Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze für deine erste USA Reise
- Ich zeige dir, wie du deine USA Reise Schritt für Schritt selbst planst und was du beim ersten Mal wissen musst.
- Einreise: biometrischer Reisepass und ESTA (Antrag spätestens 72 Stunden vor Abflug). Zusätzlich musst du vor dem Abflug in die USA eine Ebola-Gesundheitserklärung abgeben, dass du in den letzten 21 Tagen nicht in der Demokratischen Republik Kongo warst (gilt vorerst bis 18. Dezember 2026, die Airline fragt sie beim Check-in ab)
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst, je nach Region
- Zeit: 1 Woche für eine Stadt, mindestens 2 Wochen für eine Region, 3 bis 4 Wochen für eine Rundreise
- Unterwegs: Mietwagen für Roadtrips, in New York, Chicago oder San Francisco brauchst du kein Auto
- Bezahlen: fast überall mit Kreditkarte, Bargeld nur für Kleinigkeiten
- Nationalparks: Für Besucher aus dem Ausland gibt es einen eigenen Jahrespass
USA‑Reise planen: Schritt für Schritt
1. Region und Reisestil festlegen
Die USA sind riesig, vielfältig und voller Gegensätze – genau das macht sie für Erstbesucher so spannend. Egal, ob du auf eigene Faust reisen oder deine Tour genau durchplanen willst: In den Vereinigten Staaten findest du garantiert das passende Reiseziel.
Ob Roadtrip, Strandurlaub oder Städtereise – du hast die Wahl. In Nationalparks wie dem Grand Canyon, Yosemite oder den Great Smoky Mountains erlebst du beeindruckende Natur. Großstädte wie New York, San Francisco, Miami oder Chicago bieten Kultur, Kulinarik und Entertainment.
Auch für Strandliebhaber ist gesorgt: Florida, Hawaii und Kalifornien locken mit Sonne, Meer und entspannter Atmosphäre. In den Südstaaten entdeckst du die Wurzeln von Blues, Jazz und Country – und probierst dich durch die Vielfalt regionaler Küche.
Mein Tipp: Überlege dir zu Beginn deiner Planung, was dich am meisten interessiert – Natur, Stadt, Kultur oder Strand. Danach kannst du deine Reiseroute gezielt zusammenstellen und deine Zeit sinnvoll nutzen.
Meine besuchte Staaten in den USA
In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es 50 Bundesstaaten, die du bereisen kannst. Wobei beliebte Reiseziele oft Florida, Kalifornien, New York, Arizona und Texas umfassen, aber auch die Naturwunder wie Hawaii, Colorado und den Grand Canyon in Utah/Arizona sind sehr beliebt. Ich habe noch nicht alles gesehen, aber hier sind die Staaten, für die wir Reiseberichte und Erfahrungen haben.
Städte
2. Reisedauer und Reisezeit wählen
Je mehr Zeit du mitbringst, desto entspannter wird deine USA-Reise. Für einen Städtetrip nach New York, Chicago oder San Francisco reicht eine Woche. Für einen Roadtrip durch eine Region solltest du mindestens 14 Tage einplanen, für eine USA-Rundreise mit mehreren Regionen eher drei bis vier Wochen.
Mein Tipp: Lege dich auf eine Region fest, statt zu versuchen, zu viel in kurzer Zeit zu sehen. Die Entfernungen in den USA sind riesig und werden gerade beim ersten Mal unterschätzt.
Wann du am besten reist, hängt davon ab, wohin du möchtest. Für die meisten Rundreisen sind Frühling und Herbst ideal, für Florida und den Süden eher die Monate November bis Mai. Im Sommer ist es in vielen Regionen sehr heiß und in den Nationalparks voll. Wenn du flexibel bist, meide die amerikanischen Sommerferien, dann sind auch die Preise niedriger.
3. Flug für USA‑Urlaub buchen
Sobald Region und Reisezeit feststehen, kannst du deinen Flug buchen. Ich fliege am liebsten direkt, weil das schneller geht. Mit Umstieg lohnen sich KLM über Amsterdam (sehr zuverlässig), Air France über Paris oder Icelandair über Reykjavik. Bei Icelandair kannst du – ohne Aufpreis – bis zu sieben Nächte Stopover in Island einbauen.
Achte beim Preisvergleich auf das Gepäck: In den günstigsten Tarifen (überwiegend „Light“ oder „Basic“) ist auf Flügen in die USA oft nur Handgepäck enthalten. Wie ich Flüge suche und buche, erkläre ich dir in meinen Tipps, um günstige Flüge zu finden.
4. ESTA beantragen
Für die Einreise brauchst du einen Reisepass mit Chip und die ESTA, die elektronische Einreisegenehmigung für die USA. Offiziell sollst du den Antrag mindestens 72 Stunden vor Abflug stellen. Ich empfehle dir, ihn direkt nach der Flugbuchung abzuschicken, spätestens aber zwei bis drei Wochen vor der Reise.
Beantrage die ESTA nur über die offizielle Website der US-Regierung, nicht über teure Drittanbieter. Wie das Schritt für Schritt geht, zeige ich dir in meiner Anleitung ESTA für die USA beantragen.
5. Mietwagen oder Camper reservieren
Einen Mietwagen oder Camper solltest du früh reservieren, das spart Zeit und Geld. Achte auf eine Versicherung mit hoher Deckung und darauf, ob Zweitfahrer und Freikilometer enthalten sind. Gibst du das Fahrzeug an einem anderen Ort ab, kommt eine Einweggebühr dazu.
Für die Abholung brauchst du eine Kreditkarte. Unter 25 Jahren ist das Mieten oft nur mit Aufpreis oder gar nicht möglich. Nimm zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen Führerschein mit, in einigen Bundesstaaten ist er Pflicht.
Mehr dazu findest du in meinen Tipps zum Mietwagen in den USA und in meinen Erfahrungen zum Camper mieten in den USA.

6. Unterkünfte in Nationalparks und die erste Nacht buchen
Die USA lassen sich ideal auf eigene Faust bereisen. Dank zahlreicher Motels, Tankstellen und Restaurants kannst du unterwegs flexibel bleiben. Trotzdem empfehle ich, Flug, Mietwagen, ESTA und die erste Unterkunft im Voraus zu buchen.
Für stark frequentierte Regionen – wie Nationalparks, Großstädte oder zur Ferienzeit – solltest du frühzeitig reservieren. Ansonsten reicht eine grobe Route mit Etappenzielen – so bleibst du spontan.
7. Versicherung und Kreditkarte klären
Bevor du losfliegst, schließe eine Auslandskrankenversicherung ab. Ärztliche Behandlungen sind in den USA sehr teuer und müssen oft direkt bezahlt werden. Achte darauf, dass keine Selbstbeteiligung anfällt und ein Rücktransport nach Deutschland abgedeckt ist. Welche Versicherungen außerdem sinnvoll sind, liest du in meinem Ratgeber zu Reiseversicherungen.
Zudem brauchst du eine Kreditkarte, ohne sie kannst du in den USA weder ein Hotel buchen noch einen Mietwagen abholen. Nimm am besten zwei Karten mit, bei denen keine Auslandsgebühren anfallen.
Prüfe vorher auch dein Kreditkartenlimit: Die Kaution für den Mietwagen wird auf der Karte des Hauptfahrers hinterlegt und blockiert einen Teil des Kreditrahmens, solange du das Auto hast.
Auch Bargeldabhebungen zählen zum Kreditkartenlimit. Prüfe in der App deiner Bank, ob die Karten für die USA freigeschaltet sind, und teste am ersten Tag alle Karten einmal. Girocards mit V-Pay-Logo funktionieren in den USA nicht. Meine Empfehlungen findest du hier: Die beste Kreditkarte für die USA.
8. Zeitplan: Was du wann buchen solltest
Für die Planung deiner USA Reise gilt: Je früher du buchst, desto größer ist die Auswahl und desto günstiger wird es meist.
- So früh wie möglich: Flug, Unterkünfte in teuren Städten wie New York und Unterkünfte oder Campingplätze in beliebten Nationalparks.
- Früh, aber mit Blick auf Angebote: Mietwagen und Camper. Hier gibt es oft Angebote und Rabatte, ich vergleiche die Preise zum Beispiel bei check24 oder Billiger Mietwagen.
- Wochen bis Monate vorher: Tickets für beliebte Touren und Shows. Für Alcatraz in San Francisco zum Beispiel sind die Tickets oft lange im Voraus ausverkauft. Für beliebte Sehenswürdigkeiten in New York (Summit ONE) oder Sportevents (NBA, NHL oder NFL) ebenfalls.
- Nach der Flugbuchung: ESTA beantragen, spätestens zwei bis drei Wochen vor Abflug
- Vor dem Abflug: Auslandskrankenversicherung abschließen und Kreditkarten prüfen
Mein Tipp: Unterkünfte buche ich gerne bei Booking.com. Viele Unterkünfte kannst du dort bis 24 Stunden vor der Anreise kostenlos stornieren. Ändern sich deine Pläne oder findest du etwas Günstigeres, kannst du einfach umbuchen.
Planung & Tipps für USA-Erstbesucher
Zum ersten Mal in die USA? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für dich. Ob Einreise, Mietwagen, Unterkünfte oder Internet – hier findest du alle wichtigen Infos und Reisetipps, die du für deine Reisevorbereitung brauchst.
Ideal für USA-Erstbesucher und alle, die ihre Reise selbst planen. Ich war über 10 Mal in den USA und ganz sicher nicht das letzte Mal.
Die USA-Regionen im Überblick
Jede Region der USA ist anders, landschaftlich, kulinarisch und vom Klima her. Diese Regionen habe ich selbst bereist:
Ostküste und Neuengland: Meine erste USA-Reise ging an die Ostküste. Das ist eher untypisch, denn die meisten reisen zum ersten Mal nach Florida oder Kalifornien. Neben New York war ich in Boston und auf Cape Cod, an den Finger Lakes und an den Niagarafällen. Von dort ist es nicht weit nach Kanada, deshalb habe ich Toronto, Montreal und Québec gleich eingebaut. Später kamen Philadelphia und Jersey City dazu.
Florida: Miami, die Florida Keys bis Key West, die Everglades und die Golfküste rund um St. Petersburg und Sarasota. Am schönsten ist Florida zwischen November und Mai.
Südstaaten: Auf dem Roadtrip von Chicago nach New Orleans war ich in Nashville, Memphis und Clarksdale im Mississippi-Delta, der Wiege des Blues. Ein Freund hat für dich Tipps für Austin (Texas) aufgeschrieben.
Great Lakes und Mittlerer Westen: Chicago ist eine meiner Lieblingsstädte. Mit dem Camper bin ich drei Wochen rund um die Great Lakes gefahren. Dazu kommen Milwaukee, Detroit sowie South und North Dakota. Wunderschön im Indian Summer (ich war im Juni hier, ebenfalls wundervoll).
Kalifornien: San Francisco, der Highway 1 bis Los Angeles, San Diego und das Silicon Valley, dazu der Nationalpark Joshua Tree.
Südwesten: Las Vegas in Nevada, Sedona in Arizona und die Nationalparks Arches und Canyonlands in Utah, außerdem Salt Lake City. Utah allein hat fünf Nationalparks.
Hawaii: Inselhopping auf Oahu, Kauai, Maui und Big Island. Genial, leider sehr weit weg.
Noch auf meiner Liste: Oregon und Washington State mit Seattle möchte ich als Nächstes bereisen. Der Nordwesten ist bekannt für seine raue Pazifikküste, Regenwälder und Vulkane wie Mount Hood und Mount St. Helens, die beste Reisezeit ist von Juli bis September. Ebenfalls auf meiner Liste stehen Yellowstone und die Rocky Mountains sowie das Death Valley und der Bryce Canyon. Zu diesen Regionen kann ich dir noch keine eigenen Tipps geben.







Welche Region sich für die erste Reise eignet
Viele starten ihre erste USA-Reise in Kalifornien, Florida oder New York – und das aus gutem Grund: Diese Regionen bieten eine gute Infrastruktur, abwechslungsreiche Highlights und eignen sich perfekt für Einsteiger.
Typische Fehler bei der ersten USA-Reise
Diese Fehler passieren beim ersten Mal besonders oft. Einige davon habe ich selbst gemacht.
- Distanzen unterschätzen: Auf der Karte wirkt alles nah, aber die USA sind riesig. Wer jeden Tag 500 Kilometer und mehr fährt, sieht vor allem den Highway statt der Sehenswürdigkeiten. Plane lieber 250 bis 300 Kilometer pro Tag ein, dann bleibt genug Zeit für Stopps.
- Zu viel vornehmen: Zu viele Stationen in zu wenigen Tagen werden schnell zur Hetzjagd. Plane lieber weniger Orte ein und bleib länger. Urlaub soll nicht in Stress ausarten: nicht nur Listen abhaken, sondern auch genießen.
- Jetlag unterschätzen: Nach dem langen Flug und der Zeitverschiebung hast du am Ankunftstag meist keine Energie mehr für große Aktionen. Plane für den ersten Tag deshalb nur wenig ein. Mittlerweile komme ich damit recht gut klar. Halte dich so viel wie möglich draußen auf und gehe viel zu Fuß. Das hält dich wach (hilft mir). Hier findest du meine Tipps, um Jetlag zu vermeiden.
- Maut beim Mietwagen ignorieren: In vielen Bundesstaaten gibt es elektronische Mautstraßen ohne Kassenhäuschen, zum Beispiel in Florida. Wer das Mautpaket des Vermieters nicht bucht und trotzdem über solche Straßen fährt, zahlt später zusätzlich hohe Bearbeitungsgebühren. Kläre deshalb bei der Abholung, wie die Maut abgerechnet wird.
- Parkgebühren vergessen: In Großstädten und an beliebten Stränden kostet das Parken am Hotel oft viel Geld pro Nacht und kommt zum Zimmerpreis noch dazu. Prüfe das am besten schon vor der Buchung.
- Rechts abbiegen bei Rot: Nach einem vollständigen Stopp ist das fast überall erlaubt, außer ein Schild verbietet es. Die große Ausnahme ist New York City: Dort ist Rechtsabbiegen bei Rot verboten, außer ein Schild erlaubt es ausdrücklich.
- Zu viel reden bei der Einreise: Antworte bei der Passkontrolle kurz, ehrlich und direkt auf die Fragen der Grenzbeamten. Keine Witze und keine ungefragten Geschichten.
- Klimaanlagen unterschätzen: Draußen Hitze, drinnen in Supermärkten, Malls und Restaurants eiskalt. Bei meiner ersten Reise nach Las Vegas waren es draußen über 40 Grad und drinnen geschätzt 13 Grad. Durch die extremen Unterschiede war mein Kreislauf nah am Kollaps. Ein leichter Pullover oder eine Jacke gehört deshalb immer ins Handgepäck.
- Laute Klimaanlagen: In den Südstaaten (New Orleans) kannst du häufig aufgrund der Feuchtigkeit die Klimaanlage im Hotel nicht abschalten. Mich hat das unendlich genervt. Ich habe AirPods genutzt, was auch keine ideale Lösung war (sind irgendwann leer und man wacht dann auf).

Wie sicher ist eine Reise in die USA?
Die USA gelten generell als sicheres Reiseziel. In Großstädten kommt es wie überall zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen und Autoeinbrüchen, lass deshalb nichts sichtbar im Auto liegen. Meide ärmere Gegenden, besonders nachts.
Wegen der weitverbreiteten Waffen kommt es vereinzelt zu Gewalttaten, Touristen sind davon aber nur selten betroffen. In vielen Metropolen wie Los Angeles, San Francisco oder Philadelphia ist Obdachlosigkeit sichtbar, oft in Verbindung mit Drogenproblemen. Ich habe mich trotzdem nie unsicher gefühlt, mit gesundem Menschenverstand kommst du gut zurecht.
Wirst du mit dem Auto von der Polizei angehalten, bleib im Wagen sitzen, lass die Hände am Lenkrad und folge den Anweisungen. Alkohol bekommst du erst ab 21 Jahren, beim Kauf wird fast immer ein Ausweis verlangt. In der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken oder sichtbar mit dir zu tragen, ist vielerorts verboten.
Je nach Region solltest du auch Naturgefahren im Blick haben: Waldbrände im Westen, Schneestürme im Nordosten und Hurrikane im Süden, vor allem von Juni bis November. In Kalifornien und auf Hawaii kann es außerdem zu Erdbeben oder Vulkanausbrüchen kommen, an Floridas Stränden zu Rotalgen. Aktuelle Hinweise findest du in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.
Zeitzonen und Jetlag
In den 50 Bundesstaaten gibt es sechs Zeitzonen, inbegriffen die Zeitzonen für Hawaii und Alaska. Achtung: In manchen Staaten wird die Zeit umgestellt, in manchen nicht (zum Beispiel in Arizona und auf Hawaii). Die wichtigsten habe ich hier aufgelistet (Zeitunterschied zur deutschen Sommerzeit):
- New York: EDT – Eastern Daylight Time, 6 Stunden zurück
- Chicago: CDT – Central Daylight Time, 7 Stunden zurück
- Los Angeles: PDT – Pacific Daylight Time, 9 Stunden zurück
- Phoenix: MST – Mountain Standard Time, 9 Stunden zurück
- Alaska: AKDT – Alaska Daylight Time, 10 Stunden zurück
- Hawaii: HST – Hawaii Standard Time, 12 Stunden zurück
Da die USA die Uhren an anderen Tagen umstellen als wir, ist der Unterschied im März und Ende Oktober/Anfang November für ein bis drei Wochen eine Stunde kleiner.
Mein Tipp für den Ankunftstag: Wähle möglichst einen Flug, der nicht zu spät am Tag landet. Einreise, Gepäck und die Übernahme des Mietwagens können mehrere Stunden dauern. Plane für den Abend nichts Großes mehr, bleib aber wach, bis es dunkel ist. So gewöhnst du dich schneller an die neue Zeit. Mehr dazu findest du in meinen Tipps gegen Jetlag.
USA Rundreisen: Wie viel Zeit du einplanen solltest
Die USA sind riesig, daher solltest du dir vor deiner Reise gut überlegen, wie viel Zeit du mitbringst und welche Region du entdecken möchtest. Eine Reise für eine Woche kann sich lohnen, wenn du dich auf eine einzelne Stadt wie New York, San Francisco oder Chicago konzentrierst. Für eine Rundreise brauchst du aber deutlich mehr Zeit.
Meine Empfehlungen nach Reisedauer
- 1 Woche: Citytrip nach New York, Chicago, Philadelphia oder San Francisco
- 2 Wochen: Florida-Roadtrip oder Highway 1 (San Francisco – Los Angeles)
- 3 Wochen: Westküsten-Roadtrip (Highway 1), Great Lakes oder Inselhopping auf Hawaii
- 3–4 Wochen: Kombinierte Roadtrips mit mehreren Regionen (z. B. Chicago bis New Orleans)
Mein Tipp: Lege dich auf eine Region fest, statt zu versuchen, zu viel in kurzer Zeit zu sehen. So bleibt die Reise entspannt und erlebnisreich.
Beliebte Routen für die erste USA-Reise
- Highway 1: San Francisco bis Los Angeles (2 Wochen)
- Florida-Roadtrip: Miami, Key West, Everglades, Orlando (mind. 2 Wochen)
- New York City + Stopover: Ideal als Einstieg oder kurzer Abstecher
- Hawaii Inselhopping: Mindestens 3 Wochen einplanen
- Great Lakes Rundreise: Ab Chicago im Sommer, Natur & Kleinstädte
- Südstaaten-Route: Chicago – Nashville – Memphis – New Orleans (Kultur & Musik)
Gabelflug und Einwegmiete
Wenn du flexibel reisen willst, kann ein Gabelflug sinnvoll sein (z. B. Hinflug nach San Francisco, Rückflug ab Los Angeles). Beachte dabei die Einwegmiete für Mietwagen, die zusätzlich anfällt.
Beste Reisezeit für die USA
Die USA sind so groß, dass es keine einheitliche beste Reisezeit gibt. Je nachdem, wohin du reisen möchtest, unterscheiden sich Klima und Saison deutlich.
| Region / Aktivität | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rundreise (gesamt) | 0 | 0 | 0 | + | + | + | + | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Weniger Touristen | - | - | 0 | + | + | + | + | + | + | + | - | - |
| Städtereise NYC / Chicago | + | + | + | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | + |
| Florida Strandurlaub | 0 | 0 | 0 | 0 | + | + | + | + | + | + | + | 0 |
| Westküste (Süden, Kalifornien) | - | - | - | 0 | + | + | + | + | + | + | 0 | - |
| Westküste (Norden Oregon, Washington) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | + | + | + | 0 | 0 | 0 |
| Nationalparks (Yosemite, etc.) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | + | + | + | 0 | 0 | 0 |
| Wandern im Südwesten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | + | + | + | + | 0 | 0 | 0 |
| Hawaii (ganzjährig) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | + | + | + | 0 | 0 | 0 |
Beste ReisezeitGeeignete JahreszeitWeniger geeignete Jahreszeit
Für die Ostküste (z. B. New York, Boston oder Washington D.C.) eignen sich besonders die Monate April bis Oktober. Dann ist es angenehm warm und nicht zu schwül.
Florida und der tiefe Süden sind vor allem zwischen November und Mai ein ideales Reiseziel. Im Sommer ist es dort sehr heiß und feucht – dazu kommt die Hurrikansaison.
Die Westküste mit Kalifornien kannst du fast ganzjährig bereisen. Für Nationalparks wie Yosemite oder den Grand Canyon sind Frühling und Herbst perfekt – dann ist das Wetter stabil und es sind weniger Touristen unterwegs.
Im Südwesten oder den Mittleren Westen sind die Monate April bis November gut. Hauptreisezeit sind die Sommermonate Juli - August. Dann sind auch in den USA Ferien und es ist fast überall sehr heiß. Den Süden der Westküste kannst du ebenfalls das ganze Jahr über bereisen, während San Francisco und alles nördlich gelegene ab Oktober als Herbst- oder eher Winterdestination gilt.
Für die Südstaaten (wir waren in Mississippi, Tennessee und Louisiana) können wir die Monate Oktober und November sehr empfehlen. Der Vorteil: Es ist nicht ganz so heiß, wie in den anderen Monaten. Je südlicher du kommst, umso höher wird die Luftfeuchtigkeit. April und Mai sind anscheinend auch hervorragende Monate für Südstaaten-Reisen.
In den Großstädten wie New York, Chicago, San Francisco oder Los Angeles lohnt sich ein Besuch im Frühling oder Herbst – dann sind die Preise oft günstiger und die Städte weniger überfüllt. Außerdem ist es dann beim Sightseeing nicht so heiß.
Im Herbst färbt sich im Nordosten das Laub: Der berühmte Indian Summer in Neuengland beginnt meist Ende September im Norden von Maine, Vermont und New Hampshire und zieht bis Mitte, Ende Oktober Richtung Süden nach Massachusetts und Connecticut. Auch rund um die Great Lakes leuchten die Wälder, zuerst ab Ende September auf der Upper Peninsula in Michigan und im Norden von Wisconsin, an den Seeufern etwas später. Einen Städtetrip nach Chicago kannst du dann gut damit verbinden, denn es ist nicht mehr so heiß wie im Sommer. Wann die Farben ihren Höhepunkt erreichen, hängt jedes Jahr vom Wetter ab.
Mein Fazit: Vermeide nach Möglichkeit die Sommerferien – sowohl wegen der Preise als auch wegen der Besucherzahlen. Wenn du flexibel bist, reise lieber in der Nebensaison.
Einreise in die USA: ESTA nicht vergessen
ESTA, Reisepass und Visum
Mit einem biometrischen Reisepass und der ESTA kannst du als deutsche*r Staatsbürger*in bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen. Dein Reisepass muss für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein. Kinder brauchen einen eigenen Reisepass, mit einem Kinderreisepass ist ESTA nicht möglich. Die ESTA ist gebührenpflichtig, zwei Jahre gültig und wird nur über die offizielle Website der US-Regierung beantragt, Drittanbieter sind deutlich teurer. Bei der Einreise musst du die Adresse deiner ersten Unterkunft nennen können. Alle Schritte erkläre ich in meiner Anleitung ESTA für die USA beantragen.
Neu ab 3. November 2026: Erklärung zum Kongo-Aufenthalt. Wegen des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika musst du vor jedem Flug in die USA bestätigen, dass du in den 21 Tagen vor Abflug nicht in der Demokratischen Republik Kongo warst. Auch ein Umstieg an einem Flughafen im Kongo zählt. Das gilt für alle Passagiere, egal welche Nationalität, und auch, wenn du in den USA nur umsteigst. Die Erklärung holt deine Airline ein, je nach Airline beim Online-Check-in oder am Schalter. Ohne die Erklärung darfst du nicht an Bord.
Medikamente und Lebensmittel
Die USA haben strenge Einfuhrbestimmungen, besonders bei Lebensmitteln und Medikamenten. Damit du bei der Einreise keine böse Überraschung erlebst, solltest du dich vorab gut informieren.
Nimm nur die Medikamente mit, die du wirklich brauchst – am besten in der Originalverpackung und mit ärztlicher Bescheinigung auf Englisch (insbesondere bei verschreibungspflichtigen oder betäubungsmittelhaltigen Präparaten wie Schlaf- oder Beruhigungsmitteln).
Achtung: Auch manche Hustenmittel und Antidepressiva können in den USA als problematisch gelten. Ich wurde übrigens noch nie kontrolliert.
Die Einfuhr von frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukten ist in der Regel verboten. Selbst ein Apfel aus dem Flugzeug-Snack muss deklariert oder entsorgt werden.
Erlaubt ist dagegen in der Regel:
- verpackte Backwaren,
- Hartkäse,
- Gewürze,
- Honig,
- Kaffee und Tee,
- Säuglingsnahrung in kleinen Mengen.
Gepäckkontrolle und TSA-Schloss
Alle Reisenden müssen damit rechnen, dass das Gepäck stichprobenartig geöffnet und durchsucht wird – ohne Vorwarnung. Daher solltest du kein herkömmliches Schloss verwenden, sondern ein sogenanntes TSA-Schloss (hier ansehen). Damit kann dein Koffer geöffnet werden, ohne dass das Schloss zerstört wird.
Am Flughafen triffst du mit großer Wahrscheinlichkeit auf die „Beagle Brigade“ – speziell trainierte Spürhunde, die gezielt nach Lebensmitteln im Handgepäck schnüffeln. Ich hatte diese bislang nur in Miami, als ich aus Zentralamerika eingereist bin.
Mein Tipp: Packe keine verbotenen Produkte ein und halte wichtige Medikamente griffbereit im Handgepäck – mit Nachweis, falls erforderlich.
Flüge in die USA
Ich fliege am liebsten direkt: Mit jedem Umstieg dauert die Reise länger, und das Risiko für verlorenes Gepäck steigt. Mein letzter Flug in die Staaten ging ab Stuttgart über Amsterdam nach Chicago. Das war herrlich entspannt, und die Crew bei KLM ist immer super freundlich. Nach Flügen suche ich bei Kayak oder Skyscanner und vergleiche mit der Direktbuchung bei der Airline. Wähle in der Suche gleich einen Koffer aus, sonst wirken Light- oder Basic-Tarife ohne Aufgabegepäck günstiger, als sie sind. Mehr dazu in meinen Tipps, um günstige Flüge zu finden.
Unterwegs in den USA: Mietwagen, Camper, Bus und Zug
Am flexibelsten bist du mit einem Mietwagen oder Camper. Du kannst spontan stoppen, Nationalparks erkunden und unabhängig reisen.
- Mietwagen: Ideal für Roadtrips, relativ günstig, aber Einweggebühren beachten
- Camper / Wohnmobil: Teurer, aber maximale Freiheit, besonders in der Natur (im Sommer an manchen Orten nicht erlaubt!)
- Bus / Greyhound / Amtrak: Komfortabel, aber wenig flexibel und nicht für Roadtrips geeignet
Wir bevorzugen Roadtrips mit Mietwagen, kombinieren Städte mit Natur und meiden klassische Rundreisen, bei denen man im Kreis fährt.
Mietwagen und Autofahren
Ein Mietwagen ist für die meisten USA-Reisenden die beste Art, das Land zu erkunden. Die Straßen sind gut ausgebaut, das Fahren ist entspannt und Parkplätze gibt es außerhalb der Großstädte meist genug. Achte bei der Buchung auf eine Versicherung mit hoher Deckung, Zweitfahrer und Freikilometer. Beim Tanken zahlst du meist vorher, per Kreditkarte an der Zapfsäule oder im Shop. Alle Tipps und Verkehrsregeln findest du in meinen Erfahrungen mit dem Mietwagen in den USA und unter Tanken in den USA.
Internationaler Führerschein
Ich empfehle dir, zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen Führerschein mitzunehmen.
Er wird zwar nicht überall in den USA verlangt, dient aber als offizielle Übersetzung und kann dir bei Polizeikontrollen oder Mietwagenfirmen Ärger ersparen – besonders in Bundesstaaten, in denen er vorgeschrieben ist. Beim Mieten eines Wohnmobils ist er oft beim Erstfahrer Pflicht. Frage immer vorher nach.
Mit dem Camper durch die USA
Mit dem Camper bist du am flexibelsten: Du übernachtest auf Campingplätzen am Meer oder in Nationalparks und kochst selbst. Dafür ist ein Wohnmobil deutlich teurer als ein Mietwagen, und bei der Abgabe an einem anderen Ort kommt eine Einweggebühr dazu. Meine Erfahrungen findest du unter Camper mieten in den USA.
Bus, Amtrak, Uber und Nahverkehr
Außer in New York und anderen Großstädten bist du in den USA aufs Auto angewiesen, das Nahverkehrsnetz ist oft begrenzt, selbst in Los Angeles. In den Städten sind Fahrräder, Uber und Lyft gute Alternativen. Für längere Strecken kannst du den Amtrak-Zug oder den Greyhound-Bus nehmen. Ich fand beides komfortabel, für eine Rundreise aber unpraktisch, weil du an den schönsten Orten nicht anhalten kannst.
Unterkünfte bei USA-Rundreisen oder Städtetrips
Unterkünfte in den USA können je nach Region sehr teuer sein, vor allem in New York, San Francisco, Chicago, Miami oder Key West.
Ich buche deshalb früh, besonders in Nationalparks und wenn in einer Stadt große Events anstehen, denn die treiben die Hotelpreise gewaltig in die Höhe. Auf Roadtrips sind Motels perfekt für spontane Zwischenstopps, für längere Aufenthalte lohnen sich Ferienwohnungen über Airbnb oder FeWo Direkt.
Bewertungen vergleiche ich oder suche nach Empfehlungen in öffentlichen Facebook Gruppen. Auf Roadtrips übernachtest du meist in Hotelketten wie Best Western, Holiday Inn Express oder Hampton Inn. Das Frühstück ist dort oft einfach. Wer ein typisch amerikanisches Frühstück mit Eiern, Speck und Toast möchte, geht besser in ein Diner. Achte beim Preisvergleich außerdem auf Resort Fees, vor allem in Las Vegas: Diese Pflichtgebühr pro Nacht kommt zum Zimmerpreis noch dazu.
Hotel gesucht? Für die Suche nach einem guten Hotel empfehlen wir dir die Plattform Booking.com oder expedia.de. Unsere Unterkünfte buchen wir immer auf dieser Plattform oder direkt bei American Express, da wir mit der American Express Platinum Kreditkarte zusätzliche Rabatte erhalten (lohnt sich nur für Vielreisende).
Nationalparks und State Parks
Die USA bieten mit 63 offiziellen Nationalparks und hunderten State Parks eine landschaftliche Vielfalt ohne Ende.
Zu den meistbesuchten Nationalparks gehören der Great Smoky Mountains NP (Tennessee / North Carolina), Zion (Utah), Yellowstone (Wyoming, Montana, Idaho), Grand Canyon (Arizona), Yosemite (Kalifornien) und der Rocky Mountain NP (Colorado). Vor allem dort wird es im Sommer zur Hauptreisezeit recht voll. Die meisten Urlauber sind weniger aktiv als wir und schauen sich nur die leicht erreichbaren Viewpoints an. Unternimm eine Wanderung, um den Massen zu entkommen. Unterkünfte und Campingplätze in den Nationalparks musst du rechtzeitig buchen.

Nationalparkpass America the Beautiful
Wenn du mehrere Nationalparks besuchen möchtest, lohnt sich oft der Annual Pass "America the Beautiful". Er gilt ein Jahr lang für den Eintritt in fast alle Nationalparks und Bundes-Erholungsgebiete.
Für Besucher ohne Wohnsitz in den USA gibt es einen eigenen, deutlich teureren Jahrespass. Ohne Pass zahlst du in elf besonders beliebten Nationalparks, darunter Grand Canyon, Yellowstone, Yosemite, Zion, Bryce Canyon und die Everglades, zusätzlich zum Eintritt einen Aufschlag pro Person ab 16 Jahren. Die aktuellen Preise findest du auf der offiziellen Seite des National Park Service. Du kannst den Pass vor Ort an den Parkeingängen oder online kaufen.
Mein Tipp:
- Nationalparkpass kaufen, wenn du mehrere Nationalparks planst (Nicht gültig in: State Parks, lokalen Regionalparks oder County Parks)
- State Park Pass prüfen, wenn du länger in einem Bundesstaat unterwegs bist (hat sich bei uns in Michigan und Wisconsin gelohnt)
- Frühzeitig Campingplätze oder Lodges reservieren, vor allem in der Hochsaison

State Park Pass
Zusätzlich hat jeder Bundesstaat eigene State Parks mit eigenen Eintrittsgebühren. Viele Bundesstaaten bieten dafür einen Jahrespass an. Ob er sich lohnt, hängt davon ab, an wie vielen Tagen du State Parks besuchst, denn der Tagespass gilt meist für alle Parks eines Bundesstaats am selben Tag. In Michigan rechnet sich der Jahrespass zum Beispiel erst ab dem vierten Tag. Achte außerdem darauf, dass manche Jahrespässe nur bis zum Jahresende gelten.
Geld, Kosten und Trinkgeld
Kreditkarte statt Bargeld
In den USA wird fast alles mit Kreditkarte bezahlt, selbst Kleinstbeträge. Visa und Mastercard sind dabei Standard. Ideal für Reisen ist eine gebührenfreie Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt. Bargeld brauchst du nur für Kleinigkeiten, am besten in 1-Dollar-Scheinen, und selbst das Trinkgeld kannst du meist mit der Karte geben. Die Währung ist der US-Dollar, Münzen gibt es zu 1, 5, 10 und 25 Cent. Bargeld hebst du nach der Ankunft am besten am Automaten (ATM) mit einer Kreditkarte ohne Auslandsgebühren ab, das ist günstiger als der Umtausch in Deutschland. Girocards mit V-Pay-Logo funktionieren in den USA nicht.
Meine Empfehlungen sind die Genial Card (Hanseatic Bank), die Mastercard Gold der TF Bank und die Debitkarte der DKB (kostenlos im Ausland nur mit Aktivstatus), für Vielreisende außerdem die American Express Platinum. Alle Details liest du in meinem Vergleich Die beste Kreditkarte für die USA.
Sales Tax: Preise ohne Steuer
Wichtig: Die meisten Preise sind ohne Steuer ausgewiesen – an der Kasse kommt je nach Bundesstaat und Stadt Sales Tax hinzu, meist zwischen 5 und 10 %, an manchen Orten auch mehr.
Trinkgeld in den USA
Trinkgeld ist in den USA quasi Pflicht, denn Servicekräfte verdienen ein sehr niedriges Grundgehalt. Im Restaurant gibst du etwa 20 % des Rechnungsbetrags, bei besonders gutem Service mehr. An den Bezahlstationen werden inzwischen fast überall Beträge ab 20 % vorgeschlagen, wir geben oft etwas weniger, weil wir das langsam überzogen finden. Prüfe vorher, ob das Trinkgeld schon auf der Rechnung steht, in Florida war das bei uns oft der Fall. Bei Touren sind 10 bis 20 % üblich, Guides bei Tagesausflügen und der Zimmerservice bekommen ein paar Dollar.
Was ein USA Urlaub kostet
Pauschal lässt sich das nicht sagen, dafür sind die Reiseziele zu unterschiedlich. Hawaii, New York, Florida mit Miami und Key West sowie Kalifornien, vor allem San Francisco, gehören zu den teuren Zielen. Die größten Posten sind Flug, Unterkünfte und Fahrzeug, ein Wohnmobil ist deutlich teurer als ein Mietwagen. Konkrete Beispiele findest du in meinen Artikeln Das kostet eine Reise nach New York und Hawaii Urlaub: Kosten und Tipps.
Citypässe zum Sightseeing in Städten
In Städten wie New York, Chicago, Los Angeles oder Miami gibt es sogenannte Sightseeing-Pässe. Darin sind oft die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen enthalten. Du bezahlst einmalig und hast dann eine Art „Flatrate“. Bei manchen Pässen sind auch Tickets für beliebte Hop-on-Hop-off-Busse dabei. Öffentliche Verkehrsmittel sind in den großen US-Pässen dagegen nicht enthalten, U-Bahn und Bus zahlst du extra.
Wir haben folgende Citypässe getestet: New York Pass Vergleich, San Diego Pass, Chicago Pass Vergleich, Oahu Pass (Hawaii), Lass Vegas Pass. Hier gibt es einen Überblick über alle von uns getesteten Touristenkarten.
Ob sich ein Pass für dich lohnt, solltest du vorher durchrechnen: Erstelle eine Liste mit den Sehenswürdigkeiten, die du besuchen möchtest, notiere die Ticketpreise und vergleiche die Summe mit dem Preis des Passes. Prüfe dabei auch, ob deine Wunsch-Attraktionen wirklich enthalten sind.
Beim Kauf kannst du zusätzlich sparen: Auf meiner Seite mit Rabattcodes und Angeboten findest du aktuelle Codes für City-Pässe.
Internet, Strom und Gesundheit
SIM-Karte und eSIM
Roaming ist in den USA teuer, deshalb lohnt sich eine amerikanische SIM-Karte oder eSIM. Damit bist du direkt nach der Landung online und kannst Google Maps, Booking.com oder Übersetzer-Apps nutzen, denn WLAN in Hotels und Cafés ist oft langsam. Wir nutzen gerne eSIM-Apps wie Holafly.
Mit der Prepaid-eSIM von T-Mobile USA bekommst du zusätzlich eine US-Telefonnummer, und wenn du nur Daten brauchst, bietet Airalo kleine Datenpakete an. Meine aktuellen Empfehlungen findest du unter Die beste SIM-Karte für die USA.
Reisestecker
Für Nordamerika brauchst du einen Steckdosenadapter um deine elektronischen Geräte zu laden. Es liegt eine Netzspannung von 120 Volt an und es werden die Netzsteckertypen A und B verwendet. Den benötigten Adapter kannst du auch in Kanada verwenden.
Wenn du nach einem universellen Reiseadapter für alle deine Reisen suchst, dann kann ich diesen Universal Adapter empfehlen. Da die Adapter recht wackelig sind habe ich mir zusätzlich einen Adapter vor Ort gekauft. Aber dieser war sehr teuer. Daher rate ich dir, unbedingt vor der Reise einen Reisestecker zu kaufen.
Auslandskrankenversicherung und Reiseapotheke
Die medizinische Versorgung in den USA ist sehr gut, aber extrem teuer, schon ein einfacher Arztbesuch kann mehrere hundert Dollar kosten. Eine Auslandskrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung und mit Rücktransport ist deshalb ein Muss. Bewahre Quittungen und Rezepte auf, um sie später einzureichen. Welche Versicherungen außerdem sinnvoll sind, liest du in meinem Ratgeber zu Reiseversicherungen.
Medikamente sind in den USA längst nicht mehr so günstig und einfach zu bekommen wie früher. Nimm deine regelmäßigen Medikamente und das Wichtigste gegen Erkältung, Schmerzen und Durchfall von zu Hause mit. Was in meine Reiseapotheke kommt, zeige ich dir in meiner Checkliste.
Impfungen
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis A, je nach Reise zusätzlich gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken und Dengue. Achte außerdem darauf, dass deine Standardimpfungen aktuell sind, besonders gegen Masern.
Feiertage in den USA
Wichtige Feiertage, an denen eventuell die ein oder andere Sehenswürdigkeit geschlossen ist:
- Neujahr: 1. Januar
- Martin Luther King Day – 3. Montag im Januar
- President's Day / Washington’s Birthday – 3. Montag im Februar
- Memorial Day – letzter Montag im Mai
- Juneteenth – 19. Juni
- Independence Day – 4. Juli
- Labor Day – 1. Montag im September
- Columbus Day – 2. Montag im Oktober
- Veterans Day – 11. November
- Thanksgiving Day – 4. Donnerstag im November
- Weihnachten: 25. Dezember
Weitere Feste: Halloween (31. Oktober), Silvester (31. Dezember), Valentinstag (14. Februar), St. Patrick's Day (17. März).
Checkliste für deine USA-Reise
Mit dieser Checkliste hast du vor dem Abflug alles Wichtige im Blick:
- Biometrischer Reisepass, gültig für die gesamte Reise, auch für Kinder
- ESTA genehmigt, spätestens 72 Stunden vor Abflug beantragt
- Einreisebestimmungen kurz vor der Reise beim Auswärtigen Amt geprüft
- Flug gebucht, Aufgabegepäck inklusive
- Erste Unterkunft gebucht, die Adresse brauchst du bei der Einreise
- Mietwagen oder Camper reserviert, deutscher und internationaler Führerschein eingepackt
- Auslandskrankenversicherung abgeschlossen
- Zwei Kreditkarten ohne Auslandsgebühren, Limit geprüft
- eSIM oder SIM-Karte für die USA besorgt
- Reiseadapter für die US-Steckdosen eingepackt
- Tickets für Touren, Aussichtsplattformen oder Sportevents vorab gebucht
- Medikamente in der Originalverpackung, bei Bedarf mit ärztlicher Bescheinigung auf Englisch
- Kopien der wichtigsten Dokumente getrennt aufbewahrt oder digital gespeichert
- Rechtzeitig am Flughafen, bei Flügen in die USA etwa drei Stunden vor Abflug
Was du sonst noch einpacken solltest, findest du in meiner USA-Packliste zum Abhaken und Ausdrucken.
Ich hoffe, dir hat dieser Artikel gefallen und geholfen, deine Fragen zu beantworten. Falls du noch Ideen oder Fragen hast, dann freuen wir uns sehr auf deinen Kommentar hier auf dem Reiseblog.
Nützliche Links: Unsere Empfehlungen, hier buchen wir
Wenn du deine Reisen oder Ausrüstung über meine Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision. So kannst du mir helfen, diesen Reiseblog (Technik & Hosting) zu finanzieren. Danke für deine Unterstützung und dass du Teil meiner Community bist. Herzlichen Dank für deine Unterstützung!
Für mehr Reisetipps und persönliche Empfehlungen:
Folge mir auf Facebook, Instagram, Pinterest oder Threads – oder melde dich für meinen Newsletter an, um regelmäßig neue Artikel und exklusive Tipps zu erhalten. Kennst du schon meinen Podcast "abgefahren. Der Reisepodcast"? Hör unbedingt mal rein: Bei Spotify, Apple Podcast oder Amazon Music.

Das sagen unsere Leser
2 KOMMENTARESofia
13. November 2019 um 14:51 UhrMoin moin,
vielen Dank für den tollen Blogeintrag! Die Fotos sind auch echt der Hammer *-*
freue mich jetzt schon riesig auf mein Sprachkurs in den USA.
Beste Grüße und einen schönen Tag,
Sofia
Vera
15. Oktober 2019 um 11:30 UhrAlso einen Annual Pass über Ebay zu kaufen, kann ich nicht empfehlen: wir waren im September 2019 mit Camper in den USA und haben in 3,5 Wochen 7 Nationalparks (Death Valley, Grand Canyon, Arches, Canyonlands, Capitol Reef, Bryce Canyon und Zion), 4 state parks, Monument Valley, 2 Recreation Areas, 1 National Forest etc. …besucht.
Gebt das Geld für einen Annual Pass aus, das kommt der Erhaltung der Nationalparks zugute bzw. deren Infrastruktur!! Außerdem mussten wir immer den Reisepass dazulegen und es wurde penibel darauf geachtet, dass Namensgleichheit herrschte (Abgleich Reisepass mit angegebenem Namen auf dem Annual Pass).
Die Preise bei den beliebten Nationalparks (z.B. Grand Canyon, Bryce Canyon etc). betragen mittlerweile 35$/Fahrzeug für meistens 7 Tage. Ihr habt also beim Besuch des 3. Nationalparks den Pass wieder raus. Außerdem sind National Forests und Recreation Areas (wie Lake Mead bei Las Vegas und Lake Powell bei Page z.B) ebenfalls im Preis enthalten. Ich finde den Pass so toll und günstig, dass man diesen unterstützen und nicht versuchen sollte, noch billiger zu fahren. Meine Meinung!