Peru liegt südlich des Äquators. Daher sind die Jahreszeiten genau entgegengesetzt zu Europa. Unterschieden werden in Peru jedoch nur zwei Jahreszeiten: Trockenzeit (Winter, Mai – November) und Regenzeit (Sommer, Dezember – April). Egal in welcher Region du bist, Frühling oder Herbst wie bei uns gibt es nicht. Trotz Sommer oder Winter sind die Temperaturen in den unterschiedlichen Regionen gravierend.

Vor allem in den höher gelegenen Regionen können die Nächte im Winter sehr kalt sein. Schneefall ist keine Seltenheit. Die kältesten Monate sind dabei der Juli und August. Für Trekkings bieten diese Monate aber die besten Bedingungen. Im Amazonasgebiet herrschen dann trotzdem Temperaturen von mindestens 28 Grad – meist übersteigt das Thermometer die Grenze von 35 Grad und mehr.

Wie wäre es also mit einer Peru Reise zur Trockenzeit und am Ende geht es in den warmen Amazonas, ehe man in den deutschen Herbst zurückkehrt? So jedenfalls habe ich es gemacht. Ich war von Anfang September bis Anfang Oktober in Peru. Für mich die perfekte Reisezeit – so jedenfalls habe ich es empfunden. Auch wenn ich Lima nur im Nebel, als feucht und nur selten mit Sonne erlebt habe.

Wenn du keine Lust hast, den ganzen Artikel zu lesen kurz und knapp:

Übersicht für die beste Reisezeit für Peru nach Regionen

  • Beste Reisezeit für Wanderungen in Peru: Juli, August, September
  • Hochsaison für Peru Reisen ist von Mai – September. Dann ist im Hochland Trockenzeit, dafür können die Nächste sehr kalt sein.
  • Hochland & Andenregion (Cusco, Machu Picchu): April – September (Trockenzeit), machbar und okay: Oktober – April. Ab Dezember Regenzeit und Trekkings nicht zu empfehlen. Inka-Trail im Februar geschlossen, andere Inka-Trails wie Salkantay geöffnet.
  • Küstenregion um Lima: Dezember, Januar, Februar. Auch noch okay: März – November
  • Regenwald (Amazonas und Iquitos): Mai – September, Oktober auch okay

Mein Fazit zur optimalen Reisezeit für Peru:

Ideal ist die Reisezeit „zwischen“ der Saison, das heißt die Monate September – Mitte Dezember und Mitte März bis Mai.

Ich bin Anfang September bis Anfang Oktober in Peru gewesen. Diese Monate sind ebenfalls ideal für Wanderungen. Der Vorteil ist, dass die Nächte nicht mehr ganz so kalt sind, es aber öfter mal regnen kann. Diese Regen (Eher Sommerregen) am Tag waren die wahre Erlösung bei Wanderungen. Richtig heftige Regenfälle hatten wir nur nachts. Auch diese waren eine Erlösung, da am nächsten Tag der Staub am Boden nicht mehr so sehr aufgewirbelt wurde und das Atmen beim Gehen leichter fiel.


Weitere Tipps und Reisegeschichten für Peru:


Beste Reisezeit für Trekkings in Peru

Die beste Reisezeit für Trekkings sind die Monate Juni und August. Dann ist es trocken, die Nächte können aber sehr kalt sein. Die Trockenzeit im Hochland ist von Mai – September. Temperaturen fallen oft unter 0 Grad. Auf dem Salkantay Trek, dem Auslangte Trek oder in den Rainbow Mountains ist Schneefall keine Seltenheit. Diese Monate sind allerdings auch die Hochsaison und Hauptreisezeit für Touristen.

Meiden solltest du die Regenzeit ab Mitte Dezember bis Ende Februar. Der Inka Trail ist im Februar sowieso komplett geschlossen, der Salkantay jedoch begehbar. Unsere Guides rieten uns übrigens davon ab, im Dezember zu kommen, da auch nach Choquequirao heftige Regenfälle die steilen Wege bergauf und bergab sehr gefährlich werden lassen. Nicht umsonst stehen hier einige Kreuze…

Erdrutsche passieren dann auch häufiger. Wir haben einen erlebt. Waren jedoch noch ein Stück entfernt.

In den Rainbow Mountains liegt dann allerdings Schnee. Im Juli und August sehr viel, im Ende September an meinem Besuch nur morgens. Danach kam die Sonne heraus und der Schnee ist schnell geschmolzen.

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Die Rainbow Mountains im Schnee – das sieht nicht jeder.
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Am Morgen bei Ankunft am Rainbow Mountain lag Schnee.

Regenzeit in Peru

Der peruanische Sommer dauert von Dezember bis März. Dann fällt sehr viel Regen, du bist dann mitten in der Regenzeit. Im Februar ist der Inka Trail komplett gesperrt. Alle anderen (mehrtägigen) Wanderungen sind dann zwar möglich, es wird aber dringend davon abgeraten. Es können Erdrutsche vorkommen, die auch schon Todesopfer gekostet haben (ich habe Kreuze der Opfer am Choquequirao gesehen). Straßen sind oft auch unpassierbar.

Viele Argumente für eine Reise während der Regenzeit sind, dass Peru dann schön grün ist und die Sonne doch trotzdem fast immer scheint. Das stimmt natürlich. Vor allem kannst du den Touristenmassen aus dem Weg gehen. Aber: Wenn du Wanderungen planst empfehle ich dir, auf andere Monate auszuweichen. Ich fand September/Oktober optimal und auch nicht so überfüllt.

Warst du schonmal in Peru? In welchem Monat und was waren die Vor- und Nachteile dabei?

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1 KOMMENTAR

  1. Hallo Katrin, ich habe mit Interesse deine Reiseberichte über Peru, Chile und Kolumbien gelesen, die mir gut gefallen haben. Ich lebe seit über 25 Jahren in Peru und arbeite seit 2009 als Reiseveranstalter für Nord-und Südperutouren und auch als Guide für Nordperu. Ich habe mich vor allem auf Archäologie- und Naturreisen durch den abwechslungsreichen Norden Perus spezialisert. Als ich Anfang Oktober in La Casa de Doña Lola war, hatte mir Perico erzählt, dass du auch gerade mit einer Begleiterin bei ihnen gewesen bist und es euch dort gut gefallen hat ( was du ja auch in deinem Blog schreibst ). Falls du nochmal nach Peru kommst, kann ich dir gerne Tipps über den Norden geben. Schau mal in meine Website http://www.whtours.com rein.

    Saludos cordiales, Willi

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