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Daigoji Tempel Kyoto
Shabu-Shabu Kyoto
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Reisebericht Japan Rundreise individuell mit Zug

Abenteuer Japan: Highlights und die schönsten Orte unserer Rundreise

Wie wäre es mit einer Japan Rundreise? Die japanische Kultur scheint uns fremd und so ganz anders. Trotzdem ist alles irgendwie vertraut und strukturiert. Das musst du unbedingt erleben. Zwischen Wolkenkratzern und traditionellen Tempeln entdecke ich das Land bei einer längeren Rundreise von fast vier Wochen.

Abenteuer Japan: Highlights und die schönsten Orte unserer Rundreise 16

In kaum einem anderen Land trifft Moderne und Tradition so sehr aufeinander: Diesen Kontrast erlebe ich täglich auf unserer Reise. Modernste Bauwerke, ein toll funktionierendes öffentliches Nahverkehrsnetz und natürlich die super schnellen Shinkansen Züge. Im Gegensatz dazu erkunde ich uralte Tempel, sehe Geishas durch die Gassen Kyotos huschen, besuche japanische Gärten und entdecke diese großartige japanische Küche.

Herumreisen ist dank super schnellen Shinkansen und lokalen Zügen echt einfach. Dank dem Japan Rail Pass dazu sehr entspannt. Außerdem nutzen wir Busse, Fähren und natürlich die Metro. Wir essen uns durch Märkte und lokale japanische Spezialitäten. Wir testen einfach alles und können nicht genug davon bekommen.

Wir übernachten in Hotels, privaten Unterkünften und im traditionellen Ryokan. Wir erleben die Japanische Kirschblüte und sehen die Spitze des Mt. Fuji erst bei unserer Abreise. All das ist Japan. Wir lieben es ab dem ersten Moment!

Weitere Reiseberichte für Japan:

Ich hoffe, dass du mit unseren Tipps deine individuelle Japan Rundreise ganz stressfrei planen kannst:

Warum nach Japan reisen?

Japan ist anders und aufregend! Die Reise ist ein großes Abenteuer: High-Tech was das Zeug hält. Von beheizten sprechenden Klobrillen angefangen über Roboter, die mit euch sprechen oder Spielhöllen in Akihabara.

Mit den Shinkansen Schnellzügen („Bullet-Train“) gibt es die pünktlichsten Züge der Welt. Das Herumreisen ist nirgendwo so einfach wie im Land der aufgehenden Sonne.

Shinkansen Bullet Train
Die Shinkansen Züge werden aufgrund ihres Aussehens auch Bullet-Train genannt

Es gibt den heiligen Berg Fuji, den mal selten in voller Pracht sieht. In dieser Region um die Fuji-Seen beherrschen die Onsen den Alltag: Nichts ist entspannender als ein Bad in einer heißen Quelle. Achtung: Nur ohne Tattoo ist der Eintritt in öffentliche Onsen erlaubt.

Dann die „5. Jahreszeit“ Japans’ Hanami, die Kirschblüte. Schon Monate davor gibt es Prognosen, wann die Kirschblüten blühen. Ist es soweit, spielen alle verrückt. Feiern auf blauen Plastikdecken in Parks und knipsen Bilder was das Zeug hält. Für uns ein tolles Schauspiel!

Kanazawa Burg Kirschblüte Japan
Kanazawa Burg Kirschblüte Japan

Seid fasziniert von der Diszipliniertheit der Japaner: Immer brav Schlange stehen, nicht drängeln. Sogar zur Rush Hour in Tokios Metro. Sehr gut auch an der Shibuya Kreuzung in Tokio zu beobachten: Pro Ampelphase wechseln mehr als 15.000 Menschen gleichzeitig die Straßenseite. Sie ist die am meisten frequentierte Ampelkreuzung der Welt!

Dazu gibt überall diese kunstvoll verzierten Lampions, in seidene Kimonos gehüllte Geishas, die durch die Gassen huschen. Uralte Tempel und Burgen stehen fast in jeder Region. Alleine in Kyoto könnt ihr mehr als 1.600 Tempel besichtigen!

Nicht zu vergessen diese wunderschöne Landschaft aus Vulkanen, Kiefernwäldern, Seen und dem Meer. Je südlicher es geht, umso weicher, grüner und runder werden die Kuppen der Hügel.

Wir sind uns sicher: Japan wird auch euch in den Bann ziehen und total umhauen! Wir kommen wieder.

Route Japan Rundreise 21 Tage

Aufgrund der langen Anreise empfehle ich, mindestens 3 Wochen in Japan zu reisen. In 21 Tagen bekommst du die wirklich wichtigsten Highlights unter, die du bei einer ersten Reise ins Land der aufgehenden Sonne ansehen möchtest. Natürlich gibt es so viel mehr zu sehen.

Insgesamt 23 Tage waren wir mit An- und Abreise in Japan. Danach war ich wie „erschlagen“ von den vielen Eindrücken.

Diese Orte habe ich besucht

Tokio (4 Tage) – Hakone (1 Tag) – Kawaguchiko (Fuji Seen) – Kanazawa (2 Tage) – Kyoto (4 Tage) – Nara (1 Tag) – Osaka (2 Tage) – Himeiji Castle (als Zwischenstop) – Hiroshima (2 Tage) – Miyajima (Tagesausflug aus Hiroshima) – Tokio (1,5 Tage).

Alle weiteren Orte, die ich ansehen wollten (darunter Takayama und die Inseln von Okinawa), habe ich aus Zeitgründen auf den nächsten Trip geschoben.

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Tokio

(東京 oder Tōkyō)

Wir beginnen unsere Reise in der Hauptstadt Japans: Tokio. 35 Millionen leben hier in der Metropol-Region.

Am früher Nachmittag landen wir am Narita Flughafen außerhalb der Stadt und somit in einer anderen Welt.

Wir kommen in den ersten Tagen kaum aus dem Staunen heraus. Die Weltstadt Tokio hat viele Gesichter. Hinter jeder Ecke verbergen sich neue Eindrücke.

Tolles Essen, freundliche Menschen (außer chinesische Touristen, die nerven sehr) und aufregende Viertel. Jedes davon hat einen eigenen Charakter.

In Shibuya flackern Popstars und Werbung auf riesigen Leinwänden. In Akihabara können wir die neuesten technischen Errungenschaften ansehen. In Ginza ist alles protziger, denn im Banken- und Geschäftsviertel befinden sich die teuersten Läden.

Vier volle Tage erkunden wir Tokio. Stück für Stück.

Wir haben dabei:

  • sämtliche Aussichten auf die Metropole bestiegen
  • sind im kaiserlichen Palastgarten umhergewandert
  • viele Schreine und Tempel besucht
  • haben uns in der Rush Hour durch die U-Bahn gekämpft
  • Roboter „in Action“ gesehen
  • in Parks Japanern beim Feiern der Kirschblüte zugesehen
  • Bullet-Train Sushi getestet
  • in einer Izakaya (Kneipe) mit Locals gegessen und getrunken
  • ein Maid Café ausprobiert
  • in einer Spielhölle in Akihabara gezockt
  • den Ramen-Bestellautomaten bezwungen
  • Shibuya Crossing, die meist frequentierte Kreuzung der Welt, mit ca. 3.000 Menschen gleichzeitig überquert
  • haben die am meisten frequentierte Bahnstation der Welt Shinjuku (unabsichtlich) zur Rush Hour überlebt
  • einen tollen Antik Flohmarkt besucht
  • „Takeshita Dori“ eine völlig überfüllte Einkaufsstraße besucht (und natürlich eingekauft)
  • uns mit Matcha Eis belohnt
  • Crepe mit Cheesecake und Erdbeeren gegessen
  • und vieles mehr angesehen…

Stellen schnell fest, dass wir nicht alles schaffen und beschließen, am Ende der Reise nochmals einen ganzen weiteren Tag die Hauptstadt Japans zu erkunden.

Achtung: In Tokio gibt es zwei Flughäfen. Achtet darauf, an welchem ihr landet.

Weitere Tipps für Tokio:

  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Mindestens 3 Tage, besser eine Woche oder länger.
  • Unterkunft: 1. Unterkunft: Airbnb (Akasaka), später Park Hotel Tokio (Minato)

Da Tokio riesengroß ist haben wir hier separate ausführliche Artikel geschrieben:

Ausblick Tokio Roppongi Hills
Der Ausblick auf Tokio bei Nacht: Von den Roppongi Hills (Tower) haben wir gleich am ersten Abend einen tollen Blick auf SkyTree und das leuchtende Lichtermeer Tokios.
Eine Schüssel Ramen in Tokio nach Tonkotsu Art
Eine Schüssel frische Ramen Suppe nach Tonkotsu Art mit Ei

Hakone

Kaum aus Tokio heraus werden wir eiskalt von einer Schlechtwetter-Front erwischt. Als wir den Shinkansen nach Hakone betreten sind wir noch sehr euphorisch: Wir möchten den heiligen Mt. Fuji in traumhaften Landschaften erblicken.

Je näher wir Hakone kommen, desto dunkler wird der Himmel. Es wird kalt. Von den sommerlichen 26 Grad in Tokio landen wir bei 10 Grad und einem eiskalten Wind. Wir haben Glück, dass die Gondeln überhaupt noch auf den aktiven Vulkan Owakudai fahren. Dank den Gondeln können wir direkt über Schwefelfelder fahren, die vom inneren des Vulkans an die Oberfläche strömen.

Das Highlight auf dem „Gipfel“: in Schwefel gekochte Eier, deren Schale sich beim Kochen mit Schwefel schwarz verfärbt. Schmecken tun die Eier völlig normal. Man sagt, pro Ei lebe man sieben Jahre länger. Wir werden es sehen.

Danach geht es wieder hinab zum Ashi-See. Über den Kratersee im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark fahren Boote. Da Asiaten gerne auf ausgefallene Dinge stehen sind dies keine normalen Boote sondern Piratenschiffe! So geht es von Togendai ans ander Ufer nach Hakone-Machi.

Leider hat auch hier das Wetter nicht mitgespielt und statt traumhaft schöne Ausblicke auf den Mt. Fuji gibt es nur Nebel.

Ein Besuch der Dörfer (Moto-Hakone und Hakone-Machi) am See, einen Nachbau des letzten Checkpoints vor Tokio (Hakone Sekisho) und einen wunderschönen Torii Schrein samt Hakone-jinja Tempel besuchen wir hier zu Fuß.

Der Torii Schrein im Wasser ist ein beliebtes Fotomotiv, darum müsst ihr hier mit einer Schlange rechnen. Wir besuchen den dazu gehörigen Tempel Hakone-jinja und gehen zu Fuß zurück nach Moto-Hakone.

Die Busse sind komplett überfüllt. So verpassen wir fast den letzten zurück zur Unterkunft. Habt die Zeit im Blick!

Am Abend das eigentliche Highlight: Ein Bad im privaten Onsen. Unsere Unterkunft, das Fuji-Hakone Guest House hat ein Innen- und Außen-Onsen, in welchem man für 30 Minuten alleine entspannen kann. Ein besseres Ende des Tages gibt es nicht. Einfach super!

Am nächsten Morgen bekommen wir eine private Führung der Region von unserem Gastgeber.

Danach geht es mit Bussen nach Kawaguchi-ko an einem der fünf Fuji-Seen. Die nächste Chance, einen Blick auf diesen Berg zu erhaschen …!?

Weitere Tipps für Hakone

  • Unterkunft: Fuji Hakone Guest House mit privatem Onsen (für alle tattoowierten eine super Alternative zu öffentlichen Onsen)
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 – 2 Tage (je Wetter)
  • Anreise: Mit dem Shinkansen und Japan Rail Pass: Tokaido Linie bis Odawara. Umsteigen in Hakone-Tozan-Linie bis zur Odinawa Station. Ab hier mit T Bus ca. 50 Minuten weiter zum Fuji Hakone Guest House.
  • Hakone Free Pass kaufen: Somit fahren wir kostenlos ab der Odinawa Station, auch Seilbahn, Piratenboot und Bus.
Vulkan Owakudai Hakone
Die vulkanischen Aktivitäten an der Mittelstation des Owakdai (1044 m) sind sehr hoch. Hier seht ihr den stinkenden Schwefeldampf.
Torii Lake Ashi Hakone-jinja
Der Torii des Tempel Hakone-jinja am Lake Ashi.

Fünf Fuji-Seen (Kawaguchiko)

(河口湖)

Die Fuji Five Lakes ermöglichen vor allem eins: die besten Blicke auf den Fuji. Leider nicht an unserem Besuch. Zwei Nächte sind wir in Kawaguchi-ko und stellen fest, dass dieser Blick sich als schwieriges Vorhaben erweist. Es ist neblig, regnet immer wieder und vom frühlingshaften Wetter in Tokio spüren wir hier nichts mehr. Es ist kalt geworden.

Die Fünf Fuji Seen wären vermutlich nur halb so beliebt, wenn nicht nördlich der Vulkan Fuji – höchster Berg Japans – liegen würde. Mit seiner gewaltigen Höhe von 3.776,24 Metern überragt er die Landschaft gewaltig.

Von allen Seen aus habt ihr einen tollen Blick auf den Mount Fuji. Der Blick soll vor allem im Frühjahr und Herbst besonders gut sein. Leider nicht während unseres Aufenthalts. Uns bleibt der Blick verwehrt, bis wir im Bus zur Weiterfahrt sitzen. Dann ist er plötzlich frei von Wolken. Der mit Schnee bedeckte Gipfel ist gigantisch schön. Leider ist die Kamera eingepackt. Das Bild vom Handy nicht sehr gut gelungen.

In Kawaguchi liegt übrigens der beliebteste der Fuji Five Lakes.

Den schönsten Blick auf den Fuji mit Pagode bekommt ihr von der Chureit Pagoda. Auch zu sehen auf dem 1000 Yen Schein.

Weitere Infos für Kawaguchi-ko:

  • Unterkunft:  Mt. Fuji Hostel SAMURISE
  • Am besten erkundet ihr die Region per Fahrrad. Bei uns regnet es. Kein Fahrrad für uns, dieses Mal jedenfalls.

Kanazawa

(金沢市)

Die Stadt am Meer zählt nicht für jeden Touristen zum „Must See“ Ziel in Japan. Die einzige Stadt die außer Kyoto von der Zerstörung des Zweiten Weltkriegs verschont wurde, gehört für uns trotzdem zu den schönsten Orten, die wir bis jetzt in Japan gesehen haben. Das Wetter bleibt weiterhin schlecht. Viel Regen, Gewitter und eine nasse Kälte, die uns mehrfach nass und auch fröstelnd in ein Cafe einkehren lässt.

Trotzdem schlendern wir durch kleine Gassen mit originalen Holzhäusern. 

In Kanazawa haben wir das beste Sushi in Japan gegessen, haben ein altes Geishahaus besucht, sind durch einen der schönsten Gärten Japans gewandert und haben das 21st Century Museum of Contemporary Art besucht.

Auf dem Markt haben wir uns durch die Köstlichkeiten Kanazawas „gefuttert“.

Kanazawa bedeutet übrigens „Goldener Marsch“ was dazu führt, dass es unter anderem Eis gibt, das mit Blattgold überzogen ist. Ein Magnet für Touristen aus allen Ländern. Auch ich habe solch ein Eis probiert. Mit Blick auf das Kanazawa Castle und die vielen Bäume mit Kirschblüten. Wunderschön!

Weitere Infos zu Kanazawa:

Kyoto

(京都市 oder Kyōto)

Kyoto ist vor allem eins: BUNT! Überall leuchten die roten Tempel, Pagoden und Torii Schreine.

Die alte Kaiserstadt Kyoto darf auf keiner Japan Rundreise fehlen. Vier Tage sind viel zu wenig. Wir fühlen uns hier pudelwohl. Leider ist das Wetter nicht immer gut. Wir erkunden den traditionellen Stadtteil Gion (das Geisha-Viertel) und blicken mit großen Augen durch die Gassen huschenden Geishas hinterher. Einfach faszinierend.

Eigentlich wollten wir Kyoto per Fahrrad erkunden, entscheiden uns aufgrund Touristenmassen dagegen.

Wir kaufen spontan zwei Tickets für eine Geisha-Show am Abend.

Besonders gut gefällt uns der Philosophen Weg. Diesen Weg kann man gemütlich entlang gehen und die Natur ein wenig genießen. Am Ende gibt's dafür sehr viel leckeres Essen zum Probieren.

Wir sind morgens früh aufgestanden, um den Touristenmassen zu entkommen und haben auch Tempel und Orte weiter außerhalb Kyotos besucht (zur Kirschblüte nicht immer einfach).

Was wir in Kyoto sonst gemacht haben? Die Liste ist unendlich lang, hier ein paar Highlights:

  •  Shabu Shabu, Kaiseki und Kobe Rind gegessen
  • Den berühmten Fushimi Inari Taisha besucht und durch die tausende roten Toriis bis nach oben gewandert
  • Goldener Tempel Kinkaku-ji besucht
  • Arashiyama Bamboo Forest angesehen (früh am Morgen)
  • Daigo-ji Tempel besucht und den Massen somit entkommen
  • Kiyomizu-dera Tempel (Das Hauptgebäude ist aktuell leider in Restauration und komplett verhüllt)
  • Spontan eine Geisha-Show besucht
  • Otagi Nenbutsu-ji Tempel mit tausenden Steinbuddhas
  • Nishiki Markt in Kyoto besucht und noch mehr Essen probiert
  • Fahrt mit dem Romantic Train
  • Noch mehr Tempel, Schreine & Toriis angesehen

Weitere Tipps für Kyoto:

  • Unterkunft: Airbnb
  • Essen auf dem Nishiki Market
  • Shabu Shabu: Im Moritaya im Hauptbahnhof in Kyoto mit Blick auf die Stadt und Kyoto Tower
  • Kaiseki Essen im Kamikura in Kyoto
  • Kobe Rind essen: Premium Pound Sanjo Kiyamachi 

Die Highlights sind hier so zahlreich, dass wir einen separaten Artikel für Kyoto schreiben werden.

Nara

(奈良市)

Nara besuchen viele nur als mehrstündigen Zwischenstop von auf der Fahrt von Kyoto nach Osaka. Wir machen es anders und übernachten hier in einem Ryokan. Eine gute Entscheidung, denn hier erleben wir den schönsten Abend unserer Reise.

Wir landen nach einem langen Sightseeing Tag in einer traditionellen Izakaya. Verstehen kein Wort das gesprochen wird, bestellen auf „Gut Glück“ und werden von einem japanischen Musiker zum Sake trinken eingeladen. Verständigung mit einer Mischung aus gebrochenem Englisch und Zeichensprache. Herrlich!

Dieser Ort war so authentisch, dass ihr in auch finden werdet, wenn ihr bei TripAdvisor auch mal auf den Seiten 4-5 sucht. Verraten möchten wir diesen Tipp nicht. Bilder gibt es auch nicht von diesem Abend. Nur eine Postkarte haben wir als Andenken geschenkt bekommen.

Unsere ausführlichen Erlebnisse in Nara könnt ihr auch in unserem Entdecke Nara in 24 Stunden auf eigene Faust nachlesen.

Nara selbst ist total gemütlich und gefällt uns sehr!

Die Tempel wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Rehe machten den Ort noch berühmter. Asiaten flippen hier regelrecht aus. Wir weniger. Wer Tiere füttert weiß, wie aggressiv diese werden können, wenn sie Essen im Rucksack riechen und nichts davon abbekommen.
Kurz vor unserer Abreise gab es einen Artikel dazu auf Spiegel online. Darin stand, wie gefährlich es doch sei, die Rehe zu besuchen. Totaler quatsch. Wer füttert, muss damit rechnen…

Orte, die du in Nara besuchen musst

Todaiji Tempel im Nara Park. Er gilt als größtes Holzgebäude der Welt. Im Inneren befindet sich der der Nara-Daibutsu, Japans grösste Buddha Statue.

Der Nara Park ist nur 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Kintetsu Nara entfernt. Zur Kirschblüte findet ihr im Park über 1600 Kirschbäume, die zusammen mit den frei herumlaufenden Rehen ein beliebtes Fotomotiv sind. Nach kurzem Fußmarsch durch den Wald zum wunderschönen Kasuga Taisha Schrein mit seinen vielen Steinlaternen die den Weg säumen.

Auf dem Nara Prefectural Goverment Office könnt ihr ganz nach oben fahren und die kostenlose Aussicht auf Nara genießen.

Ein besonderer Touristenmagnet ist der schnellste Mochi-Maker der Welt! Schaut unbedingt bei Nakatanidō vorbei. Ihr könnt es nicht verfehlen, da immer genügend Zuschauer davor stehen.

Alle Highlights und Tipps für Nara hier nachlesen

Weitere Tipps für Nara:

  • Unterkunft: Guest House Iki
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Nakatanidō Mochi probieren
  • Essen: Irgendwo in einer japanischen Kneipe (Izakhaya)

Osaka

(大阪市)

Für Osaka hatten wir kaum Erwartungen. Überraschend gut hat es uns hier aber gefallen, dass wir auch hier gerne länger geblieben wären.

Wir haben das Umeda Sky Building besucht und von oben die Aussicht genossen. Haben die Hep Five Shopping Mall besucht und sind dort mit dem roten Riesenrad gefahren. Auch hier bekommt ihr Panoramablicke auf Osaka – leider sind die Scheiben nicht ganz so sauber und sehr zerkratzt.

Osaka Castle haben wir uns angesehen und haben in der Tenjinbashi Shopping Street natürlich die Läden angesehen. Die älteste Shopping Straße Shinsaibashisuji Shopping Street durften wir auch nicht verpassen.

In America Mura fanden wir Osakas Hipster- und Künstlerviertel mit tollen Cafés, Shops und bunt gekleideten Menschen. Das beste: in einem Kaufhaus gibt es einen Laden, in dem ihr an über 100 Flipper-Automaten spielen könnt. Hier mussten wir eine kleine Pause einlegen.

Dotonbori, Vergnügungsviertel und Highlight für Foodies haben wir an jedem Tag besucht. Hier findet ihr alles, was euer Herz begehrt. Besonders genial: Die Läden haben außen riesengroße Tiere angebracht. So seht ihr, was es dort zu essen gibt, auch ohne der japanischen Sprache mächtig zu sein.

Für Foodies kamen wir an einem Highlight Osakas nicht vorbei: Bei Rikuro Ojisan no Mise gibts den berühmten Wackel-Käsekuchen. Unglaublich, wie lange die Schlange hier ist. Natürlich haben wir uns angestellt und selbst einen Kuchen gekauft (und im Anschluss komplett gegessen).

Weitere Highlights in Osaka sind der Tsutenkaku Tower, das Shinsekai Vergnügungsviertel, der Kuromon Ichiba Market und die Sennichimae Doguyasuji Shotengai. Hier gibts alles an Küchenzubehör was ihr euch vorstellen könnt. Aber: Ihr könnt hier tolle Messer kaufen und euren Namen oder japanische Schriftzeichen von Hand hinzufügen lassen. Das perfekte Japan-Mitbringsel.

Bald kommt ein ausführlicher Artikel mit Tipps für Osaka (wir haben noch mehr erlebt).

Weitere Tipps für Osaka:

  • Unterkunft: Airbnb
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 Tage
  • Bei Rikuro Ojisan no Mise den Wackel-Käsekuchen probieren
  • Essen: Yakiniku & Horumon (Japanisches BBQ), Tako Tamago (Mini Octopus mit Wachtel Ei auf dem Kuromon Market) und selbst Mochi machen auf dem Kuromon Markt!

Burg Himeji

(姫路城, Himeji-jō)

Himeji Castle liegt ideal auf dem Weg von Kyoto oder Osaka nach Hiroshima. So haben wir wie fast alle Touristen einfach einen Zwischenstop eingelegt. Ideal dabei ist, dass es im Bahnhof von Himeji Schließfächer gibt, in die ihr euer Gepäck einschließen könnt.

Den Weg zur Burg kann man zu Fuß gehen (Dauer ca. 20 Minuten). Es fährt allerdings auch ein Bus für Menschen, die keine Lust auf einen Spaziergang haben.

Himeji Castle wurde frisch renoviert. Und eigentlich ist alles komplett erneuert. Aber es ist wunderschön. In Reih und Glied geht es bis nach oben. Es ist viel los, der Ausblick auf die Burg und auch von oben lohnt sich trotzdem. Schade ist nur, dass man innen nichts trinken darf (oder mal sollte sich nicht erwischen lassen). Selbst Kaugummi kauen ist verboten.

Hiroshima

(広島市)

Japans bewegte Vergangenheit erleben wir in Hiroshima hautnah. Wir besuchen den Friedenspark mit der Gedenkstätte des Atombombenabwurfs, das Friedensmuseum, und Hiroshima Castle.

Auch hier essen wir die lokale Spezialität: Okonomyaki. Jeden Tag. Köstlich! Die besten gibts im Okonomi-mura. Auf drei Etagen servieren mehr als 25 Stände Varianten der lokalen Spezialität. Suche dir einfach eine Etage aus, suche dir einen leeren Stuhl und bestelle dein Okonomyaki.

Was du sonst über Hiroshima wissen solltest? Die Einwohner der Stadt sind Baseball-verrückt. Hier wären wir gerne im Stadion live dabei gewesen. Die ansonsten so ruhigen Japaner rasten beim Baseball in Hiroshima regelrecht aus. Beim Okonomyaki essen haben alle am Fernseher gehangen und das Spiel verfolgt. Wirklich interessant.

Weiterlesen: Alle Tipps und Highlights in Hiroshima hier ansehen

  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3 Nächte mit Tagesausflug nach Miyajima.
  • Hotel: Hiroshima Washington Hotel, direkt um die Ecke des Okonomi-mura.

Miyajima

(宮島)

Ideal als Tagesausflug von Hiroshima mit dem Zug ist die Insel Miyajima.

Nach Ankunft am Hafen findest du zuerst die Haupteinkaufsstraße Omotesandō. Diese ist voller Souvenirgeschäfte und Restaurants. Highlight vieler Touristen: der größte shakushi (Reislöffel) der Welt.

Wir haben entspannt für einen Tag die wunderschöne Insel erkundet. Du könntest hier auch übernachten, wir hatten dazu leider keine Zeit.

Weitere Highlights:

  • Itsukushima-jinja Shrine
  • Momiji-dani-koen Park (Brücke)
  • Mit der Seilbahn Miyajima Ropeway hoch auf den Mt. Misen, zu Fuß zurück ins Tal. Genieße die Aussicht von oben. Wir kommen uns vor wie in der Karibik. So schön!
  • Daisho-in Temple
  • Senjō-kaku & Pagode
  • Daigan jii
  • In der Shopping Street die gegrillten handgroßen Austern probieren (lokale Köstlichkeit). Mir war es zu fischig. Ich mag die kleineren Austern lieber.
  • Anreise aus Hiroshima: Mit Japan Rail Pass ab Bahnhof Hiroshima nach Miyajimaguchi (etwa 30 Minuten), dann mit der Fähre in 10 Minuten nach Miyajima. Dank JR Pass ist auch die Fähre kostenlos.

Tokio und Rückreise

In 4 Stunden reisen wir dank Shinkansen sehr schnell von Hiroshima nach Tokio. Wir haben dann noch einen kompletten Tag, um weitere Orte in Tokio zu erkunden. Den Fischmarkt haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben.

Doch um 3 Uhr zur Fischauktion aufstehen ist uns dann doch zu früh. Wir gehen gegen 7 Uhr zum mittlerweile umgezogenen „alten“ Fischmarkt Tsukiji und erkunden das Areal. Wir sind enttäuscht und gleichzeitig entsetzt, dass Chinesen tatsächlich mit Rollkoffern umherirren.

Danach gehen wir in den Hamarikyū Garten zum Teehaus mit Blick auf Wolkenkratzer. Hier ist Tradition und Modern sehr nah. Das Wetter ist sommerlich, so dass wir uns ins Gras legen und entspannen.

Die letzte Erkundung ist mit Shimokitazawa nur eine kurze Distanz von Shibuya und Shinjuku entfernt. Das Viertel ist entspannt, wir genießen die kleinen Cafés, Bars und Shops mit Vintage-Kleidung, Musikläden und bummeln durch die Straßen.

Die letzten Momente und Aussichten saugen wir auf dem Sky Deck, Tokyo City View Observation Deck (Roppongihills) in uns auf. Da beim allerersten Abend in Tokio die Kneipe so genial war, gehen wir genau wieder hier hin, um die Reise zu beenden.

Sayonara Japan, ich bin sicher bald wieder hier!

Alle Tipps für Tokio findest du bald ausführlich!

Weitere Tipps zur Japan Rundreise

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit sind die Monate Mai – Mitte September. Zum Skifahren sind die Monate Dezember – März ideal.

Möchtest du zur Kirschblüte nach Japan, dann lese hier unseren Erfahrungsbericht.

Mein Wunsch-Monat für die nächste Reise ist der Herbst. In meinen Augen ist die Kirschblüte überschätzt, sämtliche Parks stinken nach Alkohol.

Beliebte Reiseziele für die wir keine Zeit hatten

  • Okinawa
  • Japanische Alpen (schlechtes Wetter und Schnee, darum haben wir dieses Highlight ausgelassen)
  • Naoshima: die Insel ist berühmt für seine zahlreichen modernen Kunstmuseen, Architektur und Skulpturen. Vor allem die der bekannten Architekten Ando Tadao.
  • Tohoku-Region
  • Shirakawago
  • Kiso Valley
  • Sapporo im Winter

FAQ: Häufige Fragen zu Japan

Was sollte ich in Japan auf jeden Fall gesehen haben?

1. Die Städte Tokio, Kyoto und Osaka
2. Hakone und Blicke auf den Mt. Fuji erhaschen
3. Übernachte in einem traditionellen Ryokan
4. Besuche einen (privaten) Onsen.
5. Lass dich durch Tokio treiben
6. Besuche die vielen Tempel in Kyoto
7. Besuche die Insel Miyajima
8. Erlebe die Kirschblüte (und sage mir, ob es dir gefällt)
9. Erlebe die Shinkansen Züge und reise schnell, pünktlich & bequem durch Japan.
10. Besuche die Märkte und esse dich durch die verschiedenen lokalen Spezialitäten.

Packliste Japan: Was muss ich einpacken?

Je nach Jahreszeit: Zwiebel-Look. Kleide dich in Schichten. Ansonsten bequeme Schuhe und Kleidung für 7-10 Tage. Waschen kannst du überall vor Ort.

Wie lange sollten wir nach Japan fahren?

Der Flug ist lang. Daher rate ich, mindestens 3 Wochen für das faszinierende Land einzuplanen. Hast du weniger Zeit, dann begrenze dich auf die Region rund um Tokio.

Wieviel Geld sollten wir für eine Japan Reise einplanen?

Buchst du frühzeitig? Dann kannst du günstige Unterkünfte buchen und viel Geld sparen. Wir haben zur Kirschblüte zu spät gebucht. Plane für 3 Wochen etwa 3000 Euro pro Person ein. Wir waren vor Ort nicht sparsam und haben vor allem kulinarisch alles getestet.

Fazit zum Trip

Japan ist auf jeden Fall eine Reise wert. Seit dem ersten Tag Japan bin ich fasziniert von diesem abwechslungsreichen Land. Ich liebe die Städte genauso wie die Natur. Das leckere Essen, mit typischen Gerichten, die von Region zu Region variieren.

Ich bin fasziniert vom funktionierenden Nahverkehrssystem mit den tollen Shinkansen-Zügen, sowie den lokalen Zügen und Bussen. Auch wenn ich oft kein Wort lesen konnte, es war einfach individuell zu reisen.

Das öffentliche Verkehrsnetz ist hervorragend und ein Traum für uns Deutschen. Ich träume jedes Mal davon, wenn ich wieder in einem verspäteten Zug zu Hause sitze.

Japaner sind sehr gastfreundlich, wenn auch oft schüchtern. Sie halfen sofort, wenn man uns irgendwo mit einem Stadtplan stehen sah. Echt klasse!

Ich träume immer wieder von dieser Reise und weiß eins: Ich möchte noch mehr von der Kultur und vom Land sehen! Sayonara!

Hast du weitere Tipps für Japan? Was sind deine Highlights und sehenswerte Orte für eine Japan Rundreise?

Hinterlasse uns einen Kommentar am Ende des Artikels! Ich freue mich darauf, deine Meinung zu lesen.

Speicher dir diesen Artikel, dann findest du ihn später wieder!

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