Tokio bei Nacht | Japan Reise planen
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Metro fahren in Tokio

Individuelle Reise nach Japan selber planen

Japan Reisetipps mit Route

Das vermutlich einzige Land Asiens mit westlichem Lebensstandard ist Japan. Das Land der aufgehenden Sonne scheint mir manchmal so ganz anders zu ticken als wir. Und doch kommt mir nach meiner Ankunft in Tokio (wo die meisten Touristen ankommen) so vertraut vor.

Vor meiner Reise nach Japan kannte ich es nur aus Erzählungen und Tipps von Freunden die mir von ihren Erlebnissen erzählten und aufzeigten, welch‘ exotisches Land ich entdecken möchte.

„Es wird dir gefallen“, war der allgemeine Meinung. Darum war ich sehr gespannt. Nach der Reise muss ich zugeben, dass ich mich in Japan verliebt habe. Ich will mehr sehen.

Vor der Reise nach Japan gibt es einige Dinge zu planen und beachten. Japan ist größer als man denkt und in drei Wochen konnten auch wir nur einen Bruchteil davon ansehen. Alleine in Tokio könnte man drei Wochen Stadtteil für Stadtteil erkunden. Doch wir wollten mehr von Land und Leuten sehen, mehr über die uns so fremde Kultur lernen und lokale kulinarische Spezialitäten kosten. Darum haben wir eine selbst geplante individuelle Rundreise ab/bis Tokio unternommen.

Der Ruf Japans als teuerstes Reiseland der Welt ist noch in vielen Köpfen. Dabei kann man Japan auch günstig bereisen. Ich empfand Australien definitiv teurer. Alles weitere kommt weiter unten im Text.

Hier sind meine Tipps und Erfahrungen für die Planung eurer individuellen Japan Reise.

Warum ist Japan so anders?

Japan war lange Jahre abgeschieden: Ab 1639 war es nur noch holländischen Handelsschiffen gestattet, Japan anzusteuern. Die japanische Gesellschaft war somit isoliert und konnte somit seine Kultur weitgehend bewahren. Erst 1853 wurden die Grenzen wieder geöffnet. Dadurch wurde viel Tradition (z.b. die Geishas) beibehalten und existieren auch heute noch.

Unser Bild von Japan ist oft so: Sehr modern, alle sind technik-verrückt, wohlhabend und pünktlich. Doch die Insel als westlich zu bezeichnen wäre falsch. Denn Japan ist einzigartig und anders. Darauf sind Japaner stolz.

Japaner sind pünktlich. Das merkt man vor allem an den Zügen. Alleine die Tatsache dass diese überall zu sein scheinen, sind sie immer pünktlich. Während bei uns Verspätungen von 5 -10 Minuten alltäglich sind, wären für Japaner schon 2 Minuten Verspätung ein Desaster. Der Durchschnittswert der letzten Jahre für Shinkansenzüge liegt übrigens bei 18 Sekunden. Es ist faszinierend.

Japan, das Herkunftsland der Anime, Manga, Martial Arts und Zen Meditation. Alles Dinge, die den Weg in den Westen gefunden haben und Millionen Menschen begeistern.

Was aber ist so verrückt an Japan?

Es gäbe noch viel mehr zu berichten. Zum Beispiel von beheizten Klobrillen, sprechenden Automaten, „Drückern“ zur Rush Hour, die Fahrgäste in die überfüllten Metros drücken oder extra Kloschlappen, die man für den Gang zur Toilette anzieht. Es gibt nicht nur Katzen-Cafés sondern auch Maid-Cafés, in dem du von jüngeren Mädels in Schuluniform bedient wirst und in einer Kindersprache kommunizierst. Für uns abartig und irgendwie abstossend, Asiaten rasten im Gegensatz zu uns regelrecht aus.

Daneben existieren alte Schreine und Tempel (wenn sie nicht mindestens fünfmal abgebrannt sind und wieder aufgebaut wurden). In Kyoto huscht dafür ab und an eine Geisha an dir vorbei. Doch so schnell sie auftaucht, so schnell verschwindet sie auch wieder.

Da ich hier unendlich weiter machen könnte überlege ich, einen separaten Artikel darüber zu schreiben.

So ganz anders ist auch die japanische Sprache. Sie besteht aus drei Alphabeten, mit unterschiedlichen Höflichkeitsformen und Betonungen, die es uns Westlern nicht einfach macht, sie zu lernen.

Fragt ihr euch jetzt immer noch:

Warum nach Japan reisen?

Japan ist einfach großartig. Da das Land gefühlt immer beliebter bei westlichen Touristen ist (Asiaten reisen schon jetzt sehr gerne ins Land der aufgehenden Sonne) solltet ihr schnell überlegen, dieses für uns noch exotische und außergewöhnliche Land zu entdecken.

Die Mischung in Japan macht es für mich aus: Großstädte wie die Mega-Metropole Tokio, Osaka, Yokohama oder Nagoya. Diese sind sehr aufregend und ganz anders als alles was ihr bis jetzt gesehen habt. Mir ging es jedenfalls so. In den ersten Tagen bin ich aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen.

Alles ist modern, die Autos fahren meist lautlos dank Hybrid-Antrieb, die öffentlichen Verkehrsmittel und das Netz ist genial und pünktlich. Herumreisen ist dank Japan Rail Pass unkompliziert und komfortabel.

Neben all dem modernen was Japan zu bieten hat befinden sich uralte Tempel und Burgen (wie zum Beispiel das wunderschöne Himeiji Castle). Naturliebhaber kommen ebensowenig zu kurz. Die Landschaft ist wahnsinnig schön. Richtung Süden wird es immer grüner und sanfte Hügel (vermutlich aufgrund der vielen Vulkane) erinnerten mich sehr an Ruanda („Das Land der Tausend Hügel“).

Man kann in Japan sogar erstklassig Skifahren. Ein Freund bescheinigter mir dies mit leuchtenden Augen. Es steht quasi auf meiner „To Do-Liste“ für Japan.

Strandliebhaber und Asien Fans finden in der Präfektur Okinawa traumhaft karibische Inseln und Strände. Leider war unsere Zeit zu knapp so dass wir nur 2-3 Tage für Okinawa übrig gehabt hätten. Viel zu kurz wie wir finden. Darum geht’s bei der nächsten Reise in den Süden!

Der einzige Makel an Japan ist, dass die Flüge oft teuer (und lang) sind und vor allem zu Hauptreisezeiten kein günstiges Reiseziel ist. Trotzdem kann man in Japan auch günstig reisen, wohnen und essen. Die Kosten belaufen sich trotzdem über diesen einer Reise nach Südostasien.

Unsere Ausgaben und Kosten der Japanreise hier ansehen.

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Was ist die beste Reisezeit für Japan?

Der erste Gedanke bei der Planung einer Reise nach Japan ist der: Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Reise nach Japan? Sommer, Herbst, Winter oder Frühling?

Vermutlich geht es euch vor der ersten Reise nach Japan wie mir: Ihr wollt zur Kirschblüte reisen! 2018 fiel die Kirschblüte in Tokio exakt auf Ostern (bzw. ein paar Tage davor) und lag somit genau in unserem Reisezeitraum.

Dass die Kirschblüte genau auf das Oster-Wochenende in Tokio fiel war reiner Zufall. Für alle, die wenig Urlaubstage in Anspruch nehmen möchten rate ich: Reist um Ostern wie wir. Am Abend des Gründonnerstag war der Abflug. Somit hatten wir mit Karfreitag und Ostermontag gleich zwei Feiertage und somit Reisetage mehr. Mit 14 Urlaubstagen waren wir mit Flügen 24 Tage unterwegs. Perfekt, oder?

Meine Erfahrung zur besten Reisezeit für Japan

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Im März regnet es häufig in Tokio. Die richtige Wahl der Kleidung ist daher wichtig!
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Wie viel Zeit sollte ich für Japan einplanen?

Generell rate ich immer: Je länger desto besser. Wir sind genau 23 Tage in Japan und haben von Anfang an gewußt: Viel zu kurz. Darum planen wir schon die nächste Reise, denn jetzt möchten wir mehr sehen von diesem faszinierenden Land!

Wenn ihr nicht im Rahmen einer Gruppenreise nach Japan reisen möchtet, könnt ihr das Land sehr einfach auf eigene Faust erkunden. Doch die richtigen Reiseziele und Orte für die erste Reise mit begrenzter Zeit zu finden ist nicht einfach. Wie lange ihr bleiben sollt? So lange wie ihr könnt, denn die Anreise ist lang, der Jetlag oft heftig.

Ich finde deshalb, dass ihr mindesten 14 Tage, noch besser drei Wochen für Japan einplanen solltet. Es lohnt sich nicht, für nur eine Woche ins Land der aufgehenden Sonne zu reisen. Es sei denn, ihr macht eine Asien-Rundreise oder gar Weltreise. Falls ihr dann sowieso in der Region seid, ist es natürlich was anderes.

Die Reise in Japan selbst kann man wunderbar mit den Shinkansen Zügen planen. Bequemer und entspannter reisen geht kaum. Auch die Busse sind sehr komfortabel und waren immer pünktlich.

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Welche Reiseroute für Japan? Meine Vorschläge

Nachdem wir unsere Flüge gebucht und genaue Daten hatten, haben wir begonnen, intensiv Japan Reiseführer und Online Foren zu durchforsten. Was kann man in drei Wochen schaffen, was möchten wir auf jeden Fall ansehen? Denn so lange hatten wir Zeit.

Unser Tipp wie ihr eure Route findet:

  • Macht euch eine Liste mit Highlights und Sehenswürdigkeiten die ihr ansehen möchtet.
  • Prüft mit Google Maps und Hyperdia, wie die Zugverbindungen und Transferzeiten beim Reisen von A nach B sind.
  • Mutet euch nicht zu viel Streß zu. Unser Ding ist, lieber ein Nacht länger an einem Ort zu bleiben und nicht jede Nacht woanders zu bleiben.

Trotzdem haben wir hier ein paar Vorschläge für die Route einer ersten Japanreise:

1 Woche (oder weniger) in Japan?

Sieben Tage sind sehr wenig zum Erkunden eines Landes. Mindestens einen Tag verliert ihr dabei im Flugzeug. Bei einer Woche würde ich mich ganz auf Tokio und die umliegenden Sehenswürdigkeiten (Kamakura, Nikko) beschränken. Oder noch Kyoto besuchen. Dann bleiben für beide Städte allerdings nur wenige Tage. Alleine in Tokio könnte man mehr als eine Woche verbringen. Die Highlights schafft man in einer Woche in beiden Städten.

10 Tage bis zwei Wochen in Japan – wohin?

In dieser Zeit bekommt ihr alle Highlights einer ersten Japanreise unter. Allerdings wird es dann sehr kompakt und die Tage sind lang. Ihr müsst euch darauf einstellen, alle 1-2 Tage das Hotel zu wechseln und viel herumzureisen.

Beispielroute: Tokio, Kyoto, Nara und Osaka.

3 Wochen Japan? Unsere Route

Die optimale Reisezeit für Japan sind meiner Meinung nach drei Wochen. In 21 Tagen bekommt ihr alle Highlights unter. Wir waren 23 Tage in Japan unterwegs. Danach waren wir wie „erschlagen“ von den vielen Eindrücken.

Unsere Route: Tokio (4 Tage) – Hakone – Kawaguchiko (Fuji Seen) – Kanazawa – Kyoto (4 Tage) – Nara – Osaka – Himeiji Castle (als Zwischenstop) – Hiroshima  – Miyajima – Tokio (1,5 Tage).

Alle weiteren Orte die wir ansehen wollten (Takayama und die Inseln von Okinawa), haben wir aus Zeitgründen auf den nächsten Trip geschoben.

Vier Wochen und mehr?

Wer mehr als drei Wochen Zeit hat, hat den Luxus das Land stressfrei und ausgiebig zu bereisen. Dann könnt ihr die 3-wöchige Route mit Takayama und den japanischen Alpen sowie einem ausgiebigen Besuch von Okinawa erweitern. Oder zum Entspannen zwischendurch ein paar Tage in einem klassischen Ryokan mit privatem Onsen entspannen. Japan bietet wirklich sehr viele Möglichkeiten.

Fazit Reiseroute Japan

Egal wie lange man Zeit hat. Es kommt immer darauf an, wie schnell ihr reisen möchtet und was ihr ansehen möchtet. Darum kann ich nur meine persönlichen Überlegungen und unsere Route hier veröffentlichen.

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Anreise und Flüge nach Japan buchen

Vor der Flugbuchung müsst ihr überlegen, ob ihr einen teureren Direktflug sucht, oder einen Gabelflug (z.B. Frankfurt – Tokio – Osaka – Frankfurt) buchen möchten oder mehrfach umsteigen möchtet und somit Geld sparen möchtet.

Generell ist ein Hin- und Rückflug von und zur selben Stadt günstiger (z.b. Frankfurt – Tokio .Frankfurt) als ein Gabelflug (Frankfurt – Tokio – Osaka – Frankfurt).

Am liebsten buche ich Direktflüge, denn der Stress mit Verspätungen und der Angst einen Anschlussflug zu verpassen hatte ich in letzter Zeit zu oft.

Nach unseren Flügen habe ich zuerst bei Google Flights, dann bei Skyscanner* gesucht. Danach bei den Airlines ANA (All Nippon Airlines) und Lufthansa direkt auf den Webseiten nachgesehen. Da wir unbedingt einen Direktflug ab Frankfurt oder Düsseldorf buchen wollten, war die Lufthansa Webseite der beste Ort zur Buchung. Denn somit konnte ich außerdem ein paar meiner gesammelten Meilen einlösen.

Somit haben wir einen Direktflug ab Düsseldorf nach Tokyo und wieder zurück ab Tokyo nach Düsseldorf gebucht.

Deutlich günstiger fliegt ihr zum Beispiel mit Cathay Pacific über Hong Kong, Qatar Airways über Doha, Emirates über Dubai, Etihad über Abu Dhabi oder Turkish Airlines über Istanbul. In Europa bietet Finnair (über Helsinki) aktuell sehr günstige Flüge an.

Beachtet, dass es in Tokio zwei Flughäfen gibt: Narita und Haneda. Narita ist recht außerhalb und wird von den meisten internationalen Flügen bedient. Eine Fahrt (egal ob Bus oder Metro) dauert ca. 1,20 Stunden.

Der Haneda Flughafen liegt in der Stadt und wird nur von wenigen internationalen Airlines bedient. Ab Frankfurt fliegt man mit ANA oder Lufthansa zum Haneda Flughafen. Ab Düsseldorf nach Narita.

Weiterlesen: Tipps wie ich Flüge buche 

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Einreisebestimmung für Japan

Für Deutsche Staatsbürger ist es einfach, als Tourist in Japan einzureisen.

Brauche ich ein Visum für Japan?

Zur Einreise nach Japan benötigt ihr nur einen mindestens für die Reisedauer gültigen Reisepass (empfohlen werden mindestens sechs Monate).

Ein Touristenvisum ist für 90 Tage gültig. Falls ihr länger in Japan bleiben möchtet, könnt ihr vor Ort das Visum nochmals um 90 Tage verlängern.

Wichtig zur Einreise ist außerdem, dass ihr eure erste Adresse wisst. Wir hatten nur eine Telefonnummer unseres Airbnb, da man uns sagte, dass dies genügen würde. Der Beamte wollte es aber genau wissen. Dank kostenlosem WIFI konnten wir schnell die komplette Adresse herausfinden und nachtragen. Erst dann durften wir weiter gehen.

Wenn ihr nach Ankunft in einem Hotel seid, genügt diese Adresse. Aus Erfahrung kann man auch irgendein Hotel eintragen, dazu ggfs. den Stadtteil (bei einer Einreise in Tokio).

Einreisebestimmung für Japan
„Customs Declaration“ und eine Einreisekarte für Japan. Diese beiden Formulare müsst ihr ausfüllen.
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Impfungen, Reiseapotheke und Reiseversicherungen für Japan

Empfohlene Impfungen für Japan

Falls ihr aus Europa einreist, sind für normale Touristen keine Impfungen für Japan vorgeschrieben. Für die Reise in ländliche Gebiete werden die Standard-Impfungen Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Bei Langzeitaufenthalten (z.b. Studium) wird zu einer Impfung gegen Hepatitis B und Japanische Enzephalitis geraten. Konsultiert immer einen Arzt für nähere Infos und zur Impfberatung. Impfungen solltest ihr generell vor jeder Reise prüfen und gegebenenfalls auffrischen.

Reiseapotheke für Japan

Für Japan hatte ich die wichtigsten Medikamente eingepackt. Auch wenn man sicherlich alles auch in Japan bekommt, wollten wir im Krankheitsfall nichts dem Zufall überlassen. Denn die Beipackzettel sind in Japan nur auf Japanisch. Ich will die wichtigste Medizin immer schnell griffbereit haben. Darum hatte ich in Japan folgendes dabei:

  • Nasenspray (immer im Handgepäck)
  • Sinupret (wegen chronischem Problem mit Nebenhölen)
  • Hand-Desinfektionsgel (als Wasserersatz, da es oft keine Seife gibt) – könnt ihr aber auch vor Ort kaufen.
  • Pflaster
  • Sonnencreme
  • Elektrolyt-Glucose-Pulver, z.b. Elotrans
  • Aspirin
  • Perenterol forte, Lopedium und Imodium akut (bei Durchfall)

Meine Reiseapotheke mit PDF zum ausdrucken ansehen

Welche Reiseversicherungen für Japan?

Fragen über eine Reiseversicherung stellen sich viele Urlauber erst kurz vor Abreise. Doch dann ist es oft zu spät. Fällst du dich kurz vor deiner Reise beim Sport oder im Beruf schwer verletzt, dann ist vielleicht viel Geld futsch.

Damit dir das nicht passiert, kannst du hier nachlesen, welche Reiseversicherung im Vorfeld sinnvoll ist (Reisegepäck-, Reiseabbruchversicherung, …).

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Kosten für die Japan Reise

Viele denken, dass Japan eines der teuersten Reiseländer der Welt ist und sind erstmal abgeschreckt. Während ich im Frühjahr 2017 Australien bereiste, waren zeitgleich Freunde in Japan. Wir tauschten uns über Preise für Essen und Unterkünfte aus. Schnell merkte ich: Japan ist sogar günstiger als Australien, wenn man weiß, wie und wo man Geld sparen kann.

Weiterlesen: Kosten unserer Japan Reise

Generell richten sich eure Ausgaben in Japan nach der Art zu reisen. Möchtet ihr in Hotels mit großen Zimmern übernachten oder reicht ein Kapselhotel? Bei Airbnb findet man günstige Wohnungen. Auch in Guest Houses (wie ein teures Ryokan, traditionell mit Futon aber ohne Essen) könnt ihr recht preiswert übernachten. Vor allem in Tokyo und Kyoto sind dies preiswertere Alternativen.

Dann solltest du dir überlegen, wie du im Land herumreisen möchtest. Kaufst du einen Rail Pass oder genügen dir die günstigeren Verbindungen, die länger dauern aber dafür billiger sind? Möchtest du sogar Nachtbus fahren (günstig und man spart sich eine Nacht Hotel) oder sogar im Land dank günstigen Billigairlines herumreisen?

Weiterlesen: Erfahrungsbericht zum Japan Rail Pass – lohnt er sich?

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In Japan herumreisen mit dem Japan Rail Pass

Da wir natürlich nicht nur Tokio besuchen möchten werden, haben wir uns den Japan Rail Pass bestellt. Dieser kann nur von Ausländern die außerhalb Japans wohnen gekauft werden. Dieser Rail Pass beinhaltet eine Art Flatrate fürs Zugfahren aller Züge von Japan Rail „JR“ innerhalb drei Wochen. Perfekt für uns, da wir ungefähr drei Wochen in Japan sein werden. Der Pass kostet aktuell 448 Euro für drei Wochen (2. Klasse).

Denn Japan Rail Pass gibt es übrigens auch für 7 Tage und 14 Tage. Seit März 2018 kann man den Japan Rail Pass auch in Japan kaufen. Allerdings ist er vor Ort teurer.

Alternativ gibt zum Shinkansen gibt es Nachtbusse und Inlandsflüge, die wir nicht genutzt haben. Lediglich nach Hakone und weiter nach Kawaguchi-ko mussten wir Bus fahren, da hier keine Züge ankommen. Für diese Region hatte sich der Hakone Fuji Free Pass (3 Tage) gelohnt. Damit waren die Transfers und sämtliche Sightseeing-Busse und Seilbahnen inklusive.

Zug fahren in Japan ist wirklich eine sehr angenehme, schnellere und stressfreie Möglichkeit, um von A nach B zu gelangen. Schließlich sind die „Bullettrains“ in Japan pünktlich, man hat sehr viel Beinfreiheit und das ganze System funktioniert hervorragend. Ich bin total begeistert!

Wenn ihr prüfen wollt ob sich für euch der Japan Rail Pass lohnt habe ich einen Tipp: Bei Wanderweib gibts einen tollen Rechner. Ihr gebt hier einfach eure Route ein und das kleine Tool gibt aus, ob und welcher Pass sich für euch lohnt. Unser Ergebnis: Pass für 21 Tage lohnt sich. Alles richtig gemacht!

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Öffentliche Verkehrsmittel in Japan

Herumreisen in Japan ist nicht nur dank dem Japan Rail Pass total einfach, sondern auch dank der tollen Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmittel. Egal ob ihr von Stadt zu Stadt reisen möchtet, raus aufs Land fahrt oder in den Städten selbst von A nach B kommen möchtet.

Die Infrastruktur ist perfekt ausgebaut. Das Netz ist super. Falls mal kein Zug fährt gibt es einen Bus. Auch die sind sehr komfortabel und (über)pünktlich.

In Tokio gibt es ein super ausgebautes Netz aus U-Bahnen, Metro-Linien, Bussen und ZÜgen. Leider gibt es mehrere unterschiedliche Betreiber. Genauer gehe ich hier darauf ein: Tokio Reisetipps – alles zur Reise nach Tokio.

Auch in Kyoto, Osaka, Hiroshima, Kanazawa oder rund um die Fuju-Seen und Hakone (Die Orte meiner Reise) gibt es hervorragende Verbindungen mit Zügen, Bussen und Metros.

„Airpass“ für Reisen mit dem Flugzeug

Analog zum Rail Pass bieten die größten Airlines in Japan günstige Inland-Flugtickets als Pässe an. Ein Vergleich zum Zug fahren lohnt sich also. Auch hier müsst ihr oft die Tickets schon vor der Reise aus dem Ausland kaufen.

Folgende Pässe gibt es:

Von Japan Airlines: JAL Oneworld YOKOSO Airpass, Visit Tohoku Airpass und der Welcome to Jaopan Airpass.

Bedingung: Nur für Passagiere  die mit einer Oneworld-Airline (hier ansehen) nach Japan einreisen und den Wohnsitz außerhalb Japans haben (pro Passagier nur ein Pass). Gültig nur für Inlandsflüge von Japan Airlines (JL) und Japan Transocean (NU).

Details und weitere Infos auf der offiziellen Webseite.

Von JTA Japan Transocean (NU, gehört zu Japan Airlines): Okinawa Island Pass.

Bedingung: Für Reisende mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket und Wohnsitz außerhalb Japans. Gültig auf allen Innlandsflügen von JTA Japan Transocean (NU) zwischen Okinawa, Ishigaki, Miyakojima, Kumajima und Yonagunijima.

Von ANA: ANA Visit Japan Fare.

Bedingungen: Wohnsitz muss außerhalb Japans liegen (Nachweis wird verlangt). Gültig für Passagiere mit Zwischenstopp in Japan und einem Rückflug von Japan. Für max. 5 Inlandsflüge gültig. Pass nur bei Ausstellung außerhalb Japans zulässig.

Details zum Visit Japan Pass auf der offiziellen Webseite.

Metro fahren in Tokio

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IC-Cards (Suica-Card und Pasmo-Card)

Sogenannte IC-Cards sind perfekt bargeldlosen Bezahlen in Japan. Die populärsten davon sind Suica, Pasmo und Icoca. Wenn ihr eine der IC Cards besitzt, könnt ihr fast alle Züge, Metros und Busse in Japans Städten benutzen, um damit zu bezahlen.

Was ist eine IC Card?

IC-Karten sind wiederaufladbare Karten, mit denen ihr bequem in öffentlichen Verkehrsmitteln, Vending Machines (Getränkeautomaten die überall zu finden sind), Convenient Stores (Seven Eleven, Lawson), Schließfächern, Geschäften und Restaurants bezahlen könnt, indem ihr die Karte für etwa eine Sekunde an ein Touch-Display haltet.

Auf diese Karten lädt man Geld am Automaten auf und kann damit alle Verkehrsmittel nutzen. Das ist viel einfacher, als jedesmal ein neues Ticket zu kaufen. Außerdem spart man je Ticket ein paar Cent.

Genereller Irrglaube: Die Suica Card ist besser als die Pasmo Card. 

Das war einmal so. Die Pasmo Card hat die gleiche Gültigkeit wie die Suica Card.

Ihr könnt beide Karten nutzen, um U-Bahn und einige Busse in Tokyo, Kyoto, Osaka, Hiroshima außer Busse, Nara, Himeji, Fukuoka, Sapporo, Sendai, Yokohama, Kamakura, Hakone, Nikko, Nagoya, Kumamoto, Beppu) zu nutzen.

Bezahlen tut man, indem man die Karten kurz auf die Touch-Feld der Gates an Metro-Stationen oder Bussen legt.

Pasmo und Suica-Card kaufen

IC-Karten können an vielen Fahrkartenautomaten und Ticketschaltern an größeren Bahnhöfen gekauft werden.

Beispiel Pasmo Card (dasselbe gilt für die Suica): Kosten: 500 Yen Kaution + 1500 Yen aufladen. Pro Person gilt eine Pasmo Karte, diese kann nicht von mehreren Personen genutzt werden. Bei jeder Bezahlung wird euch angezeigt, wieviel die Fahrt gekostet hat und wieviel Guthaben ihr noch zur Verfügung habt.

Am Ende eurer Reise könnt ihr eure Karten an den Rückgabestationen an den Flughäfen Narita und Haneda in Tokio oder auch in Osaka wieder zurückgeben. Dann erhaltet ihr sowohl Kaution wie auch euer Restguthaben in Yen zurück.

Die IC Cards sind verlieren ihre Gültigkeit, wenn ihr sie 10 Jahre nicht benutzt habt.

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Welche Reiseführer für Japan?

Für die Japan Reise haben wir uns einige Reiseführer, Sprachführer und Bildbände gekauft. Am besten gefällt mir die englisch sprachige Bildband-Reiseführer Mischung Japan Traveler’s Companion.

Dazu haben mir bei der Recherche vorab der ausführliche Lonely Planet Japan, Dumont direkt Tokio und Labyrinth Tokio (38 Touren in und um Japans Hauptstadt) geholfen. Hannah nutzte den Stefan Loose Japan und ebenfalls den Japan Traveler’s Companion.

Weiterlesen: Ausführlicher Artikel meiner Empfehlungen für Japan Reiseführern mit weiteren Link-Tipps zur Planung der Reise

Empfehlung Reiseführer Japan

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Geld und Kreditkarten in Japan

Welche Währung hat Japan?

Die offizielle Währung Japans ist der YEN (JPY). Der japanische Yen schwankt sehr oft. Aktuell sind 100 Yen ca. 76 Cent, bzw. 1 Euro sind ca. 131 Yen.

Im Umlauf sind Scheine zu 1.000 ¥, 2.000 ¥, 5.000 ¥ und 10.000 ¥. Münzen gibt es in den Ausführungen 1¥, 5 ¥, 10 ¥, 50 ¥, und 500 ¥. Bei den Münzen bestand für uns anfangs das Problem, dass wir nicht erkennen konnten, welche Münze die goldene mit dem Loch ist. Damit ihr nicht vor selbigem Problem steht hier eine kurze Erklärung (denn eine Zahl ist leider nicht aufgedruckt): Gold mit Loch = 5 ¥, Silber mit Loch = 50 ¥.

Wie nehme ich Geld mit nach Japan – Kreditkarte oder Bargeld?

Prinzipiell kannst du bei der Bank deines Vertrauens bereits vor deiner Reise etwas Bargeld tauschen. Es reicht aber generell vollkommen aus, wenn du nach deiner Ankunft am Flughafen in Japan mit einer Kreditkarte Geld abhebst. Es gibt überall ATM’s und dank Kreditkarte wie z.b. der 1plus der Santander Bank könnt ihr Geld in Landeswährung abheben, ohne dafür Gebühren bezahlen zu müssen.

Außerdem bekommt ihr den besseren Kurs, wenn ihr direkt in Japan Geld abhebt. In Deutschland lassen sich Banken den Service bezahlen.

Generell bezahlt man in Japan recht häufig in bar.

Weiter zu meinen Tipps für Kreditkarten für Reisen

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Trinkgeld in Japan

In Japan gibt man kein Trinkgeld. Das wird oft sogar als Beleidigung empfunden.

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Sprache - Japanisch oder Englisch?

Dank meines Mit-Autors Chris bin ich bestens vorbereitet: Er hat mir netterweise ein Dokument inklusive mp3-Datei geschickt, damit ich die wichtigsten Sätze und Worte auf japanisch lernen kann. Was sich anfangs wie ein Tsunami aus Buchstaben anhört, klingt nach mehrfachem Anhören gar nicht mehr so schwer. Danke Chris, ich werde deinen Rat befolgen und mir die Worte täglich anhören.

Empfehlen kann ich dir die Webseite von Jakob zum Japanisch lernen empfehlen. Er erklärt super, wie du alles angehst.

Dazu wurde mir das Buch 80/20 Japanese von Richard Webb samt Audio Dateien empfohlen. Dieses habe ich in Kombination mit der Duolingo App für Japanisch vor der Reise regelmäßig gepaukt. Sehr intensiv und nicht einfach, aber hat Spaß gemacht.

Trotzdem kommt man in Japan mit Englisch wohl sehr gut zurecht. Alle Hauptverkehrsstrecken sowie die Metro sind auch auf Englisch angeschrieben und die jüngeren Japaner können alle sehr gut Englisch.

Tipps als Google Chrome Browser Erweiterung:

Wie oft erging es mir bei der Reiseplanung so, dass ich plötzlich auf einer Webseite gelandet bin, die nur japanisch abgebildet hat? Dank dieser Erweiterung für den Google Chrome Browser kannst du beim Mouse-over die Bedeutung des Kanji anzeigen lassen.

Zum Plugin Add-on rikaikun (Englisch)

Wichtigste Worte auf Japanisch für die Reise lernen (wird ergänzt)

Wer keine Zeit hat japanisch zu lernen, dem gebe ich hier die wichtigsten Worte und Formulierungen mit an die Hand:

  • おはようございます OHAYOUGOZAIMASU (Oh-ha-yo-go-za-i-mas) – Guten Morgen
  • こんにちは KONNICHIWA (Kon-ni-chi-wah) – Hallo
  • こんばんは KONBANWA (Ko-n-ba-n-wah) – Guten Abend
  • またね MATANE (Ma-ta-ne) – Tschüss

Viele denken jetzt, dass „Tschüss“ doch eher Sayonara heißen müsste. Ich habe jetzt gelernt, dass Sayonara das förmlichere Wort dafür ist. Normalerweise sagt man im Alltag eher Matane.

Eines der wichtigsten und während der Reise meist verwendete Word war „Sumimasen“. Entschuldigen tun sich Japaner sehr gerne und eigentlich immer. Auch ihr solltet dies tun.

  • すみません SUMIMASEN (Su-mi-ma-sen)- Entschuldigung (Entschuldigen sie die Störung)
  • ごめんなさい GOMENNASAI (Go-men-nah-sai) – Es tut mir leid.
  • ありがとう ARIGATOU GOZAIMASU (A-ri-gah-to go-za-i-mas) – Vielen Dank (förmilicher mit de Ergängzung Gozaimasu)
  • おおきに OOKINI (O-o-ki-ni) – Vielen Dank (wird in Kansai, speziell in der Osaka Präfektur häufig genutzt)
  • わかりません WAKARIMASEN (Wa-ka-ri-ma-sen) – Ich habe keine Ahnung / Ich weiß nicht.
  • はい HAI (Hai) – Ja (Wie Hai ausgesprochen nur härter und und kürzeres A)
  • いいえ IIE (Ii-e) – Nein (wird aber nie benutzt. Japaner sagen kein Nein. Eher „vielleicht ist es möglich“)

Wenn du zum Beispiel nach einem englischen Menü fragen möchtest kannst du einfach mit „Eigo?“ danach fragen. Oft wird es verstanden.

  • これはなんですか? KOREWANANNDESUKA? (Co-re-wa-nan-des-ka) – Was ist das?
  • それはどこですか? SOREWADOKODESUKA? (So-re-wa-do-ko-des-ka) – Wo ist … (das)?
  • かわいい KAWAII (Ka-wa-ii) – Süss (im Sinne von goldig. Ein sehr häufitg benutztes Wort. Japaner finden alles süß)
  • すき SUKI (Sue-ki) – Das mag ich. Ich mag dich.
  • きらい KIRAI (Ki-rai) – Ich mag es nicht. Ich mag dich nicht.
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Packliste für Japan

Was nehm ich mit, was packe ich ein? Fragen, die ich mir vor jeder Reise stelle. Für Japan habe ich mir einen etwas größeren, gut sitzenden (Kamera-)Rucksack von Burton gekauft. Zusätzlich neu im Gepäck habe ich den „Squeezy“ Rucksack von Tatonka. Dieser ist klein im Gepäck verstaubar und kommt entweder für dreckige Wäsche zum Einsatz oder auch, wenn ich einen kleinen leichten Rucksack benötige und den Kamerarucksack nicht mitnehmen möchte.

Als Hauptgepäck kommt der neue Tatonka Yukon 50+10 Liter mit. Klasse Rucksack, sehr bequem und völlig ausreichend. Dieser Rucksack passt in die Ablagen im Shinkansen Zug (für Koffer gibt es nur sehr begrenzten Platz im Zug). Wir haben zwischendurch mehrfach Wäsche gewaschen und somit nur für 5 – 7 Tage Unterwäsche und Socken dabei gehabt.

Da das Wetter in Japan sehr durchwachsen sein kann rate ich dir mindestens eine Softshell Jacke und eine Windjacke mit Regenschutz einzupacken. Dazu mindestens einen warmen Pullover, Longsleeves und T-Shirts.

Bei Schuhen unbedingt auf bequeme Modelle achten (Nike Fee z.b.) da man wirklich viel zu Fuß ist und auch viele Treppen gehen muss. Da man überall Schlappen bekommt hätte ich meine Flip Flops zuhause lassen können.

Für die Region Hakone, Fuji Seen und Kanazawa (regenreichste Stadt Japans) war ich froh, meine Mütze im Gepäck zu haben. Denn es war mit 5 – 8 Grad teilweise nicht nur windig sondern auch kalt.

Meine kleine Platypus-Flasche, die ich auf Reisen immer mit Wasser auffülle, um Plastik zu sparen hatte ich wieder im Gepäck.

All meine Outdoor- und Reiseausrüstung kaufe ich bei meinem Lieblings-Outdoor-Shop Globetrotter. Warum? Hier gibt’s einfach alles und als DAV-Mietglied bekomme ich zusätzlich ein wenig Rabatt. Ich müsste bei meinem Umsatz schon die goldene Kundenkarte bekommen, Spaß!

Definitiv nicht vergessen dürft ihr diesen Reise-Adapter. Da ich immer viel Technik-Kram dabei habe (Laptop, iPad, Kamera, Drohne, Handy, …) habe ich mir eine kleine Steckdosenleiste gekauft.

Meine Packliste als PDF zum ausdrucken und abhaken kannst du hier downloaden

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Essen bestellen für Nicht-Japaner oft einfach

Stell dir vor du wärst in Deutschland zu besuch ohne Deutsch zu sprechen. Du möchtest etwas zu Essen bestellen und hast keine Ahnung was in der Speisekarte steht. Denn englische Menüs oder Menüs mit Bildern der Gerichte gibt es recht selten oder?

In Japan ist dies ganz anders. Darum gibt es fast überall englische Menüs, Menüs mit Abbildungen der Speisen oder sogar die Gerichte in Wachsform am Eingangsbereich als Nachbildung. Darauf stehen Japaner. Diese detailgetreuen Nachbildungen der Gerichte findet ihr überall. Es gibt sogar Läden, in denen man diese Gerichte aus Wachs oder Plastik kaufen soll. Und die sind immer voll.

Oder es gibt Tablets oder Automaten auf Englisch, alternativ mit Abbildungen der Speisen. Hier drückt man die Tasten des gewählten Gerichts und bekommt das Essen direkt an den Tisch. Als letzte Hilfe gibt es die App Google Translate fürs Smartphohe. Dank dieser könnt ihr Schriftzeichen auch abfotografieren und im Idealfall übersetzt die App euch den Namen des Gerichts korrekt.

Zur Not gibt es Hände und Füße, dank denen wir in eine Isakaya (Kneipe) ohne Japanisch lesen zu können einen tollen Abend hatten und dazu ein sehr gutes Gericht serviert bekamen.

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Vor der Reise: Unterkünfte buchen

Da wir zur Kirschblüte reisen und wissen, dass Japaner ihre Hotels mindestens 6 Monate (!) vor dem Urlaub buchen wußten wir: Mit 2-3 Monaten vor der Reise nach Unterkünften zu suchen sind wir verdammt spät dran.

Bei der Suche nach einer Unterkunft kommt es darauf an, welche Ansprüche ihr habt. Ein großes Zimmer mit eigenem Bad oder kann es auch ein Schlafsaal mit Gemeinschaftsbad sein? Große Zimmer in Hotels oder über Airbnb sind vor allem in Tokio teuer.

In Japan gibt es Wohnungen (Airbnb), Business Hotels, Hotels, Love Hotels (Stundenhotels), Hostels und Ryokans.

Business Hotels sind günstiger als Hotels, Wohnungen in der Regel günstiger als Business Hotels und Hostels oder Kapselhotels sind am billigsten. Auf unserer Route waren alle uns empfohlenen Ryokans bereits ausgebucht. Bucht rechtzeitig.

In unserer letzten Nacht in Tokio möchten wir entweder in einem Kapselhotel, Love Hotel oder teuren Hotel mit toller Aussicht übernachten. Entscheiden werden wir wohl spontan.

Die letzte Unterkünfte haben wir übrigens erst 1 Woche vor Abreise reserviert. In Tokyo, Kyoto und Kawaguchi-ko war die erste Wahl schon weg. In Miyajima waren alle günstigen und bezahlbaren Unterkünfte ausgebucht.

Trotzdem haben wir für unsere Reisezeit während der Kirschblüte noch recht günstige Unterkünfte gefunden. Eines muss euch definitiv klar sein: Unterkünfte in Japan sind teuer, ein Hotelzimmer das viel Platz bietet fast unbezahlbar. Zumindest in Tokio.

So findest ihr günstige und gute Unterkünfte (Preis-Leistungsverhältnis):

  • Fragt Freunde nach Empfehlungen für Unterkünfte. (Falls ihr welche habt, die schon einmal in Japan waren. Ich hatte sehr viele Tipps bekommen. Leider waren wir viel zu spät mit dem Buchen der Hotels dran, somit waren wirklich alle empfohlenen Unterkünfte schon ausgebucht).
  • Recherchiert auf Reiseblogs nach Empfehlungen.
  • Prüft auf Tripadvisor (unabhängige Plattform), welche Unterkünfte gut bewertet werden. Auf anderen Plattformen (z.b. booking.com kann man Bewertungen kaufen, sie sind also nicht immer „echt“). Auf Tripadvisor könnt ihr direkt das Datum eingeben und die Preise und Verfügbarkeiten auf den unterschiedlichen Plattformen (booking.com, agoda, Expedia) werden angezeigt.
  • So kam es, dass wir in Summe Unterkünfte bei booking.com, agoda und Airbnb gebucht haben.

Hier kannst du die Ausgaben und Kosten unserer Japanreise ansehen.

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Vor der Reise: Pocket WIFI oder SIM-Karte?

Vor der Reise nach Japan wußte ich bereits, dass sich sämtliche Freunde am Flughafen Pocket WIFI Router geliehen haben. Also habe auch ich mich schlau gemacht, ob es besser ist eine SIM-Karte zu kaufen oder ein Pocket WIFI zu mieten.

Dabei stieß ich auf das Video „How to survive your first hour in Japan (Tokio)“ in dem schön erklärt wird, warum auch für uns ein Pocket WIFI besser ist. Klar, wir sind zu 2. und haben außerdem Laptop und iPad dabei. Somit können wir mit allen Geräten ins Internet, falls wir in unseren Unterkünften Probleme mit dem Vorhandenen WIFI haben (ich spreche aus Erfahrung).

Durch das Video stieß ich auf die Empfehlung für den Anbieter „Global Advanced Communications rental“. Die Buchung war schnell abgeschlossen. Es kam eine Bestätigungsmail mit einem Link zum Online Payment per Kreditkarte. 10 Minuten später hatte ich unseren Pocket WIFI für 23 Tage reserviert.

Kurze Zeit danach bekam ich eine E-Mail mit einer genauen Beschreibung, wo ich den Router im Flughafen Narita abzuholen hätte.

Direkt nach unserer Ankunft gingen wir zur Post, um unser Paket mit WFI Router, Rücksendeumschlag und Ladekabel samt Erklärung abzuholen. Einschalten, Handy mit Pocket WIFI verbinden und los surfen. Hat alles reibungslos funktioniert.

Generell waren wir sehr zufrieden mit dem Router. Wir hatten fast überall guten Empfang. Man muss nur darauf achten, dass man am Handy und Laptop alle automatischen Updates deaktiviert. Sonst ist das Maximum pro Tag an Daten aufgebraucht und der Dienst sehr gedrosselt. Wir vermuten zumindest, dass aus diesem Grund das Netz sehr langsam war.

Kurz vor der Rückreise haben wir unseren Router mit Zubehör in den Rückumschlag gesteckt und im Flughafen in einen Briefkasten geworfen (wir mussten quetschen, denn der Umschlag war fast zu groß für den Schlitz). Ich habe auch eine Woche nach Rückkehr in Deutschland nichts vom Anbieter gehört. Darum gehe ich davon aus, dass alles reibungslos geklappt hat!

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Was man sonst noch über Japan wissen sollte

Japan hat ca. 126 Millionen Einwohner. Fast 35 Millionen Menschen davon leben in Tokio.

Wichtige Feiertage, an denen eventuell die ein oder andere Sehenswürdigkeit geschlossen isT:

  • Neujahr: 1. Januar
  • Tag der Volljährigkeit: zweiter Montag im Januar
  • Staatsgründungsgedenktag: 11. Februar
  • Verfassungsgedenktag: 3. Mai
  • Tag der Nation: 4. Mai
  • Kindertag: 5. Mai
  • Tag der Arbeit: 23. November
  • Geburtstag des Kaisers: 23. Dezember

Alle Fotos sind von Fotograf Jens Burger, der mir vor der Reise viele Tipps für Tokio gegeben hat.

Japan Guide mit allen Tipps für die Reise

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Disclaimer: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kampagne mit Globetrotter.

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8 Kommentare

  • Liebe Katrin,
    ich habe ein paar kulinarische Tipps: In Hiroshima musst Du unbedingt Okonomiyaki (Hiroshima-Style, yummy!) probieren und auf Miyajima gegrillte Austern (die gibt es da sehr günstig und sind der Knaller).
    LG Lex

      • Hallo Katrin,
        ich kann mich Lex nur anschließen: Wirklich „yummy“ die Okonomiyaki!!! Und nicht durch die vermeintlich geschlossene Tür eines Restaurants abschrecken lassen. Diese wird erst dann geöffnet, wenn in der guten Stube wieder Platz für neue Gäste ist. Am besten, einfach in der Schlange davor anstellen. :-)
        Ich weiß nicht, ob dies auf Deiner Route liegt: Sehr außergewöhnlich fand ich den Okunoin Friedhof in Koyasan (südöstl. Kinokawa in den Bergen). Einfach mal nachts über den nur tlw. beleuchteten, wirklich riesigen Friedhof im Wald mit seinen imposanten Gräbern spazieren gehen. Eine Mischung aus „unheimlich“ und „beeindruckend“!
        Schon jetzt viel Spaß in Japan!!!
        Tanja

  • Ach, noch etwas… eine schöne Lektüre als Vorbereitung auf eine Japan-Reise ist auch folgendes Buch: „Hallo Japan: Familien Hutzenlaub wandert aus“ von Lucinde Hutzenlaub!

  • Japan ist mein Lieblingsland. Ich war diesen November zum 4 Mal dort. Auch auf Okinawa und Yakushima war ich. Mein Tipp für Okinawa: mietet ein Auto. Mit öffentlichen Bussen braucht man sehr lange um die Sehenswürdigkeiten anzufahren.
    Yakushima ist ein absolutes Highlight. Ich war drei komplette Tage dort und hatte Glück dass es an zwei Tagen nicht regnete. Ich würde auf jeden Fall zu einem Gabelflug raten. Gerade Klm bietet Tokio und Osaka über Amsterdam zu guten Preisen an. Vor allem fliegen die den Haneda Flughafen in Tokio an. Der Narita Flughafen ist selbst mit dem Narita Express eine Stunde von Tokio entfernt. Zum Transport vor Ort würde ich bei längeren Strecken den Shinkansen empfehlen. Zwar gibt es viele Billigflieger aber der zusätzliche Aufwand ist die Ersparnis in meinen Augen nicht wert. Bevor Ihr den Japan Railpass kauft solltet ihr z.b. mit der App Hyperdia, genau durchrechnen ob er sich lohnt. Gerade in der Kansai Region ist es oft günstiger private Bahnen zu nehmen anstatt mit JR zu fahren.

  • Hallo Katrin,
    deinen Blog lese ich schon lange sehr gerne und schreibe hier zum ersten Mal einen Beitrag. Neben meinem Vollzeitjob bin ich ebenfalls sehr reisebegeistert- Japan ist eines meiner Lieblingsländer!
    Unbedingt für Tokio genug Zeit einplanen! 2016 war ich zur Kirschblüte (genau wie ihr über Ostern) für 3 Wochen in Japan und das war unsere Route (mit Japan Rail Pass und der hyperdia-App unternommen):
    Tokio (4 Nächte)-Nagano (2 Nächte, Ausflug nach Jigokudani zu den Schneeaffen !!! und 1 Tag Skifahren in Hakuba-Happo)- Kanazawa (2 Nächte)- Kyoto (4 Nächte)- Hiroshima (2 Nächte mit Ausflug nach Miyajima)- Yakushima (3 Nächte, fantastisch, unbedingt machen! Empfehlung für Inseltour und Buchung der Fährtickets: der örtliche Veranstalter Yesyakushima)- Fukuoka (3 Nächte) – Osaka (2 Nächte)
    Wenn du genauere Fragen hast, auch zu Hotels etc., einfach mailen! Wir hatten im Nachhinein betrachtet eine perfekte Reiseroute.
    Viele liebe Grüße aus Niederbayern!
    Astrid

  • Mount Koya müsst ihr unbedingt besuchen, ist in der Nähe von Kyoto. Außerdem würde ich auch noch Kagoshima auf Kyushu empfehlen, wenn ihr mit dem Japan Railpass unterwegs seid.

  • Hi Katrin,

    also was die Englischkenntnisse der Japaner angeht muss ich sagen sind die allgemein eher schlecht (auch bei den Jüngeren). Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass sie in der Schule nur lesen und schreiben, aber nicht sprechen lernen und wegen des Perfektionismus. Kann man etwas nicht perfekt, macht man es lieber gar nicht – so auch das Englisch sprechen.
    In Hotels war das nie ein Problem, da können alle Englisch und auch im Zug etc. ist alles auch auf Englisch.

    Man kommt also sehr gut ohne Japanisch zurecht, aber sich groß mit den Einheimischen unterhalten wird eher nichts.

    Was ich von meiner letzten Japanreise noch empfehlen kann ist:
    Wir hatten ein kleines traditionelles Häuschen in Kyoto gemietet (über Iori Machiya Stay). Das war zwar wirklich nicht günstig, aber wir haben es so sehr geliebt! *_* Das Geld war es auf jeden Fall wert!
    Wenn es nicht so ums Geld geht -> UNBEDINGT MACHEN!
    Für den ersten Kyoto Besuch ist auch Fushimi Inari, Bamboo Grove, Gion Viertel und Kiyomizu Dera pflicht! Und zur Kirschblüte der Philosopher’s Path.

    Außerdem wie schon geschrieben: Okonomiyaki in Hiroshima essen – da kann ich das Okonominura empfehlen. 2 Stockwerke voll mit Okonomiyaki Rastaurants und überall super lecker!
    Auch sehr interessant, aber bedrückend ist das Peace Memorial Museum. Und obwohl es traurig ist, ist das Denkmal von Sadako Sasaki im Peace Memorial Park wunderschön mit seinen Origami Kranichen.

    In Osaka kann ich zum Shoppen Namba Parks (sehr schönes Einkaufszentrum) und Expo City (mit dem Tower of the Sun -Wahrzeichen von Osaka aber mega hässlich) empfehlen.
    Eine Freundin, die seit 6 Jahren in Osaka lebt meinte auch das English Village am Expo City wäre ganz lustig (Die Japaner nennen es „Ausländer-Zoo“) – sonst war Osaka eher nicht meins.

    In Tokyo ist es empfehlenswert, wenn man günstig oder kostenlos die Aussicht genießen will mal im Rathaus oder Roppongi Hills vorbei zu schauen. Aber die Aussicht aus dem Skytree ist natürlich unbeschreiblich!
    Um sich mal mit dem klassischen, japanischen Jugendleben zu beschäftigen sollte man die Takeshita Street gesehen haben und einen von diesen unglaublich leckeren Crepes probieren.

    So, ich denke alles absolut sehenswerte für die erste Japan-Reise habe ich aufgezählt. ;)
    Falls du noch Fragen hast, gerne fragen.
    Liebe Grüße
    Jessy

  • Wow, mal wieder tolle Tipps! Da bekommt man immer wieder aufs neue Fernweg. Danke für die viele Mühe, die du dir gemacht hast, da steckt noch Herzblut drin :) Liebe Grüße und viel Spaß auf deiner nächsten Reise!

    (Lasst bitte eure Werbung raus. Wurde entfernt).

  • Kann Japan nur empfehlen, ist wirklich sehr crazy und angenehm zugleich. Und, Überraschung, es war die letzte Station auf unserer Weltreise und in Japan gab es das beste Bier! Das war für mich, den Freund des lokalen Gerstensafts und immer in Experimentierlaune, die coolste Überraschung. Zudem ist das ein schöner Grund, die interessanten Getränkeautomaten in Japan auszuprobieren!

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