Abenteuer im Schwarzwald mit Weltentdecker Gunther Holtorf und „Otto“

Spannende Reisegeschichten am Lagerfeuer, Probefahrten mit Mercedes-Benz Nutzfahrzeugen und eine Nacht im Unimog!

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Abenteuer? Das ist für mich das Entdecken exotischer Länder in einem aufregenden Offroad-Gefährt. Nach einer Einladung von Mercedes-Benz weiß ich jetzt, dass ich dafür nicht zwingend nach Afrika oder Südamerika reisen muss. Es geht auch direkt vor der Haustür. Im Schwarzwald übernachtete ich kürzlich in dem Klassiker der Nutzfahrzeuge, dem Unimog, und lauschte den Geschichten der Roadtrip-Ikone Gunther Holtorf, beim Lagerfeuer.

Als eine Einladung von Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge in meinem Postfach landete, packte ich die Gelegenheit am Schopf: Ein außergewöhnlicher „Sleepout“ im Schwarzwald und dem damit verbundenen Besuch im Unimog-Museum in Gaggenau mit Probefahrten diverser Nutzfahrzeuge auf der Teststrecke im nahe gelegenen Ötigheim stehen auf dem Programm. Mir war klar, dass es der Traum vieler Weltenbummler ist, einmal in einem der Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz unterwegs zu sein.

Der eigentliche Höhepunkt des #MBSleepOut im Schwarzwald: Ich würde Gunther Holtorf und seinen Reisegefährten „Otto“ treffen. Die beiden kennt ihr nicht?

Ein Weltenbummler, der viel zu erzählen hat: Gunther Holtorf

Gunter Holtorf bereiste mit seinem G-Klasse Geländewagen namens „Otto“ über 26 Jahre sämtliche Länder dieser Erde. Er ist einer der Menschen, die mich inspirieren und uns allen zeigt, wie einfach es ist, die Welt zu entdecken und zu bereisen. Er lebt den Traum, den viele nur träumen.

Ursprünglich wollte er mit seiner Frau Christine zwei Jahre durch Afrika fahren. Daraus wurden fünf Jahre und viele weiteren Destinationen kamen dazu. Neuseeland, Australien, Südostasien und letztendlich den Rest der Welt, wollten sie mit ihrem G-Klasse Geländewagen „Otto“ intensiv bereisen. Ganz ohne Flugzeug.

So kamen insgesamt 215 Länder und 890.000 gefahrene Kilometer in 26 Jahren zusammen. Eine unglaubliche Abenteuergeschichte, die mit der Übergabe Otto's an Mercedes-Benz fürs Museum erstmal endet. Naja nicht ganz wirst du feststellen, wenn du weiterliest.

Mehr über Gunther Holtorf und Otto findest du übrigens auf der Webseite ottosreise.de.

Ab in den Schwarzwald zum #MBSleepOut

Das alles klang nach einem riesengroßen Abenteuer – und das fast vor meiner Haustüre! Ich musste nicht lange überlegen und sagte natürlich zu.

Der Schwarzwald ist eine der meist unterschätzten Regionen Deutschlands. Als Kind habe ich sowohl Sommer- als auch Winterurlaube hier verbracht und unter anderem das Skifahren gelernt.

Also bin ich aufgeregt, als ich an einem Freitag morgen in mein Auto steige und Richtung Schwarzwald aufbreche.

Erster Halt: Unimog Museum in Gaggenau

Mein erster Stop bringt mich zum Unimog Museum in Gaggenau. Auf über 1.000 Quadratmetern erlebe ich die Geschichte des Unimogs – von der Entwicklung bis zur Gegenwart. Ursprünglich wurde er als Einsatzgerät für die Landwirtschaft entwickelt, später zum Einsatz für Militär, Winterdienst in Städten oder auch einfach zum Privatgebrauch genutzt. Der Unimog ist wirklich ein einzigartiges Universalgerät, welches auf schwerstem Gelände eingesetzt werden kann.

Unimog Museum Gaggenau
Das Unimog Museum in Gaggenau

Davon kann ich mich im Anschluss des Besuchs auf dem nahe gelegenen Offroad Testgelände in Ötigheim hautnah überzeugen. Mit dabei auf der Teststrecke sind ein nagelneuer G-Klasse Geländewagen und ein Zetros.

Angetrieben von Holtorf, der immer wieder fragt „Und, biste schon mit dem Zetros mitgefahren? Mach das mal!“, erklimme ich nacheinander die Beifahrersitze der jeweiligen Fahrzeuge und lasse mich durchs Gelände mit teilweise über 80% Steigung oder durch tiefe Wassergräben chauffieren. Einfach irre und ein tolles Erlebnis!

Testgelände Mercedes-Benz Öttigheim G-Klasse
Der G-Klasse Geländewagen am steilen Hang von 80 % Steigung
Elchtest Unimog Öttigheim Testgelände
Elchtest beim Unimog: 38% Neigung sind machbar
Unimog Testgelände Öttigheim Schräglage
Der Unimog auf dem Testgelände in Öttigheim in extremer Schräglage

Mercedes-Benz Testgelände Unimog

Hier seht ihr die Nutzfahrzeuge in Action:

Flotte von Mercedes-Benz
Alle Autos des #mbsleepout sammeln sich und wir fahren gemeinsam in den Schwarzwald

Lagerfeuer, Grillen und Geschichten aus fernen Ländern

Über schmale Wege erklimmen wir die Höhen, bis wir am privaten Grundstück des Grubhofs bei Wolfach im Schwarzwald ankommen.

Ausblick vom Grubhof im Schwarzwald
Kurz verzieht sich der Nebel und wir erahnen den grandiosen Ausblick, der sich einem bei blauem Himmel auftut.
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Mein Schlafplatz ist der Unimog mit Wohnmobilaufsatz in der Mitte. In netter Gesellschaft mit einem Actros mit Schlafkabine (rechts) und einem privaten Umbau eines Unimogs (links)

Otto und Holtorf – eine lange Beziehung

Nachdem alle Fahrzeuge ihren Schlafplatz auf einer großen Wiese gefunden haben, scharen sich alle neugierig um „Otto“, der schon auf uns wartet. Gunther Holtorf klettert mit leuchtenden Augen in seinen alten Weggefährten und lässt den Wagen an. Schon die kleinste Änderung am Sound des Motors erkennt er. Motorhaube auf, ein paar Dinge zurechtgerückt und fünf Minuten später schaut auch Gunther zufrieden aus.

schwarzwald-gunther-holtorf-ottoschwarzwald-g-klasse-otto-guntherEr dirigiert mich auf den Fahrersitz, welch eine Ehre. „Na, wie ist es?“, fragt er. Ich bin einfach nur sprachlos und sitze ehrfürchtig auf dem Platz auf dem Holtorf schon so viele Kilometer zurückgelegt hat. Neugierig blicke ich mich im Wagen um. Ein altes GPS-Gerät von Garmin, ein Kompass auf dem Armaturenbrett, eine altes Garfield Plüschtier und Handtücher auf den Sitzen. Viel brauchte sie nie.

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Ich habe die Ehre und darf auf dem Fahrersitz von Otto sitzen
Armaturenbrett von "Otto" die Zahl am Tacho wir immer wieder direkt bei Mercedes-Benz abgeholt und aufgeklebt
Armaturenbrett von „Otto“ die Zahl am Tacho wir immer wieder direkt bei Mercedes-Benz abgeholt und aufgeklebt

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Geduld zahlt sich aus!

Nach der ersten Aufregung gönnen wir Otto eine Auszeit und füllen unsere leeren Mägen mit Würstchen, Steaks und Salaten. Wir scharen uns ums Lagerfeuer und vor allem um Gunther Holtorf, der mir so manche Reisetricks und Tipps mit auf den Weg gibt.

Stolz berichtet er, wie er es nach sieben Jahren hartnäckigem Verhandeln und Briefkontakt geschafft hat, eine Einreiseerlaubnis für sich und Otto nach Nordkorea zu bekommen. Als erstes und bisher einziges ausländisches Auto durften sie somit (natürlich mit Aufpassern) durch das Land reisen.

Auch in Kuba war Otto das erste Auto mit ausländischem Kennzeichen und Einreiseerlaubnis! Spannend sind natürlich auch Geschichten aus dem Amazonas in Brasilien, in welchem die Holtorfs das einzige mal so richtig „in der Scheiße steckten“. Oder er berichtet von Brücken, die das Wort Brücke nicht verdient haben.

Als er mich nach meiner letzten großen Reise in Afrika (Uganda – Ruanda) ausfragt, leuchten seine Augen. „Das ist schön, dass das jemand nachvollziehen kann, was ich erlebt habe“, und erkundigt sich nach der aktuellen Lage vor Ort und vor allem an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Unser gemeinsames Highlight finden wir schnell: Die Berggorillas!

Ich könnte noch unzählige Stunden seinen Erzählungen lauschen. Er hat einfach viel erlebt. Zurück in Deutschland ist aber eins klar: „Der deutsche Winter bekommt mir nicht gut“. Und so hat Holtorf schon wieder neue Pläne, die er aber dieses Mal ohne Otto angehen muss. Der bekommt seinen verdienten Platz im Mercedes-Benz Museum. Doch er verrät uns zum Abschied, dass er sich zwei gebrauchte G-Klasse Geländewagen kaufen wird, um daraus einen neuen Otto zu bauen.

Ein kleines Geschenk übergibt er mir zum Abschied: Sein Buch „Otto: 899.592 Kilometer – 26 Jahre – Eine Reise – Ein Auto“ über die vielen Reisen, handsigniert mit persönlicher Widmung. Dazu eine Weltkarte mit seiner Route. Diese wurde immer wieder aktualisiert und hat ihm so manchen Ärger an diversen Grenzübergängen erspart, wenn er dort den bisherigen Reiseverlauf zeigen konnte und Grenzbeamte beeindruckte. Bestechungsgeld bezahlte er nie.

Irgendwann verlasse auch ich meinen Platz am Lagerfeuer und begebe mich in mein Bett im mit Wohnmobilaufsatz umgebauten Unimog. Nach einer sehr kurzen, aber erholsamen Nacht schaue ich am nächsten Morgen aus dem Fenster. Der Ausblick über die Weide des Grubhofs ist fantastisch. Die idyllische Ruhe am frühen Morgen ein Segen.
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Mein Fazit zum #MBSleepOut im Schwarzwald:

Die 24 Stunden waren für mich Abenteuer pur. Vom Museum über die Testfahrten mit den Nutzfahrzeugen von Mercedes-Benz bis zu den tollen Gesprächen mit Gunther Holtorf und anderen Weltenbummlern war alles eine tolle und neue Erfahrung für mich. Dazu kam der wundervolle Ausblick von der Wieder des Grubhofs, auf welcher wir freundlicherweise unser Nachtlager aufschlagen durften.

Ich bin überrascht, wie komfortabel man in einem Unimog reisen un schlafen kann. Der Marco Polo Van war für mich die nächste Überraschung. Mit diesem Van fuhr ich vom Testgelände bis zum Grubhof. Das Auto wirkt um soviel kleiner als ein wirklich geräumiger Van, der im Inneren außer einer kleinen Küche auch vier Schlafplätze bietet.

Natürlich war mein Highlight das persönliche Treffen mit Gunther Holtorf und seinem Otto. Ich bin immer dankbar, spannende Reisegeschichten erzählt zu bekommen und dabei noch den ein oder anderen guten Tipp für meine nächste Reisen zu erhalten!

„Otto“ könnt ihr übrigens ab Ende des Jahres im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart besuchen.

Schwarzwald Abenteuer Mercedes-Benz Pferde
Pferdestärken ganz anderer Art besuchten uns am nächsten Morgen zum Frühstück!

Weitere Infos zum Unimog Museum:

  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 10 – 17 Uhr
  • Tickets: 4,90 Euro, für den Außen-Parcours pro Person Mitfahrt 6,50 Euro
  • Adresse: Unimog-Museum, An der B 462, Ausschilderung ab Ausfahrt Schloss Rotenfels, 76571 Gaggenau

Weitere Bilder und Berichte findest du auf Facebook, Twitter und Instagram, wenn du den Hashtag #MBSleepOut eingibst.

Danke an Mercedes-Benz für die Einladung zu diesem außergewöhnlichen Event!

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