Safari Packliste: Die ideale Ausrüstung für deine Safari & Game Drives (mit Checkliste für dein Equipment)

Wer zum ersten Mal auf Safari geht weiß oft nicht, was er einpacken soll. Außer der „typischen“ Safari-Ausrüstung: sandfarbene Hose, olivgrünes Hemd und am besten einen Hut in gedeckten Farbtönen. Ganz ehrlich? Ich besitze besaß weder den typischen Hut noch eine olivgrüne Bluse. Eine sandfarbene Hose schon. Doch viel lieber ziehe ich meine dunkelblaue Hose an, statt mich wie alle in Sand zu kleiden.

Hier habe ich dir aufgelistet, was ich im Laufe der Jahre und meinen Reisen nach Südafrika, Kenia, Uganda, Ruanda, Namibia, Botswana und Sri Lanka bei sogenannten Game-Drives und Bush Walks dabei hatte.

Übrigens besitze ich mittlerweile sogar einen "typischen" Safari Hut - diesen habe ich mir aber nicht für Afrika und Game Drives oder Bush Walks sondern für meinen 3-monatigen Australien Trip gekauft. Rate mal, wie oft ich ihn aufhatte? Genau: Kein einziges Mal!

Vergesse beim Packen nie: Weniger ist mehr.

Egal ob du mit dem Dachzelt oder in Lodges unterwegs bist. Reisen in Safari-Länder bedeuten eigentlich immer: Lässige und bequeme Kleidung im Zwiebellook. Die schickeren Klamotten kannst du getrost zuhause lassen (mache ich sowieso immer).

Waschen kannst du vor Ort meist selbst (wenn das Wasser sauber ist). In Lodges gibt es fast immer den Service, kostenlos Wäsche waschen lassen. Vor allem bei meiner Reise nach Namibia - Botawana zur Trockenzeit waren die Kleidungsstücke innerhalb kürzester Zeit trocken, nur die Klamotten waren oft noch von einem leichten braun-Schleier bedeckt, da dann das Wasser eben nicht ganz sauber ist. Aber die Kleidung war oft innerhalb einer Stunde trocken, das war echt schnell!

Beachte: Bei Fügen mit Buschflieger (z.b. ins Okavango Delta) ist nur kleines Gepäck bis zu 8 - 10 kg erlaubt. Informiere dich vor der Reise darüber.

Wir sind "nur" auf Safari - übertreibe es nicht mit Tarnkleidung

Ich habe auf Safaris schon alles gesehen: Von knallig neonfarbenen T-Shirts (auf Walking Safaris !!!) bis zu Tarnkleidung in Camouflage-Muster. Auch ich habe mir anfangs oft keine Gedanken gemacht. Nur knallige Farben versuchte ich zu vermeiden. Doch beim Gorilla Trekking in Uganda wars dann passiert: Es regnete in Strömen und ich kam mir in meiner leuchtend türkisfarbenen Jacke so richtig bescheuert vor.

Nach der Reise habe ich mir sofort eine in gedeckten Naturfarben gekauft. Ich mag knallige Farben wirklich, doch wer zu Fuß wilde Tiere in freier Natur beobachten möchte sollte eben deckende Farben wie Khaki, Beige und Braun tragen. Klassische Safarifarben eben.

Ob es jetzt ein Safari-Outfit sein muss oder nicht - ich trug in Südafrika, Botswana, Namibia und größtenteils auch in Uganda und Ruanda meine ganz normalen Chino-Hosen die ich auch im Alltag trage, keine speziellen Hosen, die ich mir davor im Outdoor-Shop meines Vertrauens gekauft habe.

Lediglich beim Gorilla-Trekking in Uganda und Ruanda habe ich meine lange Zip-Hose getragen, da sie dünn und sehr bequem ist. Das Resultat war dann ein langer Riss durch Dornen im undurchdringlichen Bwindi Impenetrable Forest. Ein Glück hatte ich damals nicht die normale Hose an.

Camouflage-Kleidung würde ich generell zu Hause lassen, da dies oft missverstanden werden kann. Diese Kleidung wird nur vom Militär getragen - echt jetzt! Bist du so gut wie ausschließlich im Auto auf Game Drives? Dann ist es egal, was du trägst. Natürlich sind gedeckte Farben besser, allerdings bist du im Auto nicht in Gefahr und musst dich nicht tarnen.

Auf Safaris ist es nicht immer heiß - mein Tipp: Zwiebellook!

Auf meinen Safaris in Südafrika und im Juli in Kenia war es morgens extrem kalt. Daher solltest du wirklich darauf achten, zu welcher Jahreszeit du reist. Unsere Sommermonate sind dort die Wintermonate. Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenunterang ist es kalt. Eine Softshell- oder Fleecejacke reicht oft aus. In Kenia blies allerdings der Wind so eiskalt, dass ich froh war, eine Wollmütze und zusätzliche Jacke eingepackt zu haben. Sobald die Sonne aufgegangen ist, kannst du Jacken und Mützen meist ablegen.

Auch diese verhassten Zip-Hosen (ich mag die nicht sonderlich) könnten für den ein oder anderen nützlich sein, denn die Beine kann man schnell abtrennen und hat im Handumdrehen eine kurze Hose.

Ich reise immer mit Rucksack

Einen fürs Handgepäck (praktisch auch für Bush Walks) und einen zum Aufgeben als Hauptgepäck.

Aktuell habe ich meinst meinen Wanderrucksack (Tatonka) als Handgepäck dabei. Fotorucksäcke nutze ich nur noch selten. Für Bush Walks (Spaziergänge in der Savanne) eignen sich Rucksäcke in Olive oder Brauntönen. Da Tatonka keinen im Angebot hat, habe ich hier einen Rucksack von Fjällräven im Einsatz.

Das Innenteil meiner Fotorucksäcke habe ich in den Wanderrucksäcken dabei, damit Kamera und Objektive im Rucksack geschützt sind.

Der Fjällräven Rucksack besitzt zahlreiche Fächer, um Laptop, Kamerazubehör, Geldbeutel, Dokumente, Trinkflaschen etc. perfekt zu verstauen. Für Bush Walks hat er dazu einen Hüft- und Brustgurt. Ich könnte sogar eine Trinkblase für längere Fußmärsche mitnehmen. Habe ich aber nicht immer dabei. Dieser Rucksack ist für mich bei Wanderungen der Beste.

Oft entscheide ich spontan, welcher Rucksack mitkommt.

Meine "normale Packliste kannst du hier ansehen und downloaden: Urlaubscheckliste mit kostenlosem PDF als Download

Was kommt ins Handgepäck?

Beim Hinflug rate ich mittlerweile immer, einmal Ersatzkleidung für den nächsten Tag einzupacken, falls es wirklich mal passiert, und das aufgegebene Gepäck nicht ankommt. Freunden von mir ist das schon passiert und wir waren dann erstmal damit beschäftigt, die wichtigsten Dinge nachzukaufen.

  • Daher mein Tipp: Wechselkleidung für einen Tag
  • Ein Paar Kompressionssocken für den Flug
  • Wichtige Dokumente wie Reisepass, Internationaler + Nationaler Führerschein (je nach Destination), Impfpass
  • Erste Adresse, die ich bei der Einreise oft angeben muss
  • Bargeld (ein paar Euros, ein paar Rand oder Schilling, ein paar US-Dollar, alle in kleinen Scheinen)
    deutscher Führerschein + internationaler Führerschein
  • iPad oder Kindle mit Büchern, Reiseführern und offline verfügbaren Serien und Dokus bei Netflix
  • Wasserdichte und verschließbare Ziploc-Beutel, vorwiegend der Reisepass und wichtige Dokumente freuen sich über eine wasserdichte Aufbewahrung
  • Ziploc-Beutel mit Lippenbalsam, Handcreme, Flüssigkeit für trockene Augen, Zahnbürste und kleiner Zahnpasta (falls das Hauptgepäck nicht mitkommt), kleines Deo
  • Mein spezielles Reisetagebuch für Roadtrips (das du auch kaufen kannst)
  • Mein MacBook Pro 14″, Ladegerät und kleine externe SSD-Festplatte (wasserdicht)
  • Reiseadapter
  • Kamera, Objektive, Ersatz-Akkus, Ersatz-Speicherkarten
  • Externer Batteriepack zum Laden von Smartphone, iPad und Kamera

Safari Kleidung

  • Sonnenschutz: Sonnenbrille, Hut oder Baseball Cap und Sonnencreme.
  • 2 leichte Longsleeves (am besten mit UV-Schutz) und lange Hosen zum Schutz vor Moskitos und vor Dornen bei Walking Safaris
  • 1 -2  Shorts, 3 - 4 Tops und 3 -4 T-Shirts (reist du im afrikanischen Winter, dann eher Longsleeves, Pullis und lange Hosen)
  • 1 bequemer Pulli (meist Kapuzenpullover)
  • Flip Flops
  • Bequeme Schuhe (Adidas Terrex oder die typischen Schuhe aus Südafrika von Veldskoen)
  • Trekking Schuhe (ich habe flache Trailrunning Schuhe) für Bush Walks
  • Softshell- oder Fleece-Jacke
  • Regenjacke
  • Socken und Unterwäsche für 1 Woche
  • Evtl. eine Tunika oder Bluse für Abends
  • Schlafsachen
  • Microfaser-Handtuch (trocknet schnell und ist platzsparend)
  • Bikini oder Badeshorts
  • Als Frau ein Kleid

Welches Fernglas für eine Safari?

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Wasserdichtes robustes Fernglas für Safaris

Auf der ersten Reise nach Südafrika hatte ich kein Fernglas dabei. Mittlerweile weiß ich: Ein Fernglas ist ein absolutes Must-Have! Anfangs hatte ich ein kleines und günstiges, mittlerweile besitze ich das adventure D 10 x 25 active Fernglas von Eschenbach Freizeitoptik.

Dieses begleitet mich nicht nur auf Safaris sondern auch in den Regenwald (z.b. Kolumbien, Peru und Costa Rica, um die Faultiere - meine Lieblingstiere - und Tucane bzw. Papageien hoch oben in den Bäumen zu finden).

Das Fernglas mit allen Features und Details kannst du dir hier genau ansehen

Früher hatte ich ein billiges Modell, mit dem ich nie so ganz zufrieden war. Jetzt habe ich meinen Allrounder gefunden und habe auf meiner letzten Reise in Peru auf dem Amazonas Stunden damit verbracht, mit dem Fernglas Faultiere in den Bäumen zu spotten:

Fernglas zur Tierbeobachtung & Safaris
Mein aktuelles Fernglas is von Eschenbach Optik. Das Modell heißt "adventure D 10 x 25 active", ist wasserdicht und sehr robust, was für mich für Reisen wichtig ist!

Welche Safari Fotoausrüstung - meine Kamera und Objektive?

Da ich sehr viel reise muss meine Kamera vor allem eins sein: robust. Hier habe ich mit der Sony Alpha 7 IV bislang perfekte Erfahrung gesammelt. Sie ist eine der wenigen Kameras, die eine automatische Augensensorerkennung besitzen (für Mensch, Tier und Vogel). Somit hast du garantiert scharfe Fotos. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei diesem neuen Sony Modell der Sensor geschlossen werden kann. Beim Objektivwechsel in der Savanne hast du somit den Vorteil, dass kein Schmutz mehr auf deinen empfindlichen Sensor gelangt.

Eine weitere Anforderung an eine Kamera ist außerdem, dass sie per Kabel über USB im Auto über ein Akkupack geladen werden kann. In Botswana war ich fast vier Wochen mit Auto und Dachzelt unterwegs und hatte selten Strom zur Verfügung.

Ich weiß dass die Sony Alpha 7 IV kein Schnäppchen ist. Außerdem ist sie eher schon in der Kategorie "für Profis" und ist dadurch nicht mehr ganz so kompakt und klein. Die Objektive, die ich mir geleistet habe, sind zudem sehr kostspielig. Daher der nächste Punkt:

  • Lichtstarke Objektive und ein schneller Autofokus sind das wichtigste bei einer Safari.
  • Siehst du im einen Moment eine Giraffe in 50 Meter Entfernung und bist froh, den Zoom (100-400 sind für mich ideal) auf der Kamera zu haben, kann im nächsten Moment plötzlich ein Löwe oder Leopard direkt vor dem Fahrzeug auftauchen und man kann gefühlt nur das Auge und die Nase fotografieren, da man dann natürlich das falsche Objektiv drauf hat. Dafür nutzte ich früher eine zweite Kamera (Sony Alpha 6400). Mittlerweile nutze ich das Handy und fotografiere im RAW Modus (iPhone 13 Pro).

Außerdem greife ich oft zum Fernglas (siehe oben), um einfach nur zu beobachten und genießen, damit die Safari nicht in Stress ausartet. Vor allem Vögel kannst du so toll beobachten.

Weitere unverzichtbare Reiseutensilien

  • Taschenmesser: Was würde ich mittlerweile ohne Leatherman machen? Mit ihm konnte ich die Schrauben meiner Sonnebrille wieder fest drehen, irgendwelche Kabel durchtrennen oder die Schere davon benutzen. Wichtigstes Utensil auf unserem Trip mit Dachzelt durch Namibia und Botswana.
  • Stirnlampe (+ Ersatzbatterien): Zweitwichtigster Gegenstand außer dem Taschenmesser in Afrika! Meine hat sogar eine Infrarot-Funktion, damit du die Tiere sehen kannst und nicht blendest.
  • Reiseapotheke: Ein Erstes-Hilfe-Set habe ich in Afrika immer dabei. Egal ob Pflaster, Immodium Akkut, Breitband-Antibiotikum oder Malaria-Prophylaxe. Ich habe schon alles gebraucht. Meist dann, wenn die nächste Apotheke weit weit weg war. Meine ausführliche Reiseapotheken Checkliste findest du hier (inkl. PDF zum Download). 
  • Feuchte Tücher (Baby Wipes sind übrigens super), wenn mal keine Dusche da ist.
  • Sagrotan Gel, wenn kein Wasser in der Nähe ist. Immer schön Hände waschen ist Pflicht.
  • Insektenspray mit DEET (kannst du auch vor Ort kaufen, das ist oft sogar besser)
  • Camelbak für längere Wanderungen und Bush Walks, dann musst du nicht immer nach hinten zur Trinkflasche greifen.
  • Mein Reisetagebuch, damit ich alle Erinnerungen festhalten kann

Zum Ausdrucken und Abhaken für Zuhause folgt bald die Safari Packliste als PDF zum kostenlosen download.

Achtung: Diese Liste basiert auf meiner Reise-Checkliste und beinhaltet Vorschläge für dich. Jede Reise mit Safaris, Game Drives und Bush Walks ist anders - auch das Wetter.

Überlege dir also genau was du wirklich brauchst. So kannst du deine Gepäckliste reduzieren und sparst dir eine Menge an Ausrüstung und überflüssigen Kilos an Gepäck.

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Katrin Lehr viel-unterwegs.de Gründerin
Hi ich bin Katrin!

Ich bin Katrin und viel unterwegs! Mit Campervan oder Rucksack möchte ich die ganze Welt entdecken. Um meine Erfahrungen & Erlebnisse zu teilen, habe ich diesen Reiseblog gegründet!

2 KOMMENTARE
  • Besucher Kommentar von Melanie Scherer
    Melanie Scherer
    25. Februar 2020 um 18:20 Uhr

    Super Blog. Wir waren vor zwei Jahren auch auf Safari. Wir machten unsere Erfahrungen in unserem Urlaub in Kenia.


  • Besucher Kommentar von Roger
    Roger
    10. August 2022 um 17:10 Uhr

    Liebe Katrin, gefällt mir sehr gut, toller Blog. War schon mehrmals in SA, dann auch in Namibia/Botswana/Simbabwe. Jetzt ist 3 Wochen Tanzania angesagt und ich freue mich riesig. Dein Blog hilft mir mit dem richtigen Gepäck 🙂 herzliche Grüsse aus der Schweiz, R.


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