Tokio hält nicht nur unzählige Sehenswürdigkeiten bereit, sondern hat jede Menge Überraschung für uns westliche Touristen parat. So verwirrend der Stadt- und Metro-Plan auf einen wirken mag, so einfach ist am Ende alles struktueriert. Ich bin überrascht, begeistert und euphorisch. Meine Augen leuchten, wenn ich vom Tokio Aufenthalt erzähle.

Die Anzahl an Attraktionen in Tokio scheint unbegrenzt. Damit ihr euch im Dschungel der Highlights nicht verirrt, habe ich hier meine Highlights aufgeschrieben.

Meine Freunde prophezeiten schon vor der Reise, dass ich die Stadt lieben würde. Sie hatten recht.  Auch ihr werdet Tokio lieben und es wird euch faszinieren. Diese Mega-Metropole bietet verrücktes, altes und kulinarische Highlights!

Allgemeine Reisetipps

Für Tokio gibt es ein paar Dinge zu beachten. Dazu Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme. Darum habe ich hier einen Artikel mit allen Tipps für Tokio zur Reiseplanung geschrieben.

Was muss man in Tokio unbedingt gesehen haben?

Das sind die Top-Sehenswürdigkeiten Tokio

Die bekanntesten Wahrzeichen in Tokio sowie die geschichtlich wichtigsten Orte der Stadt und Aktivitäten habe ich hier zusammengefasst. Diese sehenswerten Orte musst du beim ersten Tokio Besuch meiner Meinung auf jeden Fall besuchen.

  1. Tokyo Tower nach dem Vorbild des Eiffelturm in Paris
  2. Sensoji-Tempel, der älteste und bedeutendste Tempel in Tokio
  3. Tokyo Skytree, ebenfalls ein toller Aussichtspunkt in Tokio
  4. Meiji-Schrein
  5. Takeshita-dori, tolle Shoppingstraße in Harajuku
  6. Shibuya Crossing, die Kreuzung, die minütlich von Tausenden von Menschen überquert wird
  7. Akihabara, Mekka für Anime- und Mangaliebhaber
  8. Kaiserpalast Tokio mit seinen Gärten
  9. Kirschblüte in Tokio
  10. Barviertel Golden Gai in Shinjuku

Reiseziel Tokio - die größte Stadt der Welt!

Die größte Stadt der Welt - über 37 Millionen leben im Ballungsgebiet - ist leise und sehr sauber, voll aber gleichzeitig leer und einfach gigantisch groß. Es ist die am dichtesten besiedelte Stadtgebiet der Welt. Klingt gigantisch? Ist es auch. Trotz Menschenmassen ist von Hektik keine Spur. Geduldig steht man an und ist die Metro zur Rush Hour mal wieder gnadenlos überfüllt, nimmt man eben die Nächste. Denn man muss oft nur 2-3 Minuten dafür warten.

Dieser Artikel handelt allerdings "nur" vom Zentrum, in dem sich am Tag ca. 11 Millionen Menschen tummeln. Zum Vergleich: Berlin hat ca. 3,6 Millionen Einwohner.

Warum nach Tokio?

Auch wenn der Flug aus Deutschland lang ist (genau 12 Stunden dauert die Anreise aus Düsseldorf oder Frankfurt), ist Tokio definitiv ist eine Reise wert. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Stadt für eine Städtereise empfehlen würde, die so weit von uns entfernt liegt. Aber ich muss ernsthaft gestehen, dass die Stadt für mich eine ernsthafte Konkurrenz zu New York darstellt, wenn es um einen Städtetrip geht, der nicht in Europa stattfinden soll.

Die Stadt ist spannend und es gibt super viel zu entdecken:Man kann gut shoppen, verrückte Dinge unternehmen, Museen besuchen, die schönsten Ausblicke auf diese scheinbar endlose Skyline genießen und vor allem kulinarisch die besten Gerichte aus ganz Japan probieren. Es ist ein Genuss!

Übrigens finden 2020 die Olympischen Spiele in Tokio statt. Ein weiterer Grund nach Tokio zu reisen, denn die Anzahl der englisch-sprachigen Schilder war noch nie höher als jetzt.

Einen komplett aktuellen Guide kann ich euch vermutlich nicht bieten, denn die Stadt entwickelt sich derart rasant, dass Restaurants und Shops schnell öffnen und wieder geschlossen werden. Auch Öffnungszeiten und Preise ändern sich immer wieder. Darum gibts hier einen Anhaltspunkt mit Stand Mai 2018.

Erste Orientierung in Tokio - die einzelnen Stadtteile im Zentrum

Das Zentrum Tokios besteht aus 23 Bezirken. Jeder davon verwaltet sich selbst wie eine eigene Stadt. Die einzelnen Stadtteile sind mit einem sehr gut ausgebauten Netz an Bus, Metro und Bahn miteinander verbunden. Beim Blick auf die Karte mag alles sehr verworren und undurchsichtig erscheinen. In der Realität funktioniert es aber sehr gut und es ist effektiv.

Jeder Stadtteil Tokios ist für irgendeine Besonderheit bekannt. Anfangs hatte ich überhaupt keinen Plan und war trotz sämtlicher Reiseführer für Japan und Tokio total überfordert.

Damit es euch nicht genauso geht, habe ich euch 1. die ganzen Stadtteile aufgemalt damit ihr einen Überblick bekommt, 2. verrate ich unsere Route der fünfeinhalb Tage in Tokio und 3. habe ich unsere Google Maps Karte eingefügt, mit der ich vor der Reise geplant und alle Highlights markiert habe. Damit seid ihr wirklich bestens vorbereitet!

Asakusa

Der Stadtteil Asakusa in Tokio ist eines der beliebtesten Viertel für Ausländer und Einheimische gleichermaßen. Er bietet nicht nur tolle Sehenswürdigkeiten, sondern verkörpert auch die Spiritualität des Buddhismus und die überschwängliche Lebenslust, die für die japanische Kultur so charakteristisch ist.

Shinjuku

Shinjuku ist vermutlich das Viertel für alle Shopping-Freaks und Vergnügungsmeilen. Nachts ist hier immer was los. Vor allem im Rotlichtviertel Kabukicho oder den kleinen Bars im Center Gai (mir zu touristisch).

Shibuya

In Shibuya befindet sich die meist-frequentierte Kreuzung der Welt: Shibuya Crossing. Doch abseits der Massen gibt es kleine Gassen und versteckte Ecken zu erkunden.

Außerdem befindet sich hier der für mich schönste Park: Yoyogi Park.

Tipp: Little Nap Coffee Stand in der Nähe des Eingangs.

Harajuku

In Harajuku treibt es einen automatisch zur Takeshita-Dori, der verrückten und fast immer von Menschenmassen verstopften Shopping-Straße Tokios.

Junge Einheimische vermischen sich hier mit Touristen zu einem bunten Treiben aus verrückten Outfits und den neuesten Modetrends. Egal mit wem ich nach meiner Reise sprach: Jeder war hier.

Vor allem reden alle vom Sticker-Laden, in dem auch ich über eine Stunde mit der Auswahl an Aufklebern kaufen verbracht habe. Oder dem Essen der abgefahrenen Crêpe Sorten wie Käsekuchen mit Sahne und Erdbeeren. Wahnsinn!

Akihabara

Hier trifft Elektronik und Technik auf alte Schreine. Das Viertel ist lauter als der Rest Tokios und vor allem Spiele- und Technik-Freaks lieben es.

in Akihabara dem "Technikviertel" ist es einfach nur laut. Hier gibt's alles was das Gamer-Herz begehrt, die für Japan bekannten Maid-Cafés, Computerspiele-Höllen die einfach nur laut sind und überhaupt ist hier alles anders.

Roppongi

Das ehemalige Rotlichtviertel hat sich in den letzten Jahren zum Design- und Kunstviertel gewandelt. Im Roppongi Hills befindet sich nicht nur der Mori Tower mit seinem Sky Deck und für mich die schönste Aussicht auf Tokio sondern auch zahlreiche gute Restaurants, Kneipen und Hotels.

Rund um den Bahnhof Tokyo Station

Rund um den Bahnhof gibt es einige architektonische Bauwerke, die interessant sind. Angefangen am Bahnhof, der dem in Amsterdam ähnelt bis zum Tokyo Forum, einem modernen Gebäude, vor dem ab dem Frühling regelmäßig Flohmärkte stattfinden.

Tsukiji

In Tsukiji sind Touristen meist aus einem Grund: Sie möchten den Fischmarkt besuchen und das frischeste Sushi Tokios probieren. Bald zieht der Markt ein Stück weiter, dann wird der berühmte alte Tsukiji Fischmarkt mit seinem Outer Market endgültig Geschichte sein.

Ginza

In Ginza könnt ihr in Luxusgeschäften die neuesten Modetrends shoppen.

Tokios Top-Sehenswürdigkeiten

Meine Highlights in Tokio, die so zahlreich sind, dass ich bei einem Besuch nicht alles ansehen konnte.

Wie zu Beginn dieses Artikels beschrieben fällt einem die Auswahl schwer, wenn man Highlights eines Tokio Besuches festlegen soll. "Was hat dir in Tokio am besten gefallen", ist nur eine der Fragen, die uns seit der Rückkehr immer wieder gestellt werden. Darum habe ich lange überlegt, was ich antworten soll. Ich habe es allgemein gehalten, denn irgendwie ist alles sehenswert. Bald werde ich erneut Tokio besuchen. Dann stehen weitere Orte auf dem Programm.

1. Die Aussichten auf die Mega-City

In Tokio hast du gleich mehrere Möglichkeiten auf die City herabzuschauen. Als "normaler" Tourist besucht man eine, vielleicht zwei Aussichtspunkte. Ich wollte alle ansehen da ich mich gefragt habe, von welchem Bauwerk man die beste und schönste Aussicht auf Tokio hat.

1. Mori Tower Skydeck

Vom Mori Tower bietet sich dir ein großartiger Blick auf die Stadt Tokio. Der Eintritt kostet 1500 Yen, um die Aussicht aus dem 52. Stock zu erleben, zusätzlich 500 Yen, um in den 54. Stock auf dem Skydeck (draußen, ideal zum Fotografieren) zu gelangen.

2. Sky Tree

Den Sky Tree würden wir zur Kirschblüte nicht mehr besuchen, ohne vorab ein Ticket zu einer bestimmten Uhrzeit reserviert zu haben. Die Warteschlange ist lang und wir verlieren ca. 45 Minuten - 1 Stunde beim Anstehen.

3. Tokyo Tower

Der Tokyo Tower sieht aus wie der Eifelturm. Nur, dass er rot angestrichen ist.

Es gibt außerdem ein kleines Stück Glasboden, von welchem du bis nach unten blicken kannst. Ich habe keine Höhenangst und daher hat mich das kleine Stück Glasboden nicht beeindruckt. Wäre eine komplette Ebene aus durchsichtig fände ich das wesentlich spannender.

2. Essen in Tokio - unbegrenzte kulinarischen Möglichkeiten

Japan im Allgemeinen, wie auch Tokio sind bekannt für ihre unglaubliche Vielfalt und Qualität der Küche. Von traditioneller japanischer Küche bis hin zu internationalen Gerichten gibt es in Tokio unzählige Möglichkeiten zum Essen. Hier sind einige der Spezialitäten und Orte, die du in Tokio unbedingt ausprobieren sollte:

  • Ramen: Ramen ist eine der beliebtesten Gerichte in Japan und es gibt unzählige Ramen-Restaurants in Tokio. Probieren Sie Ramen in authentischen Ramen-Läden wie Ichiran, Kagari oder Rokurinsha.
  • Street Food: Tokio hat auch eine lebhafte Street-Food-Szene. Probieren Sie leckere Gerichte wie Takoyaki (gegrillte Tintenfischbällchen), Okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen) und Yakitori (gegrillte Hühnerspieße) auf Straßenmärkten wie Tsukiji Outer Market oder Ameyoko Market.
  • Izakaya: Izakayas sind japanische Bars, die kleine Gerichte und Getränke servieren. Sie sind ein großartiger Ort, um die lokale Küche und das Nachtleben zu erleben. Besuchen Sie Izakayas wie Tofuro, Shirokiya oder Torikizoku.
  • Sushi: Tokio ist bekannt für einige der besten Sushi-Restaurants der Welt.
  • Tempura: Tempura ist eine japanische Delikatesse, bei der Meeresfrüchte oder Gemüse in Teig frittiert werden. Probieren Sie Tempura in Restaurants wie Tenichi oder Tempura Motoyoshi.
  • Sake: Sake ist ein japanisches alkoholisches Getränk, das aus fermentiertem Reis hergestellt wird. Besuchen Sie Bars und Geschäfte wie Kurand Sake Market, Takara und Sasagin, um verschiedene Sorten zu probieren. Unser Tipp: Trinke mit Einheimischen Saka in einer Izakaya.

In Tokio gibt es unzählige kulinarische Möglichkeiten und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Egal, ob man sich für die traditionelle japanische Küche oder internationale Gerichte entscheidet, man wird immer ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis haben.

3. Ultramodern und doch so traditionell

Tokio ist eine Stadt, die für ihre innovative Architektur und modernen Technologien bekannt ist, aber sie bewahrt auch ihre reiche Kultur und Tradition. Hier sind einige Beispiele, wo Tokio ultramodern und doch so traditionell ist:

Meiji-Schrein

Der Meiji-Schrein ist ein wichtiger Shinto-Schrein, der von der Bevölkerung zum Gedenken an den Kaiser Meiji gebaut wurde. Trotz seiner Lage im Herzen von Tokio ist der Schrein von einem riesigen Waldgebiet umgeben, was uns das Gefühl gibt, aus der Stadt herausgekommen zu sein.

Sensoji-Tempel

Der Sensoji-Tempel ist der älteste und bekannteste buddhistische Tempel in Tokio. Die Gebäude und Gassen rund um den Tempel sind im traditionellen japanischen Stil gestaltet und bieten den Besuchern eine Vorstellung davon, wie Tokio früher ausgesehen haben könnte.

Tokio Station

Der Tokioter Bahnhof ist ein architektonisches Meisterwerk, das im Jahr 2012 fertiggestellt wurde. Die Station hat eine futuristische, gläserne Fassade und ist eine der belebtesten Stationen in Tokio. Trotz seiner modernen Architektur bewahrt der Bahnhof auch einige traditionelle Elemente wie den Kaiserpalastgarten, der von der Station aus sichtbar ist.

Akihabara

Akihabara ist ein bekanntes Viertel für seine Elektronikgeschäfte und Anime-Merchandising. Das Viertel ist auch ein wichtiger Teil der Otaku-Kultur und beherbergt traditionelle japanische Geschäfte wie auch die Maid Cafés (finden wir furchtbar) und Spielhallen.

Harajuku

Harajuku ist ein Viertel in Tokio, das bekannt ist für seine Mode und Jugendkultur. Hier können die Besucher traditionelle Tempel und Schreine besuchen und gleichzeitig die neuesten Trends der japanischen Mode und Popkultur erleben.

Diese Orte in Tokio zeigen, dass die Stadt trotz ihrer modernen Entwicklung ihre reiche Kultur und Tradition bewahrt hat. Du kannst sowohl die futuristischen als auch die traditionellen Seiten der Stadt erleben. Wir lieben genau das an Tokio.

4. Kirschblüte in Tokio mit Picknick

Bist du wie wir zur Kirschblüte in Tokio? Dann prüfe in Google Maps (oder auf Webseiten über Tokio), wo Sakura-Festivals stattfinden. Diese bieten Essensstände, hübsche Laternen und (manchmal) sogar Unterhaltung. Ein Sakura-Matsuri, das zur Hochblütezeit stattfindet, ist perfekt, wenn du etwas früher im Jahr ein wenig Festival-Atmosphäre erleben möchtest.

Yozakura: Dies bezieht sich auf Kirschblüten, die nachts beleuchtet werden, und bietet eine andere Sicht auf das Kirschblütenfest in Tokio. Auf der offiziellen Webseite von Tokio siehst du die Orte.

Die beliebtesten Orte, um Kirschblüten in Tokio zu sehen:

1. Ueno Park

Einer der beliebtesten (und überfüllten) Hanami-Hotspots in Tokio, der Ueno-Park, ist der Ort, an dem die Sakura bekanntlich etwas früher blühen. Schätzungsweise 800 Kirschbäume säumen den zentralen Weg, und die Leute picknicken normalerweise auf beiden Seiten und benutzen Decken oder Planen, um so viel Platz wie möglich für sich zu beanspruchen.

Tipps: Wenn du das richtige Timing hast, kannst du auch mit dem Boot um den Teich herumfahren. Ein guter Rat ist, früh dort zu sein, besonders für Picknicks! Laternen werden aufgehängt, damit du bis in den Abend hinein feiern kannst.

  • Hinkommen: In der Nähe des Bahnhofs Ueno – folge einfach den Massen!
  • Eintritt: Kostenlos

2. Shinjuku Gyoen

Wenn du es ruhiger magst, ist der Shinjuku Gyoen Park genau richtig. Hier findest du rund 1.300 Kirschbäume unterschiedlicher Sorten, die in verschiedenen Stadien blühen.

Der Shinjuku Gyoen Park ist weitläufig, mit großen Rasenflächen und vielen Spazierwegen, sodass du selbst bei vielen Menschen einen entspannten Spaziergang unter den Sakura-Blüten genießen kannst. Es gibt einen englischen, französischen und einen japanischen Garten – besuche den Englischen Garten für den besten Picknickplatz. Die Atmosphäre hier ist viel weniger laut als in den meisten anderen Parks. Hier musst du allerdings Eintritt bezahlen.

  • Hinkommen: Der Bahnhof Shinjuku-Gyoenmae (oder der Bahnhof Sendagaya) ist nur wenige Gehminuten entfernt.
  • Eintritt: 3,54 € 

3. East Gardens of the Imperial Palace (Kōkyo Higashi-gyoen)

Die östlichen Gärten des Kaiserpalastes sind für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Einige machen dort ein Picknick, aber so schön ist es nicht, hier zu picknicken. Stattdessen eignet sich die Größe der Gärten für einen schönen Spaziergang.

Die Kirschbäume verströmen einen Hauch des alten Tokio, im Gegensatz zu all den modernen Betonklötzen im nahe gelegenen modernen Marunouchi, Tokios Geschäftsviertel.

  • Hinkommen: Da der Palast riesig ist, gibt es mehrere Bahnhöfe in der Nähe: 5 Minuten vom Ausgang C13A des Bahnhofs Otemachi, Ausgang 1A des Bahnhofs Takebashi, 10 Minuten vom Ausgang 6 des Bahnhofs Nijubashimae, Nordausgang Marunouchi des Bahnhofs Tokio.
  • Eintritt: Kostenlos

4. Chidorigafuchi Park

Chidorigafuchi ist einer der malerischsten Sakura-Orte Tokios – und ebenfalls ein Ort, an dem du in ein Boot steigen und in einem Wassergraben aus der Edo-Ära rudern kannst, der Teil des Geländes des Kaiserpalastes ist. Falls du keine Lust auf Paddeln hast, gibt es einen 700 m langen Fußweg, den du durch den sich Kirschblütentunnel entlanggehen kannst.

Der Park nebenan heißt Kitanomaru Park und ist wie die Ostgärten des Kaiserpalastes ein Ort für ruhige Sakura-Beobachtungen. Der umstrittene Yasukuni-Schrein, der auch etliche Kirschblüten hat, ist in der Nähe. Trotz seines politisch aufgeladenen Status zieht dieser Park während der Kirschblütenzeit viele Touristen an.

  • Hinkommen: Station Kudanshita
  • Eintritt: Kostenlos

5. Sumida Park

Das Gebiet, das sich von der Azumabashi-Brücke bis zur Sakurabashi-Brücke am Sumida-Fluss erstreckt, ist seit Jahrhunderten ein überaus berühmter Aussichtspunkt für Kirschblüten. Mehr als 1.000 Kirschbäume säumen den Fluss und sorgen für tolle Fotospots und Picknicks. Von hier aus kannst du auch den Tokyo Skytree sehen. Die Gegend kann sehr voll werden.

Hier kannst du in die Yakatabune Boote steigen (Link: Go Tokyo Webseite) und dir das Schauspiel vom Wasser aus anzusehen.

  • Hinkommen: Bahnhof Asakusa
  • Eintritt: Kostenlos

6. Meguro-Fluss

Vier Kilometer des Meguro-Flusses enthalten mehr als 800 Kirschbäume, die einen einzigartigen Anblick bieten (zumindest in Tokio – fahre nach Kyoto, wenn du unzählige von Kirschblüten umgebene Kanäle sehen möchtest).

Dieser Ort ist nachts noch schöner, wenn die Bäume beleuchtet sind, was ihn zu einem beliebten Ort für Verabredungen macht.

  • Hinkommen: Bahnhöfe Ikejiri-Ohashi, Meguro oder Naka-Meguro
  • Eintritt: Kostenlos

7. Yoyogi Park

Der sehr urbane Yoyogi-Park ist eher für allgemeine Versammlungen und Basare als für seine Pflanzenwelt bekannt. Allerdings hat es ungefähr 600 Kirschbäume, darunter eine früh blühende Sorte, die einen dunkleren Rosaton hat als Somei Yoshino, die in Japan am häufigsten vorkommende Kirschblütenart.

Der Park zieht riesige Menschenmengen für Hanami an, sei also früh hier.

  • Hinkommen: Der Park ist vom Bahnhof Harajuku/Meijijingumae aus leicht zu erreichen.
  • Eintritt: Kostenlos
Yoyogi Park in Tokio zur Kirschblüte
Yoyogi Park in Tokio zur Kirschblüte - viele blaue Plastik-Decken, Alkohol und Menschen die Plätze reservieren.

Schön, auch wenn es regnet

Falls du im März oder April zur Kirschblüte in Tokio bist lass dir eines gesagt sein: Es kann immer mal regnen. In Tokio gibt es viele Aktivitäten, die du auch bei Regenwetter genießen kannst. Hier sind einige unserer Vorschläge:

Gehe shoppen

Wenn es regnet, kannst du die vielen Einkaufszentren in Tokio besuchen, wie das Tokyo Midtown, das Ginza Six oder das Shibuya Hikarie. Hier findest du alles von High-End-Mode bis hin zu japanischen Souvenirs.

Oder begib dich in den Untergrund: Die unterirdischen Einkaufszonen, die oft in Bahnhöfen sind, findest du beispielsweise im Bahnhof Shibuya, Bahnhof Shinjuku oder der Tokyo Station First Avenue. Letztere beherbergt sogar die Tokyo Character Street, wo du Fanartikel von bekannten japanischen Anime-Figuren wie Pokemon, Sailor Moon und vielen mehr finden kannst.

Besuche ein Museum

Tokio ist bekannt für seine vielen Museen. Besuche das Tokyo National Museum, das Mori Art Museum oder das National Museum of Western Art, um einige der besten Ausstellungen der Stadt zu sehen. Unser Highlight: Das Studio Ghibli Museum. Dafür musst du allerdings vorab Tickets buchen, denn das Museum ist ziemlich beliebt.

Überdachte Yokocho

Yokocho sind enge Gassen, die von roten Laternen beleuchtet werden und mit Izakayas und Bars gefüllt sind. Einige, wie Suzunari Yokocho in Shimokitazawa und Ebisu Yokocho, sind überdacht oder unterirdisch und bieten einen Schutz vor Regen, während man dort essen und trinken kann.

Entspannen in Tokio

In Tokio gibt es viele Parks, die zum Entspannen und im März auch zum Betrachten der Kirschblüte einladen. Hier sind einige der beliebtesten Parks in Tokio:

  1. Shinjuku Gyoen: Dieser Park ist einer der größten und schönsten in Tokio. Er ist bekannt für seine üppige Vegetation und die Vielfalt der Pflanzenarten. Hier kann man sich bei einem Spaziergang, Picknick oder Teehausbesuch entspannen.
  2. Yoyogi Park: Der Yoyogi Park liegt im Herzen von Tokio und ist ein beliebter Ort für Jogger, Picknicker und Spaziergänger. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel das Harajuku Omotesando Genki Matsuri Super Yosakoi Festival.
  3. Ueno Park: Dieser Park ist ein historisches Wahrzeichen von Tokio und beherbergt einige der bekanntesten Museen und Kunstgalerien der Stadt, darunter das Tokyo National Museum und das Nationalmuseum für westliche Kunst. Hier befindet sich auch der Ueno Zoo, den wir allerdings nicht besucht haben.
  4. Inokashira Park: Dieser Park befindet sich in der Nähe des Stadtteils Shibuya und ist bekannt für seinen tollen See und die wunderschöne Landschaft. Hier kannst du Boot mieten und damit fahren, ein Picknick zur Kirschblüte machen oder die Tiere beobachten.
  5. Kiyosumi Teien: Dieser traditionelle japanische Garten bietet eine ruhige und friedliche Atmosphäre inmitten des städtischen Trubels.

Diese Parks sind nur eine kleine Auswahl der vielen Möglichkeiten zum Entspannen in Tokio. Es gibt noch viele weitere Parks und Grünflächen, die du auf deiner Reise entdecken kannst.

Filmschauplätze in Tokio

Tokio ist eine der filmischsten Städte der Welt. Seine coolen und futuristischen Gebäude, seine vibrierende Kultur und sein reiches kulturelles Erbe machen die Hauptstadt Japans zu einem beliebten Filmschauplatz. Einige der bekanntesten Filmschauplätze in Tokio sind:

  1. Shibuya Crossing: bekannt aus dem Film „Lost in Translation“. Dieser berühmte Verkehrsknotenpunkt erstreckt sich über vier Spuren und fünf große Straßen und bietet einen atemberaubenden Anblick.
  2. Der alte Tsukiji Fish Market: bekannt aus dem Film „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“. Hier befand sich der größte Fischmarkt der Welt mit den verschiedensten frischen Fisch-, Meeresfrüchte- und Fleischsorten.
  3. Shinjuku Gyoen National Garden: bekannt ebenfalls durch „Lost in Translation“. Dieser gepflegte Garten verknüpft traditionelle japanische Landschaftsarchitektur mit klassischer europäischer Architektur und bietet einen Panoramablick über die Skyline von Tokio.
  4. Imperial Palace East Gardens: bekannt aus dem Film „Kill Bill: Volume 1“. Die kaiserlichen Gärten stehen für jahrhundertelange Geschichte und Tradition, denn sie wurden im 16. Jahrhundert errichtet und 1869 zum kaiserlichen Palast gemacht. Heute bilden sie einen idyllischen Ort voller Grünflächen, Teiche, Brücken und Pavillons – perfekt für romantische Filmszenen!

Es gibt weitere Filmschauplätze in Tokio, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Schau aber mal bei Andrea von Filmtourismus vorbei. Sie hat zahlreiche weitere Tipps auch für aktuelle Filme.

5 Tage bis eine Woche in Tokio

Tag 1: Ankommen, Roppongi

Die Ankunft bei Direktflügen aus Deutschland ist meist am Nachmittag. Wir kamen gegen 16 Uhr an.

Tag 2: Shinjuku, Shibuya und Harajuku

Am frühen Morgen: Meiji Schrein,denn dann ist es noch schön leer. Danach gehts zum Yoyogi Park, der für mich zu den schönsten in Tokio zählt.

Vor dem Eingang biegen wir kurz ab und holen beim Little Nap Caféeinen leckeren Kaffee To Go.

Zu Fuß passieren wir die schöne Harajuku-Station, das Treiben wird dichter. Wir biegen rechts ab in die verrückte Takeshita-Dori Street. Hier gibts alles: In regenbogenfarben gefärbte Zuckerwatte, die beliebten Harajujku-Crêpes mit irren Füllungen(ich wähle Cheesecake mit Sahne und Erdbeeren - lecker und einen genialen Sticker-Shop, in dem wir einige Yen liegen lassen und bestimmt eine Stunde verbracht haben. Es gibt noch vieles mehr.

Im Omotesando Viertelgehen gehen wir shoppen. Hier findet ihr sämtliche Flagship-Storesbekannter Marken (Nike, Carhardt, Asics, Onitsuka Tiger, Supreme, Adidas, ...) .

Gegen Abend zieht es uns nach Shibuyazum berühmten Shibuya Crossingund der Statue des Hundes Hachiko. Beides ist hoch-frequentiert. Wir machen es den vielen anderen Touristen gleich und versuchen, einen guten Fensterplatz im Starbucks an der berühmten Kreuzung zu bekommen. Die Geduld lässt langsam nach, so beobachten wir aus zweiter Reihe.

Tag 3: Tokyo Station, Palast, World Trade Center und Sky Tree

Frühstück in der Tokyo Station - hier gibts zahlreiche Möglichkeiten. Gestärkt geht es auf den größten Antikmarkt Tokios vor dem Tokyo International Forum.

Danach starten wir einen Versuch in den Palast und die East Gardens zu gelangen. Fehlanzeige, da zu viele Touristen. Die Schlange ist fast endlos lang.

Zu Fuß zum Tokyo Tower, danach zum World Trade Center und zuletzt zum Tokyo Skytree. Alle drei Aussichten sind unterschiedlich und haben etwas für sich.

Am Abend kurz vor Schließung springen wir zum Hie-Schrein  und gehen dann lecker Sashimi und Reis-Bowl in Asakusa (hier wohnen wir) essen.

Tag 4: Akihabara und Ueno

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Tag 5: Tokyo Bay und Odaiba

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Bonus: Tag 6 (letzter Tag vor Abreise): Tsukiji Fischmarkt und Ginza

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Stadtplan von Tokio mit allen Sehenswürdigkeiten

Hier findest du unseren Stadtplan für Tokio. Anhand diesem haben wir geplant und die Tage einzeln festgelegt. Öffne diese Karte am Handy und navigiere zu unseren Sehenswürdigkeiten in Tokio:

Meine Flops?

Meine Low lights in Tokio waren sehr rar. Das einzige, was ich abartig und verachtend fand, war der Besuch im Maid Café. Man bezahlt 500 Yen Eintritt, muss mindestens eine Stunde bleiben und kommuniziert mit seiner jugendlich aussehenden Bedienung in Schuluniform nur in einer Art Kindersprache und Zeichen. Man bekommt dazu Hasenohren oder Pandaohren aufgesetzt, dazu kann man Geld bezahlen, um eine Bild mit seiner Maid zu bekommen oder diese für einen tanzen und singen lassen.

Zum Glück gibt es Chinesen, die darauf abfahren und das Geld für die Show bezahlt haben. So kamen wir in den Genuss kollektiven Ausrastens mit Leuchtstäben. Crazy.

Jede weitere Stunde kostet übrigens weitere 500 Yen.

Nicht nur wir kamen uns irgendwie komisch vor. Wenn die Japaner selbst nicht so darauf abfahren würden, wäre es echt lustig. Aber so kam ich mir von wie in einem schlechten Film und war froh, als wir das Café wieder verlassen konnten.

Welche Insidertipps für Tokio gibt es noch?

Flohmärkte in Tokio: 2-mal im Monat am Tokyo International Forum

Das Tokyo International Forum ist ein sehr sehenswertes und modernes Gebäude. Alleine schon das ist einen Besuch wert. Noch besser ist es, den Oedo-Antikmarkt zu besuchen. Dieser findet jeweils am ersten und dritten Sonntag des Monats statt. Es handelt sich hier um den größten Flohmarkt für Antiquitäten in Tokio. Für die Größe der Stadt verhältnismäßig klein, trotzdem definitiv einen Besuch wert.

Wir haben lange Zeit hier verbracht und hätten sehr gerne viel eingekauft. Touristen haben wir hier übrigens keine getroffen. Ein weiterer Pluspunkt.

Das Tokyo International Forum findet ihr in der Nähe des Bahnhofs Tokyo Station

Wann ist die beste Reisezeit für Tokio

In Japan gibt es vier ausgeprägte Jahreszeiten. Diese bekommt Tokio durch seine Lage an der Ostküste weniger extrem zu spüren. Trotzdem solltet ihr auf jedes Extrem vorbereitet sein. Die meisten möchten zur Kirschblüte nach Japan und Tokio reisen. Ich war auch zur Kirschblüte hier und würde künftig eher auf den Herbst ausweichen.

Ausführlich habe ich hier über die beste Reisezeit für Japan und Tokio geschrieben

Japan Guide mit allen Tipps für die Reise

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Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
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2 KOMMENTARE
  • Besucher Kommentar von Erwin
    Erwin
    15. Januar 2024 um 10:41 Uhr

    Hallo Katrin,
    wir planen im Herbst diesen Jahres nach Japan zu fliegen. Ergänzt du die fehlenden Punkte hier noch?
    LG Erwin


  • Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
    Katrin Lehr
    16. Januar 2024 um 09:34 Uhr

    Ja die werden bald ergänzt. Bin dabei.


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