10 Tipps für Tel Aviv – die Schönheit am Meer

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In Tel Aviv scheint die Zeit nie still zu stehen: Die Menschen, die hier zwischen Tradition und Moderne leben, glühen und tanzen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Diese sorglose Ausgelassenheit, die kulturelle und gesellschaftliche Tiefe sowie die Nähe zum orthodox-gegensätzlichen Jerusalem machen die Stadt am Meer zu einem idealen Reiseziel. Hier meine zehn Tipps für eine perfekte Zeit in Tel Aviv!

Vorab aber noch eine Klärung grundlegender Fragen:

Wie lange?

Um sich voll und ganz auf die Stadt einzulassen und auch den einen oder anderen Ausflug im Land zu unternehmen, sollte man sich schon vier bis fünf Tage Zeit nehmen. Wer allerdings wenig Schlaf braucht und gut zu Fuß ist, dem reicht auch ein verlängertes Wochenende in Tel Aviv.

Ist Tel Aviv sicher?

Auch wenn es sich ab und an komisch anfühlt, durch die Straßen zu laufen, die man noch aus einschlägigen Fernsehbildern kennt – ich fühle mich hier zu keiner Zeit unwohl oder unsicher, zumal das Land sehr reisefreundlich ist und fast jeder Englisch sprechen kann.

Worauf muss ich achten?

Für einen Aufenthalt in Israel ist für Einreisende mit deutschem Pass kein Visa nötig. Man sollte jedoch mehr Zeit an den Flughäfen einplanen: Doppelte Kontrollen vor dem Hinflug sowie ein kurzes Interview vor dem Abflug über die Beweggründe der Reise kosten unter Umständen eine Stunde mehr, die man parat haben sollte.

Erwähnte ich schon, wie beeindruckend die Sonnenuntergänge sind?

Welche Transportmittel kann ich vor Ort nutzen?

Tel Aviv ist nicht sonderlich groß, sodass vieles mit den eigenen zwei Beinen abgelaufen werden kann. Es lohnt aber durchaus, sich ein Fahrrad auszuleihen, z.B. beim öffentlichen Fahrrad-Mietsystem Tel-O-Fun, das über die ganze Stadt verstreut seine Stationen hat.

Tel-O-Fun. Miet-Fahrräder, die überall in der Stadt verstreut sind.

Das Busnetz dagegen ist etwas mager, ausschließlich auf Hebräisch beschrieben und Opfer des wahnsinnigen Straßenverkehrs, ein Bahnnetz gibt es so gut wie gar nicht. Taxis, die nicht ganz billig sind (ca. 7-8 Euro pro 10 Minuten) lassen sich am besten – und sichersten – über die App „Gett“ mieten, die ähnlich wie „My Taxi“ funktioniert.

Wie bezahle ich?

In Israel zahlt man mit Schekel, und man kann fast überall mit Kreditkarte abheben und zahlen, sodass Geldwechseln nicht nötig ist. Es empfiehlt sich eine Kreditkarte von z.B. der Santander Bank, die kostenloses weltweites Abheben ermöglicht.

Nun aber zu meinen 10 Tipps für eine tolle Zeit in Tel Aviv:

  1. Hotels & Hostels

Die Hostel-Landschaft für preisgünstige Übernachtungen wird immer größer. Besonders gut und zentral, mit netten Menschen und kleinem Garten, lässt es sich im Little Tel Aviv Hostel unterkommen, das Abraham Hostel (gleich gegenüber) bietet zudem noch eine Dachterrasse an. Wer einen direkten Blick auf den Strand sowie etwas mehr von einem Hotel-Flair haben möchte, mietet sich ins (ebenfalls für diese Lage erschwingliche) Crown Plaza Beach-Hotel ein.

  1. Beach & Strandpromenade

Mindestens einen halben Tag sollte man für einen langen Spaziergang an der Strand-Promenade einplanen. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Stimmung mit direktem Blick auf „Old Jaffa“ hier einzigartig – als stünde die trublige Stadt für einige Minuten still. Die zahlreichen Bars und Cafés direkt am Strand laden zu einem Bier ein, und da es nahezu überall WiFi gibt kann man auch ganz wunderbar die eine oder andere E-Mail abarbeiten, Artikel schreiben, den weiteren Tag planen oder Bilder bearbeiten.

Die Strandpromenande Tel Avivs mit Blick auf Old Jaffa.

Um dabei möglichst flexibel zwischen Handy, Tablet und Notebook hin und her zu schalten arbeite ich mit dem äußerst platzsparenden Universal Foldable Keyboard von Microsoft, das Maus-Pendant lässt sich ebenfalls knicken, ist federleicht und passt in jede Taschenritze.

Überall arbeiten – selbst wenn man gerade auf sein Bier wartet: Microsofts Universal Foldable Keyboard samt Maus.
  1. Essen

Israel ist bekannt für seine multikulturelle Küche, die Einflüsse aus den Nachbarstaaten und aus aller Welt in sich vereint und eine damit eine eigene kulinarische Sprache entwickelt hat (ein Großteil des Wortschatzes besteht dabei aus „Knoblauch“).

Die Mezze-Vorspeisenteller im „Ha'Achim“. Tel Aviv ist wahrlich das Mekka für alle Essverliebten.

Um einen Überblick über die israelische Küche zu bekommen empfiehlt sich ein Besuch bei den jungen Küchen der Stadt. Anders als bei uns feiern die neuen Generationen ihre traditionellen Speisen mit Stolz und geben ihnen gerne einen modernen Twist mit. Hierbei hat mir besonders das Port Sa’id auf der Allenby Road (hier das Minute Steak sowie den Brotsalat probieren) sowie Ha’Achim mit seinem köstlich gerösteten Blumenkohl sowie gebackenen Artischocken gefallen.

Das „Port Sa'id“ ist DIE Anlaufstelle, um nicht nur hervorragend zu essen, sondern auch um zu sehen – und gesehen zu werden.
Die Israelis lieben ihre Auberginen. Und viel Knoblauch.

Stadtbekannt für sein Hummus ist Abu Hassan mit seinen zwei Filialen in der Altstadt Jaffa. Für ein jüngeres, hipperes und zentraleres Gefühl sucht man am besten das Eck-Restaurant Garger HaZahav auf, vor dem sich zu späterer Stunde eine regelrechte Schlange bildet – das Hummus ist wirklich atemberaubend (und äußerst günstig!), ebenso alle anderen Speisen.

Ein Traum aus Kichererbse und Sesam: Um gutes Hummus kommt man einfach nicht herum.

Falafel, die kleinen, frittierten Bällchen aus Kichererbsen und Koriander, und Schawarma (Hühnerfleisch vom Spieß) gibt es hier in ein Pita gesteckt und mit diversen Saucen und Gemüse gefüllt, an jeder Ecke. Besonders frisch sind sie natürlich auf den Märkten, z.B. dem Carmel Market.

Shakshuka ist ein deftiges wie köstliches Pfannengericht aus Tomaten, Paprika, Chili, Zwiebeln und pochierten Eiern und symbolisiert den afrikanischen Einfluss auf das Land. Besonders gut schmeckt das bei Dr. Shakshuka in der Altstadt Jaffa oder – wieder etwas moderner, hipper und feiner – im Café Shefer in der Nähe des Carmel Marktes.

Shakshuka und Mezze bei „Dr. Shakshuka“ in Old Jaffa.
  1. Bars

Die jungen Israelis zeigen sich gerne und gehen unter Leute. Die Anzahl von Bars und Clubs nimmt daher monatlich zu, wobei oft Standorte und Besitzer wechseln. Es empfiehlt sich, vorher nochmal im Internet nachzuschauen oder an der Rezeption nach den aktuellen Tipps zu fragen.

Teder.fm ist ein Radiosender mit Barkonzept, das nach jahrelangen Umzügen an verschiedene Locations nun endlich einen festen Standort auf der Yaffo-Road gefunden hat. Auf dem (etwas versteckten) Hinterhof gibt es Live-DJs und –Musik, kalte Drinks, lockere Atmosphäre, am Wochenende Vinyl-Flohmärkte und – wer noch hungrig ist – eine großartige Pizza.

Israelische Barluft atmen im hippen „Teder“.

Etwas hipper, moderner ist das Kuli Alma. Diese (ebenfalls etwas verborgene) Bar-Perle wird jede Nacht bevölkert von Tel Avivs Hipster-Elite. Das Interieur gleicht einem kleinen, schön ausgeleuchteten Garten, auf der Leinwand werden Kurzfilme junger Künstler gezeigt, die auch gerne in der anliegenden Galerie ausstellen. Aus den Boxen tönt Musik zwischen Elektro und R’nB und an der Theke gibt es kalte, preislich etwas gehobenere Drinks sowie Popcorn.

Das „Kuli Alma“ ist eine kleine Parallelwelt für sich.

Wer es etwas enger, voller, angesagter und vor allen Dingen tanzbarer braucht, geht ins Beit Hapsanter, übersetzt so viel wie „Die Piano-Bar“, oder in die K-Bar.

  1. Old Jaffa – Die Altstadt

Old Jaffa, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

„Old Jaffa“ verkörpert das „alte“ Gefühl Tel Avivs und es wirkt so, als wäre die Zeit hier nicht nur stehengeblieben, sondern als hätte die Uhr nie zu ticken angefangen. In das kleine Viertel quetschen sich Flohmärkte, Restaurants, Cafés, der wunderschöne Hafen (der als einer ältesten der Welt gilt) sowie der Abrasha Park, wo man nach einem langen Tag etwas Ruhe finden kann. Es lohnt sich, die kleinen Gassen nach Überraschungen zu durchforsten – besonders am Sabbat-Freitag tanzen und trinken sich die Israelis mit Begeisterung in/durch die Ruhetage.

Der überaus gepflegte Abrasha Park lädt zur Verschnaufspause ein.

  1. Tagestrip nach Jerusalem

Alle 15 Minuten startet ein Express-Bus von der Central Bus Station Tel Avivs nach Jerusalem, braucht dafür nicht länger als eine Stunde und kostet nur schlappe 16 Schekel, ca. 4 Euro. Somit ist man schnell und günstig in der von kultureller Relevanz und orthodoxem Judentum geprägten Stadt, die wie das genaue Gegenteil von Tel Aviv wirkt. Der Glaube ist hier omnipräsent, sowohl in den Köpfen als auch in den Straßen.

Jerusalem, die Stadt, in der Glaube und Religion omnipräsent durch die Straßen wehen.

Der Besuch der Klagemauer ist beeindruckend, die kleinen Gassen daneben wirken aber eher wie eine Aneinanderreihung von Souvenirgeschäften. Trotzdem: Es lohnt sich, einen Tag hier zu verbringen, besonders Abends, wenn der Sandstein der Häuser im goldenen Licht erstrahlt, bevor man einen der späten Busse zurück nach Tel Aviv nimmt.

Die Klagemauer, ein beeindruckendes historisches Manifest.

Wer seinen Besuch gleichzeitig mit einem tollen Restaurant-Erlebnis verbinden will, geht ins stadt- und landesbekannte Machneyuda. Hervorragendes Essen, das sich nicht nur mit den frischesten Zutaten vom direkt anliegenden Markt, sondern von Gerichten aus der ganzen Welt inspirieren lässt, in einer extrem lebhaften, bunten und quirligen Atmosphäre mit offener Küche. Heißer Tipp: Vorher reservieren, am besten direkt am Tresen, wo einem der Chefkoch persönlich ein mehrstündiges Tasting Menü auftischt, das sich gewaschen hat!

Die verrückten Köche des Machneyuda. Laut, schrill – und verdammt lecker.
Eine der vielen großartigen Speisen im „Machneyuda“.
  1. Cafés & mobiles Arbeiten

In Tel Aviv findet man an nahezu jeder Ecke ein kleines Café, das sich mit Hingabe und Verstand der Zubereitung des Kaffees widmet. Hier lässt es sich prima verweilen, durchatmen – und arbeiten, da das israelische Internet gut und schnell funktioniert.

Ob beim Café, am Strand oder bei einem ausgiebigen Lunch – dank guter WiFi-Verfügbarkeit kann man überall arbeiten.

Die meisten Läden bieten auch eine Kleinigkeit zu essen an, sodass man sich hier, abseits der lauten Straßen der Stadt, ziemlich lange wohlfühlen darf. Besonders empfehlenswert sind die Nebenstraßen der Allenby Road und dem Rothschild Boulevard, zum Beispiel das entspannte Rothschild 12 oder das Cafe Casbah.

  1. Märkte

Auf dem Carmel Market. Tomaten, Früchte, Obst, Falafel – alles, was das Herz begehrt.

Tel Aviv bietet zahlreiche Märkte, auf denen man sich prima durch die lokalen Nahrungsmittel des Landes wie zum Beispiel frisches Obst und Gemüse oder Halva, einen dichten, sandig-süßen Kuchen auf Ölsamen-Basis, probieren oder sich seine Snacks für den nächsten Ausflug kostengünstig zusammenstellen kann. Dabei ist vor allen Dingen der zentrale Carmel Market und der Levinsky Market für Leckeres sowie der Old Jaffa Flohmarkt mit seinen vielen Design- und Kunstläden interessant.

  1. Sonnenaufgang auf Masada & Totes Meer (Halbtagesausflug)

Ein besonderes Erlebnis ist der Sonnenaufgang auf der Masada-Festung auf einem Berg in der Nähe des Toten Meers. Es gibt einige Anbieter für den Trip, der bereits gegen 2 Uhr Nachts beginnt. Kurz vor Sonnenaufgang beginnt man den ca. 30-40 Minütigen Aufstieg und wird mit einem herrlichen Blick über die Weite der Sanddünen und das Tote Meer belohnt, hinter denen sich langsam die Sonne erhebt – wunderschön!

Der Sonnenaufgang auf der Masada-Festung.

Die müden Augen dürfen sich im Anschluss im Toten Meer entspannen, einem der tiefgelegensten Punkte der Erde. Das Treiben im salzigen Wasser ist ein einzigartiges Gefühl, zudem sollen das Salz sowie der mineralische Schlamm des Meeres Hautkrank- und Unreinheiten lindern.

Danach geht es gegen 11 Uhr zurück nach Jerusalem und Tel Aviv. Wer also die anschließende zweite Tageshälfte in Jerusalem verbringen möchte, kann hier gleich aussteigen. Ein Anbieter ist zum Beispiel „Tourist Israel“, der Preis schwankt zwischen 45-70 Euro.

  1. Museen, Galerien, Street Art & Bauhaus Architektur

Tel Aviv gilt als kreative Hochburg des Landes, vor allen Dingen moderne Künstler lassen sich hier gerne nieder und präsentieren ihre Werke. Das passiert sowohl in kleinen Galerien in den Gassen (z.B. neben dem Rothschild Boulevard) oder aber im Tel Aviv Museum of Art, bei denen auch internationale Künstler gezeigt werden.

Viel Kreatives findet man allerdings auch den Häuserwänden; ähnlich wie streunende Katzen ist Street Art in nahezu jedem Winkel der Stadt zu finden, mal originell-humoristisch, mal politisch und kritisierend. Die zu den Wänden gehörenden Häuser sind mit hoher Wahrscheinlichkeit von ebenso kultureller Relevanz, wenngleich einige Jahrzehnte älter und nach den Stilvorgaben der Bauhaus-Bewegung konstruiert: funktional, elegant, schlicht.

Street Art und kleine Galerien gibt es hier an und in jeder Häuserwand.

Wer mehr darüber erfahren will, dem sei das Bauhaus Center empfohlen, in dem die Geschichte der jüdischen Bauhaus-Flüchtlinge nach Tel Aviv sehr gut aufbereitet wird und auch Touren durch die „Weiße Stadt“ angeboten werden.

Weitere Tipps für eine Israel Reise

Hi ich bin Chris Ich bin Vollblutmusiker, vermarkte Musik, spiele Gitarre, Bass, Klavier und schreibe Songs. Als Restaurantkritiker liebe ich natürlich gutes Essen und das Reisen ist für mich der beste Weg, den eigenen Horizont zu erweitern. Kulinarische Reisen führten mich bisher nach Japan, China, Vietnam, Sri Lanka, Mexiko, Skandinavien, Indien, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Israel und viel mehr - und es werden noch viele weitere Ziele folgen!

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