Die Highlights in Karlsruhe an einem Wochenende erkunden

Die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs lädt ein zu königlichen Schlossbesuchen, gepflegtem Parkanlagen-Bummeln, Weinbergbesteigungen, interaktiven Kunstmuseen und badischen Köstlichkeiten – und das alles an einem Wochenende!

Freitag: Marktplatz, Schloss & Köstliches

Vom Hauptbahnhof kommt ihr mittels Tram und S-Bahn – oder zu Fuß – schnell von A nach B, sodass euer erster Tag bereits am frühen Nachmittag starten kann.

Marktplatz

Als zentraler Ausgangsort bietet sich der historische Marktplatz an. Die „Karlsruher Pyramide“, Grabmal des namensgebenden Stadtgründers Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach, ist das zentrale Monument des quirligen Platzes.

An seinen Seiten gibt es zahlreiche Cafés sowie das „Schaufenster“: Hier kannst du dich mit aktuellen Veranstaltungstipps, Wander- und Fahrradrouten versorgen.

Das Karlsruher Schloss & Schlossturm

Nur wenige hundert Meter vom Marktplatz entfernt, den „Platz der Grundrechte“ passierend, ist es schon von weitem zu sehen: das imposante Karlsruher Schloss.

Karlsruhe wurde 1715 gegründet und trägt den Beinamen „Fächerstadt“. Wer sich die Karte rund um das Schloss aus der Vogelperspektive anschaut, versteht, warum: 32 ringsum des Prachtbaus „herausstrahlende“ Alleen klappen einen symbolischen wie noblen Fächer auf – einzigartig in Deutschland!

Am besten lässt sich das von oben betrachten: Der Schlossturm bietet auf 42 Metern Höhe perfekte Sicht auf den Karlsruher Fächer. Unbedingt auch den kurzweiligen 360-Grad-Film, der zu jeder Stunde läuft, anschauen: Ben Becker spricht hier den kauzigen wie – nun ja, ab und an opportunistischen – Karl, die schönen Animationen und Soundeffekte tun ihr übriges für eine stimmungsvolle Versinnbildlichung der damaligen Zeit.

Turmbesuch Schloss Karlsruhe: Di–Do 10–16:15 Uhr, Fr–So 10–17:15 Uhr

Schlossgarten & Botanischer Garten

Danach lädt der üppige wie gepflegte Schlossgarten zum Spazieren sowie der Schlossgartensee zum Verschnaufen ein. Westlich davon liegt der botanische Garten mit zahlreichen bunten Exoten und Gewächshäusern.

In dieser Kulisse wäre es dann fast schon ein Unding, nicht auf ein Glas in die „Badischen Weinstuben“ einzukehren. Nicht nur der Müller-Thurgau fließt üppig, sondern hier verspeisten wir noch dazu die bisher besten Käsespätzle: butterig, käsig, saftig …

Abendessen: Von badisch-herzhaft bis besternt

Nach einer kurzen Frischmachung öffnet sich die kulinarische Vielfalt Karlsruhes zu euren Füßen. Wer sich gerne an badischen Klassikern erfreuen will, dem sei ein Besuch in der „Marktlücke“ empfohlen.

Wer allerdings etwas gänzlich Unerwartetes sucht, der sollte das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete „Sein“ im Westen der Stadt aufsuchen. Thorsten Bender und Souschef Manuel Herzog kochen hier asiatisch geprägte Produktküche, und in den Händen von Restaurantleiterin Franziska Dufner fühlt man sich zu keiner Zeit wie in einem Etepete-Lokal. Wenn man schon mal im Urlaub ist … unbedingt vorab reservieren!

Samstag: Wochenmarkt, ZKM & Durlach

Heute steht ein Marktfrühstück, moderne wie interaktive Medienkunst sowie eine Wanderung durch das beschauliche Durlach auf dem Plan! Los geht’s …

Frühstück auf dem Wochenmarkt am Gutenbergplatz

Wer sich dem Hotelfrühstück entreißen kann, dem sei ein morgendlicher Ausflug zum Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz empfohlen. Dienstags, Donnerstags und Samstags wird hier ab 7:30 Uhr allerlei Frisches verkauft: Von Obst und Gemüse bis über einen Stand mit unzähligen Pilzsorten, frischem Brot, Wurstwaren, Fischbrötchen, Weißwürsten, portugiesischer „Pastel de Nata“ und französischen Merguez-Baguettes mit geschmorten Zwiebeln bleibt hier wirklich kein Frühstücksauge trocken.

Hier trifft „Petit france“ auf badische Esskultur, und die Karlsruher nutzen das Angebot mannigfaltig – sehr empfehlenswert!

ZKM: Zentrum für Kunst & Medien

In einer denkmalgeschützten ehemaligen Munitionsfabrik liegt das kreative Mekka Karlsruhes: Im „Zentrum für Kunst & Medien“ – kurz „ZKM“ – brodelt es förmlich vor schöpferischer Energie. Hier wird ausgestellt, geforscht, interagiert, erfunden, produziert, ausgedacht und verworfen – und das alles zur gleichen Zeit! Wechselnde Ausstellungen laden bei jedem Besuch erneut zu einem Rundgang ein.

Bei unserem Besuch gab es die üppige Werkschau „Lazy Clouds“ der koreanisch-französischen Künstlerin Soun-Gui Kim zu bestaunen. Imposant, wie die hohen Räume des Gebäudekomplexes den Exponaten genügend Luft zum Atmen verschaffen; so kommt zu keinem Zeitpunkt des Gefühl auf, von der Fülle der Ausstellungsstücke „erschlagen“ zu werden.

Im Obergeschoss dann ausgewählte Werke des Videokünstlers John Sanborn. „Between Order and Entropy” gibt sich mal experimentell und interaktiv, dann wieder gesellschaftskritisch bis hin zu verstörend-realistisch. Daneben – als quietschbuntes Kontrastprogramm – die Dauerausstellung zur Geschichte der Konsolenspiele: „Gameplay. The Next Level“ lädt zum Ausprobieren von Spieleklassikern von den Amiga-Anfängen bis zu neuartigen Spielekonzepten ein. Schon mal einen tonnenschweren Stein einen Berg in Rekordzeit hinaufgerollt? Nein? Na dann …

Durlach: Karlsruhes Mittelalter

Etwa 40 Fahrradminuten entfernt, ganz im Osten der Stadt, befindet sich der Karlsruher Stadtteil Durlach. Das beschauliche kleine Fleckchen zeigt sich von seiner hübschen Seite: Fachwerkhäuser, imposante Villen und kleine Gassen laden zum Flanieren ein.

Die Highlights dieses kleinen Ortes trifft man auf dem Turmberg-Rundwanderweg: Folgt man dem roten Weintrauben-Schild, führt einen der knapp sechs Kilometer lange Wanderweg durch die hübsche Stadt hinauf auf den Turmberg, den Hausberg der ehemaligen badischen Residenzstadt.

Aus 256 Metern lässt sich es prima am weitläufigen Blick über das Tal, Durlach und Karlsruhe ergötzen, während man sich an Elsässer Flammkuchen und Riesling im „Anders auf dem Turmberg“ labt. Letzterer wird passenderweise nur wenige Gehminuten entfernt an ebenjenem Turmberg vom „Staatsweingut Karlsruhe-Durlach“ angebaut. Verkostungen sind möglich, allerdings sollte man sich vorher anmelden.

Wieder in Durlach sollte spätestens jetzt der Hunger vehement gegen die Magenwände trommeln: Gut, dass die „Alte Durlacher Brauerei“ nicht weit weg ist! Ein würziger Wurstsalat, der zünftige Zwiebelrostbraten sowie Käsespätzle passen doch irgendwie immer rein. Dazu frischgezapftes Rothaus vom Fass – es kann so einfach sein!

Mit dem Rad geht es denn zurück in Richtung Karlsruhe-Zentrum. Auf halbem Wege lohnt es sich, für einen Absacker im „Alten Schlachthof“ vorbeizuschauen. In diesem geschichtsträchtigen Kreativpark wimmelt es nur so von Theatern, Konzertsälen und kleinen Kneipen, eine tolle, kreative und trubelige Stimmung macht sich breit. Und wer hätte gedacht, dass in der punkigen „Alten Hackerei“ hervorragender Auxerrois glasweise ausgeschenkt wird? Wir nicht!

Sonntag: Naturkundemuseum & Abschiedsmaultaschen

Der letzte Vormittag wird noch ausgiebigst genutzt, bevor ihr zum Hauptbahnhof entschwindet!

Das Staatliche Museum für Naturkunde

Eines der größten naturwissenschaftlichen Forschungsmuseen Deutschlands versüßt euch die letzten Karlsruher Stunden.

Nicht nur bei Kindern kommen die unzähligen Fossilien, Mineralien und Präparate von einheimischen und exotischen Tieren als auch die lebendigen Exemplare enorm gut an; auch wir hatten hier außerordentlich viel Spaß, uns durch die hohe Dichte an Tieren, Pflanzen und Wissen zu navigieren.

Nehmt euch dazu ruhig anderthalb bis zwei Stunden Zeit – es lohnt sich!

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 09.30 – 17 Uhr, Samstag & Sonntag ab 10 Uhr, Montag geschlossen

Maultaschen in der „Ersten Fracht“

Wo sich sonst eher die Fast-Food- und Dönerketten breitmachen, findet sich am Karlsruher Hauptbahnhof eine echte badische Fressperle: Das „Erste Fracht Braugasthaus“ serviert hier süffig-heiße Maultaschen mit kräutriger Hackfleischfüllung. Dazu ein Glas Riesling aus dem Fass – und schon tut das Abschiednehmen gar nicht mehr so weh!

Öffnungszeiten: Mo.–So. ab 7 Uhr, Essen ab 11.30 Uhr

Häufig gestellte Fragen

Wieviel Zeit für Karlsruhe einplanen?

Unser Plan bezieht sich auf ein Wochenende, inklusive An- und Abreise. Das ist – je nachdem, woher ihr aus Deutschland kommt – vielleicht etwas happig, sodass ihr auch ganz entspannt ein verlängertes Wochenende daraus machen könnt. Karlsruhes Museumslandschaft ist groß, damit könnt ihr gut und gerne noch einen weiteren Tag verbringen.

Anreise nach Karlsruhe

Der ICE der Deutschen Bahn brachte uns sicher wie pünktlich nach Karlsruhe, zudem ist der Hauptbahnhof von überall aus der Stadt sehr gut zu erreichen. Gleich nach einer guten Bahnverbindung suchen.

Wohnst du in Baden-Württemberg, kannst du wie Katrin aus Heilbronn mit der S-Bahn anreisen und am Hauptbahnhof aussteigen.

Wie bewege ich mich in Karlsruhe von A nach B

Das Tram- und S-Bahnnetz ist hervorragend ausgebaut. Allerdings ist Karlsruhe eine Fahrradstadt, und wer sich diesem lokalen Dogma anpassen will, der sollte sich die „Nextbike“-App herunterladen und die überall herumstehenden Sharing-Fahrräder ausleihen. Für 1 Euro pro 30 Minuten ein echter Schnapper, der nicht nur Spaß macht, sondern eine flexible Tages- und Routenplanung ermöglicht.

Übernachten: Hotel-Tipp für Karlsruhe

Das „133 Boutique Hotel“ ist gepflegt, hübsch sowie absolut zweckdienlich. Auch die Lage ist ganz wunderbar – von hier aus sind es nur wenige Gehminuten zum Marktplatz. Wer auf gehobene Küche steht, findet im hoteleigenen Restaurant „IVY“ internationale, elegante Küche.

Ein großes Dankeschön gilt Visit Karlsruhe für diese wunderbare Reise – meine Meinung ist natürlich meine eigene.

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Chris Lippert
Hi ich bin Chris!

Hi ich bin Chris Ich bin Musiker, spiele Gitarre, Bass, Klavier, manage Künstler und schreibe Songs. Als Restaurantkritiker liebe ich gutes Essen und das Reisen ist für mich der beste Weg, den eigenen Horizont zu erweitern. Kulinarische Reisen führten mich bisher nach Japan, China, Vietnam, Sri Lanka, Mexiko, Dänemark, Finnland, Norwegen, Indien, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Israel, Thailand, Myanmar u.v.m.

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