Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ich zeige dir meine Highlights und die Route der Burgenstraße, vom Schloss Schwetzingen über die Burgen am Neckar bis zur Wagnerstadt Bayreuth.
  • Strecke: Die Route führt dich ca. 830 km von Schwetzingen und Heidelberg über Heilbronn, Rothenburg ob der Tauber, Nürnberg und Bamberg nach Bayreuth.
  • Zeit: Stressfrei sind 14 Tage für die ganze Strecke. Hast du weniger Zeit, pick dir die Highlights heraus und mische Städte-Sightseeing mit Burgen und Schlössern, sonst wird es schnell zu viel.
  • Beste Reisezeit: Mai bis September, dann sind die Tage lang und Burgen und Schlösser haben ihre Sommeröffnungszeiten. Im Oktober leuchten Wälder und Weinberge entlang der Strecke in Herbstfarben, das Wetter ist aber wechselhafter und die Nächte werden sehr kalt. Ab Ende Oktober gelten vielerorts Winterzeiten.
  • Highlights: Schloss Schwetzingen, Altes Schloss Heidelberg, Altstadt in Bad Wimpfen und Schwäbisch Hall, Neckarsteinach (3 Burgen), Rothenburg, Wolframs-Eschenbach, Bamberg, Pottenstein, Stein (Faber-Castell), Nürnberg, Coburg und Bayreuth.

Streckenverlauf der Burgenstraße: Karte, Länge und Etappen

Die Deutsche Burgenstraße gehört zu den ältesten Ferienstraßen Deutschlands. Gegründet wurde sie 1954 als Route von Mannheim über Heilbronn nach Nürnberg. Später reichte sie sogar bis nach Prag, seit 2018 endet sie wieder in Bayreuth.

Die Burgenstraße beginnt heute in Schwetzingen und Heidelberg und ist bis Bayreuth rund [X] Kilometer lang. Unterwegs liegen rund 60 Burgen und Schlösser. In vielen Reiseführern und auf Karten taucht noch Mannheim als Startpunkt auf. Mannheim ist aber aus dem Verein ausgetreten, ebenso wie Hirschhorn und Bad Rappenau. Prüf deshalb bei der Planung auf burgenstrasse.de, welche Orte aktuell offizielle Mitglieder sind.

Von Westen nach Osten folgt die Burgenstraße zuerst dem Neckartal, wo sich eine Burg an die nächste reiht. Bei Neckarsteinach streift sie kurz Hessen, dann geht es durch das Heilbronner Land und das Hohenloher Land. Hinter Kirchberg an der Jagst wechselst du nach Bayern. Dort führt die Route durch das Romantische Franken, die Fränkische Schweiz und die Haßberge, macht einen Abstecher nach Thüringen zur Veste Heldburg und endet nach dem Frankenwald in Bayreuth.

Für Wohnmobile hat der Verein die Strecke in 5 Touren aufgeteilt. Diese Einteilung übernehme ich, denn jede Tour deckt eine Region ab. Die reine Fahrzeit pro Etappe ist überschaubar, mit Besichtigungen brauchst du aber deutlich länger. Plane für die ganze Strecke 14 Tage ein. Allein Heidelberg und Bamberg sind mindestens einen Tag wert, Nürnberg je nach Interessen 1,5 bis 2 Tage. Mit weniger Zeit suchst du dir besser einzelne Etappen oder Highlights aus.

Burgenstraße in 5 Etappen

EtappeStreckeKilometerRegion
1Schwetzingen/Heidelberg – Heilbronnca. 100 kmNeckartal
2Heilbronn – Schwäbisch Hall55 kmHeilbronner Land, Hohenlohe
3Schwäbisch Hall – Nürnberg264 kmRomantisches Franken
4Nürnberg – Bamberg125 kmFränkische Schweiz
5Bamberg – Bayreuth138 kmHaßberge, Coburger Land, Frankenwald

Zusammen sind das knapp 830 Kilometer. Ich bin am Tag eigentlich immer unter 100 Kilometer gefahren.

Karte und Beschilderung

Die Burgenstraße ist ausgeschildert, du kannst also einfach den Hinweisschildern „Burgenstraße" folgen. Das gilt für das Wohnmobil genauso wie für das Auto oder das Motorrad.

Ein Navi brauchst du trotzdem, vor allem für die Abstecher und die Stellplätze. Die GPX-Daten der Route findest du im Downloadbereich der Burgenstraße.

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Mehr Informationen

Etappe 1: Von Schwetzingen und Heidelberg durchs Neckartal nach Heilbronn

Schwetzingen

Schwetzingen ist für zwei Dinge bekannt: sein Schloss und seinen Spargel. Im 18. Jahrhundert verbrachte der kurpfälzische Hof hier die Sommer. Die Innenräume des Schlosses siehst du nur bei einer Führung, und die lohnt sich wirklich. Nimm dir danach unbedingt Zeit für den sehenswerten Schlossgarten. Er verbindet einen Barockgarten mit einem englischen Landschaftsgarten, dazwischen stehen Bauten wie die Moschee, das Badhaus und der Apollotempel.

Vom Schlossplatz aus bummelst du durch die Fußgängerzone und vorbei am Palais Hirsch. Im Frühjahr kommt hier der Spargel frisch auf den Tisch.

  • Wohnmobilstellplatz: an der Ketscher Landstraße. Am Ortseingang links abbiegen und der Beschilderung „Parkplatz Wohnmobile" folgen. Der Stellplatz liegt am hinteren Ende des Schlossgartens. Da es dort keinen Eingang gibt, läufst du außen herum bis zum Haupteingang, etwa 1,5 km.
  • Parken nah am Schloss: Alter Messplatz, keine 10 Minuten zu Fuß zum Schloss
  • Anfahrt: A 6, Ausfahrt Schwetzingen/Hockenheim, dann über die B 291 nach Schwetzingen
  • Zeit: ein halber Tag für Schloss und Schlossgarten, ein ganzer Tag mit Stadtrunde
  • Spargelzeit: Mitte April bis Ende Juni
  • Veranstaltungen: Schwetzinger SWR Festspiele im Schlosstheater (April bis Mai), Schwetzinger Mozartfest (September bis Oktober), Barockfest „Winter in Schwetzingen" (Dezember bis Januar)

Wie du einen ganzen Tag in Schwetzingen verbringst, mit Schlossführung, Schlossgarten und Stadtrunde, findest du im Artikel zu Schloss Schwetzingen und Schlossgarten.

Heidelberg

Heidelberg ist die bekannteste Station der Burgenstraße. Schon bei der Anreise siehst du Schloss Heidelberg über der Altstadt thronen, die wohl berühmteste Ruine der Welt. Ich bin regelmäßig in Heidelberg und kann von dem Anblick nicht genug bekommen. Im Keller des Schlosses lagert das Große Fass, und vom Schlossgarten hast du einen weiten Blick über den Neckar. Hinauf kommst du am bequemsten mit der Bergbahn.

Unten in der Altstadt bummelst du über die Hauptstraße, eine der längsten Fußgängerzonen Europas, vorbei an Heiliggeistkirche, Marktplatz und dem Studentenkarzer der Alten Universität, der ältesten Deutschlands. Über die Alte Brücke mit dem Brückentor geht es hinüber zum Philosophenweg, von dort hast du den schönsten Blick auf Stadt und Schloss. Abends treffen sich viele auf den Neckarwiesen.

  • Wohnmobilstellplatz: Harbigweg 3, rund 2 km vom Zentrum, mit Straßenbahn gut erreichbar.
  • Parken in der Altstadt: Die Parkplätze sind oft voll. Mit dem Wohnmobil lässt du es besser auf dem Stellplatz stehen und fährst mit der Straßenbahn in die Stadt.
  • Zum Schloss: am bequemsten mit der Bergbahn ab dem Kornmarkt, die Fahrt ist im Ticket für das Schloss enthalten. Alternativ geht es zu Fuß nach oben, so mache ich es am liebsten.
  • Zeit: 1 Tag für die Highlights, 2 Tage mit Wanderung auf den Königstuhl über die Himmelsleiter oder einer Schifffahrt auf dem Neckar.
  • Fotomotive: Brückentor an der Alten Brücke, Blick vom Philosophenweg, Elisabethentor im Schlossgarten
  • Einkehrtipp: Kulturbrauerei in der Altstadt
  • Schifffahrt: Mit der Weissen Flotte kannst du auf dem Neckar fahren, sogar von Heilbronn bis Heidelberg. Für mich ist das der schönste Abschnitt der Burgenstraße.

Alle Highlights mit Tipps zu Bergbahn, Philosophenweg und Altstadt findest du in meinem Heidelberg Reiseführer.

Neckargemünd und Burg Dilsberg

Nur wenige Kilometer neckaraufwärts von Heidelberg liegt Neckargemünd mit seiner über 1000 Jahre alten Altstadt. Neben einem kurzen Rundgang durch die Gassen lohnt sich der Sinnenpfad und der Hochwasserpfad am Neckar, wenn du etwas wandern möchtest.

Hoch über der Stadt thront die Burgfeste Dilsberg aus dem 12. Jahrhundert. Von ihrer 16 Meter hohen Mantelmauer blickst du weit über das Neckartal, den Odenwald und den Kraichgau. Spannend ist der fast 80 Meter lange Brunnenstollen, den Mark Twain in seinem Buch „Bummel durch Europa" bekannt gemacht hat. Leider war ich im Oktober hier, wo der Brunnenstollen geschlossen ist.

  • Parken: [Ergänzung: Parkplatz in Dilsberg und Neckargemünd für Wohnmobile]
  • Camping: Campingplatz an der Friedensbrücke in Neckargemünd, direkt am Neckar.
  • Öffnungszeiten und Führungen auf der Webseite prüfen. Der Brunnenstollen ist im Winter geschlossen, weil dort Fledermäuse überwintern.
  • Zeit: 1 bis Stunden für Neckargemünd und Dilsberg (je Jahreszeit)

Neckarsteinach

Eberbach

Mosbach

Burg Hornberg

Gundelsheim und Schloss Horneck

Burg Guttenberg

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Katrin in Philadelphia beim Cheesesteak essen
Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
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