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Das Wichtigste in Kürze

  • Wichtig: Nimm immer zwei Karten mit. Fällt eine aus, bist du abgesichert.
  • Ohne Kreditkarte geht in England fast nichts: Mietwagen, Hotels und viele Shops akzeptieren keine Girokarten. Ich erkläre dir, worauf du achten musst.
  • Ich empfehle dir drei Karten, die ich selbst nutze oder getestet habe: die TF Bank Mastercard Gold, die DKB Visa Debit und die Hanseatic GenialCard – alle sind ohne Jahresgebühren und ohne Fremdwährungsgebühren.
  • Revolut ist eine gute Zusatzkarte, da du kostenlos Währungen in der App tauschen und somit in Landeswährung bezahlen kannst.
  • Niemals beim Bezaheln in Euro zahlen lassen, sondern immer in Pfund – sonst zahlst du bei jeder Zahlung drauf.

Warum du in England eine Kreditkarte brauchst

Wenn du schon einmal in England warst, weißt du: Bargeld ist hier eher die Ausnahme. Selbst kleine Beträge werden kontaktlos mit Karte oder Smartphone bezahlt. Egal, ob in Pubs, Cafés oder im öffentlichen Nahverkehr. Kreditkarten gehören im Alltag mittlerweile einfach dazu.

Besonders wichtig wird das Thema bei Mietwagenbuchungen oder Hotelreservierungen. Viele Anbieter verlangen eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen, Debit- oder EC-Karten reichen oft nicht aus. Ohne passende Karte kann es sein, dass du den Mietwagen nicht bekommst oder eine hohe Kaution hinterlegen musst.

Dazu kommt: Girokarten aus Deutschland (z. B. Maestro oder V-Pay) funktionieren in Großbritannien häufig nicht mehr zuverlässig, seitdem viele Händler auf reine Kreditkartenakzeptanz setzen. Und selbst wenn sie akzeptiert werden, können hohe Gebühren entstehen, etwa bei der Währungsumrechnung (Pfund in Euro) oder beim Geldabheben.

Ich empfehle dir daher immer mindestens eine Reisekreditkarte mit guten Konditionen für Auslandseinsätze. Noch besser: Du hast gleich zwei Karten dabei – das gibt dir Sicherheit, falls eine gesperrt wird oder verloren geht.

Worauf du bei einer Kreditkarte für England achten solltest

Nicht jede Kreditkarte ist für eine Reise nach England geeignet. Viele Karten aus Deutschland sind nicht für den Auslandseinsatz optimiert und verursachen unnötige Kosten. Achte daher auf folgende Kriterien, bevor du eine Karte beantragst oder mitnimmst:

1. Keine Fremdwährungsgebühren

In England zahlst du in Britischen Pfund (GBP). Viele Kreditkarten berechnen bei jeder Zahlung außerhalb des Euro-Raums eine sogenannte Auslandseinsatzgebühr. Diese liegt meist bei 1,5 % bis 2,5 % des Umsatzes – bei jedem Einkauf.

Alle drei Karten, die ich dir empfehle, verzichten auf diese Gebühr. Das spart dir bei einem längeren Aufenthalt schnell zweistellige Beträge.

2. Kostenlos Bargeld abheben

Auch wenn in England fast überall mit Karte gezahlt wird – gelegentlich brauchst du Bargeld. In Pubs, auf Märkten oder beim Busfahrer ist Cash weiterhin gefragt.

Wichtig: Einige Banken verlangen pauschale Gebühren von 5 € pro Abhebung im Ausland oder berechnen einen prozentualen Anteil. Deshalb solltest du auf Karten setzen, mit denen weltweit gebührenfrei Geld abgehoben werden kann – so wie bei der Hanseatic GenialCard oder der TF Bank Mastercard Gold.

3. Guter Wechselkurs

Ein oft übersehener Punkt: Der Wechselkurs, zu dem deine Euros in Pfund umgerechnet werden. Bei Visa und Mastercard wird in der Regel der offizielle Tageskurs verwendet, was fair ist. Manche Anbieter schlagen jedoch zusätzlich eine interne Marge auf.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Karten gemacht, die transparent den Visa- oder Mastercard-Kurs verwenden – ohne versteckte Aufschläge.

4. Flexible Rückzahlung

Gerade bei längeren Reisen oder hohen Ausgaben ist es hilfreich, wenn du nicht alles sofort begleichen musst. Einige Karten (z. B. Hanseatic oder TF Bank) bieten einen Kreditrahmen und zinsfreie Zahlungsziele bis zu 50 Tagen. Bei der DKB wird direkt vom Konto abgebucht – ideal, wenn du lieber den Überblick über dein Girokonto behältst.

5. Zweitkarte als Sicherheit

Ich empfehle dir immer, zwei Karten mit auf Reisen zu nehmen. Wird eine gesperrt, gestohlen oder funktioniert technisch nicht, hast du eine Alternative. Ideale Kombi: Eine „echte“ Kreditkarte mit Kreditrahmen (TF Mastercard Cold) + eine digitale Karte wie Revolut oder eine zweite physische Karte wie die DKB Visa Debit.

Meine Empfehlungen: Diese Karten nutze ich selbst oder empfehle ich dir

Nach vielen Reisen, unter anderem auch mehrfach nach England, habe ich unterschiedliche Karten ausprobiert. Diese vier Karten haben sich für mich besonders bewährt – wegen ihrer Konditionen, Zuverlässigkeit und Nutzerfreundlichkeit:

TF Mastercard Gold

  • Kostenlose Kreditkarte – dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • Keine Gebühren im Ausland (Fremdwährungsgebühr)
  • Weltweit kostenlos bezahlen
  • 6% Cashback bei Booking.com
  • Ohne Girokonto, kein Kontowechsel erforderlich
  • Weitere Cashbacks & Rabatte
  • "Echte Kreditkarte", ideal bei Buchung von Mietwagen, mit Kreditrahmen

DKB VISA Debitkarte mit kostenlosem Girokonto

Wenn du bereits ein Konto bei der DKB hast oder darüber nachdenkst, ist diese Karte eine gute Wahl – besonders durch das faire und transparente Preismodell:

  • ⚠️ Visa Debit – Zahlungen werden direkt vom Konto abgebucht "Prepaid-Kreditkarte", ohne Kreditrahmen (manchmal Probleme bei Autovermietungen, auch wenn ich bisher keine Probleme hatte)
  • Kostenlose Kreditkarte – dauerhaft 0 € ohne Jahresgebühr
  • Kostenlose Zahlungen und Abhebungen im Ausland mit Aktivstatus*
  • Keine Fremdwährungsgebühr für Aktivkunden*
  • Inklusive kostenlosem Girokonto für Aktivkunden*
  • Sehr gute App und kostenloses Girokonto
  • Ideal für Reisende, die alles in einer App verwalten möchten
DKB Debitcard Visa Reisekreditkarte

*Wichtig: Um die gebührenfreien Leistungen zu erhalten, musst du mindestens 700 € monatlichen Geldeingang haben – dann giltst du als „Aktivkunde“. Für längere Reisen oder regelmäßige Nutzung ist das meist kein Problem.

Revolut Mastercard Kreditkarte

Wenn du volle Kostenkontrolle und flexible Währungsfunktionen suchst, ist Revolut die perfekte Ergänzung. Revolut eignet sich auch für alle, die keinen Kreditrahmen beantragen wollen oder können, z. B. Studierende oder Reisende mit niedrigem Einkommen. Ich nutze die Karte gern parallel zu meinen Hauptkarten – etwa für Tagesbudgets, Onlinebuchungen oder als Backup:

  • Virtuelle und physische Karte (einmaliger Versand kostet 7,99€) verfügbar
  • Live-Wechselkurse und Tausch in £ (bis 1000 € im Monat gebührenfrei)
  • Weltweit gebührenfrei bezahlen & 200€ pro Monat abheben (max. 5 Abhebungen)
  • Kein Kreditrahmen – Ausgaben werden direkt vom Guthaben abgezogen
  • Übersichtliche App, Sperrung per Klick möglich
  • Punkte sammeln: 1 RevPoint für 10€ Umsatz (Wechselgeld-Funktion in App aktivieren); 2 RevPoints für 1€ bei Hotelbuchungen; weitere RevPoints wenn du in der App Herausforderungen abschließt
  • Deutsche IBAN (im Internet kursieren noch alte Infos)

Tipps zur Nutzung in England

Auch wenn das Bezahlen mit Karte in England grundsätzlich unkompliziert ist, gibt es ein paar wichtige Dinge, die du beachten solltest. So vermeidest du unnötige Gebühren und bist im Alltag bestens vorbereitet:

Immer in Pfund zahlen, nicht in Euro

An vielen Terminals und Geldautomaten wirst du gefragt, ob du lieber in Euro oder in Britischen Pfund zahlen möchtest. Wähle immer die Landeswährung (GBP).

Warum? Wenn du Euro auswählst, greift die sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC). Der Händler oder Automatenbetreiber rechnet dann zu einem schlechteren Wechselkurs mit zusätzlicher Marge um – und du zahlst am Ende deutlich mehr. Deine Bank bietet fast immer den besseren Kurs.

Zahlungen per Smartphone vorbereiten

England ist beim kontaktlosen Bezahlen sehr weit. Selbst kleine Beträge beim Bäcker oder in der U-Bahn kannst du mit Apple Pay, Google Pay oder deiner Smartwatch zahlen.

Mein Tipp: Hinterlege deine Kreditkarten in der Wallet-App deines Smartphones oder der Smartwatch, bevor du reist. So hast du ein zusätzliches Backup, falls die physische Karte verloren geht oder nicht funktioniert.

Unabhängige Geldautomaten meiden

Private Geldautomaten von Anbietern wie Euronet, Travelex, Cardpoint oder Cashzone sehen oft wie normale Bankautomaten aus, verlangen aber hohe Zusatzgebühren.

Wenn du Bargeld abheben musst, gehe gezielt zu Automaten von britischen Banken wie:

  • Barclays
  • HSBC
  • Lloyds
  • NatWest

Diese erheben in der Regel keine zusätzlichen Automatengebühren – vorausgesetzt, deine Karte erlaubt kostenlose Abhebungen im Ausland.

Keine Sorge vor schottischen Pfund – aber lieber mit Karte zahlen

In England kursieren verschiedene Pfund-Banknoten – etwa von der Bank of England oder schottischen Banken. Sie sehen unterschiedlich aus und werden nicht immer überall akzeptiert, obwohl sie gültig sind.

Wenn du mit Karte zahlst, umgehst du dieses Problem komplett. Du erhältst exakt den Betrag, den du brauchst, und musst dir keine Gedanken über wechselnde Scheine oder Akzeptanz machen.

Was ist mit EC-Karten?

Immer wieder werde ich gefragt, ob man in England auch mit einer normalen EC-Karte (Girocard) zahlen kann – also etwa mit Karten von Sparkassen, Volksbanken oder anderen deutschen Banken.

Meine klare Empfehlung: Lass sie zu Hause. Ich packe auf Reisen nie eine ein.

Warum die Girocard in England problematisch ist:

  • Geringe Akzeptanz: Die deutsche Girocard wird in England kaum akzeptiert, da sie kein internationales Zahlungssystem wie Visa oder Mastercard nutzt.
  • Hohe Gebühren: Selbst wenn sie funktioniert (z. B. über eine Maestro- oder V-Pay-Koppelung), entstehen bei Zahlungen oder Abhebungen hohe Gebühren – oft zusätzlich zu Fremdwährungsaufschlägen.
  • Nicht geeignet für Mietwagen oder Hotels: EC-Karten sind keine Kreditkarten. Sie bieten keinen Kreditrahmen und werden daher von vielen Mietwagenfirmen und Hotels nicht akzeptiert.

Wenn du keine klassische Kreditkarte willst oder bekommst, ist eine Visa Debitkarte wie die der DKB oder eine Mastercard Debit wie von Revolut die bessere Wahl. Diese Karten sind im Ausland zuverlässig einsetzbar, auch kontaktlos, und bieten deutlich bessere Konditionen als eine Girocard.

Kreditkarte beantragen: So gehst du vor

Wenn du noch keine passende Kreditkarte für deine England-Reise hast, solltest du dich rechtzeitig darum kümmern. Je nach Anbieter dauert es ein paar Tage bis wenige Wochen, bis die Karte bei dir ankommt – besonders wenn eine Legitimierung nötig ist.

Schritt 1: Die richtige Karte auswählen

Überlege dir zuerst, welche Karte zu deinem Reiseverhalten passt:

Schritt 2: Online beantragen

Alle genannten Karten kannst du unkompliziert online beantragen. Du füllst ein Formular mit deinen persönlichen Daten aus – je nach Anbieter wirst du nach Angaben zu Einkommen, Beruf oder Wohnsitz gefragt.

Wichtig: Auch ohne festes Einkommen oder bei kleinem Budget bekommst du viele dieser Karten – besonders Revolut oder die DKB Visa Debit sind hier geeignet.

Schritt 3: Identitätsprüfung (Legitimation)

Bevor deine Karte verschickt wird, musst du dich identifizieren. Das funktioniert meist per:

  • VideoIdent (schnell & bequem mit Ausweis per App oder Webcam)
  • PostIdent (bei einer Filiale der Deutschen Post)

Halte dafür deinen Personalausweis oder Reisepass bereit.

Schritt 4: Karte aktivieren und testen

Sobald die Karte da ist:

  • PIN festlegen oder aus dem Online-Banking abrufen
  • Eine Testzahlung in Deutschland machen
  • Karte in Apple Pay oder Google Pay hinterlegen

Warte mit der Beantragung nicht bis kurz vor Abreise – plane mindestens 2–3 Wochen Vorlaufzeit ein, bei der DKB auch etwas länger wegen des Kontowechsels. Am schnellsten bekommst du die virtuelle Kreditkarte von Revolut, wenns ganz eilig ist.

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Katrin Lehr, Gründerin Reiseblog viel-unterwegs.de und Reise-Expertin
Hi ich bin Katrin!

Ich bin Katrin, viel unterwegs und echte Reise-Expertin! Mit Campervan oder Rucksack möchte ich die ganze Welt entdecken. Um meine Erfahrungen & Erlebnisse mit dir zu teilen, habe ich diesen Reiseblog gegründet!