Merida – die heiße Hauptstadt Yucatáns und Tor zur Welt der Maya

Merida_Plaza de la Independencia
Der ehemalige Zocalo in Merida heißt heute Plaza de la Independencia (Plaza Grande)

Merida – die weiße Stadt in Mexiko. Da sind wir nun in der Hauptstadt und auch größten Stadt Yucatáns (und der Hängematten) angekommen. Sie wird auch als Puerta al Mundo Maya – das Tor zur Welt der Maya genannt.

Mein erster Eindruck der Stadt: einfach nur heiß heiß heiß!

Unseren ersten Tag in Merida lassen wir deshalb sehr gemütlich an. Lest selbst:

Mercado de Santiago – ein kleiner Mercado ohne Touristen

Wir haben einen riesen Hunger. Die nette Frau an der Rezeption unseres schicken und relativ neuen KOOX Art 57 Hotels gibt uns eine Menge Tipps (Wo gibts das beste lokale Essen, wo ist Abends was los, wo welche Veranstaltung mit Live Musik, etc.) bekommen. Sie zeichnet uns alles in einer Karte ein. Super.

Schnell umziehen und 2 Blocks weiter zum Mercado de Santiago. „Frühstück“ gegen Mittag. Der kleinere Mercado hat nicht sehr viel zu bieten. Also laufen wir nur kurz durch und kaufen frisches Obst. Nach unserer Nacht-Busfahrt sind wir aber erstmal so müde, dass wir erstmal die Liegen am Hotel Pool teste uns abkühlen und schlafen. Ich fühle mich als ob ich Jetlag habe.

Viele Tipps für Merida
Die nette Frau an der Rezeption hat eine Menge Tipps für Merida in der Karte markiert

Tagsüber hat die Stadt für mich nicht so sehr Flair wie viele behaupten. Wen wundert es, komme ja gerade aus dem wunderschönen San Cristobal de las Casas. Für Touristen aus Cancun und Playa del Carmen kommend muss die Stadt aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sagt man mir jedenfalls mehrfach.

Eins muss ich jedoch sagen: die Stadt hat eine tolle Architektur, welche sich mir aber erst Nachts erschließt, wenn die schönen alten Gebäude angeleuchtet werden und erst richtig zur Geltung kommen. Ich glaube wir sind einfach müde und haben schon viel gesehen auf unserer Reise durch Mexiko, Guatemala und Belize.

Hätten wir Merida direkt am Anfang besucht, wir hätten uns sicherlich viel mehr angesehen – auch in Uxmal die Maya-Ruinen – welche wir nun auslassen. Dafür haben wir aber auch Chichen Itza, Tikal, Palenque und Tulum besichtigt.

Rathaus von Merida
Am Rathaus von Merida spielen am Mundo Maya Festival Studenten Hits als Klassik Version – sehr geil!

Die Kathedrale von Merida „Cathedral de San Ildefonso“ ist die größte Kirche Yucatans. Sie wurde aus Mauersteinen einer Maya-Pyramide, die zuvor an dieser Stelle gestanden hat, erbaut worden sein. Alles als ein Zeichen des Friedens zwischen den Christen und Maya. Bei Nacht wunderschön oder:

Merida_Cathedral de San Ildefonso
Cathedral de San Ildefonso in Merida bei Nacht wunderschön

Hauptstraße Meridas

Gegen Abend laufen wir ins Zentrum zum ehemaligen Zocalo, heute Plaza de la Independencia (Plaza Grande) genannt. Er ist das lebendige und wuselnde Zentrum Meridas. Dazu finden kleine Märkte statt, oftmals gibt es Live Musik oder sonstige kulturellen Darbietungen. Hier ist immer was los.

Auf der Suche dahin werden wir von einem netten Studenten angesprochen. Er ist riesig erfreut, als er merkt dass einer fließend spanisch spricht und ich zumindest einiges verstehe. Er erzählt uns von sich und seinem Studium und das ab heute das Mundo Maya Festival ist. Überall in Merida finden das ganze Wochenende kulturelle Veranstaltungen statt. Super, alles richtig gemacht. Seine Einladung uns eine Ballett-Vorstellung in der gegenüberliegenden Universität anzusehen lehnen wir aber dankend ab.

Endlich meine eigene Hamaca – aus der Stadt der Hängematten

Ich habe aber noch ein Anliegen an den netten Studenten vorzubringen: Merida ist die Heimat der berühmtesten Hängematten Mexikos. Statt aus Baumwolle oder Kunststofffäden werden die dortigen Hängematten noch mit der Hand aus Sisal hergestellt, einem strapazfähigen Material.  Deshalb habe ich mir in den Kopf gesetzt, unbedingt eine Hängematte mit nach Hause zu nehmen. So lasse ich mir erklären, wo ich mein Souvenir für mich – eine original Hängematte aus Merida – am besten bekomme.

Die Antwort: Casa de Artesanians del Gobierno (TITA). Außerdem erzählt er dass in Merida noch alle in Hängematten schlafen, er auch. Betten mögen die Einwohner nicht. Worauf ich beim Kauf achten soll bekommen wir auch erläutert. Super, ich fühle mich gewappnet für meinen Hängemattenkauf!

Im Casa de Artesanians angekommen lasse ich mir ein paar Exemplare zeigen, ebenso die Unterschied. Ich schlage zu und kauf mir eine etwas hochwertigere aus echtem Sisal für 85 Euro. Ich möchte die lokalen Bauern unterstützen und nicht die Fake Chinesen, die wohl auch schon in Mexiko fleißig am fälschen sind und alles billiger anbieten.

hamaca_aus_merida
Meine bunte original Hängematte aus Sisal und Handgeknüpft aus Merida

Dann aber geht es endlich zum essen. Hier gibt’s wirklich viele Restaurants rund um den Plaza Grande. Wir entscheiden uns heute für den Mexican Grill „La Parrilla“. In Merida gibt es regelmäßig Fiestas und am Wochenende wird die Hauptstraße für den Verkehr gesperrt. Hier jetzt auch und man baut schnell Tische und Stühle für Gäste auf der Straße auf. Das Essen ist super!

Anreise nach Merida mit dem Bus:

Die ADO-Station in Merida liegt an der Calle 70 zwischen 69 und 71. Wer nicht klatschnass geschwitzt ankommen möchte, nimmt sich am besten ein Taxi. Von hier aus gibt es Verbindungen fast überall hin. Wir kamen mit dem Nachtbus aus San Cristobal de las Casas. Das Ticket hat uns 618 M$ gekostet.

Unser Hotel in Merida: das KOOX Art57 Hotel

Das Hotel ist relativ neu und liegt nur ca. 10 Gehminuten vom Plaza Grande entfernt. Ruhig gelegen und wunderschön. Der Pool könnte etwas größer sein und ist eher ein Planschbecken. Die Erfrischung trotzdem vorhanden.

Da wir danach nochmals am Meer entspannt haben war mir das deshalb egal. Die Zimmer sind geräumig und sauber. Die Leute an der Rezeption sind sehr freundlich und geben tolle Tipps die nicht im Reiseführer stehen. Pro Nacht/Person haben wir 18,60 Euro im Doppelzimmer bezahlt. Hier könnt ihr euch noch mehr Bilder des Hotels ansehen.

Das KOOX Art57 Hotel in Merida

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