Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- Plane mindestens 14 Tage ein, um Highlights wie Etosha, Sossusvlei und die Atlantikküste ohne Stress zu erleben.
- Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober, mit Trockenheit, klarer Sicht und idealen Bedingungen für Safaris.
- Namibia ist ideal für Selbstfahrer – ein 4x4 mit Dachzelt ist praktisch, aber nicht immer nötig.
- Seit 2025 brauchst du ein Visum: online als eVisa oder direkt bei Ankunft erhältlich (Visa on Arrival).
- Ich zeige dir meine erprobte Route, Tipps zur Sicherheit, Mietwagenwahl und was du beim Buchen beachten solltest.
Warum sich eine Reise nach Namibia lohnt
Aufgrund der stabilen politischen Lage, der hohen Sicherheit, der guten Infrastruktur und der einfachen Selbstfahrer-Möglichkeiten wird Namibia als ideales Einsteigerland für Afrika betrachtet.
Das Land bietet eine große Vielfalt, auch wenn ich Südafrika abwechslungsreicher finde. Du kannst in Namibia auf Safari gehen, die Stille der Wüste erleben, die deutsche (weniger schöne) Vergangenheit aufspüren oder Geisterstädte erkunden.
Namibia bietet dir genau das.
Was mich an Namibia fasziniert: die Vielfalt der Landschaften. Tiefrote Dünen, raue Atlantikküste, Savannen mit wilden Tieren und steinige Mondlandschaften. Der Etosha Nationalpark zählt zu den besten Safari-Gebieten im südlichen Afrika. Und dann sind da noch Orte wie Sossusvlei, Spitzkoppe oder der Fish River Canyon, von denen du mit großer Wahrscheinlichkeit schon gehört hast.
Auch für Begegnungen mit Menschen bietet Namibia spannende Einblicke. Im Damaraland kannst du traditionellen Volksgruppen wie den Himba begegnen. Gleichzeitig ist die touristische Infrastruktur gut: Namibia ist sicher, organisiert und lässt sich hervorragend als Selbstfahrer bereisen.
Beste Reisezeit für Namibia
Namibia ist ein ganzjähriges Reiseziel, aber je nach Region und Aktivitäten gibt es klar zu empfehlende Monate. Ich war im Juli unterwegs – tagsüber traumhaft sonnig und klar, nachts allerdings teilweise eiskalt, vor allem beim Campen.
Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Dann sind die Straßen gut befahrbar, es regnet kaum, und an den Wasserlöchern im Etosha tummeln sich Elefanten, Giraffen und Co. Wenn du das Land zum ersten Mal bereist, empfehle ich dir genau diese Zeit: maximale Tiersichtungen, klare Sicht und angenehmes Klima.
Ideal sind auch die Übergangsmonate April/Mai und September/Oktober. Sie bringen milde Temperaturen, etwas mehr Vegetation und weniger Reisende. In der Regenzeit von November bis März wird es dagegen heiß, schwül und stellenweise unpassierbar – trotzdem hat diese Zeit ihre Reize: grüne Landschaften, tolle Lichtstimmungen und weniger Trubel.
Mein Fazit: Wenn du Namibia als Selbstfahrer entdecken willst, plane deine Reise zwischen Mai und Oktober – besonders für Einsteiger die perfekte Zeit.
Dauer: Wie viel Zeit für die Rundreise einplanen?
Namibia ist fast doppelt so groß wie Deutschland, mit viel Schotterpisten und riesigen Distanzen zwischen den Highlights. Wenn du nur 1 Woche Zeit hast, wirst du entweder viel fahren oder viel verpassen.
Ich empfehle dir mindestens 14 Tage, wenn du Etosha, die Namib-Wüste rund um Sossusvlei und die Atlantikküste bei Swakopmund erleben möchtest. So kannst du entspannt reisen, statt täglich hunderte Kilometer zu fahren. Für eine vollständige Rundreise inklusive Süden (Fish River Canyon) oder Caprivi-Streifen im Nordosten solltest du 3 bis 4 Wochen einplanen.
Ich selbst war beim 1. Mal knapp 4 Wochen als Selbstfahrerin in Namibia und Botswana unterwegs und würde es genau so wieder machen.
Wichtig: Versuch nicht, alles in kurzer Zeit zu sehen. Namibia ist kein Land für Hektik – sondern für langsames Reisen mit viel Raum fürs Staunen. Hast du weniger Zeit, dann konzentriere dich auf eine Region.
Selbstfahrer oder geführte Tour – was passt besser zu dir?
Namibia ist wie gemacht für Selbstfahrer. Das Land gilt als eines der sichersten und stabilsten in Afrika – ideale Bedingungen für deine erste Reise auf eigene Faust. Die Straßen sind gut ausgebaut, die Orientierung einfach, und die Infrastruktur mit Lodges, Tankstellen und Campsites funktioniert hervorragend. Du kannst deine Route flexibel gestalten, dort anhalten, wo es dir gefällt, und abends unter freiem Himmel schlafen.
Wenn du gerne unabhängig unterwegs bist und kein Problem mit langen Strecken oder Linksverkehr hast, ist eine Selbstfahrerreise genau das Richtige. Auch mit wenig Afrika-Erfahrung wirst du dich hier wohlfühlen.
Wann lohnt sich eine geführte Tour oder ein Reisebüro?
Wenn du nur wenig Zeit hast, zum ersten Mal in Afrika unterwegs bist oder dich nicht selbst um Mietwagen, Unterkünfte und Routen kümmern möchtest, kann eine geführte Rundreise eine sinnvolle Alternative sein. Auch als Alleinreisende oder wenn du auf maximalen Komfort Wert legst, kann es entspannter sein, sich um nichts kümmern zu müssen.
Mein Tipp: Wenn du eine organisierte Reise bevorzugst, kann ich dir Diamir Erlebnisreisen empfehlen. Das ist ein erfahrener Anbieter für maßgeschneiderte Afrika-Reisen mit Sitz in Deutschland. Besonders bei Kombinationen mit Botswana oder Sambia profitierst du von deren Know-how und lokaler Erfahrung.
Route planen: Die schönsten Regionen & Highlights
Namibia lässt sich ideal in Etappen bereisen – ob als Rundreise im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn. Ich stelle dir hier die Regionen vor, die ich selbst besucht habe und uneingeschränkt empfehlen kann. Wenn du ca. 2–3 Wochen Zeit hast, kannst du die meisten dieser Highlights gut kombinieren.
Etosha Nationalpark
Ein Muss für jede Namibia-Reise: Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras – hier erlebst du Safari pur. Die beste Zeit ist während der Trockenzeit, wenn sich die Tiere an den Wasserlöchern sammeln. Ich empfehle dir mindestens 2 Übernachtungen in den Camps Okaukuejo, Halali oder Namutoni.
Empfohlene Dauer: 2 bis 3 Nächte
Damaraland
Rote Felsen, karges Buschland und die Chance, Wüstenelefanten oder Nashörner zu sehen. Besonders beeindruckend fand ich Twyfelfontein mit seinen jahrtausendealten Felsgravuren.
Empfohlene Dauer: 1 bis 2 Nächte
Spitzkoppe
Die „Matterhorn Namibias“ – eine der schönsten Landschaften des Landes. Ich habe dort gezeltet und empfehle das auch dir: Sonnenuntergang, absolute Stille und Sternenhimmel inklusive.
Empfohlene Dauer: 1 bis 2 Nächte
Swakopmund & Walvis Bay
Ein bisschen Atlantik-Flair und deutsche Kolonialgeschichte treffen hier auf Abenteuer: Kajaktouren zu den Robben, Ausflüge in die Dünen von Sandwich Harbour oder die Little Five Tour in der Wüste. 2–3 Nächte lohnen sich.
Empfohlene Dauer: 2 bis 3 Nächte
Namib-Wüste mit Sossusvlei & Deadvlei
Eines meiner Highlights! Die Dünen rund um Sossusvlei gehören zu den höchsten der Welt – Sonnenaufgang auf Düne 45 oder Big Daddy solltest du nicht verpassen. Auch der Sesriem Canyon lohnt sich für einen Abstecher.
Empfohlene Dauer: 2 bis 3 Nächte
Fish River Canyon
Wenn du in den Süden reist, solltest du diesen gigantischen Canyon nicht auslassen. Er ist der zweitgrößte der Welt und bietet spektakuläre Aussichten – besonders vom Hiker’s Viewpoint.
Empfohlene Dauer: 1 bis 2 Nächte
Lüderitz & Kolmanskop
Für Kolonialgeschichte, Geisterstadt und raue Atlantikküste. Besonders Kolmanskop, die verlassene Diamantenstadt, fand ich sehr fotogen. Lüderitz selbst hat ein besonderes Flair – allerdings recht abgelegen, daher eher für längere Reisen.
Empfohlene Dauer: 1 bis 2 Nächte
Kalahari
Ein guter Start- oder Endpunkt für deine Reise. Rote Sanddünen, Oryx-Antilopen und wunderschöne Lodges mit weitem Blick über die Savanne.
Empfohlene Dauer: 1 bis 2 Nächte
Caprivi-Streifen (bei mehr Zeit)
Wenn du länger unterwegs bist: Im grünen Nordosten Namibias erwarten dich Flusslandschaften, Hippos, Krokodile und Nationalparks wie Bwabwata. Empfehlenswert in Kombination mit Botswana.
Empfohlene Dauer: 3 bis 4 Nächte
Windhoek
Für Ankunft oder Abreise reicht meist eine Nacht. Ich selbst habe mir hier nur das nötigste organisiert (SIM-Karte, Supermarkt, Mietwagenübernahme) und bin dann direkt weiter.
Einplanen: Mindestens 1 Nacht nach Ankunft, da die Übernahme des Mietwagens dauert (vor allem, wenn du ein 4x4 mit Dachzelt mietest).
Mietwagen & Fortbewegung in Namibia
Die mit Abstand beste Art, Namibia zu bereisen, ist üfr mich mit dem eigenen Mietwagen. Es gibt kaum öffentlichen Nahverkehr, und die wahre Magie liegt oft weit abseits befestigter Straßen. Ich war selbstfahrend unterwegs: teils mit Übernachtungen in Lodges, teils im 4x4 Auto mit Dachzelt – und kann dir genau das empfehlen, wenn du gerne unabhängig reist.
Welches Fahrzeug solltest du wählen?
Namibia hat viele gut ausgebaute Hauptverbindungen, aber der Großteil sind Schotterpisten (Gravel Roads). Wenn du nur die klassische Route fährst (z. B. Windhoek – Etosha – Swakopmund – Sossusvlei), reicht ein normaler SUV mit guter Bodenfreiheit. Für abgelegene Routen wie den Caprivi-Streifen oder den Khaudum-Nationalpark ist ein richtiger 4x4 mit Differenzialsperre nötig.
Wenn du gerne campst, empfehle ich dir einen Doppelkabiner mit Dachzelt. Damit bist du maximal flexibel und übernachtest mitten in der Natur – z. B. an der Spitzkoppe oder im Damaraland.

Kosten für Mietwagen (Richtwerte):
- SUV / 4x4 ohne Campingausrüstung: ab 50 €/Tag
- 4x4 mit Dachzelt & Campingausstattung: ab 100–130 €/Tag
- Spritkosten für 2 Wochen: ca. 200–300 €
- Ich buche immer bei Asco Car Hire, die hatten die besten Reifen (meine Beobachtung bei den Reisen)
Wichtige Tipps zum Autofahren in Namibia:
- Linksverkehr – daran gewöhnst du dich schnell.
- Reifendruck regelmäßig prüfen, vor allem bei Gravel Roads.
- Nachts nicht fahren! Es gibt keine Straßenbeleuchtung, und Tiere auf der Straße sind eine echte Gefahr.
- Tanke immer, wenn möglich. Zwischen den Tankstellen liegen oft mehrere hundert Kilometer.
- 2 Ersatzreifen und Werkzeug sind Pflicht. Ich hatte selbst Reifenschäden, Freunde gleich 2.
Versicherung & Buchung
Achte auf Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung, inklusive Glas-, Reifen- und Unterbodenschutz. Ich buche meine Mietwagen über billiger-mietwagen.de oder CamperDays (für 4x4 mit Dachzelt).
Unterkünfte in Namibia: Lodge oder Camping?
Namibia bietet dir eine breite Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten – von der einfachen Campsite mitten im Nichts bis zur luxuriösen Lodge mit Blick auf ein Wasserloch. Ich habe auf meiner Reise beides ausprobiert: Lodges für Komfort und Erholung, Camping für Nähe zur Natur und maximale Freiheit. Beides hat seine Vorteile – die Kombination war für mich ideal.
Lodges: Komfort in der Wildnis
Namibias Lodges sind oft traumhaft gelegen, architektonisch besonders und sehr persönlich geführt. Du übernachtest meist in freistehenden Bungalows mit Bad, teilweise mit Außendusche, Terrasse oder sogar Dachbett unter freiem Himmel. Besonders in der Hochsaison (Juli–September) empfehle ich dir, frühzeitig zu buchen – viele Lodges sind schnell ausgebucht.
Preisbeispiele pro Nacht (Doppelzimmer):
- 3★ Lodge: ab ca. 150–200 €
- 4★ Lodge: ab ca. 250–300 €
Camping: Freiheit und Abenteuer
Wenn du gern draußen bist, ist Camping in Namibia ein Erlebnis: Sternenhimmel, Lagerfeuer, Grillplatz und Ruhe. Viele Campsites sind einfach, aber gut ausgestattet – meist mit Dusche, WC, Strom und Grillplatz. Manche gehören zu Lodges und bieten dir sogar Poolnutzung oder Restaurantbesuch. Richtung Botswana hatten wir tolle Campsites mit eigenem Klo und Dusche. Das ist Camping-Luxus.
Preis pro Nacht (p. P.):
- Campingplatz: ca. 25–40 €
- Dachzelt inkl. Fahrzeug: ab 100 €/Tag (inkl. Auto, Zelt, Ausrüstung)
Ich empfehle dir vor allem Camping in:
- Spitzkoppe – einsame Stellplätze zwischen Felsen
- Sesriem / Sossusvlei – direkt im Nationalpark
- Damaraland – oft mitten in der Wildnis ohne Nachbarn
Meine Empfehlung:
Wenn du zum ersten Mal in Namibia bist, kombiniere beides. Starte mit ein paar festen Lodges und baue zwischendurch 2–3 Nächte Camping ein – so bekommst du das volle Erlebnis, ohne auf Komfort zu verzichten.
Kosten & Budget für deine Namibia Reise
Namibia ist kein klassisches Low-Budget-Ziel – und auch kein Geheimtipp mehr. Die Preise steigen kontinuierlich, vor allem für Flüge und Unterkünfte. Besonders seit 2023 ist Namibia preislich eher in der Liga von Botswana oder Südafrika unterwegs.
Flüge nach Namibia
Die Flugpreise nach Namibia sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Direktflüge mit Lufthansa oder Discover Airlines ab Frankfurt oder München kosten mittlerweile meist über 1.000 €. Auch Gabelflüge mit Zwischenstopp (z. B. via Addis Abeba, Doha oder Dubai) starten selten unter 800 €, außer bei sehr langfristiger Planung oder in der Nebensaison.
Tipp: Flexibel sein mit dem Abflugdatum, früh buchen und Tools wie Skyscanner nutzen.
Was kostet eine Namibia Reise (ohne Flug)?
Hier eine realistische Einschätzung pro Person für 14 Tage:
| Komfortlevel | Kosten |
|---|---|
| Camping & Budget-Lodges | ab 1.800 € |
| Mittelklasse (Mix) | ab 2.500 € |
| Komfortabel / Lodge-basiert | ab 3.000–3.500 € |
Tägliches Mindestbudget
Rechne mit mindestens 140 € pro Tag – darin enthalten sind Unterkunft, Verpflegung, Mietwagen, Eintritte und einige Aktivitäten.
Beispielkosten im Überblick:
- Mietwagen (SUV/4x4): ab 50–130 €/Tag
- Campingplatz: ca. 30–40 € p.P./Nacht
- Lodge (DZ): 150–300 € pro Nacht
- Eintritt Sossusvlei: ca. 10 € p.P. + 5 € Fahrzeug
- Eintritt Etosha: ca. 5 €/Tag
- Essen: 10–15 € Frühstück/Mittag, 15–20 € Abendessen
- Tanken: ca. 200–300 € bei 2 Wochen Rundreise
Spartipps aus meiner Erfahrung:
- Früh buchen – besonders in der Hauptsaison (Juni–Oktober)
- Camping einbauen, spart viel bei Unterkünften
- Selber kochen oder grillen, z. B. bei Lodges mit Selbstversorgeroption
- Langzeitmiete beim Mietwagen bringt oft deutliche Rabatte
Visum, Einreise & Dokumente für Namibia
Seit 2025 hat sich die Einreise nach Namibia geändert: Du brauchst als EU-Bürger jetzt ein Visum. Das gilt für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen.
Visa-Optionen:
- eVisa vorab online beantragen
- Visa on Arrival direkt bei Einreise am Flughafen oder Grenzübergang
Beide Varianten kosten aktuell ca. 1.600 NAD (ca. 80 €) pro Person. Ich empfehle dir, das eVisa vorab online zu beantragen – das spart Wartezeit bei der Einreise und gibt dir Planungssicherheit. Wichtig: Dein Reisepass muss bei Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Führerschein & Fahrzeugdokumente
Für das Fahren eines Mietwagens brauchst du zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen Führerschein. Den bekommst du unkompliziert beim Bürgeramt – unbedingt dabeihaben, auch wenn ihn viele Vermieter vor Ort nicht kontrollieren.
Wenn du mit dem Mietwagen über Grenzen fährst (z. B. nach Botswana), brauchst du außerdem:
- Grenzübertrittserlaubnis (Cross Border Permit) vom Vermieter
- Fahrzeugpapiere und Zahlungsbeleg für Grenzgebühr
Grenzgebühren Namibia (Beispiel für Pkw):
- Cross Border Charge: ca. 445 NAD (ca. 22 €)
- Zahlung in bar oder per Karte (abhängig vom Grenzposten)
Wenn du die Grenze überqueren möchtest, musst du das direkt beim Anbieten angeben.
Gesundheit & Sicherheit in Namibia
Namibia ist eines der sichersten Länder in Afrika – besonders für Selbstfahrer. Ich habe mich während meiner gesamten Reise, auch beim Campen in abgelegenen Regionen, sicher gefühlt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, um gut vorbereitet zu sein.
Gesundheit & Impfungen
Für Namibia sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, außer bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet. Ich empfehle dir dennoch, deine Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A/B) zu prüfen und ggf. aufzufrischen. Lass dich vorab von deinem Hausarzt oder einem Tropeninstitut beraten.
Malaria ist nur in bestimmten Regionen relevant
In den meisten touristischen Gebieten wie Etosha, Namib-Wüste oder Swakopmund ist das Malariarisiko in der Trockenzeit sehr gering. Wenn du jedoch in den Caprivi-Streifen oder den Norden (z. B. Kavango-Region) reist, solltest du dich zum Thema Malariaprophylaxe beraten lassen.
Ich selbst habe auf Malariaprophylaxe verzichtet, da ich regelmäßig und lange im südlichen Afrika unterwegs bin. Ich habe aber immer ein gutes Mückenspray mit DEET und Moskito-Spiralen dabei gehabt. Nachts trage ich lange, helle Kleidung. Nichts dunkelblaues oder schwarzes, denn das zieht die Fliegen an, die Malaria übertragen.
Reiseapotheke – das gehört ins Gepäck
- Schmerzmittel, Elektrolyte, Pflaster, Desinfektion
- Mückenspray (z. B. NoBite oder Anti Brumm)
- Mittel gegen Durchfall & Magenverstimmung
- persönliche Medikamente + Allergiemittel
- ggf. Malariatabletten (je nach Route)
Sicherheit unterwegs
- Nachts nicht fahren! Tiere, Schlaglöcher und fehlende Beleuchtung sind echte Gefahren.
- In Städten wie Windhoek: Wertsachen im Auto nicht sichtbar lassen, Türen abschließen.
- Auf Schotterstraßen: langsam fahren, immer mit Reifenpannen rechnen. Der Teer hört direkt an der Fahrbahnbegrenzung auf, das ist gefährlich, wenn du mal einen Tick zu weit Richtung Graben gerätst!
- Polizei ist meist freundlich. Führerschein & Fahrzeugpapiere griffbereit haben.
Tipp: Eine gute Auslandskrankenversicherung ist Pflicht. Achte darauf, dass Rücktransport und Notfallversorgung abgedeckt sind.
Packliste & Vorbereitung für deine Namibia Reise
Namibia ist ein Land der Extreme: tagsüber warm bis heiß, nachts teils eisig – besonders in der Wüste oder beim Campen im Winter. Gute Vorbereitung macht den Unterschied. Ich habe dir hier die wichtigsten Dinge zusammengestellt, die auf deiner Packliste nicht fehlen dürfen.
Kleidung – funktional & schützend
- Zwiebelprinzip: Tagsüber kurz, abends warm. Vor allem im Winter brauchst du Mütze, Fleece und Thermoleggings.
- Lange, helle Kleidung schützt dich vor Sonne und Mücken.
- Feste, knöchelhohe Schuhe – wichtig wegen Dornen, Geröll und Skorpionen.
- Wind- und Sonnenschutz (leichte Jacke, Buff, Sonnenbrille, Hut mit breiter Krempe).
- Imprägniere Safari-Kleidung mit Mückenschutz (z. B. Nobite Textilspray) vor der Reise.
Camping & Outdoor
- Wenn du mit dem Dachzelt reist, ist alles Wichtige meist dabei: Gaskocher, Tisch, Stühle, Geschirr, Kühlschrank.
- Stirnlampe, Feuerzeug, Powerbank und eine kleine Thermosflasche haben sich bei mir bewährt.
- Wäscheleine & biologisch abbaubares Waschmittel.
Technik & Navigation
- Offline-Karten auf Google Maps vorab herunterladen
- Alternativ: Maps.me oder Tracks4Africa (Liebe ich, besonders gut für Offroad-Fahrten und Campsites)
- Adapter Typ D/M – in vielen Unterkünften ist aber auch EU-Stecker nutzbar
- Stromversorgung nicht überall zuverlässig – daher Powerbank + evtl. Solarpanel einpacken
Wichtige Unterlagen & Organisation
- Reisepass (6 Monate gültig)
- Internationaler Führerschein
- Kreditkarte (mind. 2, falls eine nicht funktioniert)
- Versicherungsnachweis (Reise, Gesundheit, ggf. Mietwagen)
- Kopien aller Unterlagen digital & ausgedruckt
Sonstiges
- Sonnencreme mit hohem LSF – die UV-Strahlung ist extrem
- Lippenpflege mit UV-Schutz
- Insektenschutz für Haut und Kleidung
- Reiseapotheke (siehe vorheriger Abschnitt)
- Fernglas (10–15-fach Vergrößerung) für Tierbeobachtungen – absolut lohnenswert!
- Kleine Taschenlampe – viele Unterkünfte sind nachts nicht beleuchtet
Meine persönlichen Tipps & Erfahrungen
Namibia ist eines dieser Länder, das dich nicht mehr loslässt. Ich war mit dem Mietwagen unterwegs, teils in Lodges, teils mit Dachzelt – und würde es genau so wieder machen. Hier kommen meine ganz persönlichen Tipps, die dir die Planung und Reise erleichtern:
1. Weniger ist mehr
Versuch nicht, das ganze Land in zwei Wochen zu sehen. Namibia lebt von der Weite und dem Innehalten. Ich habe mir bewusst Zeit gelassen, drei Nächte an einem Ort verbracht und so die Landschaft wirklich aufgenommen. Ein langsames Reisetempo zahlt sich aus.
2. Früh buchen – vor allem zur Hauptreisezeit
Zwischen Juni und Oktober ist Namibia sehr gefragt – besonders Lodges und Mietwagen mit Campingausstattung sind dann schnell ausgebucht. Buche 6–9 Monate im Voraus, wenn du zu dieser Zeit reisen willst.
3. Reifenpannen gehören dazu
Ich hatte zwei Platten – und das ist völlig normal. Lass dir bei der Mietwagenübernahme genau zeigen, wie man einen Reifen wechselt und prüfe, ob zwei Ersatzreifen dabei sind.
4. Nachts nicht fahren – wirklich nicht
In Namibia wird es ab 18 Uhr stockfinster, und Tiere stehen oft überraschend auf der Straße. Auch wenn Google Maps sagt „noch 2 Stunden“, plane immer so, dass du vor Einbruch der Dunkelheit ankommst.
5. Nimm ein Fernglas mit
Ich hatte lange überlegt – und war froh, eines dabei zu haben. Für Safari in Etosha oder Vogelbeobachtung an den Flussufern im Caprivi ist ein gutes Fernglas Gold wert.
6. Unterschätze Wind & Kälte nicht
Besonders an der Küste (Swakopmund, Lüderitz) und in der Wüste nachts wird es richtig kalt. Ich hatte Mütze, Daunenjacke und Wärmflasche dabei – und habe es nicht bereut.
7. Namibia ist kein Billigabenteuer – aber jeden Cent wert
Zwischen Mietwagen, Sprit, Unterkünften und Aktivitäten summiert sich einiges. Aber: Du bekommst eine Reise, die du nie vergessen wirst. Namibia ist sicher, strukturiert und dabei voller Abenteuer. Genau die richtige Mischung für Afrika-Neulinge – und Wiederholungstäter.
Fazit: Wenn du das Abenteuer suchst, aber nicht auf Sicherheit und Struktur verzichten willst, ist Namibia das perfekte Reiseziel. Plane früh, reise langsam, genieße die Weite – und lass dich treiben. Für mich ist Namibia toll und einfach zu bereisen. Abwechslungsreicher finde ich trotzdem Südafrika, meine ewige Liebe. Müsste ich zwischen Kruger-Nationalpark und Etosha wählen, ich würde ich immer den Kruger wählen.
Nützliche Links: Unsere Empfehlungen, hier buchen wir
Wenn du deine Reisen oder Ausrüstung über meine Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision. So kannst du mir helfen, diesen Reiseblog (Technik & Hosting) zu finanzieren. Danke für deine Unterstützung und dass du Teil meiner Community bist. Herzlichen Dank für deine Unterstützung!
Hat dir der Artikel geholfen? Dann freue ich mich über dein Feedback!
Hinterlasse gern einen Kommentar, wenn du Fragen oder Anregungen hast – oder teile den Beitrag mit Freunden, denen er auch weiterhelfen könnte.
Für mehr Reisetipps und persönliche Empfehlungen:
Folge mir auf Facebook, Instagram, Pinterest oder Threads – oder melde dich für meinen Newsletter an, um regelmäßig neue Artikel und exklusive Tipps zu erhalten.
