Was trägt man auf dem Kilimandscharo? Hier ist unsere Ausrüstung und Packliste

Um während deiner Besteigung des Kilimandscharo gut ausgestattet zu sein, musst du einige wichtige Ausrüstungen mitbringen. Wir haben eine umfassende Kilimandscharo-Packliste zusammengestellt, um dir bei deiner Vorbereitung für deine Besteigung zu helfen. Denn eins garantiere ich dir: Die meistdiskutierten Themen vor unserer Tansania Reise war: Was nimmst du mit für die Kilimandscharo Besteigung?

Du kannst den Kilimandscharo nicht auf eigene Faust ohne Guides und Träger besteigen. Daher benötigst du einen guten Anbieter für eine organisierte Reise. Uns wurde daher Diamir empfohlen und wir haben nicht nur den Kili, sondern auch die restliche Rundreise in Tansania von ihnen organisieren und buchen lassen. Alles war super und wir hatten ein tolles Team, denn das ist wichtig!

Mach dich darauf gefasst, dass du – je nach Gruppengröße – ein großes Team bestehend aus Guide, Assistenz Guide, Koch und Träger dabei haben wirst. Wir sind zu fünft gereist und hatten in Summe 15 Träger. Die Träger erleichtern dir, dich auf das erfolgreiche Erreichen des Gipfels zu fokussieren und Energie zu sparen.

Doch bedenke, dass du nicht das maximale Gewicht, das dein Anbieter angibt, nutzen musst. Das erleichtert auch den Anstieg für Träger, die mit maximal 20 kg bepackt den Weg zum Basecamp antreten. Das sind die Vorgaben und bei diesen 20 kg ist ihr eigenes Hab und Gut, das sie benötigen ebenfalls enthalten.

Bei uns lautete die Vorgabe maximal 12 kg, beim Wiegen hatten alle zwischen 5 und 8 kg. Darin enthalten schwere Powerbanks, um Kamera- und Handyakkus zu laden. Stelle bitte sicher, dass du nur das nötigste einpackst.

Infos zur Ausrüstung

Die Wanderung auf den Kilimandscharo umfasst fünf Hauptklimazonen, vom warmen, feuchten Wald und den unteren Hängen bis zur eisigen Gipfelzone mit Gletschern, Eis und Schnee. Daher musst du auf alle Wetterbedingungen am Kilimandscharo vorbereitet sein: sonnig, windig und regnerisch.

Was dein Anbieter dir an Ausrüstung stellt

Wir haben sowohl die Wanderung auf den Kilimandscharo, als auch die anschließende Reise durch den Norden Tansanias und ein paar Tage auf Sansibar bei Diamir gebucht. Von ihnen bekamen wir eine Liste, was gestellt wird und was wir selbst mitbringen sollten. Natürlich war die Liste des Anbieters nicht vollständig, denn jeder fühlt Kälte anders und jeder hat andere Dinge, die er in seine Ausrüstung packt.

Von deinem Anbieter gestellt werden in der Regel:

  • Zelte und Ausrüstung wie Tisch und Stühle
  • Ein Koch, der dich mit 3 Mahlzeiten am Tag verpflegt
  • Träger, die während des Trekkingtages deine gesamte Ausrüstung (neben deinem eigenen Tagesrucksack) tragen
  • Manchmal auch eine Isomatte, die du gegen eine Gebühr leihen kannst. Diesen Dienst haben wir in Anspruch genommen, da das Gepäck nicht zu viel werden sollte auf den Flügen.

Du selbst solltest diese Ausrüstung mitbringen:

Tasche (Duffle Bag)

Die Träger tragen deine Tasche auf ihrem Kopf, also bring keine Hartschalenkoffer oder Trolleys. Ideal ist eine Duffle Bag (60 - 90 Liter) oder ein großer Packsack. Idealerweise sind diese wasserdicht. Obwohl die Taschen nochmals in einen großen Sack der Träger gepackt werden, solltest du alles dafür tun, um den Inhalt deiner Tasche vor Nässe und Feuchtigkeit zu schützen.

Teste vor Abflug unbedingt, ob deine Ausrüstung in deine Tasche passt. Je nach Schlafsack kannst du diesen winzig komprimieren. Auch wasserdichte Packsäcke helfen, dein Equipment zu minimieren. Wir haben auch umgepackt, da die Tasche mit 60 Liter zu klein war, oder die mit 90 Liter zu groß.

Unsere Taschen beziehungsweise Packsäcke:

Hinweis: Die Tatonka Barrel L wurde auch als Hauptgepäckstück benutzt. Die North Face und Patagonia Duffels kannst du klein zusammenpacken und in deine große Reisetasche packen, falls du wie wir nicht nur den Kilimandscharo besteigst, sondern im Anschluss eine Rundreise in Tansania machst.

The North Face Base Camp Voyager Duffel 62L
The North Face Base Camp Voyager Duffel 62L

Tagesrucksack mit Regenhülle

Dies ist dein Tagesrucksack, welchen du bei jeder Etappe auf dem Rücken tragen wirst. Stell also sicher, dass darin Platz für das Nötigste wie Wasserflaschen oder Trinkblase, Regenkleidung, an manchen Tagen eine Lunchbox, Snacks, Kamera usw. bietet.

Wichtig ist, dass du eine Regenhülle für den Rucksack hast, denn geregnet hat es bei uns jeden Tag.

Ideal sind Rucksäcke mit 27 bis 32 Liter.

Unsere benutzten Rucksäcke:

Schlafausrüstung

Die Wahl des Schlafsacks und des Schlafzubehörs hängt von deinen persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Jeder hat ein anderes Kälteempfinden und sollte es daher anpassen.

Schlafsack

Für die wärmeren Monate sind Schlafsäcke bis -5°C empfohlen. Wenn du wie wir in den kälteren Monaten Oktober bis Dezember unterwegs bist, sollte es ein warmer Schlafsack sein. Du kannst auch ein zusätzliches Fleece-Inlet nutzen. Ich habe mich für die warme Variante entschieden und meinen anderen Schlafsack mit Fleece-Inlet an einen der Freunde verliehen, der dabei war.

Ich bin Team Frostbeule und weiß, dass ich auf anderen Reisen mit meiner eigenen Isomatte und Schlafsack bis Komfort-Temperatur: 0 °C (Extrem bis -6°C) bei -4° C nur am Bibbern war. Daher habe ich mir für den Kilimandscharo einen Schlafsack mit höherem Komfortbereich gekauft. Meinen anderen habe ich einem mit wanderndem Freund geliehen, der nicht so verfroren ist wie ich.

Von Anbietern wird ein Komfortbereich von 0° C bis -5° C empfohlen.

Isomatte

Wir haben uns beim Anbieter Isomatten geliehen, um ein wenig Gepäck zu sparen (unbedingt vor der Reise abklären). Die Frilufts ELPHIN AIR AS - Isomatte war super und werde ich mir jetzt auch selbst zulegen.

Privat besitze ich die leichte NeoAir Xtherm von Therm-a-rest, die in wärmeren Monaten wohl genügt. Auch im Dezember hätte diese den meisten vermutlich genügt (wenn man nicht so verfroren ist wie ich).

Gegebenenfalls Inlet aus Flanell oder Seide

Falls du einen guten Schlafsack besitzt und keinen wärmeren, noch teureren kaufen möchtest, kannst du ein Innenfutter aus Flanell für zusätzliche Wärme kaufen. Seide ist auch warm und weniger voluminös.

Ich besitze diesen Mummyliner aus Flanell (geraute Baumwolle) von Cocoon, die das Innere um 6 - 7 Grad wärmer macht. Auch die hatte ich dem Freund für den Kili geliehen, da mein Schlafsack sehr flauschig warm war.

Ohrstöpsel

Ich bin überhaupt kein Fan von Ohropax, doch auf diesem Trip hatte ich welche dabei, und das war die beste Entscheidung. Warum? Du gehst früh ins Bett, sollst so viel schlafen wie möglich. Nebenan im Küchenzelt wird aber mindestens 2-3 Stunden gespült, mit Geschirr geklappert und geredet. Ständig hörst du einen Reißverschluss auf und zugehen (man muss oft aufs Klo) oder der Nachbar schnarcht.

Kleidung beim Schlafen

Wie du weiter unten bei der Kleidung nachlesen kannst, habe ich eine lange Unterhose (Merino) und ein 260 Merino Longsleeve für die Gipfelnacht eingepackt. Genau diese Kleidungsstücke hatte ich ab Tag 3 zum Schlafen an. Davor ein Shirt und Unterhose. Männer lassen ohnehin ihre Unterhosen an und schlafen oft ohne T-Shirt. Wir hatten alle keine extra Kleidung nur zum Schlafen dabei.

In kalten Nächten haben wir unsere Merino Wandersocken angezogen und manche haben Mützen aufgesetzt (in meinem Schlafsack konnte ich mich wie eine Mumie einpacken.

Wenn es trotzdem noch kalt ist, kannst du deinen Tagesrucksack zwischen das Ende des Schlafsacks und die Zeltwand packen. Das hat bei uns gut funktioniert. An den letzten beiden Nächten vor dem Gipfel war die Außenhülle des Rucksack sogar gefroren, so kalt war es nachts.

Kissen?

Als Kissen kannst du einen Packsack und deine Daunenjacke zum Ausstopfen nutzen. Das haben die meisten von uns gemacht. Ich dagegen hatte mein bewährtes Kissen zum Aufblasen dabei. Es fällt kaum ins Gewicht und hat in die Tasche gepackt, also war es dabei.

Besonderer Tipp für warme Luft im Zelt: Wärmeflasche

Als Chris uns vor Abflug den Hinweis gab, eine Wärmeflasche einzupacken, da er diesen speziellen Tipp von einer Bekannten erhalten hatte, die schon auf dem Kili war, fragte ich mich: warum? Ja, warum sollte ich Feuchtigkeit durch eine Wärmeflasche in den Schlafsack bringen? Da hatte ich mich echt getäuscht. Der Trick ist der, eine Wärmeflasche kurz vor dem Schlafen gehen mit heißem Wasser befüllen zu lassen und diese dann zwischen die Isomatten auf den Zeltboden zu legen. Die beiden haben geschwärmt, wie schön warm es ums Gesicht herum war.

Kleidung

Aufgrund der Höhe des Kilimandscharo herrscht am Berg über der Wolkendecke ein eigenes Mikroklima, das kalt, windig und sehr wechselhaft ist. Du bist zu jeder Zeit den Elementen ausgesetzt, dein Körper wird einem großen ständig wechselnden Temperaturbereich ausgesetzt sein. Von 24 Grad im Regenwald bis zu minus 10 Grad auf dem Gipfel, die bei Schnee und Wind auch niedriger sein können.

Die richtige Kleidung ist unerlässlich. Der Trick besteht darin, ein Schichtsystem zu verwenden, das schnell hinzugefügt oder entfernt werden kann, wenn sich die Bedingungen ändern. Jeden Tag ist eine Änderung deiner Kleidung erforderlich, indem du wärmere Schichten wie Thermohose, Handschuhe und Mützen zusätzlich anziehst, je höher es geht.

Stelle sicher, dass dein gesamter Inhalt in wasserdichte Beutel verpackt ist, um ihn trocken zu halten. Wir haben Packsäcke auch benutzt, um gebrauchte Kleidung während der Wanderung aufzubewahren.

Wasser- und windabweisende Jacke und Hose (Hardshell, atmungsaktive Außenschicht)

Wähle eine atmungsaktive Außenschicht aus Goretex, da dies dazu beiträgt, Feuchtigkeit abzuleiten und dich innen trocken zu halten. Stelle sicher, dass die Jacke eine Kapuze hat und dass du deine anderen Schichten aus Daunen, Fleece oder leichten Daunen bequem darunter tragen kannst. Unbedingt daheim ausprobieren!

Daunenjacke oder dickes Fleece

Für die Gipfelnacht und für die Abende im Zelt (auch für die im Schatten liegende Baranco Wall auf der Machame Route) ist eine Daunenjacke oder ein dickes Fleece unerlässlich. Wenn du eine leichte Daunenjacke mitnimmst, benötigst du wahrscheinlich auch eine Fleecejacke oder dünne Daunenjacke (Softshell). Denke daran, dass synthetische Daunen warm bleiben, wenn sie feucht oder nass sind, und wahrscheinlich die bessere Option sind.

Du benötigst keine Snobwboard- oder Skijacke. Denke in Schichten, das hat selbst mir genügt.

Midlayer: Fleece, Softshell oder Pullover

Zwischen T-Shirts und Jacken sind Longsleeves, dünne Daunenjacken oder ein dünnes Fleece ideal. Ich habe während Wanderungen lieber Longsleeves an (in der Gipfelnacht aus 260 Merino), statt noch ein Fleece einzupacken. Dieses habe ich nur beim Essen am Abend im Zelt getragen, denn hier kühlt es schnell ab und man beginnt zu frieren, wenn man sich nicht mehr bewegt und erschöpft ist.

  •  1 x Jacke als warme Zwischenschicht unter der Hardshelljacke (diese von Fjällräven, Keb Padded Hoodie). Ideal für kühle Tage oder für Gipfelnacht über Merino Longsleeve und zwischen Daunenjacke und Hardshell Jacke (bei eisigem Wind hatte ich alles an)
  • 1 x Fleece (dünn). Ich habe dieses von Fjällräven dabei gehabt: Vik Fleece Hoodie. Für abends nach Ankunft

Base Layer

Base Layers oder Funktionswäsche (idealerweise aus Merinowolle) sind leicht und fügen an kalten Abenden und Gipfelnächten eine wichtige warme Schicht hinzu. Als Frau sind Leggings ideal, die auch für die ersten paar Tage gut zum Wandern geeignet sind.

  • 1 x Merino Longsleeve (W 260 TEch LS Crewe von Icebreaker) und 1 normales Merino Longsleeve (für die ersten Nächte zum Schlafen ideal)
  • 2 bis 3 x T-Shirts zum Wandern (Merino). Falls du schnell und viel schwitzt, unbedingt 3 oder sogar 4.
  • 1 dünnes Longsleeve zum Wandern (kein Muss, für mich ideal auch als Sonnenschutz)

Trekkinghosen & Shorts

Wanderhosen von guter Qualität, vorzugsweise aus einem schnell trocknenden Material. Denke daran, dass Baumwolle nicht schnell trocknet und Jeans generell nicht für Bergwanderungen geeignet sind. Viele Trekkinghosen haben Reißverschlüsse, um sie in Shorts zu verwandeln (Zip-Hosen). Als Frau sind Leggings ideal.

Mir hat eine Wanderhose (mit Zip, als Shorts nur an Tag 1 und Tag 6 beim Abstieg benötigt) und eine Softshellhose (Gipfelnacht) genügt.

Simone hatte mehrere Leggings in Schichten an, was auch super gepasst hat.

  • 1 x Softshellhose für die Gipfelnacht und kühle Abende davor (meine ist von Tierra)
  • 1 x Trekkinghose mit Zip-off oder eine Shorts
  • Alternativ 1 bis 2 Leggings

Unterwäsche

Plane für jeden Tag eine frische Unterhose ein und mach dich darauf gefasst, dass es mindestens einen Tag geben wird, an dem es dir komplett egal ist, ob du eine frische anhast oder nicht. Meine sind aus Merino. Ab Tag 2 wirst du nicht mehr richtig schwitzen und bei Merino Funktionswäsche und Shirts stinkt auch nichts.

Für Frauen: Mir haben 2 Sport-BHs genügt, ich hatte drei eingepackt.

Denn Merino ist eine Naturfaser, die von Natur aus geruchsabweisend, feuchtigkeitstransportierend, bei Nässe isolierend und schnell trocknend ist. Es trägt sich sehr angenehm auf der Haut und bei hohen Temperaturen ist es nicht zu heiß.

Handschuhe

Immer wieder werden Fleece-Handschuhe mit wasserdichtem Obermaterial empfohlen. Ich hatte meine - wie schon so oft dabei. Wie so oft haben die überhaupt nichts gebracht. Genauso wenig wie diese Softshell Handschuhe (als Innenhandschuh von Snowboard-Handschuhen). Unsere Finger waren trotzdem kalt.

Für die Gipfelnacht empfehle ich Fäustlinge (ich hatte meine Snowboardhandschuhe dabei), um die Hände warum zu halten. Die Innenhandschuhe habe ich nicht gebraucht. Für diese Nacht sind dünne Handschuhe sind zu wenig.

Meine Kleidung für den Kili
Meine Kleidung für den Kili

Kopfbedeckung und Brillen

Bedenke immer, dass wir die Hälfte unserer Körperwärme über unseren Kopf verlieren. Daher ist es wichtig, dass du diesen beim Aufstieg immer warm hältst. Jedoch besteht aufgrund der intensiven UV-Strahlung in großer Höhe auch die Gefahr eines Sonnenstichs und Sonnenbrands.

Es wird geraten, einen Sonnenhut mit breiter Krempe aufzusetzen. Denn eines der größten Risiken beim Kili ist die Sonneneinstrahlung und einen daraus resultierenden Hitzschlag.

Eines der größten Risiken beim Besteigen des Kilimandscharo ist die Sonneneinstrahlung und ein möglicher Hitzschlag durch die Oberseite des Kopfes. Ein Sonnenhut schützt dich daher bei Sonnenschein die Krempe hilft dir, deinen Nacken besser zu schützen. Bist du empfindlich und reist zu wärmeren Monaten als wir? Einpacken und aufsetzen.

Bei Tag 1 bist du auf der Machame Route fast den ganzen Tag im Regenwald und geschützt. Später, wenn du in die karge Ebene kommst, wird es in den kälteren Monaten oft regnen oder es ist bewölkt. Auch wenn wir sehr hoch waren hat niemand (wissentlich) ein Problem mit der Sonne bekommen. Wie gesagt, wir waren im Dezember hier. Es kann zu anderen Monaten ganz anders sein.

Ideal finden wir Baseballcaps oder ein einfaches Sonnenschild. Je höher du gelangst, umso öfter wirst du deine Wollmütze aufsetzen und Kopf und Ohren schützen. Für die Gipfelnacht ebenfalls unerlässlich, am Tag zuvor auch gerne getragen von uns.

Sonnenbrille

Augenschutz ist elementar, da die UV-Strahlen auch bei Bewölkung besonders stark sind. UV400-Sonnenbrillen (Gletscherbrillen) sind ein Muss, ideal die mit Seitenschutz. Ich weiß, wovon ich spreche, denn aufgrund billiger Brille war ich einmal "Schneeblind" und meine Augen haben sich danach extrem verschlechtert, sodass ich bis vor wenigen Jahren (Augen lasern) eine Brille bzw. Kontaktlinsen trug.

  • 1 x Sonnenhut mit breiter Krempe, alternativ Sonnenschild oder Baseballcap
  • 1 x Wollmütze (warm)
  • 1 x Gletscherbrille (Polarisierte Brille geht zur Not auch)

Buff® / Schal

Der Buff® ist auf Wanderungen und Klettertouren omnipräsent und sehr nützlich, um das Gesicht vor Sonne, Staub und Wind zu schützen. Ich hatte zwei dabei: einen aus dünnem Material und für die Gipfelnacht ein Buff aus Fleece (nutze ich normal zum Snowboarden). Du kannst auch einen Schal mitnehmen. Ich liebe mein Fleece-Buff und war so glücklich damit, da uns der eiskalte Wind so richtig um die Ohren gepfiffen hat.

Schuhe

Wanderschuhe

Leder- oder Wildlederstiefel, die über die Knöchel gehen sind am besten. Achte darauf, dass sie imprägniert sind und Wasser abweisen. Deine Füße sollten unbedingt trocken bleiben, um Blasen zu vermeiden.

Denke daran, dass deine Füße bei zunehmender Höhe anschwellen. Daher kauft man Wanderschuhe in der Regel eine halbe bis eine ganze Nummer größer.

Tipps: Beim Bergsteigen ist es wichtig, auf die Füße zu achten. Die richtige Pflege und Vorbereitung bewahrt dich vor Schmerzen und Blasen. Schneide deine Fußnägel vor dem Trip und halte deine Füße trocken. Packe für alle Fälle ein paar Blasenpflaster ein, und achte darauf, dass du trockene Socken anhast.

Wandersocken

Für die ersten Tage genügen ganz normale Merino Wandersocken. Für die Gipfelnacht sollten es allerdings wärmere Thermosocken sein. Prüfe vor Abreise, ob diese bequem sind und du damit in deine Schuhe kommst (daher mein Tipp: Wanderschuhe immer im Fachgeschäft kaufen und sich gut beraten lassen).

Ich hatte 4 Paar Wandersocken dabei, ein Paar sehr warme Thermosocken (diese von Hanwag). Somit habe ich sichergestellt, dass ich immer trockene Socken anhatte.

Ein Paar weniger hätte am Ende genügt, aber wären wir in einen extremen Regenschauer gekommen, wäre ich über dieses Paar froh gewesen.

Schuhe fürs Camp

Nach Ankunft kannst du deine Wanderstiefel ausziehen, damit diese auslüften können. Bringe ein paar Schuhe fürs Camp mit (leichte Wanderschuhe oder Turnschuhe). Ideal sind Schuhe, die du schnell anziehen kannst (vor allem bei nächtlichen Toilettenbesuchen). Haben wir die Schuhe wirklich gebraucht? Eigentlich nicht unbedingt. Am Ende haben wir sie nicht mehr ausgepackt. Trotzdem empfand ich es als super, Schuhe zum Wechseln dabei gehabt zu haben. Dünne Sneaker oder Birkenstock wären mir allerdings zu kalt gewesen.

Körperpflege

Auf dem Kilimandscharo gibt es keine Duschen, somit auch keine Bademöglichkeit. Dafür steht dir jeden Tag zum Aufstehen und nach Ankunft im Camp eine Schüssel mit heißem Wasser zum Waschen von Gesicht und Händen zur Verfügung. Diese wird dir direkt zum Zelt gebracht. Ich habe zusätzlich immer Babywipes (Feuchttücher) dabei, um mich selbst "abzuwaschen".

  • Zahnbürste und Zahnpasta (biologisch abbaubar)
  • Biologisch abbaubare Seife (wir bekamen zum Händewaschen in den Camps auch welche hingestellt)
  • Trockenshampoo ist nützlich, ab Tag 3 ist eh alles egal und es wurde überflüssig
  • Haarbürste / Kamm
  • Kleines Handtuch (schnell trocknend und leicht)
  • Desinfektionsgel, denn Hygiene ist wichtig. Auch ideal im Rucksack nach dem Essen aus der Lunchbox
  • Feuchtigkeitscreme, in der dünnen Luft in der Höhe wird Haut sehr trocken
  • Lippenbalsam mit SPF25-Schutz (wir lieben Carmex)
  • Deodorant (ich nutze das plastikfreie Re-Fill von Holy Pit)
  • Pinzette und Nagelfeile
  • Taschentücher (je höher du kommst, umso mehr läuft die Nase)

Kamera und Technik

Auf dem Berg gibt es keine Lademöglichkeiten. Sei vorbereitet und bringe genügend Akkus und Powerbanks mit.

Stirnlampe (und Ersatzbatterien)

Für die Gipfelnacht essenziell, denn deine Hände brauchst du zum Stöcke benutzen oder/und klettern. Auch wichtig für nächtliche Klogänge.

Die meisten neuen Stirnlampen haben eingebaute Akkus. Ich hatte wirklich Angst, dass meine Stirnlampe die 6 Stunden Nachtwanderung in der Kälte nicht übersteht. Aber alle Sorgen waren unbegründet.

GPS/Höhenmesser

Wenn du deine Wanderung mitverfolgen und aufzeichnen möchtest, ist eine Smartwatch ideal. Die Apple Watch weniger, da du diese jeden Tag laden musst. Ich besitze die Garmin fenix 7S Solar und habe alle Etappen auf Strava und Komoot veröffentlicht. Die Garmin Uhr war natürlich (im Vergleich zur Apple Watch) auch genauer. Wir haben immer bei Ankunft verglichen.

Kamera

Die meisten Menschen benutzen heutzutage Smartphones,was im Normalfall genügt. Wir hatten eine Kamera (meine) mit einem Objektiv dabei. Je höher wir kamen, umso seltener haben wir sie ausgepackt.

Wenn du Nachtaufnahmen machen möchtest, ist ein kleines Stativ angebracht. Dazu hatten wir drei Ersatzakkus dabei, die wir nicht benötigt haben. Die Sony Alpha 7 IV ist einfach spitzenmäßig, was Laufzeit der Akkus abgeht. Ersatz SD-Karten sind wichtig, wenn du nur einen Slot an der Kamera hast. Meine Sony hat 2, somit war die 2. Karte schon in der Kamera drin.

Nachtaufnahmen kannst du im Dezember kaum oder mitten in der Nacht machen. Es war oft bewölkt, außerdem Vollmond und viel zu hell, wenn der Himmel klar war. Der Blick auf den Kili bei Nacht auf dem Toilettengang haben wir im Herz für immer bei uns.

Natürlich hatte jeder von uns sein Smartphone dabei. Sie sind auch idela, um Notizen zu machen. Du hast auf dem Kili immer wieder Empfang. Falls du eine Tansanische SIM-Karte hast, kannst du Kontakt zu daheim halten. Ich hatte meist den Flugmodus an, da mich alles andere als das hier und jetzt nicht interessiert hat.

Powerbank

Um unsere Handys, Kameras, Stirnlampen und Uhren zu laden, hatten wir Powerbanks dabei. Wichtig, wenn du technisches Equipment laden möchtest.

Erste Hilfe und Medikamente

Die Guides führen bei jedem Aufstieg ein umfangreiches Erste-Hilfe-Set. Für kleinere Beschwerden solltest du deine eigenen Medikamente dabei haben.

  • Malaria-Prophylaxe brauchst du auf dem Berg nicht. Hier oben gibt es keine Mücken.
  • Immodium oder Lomotil bei Durchfall,
  • Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen (Ibuprofen oder Aspirin)
  • Halspastillen gegen den unvermeidlichen trockenen Hals und auftretende Halsschmerzen (Neo Angin)
  • Pflaster, Bandagen und Zinkoxidband
  • Blasenpflaster und normale Pflaster
  • Elotrans, um die verlorenen Elektrolyte wieder aufzunehmen
  • Augentropfen für trockene Augen, vor allem bei Kontaktlinsenträgern
  • Wundcreme (Bebanthen)
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (+50)

Hinweis: Es wird oft empfohlen, dass du gegen die Höhenkrankheit Diamox (Acetazolamid, ist das bekannteste Mittel) vorbeugend als Behandlung der Höhenkrankheit nehmen sollst. Ganz ehrlich? Nein. Gehe langsam (Pole, pole), trinke viel (mindestens 4 Liter) und esse alles, was dir serviert wird.

Snacks

Keine Sorge, du bekommst wirklich reichlich zu essen. Aber mit zunehmender Höhe wird dir das Essen schwerfallen. Ideal sind dann: Kekse, Schokoriegel und vor allem Energieriegel.

Wir hatten für jeden Tag mindestens drei Energieriegel dabei und diese auch gegessen. Sie schmecken widerlich, aber der Effekt stellt sich schnell ein.

Für jeden Tag hatte ich außerdem Magnesium dabei. Ich hatte nie Muskelkater, aber die Einnahme ist super. Bei Einnahme am Abend kannst du sogar erholsamer schlafen (habe ich mal gelesen).

Sonstige Ausrüstung


Trinkflasche oder/und Trinksystem

Stelle sicher, dass du eine Trinkflasche (Thermosflasche) dabei hast, da du hydratisiert bleiben musst. Es wird empfohlen, mindestens 4 bis 5 Liter am Tag zu trinken. Ich hatte ein Trinksystem (3 Liter) sowie eine Platypus (0,7l) für Magnesium und eine Thermosflasche (1 Liter für Gipfelnacht) dabei.

Tja, hätte ich die Thermosflasche dann auch genutzt. Denn trotz Isolierungen der Schläuche und Trinkblasen sind uns alle eingefroren. Wir hatten danach nur eine Flasche, die wir uns zu 4. geteilt haben. Total dämlich.

Beachte, dass Einweg-Plastikflaschen auf dem Kilimandscharo mittlerweile illegal sind und von den Rangers mit einer Geldstrafe belegt werden. Plastik ist offiziell verboten, allerdings ist alles in deiner Lunchbox in Plastik verpackt ...

Übrigens wird oft empfohlen Filter oder Tropfen zum Reinigen des Wassers einzupacken. Das kannst du daheim lassen. Bei uns war alles aus der Quelle entnommen und abgekocht. Die Hygiene war bei uns super.

Regenschirm (für uns unverständlich)

Immer wieder wurde uns ein Regenschirm empfohlen. Bei sehr starken Regen oder heißen Tagen bieten sie mehr Schutz. Wir hatten alle Regenjacken, Regenhosen oder auch Ponchos dabei. Wer braucht da einen Regenschirm? Vor allem bei steilen Partien, wenn man die Hände lieber frei hat?

Wanderstöcke

Diese sind sehr nützlich, besonders für den Abstieg, der auf losem Geröll ist (und echt ätzend). Wer sich Sorgen um seine Knie macht, sollte ein Paar nehmen. Auch für die Gipfelnacht stellen Stöcke eine Erleichterung dar.

Handwärmer

Ideal für diejenigen, die eine schlechte Durchblutung haben oder schnell frieren. Aufgrund der großen Höhe und des Sauerstoffmangels in der Luft funktionieren sie laut Angaben oft nicht so gut. Sie waren am Beginn sehr nützlich in den Handschuhen, ehe sie irgendwann (im warmen Handschuh!) eingefroren sind.

Total überflüssig: Fußwärmer. Wir haben sie mal nachts im Schlafsack und beim Abendessen getestet. Niemand hat irgendeine Wärme verspürt. Fehlkauf.

Toilettenpapierrolle

Informiert euch, ob euch Toilettenpapier zur Verfügung gestellt wird. Bitte bringt kein feuchtes Toilettenpapier mit. Es sind alles Trockenklos in der Natur und feuchtes Klopapier ist schlecht biologisch abbaubar.

Mückenschutz

Aufgrund der Höhe über dem Meeresspiegel gibt es auf dem Kilimandscharo keine Mücken. Wir hatten zumindest keine und auch kein Mückenspray dabei gehabt.

Buch/Spiele

Abends habt ihr Zeit zum Entspannen. Bring dir einen Kindle oder Kartenspiele mit. Wir haben neben Lektionen in Suaheli mit unseren Guides auch Karten gespielt.

Vorhängeschloss

Es wird immer und von jedem empfohlen, deine Tasche mit einem Schloss abzuschließen, damit beim Tragen nicht irgendwie ein Reißverschluss aufgeht. Ich habe es nicht hinterfragt und einfach angebracht.

Taschenmesser oder Multifunktionswerkzeug 

Wir hatten in Summe einen Leatherman dabei. Nützlich, wenn etwas kaputtgeht oder sich eine Schraube einer Sonnenbrille lockert.

Trinkgeld für Guides und Träger

Das Trinkgeld ist in Kosten der Besteigung nicht inkludiert, deshalb lohnt es sich, sich bereits vorher mit dem Thema auseinanderzusetzen und schon vor der Besteigung eine ausreichende Menge Bargeld in kleinen Scheinen dabei zu haben. Gerade am Ende solch einer strapaziösen Unternehmung möchte man nicht noch an Bankautomaten halten müssen (bei uns war dazu Feiertag, alle Banken hatten geschlossen bei der Rückkehr).

Wir orientierten uns bei der Höhe des Trinkgelds an den von unserem Reiseanbieter vorgeschlagenen Richtwerten:

  • pro Guide (Bergführer) – 15-18 US$ / Tag
  • pro Assistant Guide – 10-13 US$ / Tag
  • pro Koch – 10-13 US$ / Tag
  • pro Waiter (Kellner) – 6-8 US$ / Tag
  • pro Porter (Träger) – 4-6 US$ / Tag

Die genannten Beträge sind jeweils auf die gesamte Gruppe bezogen, der Betrag wird also durch Anzahl der Teilnehmer geteilt. Man rechnet ungefähr mit drei Trägern pro Gast auf allen Zeltrouten, bei uns waren es aber – aufgrund des leichten Gepäcks – deutlich weniger.

Wir empfehlen daher, euch die Namen aller Crewmitglieder und deren Rolle im Team von eurem Guide auflisten zu lassen. Einige Träger übernahmen bei uns mehrere Aufgaben, sodass sich die Trinkgelder zum Teil signifikant unterschieden. Für die Übergabe eignet sich die kleine Feier im Reiseagentur-Büro am Ende der Wanderung, mit allen zusammen in geselliger Bierlaune. Wir riefen jeden nacheinander auf. So kannst du dir sicher sein, dass euer Geld auf jeden Fall in vollem Umfang bei der jeweiligen Person ankommt. Dann sind alle glücklich.

Persönliche Papiere

Für die Registrierung im Nationalpark benötigst du deine Nummer im Reisepass. Daher stehen bei vielen Veranstaltern auf der Liste an Ausrüstung auch dein Reisepass dabei. Dir genügt ein Foto, das du entweder deinem Guide weiterleitest oder du die Nummer selbst einträgst am Eingang des Parks.

Wir haben alle wichtigen Dokumente im Hotel deponiert. Für die Einreise nach Tansania benötigst du dein Visum als Ausdruck (kannst du auch bei Einreise beantragen, dauert eben länger). Dazu dein Impfbuch für den Nachweis deiner 2 x Coronaimpfung und gegebenenfalls Tickets für den Rückflug, die manchmal verlangt werden.

Deine Versicherungspapiere sowie Kreditkarten kannst du ebenfalls im Hotel lassen. Nur an Bargeld für Trinkgelder solltest du denken!

Hast du weitere Fragen zur Ausrüstung für die Kilimandscharo Besteigung? Haben wir etwas vergessen?

Hinterlasse deine Frage in den Kommentaren hier unter dem Artikel. Wir beantworten sie so schnell wie möglich.

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Katrin Lehr viel-unterwegs.de Gründerin
Hi ich bin Katrin!

Ich bin Katrin und viel unterwegs! Mit Campervan oder Rucksack möchte ich die ganze Welt entdecken. Um meine Erfahrungen & Erlebnisse zu teilen, habe ich diesen Reiseblog gegründet!

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