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Hi, ich heiße Hannah.

Als Katrin und ich uns in Heilbronn kennen gelernt haben, war ich noch nicht mal 18. Nach einigen beruflichen Stationen als Online Marketing Manager und Beraterin für Digitalisierung, hat mich das Reisefieber gepackt. Weg vom Schreibtisch, rein ins Abenteuer.

Am liebsten sitze ich auf einem meiner Fahrräder oder packe meine Koffer für die nächste Reise. Wer mich kennt, weiß dass ich eine riesige Schwäche für gutes Essen habe. Für VIEL UNTERWEGS suche ich immer die neusten Food-Hot-Spots.

Mit dem Oldtimer durch Süddeutschland (enthält Werbung)

Urlaub im Schwarzwald – Ein Roadtrip durch Süddeutschland

Wer kennt das nicht von seinen eigenen Reiseplanungen? Ständig auf der Suche nach exotischen Orten, nach fernen Reisezielen, es muss immer weiter und möglichst außergewöhnlich sein. Dabei liegen eigentlich die schönsten Destinationen oft direkt vor unserer Türe. Urlaub in Deutschland ist absolut in. 

Ich habe meine Sommerferien und Weihnachtsfeste als Kind immer im Schwarzwald verbracht. Meine Großeltern hatten dort ein Haus und ich erinnere mich an Spaziergänge im Wald, Autofahrten auf schmalen Straßen im Winter und Steine springen lassen am See. Deswegen ist der Schwarzwald für mich nicht nur irgendeine Gegend in Deutschland, sondern ein Sehnsuchtsort, den ich nur mit schönen Erinnerungen verbinde. 

Im Rahmen der Schwarzwald Classic hatte ich die Chance wieder einige Tage in der Region zu verbringen und dieses Mal sogar mit einem Oldtimer Cabrio – was will ich mehr?! 

Viel Spaß beim Lesen!

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3 Gründe für einen Roadtrip durch den Schwarzwald

  1. Panorama: Im Schwarzwald habt ihr eines der schönsten Panoramas Deutschlands. Berge, Seen, kleine Dörfer, einsame Straßen und wunderschöne Schwarzwaldhäuser. Idylle pur, Kitsch-Garantie. 
  2. Straßenverhältnisse: Dieses Argument ist bei einem Roadtrip nicht zu verachten. Das Cruisen die Serpentinen rauf und runter macht erst dann richtig Spaß, wenn auch der Asphalt stimmt. Im Schwarzwald findet ihr 1A Bedingungen für euren Roadtrip.
  3. Essen: Die Dichte an Restaurants und Möglichkeiten ist gut. Behaltet nur im Hinterkopf, dass vor allem auf dem Land die Uhren im Hinblick auf Öffnungszeiten etwas anders ticken. Für euer Auto findet ihr eigentlich immer überall gut einen Parkplatz. Hinzu kommt, dass unserer Meinung nach, die schwäbisch-badische Küche eine der beste Deutschlands ist. Wer es gerne deftig mag und Hausmannskost zu schätzen weiß, ist im Schwarzwald genau richtig aufgehoben.
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Schwarzwald Idylle pur.
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Tipps für einen Roadtrip

  1. Überlegt euch, ob ihr jede Nacht das Hotel wechseln möchtet oder ob ihr lieber zu einem festen Standort zurückkehren möchtet. Im Schwarzwald gibt es auch besonders viele Ferienwohnungen in Privathäusern. 
  2. Bucht euch eine Unterkunft mit guten Parkoptionen und gebt eure Wünsche direkt bei der Buchung an. Das erspart euch viel Stress bei der Ankunft, falls es nur eine begrenzte Möglichkeit an Parkmöglichkeiten gibt. 
  3. Plant genug Zeit ein. Der Schwarzwald ist wirklich unglaublich schön. Wer großzügig Pufferzeit berücksichtigt, kann öfter anhalten und die Landschaft genießen oder auch mal ein paar Minuten länger im Gasthaus sitzen bleiben. 
  4. Offline-Karten. Digitale Wüste Deutschland, hier trifft das vollkommen zu. Regelmäßig hatten wir keinen Empfang, geschweige denn mobiles Internet. Die Rettung sind Google Maps, die man sich offline auf das Handy speichert oder alternativ die App Maps.Me. Wer es gerne noch ursprünglicher mag, besorgt sich eine Straßenkarte aus Papier. Das funktioniert genauso gut und beschäftigt auch immer den Beifahrer. 

Achtung, die Schweizer Grenze ist nah. Schaltet vorsichtshalber euer Roaming aus, sonst kommt mit der nächsten Handyrechnung das böse Erwachen.
Wer sich abseits der Hauptstraßen bewegt, findet die schönsten Strecken für einen Roadtrip im Schwarzwald.
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Überall im Schwarzwald findet ihr kleine Buchten an der Straße die zu einem Stop einladen.
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3 Routen für einen Roadtrip im Schwarzwald

Ein Roadtrip macht erst richtig Spaß, wenn die Route stimmt. Im Rahmen der Schwarzwald Classic haben wir drei wunderschöne Tage auf den Straßen des Schwarzwalds verbracht. 

In den Karte findet ihr unsere Routen. Diese sind ohne Autobahn und lassen jedes Autofahrer Herz höher schlagen. Speichert euch die Karte am besten direkt offline auf dem Smartphone ab. Dann seid ihr auf der sicheren Seite, das nächste Funkloch ist sicher nicht weit entfernt. 

Tag 1: Prolog 55 km

Tag 2: Sauschwänzlebahn in zwei Teilen 216,7 km

Tag 3: Notschrei in zwei Teilen 204,4 km

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Rothaus Schwarzwald Classic

Ich habe eine Schwäche für schnelle Autos, fahre aber ungerne stundenlang auf der Autobahn. Da passiert mir einfach zu wenig. Aber entspannt über Landstraßen ziehen, oh ja sehr gerne. Wo soll ich einsteigen?

Die Einladung zur Teilnahme an der Schwarzwald Classic 2019 war eine großartige Chance meine alte „Heimat“ mit einem schicken Oldtimer neu zu entdecken und viele Orte meiner Kindheit wiederzusehen.

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Susi und ich mit unserem Renault Oldtimer (Foto: Frederik Dulay-Winkler)

Aber was ist so eine Oldtimer Ralley überhaupt? Ein Rennen? Nein, Gott sei dank. Vielmehr ist es eine großzügig geplante Ausfahrt mit kleinen und größeren Aufgaben und Checkpoints. Die besondere Herausforderung dabei: Die Route ist bis zum Start unbekannt. Erst da wurde uns ein Roadbook in Papierform ausgehändigt, welches uns navigieren sollte.

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Navigation wie früher: unser Roadbook für die Schwarzwald Classic. (Foto: Frederik Dulay-Winkler)

Aufgaben bei der Schwarzwald Classic

Und warum sollte man sich auch genau an diese Route halten und keine Abkürzung nehmen? Nun ja, weil immer wieder kleine Aufgaben auf der Strecke versteckt waren. Da gab es „Baumwächter“,d.h. Buchstabentafeln am Straßenrand, die wir notieren mussten. Oder auch Checkpoints in Parkbuchten, wo wir Stempel sammeln konnte. Und natürlich die groß angekündigten Wertungsprüfungen, die alle Teilnehmer absolvieren mussten. 

Am Ende eines jeden Tages wurden die Punkte addiert, um so am Ende einen Gesamtsieger zu ermitteln. Aber um ehrlich zu sein, das Gewinnen ist hier wirklich nicht wichtig. Vielmehr geht es um das gemeinsame Erlebnis und die tolle Landschaft, die man erkunden kann. 

Prolog ab St. Blasien

Nach einem eher zaghaften Start in St. Blasien sind Susi von Blackdotswhitespots und ich losgefahren. Mit einem absoluten Klassiker. Einem Renault Floride aus dem Jahre 1961. Bekannt wurde dieses Modell durch Brigitte Bardot, die damals in jungen Jahren für die französische Automarke Werbung machte.
Stolze 35 PS hatte unsere Brigitte unter der Haube.

Eine echte Herausforderung im Schwarzwald, wo es doch so einige Höhenmeter zu bezwingen gibt. Aber nach einigen Startschwierigkeiten hatten wir uns an Brigitte gewöhnt. Die nächsten 3 Tage sind wir mit ihr fleißig durch den Schwarzwald gefahren und haben die Teilnehmer der Schwarzwald Classic aufgemischt. Als eines der wenigen Frauenteams sind wir eindeutig aus der Menge herausgestochen.

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Susi und ich hatten richtig Spaß in unserem Oldtimer. (Foto: Frederik Dulay-Winkler)

Das war meine erste Teilnahme bei einer solchen Veranstaltung. Und was soll ich sagen, ich habe es geliebt. Es hat mir richtig Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wiederholen. Vielleicht dann mit etwas mehr PS, aber davon abgesehen wäre ich sofort wieder dabei. 

Besonders gut hat mir der Austausch mit den anderen Teams gefallen. Wir wurden wirklich herzlich aufgenommen und unsere Rothaus Biergit hat für den ein oder anderen Lacher gesorgt. Wir hatten nämlich keinen funktionierenden Rückwärtsgang und mussten vor allem bei der Einpack-Challenge etwas kreativ werden. Aber alles in allem war es eine tolle Erfahrung und mit einer super Begleitung. Danke Susi, mit dir fahre ich jederzeit wieder durch den Schwarzwald.

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Wir hatten das perfekte Wetter im Schwarzwald für einen Roadtrip. (Foto: Frederik Dulay-Winkler)

Oldtimer fahren kann jeder

Wer jetzt denkt, ich habe doch gar keinen Oldtimer: keine Sorge, ihr könnt euch so ein schickes Gefährt auch mieten und dann an der Rallye teilnehmen. Bei Retropromotion gibt es eine große Auswahl an Oldtimern, die nur darauf warten, mit euch die Straßen unsicher zu machen. 

Wer lieber nur mal kurz in das Oldtimer Erlebnis reinschnuppern möchte, kann auch an geführten Tagestouren bei Retropromotion teilnehmen. Rallye Feeling light quasi. Kostenpunkt: 490 EUR für 2 Personen, inkl. 200 km, Benzin, Verpflegung und technische Begleitung. 

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Sehenswürdigkeiten im Schwarzwald

Sauschwänzlebahn

Die historische Bahnstrecke verbindet von April bis Oktober die Bahnhöfe Blumberg-Zollhaus und Weizen. 25 km Bahnstrecke führen durch sechs Tunnel und über vier Brücken. Besonders beeindruckend ist es, wenn die alte Dampflok in den Bahnhof einfährt und vom Bahnhofswärter begrüßt wird.

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Begrüßung der Sauschwänzlebahn bei der Ankunft in Blumberg.

Prüft unbedingt den Fahrplan der Sauschwänzlebahn, wenn ihr mit der Dampflok fahren möchtet. Es fährt auch ein historischer Dieselzug. Eine Fahrt mit der Dampflok kostet einfach 18 Euro, Hin- und Rückfahrt 24 Euro. Kinder bis 4 Jahren und Hunde fahren kostenlos mit.

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Die historische Dampflok der Sauschwänzlebahn.

Die Sauschwänzlebahn verdankt ihren Namen übrigens dem Tunnel „Große Stockhalde“, wo sich die Gleise in einer Spirale 15m nach oben winden. Betrachtet man die Strecke von oben erinnert sie an das Schwänzchen eines Schweins. Für alle Wanderlustigen lässt sich eine Bahnfahrt mit einer Wanderung über den Sauschwänzle-Weg verbinden.

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Das Innere der Sauschwänzlebahn ist immer noch originalgetreu.

Wutachschlucht

Den Wandervögeln unter euch kann ich eine Tour durch die 60 bis 170 Meter tiefe Wutachschlucht oder die Gauchachschlucht im Südschwarzwald nur wärmstens ans Herz legen. Auf euch wartet eine beeindruckende Naturlandschaft, die aber durchaus gefährlich sein kann. Kondition, Aufmerksamkeit, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind deshalb unbedingt erforderlich!

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Vor allem bei Nässe kann es gefährlich glatt werden in der Wutachschlucht.

Bevor es losgeht, solltet ihr euch über die aktuellen Bedingungen z.B. beim Wutachranger informieren. Von Döggingen und Löffingen aus fährt regelmäßig ein Bus die wichtigsten Einstiegspunkte an. Damit kann man seine Route ganz flexibel gestalten und gelangt ohne Probleme an den jeweiligen Ausgangsort zurück.

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Immer wieder teilt sich der Wald und ihr habt einen Blick auf die Wutach. Am Ufer kann man leider nur kurz entlang gehen.

Der frühe Vogel fängt hier den Wurm. Bereits um 10 Uhr waren alle Parkplätze an der Schattenmühle belegt. Solltet ihr euch also für eine Wanderung entscheiden, solltet ihr früh genug starten oder lieber gleich auf den Bus ausweichen. 

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Das beliebteste Fotomotiv der Wutachschlucht: ein kleiner Wasserfall der wie ein Vorhang fällt.

Ravennaschlucht

Ein weiteres attraktives Wanderziel ist die Ravennaschlucht. Los geht’s in Hinterzarten hinter der Eisenbahnbrücke, wo ihr den Löffeltalweg findet. Der beliebte Rundwanderweg führt vorbei an historischen Hochschwarzwälder Sägen und Mühlen im Löffeltal und weiter zur Ravennabrücke, über die die Höllentalbahn fährt. Von dort aus folgt dem Weg durch die untere und obere Ravennaschlucht, wobei ihr dabei sogar rauschende Wasserfälle erleben könnt, zurück zum Ausgangspunkt Hinterzarten.

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In der Ravennaschlucht taucht ihr in eine ganz andere Welt ein. Kleine Brücken, alte Mühlen und die Ravenna säumen den Wanderweg.

Tipp für alle Fotografen: An der Ravennabrücke führt ein kleiner Weg einen Hügel hinauf, vor dort aus habt ihr die beste Aussicht auf die Höllentalbahn. 

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Die Höllentalbahn am Ende der Ravennaschlucht.

Todtnauer Wasserfall

Apropos Wasserfälle. Ein weiteres beeindruckendes Exemplar befindet sich ganz in der Nähe – der Todtnauer Wasserfall, dessen Wassermassen insgesamt 97 m in die Tiefe stürzen. Wer sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen will, kann zwischen verschiedenen Wandertouren wählen, die alle in Todtnauberg starten.

Vom Parkplatz bis zum Wasserfall selbst, sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Im Sommer habt ihr vielleicht auch Glück und könnt eine der Liegen direkt unter dem Wasserfall ergattern und die Aussicht genießen. 

Der Zutritt zum Wasserfall kostet übrigens 2 Euro pro Person. Mit dem Geld möchte die Gemeinde Todtnau die Instandhaltung der Wanderwege finanzieren. Am Eingang findet ihr einen kleinen Kasten in den ihr Münzen werfen könnt. Eine gute Sache, die wir gerne unterstützen.

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Der Todtnauer Wasserfall stürtzt sich 97 m in die Tiefe.

 

Schluchsee

Der größte See des Schwarzwaldes ist auch gleichzeitig einer der saubersten Badeseen in Deutschland. Der ehemalige Gletschersee ist mittlerweile das Bade- und Wassersportzentrum des Schwarzwaldes und liegt auf über 900 Meter Höhe. Wer den See für sich alleine haben möchte, sollte unbedingt früh aufstehen und den Sonnenaufgang genießen. Der Rundgang um den See ist 17,7 km lang und dauert ungefähr 5-6 h je nach Laufgeschwindigkeit.

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Der Schluchsee ist der größte See im Schwarzwald und vielleicht auch der schönste.

Darüber hinaus steht Naturliebhabern, Freizeitsportlern und Aktivurlaubern ein umfangreiches Angebot an verschiedensten Wander-, Rad- und Laufrouten zur Verfügung, um die Region zu entdecken.

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Morgens um 7 Uhr habt ihr den Schluchsee noch ganz für euch, inkl. Sonnenaufgang.

Notschrei 

Der Notschrei ist ein Gebirgspass im Schwarzwald und vor allem bei passionierten Sportlern bekannt. Im Sommer quälen sich die zahlreiche Radfahrer den Berg hoch, im Winter starten Langläufer über die Notschrei-Loipen Richtung Feldberg. Für alle Skifahrer gibt es auch ein kleines Skigebiet inkl. Rodelstrecke. 

Wer einen Roadtrip durch den Schwarzwald unternimmt, kann hier einen schönen Zwischenstopp einplanen. 

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Empfehlungen für Unterkünfte im Schwarzwald

Brauereigasthof Rothaus

Pilsliebhaber aufgepasst, ganz ganz nah am Geschehen könnt ihr in Rothaus im Brauereigasthof Rothaus übernachten. Die Heimat des Tannenzäpfle Bier. Die Staatsbrauerei Rothaus hat nicht nur ein tolles Gasthaus zu bieten, sondern auch ein Hotel. Wer die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall versuchen dort einzukehren. Vor allem die 17 schönen Komfortzimmer im Haupthaus sind modern eingerichtet und auf dem neuesten Stand.

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Der Brauereigasthof Rothaus. Startpunkt unserer Ralley. (Foto: Frederik Dulay-Winkler)

Schwarzwaldcamp

Ach ja, da war ja noch was. Mein persönlicher Endgegner: zelten. Das absolute Kontrastprogramm zu Hotel und Pension ist das Schwarzwald Camp am Schluchsee. Ich habe todesmutig eine Nacht getestet und muss zugeben, so schlimm ist es gar nicht. Sogar Zelt-Gegner wie ich werden von dem einzigartigen Erlebnis überrascht.

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Der schönste Moment am Morgen. Die Sonne scheint über dem Schwarzwald-Camp.

Neben dem örtlichen Campingplatz kann man im Wald schlafen. Ohne Strom, ohne Licht, Natur Pur eben. Ein eigenes Zelt müsst ihr nicht mitbringen, ihr habt die Wahl zwischen Tipi, Baumzelt, altem Bulli oder Gondel. 

Im Tipi Annele ließ es sich aber erstaunlich gut aushalten. Es gab richtige Betten, keine Isomatten. Annele stand auf einer festen Platform und vor unserem Zelt hatten wir eine eigene kleine Feuerstelle. Trotzdem gilt, für ein solches Erlebnis sollte man die Natur lieben. Eine Taschenlampe für den nächtlichen Gang zum Waschhaus ist Pflicht. Wer es aber bis dahin ohne Herzinfarkt ausgehalten hat, kann über sich einen Sternenhimmel entdecken den ich so noch nicht erlebt habe, inkl. Sternschnuppen. Romantik pur.

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Unser kleines Tipi, ausgestattet mit allem was man zum Campen braucht.
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Essen und Trinken im Schwarzwald

Wenn ich mich für eine regionale Küche Deutschlands entscheiden müsste, würde ich immer die schwäbische wählen. Käsespätzle, Schupfnudeln, Maultaschen, Braten und Kartoffelsalat sind einfach das Beste aus Deutschland. Meiner Meinung nach jedenfalls. 

Im Schwarzwald wird Hausmannskost noch richtig groß geschrieben, in den meisten Gasthäusern könnte auch Oma in der Küche stehen. Ausgefallene Neukreationen gibt es, aber simpel kann auch so lecker sein. 

Meine persönlichen Empfehlungen für einen Stop und kulinarische Leckereien habe ich euch hier zusammengefasst: 

Hotel Sonne Post

In Waldau zieht es uns immer ins Hotel Sonne Post. Seit 1870 gibt es diesen Familienbetrieb schon. Im Gasthaus könnt ihr sowohl mittags als auch abends lecker essen gehen. Der Gastraum mit altem Kachelofen ist ein echter Hingucker. Im Hotel Sonne Post ist es etwas hochpreisiger, aber vor allem Liebhaber von frischem Wild können hier hervorragend essen. 

Rosalie im süßen Winkel 

Mein persönliches Café Highlight in St. Blasien. Die meisten Lokale im Schwarzwald sind sehr traditionell. Typische Landgasthäuser eben, das Rosalie im süßen Winkel ist wirklich eine tolle Ausnahme. Ganz jung und schick kommt es daher. Es könnte auch in Berlin oder Kopenhagen stehen. Eine must-go Empfehlung wenn ihr in der Region seid. Auf der Karte stehen verschiedene Kuchen und herzhafte Snacks und bei gutem Wetter könnt ihr direkt auf der Terrasse am Fluß Platz nehmen.

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Mein absoluter Geheimtipp im Schwarzwald: Rosalie im süßen Winkel, ein Café in St. Blasien. 

Höhengasthof Glashütte

Unweit von der Wutachschlucht findet ihr den Höhengasthof Glashütte. Schnörkellos und bodenständig geht es hier zu. Auf der Mittagskarte stehen Klassiker der Region zu fairen Preisen. Die Käsespätzle für 8,80 EUR. Perfekt, um sich nach einer Wanderung zu stärken. Der Höhengasthof hat auch Fremdenzimmer für alle, die mit einem traumhaften Blick über das Tal einschlafen möchten. 

Jostalstüble

Ein Lokal in Titisee-Neustadt, wo wir schon die ein oder andere Familienfeier ausgerichtet haben. Das Jostalstüble ist ein Klassiker, den jeder im Schwarzwald kennt. Das Landhotel bietet regionale und saisonale Spezialitäten. Vor allem das traditionelle Vesper ist ein echter Genuss. Seit über 30 Jahren könnt ihr hier auch übernachten. Einzel-, Doppelzimmer oder Apartment, hier findet auch eine Familie Platz. 

Hotel Schiff

Noch so ein Traditionshaus. Am Schluchsee steht das Hotel Schiff. Auf der Terrasse  könnt ihr mit einem wunderschönen Blick über den Schluchsee essen. Die Karte ist traditionell schwäbisch. Zum Glück gibt es auch halbe Portionen, dann kann man sich auch eine Vorspeise oder Dessert gönnen.

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Im Hotel Schiff lässt es sich hervorragend speisen. Klassisch Schwäbisch-Badische Küche steht auf der Karte.
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Orte meiner Kindheit - mein persönlich perfekter Schwarzwald

Ganz tief in meinem Gedächtnis habe ich noch meine schönsten Erinnerungen für euch hervor gekramt. Wer noch mehr Schwarzwald-Feeling erleben möchte, sollte auch diese Orte aufsuchen:

  • Hirschsprung: Im Höllental findet ihr ein Wahrzeichen des Schwarzwalds. Wenn ihr auf dem Weg nach Breitnau seid, haltet unbedingt Ausschau nach der Hirschfigur hoch über der Straße. Der Sage nach jagte ein Ritter der Burg Falkenstein einen prächtigen Hirsch. Doch dieser war zu schnell für den Jäger und rettete sich mit einem waghalsigen Sprung über die Schlucht vor dem Tod. 
Als Kind hing ich gebannt an der Autoscheibe, um den Hirsch hoch über mir zu entdecken. 
  • Skilift Waldau: Hier habe ich Skifahren gelernt. Jeden Winter habe ich mich als kleines Kind die 600m den Berg hochziehen lassen und bin todesmutig wieder ins Tal gerast. Heutzutage ist dieser Hügel natürlich nicht mit den großen Skigebieten vergleichbar, aber gerade für Anfänger und Kinder ist Waldau ein super Einstieg. Die Skischule Hirt, wo ich bereits meine ersten Pistenversuche gestartet habe, gibt es bis heute.
  • Rudenberg: Auf dem Weg zu meinen Großeltern liegt dieser kleine Ort. Gefühlt gab es da die schmalsten Straßen des Schwarzwaldes und ich hatte vor allem im Winter regelmäßig Angst, dass wir mit unserem Auto den Hang hinabstürzen. Wenn ihr auch einmal diese Idylle  in Augenschein nehmen wollt, dann schaut beim Landgasthof Pauliwirt (mit Fremdenzimmern) vorbei und probiert unbedingt die Käsespätzle. 
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Empfehlung beste Reiseführer

52 kleine & große Eskapaden im Schwarzwald: Ab nach draußen! (DuMont Eskapaden)

Ein neueres Format, mit unheimlich schönen Ausflugszielen. Vor allem Wanderfreunde können sich hier inspirieren lassen.

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MARCO POLO Reiseführer Schwarzwald: Reisen mit Insider-Tipps. 

Der Klassiker für die Handtasche. Schon seit Jahren nutzen wir die Marco Polo Reiseführer für einen ersten Überblick über eine Region. Dank seiner praktischen Größe kann man ihn auch jederzeit mitnehmen, ohne zu schwer tragen zu müssen.

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DuMont Bildatlas 045 Schwarzwald Süden

Schon etwas älter, aber unglaublich schönes Bildmaterial bietet der DuMont Bildatlas. Das Schöne am Bildatlas sind auch immer die Hintergrundgeschichten, die die Informationen auflockern.

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Beste Reisezeit

Unsere Reise durch den Schwarzwald fand Ende August in einem Cabrio statt. Tagsüber lagen die Temperaturen bei angenehmen 20-25 Grad, somit perfekt für eine Cabrio Tour. 

Der Süden ist mit warmen Temperaturen gesegnet. Die perfekte Reisezeit für einen Roadtrip sind April-Juni und September bis Oktober. In den heißen Monaten Juli-August steigt das Thermometer gerne auch mal auf über 30 Grad. Da macht auch das Wandern zwischendurch nur noch bedingt Spaß.

Generell kann ich aber den Schwarzwald ganzjährig empfehlen. Im Winter habt ihr gute Chancen auf Schnee. Im Sommer scheint die Sonne. Hier gilt definitiv das Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung
.

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Fazit

Ich will ehrlich zu euch sein, ich hatte nicht immer das beste Verhältnis zu Baden- Württemberg. Ich war so froh der Idylle mit Anfang 20 zu entfliehen. Aber mittlerweile haben wir Frieden miteinander geschlossen. Ich komme gerne zurück und das, was ich früher als anstrengend und einengend empfunden habe, habe ich inzwischen richtig lieb gewonnen. 

Weniger ist mehr. Mehr Ruhe, weniger Optionen, mehr Natur, weniger Ablenkung. Vor allem per Roadtrip den Schwarzwald zu erkunden, hat mir diese tolle Gegend nochmal ganz anders gezeigt.

Ich hatte ein paar wunderschöne Tage im Schwarzwald, die alte Erinnerungen wieder wachgerüttelt haben und mir verdeutlicht haben: Mensch ist diese Gegend schön. Ich kann tatsächlich stolz sagen: Ich komme aus Baden Württemberg, eine der schönsten Regionen Deutschlands. Danke BaWü, ich hab dich lieb. Wir sehen uns ganz bald wieder.

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Disclaimer: Ein großes Dankeschön an Visit BaWü für die Einladung zur Schwarzwald Classic und 2 tolle Tage im Schwarzwald. Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit und enthält daher Werbung. Unsere Meinung ist natürlich und trotzdem unsere eigene und ehrlich.

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