Camping in Island: Alles, was du wissen musst, mit Tipps für Campingplätze

Die flexibelste Art, um auf Island zu reisen, ist mit dem Wohnmobil/Campervan. Alternativ mit Auto und Zelt. Camping (tjaldsvæði) ist außerdem die günstigere Variante zu Unterkünften (Hotels und Hütten). Allerdings liegt Camping auf Island so sehr im Trend, dass nicht nur Unterkünfte, sondern auch die besten Miet-Camper bis zu einem Jahr im Voraus ausgebucht sind. Stand: 08/2023.

Camping auf Island lohnt sich

In Island gibt es zwar mehr Schafe als Einwohner, trotzdem findest du auf der ganzen Insel mehr als 200 Campingplätze. Vor allem in touristischen Hotspots im Süden und entlang der Ringstraße gibt es zahlreiche Campingplätze zum übernachten.

Es ist für viele Europäer ein Traum: Große Wiesen, freie Auswahl des Stellplatzes und die Nähe zur Natur. Wir lieben es. Campingurlaub in Island ist für uns die beste Option, die Insel zu erkunden. Die Preise sind recht günstig und auf europäischem Stellplatz Niveau. Leider ist die Ausstattung auch dementsprechend. Dafür sind die Preise sehr niedrig. Im Schnitt haben wir 1000 - 2500 ISK pro Person (ohne Strom) bezahlt. Das sind zwischen 7 - 17 Euro. Günstig und unseren Stellplätzen entsprechend.

Der Nachteil des immer beliebter werdenden Campens liegt auf der Hand: Oftmals gibt es zu viele Camper für zu wenige Toiletten und Duschen. Da lohnt es sich, autark zu sein. Und warum Strom so viel in Island kostet, ist allen ein Rätsel. Denn dieser ist im Überfluss vorhanden, ebenso wie heißes Wasser zum Duschen. Aber ich will nicht jammern, denn ich mag die Natur und Island.

Beste Reisezeit für Island mit Wohnmobil

Auch wenn Island im Herbst, Winter und Frühling immer beliebter wird, ist der Sommer die beste Zeit für Campingurlaub auf Island. Die Campingplätze haben geöffnet (ab ca. April/Mai bis ca. September-Oktober), die Tage sind lang und so ist es ideal, um Touristenmassen am Tag mit limitierter Zeit aus dem Weg zu gehen. Manche Campingplätze haben das ganze Jahr geöffnet. Du kannst die geschlossenen Campingplätze auch außerhalb der Saison nutzen, jedoch dann nicht die Infrastruktur (Duschen und Klos). Du solltest wie wir autark sein (Solar an Bord, eigenes Klo/Dusche und Kochmöglichkeit).

Das Wetter ist auf Island immer unberechenbar. Im einen Fjord kann es in Strömen regnen und 10 Grad haben, ein paar Meter weiter scheint dann die Sonne bei 20 Grad und du beginnst zu schwitzen. Alles erlebt.

Daher bist du mit Zelt und Auto, Camper oder Wohnmobil am flexibelsten. Du kannst spontan entscheiden, ob du das Wetter „aussitzt“ und abwartest, oder weiterfährst. Bei vor gebuchten Unterkünften ist das nicht möglich.

Im Frühling und Herbst stürmt es oft so sehr, dass Straßen gesperrt werden. Daher solltest du auf alles gefasst sein. Im Winter kann es sein, dass du mehrere Tage in deinem Camper festhängst.

Daher waren wir von Juni bis August auf Island. Ausführlicher Artikel zu welcher Jahreszeit du nach Island reisen solltest

Camper mieten auf Island

Während unserer 8-wöchigen Reise mit dem eigenen Camper (Peugeot Boxer hier ansehen) haben wir ab dem 10. Anbieter für Camper aufgehört zu zählen. Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass ich noch nie auf der Welt so viele verschiedene Anbieter für Camper auf engem Raum gesehen habe wie hier auf Island.

Überall begegnen dir bunt beklebte Camper jeglicher Größe. Vom Low-Budget-Camper mit Matratze, Autos mit Dachzelt bis zum 4x4 Offroad Camper mit Kabine oder als VW Crafter ist uns alles begegnet. Du kannst dabei eine feste Route buchen, an einer Gruppentour teilnehmen oder auf eigene Faust losfahren.

Wir haben den Check gemacht und Preise für das folgende Jahr geprüft, um einen Camper auf Island zu mieten. Da die Preise unserer Meinung überzogen sind, haben wir beschlossen, die Fähre zu buchen und mit dem eigenem Campervan autark unterwegs zu sein (und das ist auch gut so).

Anbieter für Camper auf Island sind unter anderem:

Prüfe genau, welcher Camper deinen Anforderungen entspricht. Wir fanden auch im Sommer die Standheizung wichtig, da wir Tage mit Dauerregen mit 5 Grad (in der Nacht kälter) hatten. Wenn dein Budget allerdings beschränkt ist, ist ein Mini-Camper mit Matratze (sonst ist nichts enthalten) eine gute Option, um flexibel zu reisen. Pack dann allerdings einen guten Schlafsack ein, denn den Motor laufen zu lassen, um die Heizung des Autos nutzen ist weder gut für die Umwelt noch gut für eine angenehme Nachbarschaft mit anderen Campern.

Anreise mit Fähre und eigenem Wohnmobil oder Auto

Falls du wie wir ein eigenes Wohnmobil oder Auto mit Dachzelt besitzt, ist es eine super Möglichkeit, mit der Smyril Fähre MS Norröna über die Färöer Inseln anzureisen. Nach unseren aktuellen Berechnungen lohnt sich diese bereits für 2 Personen ab 10 - 14 Tagen. Allerdings musst du bei der Fähre beachten, dass du hin und zurück jeweils 2 Tage unterwegs bist. Die Anreise aus Süddeutschland (wo ich wohne) dauert nach Hirthals (Dänemark) zum Hafen ebenfalls 12 Stunden (ca. 1200 km aus Heilbronn).

Hier findest du alles, was du wissen musst, wenn du Island mit dem Wohnmobil erkundest.

Da die Länge auf der Fähre berechnet wird, raten wir vom Auto mit Wohnwagen ab. Das ist allerdings jedem selbst überlassen.

Wir sind für 8 Wochen auf Island unterwegs gewesen. Daher hat sich die Fähre mit Camper definitiv gelohnt. Ein Zelt hatten wir auch dabei, denn wir sind den Laugavegur Trail mit zwei Wanderungen drumherum gewandert.

Ob ich nur mit Auto und Zelt auf Island herumreisen würde? Klare Antwort: Nein. Ich bin über 40 und leiste mir den Luxus, im eigenen Camper mit Klo, Dusche und Küchenzeile an Bord zu reisen. Vor allem auf die Standheizung möchte ich nicht verzichten.

Hast du nicht das Budget, hast du eine große Auswahl an Camper-Verleihern oder mietest dir ein Auto und bringst dein eigenes Zelt und Campingausrüstung mit. Camping auf Island ist definitiv die einfachste und beste Art, um die Insel im hohen Norden zu erkunden. Auf Campingplätzen findest du immer einen Platz, im Gegensatz zu Unterkünften, die schon ein Jahr im Voraus ausgebucht sind.

Smyril Fähre MS Norröna von Hirtshals (Dänemark) über die Färöer nach Island.
Smyril Fähre MS Norröna von Hirtshals (Dänemark) über die Färöer nach Island.

Campingplätze auf Island

Die Campingplätze auf Island bestehen größtenteils aus große Wiesen mit viel Natur traumhaft gelegen. Die Infrastruktur ist oft (bisher nicht) so gut, wie in den meisten Ländern Europas. Duschen und Klos sind auf kleineren Plätzen oft nicht so zahlreich vorhanden, wie die Anzahl der Camper vor Ort (Zwei Klos und eine Dusche für 100 Leute sind normal).

Allerdings sind an den touristischen Hotspots große Plätze (Vík í Mýrdal, Thingvellir, Skaftafell, Höfn), vor allem im Süden entlang der Ringstraße. Den Campingplatz in Reykjavik solltest du frühzeitig buchen, denn der ist so gut wie immer voll (Juni bis August).

Campingplatz in Thingvellier am Golden Circle:

Campingplatz Thingvellir am Golden Circle in Island
Campingplatz Thingvellir am Golden Circle in Island

Karte der Campingplätze

Wir sind in Seyðisfjörður mit der Fähre auf Island angekommen und haben die Ringstraße im Uhrzeigersinn befahren. Daher musst du bei Ankunft in Reykjavik einfach die Plätze ab Keflavik ansehen, und je Fahrtrichtung die Reihenfolge ansehen.

In dieser Karte hatte ich bereits vor der Reise alle Campingplätze in Island eingetragen. Zumindest die, die ich bei der Recherche gefunden hatte. Die mit Herz markierten sind besonders schön. Die mit Stern konnten wir nicht nutzen, da es entweder viel zu viel geregnet hat, oder das Timing nicht gepasst hat. Nächstes Mal.

Ostfjorde

Neskaupstaðar

  • Camping Card inklusive
  • Einer der schönsten und idyllischsten Plätze unserer Reise
  • Sanitäranlagen: Klo und Dusche vorhanden
  • Entsorgung des Grauwasser im Boden vorhanden, Rohr für Chemietoilette ebenfalls
Campingplatz Island Tipps
Campingplatz Island Tipps

Fossardalur Campside

  • Kosten: 1000 ISK pro Person; Duschen und Klos inklusive.
  • Stromversorgung gegen Gebühr
  • Mobilfunkempfang miserabel. Wi-Fi nur am Hauptgebäude
  • Abgelegener Campingplatz oberhalb des Nykurhylsfoss Wasserfalls in den Ostfjorden Islands.
  • Am Haus große befestigte und parzellierte Schotterplätze, dazu große Wiese zum "freien stehen".
  • Es gibt auch ein Gästehaus für Reisende ohne Camper.
  • Große Hütte mit Heizstrahlern und Küchenzeile, falls das Wetter mal nicht mitspielt.
  • Tolle Umgebung für Erholung abseits der Ringstraße in Island.
Fossardalur Campingplatz in Ostisland

Stöðvarfjörður

Da wir kurz vor der Heimreise nicht noch erneut in Neskaupstaðar übernachten wollten, haben wir diesen kleinen und sehr einfachen Platz gewählt. Er liegt idyllisch, die Klos sind in einem Container, der Müll überfüllt und das Wasser an der Spüle fließt in Bächen auf dem Boden davon.

Leider kam auch niemand zum Kassieren vorbei (hatten ja die Camping Card).

  • In Camping Card enthalten
  • Erwachsene: 1.500 ISK
  • Strom: 1.000 ISK
  • Schwimmbad in der Nähe, da keine Duschen vorhanden sind
Stöðvarfjörður Campingplatz, Ostfjorde

Borgarfjörður Eystra Campsite

Wer zwischen Juni und Anfang August hier ist, darf diesen Ort nicht verpassen. Nirgendwo gibts Puffins so nah und einfach zu sehen, wie hier. Die 8.000 bis 10.000 Paare, die in Hafnarhólmi brüten, stellen nur einen Bruchteil der isländischen Population dar, nämlich 0,25 %. Zumindest besagen das die offiziellen Angaben. Wir haben hier am meisten Puffins in Island angetroffen.

Der Campingplatz ist auch okay. Für Camper mit Zelt oder Dachzelt ist der kleine Aufenthaltsraum sehr gemütlich. Eine Ecke zum Kochen und Spülen ist ebenfalls vorhanden. Es kann jedoch sehr eng im Inneren werden, wenn das Wetter nicht so gut ist. Wie überall in Island kommt, der Campingplatz, was das angeht an seine Kapazitätsgrenze.

Wenn man die Nähe zu den Papageientauchern haben möchte, ist der Platz ideal für eine Nacht.

  • Erwachsene: 1500 ISK, Duschen 400 ISK (4 min.)
  • Strom: 400 ISK und Waschmaschine 500 ISK
  • Link zum Campingplatz

Seyðisfjörður Campingplatz, der Platz am Hafen

Fast jeder wird am ersten oder letzten Tag auf Island hier verbringen. Zumindest die, die mit eigenem Fahrzeug anreisen. Wir waren in der Nacht vor Rückreise hier. Der Platz ist nicht schön und wird schon ab 14 Uhr am Vortag der Abfahrt der Fähre so richtig voll.

Falls du nicht auf die Fähre der Smyril Line angewiesen bist, solltest du darauf achten, dass du an einem Tag, an dem die Fähre ankommt, sowie die Tage davor und danach nicht hier seid. Für alle, die wie wir mit eigenem Kastenwagen hier sind, ist es sicherer, hier die Nacht vor Abfahrt zu verbringen. Die Campsite liegt direkt am Hafen.

Du kannst sogar schon am Vorabend einchecken, und dir deine Kabinenunterlagen geben lassen. Ideal, aber in der langen Schlange in dem kleinen Dorf stehst du trotzdem an.

  • In Camping Card enthalten, Link zur Webseite
  • Erwachsene: 2.000 ISK,
  • Adults: 2.000 ISK (Kinder unter 15 kostenlos)
  • Dusche: 100 ISK für 2 min. heißes Wasser (haben auf der Fähre geduscht)
  • Waschmaschine und Trockner je700 ISK
  • Strom: 1.200 ISK
  • Nur drei Klos je Frauen und Männer (ziemlich wenig für die Masse an Menschen. Lange Schlangen gab es bei mir nie).
  • Nur 2 Spülbecken, wovon eines bei uns nicht ging.

Südisland

Vestrahorn: Viking Café, Stokksnes

Das Vestrahorn ist eines der Highlights entlang der Ringstraße. Diese beeindruckende Bergkette am schwarzen Lavastrand in Stokksnes ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch oft genutzte Kulisse in Filmen. Neben einem verlassenen Wikinger-Dorf, das als Kulisse eines Filmes, der nie gedreht wurde, erbaut wurde, gibts noch Wanderwege und Richtung Leuchtturm auch Robben zu sehen.

  • Einfacher Parkplatz. Inklusive Eintritt zum Vestrahorn und dem Wikingerdorf. Ohne Übernachten kostet das Ticket 1000 ISK pro Person.
  • Erwachsene: 2500 ISK, inklusive Duschen und Toiletten. Diese waren bei uns am Abend sauber (geschlossen von 12 bis 18 Uhr, da viele Tagesgäste hier parken, duschen und abhauen. Erinnerung: Nachhaltig geht so nicht)
  • Bezahlen: Im Viking Cafe; WLAN im Preis enthalten
  • Preis-Leistungs-Verhältnis ist mißerabel, was den Platz angeht. Allerdings gibt es in der Nähe keine Alternative und wir hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag (Das Vestrahorn war 2 Tage komplett in Nebel gehüllt)

Höfn Campingplatz

Auch um Höfn ist die Auswahl an Campingplätzen nicht groß. Die Lage ist allerdings hervorragend, sodass wir während der langen Reise mehrfach hier waren. Höfn liegt ein paar Minuten von der Ringstraße 1 entfernt. Vor der Fahrt Richtung Vik oder den Ostfjorden ist hier die gute Chance, sich im Netto oder Kronan einzudecken und noch einmal vollzutanken.

Toller Ausblick von den oberen Stellplätzen aufs Vestrahorn. Leider viel zu wenig Toiletten, Duschen und zu kleine Gemeinschaftsküche für die Größe des Platzes. Es gibt überdachte Sitzplätze im Freien.

  • Großer Campingplatz, verteilt auf mehrere Flächen und Ebenen.
  • Erwachsene 2.100 ISK
  • Neben einem größeren Sanitärhaus noch ein weiteres vorhanden. Jeweils nur 2 Duschen (100 ISK für 3 Minuten), Waschmaschine und Trockner gegen Aufpreis.
  • Wi-Fi Empfang nur an der Rezeption

Skaftafell Tjaldsvæði (2 Nächte)

Für uns der schönste und modernste Campingplatz an der Ringstraße Islands.

Auf dem Campingplatz am Nationalpark Informationszentrum des Vatnajöküll  Nationalparks am Skaftafelljokull hatten wir die schönsten und modernsten Sanitäranlagen der Reise. Riesige Wiesen, Stellplätze mit Stromanschlüssen sind parzelliert. Rest ist frei, aber lädt die Low-Budget-Camper zum Parkverhalten wie auf einem Supermarktparkplatz ein. Warum? Wir wissen es nicht. Platz wäre noch genügend vorhanden gewesen.

  • Erwachsene: 2.500 ISK, Duschen inklusive, Waschmaschine und Trockner kostenlos inklusive
  • Strom gegen Aufpreis
  • Besonders zu erwähnen ist, dass es hier viele Duschen und Toiletten gibt. Auf anderen Plätzen dieser Größe gab es maximal 3 Klos und oft nur eine Dusche je Geschlecht.

Campingplatz Kirkjubær II in Kirkjubæjarklaustri

In dem Ort mit dem unaussprechlichen Namen Kirkjubæjarklaustri (Einheimische sagen Klautur dazu) gibt es gleich zwei Campingplätze. Wir waren auf dem, der nicht in der Camping Card enthalten ist. Dieser hat uns persönlich mit Kastenwagen besser gefallen. Der weiter oben liegende befindet sich zwar direkt am Wasserfall, hatte aber nur für Leute mit Zelt tolle Plätze (so empfanden wir es). Die sanitären Anlagen fanden wir auch nicht so doll, sodass wir den kostenpflichtigen gleich zweimal angefahren haben.

Dank der Schranke am Eingang geht es auf diesem auch sehr gesittet und ruhig zu. Gefällt uns. Das WLAN war recht gut und auch auf dem Platz an den vorderen Plätzen im Van ideal. Es gibt auch kleine Hütten zu vermieten.

Vík í Mýrdal Campingplatz

Nach Skaftafell der mit Abstand modernste Campingplatz. Das Sanitärgebäude wirkte recht neu. Auch wenn wir hier erneut nur drei Klos je Geschlecht für eine große Masse an Menschen vorfanden. Der Platz für Camper ist parzelliert und eigentlich gut erkenntlich (Schotter = AUto und Gras = Zwischenraum). Doch auch hier mussten wir mehrfach den Kopf schütteln. Neulinge aka Mietcamper scheinen es einfach zu ignorieren und parken wie gewohnt in Supermarkt-Parkplatz-Manier.

Der Platz in Vik liegt aber ideal, um die Katla Ice Cave Tour zu unternehmen, die berühmte Kirche zu und den schwarzen Lavastrand zu besuchen. Außerdem gibt es ein großes Einkaufszentrum, Supermärkte, Tankstellen und Restaurants. Alle Einrichtungen kannst du zu Fuß vom Campingplatz erreichen.

  • Erwachsene: 1950 ISK
  • Strom für 800 ISK und Duschen 300 ISK (5 min.)
  • Waschmaschine und Trockner je 500 ISK

Landeyjahöfn Hafen

Kein Campingplatz, sondern nur ein Parkplatz für die Fähre nach Vestmannaey. Da es am naheliegenden Seljalandsfoss leider keinen Campingplatz mehr gibt, haben wir hier die Nacht autark verbracht. Hier wird die Übernachtung (noch) geduldet, wenn du die erste Fähre auf die Westmänner Inseln nehmen möchtest.

  • Einfacher Parkplatz, Klos eventuell 24 Stunden im Hafengebäude (bin mir nicht sicher, wir haben alles an Bord)

Árnes Campingplatz

Kleiner und eigentlich gemütlicher Campingplatz auf ein Stück abseits der Ringstraße. Leider war die Wiese so sehr unter Wasser gestanden, dass wir außerhalb auf dem Schotterparkplatz übernachtet haben. War kein Problem und wir mussten nichts bezahlen, da wir keine Einrichtungen benutzt haben. Auf der Wiese selbst sind wir fast stecken geblieben, da nach 2 Wochen Dauerregen die Natur sehr gelitten hat.

  • 1.800 ISK p.P., Strom 1000 ISK
  • Duschen und Klos vorhanden, sehr einfach.
  • Link zur Webseite

Selfoss Campingplatz

Im Süden ist Selfoss die zweitgrößte Stadt nach Reykjavik. Ein idealer Ort, um Vorräte aufzustocken. Der Platz ist schön angelegt, der Gemeinschaftsraum geräumig. Im Inneren muss man die Schuhe ausziehen, was dazu führt, dass es sauber ist.

  • Erwachsene: 2500 ISK, 2. Person 1750 ISK. Kinder unter 16 Jahre kostenlos
  • Strom 1000 ISK
  • Waschmaschine und Trockner je 900 ISK
  • Webseite zur Campsite

Reykjavi, Golden Circle und Reykjanes

Grindavik Campsite

Der Campingplatz ist klein und vor allem, wenn ein aktiver Vulkan auf Reykjanes gerade Touristen in seinen Bann zieht, sehr voll. Wir fanden den Platz und die Sanitäranlagen gut.

  • Camping Card inklusive, Erwachsene: 2.200 ISK
  • Duschen inklusive (unbegrenzt)
  • Waschmachine und Trockner gegen Aufpreis
  • Strom vorhanden

Hafnarfjörður Campsite (vor und nach Laugavegur Trail)

Campsite südlich von Reykjavik im kleinen Ort Hafnarfjörður. Sehr gemütlich, netter Betreiber und parzelliert. Da es nur 8 Plätze gibt, unbedingt im Internet reservieren und buchen. Geht über die parka.is. App.

Ideal für alle, die nicht in Reykjavik auf dem Campingplatz am Stadtrand übernachten möchten. Mit dem Bus sind es etwa 40 Minuten ins Zentrum. Das Ticket bezahlst du simpel per Klappid-App (Einzelfahrt kostet 570 ISK).

Reykjavik Campsite

Dieser zweckmäßige und große Campingplatz musst du unbedingt vorab buchen, da oft die günstigen Campervan Plätze ausgebucht sind. Es gibt recht viele Duschen und Klos. Im Sommer ist hier immer was los. Nebenan fanden (zwischen Juni und August) gefühlt fast täglich Fußballturniere nebenan statt. Ab morgens um 8 Uhr ist dann Schluss mit Ruhe. Hat uns nicht gestört, muss aber erwähnt werden.

Das Schwimmbad befindet sich direkt neben dem Campingplatz. Mit E-Scooter (Hopp App am besten vor der Reise einrichten) ist man schnell im Zentrum. Zu Fuß dauert es etwa 40 Minuten. Es gibt sicher auch Busse, die wir aber nicht genutzt haben.

  • Preise variieren je Platz und Datum. Frühzeitig buchen, da schnell voll und Zugänge nur per #Code.
  • Hier Platz reservieren

Nationalpark Pingvellir

Direkt am Besucherzentrum des Nationalparks Thingvellier liegt der große Campingplatz, beziehungsweise drei. Einer davon ist nur für Leute mit Zelt. Wir waren an dem beim Service-Center (es hatte davor viel geregnet und diese Wiese erschien uns in einem besseren Zustand). Die Grasfläche ist riesig, doch für alle Gäste sind nur zwei Duschen vorhanden.

Campingplatz Thingvellir am Golden Circle in Island
Campingplatz Thingvellir am Golden Circle in Island

Geysir Campsite

Direkt am Thermalgebiet Haukadalur und dem Geysir liegt ein toller Campingplatz. Der Betreiber war sehr freundlich und hat und gleich noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben.

Hinweis: Bei Park4 Night wird oft behauptet, dass der Betreiber das warme Wasser abdreht. Das stimmt so nicht und erklärt er beim Check-in.

  • Erwachsene: 2000 ISK
  • Duschen: 500 ISK (offen von 17 bis 21.30 Uhr)
  • Waschmaschine und Trockner kosten extra (ich muss suchen, was wir bezahlt haben)
  • Strom: 1000 ISK
  • Webseite des Campingplatz

Snaefellsnes

Die Halbinsel über Reykjavik kann man an einem Tag durchfahren, wenn man keine Zeit hat. Wir hatten Zeit, und konnten somit folgende Campingplätze in Snaefellsnes nutzen:

Varmaland Campsite

Der Campingplatz liegt genaugenommen nicht in Snaefellsnes, sondern davor. Er befindet sich am Rande der kleinen Siedlung, beim geothermischen Gebiet Stafholtstunga in Borgarfjörður. Hätten wir nicht die Camping Card gehabt, wäre uns der Platz definitiv zu teuer gewesen.

  • In Camping Card enthalten
  • Erwachsene: 1800 ISK, Strom für 1300 ISK
  • Es gibt nur Toiletten und Abspülmöglichkeiten. Keine Duschen, Keine Küche oder Gelegenheit, überdacht zu essen.
  • Bei Sturm sehr windig und kaum geschützt.
  • Webseite zum Platz
Varmaland Campsite

Arnarstapi Camping

Idealer Platz zur Erkundung von Snaefellsnes. Es war bei uns sehr stürmisch, allerdings war der Rest wunderschön gemacht. Neue Sanitärräume (nur durch Code bekommst du Zutritt, was wir sehr fair finden. Bezahlen und nutzen). Nebenan gibts Pizza (wirklich gut) sowie Fish and Chips. Hier im Restaurant bezahlst du auch. Würden jederzeit wieder hierherkommen.

Stykkishólmur Camping

Der Campingplatz Stykkishólmur liegt neben dem Golfplatz Víkurvöllur, wo du auch einchecken und bezahlen musst. 5 Minuten zu Fuß ist das Schwimmbad entfernt. Es gibt WLAN, jedoch nur am Sanitärgebäude. Der Stellplatz hatte für uns recht wenig Flair, die Lage war allerdings ideal, da wir am nächsten Morgen die frühe Fähre auf die Westfjorde genommen haben.

  • Erwachsene: 1600 ISK (Kinder unter 16 Jahre kostenlos)
  • Strom 1100 ISK
  • Zwei Duschen sind enthalten
  • Im Clubhaus des Golfplatz gibt es Waschmaschine und Trockner je 500 ISK
  • Zur Webseite

Westfjorde

Patreksfjörður Campsite

Da wir nicht wussten, wie der Zustand der Straße zur von vielen Freunden empfohlenen Campsite in Melanes war (es war abends zu spät), sind wir in Patreksfjördur auf den Campingplatz gefahren. Er ist eigentlich gemütlich und sollte für die wenigen Touristen genügen. Doch bei uns war eine Hochzeit in der angrenzenden Location und viele Besucher haben gezeltet.

  • In Camping Card enthalten
  • Erwachsene: 1650 ISK, Kinder unter 18 Jahre frei
  • Strom: 1420 ISK
  • Waschmaschine und Trockner (in Summe zu teuer): 1540 ISK
  • Kochgelegenheit und Raum im Inneren des Gebäudes

Empfehlenswerter: Melanes campsite (Rauðasandur, Patreksfjörður)

Leider haben wir uns von zu vielen Google Rezensionen zunächst abhalten lassen, die angeblich "üble Schotterpiste" zu fahren. Mit meinem Camper war das allerdings einen Tag später überhaupt kein Problem. Eine der besten Schotterstraßen unserer Island Reise. Tipp: In einer Facebook-Gruppe für Island nach aktuellen Verhältnissen fragen, da die Straße schon recht steil ist. Bei Regen sicher nichts für jeden Kastenwagen wie meinen aktuellen ohne Allrad. Als wir hier waren, war es kein Problem.

Falls du hier bist, nutze diese Campsite. Sie ist wunderschön und sehr idyllisch gelegen.

  • In Camping Card enthalten
  • Erwachsene: 1800 ISK (unter 17 Jahre kostenlos)
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom: 1200 ISK
  • Zur Webseite

Tunguskogur Campground Ísafjörður

Toller Campingplatz am Rand von Ísafjörður, mit 3.000 Einwohnern die größte Stadt der Westfjorde. Hier genossen wir den isländischen Sommer in vollen Zügen. Die Lage unterhalb des Bunárfoss Wasserfall ist ideal zur Erkundung und Boote nach Hornstrandir legen hier ab.

  • Erwachsene: 1900 ISK (unter 18 Jahre kostenlos)
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom: 1200 ISK
  • Waschmaschine und Trockner kosten extra (haben nicht gewaschen, daher kein aktueller Preis)

Norden

Hvammstangi Camping

Der Campingplatz besteht aus einer riesigen Wiese, die nicht ganz so sehr frequentiert ist als an manch anderen Campingplätzen an der Ringstraße. Wir fanden es hier klasse. Der Platz ist nicht in der Camping Card enthalten, wie in vielen Infos im Internet steht (Stand 2023).

Da bei uns niemand zum Abkassieren kam, haben wir im Briefkasten mit Hinweis zum Nummernschild Bargeld hinterlassen. Das war auch der einzige Ort unserer 8-wöchigen Reise, wo Bargeld zum Einsatz kam.

  • Erwachsene: 1500 ISK (unter 17 Jahre kostenlos)
  • Keine Dusche, nur vier Toiletten und Waschmaschine (kein Trockner)
  • Großer Aufenthaltsraum
  • Entsorgung für Grauwasser im Boden vorhanden

Camping Varmahlíð

Diesen Platz fanden wir durch Zufall, da uns ein anderer in der Nähe nicht zugesagt hat (war auch zu dreckig). Super gemütlich und schön abgetrennt durch hohe Hecken und Bäume. Ein idealer Ort, um eine Pause entlang der Ringstraße einzulegen. Für Kinder richtig toll ist das große Trampolin, welches wir genauso an vielen Campingplätzen in Island gesehen haben.

Schade, dass ich vergessen habe, Fotos von diesem tollen Areal zu machen (nur vom "Nachbarn" der uns zugrparkt hat).

  • Erwachsene: 2000 ISK für 1. Nacht, jede weitere kostet nur 1800 ISK, Kinder bis 11 Jahre kostenlos
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom 1000 ISK
  • Waschmaschine und Trockner je 750 ISK
  • Webseite des Campingplatz

Camping Dalvik

Eigentlich wollten wir am viel beworbenen Hauganes Campingplatz mit seinen Hot Tops übernachten. Diese waren voll und der Campingplatz sehr ungepflegt und nicht einladend. Daher sind wir umgedreht und haben in Dalvik die Campsite genutzt. War die bessere Wahl bei stürmischem Wetter und dem frühen Whale Watching in Dalvik mit Arctic Sea Tours am nächsten Morgen.

  • In Camping Card enthalten
  • Erwachsene: 2200 ISK
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom 1300 ISK
  • Waschmaschine und Trockner je 800 ISK

Camping Myvatn

Der für mich idyllischste Campingplatz war am Myvatn. Das Wetter am ersten Tag war einfach so perfekt: 24 Grad und Sonne bis nach 23 Uhr. Auf der großen Wiese sind wir lange gesessen und haben gelesen und Postkarten geschrieben. Duschen und Klos wie überall viel zu wenige, aber die Spüle ist mit Aussicht auf den See und wenn es nicht regnet wundervoll.

Wir hatten trotz Windstille keine Midges (diese kleinen nervigen Mücken)

  • Erwachsene: 2400 ISK
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom kostet extra

North 66.12 Camping

Der Preis an den freundlichsten und coolsten Besitzer geht an North 66.12 Camping. Er achtet sehr darauf, dass jeder mindestens 4 Meter Abstand zum Nachbar hält. Finden wir klasse. Auch wenn wir zu spät für die direkte Sicht aufs Meer hatten. Der Platz war wunderschön. Duschen sind im Preis inbegriffen.

Wir hatten abends Puffins, jedoch keine Wale im Wasser gesehen. Halte die Augen auf, vielleicht hast du Glück.

  • Erwachsene: 1800 ISK
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom kostet extra (brauchten wir nicht)

Campingplatz Fjalladyrd/Mödrudalur am höchstgelegenen Bauernhof Islands

Das unfreundlichste Personal der Reise war hier zu finden. Der Campingplatz ist sehr uneben aber eigentlich toll gelegen. Wer im Restaurant essen will sollte sich gefasst machen, dass die Angestellten einen erst einmal vertrösten ("voll", kommt um 21 Uhr wieder), um dann den nächsten spontan kommenden Gästen einen Tisch zu geben. Nicht sehr freundlich.

Am Tag sind hier viele Touristenbusse unterwegs, um Möðrudalur, den höchstgelegenen Bauernhof Islands (469 m) und gleichzeitig einer der abgelegensten zu besuchen. Außerdem gibt es ab hier auch die Möglichkeit, nach Askia zu fahren. Daher ist hier immer was los.

Ein Angestellter fasste sich dann ein Herz, da er unseren Unmut verstehen konnte und war überaus zuvorkommend.

  • In Camping Card enthalten
  • Erwachsene: ISK
  • Dusche im Preis enthalten
  • Strom 1000 ISK

Zeltplätze im Hochland (nur Zelte)

Im Hochland gibt es auch Campingplätze für Wohnmobile, 4x4 Camper und Fahrzeuge mit Dachzelt. Wir haben jedoch im Hochland durch die Wanderung auf dem Laugavegur Trail* nur an folgenden Campingplätzen, die nur für Zelte sind, übernachtet:

  • Zeltplatz Landmannalaugar
  • Alftavatn Campsite
  • Emstrur Campsite
  • Thórsmörk Langidalur (schönster Campingplatz Islands für uns)
  • Thórsmörk Husadalur (Volcano Huts, mit toller Infrastruktur im Hochland)

Am Ende der Reise haben wir nochmals in den Hütten der Volcano Huts übernachtet und uns von einem Freund, der dort im Sommer arbeitet, mit entsprechendem 4x4 Jeep mit Schnorchel abholen lassen.

*Den Iceland Trail kannst du für 2024 bei Travelbase mit Gepäcktransport buchen. Die Übernachtungen sind im Preis inbegriffen.

Camping Card für Island

Für zahlreiche Campingplätze in Island gibt es eine Campingkarte. Diese bezahlst du einmalig und ist für 28 Tage gültig.

Ob sich die Karte für dich lohnt oder nicht hängt davon ab, zu wievielt ihr reist, wie lange ihr auf Island seid und ob ihr genau diese Plätze ansteuert. Vor allem im Süden der Ringstraße zwischen Kirkjubæjarklaustur und Breiðdalsvík akzeptiert keiner der Plätze die Campingcard.

So berechnest du die Kosten mit oder ohne Camping Card

Auf Island musst du normalerweise nicht pro Fahrzeug, sondern pro Personen bezahlen. Im Schnitt waren es bei uns 2000 ISK p.P. (ohne Strom, dieser kostet extra). Die Camping Card kostet 179 Euro (2023). Bei einer Reise zu 2. lohnt sich die Karte schon, wenn du mehr als 7 Campingplätze nutzt, die die Camping Card akzeptieren.

Wir waren 6 Wochen auf Island unterwegs (davon eine Woche mit Zelt auf dem Laugavegur Trail). Da die Karte in der Regel ab 1. oder 15. Mai bis 15. September gültig ist und wir die Karte für 28 Tage (Übernachtungen) nutzen konnten, hat sich die Karte absolut gelohnt.

Wo du die Campingkarte kaufen kannst

Wir konnten die Karte auf der MS Norröna kaufen. Du kannst bei langfristiger Planung die Karte auf der Camping Card Webseite auch zu dir nach Hause bestellen. Auf Island kannst du dir spontan auf ein paar Plätzen und an OLÍS-Tankstellen  die Karte noch kaufen (siehe hier).

Mit der Karte kommt ein Rabatt-Tag für Olis Tankstellen mit 12 ISK pro Liter Benzin/Diesel sowie Rabatte für Essen, Kaffee und Campinggas. Allerdings haben wir kaum Olis Tankstellen mit Shop gesehen. Sparen kannst du alleine beim Tanken sehr viel. Mietest du einen Camper kann es sein, dass du bei N1 einen Tag für Rabatte bekommst.

Camping Regeln - bitte beachten

1. Wild Campen auf Island? Verboten.

Auf Island ist es Pflicht, auf einem Campingplatz zu übernachten. Wildcampen ist verboten. Das ist ein Effekt des Touristenbooms. Wie überall europaweit zu beobachten, werden die Regeln fürs Campen strenger. Weder mit autarkem Camper noch im Auto mit Matratze.

Ganz gleich, ob in Südisland, den ruhigen Ostfjorden, Nordisland oder den Westfjorden. Auch im Hochland ist wild campen (anders, als es manche Webseiten vermitteln) verboten. Nur, wenn du nachweislich aufgrund eines Sturms, Schneesturms oder ähnlichem nicht weiterkommst, kannst du stehen bleiben. Du solltest allerdings immer eine Toilette an Bord haben. Bitte respektiere die Natur, denn dieser Respekt ist aktuell bei zu vielen nicht vorhanden.

In Island gibt es wirklich genügend Campingplätze. Viele davon liegen in der Natur auf riesigen Wiesen.

No Camping Schild in Island: Hier ist Wild Camping verboten!
No Camping Schild in Island: Hier ist Wild Camping verboten!

2. Halte Abstand zu deinen Nachbarn

Beim Campen in Europa ist es nicht gerne gesehen, auf Campingplätzen, dicht an dicht zu stehen. Bitte achte darauf, einen Abstand von etwa 2 Metern zum Nachbarn einzuhalten. Niemand hat gerne andere Camper vor seiner "Haustüre" stehen.

Dieses Phänomen namens "Kuschelcamper" ist uns auf Island ständig passiert. Dabei sind die Wiesen riesengroß, genug Platz war immer vorhanden. Thomas von Sprinterlandy (Instagram) beschrieb es treffend: Es ist, als ob sie auf einem Supermarktparkplatz parken.

Der coolste Platz war nördlich von Húsavik (Camping 66.12° north), als uns der Betreiber freundlich begrüßte und darauf hinwies, bitte 4 Meter Abstand zum Nachbarn einzuhalten. So lieben wir es.

3. Keinen Motor laufen lassen (nie, buche eine Standheizung oder einen Camper mit Batterie)

Es ist nicht nur eine Umweltsünde, sondern eine Regel, die unter Campern eingehalten werden sollte (und zu oft missachtet wird). Hast du keine Standheizung oder Batterie an Bord? Dann empfehlen wir dir eine Wärmeflasche, einen guten Schlafsack oder eine Powerbank. Lasse nie den Motor einfach so auf dem Campingplatz laufen. Denke an die Umwelt, auch wenn andere nicht so weit denken. Weiße sie lieber daraufhin, dass es nicht gut ist.

4. Entsorge Grauwasser nur an Entsorgungsstationen

Auch wenn du auf Island viele Camper beim Ablassen ihres sogenannten Grauwassers (aus dem Wasserhahn vom Spülen, Zähne putzen oder sonstigem) beobachten wirst: Tue es ihnen nicht gleich. Das Wasser solltest du nur an vorgesehenen Entsorgungsstationen ablassen. Frage beim Check-in auf dem Campingplatz oder bei Tankstellen (N1) nach diesen Plätzen.

Hinweis: Viele Campingplätze haben zum Ablassen nur eine Röhre (wie im Bild. Hier ist diese allerdings nur für das Klo. Wurde ignoriert, Bilder der Grauwasser Grube erspare ich euch). Daher ist es sinnvoll, eine kleine Wanne unter den Grauwassertank zu stellen und diese dann in die höhere Röhre zu kippen. Oder Plätze zu suchen, wo du Grauwasser, wie wir es gewohnt sind, ablassen kannst (in Höfn zum Beispiel).

5. Respektiere die Natur und reise nachhaltig

Auf Webseiten und in Foren wird darüber gesprochen, dass man spät auf Campingplätzen anreisen und am nächsten Morgen früh abreisen soll, um Geld für den Platz zu sparen. Bitte denke nachhaltig, denn ohne Gebühren keine Plätze mit Infrastruktur.

Oder möchtest du arbeiten, ohne einen Lohn zu erhalten? Sicher nicht. Daher solltest du so fair sein, und die Gebühren bezahlen. Viele Campingplätze schließen mittlerweile ihre Duschen zu der Zeit ab, wenn die Rezeption nicht belegt ist, um dagegen anzukämpfen. Die Campingplätze sind übrigens preiswert in Island, gemessen an den Färöer Inseln oder dem Festland Europas.

Nützliche Apps für Island

  • Straßenverhältnisse: vedur.is und Road.is (auch als App)
  • Island Ringstraße App von Marc, mit Wetter, Straßen und Sehenswürdigkeiten sowie nützlichen Podcasts zum offline hören
  • Wetter Apps: Veður App, WeatherPro, YR. Prüfe selbst, was für dich am besten passt. Bei uns war keine hundertprozentig genau. Nützlich ist die Webseite windy.com. Hier kannst du Windgeschwindigkeiten und Stürme sehen und danach planen.
  • Strætó.is App und Webseite: Für das öffentliche Busnetz
  • SafeTravel App: Infos zu Straßenverhältnissen, Sperrungen und für Wanderungen (und nützlich, wenn gerade ein Vulkan aktiv ist)
  • Parka.is App um Parkplätze (auch Campingplätze) schnell und bequem per Handy zu bezahlen
  • Camping Card App: utilegukortid.is (App heißt genauso)
  • Navigation: Google Maps oder maps.me
  • Fähre auf die Westmänner Inseln
  • Benzinpreise an Tankstellen ansehen
  • Park4Night, Google Maps oder iOverlander App, um Campingplätze zu finden und aktuelle Bewertungen zu lesen.

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Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
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Ich bin Katrin, viel unterwegs und echte Reise-Expertin! Mit Campervan oder Rucksack möchte ich die ganze Welt entdecken. Um meine Erfahrungen & Erlebnisse mit dir zu teilen, habe ich diesen Reiseblog gegründet!

Das sagen unsere Leser

2 KOMMENTARE
  • Besucher Kommentar von Mario
    Mario
    29. Juli 2023 um 13:08 Uhr

    Schöner Bericht und danke für die Infos.
    wie lief der Check-in ab. reicht es wenn man abends am Ende des Tages zum Platz fährt oder muss man vor dem Sightseeing schon einchecken. plane immer nur eine Nacht da zu Sein.


  • Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
    Katrin Lehr
    30. Juli 2023 um 14:16 Uhr

    Du kannst überall (außer Reykjavik Camping) spontan sein. Die packen die Plätze sehr voll an manchen Orten. Wenn du vor 20 Uhr da bist, bekommst du in der Regel einen guten Platz 🙂 Sind seit 8 Wochen hier und nur in der Hauptstadt war spontan immer ausgebucht (gibt aber Mittel und Wege einen Stellplatz zu bekommen).

    Viele Grüße aus dem Hochland Islands,
    Katrin


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