Dänische Spezialitäten: Essen in Kopenhagen – Tipps für Restaurants, Cafés und Bars

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Das Auge isst mit: Mein Kuchen und mein Tee....

Kopenhagen bezeichnet sich selbst als „hyggelig“ (gemütlich) und zählt mit rund 550.000 Einwohnern zu den eher kleineren Hauptstädten in Europa. Doch kulinarisch muss sich die dänische Hauptstadt absolut nicht verstecken.

Das gastronomische Angebot ist sehr abwechslungsreich und groß: Von der Würstchenbude bis zum weltbesten Restaurant Europas, dem NOMA, findest auch du etwas für deinen Geschmack. Einen gut gefüllten Geldbeutel solltest du allerdings nicht vergessen. Selbst als „preiswert“ eingestufte Cafés liegen deutlich über dem deutschen Niveau.

Grund dafür sind unter anderem die mit 25% sehr hohe Mehrwertsteuer, sowie das Service-Entgelt, welches 15% der Rechnung ausmacht. Dafür geben Dänen kein Trinkgeld als Dank für guten Service in einem Restaurant – was für uns eher ungewöhnlich ist.

Zahlreiche Cafés, Snackbars und Restaurants findest du im Zentrum: In den Einkaufsstraßen und Nebenstraßen um den Strøget und Strædet, am Kongens Nytorv, in der Nähe des Rathausmarktes und am Nyhavn. Da letzteres einer der touristischen Hot Spots der Stadt ist, isst und trinkt man hier etwas teurer.

1. Bio Food: Ökologische und vegane HotDogs von DØP

Fast an jeder Ecke der Innenstadt kannst du an so genannten Pølsevogn (fahrbare Würstchenbuden) Pølser kaufen. Pølser (spricht man Pölser) sind nichts anderes als knallrote Bockwürste mit Senf, Ketchup, Mayonnaise, Essiggurken und gerösteten Zwiebeln in Weißbrot. Durch die steigende Zahl an Fast Food Tempeln, wie Dönerbuden, ist die Zahl der Pølsevognn in den letzten Jahren von fast 400 auf 40 gesunken.

Während sämtliche Pølservogn Besitzer um ihre Existenz fürchten müssen, investiert und expandiert einer: Claus Christensen. Und das völlig zu recht.

Warum?

Er erfand den ersten Bio-Hotdog Kopenhagens! 100% ökologisch und mit Zutaten aus Bioanbau. 

Schluss mit dem herzhaften Biss in die kalorienreichen Pølser, der ein schlechtes Gewissen verursacht. Denn diese Pølser sind gesund!

Ende 2009 eröffnete Christensen seinen ersten Bio-Hotdog-Stand unter dem Namen DØP (Den økologiske Pølsemand, der Bio-Würstchenmann) am Rundetårn. Das bekannte Roskilde Festival beliefert er seitdem auch mit 150 Mitarbeitern vor Ort. 2014 eröffnete er seine zweite Würstchenbude am Amagertorv 31.

Für den schnellen Hunger zwischendurch solltest du bei deinem Kopenhagen Besuch mindestens einmal einen Pølsevognn von DØP aufsuchen, und die Bio-Hot Dogs testen.

Die Qual der Wahl beim Bio Würstchen

Bei „Den Økologiske Pølsemand” hast du die Qual der Wahl: ökologische Wienerwürstchen, Grillwürstchen aus gemischten Schweine- und Rindfleisch, Schweinewurst mit Knoblauch, Rindfleischwurst, Käsewurst mit Heukäse, Hühnchenwurst, Ziegenwurst sowie ein rein veganes Tofuwürstchen.

Bio Polser (hotdogs) in Kopenhagen
Du hast die Qual der Wahl….

Die Brötchen dazu sind nicht weiß, sondern bestehen aus einem Sauerteig, der aus Vollkornweizenmehl, Roggenmehl und Leinsamen hergestellt wird. Das Brot ist somit besonders reichhaltig an Ballaststoffen, wie auch an Vitaminen und Mineralien.

Alternativ kannst du dein Bio-Würstchen mit einer Portion ökologischem Rü̈benmus bestellen, dessen Grundzutaten Pastinaken und Kartoffeln sind.

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Speisekarte von Den Økologiske Pølsemand

Ich habe den „Ristet Hotdog“, also die gegrillte typische Version, mit allem ausprobiert. Schmeckt echt lecker und nicht so geschmacklos und datschig wie klassische Pølser:

Kopenhagen Essen: Ökologischer Bio Hotdog bei Den Økologiske Pølsemand
„Ristet Hotdog“
Essen in Kopenhagen: Bio Hotdogs bei DOP
Bio Hotdogs find ich gut…

Ein Bio-Hotdog hat seinen Preis und kostet 34 DKK (ca. 4,60 Euro).

Hier findest du den økologiske Pølsemand:

Am Rundetårn, Købmagergade 52 und an der Helligaandskirken, Amagertorv 31
Öffnungszeiten: Montag -Samstag 11-18 Uhr und an jedem ersten Sonntag im Monat 11.30 – 17 Uhr
www.døp.dk, facebook.com/doep.dk

Essen in Kopenhagen: Schlange stehen für Bio Pølser
Schlange stehen für Bio Pølser

2. Im Smushi und Kuchenhimmel des Royal Smushi Café

Das Royal Smushi Cafe liegt versteckt im Innenhof der Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen, direkt in der Strøget, im Herzen von Kopenhagen. Du kannst draußen auf der ruhigeren Terrasse Platz nehmen, doch im Inneren des Cafés gibt es viel mehr zu sehen und zu staunen.

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Der Innenhof des Royal Smushi Cafes…

Beim Betreten dieses Cafés schlägt sofort mein Herz höher: Das Royal Smushi Cafe überzeugt mit einer Mischung aus dänischem Design, Kitsch und hervorragend dänischem Essen.

Hohe Decken, große Kronleuchter, farbenfrohe Wände geschmückt mit Porträts und Wandmalereien (Die Inneneinrichtung wurde von dänischen Designgrößen wie Holmegaard, Bang & Olufsen und Fritz Hansen entworfen).

Große Tische, an denen bis zu 10 Personen Platz haben, oder auch kleinere gemütliche Sofas. Du hast die Wahl.

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Auf dem Menü stehen „smushi“ (Mischung aus Smørrebrød und Sushi), feines Gebäck, selbst gemachte Kuchen und hervorragende Torten. Dazu diverse Kaffee- und Teesorten. Serviert auf Royal-Copenhagen-Service.

Vor allem die Karte für den Brunch finde ich sehr gelungen und musste ich gleich fotografieren:

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Brunch Karte im Royal Smushi Cafe…

Das Roayl Smushi Cafe ist einfach urgemütlich.

Hier gefällt es mir so richtig, vor allem an einem Regentag wie heute könnte ich stundenlang hier drin verbringen, quatschen und Tee trinken. Leider haben wir Sonntag, die Küche hat schon geschlossen und es gibt „nur noch“ Gebäck und diese traumhafte Torte.

Natürlich muss ich diese testen, dazu einen Tee, da ich so ziemlich nass geworden bin.

Sieht das nicht lecker aus?

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Das Auge isst mit: Mein Kuchen und mein Tee….

Mehr Infos zum Royal Smushi Cafe:

Amagertorv 6 | Metro Kongens Nytorv, Bus 15, 19, 26, 350S Kongens Nytorv
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 10 – 19 Uhr, Samstag 10 -18 Uhr und Sonntag 11 -17 Uhr.
Internet: www.royalsmushicafe.dk

Rechnung im Royal Smushi Cafe
Umrechnen dürft ihr selbst…

3) Kødbyens Fiskebar – frischer Fisch in den ehemaligen Fleischhalle

Die Kødbyens Fiskebar kurz Fiskebaren genannt, liegt im hippen Vesterbro, einem der angesagten Vierteln Kopenhagens. Lediglich die Kuh über dem Eingang erinnert daran, dass hier im Meatpacking District früher Fleisch über die Theke ging.

Nur noch ein einziges Steak-Gericht findet sich heute noch auf der Speisekarte. Der Rest? Meeresfrüchte im Stil der neuen dänischen Küche.

Du hast hier die Wahl zwischen einem Platz an der Bar, auf einer Couch oder doch an einem gewöhnlichen Tisch. Gemütlicher finde ich einen Tisch, abends kann es aber vorkommen, dass selbst die 50 Plätze an der Theke belegt sind.

Deshalb solltest du auf jeden Fall reservieren (auch online möglich: http://fiskebaren.dk/en/kontakt).
Mehr Infos und Fotos von Gerichten der Fiskebar findest du bei meinem Reiseblogger Kollegen von andersreisen hier: Fiskebaren Kopenhagen: Das Fischrestaurant in der alten Fleischfabrik

Infos zu Kødbyens Fiskebar:

Flæsketorvet 100
Mit der S-Bahn: Station Dybbølsbro oder Kopenhagen Hauptbahnhof (ca. 10 Minuten zu Fuß)
Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag und Sonntag: 17:30 -24 Uhr, Freitag & Samstag: 17:30 – 2 Uhr. Küche von 18 bis 23 Uhr.
Reservierung online unter: http://fiskebaren.dk/en/kontakt

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Die Fiskebar im Meatpacking District (Credits: Gerhard Liebenberger; andersreisen.net)
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Das Auge isst auch hier mit: Seafood in der Fiskebar (Foto: Gerhard Liebenberger; andersreisen.net)

4) Street Food Market in ehemaliger Papierfabrik

Copenhagen Street Food Markt öffnete im April 2014 auf der Papirøen (Papierinsel) in zwei Lagerhallen im Hafen Kopenhagens – zwischen Opernhaus und dem Freistaat Christiania – seine Türen.

Hier findest du 40 sogenannte Food Trucks bzw. Food Stalls (Wagen und Stände) die klassischen Street Food mit regionalen und weltweiten Spezialitäten anbieten. Die Preise sind für dänische Verhältnisse günstig.

Tolle Fotos und einen ausführlichen Bericht findest du bei meiner Reiseblogger Kollegin Nicole hier: Street Food auf der Papierinsel

Mehr Infos zum Street Food Market Papirøen:

Copenhagen Street Food Papirøen
Trangravsveji 14
Internet: http://copenhagenstreetfood.dk/en/

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Bild von Nicole Biarnes, freibeuter-reisen.org
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Bild von Nicole Biarnes, freibeuter-reisen.org

Hinweis:
Vielen Dank an Visit Denmark und an DFDS Seaways für die Unterstützung der gemeinsamen PDRB Bloggerreise #PDRBSchiff.

10 KOMMENTARE

  1. Also beim „Smushi“ trifft’s es mit dem Kuchenhimmel ja wirklich. Schaut absolut crazy aus. Ich denke, das ist die gesalzene Rechnung wert. Was die Hotdogs betrifft: Die fand ich vom Preis her ganz OK. Und geschmacklich erst recht! :-)

  2. Wow, die Torten im Royal Smushi Cafe sehen echt lecker aus! Ich war letzte Woche erst in Kopenhagen und wir waren im Bertels Salon, da gibt es wahnsinnig guten Käsekuchen für 48 Kronen das Stück. Leider nicht ganz günstig, aber superlecker!

    Ansonsten hab ich in Kopenhagen mal die Augen offen gehalten, nach Dingen, die man kostenlos machen kann. Ich habe auf meinem Blog einen „SparStadtPlan“ für Kopenhagen gepostet, ein PDF zum Ausdrucken mit allen meinen Tipps. Würde mich freuen, wenn du mal vorbei schaust!

    http://www.on-a-budget.de/2016/03/03/staedtetrips/hier-bekommst-du-meinen-gratis-sparstadtplan-fuer-kopenhagen-zum-ausdrucken/

  3. Ohhhh, das Smushi Café klingt toll! Man kann in Kopenhagen einfach gar nicht genug essen! Ich war gerade erst dort und habe die Stadt auch für ihr reichhaltiges Bierangebot lieben gelernt ;)
    Klingt aber als müsste ich das ganz bald noch mal wiederholen. Die ökologischen Hot Dogs kannte ich auch noch nicht :)

    Liebe Grüße

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