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Hier erlebst du entspannt an einem Tag mit dem eigenen Mietwagen Elefanten, Zebras, Warzenschweine, Büffel, Hyänen und Mungos (die oft mit Erdmännchen verwechselt werden). Und die Lage ist perfekt: nur 70 Kilometer und eine Autostunde nordöstlich von Port Elizabeth, am Ende der Garden Route.
Das Wichtigste in Kürze zum Addo Elephant Park
- Ich zeige dir, wie du den Addo Elephant Park mit dem eigenen Auto auf eigene Faust erkundest.
- Lage: bei Port Elizabeth (Gqeberha) am Ende der Garden Route, die günstigste und beste Alternative zum Krüger Nationalpark
- Selbstfahrer: Du fährst mit dem eigenen Auto und bist flexibel, ein Kleinwagen reicht.
- Zeit: Ein ganzer Tag reicht. Fahre morgens zur Öffnung in den Park und am anderen Gate wieder hinaus. Dafür brauchst du etwa 6 Stunden. Mit Kind empfiehlt Isa einen Vormittag.
- Eingänge: Main Gate im Norden und Matyholweni Gate im Süden
- Eintritt: Tagesgebühr pro Person, mit der Wild Card kostenlos
- Tiere: die größten Elefantenherden Südafrikas
- Malaria: Der Park ist malariafrei und somit ideal für Familien mit Kindern und Babys.
- Übernachten: Unser Tipp ist das Stellenhof Guesthouse in der Nähe des Main Gate.
Planst du eine Reise entlang der Garden Route? Hier findest du alle Tipps für die Garden Route in Südafrika.
Viel Spaß beim Lesen.
Planst du eine Reise entlang der Garden Route? Hier findest du alle Tipps für die traumhafte Garden Route in Südafrika.
Warum sich ein Besuch im Addo Elephant Park lohnt
Ja, vor allem, wenn du Elefanten liebst. Hier gibt es so viele Elefanten, wie ich bislang nur im Chobe Nationalpark in Botswana gesehen habe. Dafür ist der Park bekannt.
Der Addo Elephant Park lohnt sich definitiv auch als Tagestour. Vor allem Safari-Neulinge werden begeistert sein. Außerdem ist die Lage am Ende der Garden Route perfekt und der Eintritt um ein Vielfaches günstiger, als in einem der umliegenden privaten Wildreservate zu wohnen und dort auf Game Drives zu gehen. Für Eltern mit Kleinkindern ist der Addo fast ein Muss, denn hier bekommen selbst die Kleinsten etwas zu sehen.
Warum du den Addo besuchen solltest:
- Der Park ist für Besucher der Ostküste und Garden Route schnell und einfach erreichbar.
- Im Greater Addo Elephant National Park kannst du nicht nur die Big Five, sondern die Big Seven sehen (Büffel, Leopard, Löwe, Elefant, Nashorn, Hai und Wal).
- Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
- Der Park ist malariafrei.
- Fahrten mit dem eigenen Auto sind auch für Anfänger sehr einfach.
- Perfekter Ausflug mit Kleinkindern
Geschichte des Addo Elephant Park
Der Nationalpark wurde 1931 gegründet, als von den Elefanten in der Region nur noch 11 Tiere übrig waren. Allein 1919 und 1920 hatte ein Jäger im Auftrag der Regierung über 120 Elefanten erschossen. Zum Glück gab es einen Aufschrei in der Bevölkerung und der Nationalpark wurde zum Schutz von Tier und Natur gegründet.
Die Population hat sich heute erholt, die Zahl der Elefanten wird auf über 600 geschätzt (Quelle SANParks). Der Addo gehört zur staatlichen Organisation South African National Parks (SANParks) und ist der drittgrößte Nationalpark Südafrikas.
Greater Addo Elephant National Park
Nach und nach wurde der Park zum Greater Addo Elephant National Park erweitert. Dazu gehören seitdem auch die Sanddünen am Woody Cape, die Alexandria-Dünen, das marine Schutzgebiet um die St.-Croix-Inseln und das Tootabie-Reservat. Auf den vorgelagerten Inseln brüten Brillenpinguine, doch diese Inseln sind nur Forschern zugänglich. Flusspferde leben am Sundays River.
Durch die Lage zwischen Sundays River und Meer ist es an den Sanddünen am Woody Cape traumhaft schön, eine komplett andere Landschaft als im Elefantenpark. Da wir schon Safari-erfahren sind, wollten wir zum Sandboarden. Den Trip kannst du hier buchen. Wir haben ihn spontan einen Tag vorher gebucht und es nicht bereut.

Addo Elephant Park oder Krüger Nationalpark?
Wenn du nur 2 Wochen in Südafrika (Kapstadt und Garden Route) bist, lohnt es sich nicht, in den Krüger Nationalpark zu fahren oder zu fliegen. Dann lohnt sich der Addo Elephant Park auf jeden Fall. Alternativ gibt es im Süden private Reservate: Wir waren im Gondwana Game Reserve und im Mont Eco Game Reserve.
Vergleichen kannst du beide Parks nicht. Der Krüger ist viel größer und hat viel mehr Tiere zu bieten. Der Addo hat nicht einmal ein Zehntel der Fläche des Krüger. Dafür ist der Addo Elephant Park besonders für Familien mit Kindern ideal, denn er ist malariafrei.
Addo Elephant Park als Selbstfahrer erkunden
Ja, im Addo Elephant Park kannst du wie in allen Nationalparks in Südafrika mit dem eigenen Auto auf Game Drive (Pirschfahrt) gehen. Das ist die flexibelste, günstigste und einfachste Art, den Park zu besuchen.
Am Parkeingang bekommst du eine Karte des Addo, auf der alle Wege, Loops (Rundwege) und Wasserlöcher mit Kilometerangaben eingezeichnet sind. Hier kannst du dir die Karte vorab ansehen und herunterladen.
Perfekt für alle, die gerne selbst fahren und entdecken. Auch für Familien mit Kindern, die noch zu jung für die geführten Game Drives sind, ist das eine ideale Möglichkeit, Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

Welches Auto brauchst du?
Die meisten Straßen im Addo sind geteert oder Schotterpisten. Du kannst hier mit einem Kleinwagen fahren und brauchst keinen 4x4. Wir finden es allerdings praktischer, im SUV höher zu sitzen. Die Schlaglöcher halten sich hier im Gegensatz zu anderen Nationalparks in Südafrika sehr in Grenzen.
Regeln für Selbstfahrer im Park
Dazu solltest du ein paar Regeln beachten und strikt einhalten:
- Wege dürfen nicht verlassen werden.
- Aussteigen ist außerhalb der Rest Camps, Lookouts und Picknickplätze streng verboten.
- Das Tempolimit im Park beträgt 40 km/h. Fahre lieber langsamer. Die besten Tiersichtungen hast du, wenn du langsam fährst und Zeit hast, die Umgebung abzuscannen. Außerdem stehen vor allem Antilopen oder Elefanten plötzlich neben der Straße, eine Vollbremsung kommt dann meist zu spät.
- Halte Abstand zu den Tieren. Vor allem zu Büffeln, die alleine sind. Diese alten Büffel nennt man „Dagga Boys“ und sie sind oft schlecht gelaunt.
- Entdeckst du Tiere und möchtest anhalten, schalte den Motor ab. Er stört nicht nur dich beim Beobachten, sondern auch die Tiere.
Registrierung am Gate
Halte die Nummer deines Reisepasses bereit, denn diese muss jeder Gast bei der Registrierung am Eingang in ein Formular eintragen. So sparst du wertvolle Zeit. Planst du einen zweiten Tag im Addo (Park verlassen und wieder einfahren), nimm das Formular für den Folgetag gleich mit und fülle es aus. Diesen Tipp hat uns der Ranger am Eingang gegeben. Du kannst das Formular auch vorab herunterladen und ausgedruckt mitnehmen.
So viel Zeit brauchst du für den Addo Elephant Park
Ein ganzer Tag reicht aus. Fahre morgens zur Öffnung in den Park und am anderen Gate wieder hinaus, also vom Main Gate zum Matyholweni Gate oder umgekehrt. Dafür brauchst du etwa 6 Stunden, wenn du nur kurze Pausen machst. Mit Kind empfiehlt Isa, einen Vormittag einzuplanen.
Wir sind Freaks, was Tiere angeht, und haben kein Problem damit, 10 Stunden nach ihnen Ausschau zu halten. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass das vielen zu lang ist.
Ursprünglich wollten wir den Addo an zwei Tagen erkunden. Nachdem wir am ersten Tag riesige Elefantenherden gesehen haben und das Wetter für den nächsten Tag schlecht werden sollte, haben wir den zweiten Tag gestrichen und waren stattdessen am Meer unterwegs.
Lage und Anreise zum Addo Elephant Park
Der Addo Elephant Park liegt in der Provinz Eastern Cape (Ostkap) in Südafrika, rund 70 km nordöstlich von Port Elizabeth (Gqeberha). Zum Matyholweni Gate im Süden fährst du von Port Elizabeth etwa 30 Minuten, zum Main Gate im Nordwesten etwa 50 Minuten.
Main Gate und Matyholweni Gate
Im Addo Elephant Park gibt es zwei Haupteingänge. Am Main Gate im Norden (ab R335 / R342 in der Nähe des Ortes Addo) findest du auch ein Restaurant, Toiletten und einen Shop mit wenigen Lebensmitteln und Souvenirs.
Der Eingang im Süden ist kleiner, aber ideal, wenn du über die N2 aus Colchester oder Port Elizabeth kommst. Ich bin über das Gate im Süden in den Park gefahren, Isa aus dem Ort Addo über das Main Gate.
Du darfst nur während der Öffnungszeiten hinein- und hinausfahren und auf eigene Faust im Park unterwegs sein. Die aktuellen Öffnungszeiten der Gates findest du bei SANParks. Lass dich nicht verwirren: Auf den offiziellen Karten des Addo stehen frühere Zeiten aufgedruckt. Diese gelten nur, wenn du im Park übernachtest.
Wichtig: Anreise und Sicherheit
Bei der Anreise solltest du darauf achten, nicht die falsche Straße durch eine informelle Siedlung (Township) zu nehmen, die immer wieder durch Unruhen und brennende Reifen negative Schlagzeilen macht. Es handelt sich um die Route ab Port Elizabeth (Gqeberha) über die R335 durch Motherwell. Nutze die N2 über Colchester, auch wenn es ein Umweg ist. Ansonsten ist die Gegend rund um den Addo Elephant Park sicher.
Alles zur Anreise mit Karte
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Mehr InformationenEintritt in den Addo Elephant Park
Für den Addo Elephant Park zahlst du eine Tagesgebühr (Conservation Fee) pro Person, Kinder zahlen etwa die Hälfte. Die Preise passt SANParks jedes Jahr zum 1. November an. Die aktuellen Eintrittspreise findest du bei SANParks.
Der Addo Elephant Park ist „cashless“, also bargeldlos. Laut SANParks gilt das für das Main Camp und das Kabouga Gate. Plane deshalb ein, deine Eintrittsgebühr vor Ort mit Kreditkarte zu bezahlen.
Bequemer ist es, wenn du dein Ticket vorab auf der Webseite von SANParks buchst. Dafür fällt eine kleine Reservierungsgebühr an, dafür kommst du schneller in den Park. Bei der Buchung wählst du eine Uhrzeit für die Einfahrt, damit es sich am Gate nicht staut.
Auch als Wild Card Besitzer kannst du deinen Zugang reservieren. Da die Plätze für Wild Card Besitzer begrenzt sind, empfehle ich dir, das zu tun.

Kostenlos mit der Wild Card
Die Wild Card ist eine Karte, die du einmalig bezahlst. Mit ihr kommst du in sämtliche SANParks kostenlos hinein, auch in den Addo Elephant Park. Ob sich die Wild Card für Südafrika für dich lohnt, habe ich in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

Die meisten Straßen im Addo sind geteert oder Schotterpisten. Du kannst hier auch mit einem Kleinwagen fahren und benötigst keinen 4x4. Allerdings halten wir es für praktischer, im SUV höher zu sitzen. Die Schlaglöcher halten sich hier sehr in Grenzen im Gegensatz zu anderen Nationalparks in Südafrika.
Den gesamten Park kannst du an einem Tag abfahren, wenn du nur kurze Pausen machst. Wir sind Freaks, was Tiere angeht und haben kein Problem damit, 10 Stunden danach Ausschau zu halten. Ich weiß aus Erfahrung, dass dies für viele zu lang ist.
Dazu solltest du ein paar Regeln beachten (und strikt einhalten):
- Wege dürfen nicht verlassen werden.
- Aussteigen außerhalb des Rest-Camps, Lookouts oder der Picknick Site sind streng verboten.
- Das Tempolimit im Park beträgt 40 km/h ein. Fahre nicht schneller, eher langsamer. Denn die besten Tiersichtungen hast du, wenn du langsam fährst und Zeit hast, die Umgebung abzuscannen. Außerdem stehen vor allem Antilopen oder Elefanten plötzlich neben der Straße - eine Vollbremsung ist dann meist zu spät.
- Halte Abstand zu den Tieren. Vor allem von Büffeln, die alleine sind. Diese alten Büffel nennt man "Deggar Boys" und sind oft schlecht gelaunt.
- Entdeckst du Tiere und möchtest anhalten, dann schalte den Motor ab. Es stört nicht nur beim Beobachten, sondern auch die Tiere solltest du nicht durch einen laufenden Motor stören.
Safari im Addo Elephant Park buchen
Bevorzugst du es, von einem erfahrenen Ranger auf einem Game Drive durch den Park geführt zu werden? Das ist super für Neulinge. Denn bei einer geführten Safari wirst du von einem Experten durch den Addo gefahren. Er kennt die Tiere und weiß genau, wo er sie vermutlich antreffen wird. Außerdem haben sie ein trainiertes Auge und entdecken Tiere, wenn du nur Savanne und Gras siehst.
Diese Safaris finden im offenen Geländewagen statt und du sitzt erhöht. Das hat den Vorteil, dass du selbst viel mehr sehen kannst als in deinem Auto. Außerdem kannst du dich voll auf die Natur und Tiere konzentrieren und musst nicht auf die Straße achten. Nicht empfehlen kann ich Touren im geschlossenen Auto (über Get Your Guide).
Anders als in privaten Reservaten dürfen die Ranger hier die Straßen nicht verlassen.
Du kannst auf der Webseite der Nationalparkbehörde alle Aktivitäten ansehen und buchen
Eine tolle Alternative: Hop-on Guide im eigenen Auto
Ein tolles Abgebot sind diese Touren, bei der ein erfahrener Ranger bei dir im Auto mitfährt. Er stammt wie oben aus den angrenzenden Gemeinden des Addo Elephant Parks und kennt sich bestens mit der Region und den Tieren aus.
Du solltest den Guide auf jeden Fall im Voraus buchen, am Besuchstag selbst sind diese oft schon ausgebucht. Die Kosten für 2 Stunden Fahrt liegen bei rund 18 Euro (Stand 02/24). Genial, oder?
Hier findest du die Infos zu "Hop-on Guides"
Falls du Spuren lesen lernen möchtest, schau mal hier rein: Ranger-Schnupperkurs mit EcoTraining. Ich kann es sehr empfehlen.
Addo Elephant Park als Tagestour lohnt sich
Wir wollten ursprünglich an zwei Tagen den Addo Elephant Park erkunden. Nachdem wir am ersten Tag riesige Elefantenherden gesehen haben und das Wetter für den folgenden Tag schlecht werden sollte, haben wir den zweiten Tag gestrichen und waren am Meer unterwegs.
Der Addo Elephant Park lohnt sich definitiv für eine Tagestour! Vor allem Safari-Neulinge werden begeistert sein. Selten habe ich in Südafrika größere Elefantenherden gesehen als hier. Außerdem ist die Lage am Ende der Garden Route perfekt und der Eintritt um ein Vielfaches günstiger, als in einem der umliegenden privaten Wildreservaten zu wohnen und dort auf Game Drives zu gehen. Für Eltern mit Kleinkindern ist der Addo fast ein Muss, denn hier bekommen selbst die kleinsten etwas zu sehen.
Warum du den Addo besuchen solltest?
- Der Park ist für Besucher der Ostküste und Garden Route schnell und einfach erreichbar.
- Im Greater Addo Elephant National Park kannst du nicht nur die Big Five, sondern die Big Seven sehen (Büffel, Leopard, Löwe, Elefant, Nashorn, Hai und Wal)
- Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt (25 € Eintritt pro Erwachsener, Stand 2026)
- Malariafreier Park
- Fahrten mit dem eigenen Auto sind auch für "Anfänger" sehr einfach
- Perfekter Ausflug mit Kleinkindern
- Ideal an der Garden Route gelegen

Big 5 und Tiere, die es im Addo Elephant Park gibt
Big 5 und Tiere im Addo
Im Addo Elephant Park sind die Big Five zuhause: Löwe, Elefant, Nashorn, Kaffernbüffel und Leopard. Hier sind die wichtigsten Tiere, die du als Selbstfahrer entdecken kannst.
Elefanten
Wie der Name schon sagt, leben hier vor allem Elefanten. Mittlerweile sind es schätzungsweise über 600, und sie sind die Hauptattraktion. Die Herden sind riesig, so siehst du sie im südlichen Afrika sonst nur im teuren Botswana (Chobe) in freier Wildbahn.
Wenn es heiß ist, findest du die Elefanten am einfachsten an den Wasserlöchern, die auf der Karte eingezeichnet sind. Doch auch wenn es regnet, ist es im Addo kein Problem, die grauen Riesen zu sichten. Sie sind den ganzen Tag in Bewegung, und bei der großen Anzahl ist es fast unmöglich, gar keine zu sehen.


Gibt es Löwen im Addo Elephant Park?
Ja, im Addo Elephant Park leben Löwen. 2003 wurden sie wieder angesiedelt, es sind aber nur wenige Tiere: Im Hauptgebiet rund um das Main Camp leben laut SANParks nur knapp zehn Löwen, ein paar weitere im Nyathi-Gebiet. Damit die Population gesund bleibt, bringt SANParks immer wieder Löwen aus anderen Parks in den Addo. Sie sind nachts am aktivsten, da sie die Hitze des Tages meiden. Tagsüber liegen die Löwen meist faul unter einem Baum, oft abseits der Straßen, auf denen du fahren darfst. Mit etwas Glück siehst du sie trotzdem.
Büffel
Nicht zu übersehen sind die Büffel im Addo. Die meisten triffst du in großen Herden. Viele Jahre lang waren die Büffel im Addo vor allem nachts aktiv. Seit es wieder mehr Löwen gibt, haben sich ihre Gewohnheiten laut Rangern geändert. Du siehst sie heute oft zahlreich in der Nähe der Straßen.
Nashörner
Zu Nashörnern haben wir keine Angaben, Spuren oder Hinweise gefunden. Infos zu Sichtungen gibt es bewusst nicht, denn Wilderer sind leider immer noch allgegenwärtig. Im Addo lebt das Spitzmaulnashorn (Black Rhino), ein scheuer Einzelgänger, der nachts und am frühen Morgen aktiver ist. Eines zu entdecken ist sehr schwer.
Falls du ein Nashorn fotografierst, markiere zum Schutz der Tiere bitte keine Location auf Social Media.
Zebras und Warzenschweine
Die ersten Tiere, die meine Freunde im Addo entzückt haben, waren Warzenschweine. Davon gibt es hier wirklich viele, oft an Wasser- oder Matschlöchern. Auch Zebras sind zahlreich vorhanden. Sie haben keine Angst vor Autos, stehen oft recht nah an der Straße und sind fast immer in der Herde unterwegs.


Mistkäfer (Dung Beetle)
Die Mistkäfer, die große Dungkugeln von Elefanten, Nashörnern und Büffeln vor sich herrollen, sind einfach cool. Im Addo lebt die größte verbliebene Population des flugunfähigen Mistkäfers. Daher weisen Schilder darauf hin, dass sie Vorfahrt haben und du sie nicht überfahren sollst.
Weitere Tiere im Nationalpark
Außerdem gibt es diverse Antilopen wie Kudu, Rote Kuhantilope, Elenantilope und Buschbock. Dazu meine Lieblingstiere, die Hyänen. Wir hatten Glück und haben einen Schabrackenschakal (Black-backed Jackal) am Wasserloch entdeckt. Strauße triffst du auch hin und wieder an.
Die Leopardschildkröte ist die größte und häufigste Schildkröte im Park. Der Domkrag-Damm ist nach einer großen Leopardschildkröte benannt, die „Domkrag“ genannt wurde.
Big Seven: Wale und Haie im Greater Addo
Durch die Erweiterung des Parks um die Marine Section im Indischen Ozean gehören auch Wale und Haie zum Tierbestand. Damit ist der Greater Addo Elephant National Park der einzige Big Seven Nationalpark Südafrikas. Leider waren wir außerhalb der Walsaison hier. Unser Vermieter in Colchester hat uns aber eindrucksvolle Geschichten von Begegnungen mit dem „Great White“ auf seinem Jetski erzählt, und auch von großen Gruppen Hammerhaie.
Beste Reisezeit für den Addo Elephant Park
Der Addo Elephant Park ist das ganze Jahr geöffnet, eine schlechte Reisezeit gibt es nicht. Im afrikanischen Winter (Juli und August) kann es recht frisch werden, im Sommer (Ende November bis März) sehr heiß. Die wärmsten Monate sind Januar und Februar. Am meisten regnet es laut SANParks im Februar und März sowie im Oktober und November. Da es in Südafrika immer mal wieder regnen kann (oder gar nicht), lässt sich das nie genau vorhersagen.
Wir hatten im Januar sehr viel Glück mit warmen 26 Grad und Sonne pur. Am Abend kamen ein Gewitter und Regen. Isa war Ende Februar im Addo, da hatte es schon am Vormittag satte 38 Grad.
Mehr dazu findest du in meinem Artikel zur besten Reisezeit für Südafrika.


Beste Tageszeit für Tierbeobachtungen
Tiere sind generell am frühen Morgen und am frühen Abend sehr aktiv. Wenn die Sonne am höchsten steht, verstecken sich die meisten Tiere im Schatten. Vor allem Raubkatzen bekommst du dann äußerst selten zu sehen.
Wenn es heiß ist, siehst du die Elefanten tagsüber vor allem an den großen Wasserlöchern. Wir hatten wirklich große Herden an allen Wasserlöchern. Bei der Ausfahrt gegen Abend hatten sich die Elefanten ins Hinterland verzogen und wir konnten nur noch vereinzelte Dickhäuter sehen.


Geführte Safari im Addo Nationalpark
Wenn du nicht selbst fahren möchtest, gibt es zwei gute Alternativen. Alle Aktivitäten kannst du auf der Webseite von SANParks ansehen und buchen.
Game Drive: Safari mit Ranger
Bei einer geführten Safari wirst du von einem erfahrenen Ranger durch den Park gefahren. Das ist super für Neulinge. Er kennt die Tiere, weiß, wo er sie vermutlich antrifft, und entdeckt mit seinem trainierten Auge Tiere, wenn du nur Savanne und Gras siehst.
Diese Safaris finden im offenen Geländewagen statt und du sitzt erhöht. So siehst du viel mehr als im eigenen Auto und kannst dich voll auf Natur und Tiere konzentrieren. Anders als in privaten Reservaten dürfen die Ranger hier die Straßen nicht verlassen. Nicht empfehlen kann ich Touren im geschlossenen Auto.
Hop-on Guide im eigenen Auto
Ein tolles Angebot für Selbstfahrer sind Touren, bei denen ein erfahrener Guide bei dir im Auto mitfährt. Die Guides stammen aus den Gemeinden rund um den Addo Elephant Park und kennen sich bestens mit der Region und den Tieren aus. Buche den Guide auf jeden Fall im Voraus, am Besuchstag selbst sind sie oft schon ausgebucht. Die aktuellen Preise findest du auf der Webseite von SANParks.
Falls du Spuren lesen lernen möchtest, schau mal hier rein: Ranger-Schnupperkurs mit EcoTraining. Ich kann ihn sehr empfehlen.
Addo Elephant Park mit Kindern
Der Addo Elephant Park ist ideal für Familien mit Kindern und Kleinkindern. Da du den Park mit dem eigenen Auto befahren kannst und er malariafrei ist, dürfen auch Babys und Kleinkinder mit. So wie Isa es mit ihrer 9 Monate alten Tochter gemacht hat.
Kinder und Game Drives
Auf den offiziellen Game Drives im Park dürfen keine Kinder unter 6 Jahren mitfahren. Da du aber als Selbstfahrer mit dem eigenen Auto unterwegs sein kannst, ist der Park auch mit kleinen Kindern ideal. Zudem gibt es teurere private Game Drives, die du auch mit Kindern ab 3 Jahren buchen kannst.



Unterkünfte im und am Addo
Unterkünfte im Addo Nationalpark
Bist du frühzeitig dran, buche eine Unterkunft im Park auf der offiziellen Webseite von SANParks (wähle im Filter den Addo Elephant Park aus). Es gibt von Zelten bis zum Cottage diverse Möglichkeiten. Die größte Auswahl hat das Addo Main Camp am Main Gate. Weitere Camps sind zum Beispiel Matyholweni im Süden, Spekboom und Nyathi. Die Unterkünfte kannst du frühestens 11 Monate im Voraus buchen. Sie sind sehr beliebt und zu den südafrikanischen Ferienzeiten schnell ausgebucht.
Selbst haben wir im Park nicht übernachtet: Wir haben keine Unterkunft mehr bekommen, obwohl wir mindestens ein halbes Jahr vorher buchen wollten. Wobei das „leider“ relativ ist, denn dadurch haben wir in einer sehr authentischen und schönen Lodge übernachtet. Es gibt immer gute Alternativen.
Beste Unterkunft außerhalb: Stellenhof Country Estate
Isa hat im wunderschönen Stellenhof Guesthouse übernachtet. Großzügige Anlage mit schönem Pool, nur ein paar wenige, dafür geräumige Zimmer, ein wunderschöner Gastraum, in dem abends und morgens frisch gekocht wird, und ein Ambiente, das die Herzen von Interior-Fans garantiert höher schlagen lässt.
Und das Beste: Das Stellenhof Country Estate liegt nur knapp 20 Minuten vom Main Gate entfernt. So bist du morgens direkt unter den ersten Gästen im Park.
Die Anfahrt laut Google Maps führt durch ein riesiges Township. Von dieser Route wird dringend abgeraten, da es hier öfter Ausschreitungen (brennende Autos, Straßensperren) gibt. Das Guesthouse hat aber eine Privatstraße, die du für die Anfahrt nutzen solltest. Wobei „Straße“ übertrieben ist: Es sind 17 Kilometer Buckelpiste, nichts für schwache Mägen.



Essen und Verpflegung im Park
Das Main Camp hat nicht nur Unterkünfte, Rezeption und eine Tankstelle, sondern auch einen Souvenirshop, der mehr oder weniger frische Lebensmittel verkauft. Versprich dir nicht zu viel. Falls du im Park übernachtest, geh unbedingt vor der Einfahrt einkaufen. Ein paar Kilometer vor dem Park gibt es einen großen SPAR-Markt.
Das Restaurant Cattle Baron Grill & Bistro im Main Camp ist überraschend gut und bietet außer einem Buffet auch eine große Speisekarte. Das Essen war im Verhältnis zu anderen SANParks echt super.
An der Jack's Picnic Site findest du wunderschöne Braai-Stellen (zum Grillen) mit Tischen sowie Sanitäranlagen. Hier darfst du auch aussteigen.
Was du für die Selbstfahrer-Safari einpacken solltest
- Genügend Wasser und Getränke
- Snacks oder Obst für zwischendurch
- Fernglas oder Kamera mit Zoom-Objektiv
Meine komplette Packliste für Safaris findest du hier.
Häufige Fragen zum Addo Elephant Park
Die Größe der Elefantenherden ist im Addo Elephant Park beeindruckend. In Südafrika findest du diese riesigen Herden sonst nirgendwo, im Krüger eher selten.
Ja, der Addo Elephant Park liegt in einem malariafreien Gebiet. Deshalb ist er auch für Familien mit Babys und Kleinkindern ideal.
Ja, vor allem wenn du Elefanten liebst. Die Herden sind riesig, der Park ist malariafrei und liegt perfekt am Ende der Garden Route. Für Safari-Neulinge und Familien mit Kindern ist er fast ein Muss.
Ja, du kannst den Addo Elephant Park mit dem eigenen Mietwagen erkunden. Ein normaler Pkw reicht, einen 4x4 brauchst du nicht. Im Park gilt ein Tempolimit von 40 km/h und du darfst nur an ausgewiesenen Stellen aussteigen.
Ein ganzer Tag reicht. Von Gate zu Gate brauchst du etwa 6 Stunden, wenn du nur kurze Pausen machst. Mit kleinen Kindern genügt auch ein Vormittag.
Du zahlst eine Tagesgebühr pro Person, Kinder etwa die Hälfte. Mit der Wild Card ist der Eintritt kostenlos. Die aktuellen Preise findest du bei SANParks.
Der Park ist das ganze Jahr geöffnet. Im Sommer (Ende November bis März) ist es sehr heiß, im Winter (Juli und August) eher frisch. Die meisten Tiere siehst du am frühen Morgen und am späten Nachmittag.
Hast du schon einmal eine Safari gemacht oder planst du gerade deine Reise? Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen. Falls du noch Fragen hast, freue ich mich über deinen Kommentar
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Das sagen unsere Leser
15 KOMMENTAREJenny
1. April 2025 um 08:43 UhrHallo Katrin 🙂
auch wir wollen in den Addo. Wir überlegen nur eine Nacht statt zwei Nächte zu bleiben.
Wir reisen von Port Elizabeth an, der Flug landet um 15 Uhr. Meinst du, es ist machbar bis nach Colchester zu fahren, dort zu übernachten und am nächsten Tag bis in den Norden durch den Park zu fahren und dann weiter zu Plettenberg Bay? Ich vermute schon fast, dass wir nicht im hellen in Plettenberg Bay ankommen. Ansonsten müssen wir zwei Nächte bleiben.
LG!
Katrin Lehr
1. April 2025 um 14:37 UhrHallo Jenny,
das sollte eigentlich klappen. Ich würde sowieso so früh wie möglich in den Park fahren, dann den ganzen Tag erkunden und dann am Abend zurückfahren. Ich kenne die Strecke vom Norden bis Port Elizabeth jetzt selbst nicht. Daher kann ich leider nicht einschätzen, ob das sicher ist. Fragt zur Sicherheit nochmal bei eurer Unterkunft nach. Liebe Grüße Katrin
Katrin
15. August 2024 um 16:42 UhrLiebe Katrin, jetzt habe ich mich durch einige Artikel durchgelesen. Vielen Dank dafür.
Eine grundsätzliche Frage: wie gut geht es deiner Meinung nach, spontan unterwegs eine Unterkunft zu finden? Wir haben eigentlich nur zwei Fixpunkte auf der Route und wie du sagst: manchmal fährt man mehr, manchmal weniger.
Vielleicht kannst du dazu deine Einschätzung teilen.
Liebe Grüße, Katrin
Katrin Lehr
16. August 2024 um 07:54 UhrHallo Katrin, es kommt darauf an, zu welcher Zeit ihr unterwegs seid. Ab Ende Dezember bis Ende Februar kann es schwer sein, spontan etwas zu finden. Vor allem entlang der Garden Route. Die schönsten Unterkünfte sind dann nur noch sporadisch verfügbar. Habe erst dieses Jahr wieder die Erfahrung machen müssen.
Liebe Grüße
Katrin
Vivien
17. April 2024 um 13:16 UhrHallo, ich wollte für unsere Reise im Mai den Addo Elephant Park buchen. Bei der Buchung muss man zwischen verschiedenen Uhrzeiten wählen. Geht es hier nur darum wann die Einfahrt ist oder wie lange man sich dort aufhalten kann?
LG Vivien
Katrin Lehr
24. April 2024 um 05:09 UhrHallo Vivien, nur darum, wann die Einfahrt ist damit es sich nicht staut.
Liebe Grüße Katrin
Julia
12. Oktober 2023 um 12:00 UhrHallo! Wir besuchen Ende Februar auch Addo als ersten Stopp auf unserer Reise. Wir sind mit Kindern unterwegs und wohnen außerhalb vom Park. Weißt du zufällig, ob es möglich ist tagsüber den Park zu verlassen und nachmittags wieder reinzufahren oder muss man dann neu zahlen? Ich habe Addo schon zwei Mal angeschrieben, allerdrings reagiert da keiner auf meine Frage. Lieben Dank für die Hilfe! Beste Grüße, Julia
Katrin Lehr
12. Oktober 2023 um 20:21 UhrHallo Julia,
ich meine, dass das geht zu den Parköffnungszeiten, da ihr Formulare (Registrierung) ausfüllen müsst. Ihr müsstet dann nur denselben Eingang nehmen denke ich, da die Formulare dann auch dort vorhanden sind. Sollte passen.
Liebe Grüße
Katrin