Nebel die Sicht nicht versperren.

Zu Beginn wandert man in etwa 1,5 Stunden hinauf auf den 841 m hohen Villingadasfjall. Bei gutem Wetter habt ihr dabei die Chance, die Nachbarinseln Bordoy, Kunoy und Kalsoy zu sehen. Während wir immer weiter hinauf gelangen, zieht es immer mehr zu. Wir sehen: Nichts.

Danach geht es weiter über Geröll. Es ist steinig und steil. Dazu wird der Pfad immer schmaler, bis ihr zum Grat gelangt über das ihr müsst, wenn ihr zur Spitze bis nach Enniberg möchtet.

Wanderung Villingadalsfjall / Enniberg
Ein Teil des Grats von Villingadalsfjall Richtung Enniberg. Links geht es steil bergab. Später auch rechts.

Es verlangt auch geübten eine gewisse Kondition und Konzentration ab. Mit Glück werdet ihr dafür mit unfassbaren Panoramen belohnt. Wir warteten am Enniberg, bis sich plötzlich für wenige Minuten die Wolkendecke öffnete. Plötzlich sahen wir, in welch unglaublich schöner Landschaft wir wieder mal gelandet waren. Jeder vergossene Tropfen Schweiß war diese Aussicht wert!

Ausblick Enniberg Färöer
Nur kurz verziehen sich Nebel und Wolken und geben den unfassbaren Ausblick von Enniberg frei!

Wir raten euch: Macht diese Wanderung unbedingt nur mit einem Guide wie Rani. Bei Nebel ist man schnell orientierungslos. Und abrutschen mag bei diesen steilen Abhängen sicher niemand …

Weitere Infos zur Wanderung

Kontaktiert Rani Nolsoe für eine Tour mit ihm. Er ist klasse! Entweder per E-Mail ( [email protected]) über Instagram (@Faroeislands2019) oder per Telefon: +298 210610. Er hat auch weitere (weniger anstrengende) Touren mit tollen Ausblicken im Angebot.

Wanderung auf Enniberg
Die Wanderung ist schwer und ihr müsst konzentriert und trittsicher sein. Schwindelfrei auch.
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Insel Kalsoy

Kalsoy ist einer der sechs Nordinseln. Außerdem bekommt sie durch ihre Lage den Status „Außeninsel“ (Útoyggjar). Lediglich die Ostküste Kalsoys ist bewohnbar. Hier befinden sich vier Orte mit insgesamt rund 120 Einwohnern. Trøllanes, Mikladalur, Húsarund Syðradalur,

Die Vorfreude auf die Insel war groß. Die Wanderung zum Leuchtturm in Kallur soll eine der kürzeren aber schönsten sein. So beschlossen wir, die Fähre von Klaksvik nach Syðradalur auf Kalsoy – was übrigens Männerinsel heißt – für einen (Halb-)Tagesausflug zu nehmen.

Wanderung zum Leuchtturm

Die Wanderung ist recht kurz und dauert hin- und zurück etwa eine Stunde. Lediglich der Ausgangspunkt ist nicht so einfach zu finden, wenn man sich nicht informiert. So „eierten“ etwa drei andere Autos und Personen am Parkplatz herum. Also starteten wir als erste. Denn dank der App „All Trails“ konnte ich exakte GPS Daten abrufen.

Der Pfad durch das Gras zum Leuchtturm ist auf einem Privatgrundstück. Respektiert dies und nutzt die bereits sichtbaren Pfade. Leider war es bei uns sehr nebelig. Sicht gleich null. Immer wieder hat es genieselt und die erhofften Aussichten hatten wir nicht.

Damit müsst ihr immer rechnen. Wir hatten die restliche Zeit Glück. Hier nicht, aber das ist auch okay.

  • Ausgangspunkt Wanderung: Parkplatz in Trøllanes mit öffentlicher Toilette.
  • Achtung bei der Wanderung: Es gibt im Grad tiefe Löcher. Wer Probleme mit den Bändern hat sollte hohe Wanderschuhe anziehen.

Kópakonan, die Robben-Frau

Hannahs Wunsch war es, die 2,60 m hohe Skulptur der Robben-Frau in Mikladalur zu besuchen. Bei stürmischem Wetter brechen die Wellen auch über der Statue (es gibt YouTube Videos). Bei uns: Alles ruhig und schwer vorstellbar.

Die Legende der Robbenfrau ist eines der bekanntesten Sagen auf den Färöern. Man dachte, dass es sich bei Robben um einstige Menschen handelte, die freiwillig den Tod im Meer suchten.

Einmal im Jahr durften die Robben an Land kommen und sich die Haut ausziehen. Sie durften sich dann als Menschen amüsieren und tanzen. Ein junger Farmer aus Mikladalur fragte sich, ob die Geschichte stimmte und wartete an jedem 13. Abend des Jahres am Strand.

Als die Robben an Land kommen und sich ihrer Haut entledigen, stahl er die einer jungen Dame. Als die Robben am Ende der Nacht wieder in ihre Häute steigen, findet das Robbenmädchen seine Haut nicht mehr. Trotz flehen gab er ihre Haut nicht zurück und nahm sie mit auf seine Farm. Sie wurde seine Frau und die beiden bekamen einige Kinder. Ihre Haut, um zurück ins Meer zu kommen, bekam sie allerdings nicht zurück.

Irgendwann vergass er den Schlüssel zur Truhe ihrer Haut und sie entkam in den Ozean. Als die Männer wieder zur Jagd auf Robben gehen, erscheint sie ihm nachts im Schlaf. Sie warnt ihn davor, ihren neuen Mann und ihre beiden Robben-Babies zu töten. Er nimmt den Traum nicht ernst. Als sie von der Jagd kommen und ihre Fänge zubereiten erscheint sie mit Blitz und Donner. Sie schwört Rache und bis heute ertrinken Männer aus Mikladalur im Meer.

Tipps zur Fähre von Klaksvik nach Kalsoy

Guide Rani hatte uns am Vortag noch Tipps zur Fähre gegeben. Tickets vorab reservieren ist leider nicht möglich. „Stellt euer Auto am Abend schon auf die Spur für Touristen, wenn ihr die 8 Uhr Fähre nehmen möchtet.“ Oder: „Wartet, bis die 8 Uhr Fähre weg ist und parkt das Auto, um einen Platz auf der 10 Uhr Fähre zu bekommen.“ Clever wie wir sind dachten wir, dass wir gleich die Fähre um 8 Uhr nehmen würden. Auto um 7 Uhr geparkt und erstmal zurück ins Airbnb und einen Kaffee getrunken.

Gegen 7.30 Uhr aber waren die anderen Autos schon dabei, auf die Fähre zu fahren. Verdammt. Und unser Auto: Mittendrin. Peinlich.

Nehmt die 10 Uhr Fähre, denn die Zeit für alles Sehenswürdige reicht definitiv aus, um die erste Fähre am Nachmittag um 15.30 Uhr zu nehmen. Wir standen zur Rückfahrt zwei Stunden am Fähranleger und warteten … im Regen.

  • Kosten der Fähre: Auto mit Fahrer 160 DKK, jede weitere Person 40 DKK.
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Insel Streymoy

Streymoy ist die größte Insel der Inselgruppe der Färöer. Hier befinden sich außer der Hauptstadt Tórshavn weitere sehenswerte Orte, die wir euch zeigen möchten.

Streymoy ist mit der Insel Vágar durch einen Unterseetunnel verbunden. Zur Insel Eysturoy kommt ihr per Brücke. In ferner Zukunft aber auch per Tunnel.

Fossá Wasserfall

Highlights sind der höchste Wasserfall der Färöer Inseln: Fossá. Im Sommer nach fünf Tagen ohne Regen leider ein Rinnsal. Er stürtzt sich über 140 Meter in zwei Stufen hinab.

Tjørnuvik

Das kleine Dorf ist besonders beliebt bei Surfern. Bei uns herrschte Flaute und somit waren auch keine Surfer im Wasser zu sehen. Der kleine Ort liegt jedenfalls sehr idyllisch in einer Bucht mit Blick auf Risin und Kelligin. Leider bei uns im Nebel kaum zu erkennen.

Hinweis: Es gibt ein kleines Café (nicht das am Strand) in dem ihr leckere Waffeln essen könnt. Zu bezahlen ausnahmsweise nicht mit Kreditkarte. Habt dänische oder färöische Kronen dabei. Die Preise in Euro geben keinen guten Kurs her.

Saksun

Der „Instagram Hot Spot“ Saksun liegt versteckt. Alleine die Anfahrt hat es in sich. Eine einspurige Straße. Links und rechts geht es hinab. Die Straße schlängelt sich nach Saksun durch eine tolle Landschaft.

Hier findet ihr die Instagram Häuser mit Moss und Gras bewachsenen Dächern. Aber Achtung: Die Einwohner haben keine Lust mehr auf Touristen und tun dies auf einigen Schildern kund.

Darum haben wir auch darauf verzichtet, in das Tal Saksunadalur mit See, der bei Ebbe vom Meer abgeschnitten ist, zu wandern.Der Ausblick ist trotzdem wunderschön.

Kirkjubøur

Bei der Rückkehr von Sandoy nahmen wir den kleinen Umweg in Kauf, um das Dorf Kirkjubøur (= Kirchendorf) im Südwesten zu besuchen. Von den Bussen waren wir allerdings ein wenig abgeschreckt. Kein Wunder, denn hier befinden sich gleich drei der Hauptsehenswürdigkeiten des Landes. Wir denken im Nachhinein, dass ihr nicht extra hier her fahren müsst.

Fotomotiv hier ist – wie überall – die mit Gras bedeckten Holzhäuser. Beliebt ist hier der Besuch eines der ältesten Häusern der Wikingerzeit sowie die Ruine des Magnusdom und die Olavskirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist die älteste Kirche auf den Färöern und sogar heute noch in Benutzung.

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Insel Eysturoy

Mit rund 10000 Einwohnern und einer Fläche von 286 km2 ist Eysturoy die zweitgrößte färöische Insel.

Hier fahren wir auf der Buttercup Route zuerst nach Eiði, dann Gjogv uns am Ende über Funningur zurück nach Klaksvik.

Ei∂i

Das Fischerdorf Ei∂i ist besonders aufgrund seines stillgelegten Fußball Feldes bekannt. Jetzt ist darauf ein Campingplatz. Besser gelegen könnte dieser nicht sein, oder?

Über Eid∂i kommt ihr sehr nahe an die Felsnadeln Risin und Kellingin heran, die man bereits von der Bucht in Tjørnuvik eindrucksvoll sehen konnte.

Gjógv

Das nördlichste Dorf auf Eysturoy ist Gjógv, auf Deutsch „Schlucht“. Denn hier gibt es einen natürlichen Hafen aus einer tiefen Schlucht.

Falls ihr Zeit habt, könnt ihr auch hier auf einer Klippe Papageientaucher sehen. Dazu hatten wir leider keine Zeit mehr. Außerdem hatten wir auch auf Mykines gefühlt schon 1000 Fotos geschossen.

Zwischen den Orten Ei∂i und Gjógv liegt der Slættaratindur, mit 882 Metern der höchste Berg der Färöer. Uns steckte die Wanderung auf den Enniberg noch in den Knochen und leider hatten wir auch hier keine Zeit für eine Wanderung.

Funningur

Vor unserer Rückfahrt passierten wir noch Funningur. Besonders die sich windenden Straßen haben uns hier beeindruckt.

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Beim nächsten Mal mit mehr Zeit

Für einen der spektakulärsten Ausblicke auf den Färöern hatten wir leider keine Zeit mehr. Während der Reiseplanung war klar, dass die Wanderung an die Spitze mit Blick auf die Klippen von Dragarnir über einen privaten Pfad führen würde. Das Betreten wurde von dem Farmer nicht unbedingt gerne gesehen.

Kurz vor unserer Reise fanden wir heraus, dass man mittlerweile mit Guide eine Wanderung „offiziell“ unternehmen könne. Unsere lokalen Guides sahen aber genau diese Wanderung kontrovers, da angeblich Kinder einen führen und ein Eintrittsgeld nur genommen wird, um eben Geld damit zu verdienen. Entscheidet selbst.

Die Kosten belaufen sich auf rund 550 DKK mit Guide. Die Wanderung hin und zurück dauert etwa 3 Stunden.

Wir hatten bei unserer Fahrt mit der Fähre nach Mykines Glück, dass wir genau zwischen der Landspitze Tindhólmur und dem Felsen Dragarnir durchgefahren sind.

Fähre Mykines
Mit Glück und „guten“ Bedingungen fahrt ihr auf dem Weg nach Mykines genau bei Trælanípan und Dragarnir dem Felsentor vorbei bzw. zwischendurch! Wahnsinn!
Trælanípan und Dragarnir
Trælanípan und Dragarnir, die eindrucksvolle Felsformation bei Vágar auf dem Weg nach Mykines.
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Karte mit Highlights: Färöer Inseln im Überblick

Hier ist unsere erstellte Karte der Färöer Inseln. Wir haben alle Highlights der Inseln um die Hauptstadt Tórshavn erstellt.

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Wie lange bleiben?

Auf den Färöer Inseln könnt ihr alle Orte in kurzer Zeit schnell erreichen. Etwa 1,5 Stunden Fahrzeit müsst ihr ab Tórshavn in den Norden nach Klaksvik rechnen.

Wir empfehlen, mindestens fünf volle Tage auf den Färöer Inseln zu bleiben. Besser eine ganze Woche. Mit An- und Abreise hatten wir fünfeinhalb Tage zur Verfügung.

Ideal nutzt ihr die Anreise zu einem kurzen Stopover in Kopenhagen und nehmt am Morgen den frühesten Flug.

Je mehr Zeit ihr hat, umso mehr könnt ihr die tolle Natur genießen! Plant am besten einen Puffertag ein. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und nur am letzten Tag Regen.

In unserer Karte findet ihr all unsere besuchten Orten und Highlights (Restaurants, Aussichtspunkte, Wanderungen, Sehenswürdigkeiten).

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Beste Reisezeit

Durch die Lage der Färöer-Inseln ist der Golfstrom für das Klima auswirkend. Richtig hohe Temperaturschwankungen bleiben überraschenderweise aus. Trotz Lage der nördlichen Breitengrade.

Sogar im Winter is das Wetter im Durchschnitt milder als bei uns in Zentraleuropa. Die Temperaturen fallen selten unter 0 Grad. Schnee bleibt nur auf den Gipfeln länger liegen. Generell regnet es auf den Inseln immer sehr viel. Darum sind diese auch knallgrün.

Das Wetter kann sich blitzschnell ändern. Macht euch auf vier Jahreszeiten an einem Tag gefasst. Es kann vorkommen.

Im Sommer herrschen im Schnitt um die 11 – 15 Grad. Wir hatten unglaubliches Glück. Ende Juli/Anfang August herrschten 20 – 24 Grad, es waren kaum Wolken am Himmel und nur am letzten Tag war es regnerisch und nebelig. Wir waren ehrlich überrascht, dass unsere Regenhosen unbenutzt blieben.

Falls ihr raues Klima gerne habt, könnt ihr im Winter die Färöer Inseln besuchen. Lediglich die kurzen Tage mit nur 5 Stunden Tageslicht machen eine ausgiebige Erkundung schwer möglich.

Wir hatten etwa ab 5 Uhr morgens bis abends gegen 22.30 Uhr Tageslicht. Perfekt, um längere Wanderungen mit Erkundungen der umliegenden Dörfern zu kombinieren.

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Tipps zum Auto fahren

Mautgebühren

Für die Durchfahrt der Unterseetunnel zwischen Vagar – Streymoy sowie Eysturoy und Bordoy wird eine Maut von 100 DKK fällig.

Bei der Abholung des Mietwagens am Flughafen wurden wir gefragt, ob wir die Flatrate von 300 DKK bezahlen möchten. Alternativ wird jede Tunneldurchfahrt einzeln berechnet (100 DKK je Durchfahrt). Dabei wird das Nummernschild erfasst und nach der Reise abgerechnet.

Überlegt euch vor Anreise, wie oft ihr die Tunnel durchquert und welche Bezahlung die für euch günstigere ist. Wir wählten die Flatrate. Am Ende die bessere Entscheidung, denn wir sind mehr als dreimal durch die gebührenpflichtigenTunnel gefahren.

Reist ihr mit dem eigenen Auto?

Falls ihr mit dem eigenen Auto unterwegs seid, müsst ihr euch in den offiziellen Broschüren informieren, wo ihr die Mautgebühren bezahlen könnt. Meist sind es die Tankstellen nach dem jeweiligen Tunnel.

Licht an!

Es herrscht die Pflicht, dass ihr zu jeder Tageszeit Licht anhaben müsst. Bei unserem Mietwagen war es sowieso automatisch eingeschalten.

Einspurige Tunnel

Die einspurigen Tunnel sind für uns gewöhnungsbedürftig. Das Licht ist schummrig. Immer eine Seite muss Vorfahrt gewähren. Das erkennt ihr an den Schildern am Eingang des Tunnels (Roter und schwarzer Pfeil wie bei uns auch).

Sobald euch ein Auto entgegenkommt, müsst ihr in eine Haltebucht fahren (mit einem M markiert). Dabei schalten Locals ihr Licht aus, um andere nicht zu blenden. In der Haltebucht wartet ihr, bis der Gegenverkehr vorbei ist.

Dann könnt ihr die Fahrt fortsetzen. Das fordert manchmal etwas Geduld und kann dauern.

Geschwindigkeitslimit

Außerhalb Ortschaften dürft ihr 80 km/h fahren. Schnellere Geschwindigkeiten gibt es nirgendwo. Manche Einheimische fahren natürlich schneller, die meisten haben Zeit und halten sich wirklich an die Vorgaben.

Innerhalb der Ortschaften gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen von 50 km/h.

Fahrt auf „Buttercup Routen“

Die Buttercup Routen sind landschaftlich schöne Strecken und mit einem Grünen Schild und gelber Blume gekennzeichnet.

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Reiseführer für die Färöer Inseln

Auf der Suche nach einem Reiseführer stößt man nur auf den englischen Bradt Guide. Dieser Guide ist vom Layout schwer zu lesen, beinhaltet allerdings gute Infos, wenn auch recht „chaotisch“ und manchmal in unlogischer Reihenfolge.

Auf der Webseite der Färöer Inseln findet ihr viele Guides, die ihr kostenlos herunterladen könnt. Dazu gibt es gute Broschüren der Touristeninformation Visit Faroe Islands auf Deutsch sowie eine kostenlose Karte am Flughafen.

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Weitere Tipps und Infos

Währung, Preise und Kosten

Essen gehen und Lebensmittel liegen auf ähnlichem Preisniveau wie die skandinavischen Nachbarländer.

Mit der Färöischen Krone besitzen die Färöer ihre eigene Währung, mit Dänischen Kronen könnt ihr ebenfalls vor Ort bezahlen. Wir haben nur einmal mit Bargeld in Trælanípa die Gebühren für die Wanderung in bar bezahlt. Vermutlich hätten wir auch hier mit Kreditkarte bezahlen können. Färöische Kronen haben wir nie besessen.

Im Grunde benötigt ihr kein Bargeld, da ihr wie in Skandinavien üblich überall mit Kreditkarte bezahlen könnt.

Nützliche Links

Generell ist die Webseite des Färöer Tourismusverbandes eine super Quelle, wenn es um aktuelle Bestimmungen für Wanderungen, Restriktionen und Gebühren für Wanderungen geht.

Hier findet ihr auch Angaben zu Orten, die ihr noch noch mit Guide besuchen könnt und solltet.

Habt ihr weitere Fragen oder Tipps zu den Färöer Inseln?

Wir freuen uns immer über einen Kommentar am Ende des Artikels!

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Disclaimer: Ein großes Dankeschön an Visit Faroe Islands für die Einladung. Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit und enthält daher Werbung. Die Route haben wir komplett selbst geplant und wurden nur in der Organisation der Guides unterstützt. Unsere Meinung ist natürlich und trotzdem unsere eigene und darum ehrlich.

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2 Kommentare

  • Hallo, ich lasse mal ein Kompliment und einen Gruß hier: ihr habt einen tollen Blog mit interessanten Reisen. Unterhaltsam geschrieben und informativ zugleich – weiter so! Ich habe damals Flüge ab/bis Billund gebucht und die Reise auf die Färöer mit einem Westjütland-Urlaub verbunden, das kann ich absolut empfehlen. MfG

  • Hallo,
    die Info’s unterstreichen meine Vorstellungen, daß die Färöer ein wunderbares Reiseziel sind! Sehr schöne Bilder, da freue ich mich schon drauf, mal wieder so richtig auf Foto-Tour zu gehen :-) Was ich aus den Zwischentönen so rauslese, ist, …. Zeit lassen. Blos nicht hetzen. Gilt sicher für die meisten Regionen, wenn man wirklich richtig „eintauchen“ will, aber für so eine weite entspannte Landschaft wohl erst recht.
    Danke für die guten Info’s!
    Bernd

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