Fjorde, Küstenstraßen und wilde Natur: Norwegen begeistert mich mit spektakulären Landschaften
Norwegen ist mehr als Geirangerfjord, Lofoten und Nordkap. Zwischen tief eingeschnittenen Fjorden, schneebedeckten Bergen, spektakulären Panoramastraßen und charmanten Küstenorten wartet eines der schönsten Reiseziele Europas auf dich. Ich habe Norwegen bereits auf mehreren Reisen erkundet – mit dem Auto, Wohnmobil, auf Roadtrips und bei Wanderungen durch einige der beeindruckendsten Landschaften des Kontinents.
Viele verbinden Norwegen vor allem mit den berühmten Fjorden. Doch mich begeistern auch die kurvenreichen Nationalen Landschaftsrouten, die bunten Holzhäuser an der Küste, die Mitternachtssonne im Norden und die unzähligen Möglichkeiten, aktiv in der Natur unterwegs zu sein. Egal ob Lofoten, Senja, Geirangerfjord oder die Atlantikstraße – jede Region hat ihren ganz eigenen Charakter.
Norwegen ist für mich eines der besten Länder für individuelle Rundreisen. Die Infrastruktur ist hervorragend, die Natur beginnt oft direkt vor der Haustür und hinter jeder Kurve wartet ein neues Panorama. Mit etwas Planung lässt sich eine Route zusammenstellen, die perfekt zu deinen Interessen passt – ob Roadtrip, Wanderurlaub oder Kombination aus Städten und Natur.
In meinen Reiseberichten findest du persönliche Erfahrungen, ehrliche Empfehlungen und konkrete Tipps zur Reiseplanung. Ich teile meine schönsten Erlebnisse, aber auch Dinge, die ich heute anders machen würde. Dazu gehören Empfehlungen zur besten Reisezeit, Routenvorschläge, Unterkünfte und praktische Hinweise für die Kostenplanung.
Diese Seite bündelt alle meine Norwegen-Erfahrungen: von den bekanntesten Highlights bis zu Orten, die viele Reisende noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Hi, ich bin Katrin!
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Inhalt
Norwegen auf einen Blick
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Einwohner5,6 Millionen
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HauptstadtOslo
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WährungNorwegische Krone (NOK)
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SpracheNorwegisch; Englisch weit verbreitet
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EInreiseFür EU-Bürger genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass
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ZeitverschiebungKeine zu Deutschland
Beste Reisezeit Norwegen
Die beste Reisezeit für Norwegen ist Juni bis August, wenn die Tage lang sind, das Wetter mild ist und du perfekte Bedingungen für Roadtrips, Fjorde, Wanderungen und Outdoor-Abenteuer hast. Im Norden erlebst du in dieser Zeit die Mitternachtssonne – ein Naturphänomen, das mich immer wieder begeistert.
Im Sommer liegen die Temperaturen je nach Region meist zwischen 15 und 22 °C, im Landesinneren auch darüber. Wer Fjorde erwandern, Kajak fahren oder Panoramastraßen entlangfahren möchte, kommt jetzt voll auf seine Kosten. Gleichzeitig ist dies die Hochsaison mit höheren Preisen und mehr Reisenden an bekannten Highlights wie Trolltunga, Preikestolen, den Lofoten oder dem Geirangerfjord.
Mai und September sind meine persönlichen Geheimtipps für Norwegen. Das Wetter ist oft noch gut, die Touristenmassen sind kleiner, und Unterkünfte sowie Fähren sind meist günstiger. Für einen Roadtrip durch Westnorwegen, entlang der Küste oder durch die Fjordregion finde ich diese Monate ideal.
Oktober bis März gehört der Dunkelheit, dem Schnee und den Nordlichtern. Wer das Polarlicht erleben möchte, reist am besten nach Tromsø, auf die Lofoten oder weiter in den Norden. Viele Wanderungen, Straßen und Ausflüge sind im Winter eingeschränkt, dafür erwarten dich Hundeschlitten, Schneelandschaften und arktische Winterstimmung.
Juli ist die teuerste und vollste Reisezeit in Norwegen. Wer die großen Panoramapunkte ohne lange Warteschlangen erleben möchte, reist besser im Juni, Ende August oder September. Für Städtetrips nach Oslo, Bergen oder Trondheim lohnt sich Norwegen dagegen das ganze Jahr.
| Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rundreisen | - | - | - | 0 | 0 | + | + | + | 0 | 0 | - | - |
| Nordlichter | + | + | 0 | - | - | - | - | 0 | + | 0 | + | + |
| Mitternachtssonne | - | - | - | - | 0 | + | + | + | 0 | - | - | - |
| Wandern (Fjorde) | - | - | - | - | - | 0 | + | + | 0 | - | - | - |
| Camping / Wohnmobil | - | - | - | - | 0 | + | + | + | 0 | - | - | - |
| Sonnenstunden/Tag | 1 | 2 | 4 | 6 | 8 | 10 | 9 | 8 | 5 | 3 | 1 | 1 |
| Max. Temperatur °C | 0 | 1 | 5 | 10 | 17 | 21 | 24 | 23 | 17 | 10 | 4 | 1 |
| Min. Temperatur °C | -7 | -7 | -4 | 1 | 7 | 11 | 14 | 13 | 8 | 4 | -1 | -5 |
| Regentage | 9 | 7 | 8 | 8 | 9 | 10 | 10 | 10 | 10 | 11 | 11 | 10 |
Beste ReisezeitGeeignete JahreszeitWeniger geeignete Jahreszeit
Top-Sehenswürdigkeiten in Norwegen
Alle Reiseberichte über Norwegen
Besuchte Regionen in Norwegen
Norwegen teilt sich in folgende Regionen (von Süd nach Nord): Sørlandet, Østlandet, Vestlandet, Trøndelag, Nord-Norge und Spitzbergen. Hier findest du Tipps für Regionen, über die ich separat Berichte veröffentlicht habe:
Städte
Planung deiner Norwegen Reise
Bei der Planung einer Norwegen Rundreise sind viele überfordert: zu viele Möglichkeiten, zu vielfältig das Land – und oft ist die Zeit begrenzt. Darum habe ich hier die wichtigsten Dinge zusammengefasst.
Norwegen ist bekannt als das Land der Fjorde und Trolle. Kein Klischee: Die kleinen Wesen begegnen dir überall – als überdimensionale Skulpturen, in Geschichten und als Souvenirs.
Die Fjorde sind unbeschreiblich schön. Wenn die Sicht klar und frei ist, erblickst du das ganze Ausmaß dieser riesigen Schluchten. Sensationell.
Warum Norwegen als Reiseziel?
Norwegen ist das ideale Reiseziel für Naturliebhaber und Roadtrip-Fans. Aber Achtung: Das Land ist groß – viel größer als die meisten Reisenden denken. Wenn du nicht länger als einen Monat Zeit hast, konzentriere dich auf eine Region.
Bekannt ist Norwegen für seine Fjorde: Geirangerfjord, Sognefjord, Hardangerfjord, Lysefjord und Nærøyfjord (Nebenarm des Sognefjord und UNESCO-Weltkulturerbe). Dazu kommen weitere UNESCO-Welterbestätten: die Altstadt Bryggen in Bergen, die Urnes Stabkirche, Vemork, Struve Meridianbogen, das Alta Museum und die Vega-Inseln.
Landschaftliche Highlights für mich: die Lofoten, die Insel Senja und vor allem Spitzbergen.
Wie viel Zeit für eine Rundreise in Norwegen einplanen?
Norwegen ist riesig – und es gibt keine Autobahn. Die wichtigsten Straßen entsprechen oft einer deutschen Landstraße, manchmal einer zweispurigen Bundesstraße. Erlaubt sind meist 70–80 km/h.
Im Sommer bilden sich in Fjordnorwegen und auf den Lofoten lange Staus. Kommt eine Baustelle mit Ampel dazu, können 2–3 Stunden Wartezeit entstehen. Kein Spaß.
Mein Rat bei 2–3 Wochen Reisezeit: eine Region wählen. Für die Fjorde empfehle ich die Fähre ab Hirtshals bis Bergen, von dort dann die Fjorde erkunden. Für die Lofoten und Nordnorwegen ist die schnellere Anreise über die E10 durch Schweden bis Narvik die bessere Option.
Willst du ans Nordkapp? Dann schau dir meinen Reisebericht an. Auch hier gilt: Nur für 2 Wochen ans Nordkapp zu hetzen, lohnt sich nicht. Es ist nur ein Ort – nicht einmal der wirklich nördlichste Punkt Norwegens. Überleg es dir gut.
Anreise
Mit der Fähre und Auto oder Wohnmobil
Für Wohnmobil-Reisende ist die Fähre die komfortabelste Option: einschlafen, aufwachen, fast in Norwegen. Die wichtigsten Routen ab Dänemark und Deutschland:
- Hirtshals → Kristiansand: ca. 2,5 Std. – die kürzeste Verbindung, ideal für eine Rundreise durch ganz Norwegen (Fjord Line)
- Hirtshals → Stavanger: ca. 10 Std. – gut für Südwest-Norwegen und die Fjordregion (Fjord Line)
- Hirtshals → Bergen: ca. 16,5 Std. – perfekt für die Küste und Fjordnorwegen (Fjord Line)
- Hirtshals → Larvik: ca. 3,45 Std. – schnelle Option für Ostnorwegen und Oslo-Nähe (Fjord Line und Color Line)
- Hirtshals → Langesund: ca. 4,5 Std. – Alternative zu Larvik
- Kiel → Oslo: ca. 20 Std. – ideal für eine Tour durch Südnorwegen
Abfahrtszeiten und Preise vergleiche und buche ich über directferries.de. Frühzeitig buchen – besonders im Sommer sind beliebte Verbindungen schnell ausgebucht und günstiger.
Alle Infos zur Anreise und zum Pro/Contra Fähre vs. Landweg findest du in meinen Artikel Norwegen mit dem Wohnmobil Tipps.
Unsere Fährtickets haben wir vorab über Direct Ferries gebucht – damit war ich sehr zufrieden.
Vor allem im Sommer: früh buchen. Du bekommst ein günstigeres Angebot und riskierst nicht, dass die Fähre ausgebucht ist.
Auf dem Landweg mit Auto über Dänemark und Schweden
Wer ohne Fähre anreisen möchte, fährt über Dänemark und Schweden. Du passierst die Storebæltsbroen und die Öresundbrücke (Øresundsbron) nach Malmö, dann weiter über Göteborg nach Norwegen. Das Kombi-Ticket für beide Brücken kostet für Wohnmobile bis 10 m rund 150 €.
Alle Details zu Kosten und Routenwahl findest du in meinen Norwegen mit dem Wohnmobil Tipps.
Mit dem Flugzeug
Für Kurztrips nach Oslo, Tromsø (im Winter für Nordlichter), Bergen oder Trondheim lohnt sich der Flug. Wer eine Wohnmobil-Rundreise in Nordnorwegen plant und nur 2 Wochen Zeit hat, fliegt besser nach Narvik oder Tromsø und mietet ein Fahrzeug vor Ort.
Mit dem Zug oder Bus nach Norwegen
Wer Zeit hat und nachhaltig reisen möchte, kommt auch mit der Bahn nach Norwegen. Von Deutschland über Kopenhagen nach Oslo dauert es mindestens 16 Stunden – entsprechend empfehle ich das nur, wenn du ausreichend Zeit hast oder Eisenbahnfan bist. Tickets buchst du auf bahn.de oder der norwegischen Bahnseite vy.no.
Günstiger und direkter geht es mit dem Flixbus: Von Hamburg nach Oslo dauert die Fahrt rund 14 Stunden, bei früher Buchung ab ca. 55 € – eine solide Option für kleine Budgets. Alle Verbindungen findest du auf flixbus.de.
Herumreisen mit Auto oder Wohnmobil in Norwegen
Für einen Städtetrip nach Oslo, Bergen oder Tromsø brauchst du kein Auto – die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut ausgebaut. Für einen Roadtrip durch Fjorde, auf die Lofoten oder ans Nordkap ist das eigene Fahrzeug hingegen unverzichtbar. Kein Bus kommt dorthin, wo Norwegen wirklich schön ist.
Mietwagen für Norwegen buchst du am besten über Check24, SunnyCars oder Billiger Mietwagen – beide vergleichen die wichtigsten Anbieter und zeigen dir schnell, wer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.
Wer kein eigenes Wohnmobil hat: Am besten bereits in Deutschland mieten, nicht erst in Norwegen. Die Auswahl ist vor Ort gering, die Preise deutlich höher – rechne mit rund 100 Euro pro Tag. Einen guten Überblick über Anbieter und Preise bekommst du bei Camperdays, alternativ bei Roadsurfer oder TUICamper.
Für die Anmietung brauchst du einen gültigen Führerschein, eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers und musst in der Regel mindestens 21 Jahre alt sein. Wohnmobile über 3,5 t erfordern außerdem einen AutoPASS-Chip – als Mieter bist du selbst dafür verantwortlich.
Auto fahren & Maut in Norwegen
Gebühren für Fähren, Brücken und Tunnel
Neu gebaute Brücken und Tunnel in Norwegen sind so lange gebührenpflichtig, bis sie finanziert sind. Dazu kommt City-Maut in Oslo, Bergen, Trondheim und anderen Städten. Das System funktioniert vollständig elektronisch – dein Kennzeichen wird automatisch per Kamera erfasst, die Rechnung kommt per Post.
Ohne Registrierung läuft die Abrechnung über Epass24 – allerdings seit Mai 2025 mit einer Zusatzgebühr von 5,10 € pro Rechnung. Diese entfällt, wenn du dich vorab kostenlos bei Epass24 registrierst und eine Kreditkarte hinterlegst.
Wer länger unterwegs ist, lohnt sich ein AutoPASS-Chip (brikke): rund 20 % Rabatt auf alle Mautgebühren, plus monatliche Gebührenobergrenze. Bestellen bei AutoSync oder Flyt – mindestens 2 Wochen vorab planen.
Für Fähren innerhalb Norwegens: Mit AutoPASS for ferje sparst du bis zu 50 % Rabatt auf fast allen Inlandsfähren. Das lohnt sich schon ab einer längeren Reise erheblich.
Alle Details zum Mautsystem, Chiptipps und Fährrabatten habe ich in meinen Norwegen mit dem Wohnmobil Tipps zusammengefasst.
Fähren in Norwegen nutzen
Je nach Region wirst du an manchen Tagen gleich mehrere Fähren benutzen. Keine Sorge – das klingt komplizierter als es ist.
Spontan oder buchen?
In Fjordnorwegen habe ich mich um Abfahrtszeiten kaum gekümmert. Die Fähren pendeln hier einfach von Ufer zu Ufer, für Wohnmobile war fast immer Platz. In der Hochsaison empfehle ich dennoch, vorab zu buchen – zur Sicherheit.
Anders sieht es an bestimmten Strecken aus:
- Andenes ↔ Senja: Diese Fähre fährt nur bis Mitte September. Ich habe die letzte um 2 Tage verpasst und einen langen Umweg in Kauf nehmen müssen – unbedingt vorher prüfen!
- Geirangerfjord: Tickets im Sommer unbedingt früh reservieren. Ich bin erst nach den skandinavischen Sommerferien gereist – und konnte spontan auffahren, mit nur 2 anderen Wohnmobilen an Bord.
- Bodø → Lofoten (Moskenes): Im Sommer unbedingt vorbuchen.
- Fähren nach Senja (ab Sommarøy): Im Sommer sehr beliebt, manchmal musst du mehrere Fähren warten.
Ausnahmen – hier frühzeitig reservieren:
- Geirangerfjord-Fähre: Im Sommer frühzeitig Ticket reservieren.
- Bodø → Moskenes (Lofoten): Im Sommer unbedingt vorbuchen.
- Senja-Fähren: Im Sommer oft mehrere Fähren warten. Außerdem: Die Fähre nach Andenes aus Senja fährt nur bis Mitte September – ich habe sie um 2 Tage verpasst und musste einen langen Umweg in Kauf nehmen.
Auf Norwegen-Fähren kannst du im Wohnmobil sitzen bleiben. Manchmal gibt es ein kleines Restaurant oder zumindest Kaffeeautomaten. Gas zudrehen nicht vergessen – kochen ist an Bord nicht erlaubt. Die meisten Überfahrten dauern nur 15–20 Minuten.
Bezahlung & Rabatt
Dein Kennzeichen wird fotografiert und die Fahrzeuglänge automatisch geschätzt – was nicht immer stimmt. Ich hatte in Abrechnungen mal „0–6 Meter", mal „6,01–8 Meter" für dasselbe Fahrzeug. Ein Tipp, den ich von Norwegern bekommen habe: Fahrzeuglänge seitlich an der Fahrertür anbringen, damit sie korrekt erfasst wird.
Die Rechnung kommt per Post – oder du meldest dich vorab bei AutoPASS for ferje an, zahlst einen Betrag auf dein Konto ein und bekommst auf fast allen Inlandsfähren bis zu 50 % Rabatt. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch deutlich bequemer.
An Bord
Auf den meisten kurzen Fähren (15–20 Min.) kannst du im Wohnmobil sitzen bleiben. Den Motor musst du abstellen – das gilt auf allen Fähren. Es gibt Toiletten, oft einen Kaffeeautomaten oder ein kleines Restaurant an Bord.
Das Gas musst du bei kurzen Überfahrten nicht zwingend zudrehen. Anders bei langen Fähren wie der Bodø → Moskenes (Lofoten, ca. 3,5 Std.): Hier musst du das Fahrzeug verlassen – dreh das Gas sicherheitshalber zu, bevor du an Bord fährst.
Unterkünfte in Norwegen
Norwegen bietet eine große Bandbreite: von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen über rustikale Hütten (Hytter) zur Selbstversorgung bis zu modernen Hotels in den Städten.
Campingplätze sind oft traumhaft gelegen – direkt am Fjord, am See oder mit Blick auf die Berge. In der Hochsaison (Juli/August) sind beliebte Plätze schnell ausgebucht, besonders auf den Lofoten. Frühzeitig buchen lohnt sich. Wer mehr Ruhe sucht, weicht auf Wohnmobilstellplätze aus – oft kostenlos oder für 5–15 Euro pro Nacht. Das Jedermannsrecht erlaubt außerdem 1 Nacht frei auf Parkplätzen in der Natur, sofern kein Verbot ausgeschildert ist.
Alle Details zu Camping, Stellplätzen, Ver- und Entsorgung findest du in meinen Norwegen mit dem Wohnmobil Tipps.
Für Städtereisen nach Oslo, Bergen oder Tromsø gilt: Frühzeitig buchen, um gute Preise zu bekommen – besonders in der Hauptsaison und rund um den 17. Mai (Nationalfeiertag) sind Hotels schnell ausgebucht. Hotels vergleiche ich über Booking.com.
Hytter (Ferienhütten) sind eine besonders authentische Option – einfach ausgestattet, oft in traumhafter Lage. Viele Campingplätze vermieten sie direkt, ansonsten findest du sie über Airbnb oder Finn.no.
Wo liegt eigentlich Norwegen?
Norwegen liegt im Norden Europas und grenzt südlich an Dänemark (getrennt durch die Nordsee), östlich an Schweden, im Nordosten an Finnland und Russland. Es liegt zwischen Nordmeer, Eismeer und Skagerrak. Im hohen Norden grenzt die Barentssee.
Norwegen gehört zu den schönsten – und teuersten – Ländern Europas.
Sprache in Norwegen: Genügt Englisch?
In Norwegen wird Norwegisch gesprochen, dem Schwedischen und Dänischen sehr ähnlich. Fast alle Norweger sprechen ausgezeichnet Englisch, manche sogar Deutsch.
Vor der Reise habe ich mit Babbel die wichtigsten norwegischen Wörter gelernt – praktisch, um Verkehrsschilder unterwegs zu verstehen.
Wie sicher ist Norwegen?
Viele Leser fragten mich, ob es nicht mutig sei, alleine 2 Monate mit dem Campervan durch Norwegen zu reisen. Ich finde: Kaum ein Land in Europa ist sicherer als Norwegen. Hoher Lebensstandard, niedrige Kriminalitätsrate – selbst in den Städten.
Einziger Faktor: die Fahrweise mancher Norweger. Überholen vor Kurven ohne Sicht auf die Gegenfahrbahn, 20–30 km/h schneller als erlaubt – für ein Land mit extremen Geschwindigkeitsbußen ziemlich unverständlich.
Einfuhrbestimmungen für Norwegen
Alkohol, Tabak und Lebensmittel
Alkohol und Tabak sind in Norwegen teuer, entsprechend streng sind die Einfuhrbestimmungen – vor allem bei Einreise mit der Fähre gibt es Kontrollen.
Auf der App oder Webseite von toll.no steht genau, wie viel Bier, Wein, Spirituosen und Tabak pro Kopf erlaubt sind. Wer keine Tabakwaren einführt, kann das Kontingent durch Wein oder Bier ersetzen – der Rechner auf der Seite hilft dabei.
Die Einfuhr von Kartoffeln ist ohne besondere Genehmigung verboten.
Einreise mit Hunden
Für Hunde gelten eigene Regeln – alle Details hier bei Mattilsynet.
Essen und Trinken
Die Küche Norwegens ist von Fischgerichten geprägt. Allerdings angeln Norweger ihren Speisefisch oft selbst – wer durch das Land fährt, versteht warum.
Fischburger sind in Norwegen allgegenwärtig, auch im Supermarkt. Mein bestes Erlebnis: bei Anita's Sjømat in Sommarøy auf den Lofoten – aus eigenem Fang, sehr frisch.
Zimtschnecken (Kanelboller) bekommst du überall – die besten habe ich im Unstad Arctic Surf Café auf den Lofoten gegessen.
Kulinarisch ist Norwegen kein Highlight in Europa. Pizza und Kebab findest du selbst im kleinsten Ort. Ich habe meist selbst gekocht – der größte Vorteil des Campervans.
Alkohol bekommst du in normalen Supermärkten (bis zu einem bestimmten Prozentgehalt). Wein und Hochprozentiges nur im Vinmonopolet.
Bezahlen in Norwegen: Ohne Kreditkarte geht nichts
Bei meiner Rundreise habe ich nur 2–3 Mal Bargeld benötigt: für private Wanderwege oder Stellplätze in Privathand auf den Lofoten, wo ich Geld in einen Umschlag steckte. Dort wurden auch Euro akzeptiert.
Münzen brauchst du auf manchen Campingplätzen für Duschen, Waschmaschine und Trockner – die bekommst du beim Check-in direkt mit.
Fakt: Kein Land in Europa zahlt seltener mit Scheinen als Norwegen. Überweisungen und Alltagszahlungen laufen über die App Vipps – für Ausländer leider nicht verfügbar. Alles andere läuft per Kreditkarte.
Mein Tipp: Lege dir vor der Reise eine gute Reisekreditkarte zu.
Die Norwegische Krone (NOK) – ich rechne grob: 10 NOK = 1 €. Für den genauen Kurs empfehle ich die Apps Currency (Apple) oder Easy Currency (Android).
Trinkgeld: In Norwegen erwartet niemand Trinkgeld. Wer außerordentlich zufrieden war, kann es geben – muss aber nicht. Angestellte sind manchmal verwirrt, wenn Ausländer Trinkgeld aufs Lesegerät eintippen.
Packliste für Norwegen
Für meinen Roadtrip ans Nordkapp und zurück entlang der Küste hatte ich neben der üblichen Camper-Grundausstattung folgende Dinge dabei. Bei der Kleidung gilt: Zwiebellook – das Wetter kann auch im Sommer schnell umschlagen.
- Rucksack für Wanderungen: Hike Pack 27 Wanderrucksack von Tatonka – leicht, sehr angenehm zu tragen.
- Trinkflasche zum Auffüllen für Wanderungen
- Fleece- oder Softshell-Jacke, Regenjacke (oder Mantel), Regenhose
- Trekkingschuhe und/oder hohe Wanderstiefel
Diese Reiseführer kann ich empfehlen. Ache bitte darauf, nur bei etablierten Verlagen zu kaufen. Mit KI erstellte Reiseführer fluten den Markt und enthalten oft falsche Informationen.
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Das sagen unsere Leser
9 KOMMENTAREClaudia
17. Juni 2023 um 20:40 UhrHallo Katrin,
ich starte im August in ein Sabbatjahr und möchte bis Oktober/November mit meinem mobilen Zuhause in Schweden und Norwegen unterwegs sein und von Norwegen über GB nach Irland fahren. Ich bin auf der Suche nach einer Fährverbindung von Norwegen nach GB. Das einzige, was ich finde, ist eine Verbindung für Frachtverkehr (Lkw) von Brevik nach Immingham.
Weißt du, ob man da auch mit einem Womo mitkommt?
Hast du einen anderen Tipp?
Die Verbindung Stavanger – GB (New Castle u.T.) gibt es wohl nicht mehr?
Ich hoffe, du hast eine Wasseralternative zu ewig weiter Fährt über DK, D, NL/B und F – hoffe sehr.
Viele Grüße
Claudia
Katrin Lehr
18. Juni 2023 um 22:42 UhrHallo Claudia,
leider kann ich dir da nicht helfen, weil ich das nicht gemacht habe. Viel Erfolg bei der Suche. Die einzige Fähre, die ich kenne, legt in Holland und Frankreich ab.
Karl-Heinz und Renate
27. November 2022 um 17:21 UhrEin wunderschöner Blog, der Lust auf mehr macht.
Wir sind absolute Norwegen Kenner und -Fans und können die Tipps und Infos nur unterstreichen. Leider wird es in den letzten Jahren dort immer voller. Viele so genannte Van-Fluencer kommen mit ihren Fahrzeugen ohne Katalysator und ohne eingebaute Toilette hier in den wunderschönen Norden und belasten Umwelt und Natur. Dabei zeigen sie sich „öko“, was aber nachweislich nicht so ist. In Schweden ist absolut der selbe Overtourism zu beobachten, leider keine schöne Entwicklung….
Wir kommen trotzdem weiterhin und versuchen, ein Vorbild zu sein.
Karl-Heinz und Renate aus Nürnberg
Katrin Lehr
27. November 2022 um 19:40 UhrHallo ihr beiden,
leider habt ihr in allen Punkten recht. Ich „lege“ mich auch regelmäßig mit genau diesen Menschen an. Das Internet, vor allem Instagram und die von euch angesprochenen Menschen zerstören leider vieles und ermutigen, andere genau dasselbe zu tun. Ich hatte erlebt, dass im Oktober / November viele Ausweichbuchten auf den Lofoten zugeparkt waren. Das ärgert mich leider auch immer sehr.
Liebe Grüße
Katrin
Kim
7. Juli 2022 um 23:25 UhrHallo Katrin,
wir sind deinen Reisetipps gefolgt! Vielen Dank! Stavanger und Bergen sind tolle Städte. Der Ausblick vom Preikestolen über den Lysefjord einfach spektakulär! Wir sind ohne Auto durch Norwegen unterwegs und es läuft leider die Zeit davon. Wir werden es dieses Jahr nicht bis auf die Lofoten oder gar ans Kap schaffen. Haben wir wenigstens einen Grund wiederzukommen! 😀
Lieben Gruß aus dem Norden, Aylin und Kim
Kathrin
8. August 2019 um 14:25 UhrSehr schöne Zusammenfassung von Norwegen. Das Land und die einzigartige Natur haben wir auch schon bei unserer Rundreise durch das Land genossen.