Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- eSIM per App ist die einfachste Lösung für Internet in Japan
- Meine Empfehlung: Airalo, 20 GB für 22,50 € (mit Code VU10 10 % günstiger)
- Pocket WiFi funktioniert, ist aber logistisch aufwendiger
- Lokale SIM-Karte für Touristen in Japan kompliziert und nicht empfehlenswert
- Einrichtung vor Abflug erledigen, nicht erst am Flughafen
Brauche ich in Japan eine SIM-Karte?
Ja. Deine deutsche SIM-Karte funktioniert technisch, aber Roaming außerhalb der EU kostet in der Regel viel Geld. Je nach Anbieter zahlst du 2 bis 10 € pro Megabyte. Wer einmal Google Maps in Tokio ohne Datensparpaket öffnet, merkt das auf der nächsten Rechnung.
Es gibt 3 Wege, in Japan online zu bleiben:
- Deutsche SIM-Karte mit internationalem Tarif (teuer, aber ohne Aufwand)
- Pocket WiFi mieten (funktioniert, aber mit hohem Aufwand verbunden)
- eSIM per App kaufen (meine Empfehlung)
eSIM Japan: Wie das funktioniert
Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, die direkt im Chip deines Smartphones gespeichert wird. Kein Plastikkärtchen, kein Schalter, keine Warteschlange. Du kaufst das Datenpaket vor der Reise per App, lädst die eSIM aufs Handy und aktivierst sie beim Boarding oder direkt nach der Landung.
Wichtig zu wissen: eSIM-Pakete bei Airalo sind reine Datenpakete. Du bekommst keine japanische Rufnummer (was du auch nicht brauchst). Für Google Maps, Übersetzungs-Apps, WhatsApp und das Hochladen von Fotos reicht das völlig. Wer tatsächlich per normaler Nummer in Japan erreichbar sein muss, braucht eine andere Lösung (siehe Alternative 2).
Ist mein Smartphone eSIM-fähig?
Nicht jedes Gerät unterstützt eSIM, aber alle neueren Modelle tun es. Ab dem iPhone XS (2018) sind iPhones eSIM-fähig. Auf neueren iPhones kannst du mehrere eSIMs gleichzeitig gespeichert haben und zwischen ihnen wechseln. Ich nutze ein aktuelles iPhone, kann mehrere eSIM speichern und parallel 2 aktiviert haben.
eSIM-fähig sind unter anderem:
- iPhone XS, XR und alle späteren Modelle
- Samsung Galaxy S20 und neuer
- Google Pixel 3 und neuer
Prüfen kannst du es unter Einstellungen, Mobilfunk: Steht dort eine Option zum Hinzufügen eines Datentarifs, ist dein Gerät kompatibel.
Mein Testsieger: Airalo Japan
Für meine letzte Japan-Reise habe ich Airalo genutzt. Airalo ist eine App, über die du eSIM-Datenpakete für über 200 Länder kaufst. Japan gehört zu den am besten abgedeckten Ländern im Angebot.
Die Netzqualität war auf der gesamten knapp vierwöchigen Reise sehr gut. In Tokio, auf Fahrten mit dem Shinkansen, in kleineren Städten abseits der Touristenrouten: überall stabiles Netz. Ich habe unterwegs navigiert, Übersetzungsapps genutzt, Fotos hochgeladen und gelegentlich den Hotspot für den Laptop genutzt. Keine Aussetzer, die mir in Erinnerung geblieben wären.
Die Einrichtung dauert keine 5 Minuten. App herunterladen, Konto anlegen, Japan-Paket auswählen, bezahlen, eSIM installieren. Das erledigst du am besten zu Hause vor dem Abflug im WLAN.
Welches Paket empfehle ich?
| Paket | Preis | Für wen |
|---|---|---|
| 20 GB für 3 Wochen | 22,50 € | Für die meisten Japanreisenden ausreichend |
| Unlimited für 3 Wochen | ca. 64 € | Für intensives Hochladen bei Social Media (oder Selbstständige wie mich, die unterwegs arbeiten) |


Für 2 bis 3 Wochen Japan mit normalem Nutzungsverhalten reichen 20 GB. Das heißt: navigieren, Fotos hochladen, gelegentlich etwas recherchieren. Wer täglich Stories postet, regelmäßig den Hotspot für den Laptop nutzt oder länger als 3 Wochen unterwegs ist, greift zum Unlimited-Paket. Ich habe auf der fast 4-wöchigen Reise Unlimited gebucht.
Tipp: Google Maps-Karten für Japan lassen sich offline speichern. Das spart deutlich Datenvolumen, besonders auf langen Zugstrecken zwischen den Städten.
Mit dem Code VU10 sparst du 10 % auf alle Airalo-Pakete.
eSIM aktivieren: Schritt für Schritt
- Airalo-App im App Store oder Google Play Store herunterladen
- Konto anlegen und einloggen
- Japan-Paket auswählen und bezahlen
- eSIM installieren: die Anleitung erscheint direkt in der App, alternativ per E-Mail
- Auf dem iPhone unter Einstellungen, Mobilfunk die neue Leitung aktivieren oder den QR-Code am Rechner mit dem Handy abscannen (finde ich einfacher)
- Festlegen: Anrufe über deutsche SIM, Daten über Airalo-eSIM (ich deaktiviere meine deutsche SIM-Karte immer)
Die Installation erledigst du am besten zu Hause vor dem Abflug. Du brauchst dafür eine stabile Internetverbindung. Am Gate in letzter Minute geht es technisch auch, aber es ist unnötiger Stress.

Hotspot mit der Airalo-eSIM möglich?
Ja. Airalo schränkt die Hotspot-Funktion nicht ein. Ich nutze auf Reisen regelmäßig den Hotspot vom iPhone, weil das WLAN in Unterkünften oft langsam ist. Das hat auf der Japan-Reise problemlos funktioniert.
Nachteile der eSIM
Zwei Einschränkungen solltest du kennen:
Keine japanische Rufnummer
Du kannst nicht per normaler Nummer angerufen werden. Für WhatsApp, FaceTime und alle Datendienste ist das kein Problem. Einen Tisch im Restaurant kannst du aber auch per App (Tabelog, Alternativ: Gurunabi und Hot Pepper Gourmet) reservieren. Daher sehe ich darin keinen Nachteil. Im Hotel kannst du an der Rezeption auch darum bitten, dass man für dich anruft, um einen Tisch zu reservieren. Wenn du kein Japanisch sprichst, nutzt dir eine japanische Telefonnummer ohnehin nichts.
Ältere Geräte nicht kompatibel
Wer ein Smartphone vor 2018 nutzt, muss auf Pocket WiFi oder eine physische Touristen-SIM-Karte ausweichen (Alternative 1 oder 2).
Alternative 1: Lokale SIM-Karte in Japan: Warum das für Touristen kompliziert ist
In vielen Ländern kaufst du am Flughafen kurz eine SIM-Karte und bist fertig. In Japan war das für Touristen lange gar nicht möglich. Ausländer durften offiziell keine lokalen SIM-Karten kaufen. Das hat sich geändert, aber einfach ist es noch immer nicht.
Heute gibt es spezielle Touristen-SIM-Karten, die du online vorbestellen oder an bestimmten Automaten und Elektronikgeschäften kaufen kannst. Sie sind auf Daten beschränkt, du bekommst keine japanische Rufnummer, und der Aufwand beim Einrichten ist höher als bei einer eSIM per App. Für die meisten Reisenden lohnt sich das nicht.
Daher rate ich dir davon ab.
Alternative 2: Pocket WiFi Japan
2018 war die eSIM-Option für Japan noch nicht vorhanden. Ich habe damals ein Pocket WiFi-Gerät gemietet. Das Gerät erzeugt einen eigenen WLAN-Hotspot und versorgt mehrere Geräte gleichzeitig mit Internet. Die Netzqualität war gut, das Netz stabil.
Der Haken: Du holst das Gerät am Flughafen an einem Schalter ab und gibst es vor der Abreise genau dort wieder ab. Du trägst es den ganzen Trip mit, lädst es täglich, und vergisst du die Rückgabe, zahlst du Nachgebühren.
Für wen ist Pocket WiFi trotzdem sinnvoll? Für Gruppen, die mehrere Geräte gleichzeitig mit einem Paket versorgen wollen, ist es noch immer eine Option. Wer alleine oder zu zweit reist und nur ein Smartphone dabei hat, ist mit der eSIM deutlich entspannter unterwegs.
Tipp: Wer Pocket WiFi mieten möchte, bestellt am besten vorab online und holt das Gerät am Flughafen Tokio Narita oder Haneda ab. Anbieter wie Japan Wireless oder Ninja WiFi versenden auch ans Hotel. Seit es eSIM Anbieter wie Airalo gibt es diese die deutlich bequemere Variante, die ich dir 100 % empfehle.
FAQ: Häufige Fragen
Ja, wenn du navigieren, übersetzen oder online buchen willst. Ohne Daten bist du in Japan deutlich eingeschränkter als in europäischen Städten, wo du dich auch offline zurechtfindest und die Schrift lesen kannst. Die Beschilderung ist mittlerweile in Städten auch in unserer Schrift, aber außerhalb Großstädten oft nur auf Japanisch, und selbst große Bahnhöfe sind ohne digitale Hilfe schwer zu navigieren.
Ja, das ist technisch möglich. Du installierst die eSIM noch in Deutschland und aktivierst sie erst nach der Landung. Die Installation selbst braucht eine Internetverbindung, also erledigst du das am besten vor dem Abflug zu Hause.
Für 2 Wochen mit normaler Nutzung, also Navigation, gelegentlichem Hochladen und Browsen, reichen 10 bis 20 GB. Wer täglich Inhalte hochlädt, sollte 20 GB einplanen und Google Maps-Karten vorab offline speichern.
Für Gruppen, die mehrere Geräte gleichzeitig versorgen wollen, ja. Wer allein oder zu zweit mit je einem Smartphone reist, ist mit der eSIM einfacher unterwegs, weil kein Gerät abgeholt, mitgeschleppt und zurückgegeben werden muss.
Ja. Auf meiner Reise hatte ich auch in kleineren Städten und auf Strecken mit dem Shinkansen konstant guten Empfang. Japan hat generell eine sehr gute Netzabdeckung, auch abseits der Metropolen.
Nein, nur Daten. Anrufe laufen über Apps wie WhatsApp oder FaceTime. Mit Dual-SIM telefonierst du weiterhin über deine deutsche Nummer, ohne dass dafür Daten vom Airalo-Paket verbraucht werden. Das ist allerdings sehr teuer.
Du kannst jederzeit ein neues Paket direkt in der Airalo-App nachkaufen. Wie viel du noch hast, siehst du ebenfalls dort.
Ja. VU10 gibt dir 10 % Rabatt auf alle Airalo-Pakete weltweit, nicht nur für Japan, nur über diesen Link.
Ich hoffe, dir hat mein Artikel gefallen und geholfen, deine Fragen zu beantworten. Falls du noch Ideen oder Fragen hast, dann freue ich mich sehr über deinen Kommentar zu diesem Beitrag hier auf dem Reiseblog.
Falls du keine Fragen hast: Ich freue mich trotzdem über dein Feedback und hoffe, dass du den Artikel mit Freunden teilst oder auf Pinterest speicherst. Dann findest du die Tipps später wieder.
Nützliche Links: Unsere Empfehlungen, hier buchen wir
Wenn du deine Reisen oder Ausrüstung über meine Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision. So kannst du mir helfen, diesen Reiseblog (Technik & Hosting) zu finanzieren. Danke für deine Unterstützung und dass du Teil meiner Community bist. Herzlichen Dank für deine Unterstützung!
Hat dir der Artikel geholfen? Dann freue ich mich über dein Feedback!
Hinterlasse gern einen Kommentar, wenn du Fragen oder Anregungen hast – oder teile den Beitrag mit Freunden, denen er auch weiterhelfen könnte.
Für mehr Reisetipps und persönliche Empfehlungen:
Folge mir auf Facebook, Instagram, Pinterest oder Threads – oder melde dich für meinen Newsletter an, um regelmäßig neue Artikel und exklusive Tipps zu erhalten.
Werbung: Dieser Beitrag enthält eine Kooperation mit Airalo. Alle Erfahrungen sind meine eigenen.
