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Highlights entlang der Westküste Südafrikas: Die Westküste Südafrikas wird oft übersehen, wenn es um einen Südafrika Roadtrip oder eine Rundreise mit dem Mietwagen geht. Dabei liegt es nahe, aus Kapstadt nach oben Richtung Namibia zu fahren.
Natürlich ist ein Argument vieler Besucher, dass sie auch Game Drives und wilde Tiere erleben wollen. Daher steigen die meisten in den Flieger nach Johannesburg oder fahren entlang der Garden Route und besuchen den Addo Elephant Park und Kapstadt.
Warum sich eine Reise an die Westküste Südafrikas lohnt?
- Vom Bloubergstrand hast du eine erstklassige Aussicht auf den Tafelberg und Robben Island
- Die sagenhafte Küstendünenlandschaft der West Coast
- Malerische Lagune und Strände von Langebaan - Karibik-Feeling mit Flamingos
- West Coast National Park mit einer facettenreichen Fauna und Flora, besonders zur Blumenblüte im Frühling
- Gemütliches Fischerdorf Paternoster
- Naturhafen von Saldanha
Die Route 27 entlang der Cape West Coast am Western Cape führt dich entlang der atlantischen Westküste Südafrikas. Wenige Touristen, idyllisch gelegene Fischerdörfer, eine grandiose Natur und hervorragender Seafood erwartet dich hier.
Aus Kapstadt fährst du über den Bloubergstrand bis nach Langebaan, Paternoster, Saldanha, Vredenburg und Yzerfontein bis ins 150 Kilometer entfernte Velddrif. Ich war knapp drei Tage in dieser Region unterwegs. Viel zu kurz für meinen Geschmack, und das ganze wird definitiv wiederholt.
Detaillierte Infos bekommst du auf dieser Webseite über die Route 27.
Karte der Highlights
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Mehr InformationenBloubergstrand
Ein Highlight jedes Besuchs in Kapstadt und der West Coast ist der Bloubergstrand, nur wenige Kilometer außerhalb von Kapstadt. Vom Strand aus bietet sich dir ein toller Blick auf Tafelberg, Robben Island und Kapstadt.
In den "windigen" Monaten findest du hier ein Mekka für Kite-Surfer.

Langebaan - Lagune mit Karibikflair
Besonders beeindruckt bin ich, als wir plötzlich an der Lagune in Langebaan ankommen. Beim Picknick (wir haben selbst Essen eingepackt) im feinen Sandstrand in Kraalbaai fühle ich mich wie in der Karibik. Türkisfarbenes Wasser, Flamingos und Wellen. Wie am Meer und ein traumhafter Ort nicht nur für Kite-Surfer und Wellenreiter.
Lege einen Stop in einem der vielen Open-Air-Restaurants am Strand ein. Besonders bekannt, beliebt und gut ist die "Strandloper" in Langebaan. Probiere unbedingt den Hummer!
Besonders toll - aber verdammt windig - ist der Seeberg Lookout (Aussichtspunkt) in Langebaan. Aber Achtung hier war es so windig, dass alles was wir nicht festhielten weggeweht wurde.







West-Coast-Nationalpark
Wanderung auf Sanddünen
Wie in der Wüste fühlt man sich, wenn man zum Sonnenaufgang morgens um 5 Uhr eine Wanderung über die unglaublichen Sanddünen unternimmt. Am Abend erzählt uns unser Guide, der der San‑Kultur entstammt, Geschichten zum Sternenhimmel, und selbigen können wir hier ausgiebig bewundern.
Für Vogelliebhaber ist der West Coast Nationalpark ein Traum und sehr beliebt. Organisiere dir ein Vogelbuch (gibt es auch als kostenlose Apps fürs Smartphone) und packe unbedingt ein Fernglas ein! Vor allem am frühen Morgen sind Vögel aktiv und gut zu beobachten!
Wichtig: Nicht ohne Guide eine Wanderung in den Sanddünen unternehmen, da man sich schnell verläuft und ohne Orientierung herumirrt.
Beste Reisezeit für den West Coast National Park?
Besonders im August und September, wenn die Wildblumen blühen, ist ein Besuch an der ganzen West-Coast-Region einen Besuch wert (vielleicht mit einem Roadtrip in den Norden bis zur Kalahari?). Wirklich überall leuchtet ein Blumenmeer! Die beste Uhrzeit ist dann zwischen 10 und 16.30 Uhr, denn die Blüten sind dann geöffnet. Verschwindet die Sonne, schließen die Blüten. Es ist schon lustig, per Zeitrafferaufnahme aufzunehmen, wie die Blumen sich mit der Sonne drehen.
- Tipps für eine Unterkunft im West Coast National Park: Duinepos Chalets (Selbstversorger, aber mitten im Nationalpark). Update: Leider hat Duinepos seine Türen geschlossen, als die Konzession auslief und SANParks keinen neuen Konzessionsinhaber ernannt hat.
- Tipps für Touren: Wanderung zum Sonnenaufgang über die Sanddünen (Dawid Bester Trail, ca. 2,1 km)
- Info: Als Wild Card-Besitzer hat man hier freien Eintritt.

Paternoster
Eine besondere Ehre hatten wir in Paternoster, dem kleinen, gemütlichen Fischerdorf. Wir haben eine Einladung vom Leuchtturmwärter bekommen und dürfen nach oben in sein "Heiligtum". Die Aussicht ist wundervoll und so manche Geschichte weiß er zu erzählen. Leider finden hier keine regulären Touren statt. Ich durfte dank einer Einladung vom Südafrika-Tourismus hier nach oben.
Doch im Frühjahr (ich war leider kurz davor hier) kannst du entlang der Küste und in den geschützten Buchten Wale beobachten. Ein Highlight, das viele der Besucher oft nur Hermanus und der Garden Route in Südafrika zuschreiben.
Besonders bekannt ist Paternoster übrigens für seine Hummer. Unbedingt probieren. Hier findest du alle Highlights in Paternoster mit Tipps für Unterkünfte und Restaurants.
Nur wenige Minuten von Paternoster entfernt liegt außerdem das Cape Columbine Nature Reserve, das westlichste Reiseziel am Westkap. Von Juli bis Oktober verwandeln sich die Ebenen hier in ein Blütenmeer, und mit dem Leuchtturm auf dem Castle Rock steht hier der letzte manuell gesteuerte Leuchtturm Südafrikas. Mehr dazu in meinem Paternoster-Artikel.



Besuche das !Khwa ttu San-Dorf und lerne die Klick-Sprache
In !Khwa ttu haben wir für einen halben Tag ein Zentrum der San-Kultur (San = Buschmänner) besucht. Das Dorf wurde gegründet, um dem Erbe, der Erhaltung und Förderung der San-Kultur innerhalb der Südafrikaner zu dienen. Viele San haben keinen Job, wie es leider so oft bei Ureinwohnern der Fall ist. Alkohol- und Drogenprobleme sind auch hier keine Seltenheit.
Daher ist es wichtig, diese Erhaltung zu unterstützen und uns "Weißen" von ihrer Kultur zu berichten. Wir haben unter anderem die Grundlagen der Klicksprachen gezeigt bekommen (es ist wirklich verdammt schwer) und auch, wie man die Symbole liest. Denn die San-Sprachen bestehen außer aus unseren Buchstaben auch aus Kreisen, Ausrufezeichen und vielen anderen Zeichen, die besondere Klicklaute beschreiben. Zungenbrecher sind hier garantiert!



Cederberge
Landeinwärts schließen sich die Cederberge an, eine Bergregion mit schroffen Felsformationen. Im südlichen Teil liegt das Kagga Kamma Nature Reserve, wo dich neben der Landschaft auch ein Sternenhimmel mit gut sichtbarer Milchstraße erwartet. Mehr dazu in meinem Kagga-Kamma-Artikel.
Für die Cederberge würde ich mindestens 2 Nächte, besser 3 Nächte einplanen. Als reinen Zwischenstopp finde ich die Region zu schade. Viele Ziele liegen weit auseinander und die Fahrten über Schotterstraßen dauern länger als gedacht. Am besten suchst du dir eine Unterkunft im zentralen Cederberg (siehe unten) und unternimmst von dort Tagesausflüge.
Wenn du gerne wanderst, gehören die Wolfberg Cracks mit dem Wolfberg Arch oder das Maltese Cross zu den Highlights. Alternativ kannst du die Felsformationen der Stadsaal Caves, die San-Felsmalereien und Truitjieskraal erkunden. Für mich wären 3 Nächte ideal: ein Tag zum Ankommen, ein Wandertag und ein weiterer Tag für die übrigen Highlights.
Danach würde ich den Roadtrip über Clanwilliam und den Pakhuis Pass fortsetzen oder zurück nach Kapstadt fahren.. Einen kompletten Rundkurs durch die Cederberge würde ich bei nur 2 bis 3 Tagen nicht planen, dafür verbringst du zu viel Zeit im Auto. Ein normaler Mietwagen reicht bei guten Bedingungen meist aus, höhere Bodenfreiheit ist auf den Schotterpisten aber angenehmer.


Nützliche Reisezipps
Wie viel Zeit für die Westküste einplanen?
Plane für die Route zwischen Kapstadt und den Cederbergen mindestens 5 bis 7 Tage ein, wenn du auch Zeit für Wanderungen, Strände und den Abstecher zu den Cederbergen haben möchtest. Falls du weiter Richtung Norden fahren möchtest: 10 bis 14 Tage (hier gibts meinen Reisebericht für den Roadtrip von Kapstadt bis zum Kgalagadi Transfrontier Park).
Mietwagen
Die Westküste erkundest du am besten mit dem Mietwagen ab Kapstadt. Die Straßen sind größtenteils gut ausgebaut, nur die letzten Kilometer zu abgelegeneren Zielen wie dem Kagga Kamma Nature Reserve führen über Schotterpisten. Falls du nur bis Paternoster reisen willst, genügt ein normales Auto. Für Kagga Kamma und die Cederberge empfehlen wir ein 4x4.
Wo übernachten?
Das sind meine Unterkunftstipps entlang der Route:
- Bloubergstrand: The little Palm
- Langebaan & West Coast Nationalpark: Langebaan-On-Sea oder die Cottages im Nationalpark (Selbstversorger) von SANPark (hier ansehen)
- Paternoster: Klipmossel - Bek Bay, Unterkunft hier buchen.
- Cederberge: zentrale Unterkunft in Sanddrif/Dwarsrivier oder Kromrivier, wenn du wandern und die wichtigsten Highlights der Region erkunden möchtest. Cederberg Park,Kromrivier: private Farm mit Chalets, Safarizelten und Camping. Buchung über Cederberg Park.
Fazit: Lohnt sich die Westküste Südafrikas?
Für mich gehört die Westküste zu den unterschätzten Ecken Südafrikas: weniger überlaufen als die Garden Route, dafür mit Lagunen, Fischerdörfern und, wer noch weiterfährt, den Cederbergen als Bonus. Wer ohnehin über Kapstadt reist, sollte sich mindestens einen Abstecher einplanen.
Nützliche Artikel, die du vor deiner Südafrika Reise ansehen solltest!
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Das sagen unsere Leser
2 KOMMENTAREPetra Kleisa
12. November 2025 um 11:55 UhrHallo Katrin, ich bin auf deine Seite zufällig gestoßen, weil ich nach Reisen suche, die auch das Namaqualand einbeziehen, gar nicht so einfach. Ich bin unsicher, ob ich weiter nach organisierten Reisen, also in Kleingruppen, suchen soll oder – ich reise alleine! – ob es auch eine Option sein könnte, alleine mit Mietwagen zu fahren. Ich war schon mit einer Freundin auf der Gardenroute von Kapstadt aus unterwegs mit dem Mietwagen, aber das ist ja doch nicht so wirklich afrikanisch, hm? Und die Straßen waren eh super dort. Die Strecke an der Westküste hoch bis Namibia kenne ich nicht. Ich würde gerne deine bzw. eure Einschätzung hören: kann man das als Frau alleine machen oder würdet ihr abraten?
Oder vielleicht habt ihr Tipps, wo ich noch suchen könnte oder wie ich sonst organisieren könnte, dass ich zur Blumenblüte im Namaqualand bin.
Viele Grüße
Petra
Katrin Lehr
14. November 2025 um 09:53 UhrHallo Petra,
ich würde sagen: Go for it. Auch diese Strecke geht alleine als Frau. Ich war auch schon alleine in Südafrika unterwegs (hier findest du den Artikel dazu) und würde es immer wieder machen. Wenn du dich trotzdem nicht sicher fühlst, kannst du mal bei Diamir schauen, ob sie Gruppenreisen in diese Region anbieten (ich vertraue Diamir und habe mit ihnen schon einige Reisen gemacht, nur Südafrika mach ich immer auf eigene Faust).
Liebe Grüße
Katrin